Geometriestunde mit der Post

Am Montag hab ich mein Paket für die Post fertig gemacht. Basis war eine Plastikbox mit Deckel…Alle Geschenkpäckchen hab ich sorgfältig in die Box gepackt…so das nichts kaputt gehen kann und trotzdem nichts durcheinander geschüttelt wird….Dann noch den Brief dazu.

Deckel drauf, Packpapier ausreichend drumherum und mit Paketklebeband sorgfältig gesichert. Fertig – ab zur Post.

Bei der Postfiliale dann: Das Paket können wir nicht annehmen.   – WARUM?

Es ist nicht Viereckig.   – DOCH, das ist es.

Nein – ist es nicht .  –  DOCH,  es ist leicht trapezförmig, ein gleichschenkliges Trapez und das  ist eine Sonderform des Vierecks.  Was ist jetzt das Problem?

Es ist nicht rechteckig. – Stimmt, aber viereckig…Seit wann muss ein Paket rechteckig sein?

Seit August 2019 – AHA und nun??

Wenn Sie das so verschicken wollen, muss ich Ihnen mehr als 23 EUR  zusätzlich für ein Sperrgut berechnen – AHA !!  ähmm…. das ist jetzt nicht mehr lustig.

Nun gut, mir blieb als tatsächlich nichts anderes übrig  als mein leicht trapezförmiges Paket wieder mit zu nehmen, mich um einen rechteckigen Karton zu bemühen, das GANZE noch einmal neu zu packen und erneut zur Post zu bringen.

Soooo ….. jetzt dürfen Pakete also nur noch rechteckig sein….im Laufe der letzten 30 Jahre wurden für das Verschicken von Paketen und Päckchen immer wieder die Regeln geändert.

Ich kann mich sogar noch gut an Pakete erinnern, die  mit Paketschnüren mittels spezieller Knotentechnik  mehrfach gesichert wurden. Dann durfte das irgendwann nicht mehr sein, das war dann die Zeit als die Paketklebebänder auftauchten.….irgendwann fing die Post dann auch schon an mit diesen Schablonen an zu arbeiten um zu schauen, wenn es noch ein Großbrief, ein Päckchen oder eben ein Paket war…was sich ja im Preis bemerkbar machte.

Jaaa dann doch lieber diese großen überdimensionierten Pakete, die nur Kleinigkeiten enthalten und der Rest wird mit Füllmaterial gepolstert.

Mein ursprüngliches  Paket war wenigstens optimal im Verhältnis Größe zu Inhalt, hatte aber dafür die falsche geometrische Form…grrrrr

 

 

 

 

Gemütlichkeit und Stille – schön wär`s

Jedes Jahr wird uns gesagt, wir sollen die Adventzeit besinnlich verbringen…nach innen gekehrt…und uns vom Konsum und der lauten und blinkenden Weihnachtshysterie ein Stück weit entfernen.

Und ich glaube wirklich, das sich viele das auch tatsächlich vornehmen…aber kaum jemand schafft es wirklich dieser Zeit mit mehr Gelassenheit zu begegnen. Gerade in der Adventszeit hat ein Wettrüsten begonnen: der schönste Adventskranz, die meisten Lichterketten, die tollste Deko, die besten Plätzchen, das perfekteste (ich weiß das Wort gibt es so nicht) Weihnachtsessen.

Bei meinen abendlichen Walking-Runden staune ich oft über den Deko-und Lichterwahn….WAS davon passt eigentlich zu  dem täglichen Aufschrei über den immensen Stromvertrauch und die anstehende Stromverteuerung und überhaupt Klimaschutz…ach so….na klar, erst nach Weihnachten….und nach Silvester…wie jedes Jahre starten alle guten Vorsätze erst im nächsten Jahr…aber dann ganz bestimmt…oder doch nicht?

Vor ein paar Jahren noch, gefoltert durch die permanente Beschallung mit Weihnachtsliedern angefangen vom Gemüseladen, über den Supermarkt zur Fußgängerzone und natürlich dem Weihnachtsmarkt seit Anfang November eines Jahres, dachte ich: schlimmer geht es nicht…aber Hallo…geht doch.

Irgendwann hatten die Händler ein Einsehen und die Dauer-Folter mit Weihnachtsmusik ging stark zurück… Nur um im gleichen Maße durch LICHTER-Ketten ersetzt zu werden. Nicht nur Lichter in weiß, nein in Bunt und um es auf die Spitze zu treiben: in blinkend Bunt und seit ein paar Jahren auch noch mit Hilfe von Licht-Projektoren die Hauswände unterschiedlich mit bewegten Mustern, Bildern anleuchten…SUPER.

Wenn der Garten eines besonders tollen DEKO-Fans SO hell leuchtet, das selbst in den Nachbar-Gärten noch Nachts ohne weitere Lichtquelle Zeitung zu lesen ist…also ich würde das als Nachbar  nicht wollen.

Ich liebe Kerzen…wo es nicht möglich ist, geht auch ein LED-Lämpchen…eine Lichterkette draußen an einem Baum, oder so ein LED-Rentier…oooch wie niedlich…aber müssen wir denn immer gleich so übertreiben nur weil wir es können…kostet ja nicht mehr so viel, gibt es überall zu kaufen….

Es ist grell und bunt, WO ist denn DA die Stille und die Gemütlichkeit?

Ich wünsche Euch allen einen schönen 1.Advent

 

Jetzt hab ich es schriftlich…

…wenn ich Tanze ist es: Aerobic

Ich wollte trotz des bereits aktiven Tages am Abend nicht zuhause bleiben.

Gibt es nicht irgendwo in der Nähe eine Ü40 oder Ü30 Party?…nein, nicht in der Umgebung – dafür in der Innenstadt von Hamburg…. Ooooch nöööö…da weiß ich ja nicht, wie und wo ich parken kann…hmmm….

Okay, also ich fahre einfach mal hin und schaue mir mal die Location und die Umgebung von Außen an, gibt es da in der Nähe Parkplätze…oder geht das nur mit Öffentlichen Verkehrsmitteln….Wenn es nicht geht, ich muss ja nicht rein gehen.

Also hab ich mich fertig gemacht und bin los…Ich war schon sehr verwundert wie an einem Samstag Abend um 22 Uhr die Parkplatz-Situation in Hamburg so entspannt sein kann…ich weiß ja nicht ob es eine Ausnahme war, aber ich hab in unmittelbarer Nähe gleiche mehrere freie Parkflächen gefunden…das Auto war also schnell abgestellt, der Eingang war ebenso schnell gefunden…schon vor der Kasse bin ich ins Gespräch gekommen…und dann war ich schon drinnen…

ich hatte gelesen das es 3 verschiedene „Floors“ gibt…der 1. war Schlagermusik…okay – das ist nicht meins…also weiter, im 2. gab es aufgemixte  70er, 80er und90er Musik mit Stücken die ich schon seit JAAAHHREEN nicht mehr in einer Disco gehört habe…schade das alles mit einem „Beat“ unterlegt wurde, so das die doch sehr unterschiedlichen Lieder alle denselben Takt hatten…für mich ist das auf Dauer langweilig, zumindest wenn es ums Tanzen geht…aber ich konnte mich auslassen bewegen.

Zwischenzeitig wurde es aber so eng, das ich mich in eine Ecke verzog…aber dann wurde der 3. Floor geöffnet und auf einmal war wieder genügend Platz da….

Bereits nach 1,5 Stunden hab ich mich dann wieder auf den Rückweg gemacht…beim Blick auf meinen Fitnesstracker musste ich herzhaft und Laut lachen. Ich hatte eine Nachricht von der APP bekommen:

…die App hat dein Aerobic-Training automatisch erkannt!“

JA – DANKE auch, liebe App…Ich hab es ja schon immer gesagt, wenn ich in der Disco tanze, dann mit dem ganzen Körper, lach…und nicht nur mit den Füßen. Jetzt hab ich es schriftlich: wenn ich tanze  mache ich Aerobic-Training

Erster Glühwein – gleich 2x

Erster Glühwein – gleich 2x

Auch der Samstag war dann doch anders, als geplant…und das war auch gut so.

Ich hab doch das Auto genommen, um in die Innenstadt zu fahren, WEIL mir wieder einfiel, das ich meinen täglichen Walk-Rundgang mal auf der anderen Seite der Stadt machen könnte…da gibt es einen Pinnau-Wanderweg, bin ja  schön öfter mal dran vorbei gelaufen, aber immer erst als es schon Dunkel war…

Also bin ich in die Stadt gefahren, kenne inzwischen gute Parkmöglichkeiten dort, bin zuerst auf den Wochenmarkt gegangen…und als es Zeit für mein anvisiertes Bistro-Restaurant war, musste ich feststellen: ich hatte überhaupt keinen Hunger…okay…dann macht so ein Besuch ja auch keinen Sinn.

Also bin ich noch in der Fußgängerzone etwas bummeln gewesen und hab nur eine Currywurt gegessen.

Als in NRW-aufgewachsener Currywurst-Fan, wo man quasi an jeder Ecke eine gute Wurst mit guter Soße bekommt (ist vielleicht etwas übertrieben:-))  musste ich schon in Hessen feststellen,  DAS kann nicht jeder…und meine erste Currywurst hier in der norddeutschen Provinz bestätigt es. Also klar gesprochen: das Ding schmeckte einfach nicht. Ich hoffe ich finde noch eine akzeptable Bude.

Beim Schlendern durch die Stadt kam ich am Weihnachtsdorf vorbei…hey klasse….GLÜHWEIN… hmmm. Also Glühwein ist ja quasi kein Alkohol und darf ruhig schon  Mittags genossen werden…oder nicht? Also einen Winzer-Glühwein (mit Weißwein aus der Pfalz)hab ich mir gegönnt und mich dazu unter einem Holzdach auf einem Holzsitz mit einem dicken Fell niedergelassen…sehr gemütlich und LECKER der Glühwein….

So gestärkt hab ich dann den Pinnau-Wanderweg  genommen und bin immer an der Pinnau entlang gelaufen…irgendwie hoffte ich das Pendant zur „Nidda“ zu finden…so mit Bäumen und Büschen am Weg und einem renaturierten Fluß-Lauf  und Wander-/Radweg auf beiden Seiten.

Ganz so idyllisch ist es zwar nicht…die Pinnau ist nicht renaturiert und es gibt auch nur wenig Begrünung, dazu hört man leider ziemlich lange die nahe Autobahn…aber es war trotzdem angenehm dort entlang zu laufen.

Am Rande einer Holzbrücke stand eine Gruppe von Männern. Die hatten einen Bollerwagen mit und  waren  gut gelaunt, was wahrscheinlich auch am Alkohol lag …auf die Frage ob ich ein Foto machen kann, folgte nach meiner Bejahung gleich die Frage ob ich auch einen Schnaps wollte…ähmm nein Danke, lieber einen Glühwein…den hatten die nämlich auch mit dabei.. .Also hab ich erst einmal einen Glühwein ganz stilecht in einem Glas bekommen, wir haben uns ein paar Minuten unterhalten (es war ein Verein der nur aus Lust und Laune heraus von Hamburg bis hierhin gewandert war und nach der Pause jetzt den Rückweg antreten wollte),  ich hab ein paar Fotos  gemacht…weitere Angebote : Schnaps, Glühwein, mit  nach Hamburg zu Wandern dankend abgelehnt und bin meinen eingeschlagenen Weg weiter gelaufen… Das war eine lustige Abwechslung.

Mit einsetzender Dunkelheit war ich wieder an meinem Auto angelangt und bin zufrieden nach Hause gefahren…

Okay, also Wieder kein Besuch im Restaurant…also hab ich einen Pizzateig angesetzt, eine Tomatensoße gekocht und kurzerhand eine leckere Pizza gebacken…

Nun hätte ich den Abend also ganz entspannt Zuhause verbringen können…hab ich aber dann doch nicht

 

Kleine Rückschau

Macht Ihr das auch manchmal…in Euren alten Blog-Beiträgen zu lesen?

Aus der Statistik konnte ich entnehmen, das ein Beitrag aus dem Februar 2017 aufgerufen wurde, einer dieser Beiträge die ich mit sehr viel Herzblut geschrieben habe…weil ich mich seelisch verletzt gefühlt habe.

Und so hab ich den Beitrag ebenfalls aufgerufen und noch einmal gelesen…und überhaupt die Beitrage aus dem Monat…und ich bin heute fast erschrocken

  • wie schnell ich mich wieder in die Ereignisse hineinfühlen konnte
  • wie sehr ich mich schon Anfang 2017 damit beschäftigt habe mein Leben noch einmal auf neue Füße zu stellen…noch einmal von Vorne anzufangen.

Es war mir gar nicht mehr so bewusst, das ich bereits in 2017 angefangen habe mich mit dem Thema auseinander zu setzen…obwohl ich schon noch wusste, das die ganzen Streitigkeiten mit meinem heutigen Ex-Freund und die permanente Arbeitsüberlastung an mir nagten.

Aber es jetzt noch mal zu lesen lässt mich schon etwas schaudern….eigentlich war die Trennung  schon 2017  zu erahnen…also schon 1 Jahr bevor mein Vater starb und  bevor die berufliche Belastung noch einmal stark gestiegen ist. Also den Vorwurf eines übereilten Entschlusses Job und Beziehung hinter mir zu lassen, kann ich so tatsächlich entkräften.

Wobei ich auch sagen muss, das ich viele der alltäglichen und oft auch grundlegenden Streits mit meinem Freund gar nicht hier  im Blog thematisiert  habe…dafür hab ich noch ein weiteres Medium…mein privates Tagebuch.

So – Ende der Rückschau, jetzt wende ich mich meinem aktuellen Leben zu, was bedeutet:

Ich nutze den mittäglichen Sonnenschein für einen Besuch des Wochenmarkts und anschließend gehe ich ganz in der Nähe in ein Bistro-Restaurant das ich schon seit meinem Einzug hier mal ausprobieren wollte. Das Ganze mache ich gemütlich Zufuß (ich brauche vom Markt nur etwas Gemüse…vor allem hätte ich gerne Pastinaken).

 

 

Kleine Geschenktüten als Aufmunterung

Kleine Geschenktüten als Aufmunterung

Heute hab ich die ersten Nikolauspäckchen für mein Team und andere ehemalige Kollegen und Freunde vorbereietet…die Tüten sind eigentlich für einen selbstgebauten Adventskalender gedacht…aber ich finde die so süß…

die weißen Dreiecke obenauf enthalten den jeweiligen Namen, weil nicht alle dasselbe bekommen…je nach den eigenen Vorlieben und nach Zugehörigkeit … die, die mir näher am Herzen sind, bekommen selbstverständlich mehr.

Nach einem langen Telefonat mit einem meiner Mädels heute (Jeweils abwechselnd telefoniere ich mit mindestens Einer von den Dreien in der Woche) und moralischer Hilfestellung von meiner Seite wird klar….die haben es aktuell wirklich nicht leicht und kämpfen ohne Rückhalt: Mein 3-Mädels-Team gegen 3 Männer (davon 1 Chef, und ein Chef-Chef)…und während die Mädels versuchen die Strukturen so aufrecht zu halten, wie wir in den letzten Jahren erfolgreich gearbeitet haben, wollen der neue Chef und der neue Chef-Chef alles „vereinfachen“ was darin mündet, das nichts mehr rund läuft…und keiner sieht wie sie gegen die Wand fahren.

Ich werde also spätestens Montag mein Paket zur Post geben und hoffe das es wenigstens eine kleine Aufmunterung ist…mehr kann ich nicht tun.

Sonne und Frei

Sonne und Frei

Ich habe heute einen freien Tag…es ist der 29.11. und ich sitze bei strahlendem Wetter DRAUSSEN auf meinem Balkon …unfassbar.

Den Vormittag hab ich mit Hausarbeit verbracht und mich gleichzeitig mit einem  Hörbuch von Dirk Müller unterhalten lassen. Das ist einer DER Börsenmakler unserer Zeit, der sehr anschaulich und unterhaltsam die Börse, Finanzprodukte und Zusammenhänge von Wirtschaft und Geld erklärt.

Und erst während ich gerade dabei war, die Nikolaustüten für meine ehemaligen Kollegen und Freunde zu packen bemerke ich, das die Sonne tatsächlich bei strahlend blauen Himmel schon den ganzen Vormittag über scheint…das war mir vorher gar nicht so bewusst aufgefallen.

Und flugs hab ich Kaffee, Computer, Handy, Jacke, Schal und Decke geschnappt und sitze hier ganz entspannt. Während ich gestern Abend bei strömenden Regen mal wieder eine meiner Walking-Runden gedreht habe.

Ich komme aktuell auf gelaufene Kilometer von 45 bis 75 pro WOCHE. (ich weiß es gibt andere die machen 100km an einem Tag 🙂 ….in dieser Woche liege ich schon nach vier Tagen bei 43km.

Kurz zusammen gefasst, die Sonne inspiriert mich eher zum Relaxen, die aktuelle frühe Dunkelheit fordert mich zum Laufen auf…lach.  Eines meiner Mädels hat mich gefragt ob ich im Dunkeln keine Angst habe. Nein – hab ich nicht.

Ich hatte früher schon keine Angst alleine raus zu gehen, okay – also in einen dunklen Wald oder unbeleuchteten Park wäre ich im Sommer nicht unbedingt im Minirock unterwegs gewesen. oder in den schlechteren Gegenden der Stadt ..aber im allgemeinen leben wir in Deutschland an vielen Orten in relativer Sicherheit.

In den letzten Jahren hatte ich eher das Gefühl das die gefühlte Unsicherheit auch bei mir zunimmt, angestachelt durch viele Aussagen in meiner direkten Umgebung.

Seitdem ich aber wieder alleine lebe, ist mein Sicherheitsempfinden im Verhältnis zu meinen Wohnorten wieder viel stärker geworden. Nicht das ich jetzt super sorglos bin, aber ich lasse mir auch keine unnötige Angst (mehr) einjagen…gehe mit erhobenem Haupt und strahle Selbstsicherheit aus…nehme also schon mal durch meine Haltung keine Opferrolle ein…natürlich schützt mich das nicht generell, aber soll ich mich selber einsperren nur weil es Dunkel ist und eventuell mal etwas passieren könnte? Das ist nicht die Art von Leben die ich leben möchte…

Es ist sogar so, das mir auf meinen Runden immer wieder Menschen begegnen die freundlich reagieren…und genau so freundlich grüße ich zurück…und so manchem Spaziergänger oder Hunde-Gassi-Geher begegne ich öfter mal wieder und manchmal kommt man sogar ins Gespräch….immerhin lebe ich in einer kleinen norddeutschen Stadt.

Also für den heutigen Tag stehen noch ein paar Einkäufe an….obwohl ich nicht sicher bin ob das so eine gute Idee ist….heute ist da der Black Friday – auch so ein Tag der aus Amerika zu uns rüber geschwappt ist und den die Geschäfte für kräftige Vorweihnachts- Gewinne nutzen…

 

Verfrühtes Wochenende

Verfrühtes Wochenende

Endlich ist Feierabend … und Wochenende: Morgen hab ich einen Tag Urlaub.

Gestern hab ich außer Schuhe putzen, bereits das komplette Schlafzimmer mal wieder intensiv sauber gemacht…denn nachdem es mit meiner Allergie in den letzten knapp 2 Monaten super gelaufen ist, habe ich das, für mein Gefühl übertriebene, saubermachen wieder etwas normalisiert…Mir ging es ja soweit gut.

Aber mit Beginn der Heizungsperiode steigt auch das Risiko für Hausstaub-Allergiker wieder an. Hoch-Saison für Milben und so hab ich ganz schnell ALLES wieder Allergiker-Freundlich sauber gemacht…seit 2 Tagen verschlechtert sich nämlich meine Haut.

Kurz dachte ich schon, das die langsam ansteigenden Anforderungen in meinem jetztigen Job bei mir schon wieder inneren Stress ausgelöst haben, der sich über die Haut bemerkbar macht…aber zum Glück scheint es sich „nur“ um die tatsächlichen Milben zu handeln, denn heute geht es meiner Haut um die Augen wieder gut.

Beruflich merke ich zwar wie der Taktschlag sich langsam erhöht – das Jahresende ist für uns schon greifbar, das lässt sich in dem Job auch gar nicht vermeiden – aber noch schaffe ich es den Stress nicht zu nah an mich heran zu lassen…was auf der anderen Seite aber auch bedeutet, das ich nach Hause gehe, obwohl noch Arbeit unerledigt ist…lach…das bereitet mir zwar manchmal ein ungutes Gefühl, aber ich lerne das weg zu drücken. Die Arbeit ist am nächsten Tag ja auch noch da…

…aber jetzt kann ich erst einmal in Ruhe überlegen, wie ich meine Wochenende verbringen werde…erst einmal läuft die Waschmaschine….seufz

 

 

 

 

Schuhe – gut und schön

….davon hab ich in der Tat eine Menge.

Nicht nur das ich Schuhe passend zur Kleidung und zum jeweiligen Anlass mag…durch die  Probleme mit einem Fuß, kann ich nicht mehrere Tage hinter einander die gleichen Schuhe tragen.  Also ich besitze wirklich viele Paare.

Mittlerweile meistens Sneaker, Stiefelletten, Schnürboots oder Stiefel…alle mit relativ flachen Absatz…aber oft mit groben Profil…das gibt guten Halt fürs Wandern und walken…

…und da ich das quasi täglich mache…und das auch bei nassen Wetter … und dazu auch noch oft auf unbefestigten Wegen, komme ich jetzt zum Wesentlichen dieses Beitrags: Noch nie in meinem Leben musste ich so oft Schuhe putzen!!

Dabei rede ich nicht von: ich wische einmal kurz drüber und nehme etwas Schuhcreme damit sie wieder glänzen.

NEIN – ich rede davon, die groben Profile mittels eines Schraubendrehers  (mit dickerem flachen Kopf), einem ausrangierten kleinem Messer, einer harten Bürste und einem nassen Schwamm vom Dreck und eingetretenen Steinen zu befreien.

Denn jeden Tag wird der Platz vor meiner Wohnungstür mit dem nächsten dreckigen Paar  zugestellt…heute hab ich mich dann mal um die aktuellen 6 Paare kümmern müssen…Natürlich hab ich Zeitungspapier drunter gelegt, trotzdem sieht mein Küchenboden  aus, als ob ich dort einen Wald anpflanzen möchte.

soooo….das heißt für die nächsten Tage ist erst mal wieder Ruhe…und  weiter kann es gehen…oder laufen oder walken… Schuh für Schuh

 

 

 

Trübe Aussichten in Plön

Trübe Aussichten in Plön

…und trotzdem ein toller Tag.

Früher als wir in NRW wohnten und man ausdrücken wollte, das etwas extrem umständlich erledigt wurde, gab es bei uns den Spruch: Paris, Palermo, Pelkum (Pelkum ist dabei ein Stadtgebiet der Stadt Hamm)..als meine Schwester dann nach Flensburg zog, wo Niemand wusste wo Pelkum überhaupt liegt, änderte sie den Spruch in: Paris, Palermo, Plön…

…und irgendwie hab ich mir nie die Mühe gemacht zu ergründen was Plön eigentlich ausmacht…irgendwie war ich der Meinung es war einfach wie Pelkum…ein Stadtgebiet ohne eigene Identität und ohne Flair.

Jetzt, wo ich selber hier im Norden lebe, hab ich über Plön gelesen…und war beeindruckt…also führte mein heutiger Ausflug dorthin…nach knapp 1,5 Stunden mit dem Auto, hab ich am kleinen Plöner See geparkt…es war immer noch trübes Wetter und von den angeblichen 3 Sonnenstunden hat sich nicht eine Minute davon hierhin verirrt…

Es war nicht nur trübe, sondern auch windig und kalt…leicht missmutig, weil ich nicht glauben konnte das mir heute noch einmal warm werden würde, hab ich meine Wanderung gestartet…und welches Ziel hab ich mir zuerst ausgesucht?  Die Prinzen-Insel, hahahaha

Also vom kleinen Plöner See…in Richtung großer Plöner See…am Ufer entlang zur Prinzen-Insel und auf der anderen Uferseite zurück in Richtung Plöner Schloss.

Bei der Prinzen-Insel handelt es sich um ein privates Naturschutzgebiet, welches aber öffentlich zugänglich ist…Schon kurz nach dem Start wurde mir durch die Bewegung warm und meine Laune stieg mit jedem weiteren Schritt in der Natur, der Weg führte nah am Ufer entlang und durch den Wind war permanentes Wellenrauschen zu hören…ein sehr schönes Geräusch…und es war ansonsten gänzlich still…

20191124_132903.jpg

Der Weg durch das trübe Wetter wirkte an einigen Stellen so düster, das man meinen konnte bei der nächsten Biegung würde ein verfallender Turm mit einem dunklen Geheimnis auftauchen…dunkel und mystisch. Solche Gedanken kommen mir eher selten…aber die getrübte Sicht auf den See gepaart mit den düsteren Aussichten in den Wald haben meine Phantasie angeregt.

Nun gut…es kam kein dunkles Geheimnis zutage und auch kein Prinz…aber nach der Prinzeninsel bin ich am Ufer entlang zum Plöner Schloss gewandert, welches oberhalb des Sees einen schönen Weitblick hätte ermöglichen können…nur das diesige Wetter hat den Blick dann doch aufgehalten…

20191124_141609.jpg

In der schönen alten Stadt hab ich mich dann mit Kaffee und einer frischen Waffel mit heißen Kirschen, Sahen und Vanilleeis wieder in die Jetzt-Zeit katapultiert und nach einigen weiteren Erkundungen bin ich mit knappen 10km heute doch weiter gelaufen, als ich es vorher vermutet hätte…

Das war ein schöner Ausflug heute und Zuhause hab ich mich dann mit meiner Advents-Dekoration beschäftigt… Nicht so viel Deko wie  in den Vorjahren…sondern nur gezielt an einigen Stellen…so das jetzt vor allem das Wohnzimmer eine behagliche Gemütlichkeit erfüllt… mit frischen Zweigen und echten Kerzen.