Zeitprotokoll – Recyclinghof

Diese unsägliche Aktion mit der Mikrowelle bringt mich in Zugzwang…WOHIN jetzt mit dem alten Teil…solange das Ding noch in der Wohnung steht, erinnert mich der Geruch daran, das sie unbedingt weg muss.

Meine Schwester hat mich darum beneidet, das hier der Recycling-Hof noch geöffnet hat… aber nur von 8 – 13 Uhr….also habe ich heute Morgen mein Auto mit einigen Dingen bepackt, die ich eh weg bringen wollte….

Der Neid hielt sich allerdings in Grenzen, als ich ihr eine Art Zeitprotokoll per WhatsApp geschickt habe:

8:44 Ankunft an der Links-Abbiegespur von der Landstraße auf die Straße an der am Ende der Recyclinghof liegt. 4 Autos vor mir. Aus der Gegenrichtung so ca. 20 Autos die ebenfalls auf diese Straße abbiegen wollen., Abbiegen nicht möglich, wegen Autoschlange bis zur Landstraße. Entfernung zum Zielpunkt: ca. 1 km

9:05 ich stehe immer noch auf der Linksabbieger-Spur, es sind nur noch 2 Autos vor mir auf dieser Spur….gefühlte 100 aus der Gegenrichtung. Die Dame im Auto vor mir kommt zu mir und erklärt ihr Auto springt nicht mehr an…sie ruft ihren Mann an. Ich überlege die Aktion doch abzubrechen…bleibe aber. Entfernung zum Zielpunkt: ca. 1 km

9:43 Ich bin um das liegengebliebene Auto herum gefahren und ein netter Bulli-Fahrer aus der Gegenrichtung hat mich abbiegen lassen. Inzwischen riecht mein Auto auch schon nach verkohltem Brötchen….Dann bewegt sich erst einmal NICHTS weiter…..Entfernung zum Zielpunkt: ca. 900 m

10:56 Ich hab mir die Zeit mit Online-Zeitung lesen vertrieben. Ich hab Hunger (gut das ich meine Reserve-Snacks im Auto habe) und Durst (Wasser ist auch genügend da)…allerdings muss ich auch mal auf die Toi….. Mache mir langsam Sorgen ob das bis 13 Uhr noch klappt. Entfernung zum Zielpunkt: ca. 300 m

11:24 Ich hab einen kleinen Begleiter bekommen Der kleine Freund hat mich so ca. 10 Minuten begleitet, er hat immer wieder mit dem Schnabel gegen den Außenspiegel und gegen das Fenster geklopft…süß nicht? Entfernung vom Zielpunkt: ca. 260 m

11:50 Das Tor ist in Sicht, es sind noch 2 Fahrzeuge vor mir…ich MUSS immer noch…aber auf keinen Fall gebe ich jetzt auf. Entfernung zum Zielpunkt: ca. 20 m.

12:02 Ich bin drin…das Abladen und in die verschiedenen Container sortieren hat nur ein paar unwesentliche Minuten gedauert.

12:13 Ich fahre an einer laaaaaangen Autoschlage zurück bis zur Landstraße….die Armen….die immer noch warten.

3,5 Stunden hat es gedauert…aber egal, Hauptsache das Thema Mikrowelle ist erledigt….die genauen Zeitangaben stammen übrigens von der WhatsApp-Konversation mit meiner Schwester …

ungeplant beschäftigt

Eigentlich dachte ich den Tag heute ganz unspektakulär vertrödeln zu können… wie die Tage zuvor auch.

Aber schon bereits während meiner Englisch-Lesson, bekam ich einen Anruf aus der neuen Firma…der Kollege, der mich auch einarbeiten soll, hat mir schon mal per Mail ein paar Unterlagen zukommen lassen und wir haben auch telefoniert… PRIMA – es geht voran.

So hab ich den Nachmittag damit verbracht, mich mit den Unterlagen zu beschäftigen. Ein Vertrag war dann auch noch in Dänisch…vielleicht sollte ich lieber diese Sprache lernen, anstatt mein Englisch noch weiter auszuweiten….Na fürs Erste reicht der Google-Übersetzer….

Noch ist es komisch so einen Seiteneinblick zu bekommen, ohne einen Überblick zu haben, was dort eigentlich genau gemacht wird und wie sich das auf vielen verschiedenen Gesellschaften aufteilt…lach…

Dann hab ich noch mit meiner Schwester telefoniert, dann noch mit Birte…die sich nun überhaupt nicht mehr traut überhaupt noch jemanden zu treffen…hab einige Whatsapps hin und her geschickt…und auf einmal war der Tag schon fast rum…

Gedenk-Spaziergang

Gedenk-Spaziergang

Ich bin erst relativ spät aufgebrochen für die Fahrt an den Elbstrand…aber in der Abenddämmerung hatte es eine ganz besondere Atmosphäre …und es waren auch fast keine Menschen dort.

So hab ich mein kleines Blumensträußchen (frisch von meinen Balkonblumen geschnitten) zusammen gebunden und direkt in Strandnähe ins Wasser geworfen. Die Wellen haben sich der Blumen sofort angenommen und mit gezogen.

Zwei Enten schwammen unmittelbar auf die Blumen zu…haben aber gemerkt das es nichts zu fressen war, blieben aber in der Nähe.

Ich hab dann einen Spaziergang am Strand gemacht…und sogar kurz mit meinem Vater Zwiesprache gehalten…und dann den Rest des Spaziergangs in Ruhe genossen…. Wie schnell doch 2 Jahren vergangen sind.

2 Jahre schon

2 Jahre schon

Seit 2 Jahren schon ist mein Vater tot….gestorben in den ganz frühen Stunden des 1.4.2018. …eigentlich war es noch Nacht.

Rückblickend hat dieses Datum in meinem Leben eine Linie gezogen…ein davor und ein danach. Das diese Linie sich dann zu einer Spaltung meines Lebens entwickelt hat, dafür kann weder mein Vater etwas, noch ist sein Tod dafür verantwortlich…

…aber alles was mit seinem Tod geschah und wie sich mein Leben in Job und Beziehung seitdem entwickelt haben, hat ursächlich nicht mit seinem Tod angefangen…aber ist mir seitdem viel bewusster geworden.

Mit meinem Vater hab ich, nach seinem Tod, meinen Frieden geschlossen…mit meiner Schwester ebenfalls….(sie hat mich gefragt ob wir uns Freitag irgendwo in der Mitte Schleswig-Holsteins treffen wollen) und mit meinem alten Leben? Meiner gescheiterten Beziehung? Hab ich auch damit meinen Frieden gemacht? JA – das hab ich.

Und so sehe ich den Tag Morgen, ohne Groll, als Erinnerung an meinen Vater…der es nicht geschafft hat, immer ein Vater zu sein…aber er ist eben nicht abgehauen…sondern hat uns dann eben alleine weiter groß gezogen.

Ich werde Morgen irgendwo an die Elbe fahren und eine kleine Blume ins Wasser lassen. Immerhin hat er eine Seebestattung bekommen, wenn auch nicht in der Elbe…sondern viel weiter weg.

Neustart – verschoben

Ja also Morgen ist der 1.4….. Antritt meines neuen Jobs…also eigentlich…

In den letzten Tagen war ich erst entspannt, dann besorgt, dann ungeduldig besorgt…und als der Anruf gestern Abend dann endlich kam…war ich zuerst erfreut…dann besorgt…und erst zum Schluß ERLEICHTERT.

Also ich werde Morgen NICHT im neuen Job starten…durch das Corona-Virus ist alles irgendwie noch nicht fertig´, alle sind im Homeoffice und keiner weiß genau wie es so werden soll……also ich bekomme erst einmal 3 Tage „Corona-Frei“…und starte dann erst nächsten Montag….

Montag fahre ich also erstmals nach Hamburg ins Büro, bekomme Laptop und Handy und eine Einweisung…und dann „schauen wir mal weiter“ wie ich eingearbeitet werde…

Ganz echt…EGAL WIE…Hauptsache der Job ist überhaupt noch DA… durch den Shutdown in vielen Bereichen und die bald abzusehenden wirtschaftlichen Konsequenzen in dieser außergewöhnlichen Zeit, war ich sehr beunruhigt…aber nun scheint es für mich doch erst einmal weiter zu gehen….

Erst nach dem Gespräch hab ich gemerkt wie sehr es mich doch innerlich belastet hat

puhhhhhh……☘

Ich gestehe

..ich hab am Sonntag meine Mikrowelle ruiniert….NEIN, es war keine Absicht…es war bloße Gedankenlosigkeit…und da ich das Teil schon bestimmt 15 Jahre habe, tut es mir auch leid….

Die Erkenntnisse des Tages:

– Brötchen in der Mikrowelle aufbacken bedeutet nicht mehr als 3o Sekunden, NICHT 20 Minuten

– Die Rauchmelder in meiner Wohnung funktionieren nicht….das muss ich mit meiner Vermieterin mal klären…

– Die Zimmertüren halten den Geruch von verkohlten Brötchen sehr gut auf…aber wehe man öffnet sie…

– Raumspray im Haus zu haben hätte Vorteile (hab ich nie, da ich dieses künstliche Zeug nicht mag)

– Den Frühjahrsputz in der Küche hätte ich mir sparen können, jetzt muss ich alles Schränke mit Essig-/Orangenreiniger noch einmal abwischen …und dazu noch die im Flur….

– Die Mikrowelle war mal weiß…jetzt ist, nach dem Versuch diese zu reinigen, alles in einem schäbigen Ocker-braun-gelb und der Geruch geht trotzdem nicht weg…

Nun gut….ich hab verstanden, diese Mikrowelle ist nicht mehr zu retten…also es muss doch eine Neue her.

Wie das passieren konnte? Ehrlich – ich weiß es nicht genau…Ich hatte Sonntag Nachmittag einen tollen Spaziergang im Wald…danach kam der Brite und brachte mir ein paar frisch geangelte Heringe….das war echt nett und wir haben uns eine Weile unterhalten….natürlich mit Abstand…

….aber irgendwie hat er wieder so ein paar Dinge angebracht, die mich gefrustet haben…NEIN ich WILL keine Beziehung zu ihm….na klar stehen wir in einer Beziehung zueinander…aber wir haben keine Beziehung miteinander…..

…auf jeden Fall hab ich mich geärgert und hatte Hunger und so hab ich nicht wirklich darauf geachtet was ich da eigentlich mit der Mikrowelle mache….

Letzte Erkenntnis des Tages: ich muss das noch einmal klarstellen…so geht das nicht…allerdings bringt das meiner Mikrowelle nichts mehr ….lach

1 Stunde Kredit

Wir haben dem Sommer eine Stunde Kredit gegeben….und wenn alles gut geht, erhalten wir im Herbst die Rückzahlung in gleicher Höhe,…OHNE Zinsen…

….aber so ganz stimmt das nicht. Mir geht es zumindest immer so, das ich mich riesig über die im Herbst dann „zusätzliche“ Stunde freue…es ist so ähnlich, wie wenn ich in einer Jackentasche des letzten Sommers auf einmal einen 20 EUR Schein finde… es ist wie ein zusätzliches Geschenk…

Der Weg bis zu diesem Geschenk ist jedoch für mich nicht so leicht…bis ich „Vergesse“ das mein normaler Tag um 1 Stunde verschoben ist, dauert es in der Regel zwei Wochen…und noch eine ganze Weile danach rechne ich die Zeit immer noch um….erst mitten im Sommer fange ich an nicht mehr darüber nach zu denken.

Dieses Mal wird es vielleicht nicht so wichtig sein mit dieser einen Stunde, da unsere Tage eh anders ablaufen, es eine andere Normalität gibt und das Leben durch das Virus ganz andere Dinge im Fokus hat….

Mal sehen was mit der Sommerzeit in 2021 geschieht, das EU-Parlament hat ja bereits für die Abschaffung der Sommerzeit gestimmt. Ein erster Schritt ist dafürgetan…aber jetzt müssen erst einmal Regelungen geschaffen werden um das in ein Gesetz zu packen…nur haben sich die Länder bisher nicht auf die Regeln zum Ausstieg aus der Sommerzeit einigen können.

Und solange das nicht geregelt ist, bleibt es bei der Sommerzeit, wie wir sie jetzt kennen…

Menschen in Maßen oder in Massen…..

Ich bin entsetzt….Social DISTANCING? Aber nicht im Baumarkt…

Eigentlich wollte ich heute endlich die Grundierung kaufen um so langsam mal mit den Malerarbeiten anfangen zu können.

Aber misstrauisch wurde ich, als ich es nur mit Mühe bis auf den Parkplatz des Baumarktes geschafft hatte….und schon beim Aussteigen wusste ich, da will ich dann doch nicht rein…

…vor der Tür hab es eine elendig lange Schlange…Einlassbegrenzung…. aber ich hab gehört wie einige sich unterhielten, drinnen sei es trotzdem viel zu voll, was ich anhand der abgestellten Autos sofort glauben konnte. Es waren Menschenmassen (also eine Menge)….und nicht in Maßen (zurück haltend).

Ich kann es ja verstehen, das schöne Wetter, wir müssen mehr zuhause bleiben, teilweise home-office oder Kurzarbeit…manche sogar Beides…da kann man die Zeit ja nutzen um Garten, Balkon oder Wohnung so richtig schön zu gestalten.

Zum ersten Mal wundere ich mich, das es so überhaupt noch erlaubt ist…immerhin gehört die Verschönerung von Garten/Balkon nicht unmittelbar zur Grundversorgung….

Dafür war der abgetrennte Imbiss-Stand tatsächlich leer, aber geöffnet… dann also lieber eine Currywurst, anstelle von Grundierung.

Vorher war ich noch auf dem Wochenmarkt für Kartoffeln, Gemüse und Eier ..und auch da hat es mich schon verblüfft, wie wenig die Menschen sich um Abstand bemühen. Erstaunlicherweise sind da die Menschen in den Supermärkten vorsichtiger….

Also gut, entweder ich mache mich Abend kurz vor Feierabend noch einmal auf den Weg zum Baumarkt…oder versuche es Montag früh….noch hab ich Urlaub….

Die Rebellion der Haut

Der Tag heute war MIST….erst wache ich schon heute Nacht mit Kopfschmerzen auf…und dann rebelliert auch noch meine Haut.

Wie bereits geschrieben, nutze ich das schöne Wetter um auf dem Balkon in der Sonne zu sitzen und da ich ja Urlaub habe, schminke ich mich auch nicht (das leichte Makeup, das ich sonst benutze, besitzt einen eingebauten Lichtschutzfaktor) …und bereits seit 2 Tagen merke ich, das die empfindliche Haut um meine Augen herum (also meine absolute Schwachstelle) noch empfindlicher wird…gerade an den Augenrändern tut es weh und brennt ohne Unterlass…und gestern hab ich mir unterhalb der Sonnenbrillenränder auch noch einen Sonnenbrand geholt.

Jaaaaa – ich besitze eine Sonnesschutzcreme Faktor 50, aber der reine Besitz nutzt ja nichts, wenn man sie nicht auch benutzt……hätte nicht gedacht das die Sonne im MÄRZ bereits solche Kraft hat….nun ja….jetzt weiß ich es besser.

Es ist zum Heulen…die Haut brennt, juckt und tut weh….ich sehe aus, als ob ich verprügelt worden wäre….und insgesamt hat es mich derartig aus der Bahn geworfen, das ich mich heute nach meiner „Englisch-Lesson“ nur noch auf die Couch verzogen habe und wirklich NICHTS gemacht habe, ausser meine Augen zu kühlen…das hilft wenigstens für ein paar Minuten gegen den Juckreiz.

Da ich aber aktuell so gar keine der sonstigen Anzeichen meiner Hausstaubmilben-Allergie habe, frage ich mich schon woher das jetzt kommt…also solche Tage wie heute brauche ich nicht öfter….. auf jeden Fall nehme ich ab sofort für jeden Aufenthalt auf dem Balkon die Sonnenschutzcreme…das hilft mir zwar NICHT für die Augenränder…aber für den Rest der Gesichtshaut.

Hab übrigens gelesen, das es sich evtl. auch um eine Sonnenallergie am Auge handeln kann….sobald die Zeiten wieder normaler werden, werde ich das mal abchecken lassen….na egal…Morgen ist ein neuer Tag.

Warten….

Wie immer brauchte ich bei Änderungen ein paar Tage bis ich damit gut umgehen kann….so hab ich zwar in dieser Woche viel Freizeit, aber eben wenig geschrieben.

Mir geht es gut und ich bin entspannt….alle Parameter stehen auf Erholung…und doch hab ich eine leichte innere Unruhe, weil ich nicht genau abschätzen kann, wie es weiter geht.

Also anstatt voll in meinen Urlaub zuhause einzutauchen, hab ich eine innere On-hold Haltung…aber ich warte ja eigentlich auf Nichts.

Aber insgeheim warte ich doch:

1. auf eine Mail von meinem neuen Arbeitgeber, das sie mir noch vor Arbeitsantritt am 1.4. den Vertrag kündigen…

2. das die Corona-Pandemie noch wesentlich schlimmer wird (die ich übrigens unterschätzt habe, da ich nicht davon ausgegangen bin, das es sich zu einer Pandemie entwickelt)

3. das irgendetwas sonst noch passiert…

Dabei mache ich mir keine Sorgen, das ich persönlich krank werden könnte….keine Ahnung warum. Ich weiß das keiner immun ist, aber ich empfinde mein Ansteckungspotential als sehr gering….das soll nicht überheblich oder so klingen, aber in meinem Landkreis sind es offiziell per heute 155 infizierte Personen bei ca. 296.000 Einwohnern, noch!

Aber es macht mir inzwischen Sorgen, was da noch alles an Fallzahlen auf die Welt zukommt und was für Auswirkungen es mittelfristig auf unsere Wirtschaft hat und was es langfristig mit unserer Gesellschaft macht.