Walking – Bestleistung

Mit zunehmender Normalisierung meiner Arbeitszeiten, steigen auch wieder die täglichen Walking-km. Und so habe ich nach den knappen 12km am Sonntag, Montagabend gleich die nächste Runde eingeläutet und dabei meine bisherige Bestleistung übertroffen. Insgesamt waren es für diesen  Tag 14,19km (bisherige Tages-Bestleistung seit dem Start im September 2019 waren 13,97km).

Dabei war am Montag eigentlich nur eine kleine Runde geplant, das Wetter war ausdauernd nieselig und so wollte ich nur bis zum Einkaufszentrum laufen und dann zurück…aber das war mir dann doch zu wenig…also hab ich ein weiter entferntes Einkaufszentrum angepeilt….kam aber erst nach 20 Uhr dort an…also war es bereits geschlossen…also noch einen weiteren Schlenker gemacht um dann zu einem kleineren Laden zu laufen…und dann den Weg wieder zurück.

Meine Jacke war durchnässt, meine Schuhe waren auch nass, mein Fuss tat weh….aber letztlich hab ich mich über die Gesamt-km sehr gefreut….

und als es dann am nächsten Tag so unvermittelt geschneit hatte und sogar ein paar cm liegen blieben, konnte ich auch nicht widerstehen und hab die Schuhe erneut geschnürt.  hahaha endlich ein Schnee-Spaziergang. Aber so unvermittelt wie es mit dem Schnee anfing, so unvermittelt ging der Schnee in Regen über…..

So war meine Jacke platschnass, die Wanderschuhe standen permanent im flüssiger werdenden Schnee so das Schuhe, Strümpfe und Füsse ebenfalls platschnass waren…aber immerhin waren es dann doch noch 4km bei diesem Wetter.

So nun müssen meine guten Wanderschuhe erst einmal trocknen und neu imprägniert werden..

 

 

 

 

Vom Reden und Schweigen

Nach diesem Wochenende musste ich erst einmal wieder „Stille tanken“…ich hatte nicht mal mehr Lust etwas zu schreiben. Ich hatte mich derart kommunikationstechnisch ausgepowert…

Es war ein tolles Wochenende, es hat super viel Spaß gemacht und ich bin sogar länger geblieben, als ich geplant hatte…aber danach brauchte ich erst mal wieder Schweigen.

Wir haben nahezu ununterbrochen geredet…lach…bis kurz vor 2 Uhr nachts. Es hat mich gewundert das meine Schwester überhaupt so lange aufgeblieben ist…normalerweise geht sie so um 21 Uhr schlafen, da sie ja sehr oft bereits um 4.30 Uhr zur Arbeit fährt. Da hat sie sich im Laufe der Jahre angewöhnt immer früh schlafen zu gehen.

Aber auch sie hat es genossen mal ungestört reden zu können. Mein Schwager war ja nicht da und so haben wir geredet und geredet….Einzig während der Saunagänge war es dann mal still.

In der Sauna herrscht das Gebot der Ruhe…was ich auch richtig finde. Wenn ich alleine in der Sauna bin, mag ich es ja auch nicht, wenn die Anderen sich unterhalten. Aus diesem Grund haben wir uns für die Ruhephasen zwischen den Saunagängen zwar ein schönes Plätzchen gesucht…aber die Ruheräume gemieden….hahaha. In früheren Zeiten sind wir schon mal aus so einem Ruheraum geflogen, weil wir ständig gekichert und gebabbelt haben.

Es war schön…es war lustig…und es tat unglaublich gut. Wir waren im Campus-Bad in Flensburg. Zuerst schwimmen im 50m Becken…wow…die wenigsten Bäder haben so große Becken…dann ab in den Saunabereich.  Später hab es Frucht-Cocktails (ohne Alkohol) und nach ein paar Stunden haben wir dort auch gegessen. Getränke und Essen waren erstaunlich gut und preislich angemessen. Wir hatten Burger bestellt und das waren keine pappigen Industrie-Burger, die schmeckten sogar richtig gut…auch die Pommes waren knackig und lecker….

Die verschiedenen Saunen waren ordentlich, sauber und nicht überfüllt…(na gut – während der Aufgüsse war es schon voll…aber nicht zuuu voll).

Ich glaube wir waren erst gegen 21 Uhr wieder zuhause…und mit einer Flasche Wein und 2 Gläsern ging es dann weiter mit dem Reden. Eigentlich kann man sagen, wir haben die letzten 9 Jahre nachgeholt…und wie üblich ging es dabei hauptsächlich um ihr Leben…die privaten Probleme, die beruflichen Probleme…aber ich hab es ja gelernt auch einfach mal in ein Thema reinzugrätschen ..und eine meiner größten Schwächen wird hier zur Stärke, ich rede einfach dazwischen und so bin ich beim Reden nicht zu kurz gekommen.

Sie hatte im Gästezimmer das Bett für mich vorbereitet und ich bin dann auch fast sofort eingeschlafen…Sonntag Morgen ging es dann schon früh wieder raus…ich wollte ja direkt nach dem Frühstück schon wieder fahren. Gefrühstückt haben wir in einem kleinen Cafe in der Nähe  und das war dort nett und lecker …und danach sind wir dann doch noch durch das in den letzten 20-30 Jahren entstandene Naturschutzgebiet, dem ehemaligen Truppenübungsplatz, gelaufen.

Meine Schwester wohnt in der GLEICHEN Straße, wie wir damals als Kinder mit unseren Eltern, als unser Vater noch bei der Marine war…und der Truppenübungsplatz war gleich hinter den Häusern…wir Kinder durften dort zwar nicht spielen….taten es aber trotzdem…lach…das gab dann auch schon mal Ärger mit den Soldaten und auch mit unseren Eltern.

Heute ahnt man nicht mal mehr, das es einmal ein Übungsgelände der Bundeswehr war, inzwischen ist es ein beliebtes Naherholungsgebiet und ich bin immer wieder überrascht wie dicht bewaldet das Gebiet inzwischen ist.

Es war schon fast Mittag als ich mich wieder ins Auto gesetzt habe und nach Hause fuhr…den Rest des Sonntags hab ich schweigend verbracht…. kein Handy / keine WhatsApp-Nachrichten / kein Blog / keine Musik….Stille.

Und zusammen mit meiner Walking Runde am Abend waren es fast 12km….

Mädels-Wochenende

Mein Schwager hat an diesem Wochenende einen Firmenausflug. Meine Kurzzeit-verstrohwitwerte Schwester muss auch nicht arbeiten und auch sonst noch keine weiteren Pläne,  also hat sie im doppelten Sinne frei.

Wir haben uns zu einem Mädels-Wochenende verabredet…okay – also eigentlich ist es nur 1/2… Ich fahre heute Mittag hin, wir wollen den Tag in der Sauna verbringen, abends mit einem Glas Wein auf die  Couch, dann dort übernachten und Sonntag Vormittag wollen wir noch zum Brunchen fahren…und dann fahre ich wieder zurück nach Hause.

Es war mein Vorschlag….und ich freue mich darauf

 

Strandspaziergang – nach Feierabend

Strandspaziergang – nach Feierabend

Gestern Abend ist mir während meines Abendspaziergang so richtig bewusst geworden, WIE gut es mir geht….

Noch bevor die Sonne unterging, war ich schon in Wedel am Elbstrand und bin am Wasser entlang gelaufen. Bei dem ungemütlichen Wind waren nur ein paar Hundebesitzer unterwegs…und es war himmlisch. Ich bin bis nach Sonnenuntergang am Wasser entlang spaziert, durch den Sand… so eine herrlich ruhige Abendstimmung….mit einem schönen Sonnenuntergang und einer himmlischen blauen Stunde.

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Ich wohne tatsächlich nur etwas mehr als 10km vom Strand entfernt…und kann in meiner Freizeit immer ans Wasser fahren…okay – es ist kein Strand in der Karibik bei 35 Grad und Sonnenschein…aber wer braucht das schon, wenn man hier so herrlich wohnen kann. Ich wohne quasi ganz in der Nähe, wo andere Menschen extra hinfahren um Urlaub zu machen.

Die Aufforderung Überstunden abzubauen hab ich gestern genutzt um wenigstens keine neuen aufzubauen…also ich hab pünktlich nach knappen 9 Stunden (incl. der Pausen) den Feierabend eigeläutet…und wollte zum Schwimmen (hatte aber meine Schwimmbrille vergessen) und so bin ich einfach etwas weiter in Wedel gefahren und am Willkomm-Höft (Schiffsbegrüßungs-Anlage) gelandet…

Als krönenden Abschluss dieses gemütlichen Abend-Ausflugs, hab ich mir dann noch ein leckeres Steak im Porterhouse Restaurant am Markt gegönnt. Jawohl – das hab ich gemacht….und es war sehr lecker. Zuletzt war ich in Norderstedt in dieser Steakhouse-Kette, das war Anfang Dezember und die Qualität dort war ein kleinwenig besser…aber die Unterschiede sind nur gering. Auch das hier ist sehr zu empfehlen.

Ich versuche wieder aus jedem Tag das Beste zu machen… das Leben ist zu kurz um sich nur zu ärgern, oder mit dem Job zu hadern… Ich achte darauf, das ich Dinge mache, die mir gut tun…das Wort Achtsamkeit geht mir zwar fast schon auf die Nerven….aber genau darum geht es: Achtsam sein – auf mich aufpassen, in mich hinein hören: was brauche ich gerade um mich wohl zu fühlen….

und dann klappt es auch mit dem Durchschlafen in der Nacht….

Kraftvolle Tage

Nun also hab ich meine Kräfte wieder…Montag Abend war ich noch relativ müde nach der Arbeit…aber gestern bin ich direkt nach Feierabend ins Fitnessstudio gegangen und hab später zuhause noch meine Kammer aufgeräumt und dies und das erledigt.

Und heute merke ich wie meine Energie-Depots wieder aufgeladen sind…wunderbar….mit Schwung und Elan hab ich auch diesen Arbeitstag überstanden. Wieder waren es 10 Stunden.

Aber ab jetzt muss ich die Stundenzahl wieder reduzieren…wir wurden heute noch einmal aufgefordert nur die priorisierten Aufgaben zu erledigen…alles andere soll warten. Die Überstunden müssen ab sofort wieder drastisch zurück gefahren werden…Uns wurde sogar angeraten lieber Minus-Stunden zu machen..bei steigendem Arbeitsaufkommen. Hahahha –  Also die Quadratur des Kreises…verrückt – aber nicht zu ändern. So zu arbeiten ist weder effizient, noch befriedigend…und es birgt auf Dauer auch eine Gefahr…Gerade bei unserer Arbeit gibt es viele kleine Dinge,  die man auf den ersten Blick nicht sieht, die sich irgendwann aber so aufhäufen, das man es überhaupt nicht mehr bewältigt bekommt….ich hab es selber erlebt.., aber wenn es so sein soll… dann ist es eben so.

Ich habe überhaupt nichts dagegen wieder mehr Freizeit zu haben. Allerdings wurde uns schon angekündigt, das es noch ein paar Sonderprojekte in diesem Jahr gibt….hahahha – ja klar …. das macht Sinn…. hahahahah – gut das es für mich nur noch ein Job ist und  keine Lebensaufgabe.

So meine Kraft hab ich dann heute lieber in der Mittagspause in ein paar Erledigungen gesteckt, war .nach Feierabend  zuerst einkaufen und hab Essen gemacht.

Nun wartet die Bügelwäsche auf mich…. und später mache ich noch eine große Walking-Runde…und  und….hab so viele Dinge die ich machen möchte…

 

 

Einfaches – sooo lecker

Nach dem Einkauf heute, sollte es gebratenes Lachsfilet mit Kartoffelpüree geben. Für mich gehört zum Püree immer auch Apfelmus dazu…

Ich bin ja in NRW aufgewachsen und dort ist „Himmel und Erde“ ein traditionsreiches einfaches Bauernessen…allerdings kombiniert mit gebratener Blutwurst…die gab es bei uns zwar nie, aber Kartoffelpüree mit Apfelmus ist geblieben. Im Laufe der Jahre sind eben zu den norddeutschen, auch die westfälischen Gerichte dazu gekommen.

Und heute hatte ich so einen Hunger darauf, das ich es gar nicht abwarten konnte…so war der Lachs noch gar nicht fertig…da hab ich schon angefangen zu Essen hihihi

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Das sieht nicht spektakulär aus, aber so ein einfaches, selbst zubereitetes Kartoffelgericht mit (okay fertigem) Apfelmus aus dem Glas…das ist soooo lecker, dafür verzichte ich sogar auf Fisch oder Fleisch.

Hier möchte ich mal wieder eine Lanze für das „selber kochen“ brechen.

Kartoffelpüree ist ganz schnell und einfach selber herzustellen…dazu braucht man keine Kochlehre und es ist 100mal besser als die bekannten Fertig-Pürees.

Kartoffelpüree geht übrigens mit jeder Kartoffel (egal of festkochend oder mehlgkochend): Kartoffel schälen, in kleine Stücke schneiden (dann geht es mit dem Kochen schneller) in den Topf mit Wasser auffüllen und etwas Salz hinzu. 20-30 Minuten kochen. Wasser abgießen, etwas Butter und Milch hinzu geben, leicht mit Muskatnuss würzen, alles mit einem Kartoffelstampfer (ca. 2-3 Euro bei Ikea oder in jedem Supermarkt) alles je nach Geschmack stampfen = fertig.

Dann wisst Ihr auch, was drin steckt: keine Zusatzstoffe, soviel Salz und Butter wie Ihr reingetan habt….

Hier mal ein Auszug aus der Inhaltsangabe eines beliebigen Fertig-Pürees : Kartoffeln, Gewürze, Jodsalz, Emulgator Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, Stabilisator Dinatriumdiphosphat, Antioxidationsmittel (Ascorbinsäure, NATRIUMMETABISULFIT).

Bei uns gab es früher immer Fischstäbchen dazu oder auch ein Schnitzel, es passt zu jedem Braten mit Soße…oder wer es eben westfälisch mag mit Apfelmus und gebratener Blutwurst.

Einfaches – aber gutes Essen

Von Himmelsleitern und Dichter -Treppen

Von Himmelsleitern und Dichter -Treppen

Der Brite hat mich Sonntagmittag zu einem Ausflug nach Hamburg abgeholt…mit einigen Umwegen (also mit meinem Auto wären wir schneller da gewesen…das  hat ein Navi – lol) sind wir dann auch in Övelgönne gelandet und sind von der Elbchaussee (ich hab dabei immer das Lied „Monopoly“ von Herbert Grönemeyer im Ohr) runter zur Elbe gelaufen…es sind steile Treppen dort und die haben auch lustige Namen….

…runter ging es über die Ringelnatztreppe  und passend dazu bekam ich tatsächlich ein paar Reime von Joachim Ringelnatz zu hören…das hat mich beeindruckt, da ich mich tatsächlich an kein einziges mehr erinnern konnte….erst heute ist mir wieder eines eingefallen, das ich mal gelernt habe…allerdings fiel mir nur ein das es um ein Sauerampfer geht…musste es erst mal Googlen: „Arm Kräutchen“ heißt es. Ohhh man ist das lange her.

…Auf dem Rückweg ging es dann, nach Sonnenuntergang, über die Himmelleiter wieder hinauf bis zur Elbchaussee.

Und dazwischen lagen sehr angenehme Stunden direkt am Elbstrand…bei herrlich strahlendem Wetter und ca. 8 Grad…solange wir direkt am Strand liefen konnte ich die Menschenmassen auf der Promenade tatsächlich ausblenden, aber dort zu Laufen fühlt sich an wie Samstag Mittag auf der Zeil (Fußgängerzone von Frankfurt)… DAS hat dann so gar nichts mehr mit einem erholsamen Spaziergang zu tun…sondern eher „wie manövriere ich mich ohne Zusammenstoß durch die Rushhour“….

Wir sind dann bis zum Museumshafen gelaufen und genau zu dem Zeitpunkt fuhr ein für mich unglaublich riesiges Containerschiff vorbei….das war so groß, das ich es erst gar nicht als Schiff begriffen habe…lach….Wow – das so ein Riese überhaupt im Wasser liegt und nicht untergeht ist schon ein Wunder der Technik. Na klar hab ich die schon im Hafen liegen sehen….oder im Fernsehen ….aber das hier war DIREKT vor uns.

Dieser Nachmittag hatte echtes Urlaubsfeeling….seufz….ach ja….

Schöner Abend in Hamburg

Ich war seit Jahren nicht mehr im Theater und hab es sehr genossen. Das werde ich jetzt öfter wieder machen.

Und es ist für mich auch besser im Theater, als im Kino. Warum? Man sitzt zwar genau so eng. Aber man hat nicht ständig diese Menschen die dazwischen reden oder sich mit dem Handy beschäftigen, Popcorn oder Nachos essen oder lauthals mit einem Strohhalm Cola schlürfen…lach…es ist eine etwas gediegene Form der Unterhaltung.

Dazu stehen da echte Menschen die bis zu 2 Stunden eine ECHTE Leistung vor Deinen Augen vollbringen. Es ist echt, es ist jetzt, da kann man nicht einfach das Band anhalten und eine Szene neu machen. Man kann ein Stück mögen oder nicht…aber es passiert vor Deinen Augen und bei manchen Szenen weiß man nicht, war das Stolpern nur ein Fehler oder war das eine Regieanweisung. Das finde ich spannend und schön.

Fast hätten wir es nicht mehr rechtzeitig geschafft. Meine Kollegin kam ein paar Minuten zu spät bei mir an und musste dann erst noch mal auf die Toilette…wir sind dann mit meinem Auto weiter gefahren und es lief auch richtig gut kein Stau, keine Verzögerung…aber ALLE Parkhäuser rund um das Theater waren BESETZT…..also sind wir die Seitenstraßen hoch und runter gefahren…und so langsam wurde die Zeit knapp…fast wäre ich, wie alle anderen, an dem EINEN Parkplatz vorbeigefahren. Im ersten Moment war ich mir auch unsicher…darf man da parken? es wirkte erst wie ein Platz vor einer Einfahrt…zwischen 2 Bäumen…erst bei näherem Hinsehen entpuppte sich die „Einfahrt“ als auf eine Backsteinfront aufgemalt…hahaha….also schnell die Spur gewechselt und eingeparkt…okay – das Einparken hat etwas gedauert, weil die Parklücke etwas eng war und es unangenehme Eisenpfosten gab…aber nach 3x kurbeln war ich drin…und wir erstaunlicherweise wieder ganz nah am Theater – über diesen Parkplatz hab ich mich noch stundenspäter riesig gefreut, so kamen wir noch rechtzeitig und konnten in aller Ruhe die Jacken an der Garderobe abgeben.

Nach dem Theaterbesuch sind wir noch ins „Cafe May“ gegangen…das weniger ein Cafe als ein Szenelokal für jüngere Leute war. Es war urgemütlich mit vielen alten Sofas und Sesseln, sehr hohen Decken, alten Dachbalken…dazu eine ausgiebige Getränkekarte mit allem was das Herz an Alkohol so begehren könnte… ich hab mich für Cuba Libre entschieden. Als Dankeschön für die Einladung ins Theater hat meine Kollegin uns den ganzen Abend mit Getränken versorgt…und dann haben wir das gemacht, was Frauen so gerne machen…wie haben geklönt, geschnackt, gebabbelt…bis weit nach Mitternacht.

Es war ein klasse Abend..mit ihr fällt es mir nicht schwer mich zu unterhalten…ich brauche nicht nach Themen zu suchen…die Themen finden wir automatisch…lach…

Wir sind uns einig, das war nicht unser letzter gemeinsamer Abend…es gibt noch so viel zu entdecken (sie hat gerade an dem Tag ihre Scheidungspapiere erhalten und 33 Jahren Ehe schiebt man nicht innerhalb von ein paar Monaten beiseite) und es gibt noch so viel Leben zu leben….

Theaterbesuch

Theaterbesuch

Das St.Pauli Theater in Hamburg hatte gestern die 1. Vorpremiere zum Stück „Heilig Abend“ und ich war mit meiner Kollegin dort.

Das Theater ist so richtig altmodisch im besten Sinne und damit strahlte es eine herrliche längst vergangen anmutende Erhabenheit aus. SO stelle ich mir einen Theatersaal vor.

Wir hatten Plätze im 2.Rang Mitte, haben das Geschehen auf der Bühne also von oben betrachtet, was der Sicht auf das Geschehen aber keinen Abbruch tat – wir konnten alles sehen.

Es war ein 2-Personenstück mit Barbara Auer und Johann von Bülow. Zwei Schauspieler die ich klasse finde und sie haben es klasse gemacht. Auch wenn ich den einen oder anderen abrupten Wutausbruch bei Johann von Bülow zu übertrieben fand…es klang zuuu gewollt in der gespielten Wut, ohne diese wirklich zu transportieren…aber das war nur am Anfang und ich bin kein geschulter Kritiker…lach.

Das Stück wurde in München bereits aufgeführt und man liest von „bejubelter Premiere“ und „begeistertem Publikum“. Also ich fand das sozial-kritische Stück am Anfang lustig was vor allem an Johann von Bülow lag…dann gab es phasenweisen einen sehr guten verbalen Schlagabtausch mit Barbara Auer…aber insgesamt blieb die gesamte Aufführung für meinen Geschmack  eher flach…viele aktuelle Themen wie Terrorismus und Flüchtlinge wurden zwar angesprochen…aber keines der Themen wurde tiefgründiger besprochen…da hätte ich mir ein paar Themen weniger gewünscht, aber mit emotionaler Tiefe…das hätte beiden Schauspielern auch zu mehr Glaubwürdigkeit in ihren Rollen verholfen.

Aber es waren unterhaltsame 80 Minuten…die wie im Fluge vergingen . Ohne Pause und ohne Verbeugung der Schauspieler am Ende, wie es uns vor Beginn des Stückes erläutert wurde.

 

Unfähigkeit

Und noch etwas beschäftigt mich in dieser Woche:

Die Situation meines Teams in meiner alten Firma. Der 1. Jahresabschluss seit Bestehen der Firma OHNE mich…und wie soll ich sagen….aktuell  OHNE funktionierende Führung.

Mein Nachfolger ist zwar immer noch da, aber er arbeitet kaum. Entweder er ist krank oder er verbarrikadiert sich in seinem Büro und kommuniziert mit kaum Jemanden…dazu arbeitet er als Teamleiter mit eigentlicher 40-Stundenwoche  weniger als die Kollegen die nur Teilzeitstellen haben….Mit den Worten meiner Mädels und anderer Kollegen ist es sehr offensichtlich, das er nicht mal auf seine Mindeststundenzahl kommt.

Aber auch wenn er da ist, weiß keiner so genau was er da eigentlich macht…und die Hinweise der Mädels sich um spezielle Themen zu kümmern, da diese dringend sind, wischt er lapidar beiseite….Inzwischen ist das Thema aber bis zum Chef-Chef und bis zur Geschäftsleitung durchgedrungen und der Chef des Teamleiters geht, wenn er Infos braucht inzwischen schon zur  Bilabu-Teilzeitkraft, anstatt zum Teamleiter Buchhaltung.

.,,.und da mein Nachfolger  noch in der Probezeit ist, wird nach einer Lösung gesucht. Eine Kollegin hat es inzwischen laut ausgesprochen: bleibt ER – geht sie…und eine 2. Kollegin sieht es frustriert-schweigend genau so. Das ist also der aktuelle Status Quo.

Am Donnerstag hab ich lange mit der Kollegin gesprochen, die aktuell als einzige Bilanzbuchhalterin (in Teilzeit) stillschweigend die Führung übernommen hat, damit nicht alles den Bach runtergeht…sie macht Überstunde um Überstunde und gibt dem Team insoweit Halt, das sie die wichtigsten Arbeiten angeht…auch die anderen machen Überstunden, weil vom Teamleiter NICHTS erledigt wird. Dafür wird sie vom Teamleiter abgestraft, weil das ja seine Aufgabe sei…er diese aber nicht erledigt…

Sogar der (alte–neue) kaufmännische Leiter hat inzwischen begriffen, das der NEUE es nicht bringt – und wir hoffen nun alle, das er noch rechtzeitig vor Ende der Probezeit  die richtige Entscheidung trifft. Diese engagierte Bilabu-Kollegin hat sich bereit erklärt, kommissarisch meinen alten Posten zu übernehmen und auch für eine Übergangszeit auf Vollzeit aufzustocken….bis eine neue Lösung gefunden ist.  Sie scheut sich zwar noch vor der Personalverantwortung…lach – was ich gut verstehen kann – aber auch da würde sie hinein wachsen.

Ich bin sehr gespannt und hoffe die Firma trifft die richtige Entscheidung bevor:

  1. alle meine Strukturen durch Unfähigkeit des Neuen zerstört werden
  2. meine Mädels so sauer gefahren werden, das sie ebenfalls fortgehen
  3. die Firma Schaden nimmt

Und jetzt erinnere ich mich wieder an den Satz, den meine HR-Kollegin mal unbedarft ausgesprochen hat: wie leicht es doch ist, einen Nachfolger für mich zu finden.  HA – das sehe ich.

JETZT kann ich mich mal gaaaanz entspannt zurück lehnen und mit einer gewissen Überheblichkeit sagen: SEHT Ihr – jetzt erst wisst Ihr, was Ihr an mir hattet…

Ich hab immer noch zu einigen Kollegen Kontakt und bekomme öfter zu hören das ich vermisst werde: beruflich, fachlich – aber auch menschlich … Und – ich kann es ganz leicht zugeben – dieser nachträgliche Zuspruch tut mir sehr gut.😉