unruhige Tage im Job

Heute konnte ich nur verwundert den Kopf schütteln….aber dieses Mal brauchte ich nicht über die Grenze nach Norden zu schauen….sondern eigentlich nur auf den gerade mal „imaginären Schreibtisch auf der anderen Seite“…weil, ich bin im Homeoffice….der Controller sitzt im Büro.

Gestern haben wir uns noch per Telefon ausgetauscht und wir hatten verabredet, das wir heute gegen Mittag noch einmal telefonieren, um unsere ersten Erkenntnisse zur neuen Software auszutauschen.

Ich bin ja im leichten Vorteil, da ich schon vieles vom dänischen Kollegen gelernt habe, er nimmt sich immer etwas Zeit um meine gezielten Fragen direkt zu beantworten…mal so eben nebenbei…und das hab ich meinem Kollegen von gegenüber auch in einer E-Mail mitgeteilt…also über welche Inhalte und Problemstellungen ich bereits Wissen parat habe und das wir uns darüber austauschen können….

…und was macht der Controller, er sagt unser kleines Meeting ab, nur um den dänischen Kollegen im Minutentakt mit genau denselben Anfragen zu bombardieren, die ich ihm auch hätte erklären können….ich hab ja extra Zeit dafür eingeplant, während der dänische Kollege im Dauerstress ist und bereits das komplette Wochenende durch gearbeitet hat, um den Rückstau durch den schleppenden Projektstart aufzuholen.

Jaaa, die Umsetzung des Projekt wurde nicht gut geplant und noch schlechter ausgeführt…aber nun sollten wir den einzigen Kollegen aus der Firmenzentrale, der mit dem Projekt beschäftigt ist, nicht mit all den kleinen User-Problemen auch noch einzeln aufhalten….immerhin hatten wir sogar vereinbart, das ich diesen Part übernehme: Also als sogenannter „Power-User“ die allgemeinen Handling-Fragen der Deutschen Kollegen betreue…

Also habe ich auf jede seiner Fragen an die Firmenzentrale direkt schnell selber geantwortet: Immer mit kurzer Anleitung anhand von Bildschirm-Ausschnitten und mit Pfeilen und Erklärungen….so wie ich es von früher her kenne. Nicht um mich zu profilieren, sondern um den Kollegen in DK zu entlasten und uns im Hamburger Büro voran zu bringen….immerhin hab ich in den letzten 2 Tagen schon ein paar Kollegen durch die Anmelde- und Freigabeprozedur geleitet…und ja, wir stoßen immer wieder auf tatsächliche Probleme, die von Dänemark aus gelöst werden müssen….und dort gibt es eben nur den Einen, der das kann.

Warum mein Controller-Kollege jetzt so stur und unwillig reagiert, weiß ich nicht…..vermute aber anhand einiger Aussagen aus DK, das er die Abläufe noch nicht so richtig versteht….dabei bräuchte er sich einfach nur mal 30 Minuten Zeit zu nehmen und mir zuzuhören.

So, Morgen treffen wir Beide wieder im Büro aufeinander…Morgen soll ich ihm nun noch einen weiteren wichtigen Schritt erläutern….na, da bin ich aber gespannt…ich mache mich auf einen weiteren unruhigen Tag gefasst.

November-Tag

Heute ist einer dieser trostlosen November-Sonntage….Es regnet immer wieder, insgesamt ist es düster und dazu stürmt es auch noch. Es ist also ungemütlich draußen.

Das fördert jetzt nicht gerade eine heitere und ausgelassene Stimmung….und so hänge ich emotional ein wenig in den Seilen….bin nicht schlecht gelaunt. Nach dem, wie immer, turbulenten und erzähl-intensiven Besuch meiner Schwester, ist mir sowieso danach NICHT lachen oder fröhlich sein zu müssen.

Mir ist heute nach Stille….und nach heruntergezogenen Mundwinkeln OHNE das ich erklären muss, das ich nicht schlecht gelaunt bin…sondern einfach nur meine Ruhe haben möchte. Das ist meine emotionale Erholung.

So hab ich bisher heute

  1. meinen neuen Homeoffice-Arbeitsplatz ausgestaltet….dabei noch 33x den Tisch zentimeterweise verschoben, bis – ja bis ich mich wohl damit gefühlt hab ..so mit Winkel zum Fenster und Lichteinfall usw. Dann hab ich schon mal alles aufgebaut, was ab jetzt ja auch genau so stehen bleiben kann…Monitor, Dockingstation, Mouse und den Drucker daneben auf einem kleinen Regaltisch…passt.
  2. Wie bereits geschrieben hab ich mich ausführlich mit den Bewerbungs-Unterlagen meiner Schwester beschäftigt…da brauche ich vor dem letzten Feinschliff aber jetzt erst einmal eine Pause.

Und jetzt beobachte ich gerade einen Buntspecht, der in den Bäumen sitzt…und einen Eichelhäher. Ohhh wie schön. Auf meinem Balkon wird das Futterangebot gut angenommen…aber wer mich da alles so besuchen kommt, hab ich noch nicht komplett mit bekommen….nur die Kohlmeisen die sind wirklich oft da.

Eichhörnchen hab ich auch schon einige in und um die Bäume herum beobachtet….aber die werden hier wahrscheinlich nicht auf meinen Balkon kommen. Das ist auch okay….aber hier hab ich wenigstens wieder Vögel die ich füttern darf und die auch kommen….das ist so schön und tut mir ehrlichweise auch richtig gut.

Hatte ich früher eine große Bandbreite an verschiedenen heimischen Vögeln zu Besuch (Kleiber, Blaumeisen, Rotkehlchen, Buchfinken, Grünfinken, ganze Dompfaff-Familien, Eichelhäher, Buntspecht, Schwanzmeisen, Kernbeißer, eine Heckenbraunelle) sind es hier jetzt nicht so viele Arten….aber immerhin kommen überhaupt ein paar Vögel….evtl. sogar mehr als ich bisher gesehen habe, immerhin sind meine Futterstellen Abends immer leer.

Angst runter schlucken – und aktiv werden

Ich bin mal wieder mit einer Aufgabe beschäftigt, die ich gut kann und wo ich immer schon Freunde und Familie unterstützen konnte…Ich stelle gerade für meine Schwester eine moderne „Bewerbungs-Mappe“ zusammen. Also ich hab per PC ein modernes Design für den Lebenslauf erstellt, Fakten ergänzt und ansprechend aufbereitet. Ein schönes aktuelles Foto hab ich auch gleich mit in den Lebenslauf kopiert.

Nun schreibe ich noch ein Bewerbungs-Anschreiben und dann schauen wir mal, wie es weiter geht.

Sie hat ihren Job noch und ein Verlust des Arbeitsplatzes steht auch gerade nicht an, aber Ihr habt sicherlich schon öfter gehört, das viele Krankenschwestern und in der Altenpflege angestellte Menschen gerade aus dem Beruf wegbrechen. Und genau das ist in der mobilen Altenpflege, bei der meine Schwester arbeitet, gerade passiert.

Erst hat die Pflegedienstleistung gekündigt….dann viele der Altenpfleger und jetzt auch noch die stellvertretende Pflegedienstleitung, die kommissarisch die Leitung übernommen hatte. Und keiner hat es lange vorher angekündigt….alles ging in den letzten 6 Monaten hoppla-di-hopp…

…und Niemand weiß so Recht, wie es dort weiter gehen soll….die ausscheidende Stellvertretung hat allen Kollegen geraten sich mal auf dem freien Markt umzuschauen…das macht natürlich Angst. Wird der mobile Pflegedienst evtl. sogar aufgelöst? Eigentlich nicht vorstellbar, weil der Träger eine der ganz großen karikativen Einrichtungen ist…aber wenn die kein Führungspersonal mehr finden? Was dann? Nun gut – in der kommenden Woche findet wohl eine Mitarbeiter-Versammlung statt, von der sich alle eine Klärung der Situation erhoffen.

Meine Schwester ist da, genau wie ich, sehr pragmatisch…Die Angst wird runter geschluckt und dann wird gehandelt. Sie hat schon ein paar Adressen heraus gesucht und nach einem Telefonat mit mir auch dort angerufen, um zu erfragen ob eine Bewerbung aktuell Sinn macht und welche Unterlagen diese Firmen haben wollen.

Soooo und so sitze ich schon den Vormittag hier und beschäftige mich mit Ausdrücken, die in meinem Berufsleben so gar nicht vorkommen….

Styropor-Kriege

Nach Feierabend am Freitag, früher Nachmittag, kam meine Schwester zu Besuch. Mein Schwager muss am Wochenende auf einen Lehrgang und sie brauchte mal wieder einen Tapetenwechsel und ein wenig Neugierde war natürlich auch dabei….hatte sie meine Wohnung doch noch nicht mit Möbeln und fertig dekoriert gesehen.

Zuerst ging es in eines der großen Möbelhäuser…ich wollte endlich einen Schreibtisch für mein Büro-/Kleiderzimmer kaufen…und wir haben auch tatsächlich einen gefunden. Nicht zu teuer, weiß, Metallfuß und mit dunkler dicker Glasplatte….die Größe genau so, das der Tisch gut in den Erker passt….und sau-schwer….und selbst zerlegt wirkte er riesig verpackt.

Schon nach dem Reinhieven in das Auto war mir klar, den bekommen wir auch zu Zweit niemals so im Karton bis in meine Wohnung. Lösung: den Karton öffne ich bereits im Auto, und dann bringen wir die Teile einzeln in die Wohnung. Nur die Glasplatte war mit Karton und Styropor, und noch einmal Karton und noch einmal Styropor, und noch einmal geklebter Styropor und noch mehr Karton…..Ihr versteht…..extrem gut vor Bruch geschützt.

Nachdem wir es tatsächlich geschafft hatten, einen Teil der Verpackung aufzureißen und alle Teile in die Wohnung zu bringen, sah es in meinem Auto aus, wie in einem Styropor-Meer…Egal….mein Auto benötigt eh dringend eine Reinigung von Innen und Außen. Also hab ich es erst einmal ignoriert.

Und gegen Abend heute, meine Schwester war gerade wieder nach Hause gefahren…hab ich nun die restlichen Teile ausgepackt und den Tisch zusammen gebaut. Also ich wollte den Tisch zusammen bauen, wären da nicht die Massen an Styropor Platten, Plättchen, Kügelchen die überall am Boden, auf dem Teppich, an den Türen und überhaupt überall, statisch haften blieben.

Mir blieb zunächst nichts weiter übrig, als mich diesem Krieg der Styropor-Kügelchen zu stellen. Am Ende waren 2 große Müllsäcke gefüllt mit Plastik Verpackungsmaterial…und zusätzlich noch eine riesige Tasche voll mit Karton-Schnipseln. Ich hab natürlich gleich alles in handliche Stücke zerrissen. Danach blieb nur noch der Griff zum Staubsauger, um auch die kleinen Teilchen einzufangen und den Rest hab ich dann mit feuchten Lappen aufgewischt….unfassbar, wie viele Schichten an Styropor und Pappe für diesen Tisch notwendig waren.

Er nachdem ich diese Schlacht in der Wohnung gewonnen hatte, hab ich den Tisch, inclusive Schubladenteil aufgebaut bekommen….und ca. 1,5 Stunden später war der Tisch fertig und die gefüllten Müllsäcke in den Müllcontainern….gewonnen…

….bis mir wieder einfiel ,das ja noch ein großer Teil davon in meinem Auto lag….MIST….das mache ich aber erst Morgen. Für heute hab ich genug von diesen kleinen anhänglichen Kügelchen…

Einsilbigkeit in Erklärungen oder einfach nur „hygge“?

Obwohl ich bereits so einige kleinere Walkingrunden in der Umgebung meines neuen Zuhauses erkundet habe, war heute Morgen Premiere für mein Homeoffice-Ritual….und die Runde die ich mir dazu gesucht habe, ist mit 2,6 km zwar eher das, was ich als „kleine Runde“ bezeichne…aber ich hab noch ein paar Wege gesehen, um daraus eine Standard-Größe von 4-5km werden kzu lassen…das probiere ich gleich Morgen früh.

Es sind kleinen Wege abseits…mit Bäumen und Laub, kleinere Parkabschnitte, nur grob befestigte Zwischenwege….keine großen Straßen…ich starte ja solche Tage gerne inmitten der Natur….Okay also 1 große Straße muss ich dann doch noch überqueren….aber es gibt ja noch weitere Möglichkeiten…ich muss sie nur weiter erkunden.

Mein Homeoffice-Tag heute war danach richtig gut…sehr zufriedenstellend, da ich nach den ganzen Bankenwechsel endlich das Gefühl habe, wieder den Überblick über die Konten zu haben – puhh…gerade noch rechtzeitig zum Monatswechsel…..aber einfacher wird es vor allem mit den ausländischen Banken nicht….um nicht zu sagen: es ist mühselig.

Das dänische Wort „hygge“ beschreibt eine entspannte, herzliche und gemütliche Lebensweise….mir fehlt aber manchmal etwas mehr an „forklaringer“ = Erklärung wie etwas funktioniert oder funktionieren soll.

Es wird generell wenig bis gar nichts erklärt…und wenn man bei uns eine Erklärung bekommt, besteht diese meist aus einem kurzen Satz, der kaum kaum verständlich erläutert, was derjenige tatsächlich möchte. Es werden nicht viele Worte gemacht – und dadurch bleibt vieles im Dunkeln, was dann später dazu führt, das man noch einmal Nacharbeiten muss, weil irgendeinem Entscheidungsträger bewusst wird, das es soooo dann doch nicht geht.

Jede neue Aktion sollte erst einmal mit Nachdenken beginnen: Was soll am Ende für eine Information rauskommen? Welche Informationen habe ich bereits? Wo bekomme ich die restlichen Infos her? und wie bereite ich die Daten schließlich so auf, das ALLE Kollegen die gleichen Infos auf die gleiche Weise liefern.

Bei uns in der Firma läuft es anders: Es wird etwas beschlossen und mit einem Satz bekannt gegeben: Das macht Ihr jetzt so. Daraus versteht jeder Kollege (auch je nach Land, Ausbildungsgrad und Sprachfertigkeit) etwas anderes und bereitet die Daten irgendwie auf.

Dann geben wir diese Daten ab und nach 1-3 Monaten wird beschlossen: das Wirrwarr geht so nicht – und es wird ein Template entworfen und gleich so eingeschränkt, das es wieder nicht von allen genutzt werden kann, weil jetzt die Restriktionen im Template nicht die landesspezifischen oder gesellschaftsspezifischen Sonderformen berücksichtigt.

Also fängt man wieder an zu schreiben, das es so nicht funktioniert…und bekommt als Antwort….. NICHTS…..nun gut…also wurschtelt man so lange herum, bis das Formblatt irgendwie aufgeht….aber natürlich stimmen jetzt die Einzelheiten nicht mehr…man musste ja etwas tricksen. HAHAHAHA – das kenne ich noch sehr gut aus meiner Zeit in Hessen, wo ich einmal im Quartal eine Steuerformblatt ausfüllen musste….das war so schräg konstruiert, das ich 10 Jahre keine Ahnung hatte, wie ich es richtig füllen soll…es konnte mir einfach keiner erklären…hab immer so lange daran rumgebastelt, bis alle Querchecks aufgingen ….diese Zeiten wähnte ich eigentlich hinter mir….jetzt hab ich wieder so etwas Ähnliches.

Aber ich hab eine für mich gangbare Lösung gefunden und warte jetzt nur noch auf den allgemeinen Aufschrei, das es es so nicht geht.

Egal….trotzdem bin ich mit der Gesamtleistung meines Tages sehr zufrieden …und jetzt ist Feierabend….

Wintereintopf – Vegetarisch

Ich hab heute einen Rosenkohl-Kartoffel Eintopf gekocht. Das Gericht ist ursprünglich nicht vegetarisch, aber ich hab in der letzten Zeit fest gestellt, das mir Speck meistens gar nicht mehr so gut schmeckt…und auf die Kohlwürstchen hab ich meinen schmerzenden Gelenken zuliebe verzichtet.

Der Eintopf ist recht simpel in der Zubereitung, dafür lecker…und das einzig ungewöhnliche ist in dieser Kombination ist etwas Majoran.

Also Zwiebeln und Knoblauchzehe kleinschneiden und anbraten, dann Kartoffeln und Rosenkohl zu gleichen Teilen ebenfalls schälen und klein schneiden. Die gwürfelten Kartoffeln in den Topf geben und mit anrösten, danach den halbierten oder geviertelten Rosenkohl ebenfalls mit anrösten…mit Brühe auffüllen. Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker dazugeben und alles ca. 20 Minuten köcheln lasse. Dann mit frischem Muskat abschmecken und etwas Majoran dazugeben.

Wie gesagt Majoran finde ich hier ungewöhnlich….deshalb lieber erst wenig dazu geben und abschmecken…

Hmmm schmeckt wirklich gut…und für alle Fleisch-Esser: so ein Mettendchen würde hier prima passen….seufz….das leichte Majoran-Aroma passt tatsächlich…hätte ich gar nicht gedacht.

So langsam freunde ich mich ja mit dem Induktions-Herd an….bin wirklich verblüfft wie schnell so ein Topf mit Öl oder Wasser richtig heiß wird….nur meine dämliche Angewohnheit immer und ständig schon während des Koches mit dem nassen Lappen alles sauber zu machen, kommt nicht so gut, weil ich immer wieder auf die integrierten BedienTouch-Pads (Knöpfe sind das ja nicht mehr) komme und die Einstellungen danach verrückt spielen….

Auch mit dem nagelneuen Backofen hab ich mich schon arrangiert….und bereits 2x Brot und 2x Brötchen gebacken.

So jetzt geniesse ich aber erst einmal meinen Eintopf…während auf dem Herd noch ein großer Topf mit Gemüsebrühe vor sich hin köchelt….meine eingefrorenen Reserven sind fast aufgebraucht und ich hab gestern auf der Fahrt nach Hause den halben Selbstbedienungs-Bauernhof-Wagen mit frischem Gemüse leer gekauft…dafür hab ich schon jede Menge Münzen gesammelt. Das letzte Mal als ich hier kaufen wollte hatte ich nur einen 50EUR Schein dabei….hahahaha….dumm gelaufen, seitdem sammele ich 1und 2 EUR Münzen für solche spontanen Einkäufe.

…und dann mache ich mich auf den Weg um die restlichen Malerarbeiten heute zu erledigen.

Ein Morgen im Moor

Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als am frühen Morgen ins Moor zu gehen….und so hab ich es heute Morgen kurz nach Sonnenaufgang auch gemacht…..dabei hätte ich den Sonnenaufgang durch die Zeit-Umstellung fast verpasst…hahaha

Wo kann man sich schöner von einer stressigen Woche erholen, als alleine durch Feld und Flur zu wandern…die Weite des Moor-Sees zu überblicken und sich nur auf die Geräusche der Natur zu konzentrieren…vor allem die Graugänse, die im Himmelmoor campieren und immer wieder in kleine Gruppen lautstark auffliegen und kurze Zeit später wieder landen sind ein echtes Schauspiel. Leider schafft es meine Handy-Kamera nicht diese bildlich einzufangen…also gibt es keine Bilder davon.

War es zuerst noch etwas diesig, wurde es nach und nach so richtig sonnig…und so bin ich auch nach Beendigung meiner eigentlich geplanten kleine Runde von 4km einfach noch eine kleine Schleife gelaufen….und dann wurde es richtig malerisch:

Auf einer der kleinen Aussichts-Anhöhen hab ich mich zu einem Frühstück niedergelassen (mit Thermositzkissen, Kaffeebecher und Butterbrot)…..und hab einfach die Weite und die Stille genossen :

Als dann langsam die ersten Spaziergänger kamen, war ich schon mit meiner Runde von etwas mehr als 6km fertig und hab mich auf den (inzwischen sehr kurzen) Heimweg gemacht.

Auszugs-Renovierung – ätzend

Ich wusste, das es nach dem Umzug schwer werden wird, mich dazu aufzurappeln um die notwendigen Malerarbeiten zu erledigen. Ich glaube das kennt jeder….keiner mag diese Aktionen, die man ja nur macht, um den Vermieter zufrieden zu stellen, nicht weil man etwas davon hat.

Auch heute hätte ich mich gerne davor gedrückt, aber gegen Mittag sollte ja noch eine weitere Mietinteressentin kommen…und ich muss jetzt endlich damit anfangen…dann bin ich auch schnell damit fertig. Ich war also rechtzeitig für die Besichtigung da und hab mich währenddessen wieder in eine Ecke verzogen, während ich der Unterhaltung folgte.

Diese Interessentin möchte die Wohnung dann doch nicht, die Schrägen sind ihr zu weit runter gezogen, das nimmt ihr zu viel Stellfläche. Das ist natürlich subjektiv, da ja die Grundfläche der Wohnung viel größer ist, als die berechneten 80 Quadratmeter, aber es bleibt in jedem Fall mühselig beim Putzen immer bis in die Ecken zu kommen…das erfordert viel Akrobatik und ja….gerade in der Küche muss man auch öfter mal den Kopf schräg halten, um nicht g dagegen zu stoßen … und genau deshalb weisen bei mir die Schrägen, auch durch die Kopfhörer die ich ja sehr oft trage, abgeschabte Stellen auf….seufz….die ich jetzt ausbessern muss, d.h. in Wohnzimmer und Küche muss ich große Teile der Wände neu streichen.

Da aber genau hier die Trockenbauwände die Farbe extrem schlecht aufnehmen, ist zuerst eine Grundierung notwendig.

…und immer noch hatte ich überhaupt keine Lust dazu….boa…könnte mir den Samstag auch echt schöner vorstellen….aber hilft ja alles nichts….wenn ich den Diskussionen mit meinem Drachen bei der Wohnungsübergabe aus dem Weg gehen möchte, dann streiche ich genau diese Wände….aber eben auch nur Diese. Nicht mehr als unbedingt notwendig.

Überhaupt werde ich gerade zum Experten zum Verdecken von Macken…..hatte ich doch vor kurzem schon mit dem Reparatur-kit für den Laminatboden gute Erfahrungen gemacht, hat mich einer der Umzugsleute beim Anblick der kleinen Schäden an freien Wandkanten und Holzleisten im Eingangsbereich, auf eine weitere Reparatur-Methode gebracht: Weißes Weich-Wachs!

Das gibt es auch in anderen Farben und eignet sich wunderbar um an Türen, Zargen und auch an vorstehenden Wänden kleinere Schäden zu kaschieren….der Wachsstift wird quasi in der Hand warm und damit formbar, wird auf die zu überdeckende Stelle gedrückt und mittels eines kleinen Spatel glatt gestrichen = fertig. Na klar sieht es jetzt nicht neu aus, aber wesentlich besser als vorher.

Ich hab dann meine kleinen Bluetooth-Kopfhörer mit dem Handy verbunden und mein Hörbuch weiter gehört, während ich mit der Grundierung durch die Wohnung gezogen bin… und mir dabei genau Wand für Wand angeschaut und für jede neu entschieden ….dann hab ich einfach weiter gemacht und zuerst in der Küche fast rundherum mit weißer Farbe gestrichen. Man hat den Wänden nach 2 Jahren schon angemerkt, das ich hier sehr oft drin gearbeitet habe.

Dann ging es im Kleiderzimmer an eine der schrägen Wände und die Wand mit der Balkontür, eine Wand im Bad…und dann hab ich auch noch im Wohnzimmer angefangen…..doch langsam wurde es zu dunkel

Wenn ich mich Morgen noch einmal aufraffen kann, mache ich gleich Morgen die restlichen Wände im Wohnzimmer, evtl. mache ich dann noch die Abstellkammer…und dann sollte es eigentlich genug sein….hoffentlich !

Ich weiß das ich nach 2 Jahren Mietzeit, keine eigentliche Auszugs-Renovierung machen MUSS…aber man muss Schäden an der Mietsache beseitigen, die man verursacht hat…und was als Schaden angesehen wird, ist leider sehr individuell.

Wie schon mehrfach geschrieben, habe ich keine Lust auf lange und gehässige Diskussionen und mache lieber zu viel, als zu wenig…..immer in der Hoffnung dann einigermaßen stressfrei aus der Sache zu kommen. So habe ich es immer gehalten…in 2von 3 Fällen der letzten Jahre hat das auch gut funktioniert….

Wohnungs-Besichtigungen

letzten Sonntagnachmittag hab ich eine Whatsapp von meinem Hausdrachen bekommen, das Dienstagabend zwei Besichtigungen stattfinden und wenn ich möchte, kann ich ihr ja den Schlüssel geben, damit ich nicht immer anwesend sein muss.

….

Jedes Mal wenn ich eine Nachricht von meiner „alten“ Vermieterin bekomme, steigt mein Stresspegel….Tja Dienstag würde ich ja noch auf Dienstreise sein….hmmmm….und den Schlüssel werde ich ihr garantiert nicht geben. Hab ihr geantwortet, das ich doch gerne ein wenig früher über die Termine informiert werden möchte und das ich erst Mittwochabend wieder Vorort sein kann, da ich auf Dienstreise bin.

Okay….also dann Mittwochabend…..Morgens Rückfahrt von Dänemark ins Büro, Ankunft 12.45 Uhr, dann noch Fahrt ins externe Archiv zum Einlagern diverser Kartons, Autorückgabe ….Arbeiten im Büro (immerhin ist schon Mittwoch und ich hab diese Woche noch fast nichts von meiner Tagesarbeit geschafft…Monatsende ist auch fast da und Urlaub hatte ich auch letzte Woche…die Arbeit stapelt sich)….Feierabend 16.45 Uhr und Fahrt zu meiner bisherigen Wohnung….

Mein Drachen hat sich sogar zu einem Danke schön durch gerungen, das ich den Termin ermöglicht habe…es kamen 2 Interessenten….und dieses Mal fand ich es sogar spannend:

Die 1. Dame hatte wohl viele alte Möbel und haderte mit dem schmalen Treppenaufgang…was ich gut verstehen kann, wenn ich noch an das Drama mit meiner Couch denke.

Der 2. Interessent störte sich an der Säule im Wohnzimmer und an den vielen Schrägen. Die Säule hatte ich zusammen mit einem Sideboard dazu genutzt das große Zimmer in einen Wohn- und einen Essbereich aufzuteilen…mich hat die Säule daher nie gestört. Lachen musste ich jedoch als ich feststellen musste, das er mit dem Fahrrad gekommen war und sein Rad direkt vor dem Küchenfenster des Drachens abgestellt hat…..hahahaha – jaaaa das hab ich auch ein mal gemacht – ein EINZIGES Mal. Na ob der sich damit anfreunden könnte, sein Rad jedes Mal ins die hinterste Ecke des Gartens in den Schuppen zu bringen…

…. auf jeden Fall gibt es diesen Samstag Mittag gleich noch weitere Besichtigungen….bin mal gespannt das so noch so kommt…

Kollegen-Karussell

Es ist schwer über 400km entfernt den Kontakt zu den Kollegen in der Firmenzentrale zu intensivieren, wenn auch noch meine Ansprechpartner ständig wechseln….so wollte ich einen Kollegen endlich mal persönlich sprechen, der noch kein 1/2 Jahr bei uns ist….nur um zu hören das genau jetzt sein letzter Tag ist….und wieder hab ich 4 Gesellschaften die wie ein Pokal zum Nächsten gereicht werden….allerdings gibt es noch gar keinen Nachfolger…und „Irgendjemand“ wird sich meiner Gesellschaften schon annehmen.

Dieses interessante Firmenkonstrukt über 2 Länder hinweg, erfordert in vielen Fällen das es 2 Gesellschaften gibt: eine Deutsche und eine Dänische. Und während ich die Deutschen Gesellschaften bearbeite, werden diese dann komplettiert mit dem Dänischen Teil. Erst Beides zusammen ergibt damit erst das gesamte Bild für die Investoren.

Ich brauche also für viele Gesellschaften immer einen Controller-Pendant in Dänemark. Daher ist es wichtig, das wir uns gut abstimmen und auf Augenhöhe begegnen…immerhin arbeiten wir in denselben Dateien und müssen diese letztlich zusammen verantworten. Haben dadurch aber auch eine gegenseitige Kontrolle.

Ich hab mich also riesig gefreut, das meine Lieblingskollegin in der Zentrale für den Feierabend ein privates Treffen im Restaurant am Fjord mit einigen der Kollegen organisiert hat. Da man ja nie weiß, wann man mal zusammen arbeiten wird, war es auch okay, das ich die anderen noch gar nicht kannte.

Das Restaurant lag direkt am Fjord und so sind der Controller und ich noch eine kleine Runde spazieren gewesen…also das ist echtes Postkarten-Feeling:

Zu Acht waren wir später im Restaurant und es war ein toller Abend….also lustig, richtig lustig und ungezwungen….ich kann es mir gut vorstellen mit diesen Kollegen zusammen zu arbeiten…