Fisch und Fisch

Nach den fast 700km am Mittwoch, hab ich an meinem 2. Urlaubstag das Haus gar nicht verlassen…

Erst einmal war ich müde und hab lange geschlafen. Danach hab ich einen guten Teil des Vormittags mit bloggen verbracht und mich danach aufgerafft meine Abstell-Speisekammer auszuwischen und neu zu sortieren und vor allem die Lebensmittel noch einmal genauer nach Ablaufdatum zu sortieren.

Irgendwie ist mir da im Laufe des Jahres doch zuviel Unordnung reingekommen. Jetzt ist wieder alles perfekt zusammen gestellt und übersichtlich angeordnet.

Zum Mittagsessen gab es „Ofengemüse mit Lachsforelle“ ….so viel Gemüse gab mein Kühlschrank zwar nicht mehr her…aber mit Möhren, Lauchzwiebeln und kleinen Landgurken war es trotzdem lecker:

Dazu gab es die Kartoffeln, die ich in NRW in einem Hofladen gekauft hatte. Die sind heute echt mein Highlight, denn es sind „Cilena“ Kartoffeln. Diese Sorte gab es in der Soester Börde viele Jahre lang sehr häufig und war jahrelang meine Lieblingskartoffel…jawohl – so etwas gibt es: eine Lieblingskartoffel.

In Hessen und auch hier in Schleswig-Holstein scheint diese Sorte dagegen weniger beliebt zu sein….zumindest hab ich sie nirgendwo gefunden (wahrscheinlich weil der Ertrag dieser Sorte i.d.R. als „niedrig“ gilt).

Also hab ich diese unerwarteten Leckerbissen nur in Schale gekocht und dann mit Salz und Butter zu Fisch und Gemüse gegessen….

Einfach und lecker = Einfach lecker !!

Und weil ich gerade so schön im Fisch und Kartoffel-Modus bin, hab ich am Abend für die Matjes in meinem Kühlschrank aus Joghurt, Schmand, Gemüsezwiebeln, Äpfel und eingelegten Gurken eine schnelle Sauce nach Hausfrauenart gemacht und dazu aus den restlichen Pellkartoffeln vom Mittag auch noch Bratkartoffeln gezaubert….

Den Abend hab ich dann nur noch mit Bügeln und entspannen verbracht….Grins – ich fand den Tag klasse, so herrlich unaufgeregt und trotzdem produktiv.

Zwischenstopp: Bremen

Nachdem ich also gestern für ein neues Auto

  1. eine Menge Geld ausgegeben habe
  2. und einen halben Tag dafür im Auto saß

hab ich die Rückfahrt über die A1 genutzt, um einen kleeeiiinen Abstecher nach Bremen zu machen. Auch an diesen Ort sollte ich eigentlich ein paar Erinnerungen haben…auch wenn diese aus meiner Schulzeit stammen… ich glaube es war in der 7. oder 8. Klasse, als wir einen Schulausflug hierhin gemacht haben.

Ehrlicherweise konnte ich mich aber an NICHTS mehr erinnern, außer an die Stadtmusikanten…Bremen ist mir aus einem anderen Grund im Gedächtnis geblieben….Dort wo ich groß geworden bin, gibt es in de Nähe ein Dorf das heißt: Bremen (Ense)…als Kind bin ich mit dem Rad losgefahren hab auf einmal das Ortsschild „Bremen 9km“ gesehen…und ich war stolz wie Oskar sooo weit mit dem Fahrrad gefahren zu sein….hahaha für ein paar Minuten hab ich echt gedacht, kurz vor der Stadt Bremen angekommen zu sein….erst als ich umdrehte um nach Hause zu fahren, hab ich gemerkt das es nicht stimmen kann…wir waren mit der Klasse stundenlang im Bus unterwegs und ich nur ca. 1,5 Stunden mit dem Rad….

Die Stadt hat viele sehr alte Gebäude, aber im Gegensatz zu vielen anderen Städten mit historischem Gebäudebestand, hat Bremen einen fast morbiden Charme.

Die alten Gebäuden wirken hier an vielen Stellen einfach abgenutzt alt…gerade den öffentlichen Gebäuden fehlt eine vorsichtige und liebevolle Restaurierung oder eine Säuberung der Fassaden…aber dazu wird eben auch eine Menge Geld benötigt…und das hat die Stadt nicht.

Trotzdem wirkt die Innenstadt mit sich im Reinen…alte und neue Gebäude fügen sich zu einer Einheit…es wirkt authentisch und übertüncht nicht mit Farbe die Probleme.

Im Schutze einer der großen Kirchen hab ich mich draußen in einem Bistro niedergelassen….ich kenne es aus Frankfurt und war überrascht, das es hier auch eine „Bar Celona“ gibt… etwas Fingerfood und eine Weinschorle, danach ein kleiner Spaziergang durch die Stadt und dann ging es auch schon wieder weiter nach Hause…..ich wollte dieses Mal nicht in den Berufsverkehr geraten…

Autoverkäufer – echt antiquierte Ansichten zu Frauen

Die beiden einzigen Arbeitstage in dieser Woche waren sehr erfolgreich…ich hab eine Menge „Klärungsfälle“ erledigt und kann jetzt ganz entspannt meine 3 Tage Urlaub geniessen.

Im Vorfeld hatte ich schon überlegt ,wohin ich wohl fahren würde…Quedlinburg stand auf meinem Wunschzettel, Freunde in Hessen besuchen, Besuch des Weinguts im Rheingau….

…jetzt geht es aber erst einmal nach Nordrhein-Westfalen…und als ich gesehen habe, das ich quasi an Hamm vorbei fahre um nach Datteln zum Autohaus zu kommen, wollte ich doch mal wieder in Hamm vorbeischauen.

Aber im nächsten Moment bin ich zurück gezuckt….keine gute Idee, ist Hamm doch gerade ein „Hot-Spot“ …hmmm okay – dann beim nächsten Mal.

Um dem regulären Stau am Hamburger Elbtunnel zu vermeiden, war ich bereits um 6.30 Uhr unterwegs….musste aber noch tanken…und so war ich dann doch im morgentlichen Stopp-and-Go bis zum Elbtunnel….Nach dem Wechsel auf die A1 war der Verkehr mässig und die insgesamt 354km liefen reibungslos … Autofahren kann echt entspannend sein wenn der Verkehr nicht zu stark ist und man die Auto-Probleme ignoriert hahaha.

Das neue Auto hab ich mir angeschaut, während mein altes Auto von der Werkstatt überprüft wurde…und danach bin ich mit dem Verkäufer in Verhandlung getreten. Es war klar, das bei dem Sonderpreis für das Fahrzeug jetzt kein Spielraum mehr ist, stellte sich jedoch die Frage was ich noch für mein altes Auto bekommen kann.

Dieses wurde als „technisch einwandfrei“ anerkannt und der Innenraum als gepflegt, stark bemängelt wurden jedoch die kleinen Steinschläge im Lack und dazu die kleinen Kratzer.

….da hat man richtig gemerkt, wie jeder Kratzer auf einmal zu einem fast unüberwindbaren Hindernis wurde, als ich ihm meine Preisvorstellung mitteilte. Der Preis den er dann aufrief war auch nicht so dolle….ich hab erst einmal etwas ausdruckslos geschaut und er meinte dann ob er mich mal kurz alleine lassen soll, damit ich „meinen Partner anrufen kann um mich zu beraten“.

Etwas verärgert hab ich geantwortet: wie er denn darauf käme, das ich einen Partner bräuchte um ein Auto zu kaufen oder zu verkaufen. Das ich meine Entscheidungen immer noch selber treffe und ob ich so aussehe, als ob ich Hilfe beim Entscheiden bräuchte. Und wenn ich wollte, das ein Partner mit entscheidet, dann hätte ich schon einen mitgebracht….

Der Verkäufer war eigentlich nett und auch lustig, aber diese Aussage hat mich echt verärgert….er war auch etwas verblüfft und leicht pikiert über meine Antworten…und hat sich für diese „Grundannahme“ entschuldigt.

Wir haben dann noch ein wenig verhandelt und dann hab ich das Angebot angenommen….es war knapp unter meinem inneren Schwellenwert, aber in Anbetracht der Probleme die ein Verkauf von Privat mit sich bringen und der Gebrauchtwagen-Markt ist auch gerade nicht so rosig, also gut….

Sooo nachdem das geklärt war und während der Papierkram erledigt wurde, haben wir uns wieder locker unterhalten. An- und Abmelden wird durch das Autohaus erledigt..ich muss jetzt aber doch ca. 3 Wochen warten, bis ich das Auto dort abholen kann…. na gut – da ich mein Altes trotzdem weiter fahren kann, ist das okay für mich.

Ich freue mich jetzt schon auf das Neue 🚗, auch wenn diese Investition nicht geplant war…ich glaube jedoch die Vorteile werden überwiegen….und wie heißt es so schön: Lieber ein Ende mit Schrecken – als ein Schrecken ohne Ende.

Vorbereitungen

Die Technik in der KFZ-Zulassung spinnt und Corona macht es auch sonst nicht leichter….

Seit Sonntag Abend versuche ich ONLINE für mein zukünftiges Auto ein „Wunschkennzeichen“ zu reservieren…allerdings funktioniert die Software wohl nicht, denn angeblich ist überhaupt KEIN Kennzeichen das mit „PI“ beginnt noch frei. Das würde jedoch bedeuten, das im gesamten Kreis Pinneberg keine Autos mehr zugelassen werden könnten….hahaha. Da kann was nicht stimmen.

In dem festen Glauben, das ich ein Auto innerhalb von 2-3 Tagen anmelden könnte, wollte ich schon mal vorsorglich einen Termin für Donnerstag oder Freitag reservieren….da es nur noch mit Termin überhaupt geht….Vorbei sind die Zeiten, wo man sich morgens einfach in der Zulassungsstelle eine Nummer ziehen konnte und einfach gewartet hat, bis man dran war. Corona lässt grüßen.

Hmmm und was sagt die Online-Reservierung, wann wäre der nächste mögliche Termin: 23. Oktober. WHAAAAAAAT ??? mehr als 3 Wochen soll es dauern, bis ich ein Auto an- oder ummelden kann. Das muss doch (auch) ein Fehler sein.

Und dann hab ich mit einem echt freundlichen Herrn aus dem Kreis Pinneberg telefoniert…auf meine vorsichtige Anfrage ob das denn sein könne, hat er es mir bestätigt….aber es gibt Alternativen. Schneller könnte es gehen, wenn ich einen Zulassungsdienst beauftrage, da diese andere Sachbearbeiter und andere Zeitkontingente haben…..und das mit den Problemen beim Reservieren eines Wunsch-Kennzeichens kommt wohl öfter vor und er hat mir gleich mal die Tel-Nummer einer Dame aus der Abteilung gegeben. Er hatte außerdem von einem Herrn aus Berlin gehört, das man dort wohl erst wieder Termine ab Dezember bekommt…..ohhhha. Da dann will ich mich mal lieber nicht aufregen…

Auch wenn ich es ehrlicherweise nicht ganz verstehe, wie es trotz der Corona-Zeiten zu solchen Verzögerungen kommen kann….immerhin haben die Mitarbeiter auch vorher den Ansturm der Kunden bewältigen können…hmmm außer denen sind jetzt eine Menge Kollegen abhanden gekommen. Aber egal – ich hatte mich schon in diesem Moment entschieden, das ich die Anmeldung über das Autohaus vornehmen lasse.

Mit der Dame aus der anderen Abteilung hab ich ein Kennzeichen ausgesucht und reservieren lassen…sooooo – und jetzt muss ich das Auto aber erst einmal kaufen…

Dienstag Abend hab ich mein altes Auto schon mal leer geräumt. Gut das ich mir erst vor kurzem einen Innenraum-Reinigung gegönnt habe, also meinem Wagen….so brauchte ich nur noch mal eben durchsaugen…es soll ja ordentlich aussehen, wenn ich es vom Autohaus begutachten lasse….denn eigentlich hätte ich ja gerne noch einen ordentlichen Preis dafür. Aber ich weiß ja nicht, wie das durch die Elektronik-Probleme überhaupt möglich ist.

Entscheidungen: zack-zack

Ich gehöre ja, im Gegensatz zu meinem Schwager und auch meinem Ex-Freund, zu der Sorte Mensch, die sich in fast jeder Situation des Lebens sehr schnell entscheiden können.

Bei mir muss es immer zack-zack gehen. Egal ob im Job oder im Privaten. Während andere noch das Für und Wider abwägen, hab ich meine Entscheidungen schon getroffen. Und danach verschwende ich auch keine Zeit mehr mit weiteren Abwägungen.

Das bringt im Job aber auch „Nachteile“, weil alle immer zu mir gekommen sind, um sich Unterstützung beim Entscheiden zu holen …und hat im Privaten für viel Ärger gesorgt, weil mein Ex-Freund sich oft wochenlang um ein Problem gedreht hat und mit dem Entscheiden nicht voran kam…. immer in der Angst lebend, nicht das Beste entschieden zu haben, nicht das Meiste herausgeholt zu haben…und noch einmal alles durchkauen, und noch einmal alle Argumente hin- und her abwägen….entscheiden, zurück nehmen, neu entscheiden, zurück nehmen….boaaaaa wie anstrengend.

Ich mag mich nicht wochenlang (beim Auto meines Ex waren es sogar MONATE nur um sich überhaupt für ein Auto-Modell zu entscheiden) mit so einer Entscheidung herumplagen. Empfinde es für mich als vergeudete Zeit.

Ich hab vor Jahren mal gelesen, das eine größere Auswahl an Möglichkeiten und ein immer mehr an Informationen, beim Entscheiden oft keine Hilfe ist, sondern dazu führt, das viele sich durch die Masse an Informationen überfordert fühlen, den Blick auf die wesentlichen Entscheidungskriterien zu fokussieren.

Also kurz gesagt: ein zu viel an Informationen, kostest ein vielfaches an Zeit und bringt keine besseren Entscheidungen.

Also hab ich mich am Sonntag Nachmittag mit dem PC auf die Couch verzogen und hab im Internet nach einem neuen Auto mit den folgenden Parametern gesucht:

Fiat 500L / möglichst als Tageszulassung / mit der Möglichkeit mein altes Auto in Zahlung zu geben / Benziner / Farbe: alles außer weiß.

Ich möchte also das gleiche Modell wie jetzt – weil ich das Auto einfach toll finde. Mein jetziges hab ich auch als Tageszulassung gekauft….da spart man mehr als 1/3 des Preises für einen Neuwagen…und erhält trotzdem einen. Im Internet hab ich dann einige gefunden…allerdings waren mir die eindeutig zu teuer.

Dann hab ich ihn gefunden…MEINEN neuen Wagen: 3km Laufleistung / Tageszulassung 08-2020 / dunkelgrau / Motorleistung 95PS / ein paar Extras die bei mir unter Schnick-Schnack fallen: z.B. eingebautes Navi und Rückfahrkamera / Inzahlungnahme des alten Autos ist möglich / Preis: innerhalb meines Budgets.

Standort Datteln/ NRW.

Einen kurzen Moment hab ich gezögert wegen der 95PS, jetzt hab ich 120PS…aber ich bin ja eh etwas ruhiger geworden und fahre die 120PS nur seltenst aus.

Also hab ich gleich einen Termin zur Besichtigung ausgemacht für diesen Mittwoch….ich hab ja von Mittwoch – Freitag Urlaub.

Hmmm wenn ich mir jetzt ein anderes Auto kaufe, muss ich auch das Kennzeichen wechseln….so nun werde ich also ein „PI“ bekommen….

Auto – ich kapituliere

Das Thema: Auto ist bei mir gerade ständig präsent….denn bereits ein paar Tage nach der Reparatur fiel mir auf, das der Wagen wieder anfängt verzögert das Gas anzunehmen….ganz leicht nur, 1 Sekunde, 1-2 Sekunden.

Erst dachte ich, es liegt an: MIR….immerhin bin ich mit dem Problem mehr als 1 Jahr gefahren, da gewöhnt man sich ja an so kleine Tricks, damit das Schalten und Anfahren nicht so ruckelig ist…das muss ich mir ja auch wieder abgewöhnen…Aber das ging eigentlich ganz schnell.

Aber nein….es liegt nicht an mir….auf der Fahrt zu meiner Schwester ist das Problem ständig aufgetaucht…kein Wunder…bei Nässe traut sich der Fehler verstärkt hervor.

Aber jetzt kommen noch andere elektronische Probleme hinzu….Über das „Uconnect“ im Fiat verbindet sich das Handy mit dem Auto….damit kann ich dann die Freisprechanlage zum Telefonieren nutzen oder aber auch die Hörbücher auf meinem Handy….das „Uconnect“ ist gar nicht mehr verfügbar. Bluetooth funktioniert nicht mehr…..

….und dann auf einmal war auch der Tempomat wieder nicht „anzuschalten“ (Also erst wieder anhalten. Den Motor ausschalten, den Tempomaten-Schalter auf „Aus“ stellen. Motor anlassen, Tempomat-Schalter wieder einschalten….und es ging wieder)…..

Irgendwie was das der Moment in dem ich beschlossen habe: Das war es jetzt mit meinem tollen Auto….ich mag es wirklich sehr und ich wollte es eigentlich fahren, bis es alt und klapprig ist….5 Jahre alt ist es…und ich fahre es seit 4 Jahren (das 1. Jahr stand es als Tageszulassung auf dem Hof des Händlers) ….ich bin nur 63.000 km gefahren und ich mag es gar nicht hergeben…

Es hat alles, was ich mir von einem Auto wünsche: klare Linien, geräumiges Innenleben, gute Motorisierung, keinen Schnick-Schnack….aber es muss auch zuverlässig sein…..

Vor diesen elektronischen Problemen, die man nicht greifen kann…und die auch von der Werkstatt kaum zu finden sind, da kapituliere ich jetzt. Ich geb auf – das Auto kommt weg.

Endlich Zuhause

Meine Sonntage folgen normalerweise einer Art Ritual, einem geregelten Ablauf….zumindest in groben Zügen und so hatte ich bereits vor dem Besuch in Flensburg darauf aufmerksam gemacht, das ich Sonntag sehr früh wieder fahren werde…also gleich nach dem Frühstück…fast eine kleine Flucht zurück in die Stille meines Lebens…

Das Hauptmerkmal meiner Sonntage: ich verbringe diese gerne ab dem Nachmittag Zuhause…ich hab mich fast nie für Sonntage verabredet…und auch meine Wanderungen oder Fahrrad-Touren führen mich spätestens am späten Nachmittag zurück in meine Trutzburg. Abends starte ich dann nur noch meine Walkingrunde…am liebsten wenn es draußen schon dunkel wird. Ich brauche dieses Gefühl von ruhiger Entspannung, bevor es dann Montags wieder zur Arbeit geht.

…und so hab ich nach einer FAST reibungslosen Fahrt, den Rest des Sonntags einfach nur zuhause vertrödelt….ich wollte nichts sehen und nichts hören….und außer der Walking-Runde am Abend hab ich nichts wirklich Produktives gemacht….Ich war vollkommen erschlagen vom Samstag und habe mich sehr über mein Auto geärgert…..

Menschen die nicht entscheiden können…

…es dabei aber kaum bemerken.

Kaum bin ich Samstag bei meiner Schwester angekommen, gab es leckeren Pflaumenkuchen….wie immer mit Dinkelmehl…meine Schwester meinte, man würde den Unterschied nicht schmecken. (ja das sagt die Frau, die seit vielen Jahren quasi nur noch Dinkelmehl verwendet und auch ein gespaltenes Verhältnis zum Haushaltszucker hat…ihr fehlt einfach der Abstand das zu beurteilen hahaha).

Also der Kuchen hat mir geschmeckt….auch wenn er komplett anders war, als ich Pflaumenkuchen normalerweise kenne. Aber das ist ja auch nicht verkehrt.

Das Mitteilungsbedürfnis der Beiden war wieder enorm….was auffällt, ist das Kommunikationsverhalten der Beiden untereinander und die Veränderungen, die mir dabei auffallen.

Unverändert ist die enorme Lautstärke in der die Beiden reden….nicht mehr ganz neu ist auch das Beide GLEICHZEITIG auf mich einreden….

Neu ist jedoch, das sie sich bei sehr vielen Aussagen gegenseitig der Unwahrheit oder Übertreibung bezichtigen und das den jeweils anderen nicht im Redefluss hindert und nur ganz selten einmal berührt oder gar zum Einlenken bringt. Aber es wird dann auch nicht vertieft oder gar aufgeklärt.

Das meine Familie (also mein Vater und meine Schwester – lange bevor mein Schwager dazu kam) schon immer ein eher lockeres Verhältnis zur Wahrheit hatten, hat mich schon mein ganzes Leben zur Verzweiflung gebracht…und ich habe schon früh angefangen dagegen zu reden, Lügen anzuprangern und Übertreibungen ins richtige Licht zu rücken…. und mir damit viel Ärger eingehandelt.

Ich hasse Lügereien und hab mich oft für meine Familie geschämt, die so unverblümt und offensichtlich die Unwahrheit sagt….und ich rede hier nicht von den prosozialen Lügen (ja mein Schatz, in dem Kleid siehst du schlank aus), sondern Lügen um sich zu profilieren, um als toller Hecht dazustehen, um liebenswerter zu erscheinen und vor allem um Fehler nicht zugeben zu müssen….

Meine Schwester hat jetzt bei den letzten Treffen immer alles auf meinen Schwager geschoben: Er wollte es so haben…./ es ist seine Schuld das wir viel zu früh dort waren / er wollte unbedingt …usw. Sie sagt es aber immer so, das er es nicht mit bekommt. Und meistens glaube ich ihr kein Wort…weil das war schon immer ihre Strategie: immer alles auf die Anderen schieben…ich kenne sie immerhin schon 52 Jahre hahaha. Und mein Schwager entscheidet eigentlich nichts alleine….also gar nichts….und so war es auch heute.

Wir sind dann später in einer Art Naturschutzgebiet wandern gewesen und das war dieses Mal sehr skuril.

Mein Schwager war die ganze Zeit damit beschäftigt uns durch die Wanderwege zu lotsen…also er glaubte es zumindest….allerdings hat ihn die Aufgabe derartig gefangen genommen, das er letztlich nicht einen Weg selber entschieden hat, immer in der Angst wir könnten irgendwo falsch laufen….er war wie blockiert… an jedem Hinweisschild gab es ein leises Palaver mit sich selbst, und dann mit meiner Schwester und mir…nur ich konnte dem genuschelten Gestammel kaum ein richtiges Wort entnehmen ….meine Schwester hat ihn aber verstanden und so haben die Beiden also minutenlang über jede Abzweigung debattiert…und wenn wir dann einen Weg eingeschlagen hatten, hat der Schwager wieder gezweifelt…ob oder ob nicht, vielleicht lieber dort, aber ne er weiß ja den Weg…und die App zeigt es ja…aber hier ist kein Weg, doch aber nicht so….und da geht es nicht weiter ..und die Schuhe werden nass…da kommen wir nie auf den Hauptweg zurück…und überhaupt…

Himmel….wie soll man denn dabei überhaupt noch die Schönheit der Umgebung geniessen können….es war für mich extrem anstrengend. Jetzt weiß ich wieder, warum ich so gern alleine durch den Wald gehe.

Als wir am Abend mit dem Bus zum Steakhouse fahren wollten, war es genau dasselbe. Er wollte planen wann wir welchen Bus nehmen. Hmmm wir können die 7 nehmen, müssen dann aber dort hin laufen, oder die 11, aber die fährt nur da entlang. Meine Schwester stimmte dann mit ein, ja aber das ist doch viel zu früh, na das bisschen laufen…. Schwager: aber es soll regnen, da gibt es kein Wartehäuschen. Schwester: Du bist doch nicht aus Zucker, dann laufen wir eben von da nach da…und Du nimmt die Jacke mit der Kapuze. Schwager: ja aber die hält dort Linie hält dort nicht, sondern da…da werden wir ja beim Laufen total nass….er nimmt das Cäpi…oder doch den Schirm oder wo ist denn überhaupt die Kapuze zu der Jacke…wir nehmen das Auto bis dahin…dann den Bus, dann brauchen wir usw. usw. …brabbel….brabbel….

Spätestens jetzt wünschte ich, ich wäre bereits auf dem Heimweg in meine eigene Wohnung….

Wir sind tatsächlich mit dem Bus gefahren und trockenen Fußes im Restaurant angekommen….das war wieder einfach nur genial….super Qualität und toller Service…und die Unterhaltung lief auch wieder normal. Auf dem Rückweg sind wir ein wenig nass geworden, aber wir hatten ja die richtigen Klamotten dafür an (und der Schwager hatte sich für den Schirm entschieden).

Mit der richtigen Menge Alkohol hab ich dann auch den restlichen Abend gut überstanden und es war auch lustig….auch schon tagsüber war es lustig, aber manchmal eben auch seeehr anstrengend.

Lustig vor allem das mein Schwager wirklich glaubt, uns gut durch den Tag gelotst zu haben. Letztlich sind wir die Wege gegangen, die meine Schwester, unter Protest des Schwagers, eingeschlagen hat.

Reisewarnung -DK !!

Der Schreck über die Reise nach Dänemark kam erst heute Morgen, als ich nach dem Aufwachen noch im Bett über Zeit-Online gelesen habe, das es seit GESTERN eine Reisewarnung für Dänemark gibt.

Schlagartig war ich wach…Momentmal… wir sind GESTERN aus Dänemark zurück gekommen….Und wenn man aus einem Risiko-Gebiet zurück kommt, muss man in Quarantäne…..

Also noch ohne Kaffee und ohne Dusche erst einmal den Computer angeworfen und recherchiert….Okay – die Reisewarnung vom RKI gilt nur für einen Teil von Dänemark: der Region Hovedstaten mit der Hauptstadt Kopenhagen. Wir kamen jedoch aus der Region Nordjylland viel weiter im Norden…..

PUHHHHHH – Glück gehabt…

Ich konnte also ganz normal zur Arbeit fahren….keine Quarantäne notwendig. Aber auch in der Firmenzentrale in DK war das Thema Corona dieses Mal in aller Munde….bei dem Besuch im Juni, haben die alles noch wesentlich lockerer gesehen…jetzt gibt es auch in der Firma schärfere Abstandsregeln und in den Restaurants gibt es erst seit ein paar Tagen eine Maskenpflicht

Wir sind Mittwoch bereits kurz vor der Mittagspause aufgebrochen…Die Rückfahrt hab ich dann übernommen. Grenzkontrollen gab es auch dieses Mal nicht und Pause haben wir dann erst in Flensburg gemacht….zum Tanken und einem verspäteten Mittagessen…aber so waren wir bereits Nachmittags wieder in Hamburg.

….soooo ich denke es wird noch ein paar Tage dauern bis wir die Mitteilung bekommen, das Reisen zwischen unserer Zentrale und den Landesgesellschaften erst einmal nicht mehr stattfinden sollen…man munkelt es schon….

noch einmal Dänemark – in der Probezeit

noch einmal Dänemark – in der Probezeit

…wahrscheinlich was es das letzte Mal in diesem Jahr, das ich in die Firmenzentrale hoch in den Norden Dänemarks reisen musste…. Die nächste Dienstreise dorthin wird voraussichtlich erst im Februar/März 2021 stattfinden.

Ist mir ganz Recht so….Dieses Mal waren es auch nur 2 Tage…also 1 Übernachtung. Das reicht auch.

Hinfahrt war am Dienstag…der Kollege ist gefahren….Ankunft kurz vor Mittag… meine Haupt-Schwierigkeit bestand darin, die Kollegen vom letzten Mal wieder zu erkennen und mit den richtigen Namen anzusprechen …hahaha…ich hab mich ganz erfolgreich da durch manövriert.

Seit unserer letzten Reise hat sich in der Zentrale auch schon einiges wieder verändert….viele neue Kollegen, eine neue Teamleitung, unsere Hamburger Abteilung wurde jetzt innerhalb des Konzerns „umgehängt“ und in der Abteilung wechselt auch noch die Chefin…also gibt es für uns aktuell keine direkte disziplinarische Führung….Fachlich gehören wir auf einmal in 2 Bereiche…also alles ist im Fluß….

Ich hatte in verschiedenen Abteilungen um Erklärungen/ Treffen gebeten und so waren die knappen 1,5 Tage Tage gut gefüllt. Alle Meetings waren gut und ich hab wieder eine Menge dazu gelernt, den Kontakt zu einigen Kollegen vertieft und mit einem Kollegen aus der Abteilung „Compensation“ ein richtig lustiges Meeting gehabt…da war auf Anhieb die gleiche Wellenlänge….schon unser vorheriger E-Mail-Austausch war lustig…aber immer informativ und zielführend.

Stück für Stück verstehe ich die Zusammenhänge und wo manchmal die Schwierigkeiten herkommen. Und von einer anderen Abteilung wurde ich gefragt ob ich unterstützen kann, weil ich als Deutsche evtl. besser verstehe wenn das Hauptzollamt im Beamtendeutsch Fragen zum Thema Stromsteuer stellt….nicht gerade mein Steckenpferd…aber ich hab ja ein paar Erfahrungen zum dem Thema und hab natürlich geholfen so gut es eben ging…

Das hat Spaß gemacht…war aber auch anstrengend….und irgendwann am Nachmittag war ich so platt, das ich nicht einmal mehr wusste was „Geburtstag“ auf Englisch heißt hahahaha…..Mein Speicher mit englischen Vokabeln war für diesen Tag einfach leer gesabbelt…puhhhh – zum Glück war dann auch bald Feierabend.

Schönes Ergebnis der vielen Gespräche mit „Gerade-weg-Teamleiterin“ / „Gerade-Noch-irgendwie-Chefin“ / „Gerade-Interims-Betreuung“ und dem Verantwortlichen der mit mir das Bewerbungsgespräch geführt hat: also meine Weiterbeschäftigung nach dem 30.09. ist überhaupt keine Sache…alles i.O. – alle sind zufrieden.

Prima – HURRA…die Probezeit hab ich damit hinter mir…. HA – na also – geht doch. Hier fühlt sich Niemand von meinem Wissen bedroht oder durch mein Auftreten eingeschüchtert….warum auch…und ich gebe mich genauso wie vorher auch….

Sooo nach Feierabend, ab ins Hotel, 10 Minuten Power-Napping, frisch machen und danach mit dem Controller getroffen. Wir waren uns einig, das wir die 3km zum Restaurant am Wasser entlang laufen … und es war eine gute Entscheidung…immer noch waren es noch fast 20 Grad. Wir konnten sogar noch draußen essen…Ich hab mich dieses Mal für frischen Fisch entschieden…und auch dieses Mal war das Essen klasse….. Vor lauter Hunger hab ich aber kein Foto gemacht…hahaha

Es war noch keine 20 Uhr das war es bereits stockdunkel….gut das mein Handy eine Taschenlampen-Funktion hat, sonst hätten wir auf dem Rückweg evtl. nicht die Abzweigung zum Hotel gefunden, das letzte Drittel des Weges war nicht beleuchtet.

Dafür war der Blick über das Wasser einfach klasse….