1.Versuch mit Silikon-Backförmchen

Vor ein paar Tagen habe ich mir eine Silikon-Backform  für 6er-Mini-Gugelhupf  für kleines Geld gekauft.

Bisher war ich nicht überzeugt das Backformen aus Silikon eine gute Idee sind…aber  heute hab ich es einfach mal ausprobiert und lustigerweise auch gleich ein Rezept für genau diese  6er Backform gefunden.

Die kleinen Marmorkuchen in der Gugelhupf-Form sind auch klasse geworden….mit geschmolzener Schokolade leicht überzogen und mit Mandelkrokant und Puderzucker bestreut sehen die auch niedlich aus.

WOW…..so einfach der Teig, so einfach aus den Mini-Förmchen zu holen und dazu noch so schnell gebacken und sooooo lecker!!! Besser geht es nicht. Und mal unter uns….für einen 2-Personenhaushalt reichen so 6 kleine Kuchen aus….es muss ja nicht immer so viel sein.

 

depressive Verstimmung

In den letzten zwei Wochen hab ich mich bewusst gegen das Bloggen entschieden.

Nachdem ich nun endlich auch vor mir selber eingestehen konnte, das mein extremes Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein, zusammen mit meinem immer schlechter werdenden Sozialverhalten und auch der Rückzug meinem Freund gegenüber, mehr waren als nur die Auswüchse meiner Wechseljahre, hab ich bewusst eine Kehrtwende eingelegt.

Ich leide schon seit Jahren im Winter unter dem Lichtmangel, aber in diesem Jahr  hab ich zum ersten Mal realisiert, das hier ist eine länger anhaltende depressive Verstimmung…und ganz ehrlich,  mit dieser Erkenntnis war ich einerseits erschrocken und andererseits erleichtert, das nun zu erkennen.

Nur was ich realisiere, kann ich auch ändern…..und seit der Erkenntnis geht es wieder aufwärts….mein Sozialverhalten ist wesentlich besser geworden, mit meinem Schatz ist auch endlich mal wieder so etwas wie Friede eingekehrt…die Sonne scheint, ich kann wieder raus und bin endlich wieder in der Lage Dinge anzugehen.

Ich kann endlich wieder lachen, auch mal albern und ausgelassen sein….ich bin wieder emphatisch und kann mich an den Dingen erfreuen. Erst jetzt wo das wieder da ist, bemerke ich das diese Dinge vorher nicht mehr dagewesen sind… das ist gruselig – weil ich es nicht bemerkt habe.

Also ich habe schon bemerkt das ich immer wieder „schlecht drauf“ war ….aber ich habe das Ausmaß nicht realisiert….

Jetzt bin ich erleichtert und in den letzten 14 Tagen  habe ich viel getan um aus meinem Schneckenhaus heraus zu kommen….verbringe wieder mehr Zeit mit meinem Schatz, wir waren letzte Woche mehr als 2 Stunden im Wald….und so langsam macht die Arbeit auch wieder Spaß.

Puhhh….Glück gehabt   – ich hoffe das „Gespenst Winterdepression“ kommt so schnell nicht wieder….

wichtige Entscheidung: Unterwäsche

Ich bemerke immer wieder wie wichtig es wird die richtige Unterwäsche zu tragen wenn man älter wird….jaaa sorry, ist aber so.

Mit zunehmendem Alter (fast 49) und mit Zunahme des Gewichts in der Körpermitte (Kleidergröße 38-40) stelle ich fest, wieviel Einfluss die richtige oder falsche Unterwäsche auf die Wirkung der Kleidung hat.

Wenn man so richtig schlank oder gar dürr  um Hüfte, Bauch und Taille ist, dann braucht man sich keine Gedanken um die richtige „Bux“ zu machen…egal ob String, Hipster, Panty, Jazzpants oder Taillenslip…das Teil sitzt immer auf der Haut und sieht gut aus…..

Wenn allerdings auf der Hüfte etwas Speck liegt und auch der Bauch anfängt sich zu wölben, haben diese Dinger die Neigung sich etwas einzudrücken…und Plöööp  schon sieht man die Speckröllchen und die Silhouette sieht wellig aus….und jetzt kommt erst noch die Oberkleidung drüber…und dann sieht man oft die Mädels und Frauen wo man denkt: das sieht aber unvorteilhaft aus.

Leicht versucht ist man dann,sich mit Shapewear zu helfen. Da gibt es aber nur ganz wenige Teile die sinnvoll sind… Ich hab selber – noch zu meinen sportlich aktiven Zeiten –  mit Shapewar-Hosen versucht meinen  Bauch  und Hüfte optimaler zu präsentieren – vergiss es Lach.

DAS funktioniert aber NUR mit solchen Hosen – wenn man statisch steht, sobald man sich bewegt (und beim Tanzen muss man sich bewegen) dann rutscht leider diese hochgezogene steife miederartige Hose etwas runter und was passiert dann? Na wenn diese Shapehose runter rutscht, rutscht der Speck oben raus….und PLÖÖÖÖÖÖP  schon sieht man auch durch das schönste Kleid eine zusätzliche Wulst, die normalerweise dort nicht hingehört. Ich hab noch Bilder auf denen ich strahle…aber im nach hinein bin ich peinlich berührt…SOOO hatte ich es mir nicht vorgestellt. Hätte ich eine normale Hose drunter gezogen, dann hätte ich evtl. etwas runter gewirkt, aber eben nicht so wellig.

Also stehe ich jetzt jeden Tag vor meiner Schublade und überlege WAS will ich eigentlich anziehen…und versuche dann eine entsprechende Bux herauszusuchen…aber es wird immer schwieriger….es gibt kaum Hosen OHNE Gummizug…Und selbst wenn die Bux gut gewählt ist, dann kommt noch die Strumpfhose…auch hier unzählige Möglichkeiten wie es sitzten kann,  aber meistens gehen die bis hoch in die Taille und schneiden dort ein…..wenn die Bux also unter dem Bauch endet, die Strumpfhosen aber noch die Taille umschließt, dann KANN kein Kleid gut an mir aussehen….denn es erscheint ein Streifen der an den Todesstreifen der zwei Deutschen Staaten erinnert: Jedes Hindernis ist deutlich sichtbar und betont den dazwischen liegenden Streifen.

Für mich gibt es übrigens nur ein Shapeware-Kleidungsstück das seinen Dienst optimal tut und das sind diese Shape-Unterkleider die den Busen aussparen. Durch die Träger des Unterkleides kann nichts runterrutschen….allerdings schnüren einem diese Dinger auch echt ein….das  ist nichts für warme Sommertage….

Ich versuche seit Jahren diesem Muffintop-Effekt zu vermeiden in dem ich keine hüfttiefen Hosen oder Röcke mehr trage…und wenn die Teile doch etwas tiefer sitzen ,dann darf der Bund nicht zu eng sein….möglichst mit lockerem Gummizug – am Besten ganz ohne. Früher hab ich immer gedacht warum tragen ältere Frauen immer diese Gummizugteile – NUN weiß ich es…gut das es diese heute auch in schön gibt.

DAS macht die Auswahl von Hosen und Röcken aber auch etwas schwieriger…denn kaufe ich kurze Röcke oder Hosen diese rutschen bis in die Taille hoch, dann wird aus dem kurzen Rock sehr schnell ein absoluter Minirock….hmmm auch nicht gut.

Eine Methode für die modernen langen Sommerröcke:  ich kaufe ¾ lange schulterfreie Kleider mit gesmoktem Bereich über dem Busen. Diese Kleider kann man wunderbar als langen Rock tragen OHNE das Taille und Hüfte eingequetscht werden.

Fazit: toll auszusehen ist immer möglich….aber es bedarf viel mehr strategischer Vorbereitung bis aus „gut gedacht“ auch “gut gemacht“ wird.

Aber ich sehe nicht ein vor meiner Figur oder der Kleidung zu kapitulieren  und Nein, es ist mir nicht egal  wie ich aussehe….Ich möchte mich in meiner Kleidung  wohl fühlen und dazu zählt das Tragegefühl und die Optik gleichermaßen.

leicht philosophische Gedanken zum Wochenende

Innere Stärke zu besitzen  ist ein Glücksfall, macht aber nicht automatisch glücklich.

Die Stärke allen Widrigkeiten des Lebens begegnen zu können…damit umzugehen und zu „überleben“ ist eine Gabe. Schön wer diese Stärke besitzt. Es bedeutet in erster Linie das Leben wie es einem widerfährt anzunehmen….und dann  stoisch dafür zu sorgen, das daraus etwas Gutes wird….

Ich nehme das Wort „stoisch“ weil es für mich bedeutet,  es nicht zu hinterfragen WARUM etwas passiert,  sondern  zu begreifen DAS etwas passiert und ich die Chance habe durch meine Stärke diese Situation zu überwinden und im Besten Fall es in etwas Positives zu verwandeln.

„Nur wer scheitert  kann, kann auch siegen“ hab ich mal gelesen (sorry wenn ich nicht sagen kann wo und von wem das stammt).

Die Kraft zu haben aus dem Scheitern heraus sich wieder neu zu erheben…seinem Leben eine neue Richtung zu geben ist toll und es fühlt sich gut an. Aber es macht uns nicht automatisch zu glücklicheren Menschen.

Zuerst ist die erleichternde Erkenntnis: Ich hab die Situation gemeistert, ich hab überlebt, ich hab es verändert und es geht mir gut…..Aber meistens hinterlässt so ein stark sein auch Spuren auf der Seele.

Zum Tode von Christine Kaufmann haben wir eine Dokumentation gesehen und es war offensichtlich das sie viel Kraft hatte ihr Leben immer wieder neue Richtungen zu geben, sie hat es geschafft…aber sie wirkte  trotzdem davon  gezeichnet das das Verhältnis zu ihren Kindern nicht unbelastet ist und sie trotz aller Erfolge auch das Gefühl hatte ein Getriebene zu sein, erfolgreich sein zu müssen.

Ich glaube der wirkliche Erfolg ist nicht nur innere Stärke zu besitzen und sein Leben positiv zu verändern, sondern dieses veränderte Leben als schön und angenehm zu empfinden.  Was nutzt es mir zu sagen ich hab überlebt, heute geht es mir gut…aber letztlich kann ich es nicht geniessen weil wegen….

Das Glück liegt wie immer eher im Kleinen….

Charakterfehler?

Ich werde mal eine schrullige Alte…lach. An diesem Image arbeite ich gerade sehr erfolgreich.

Freitagmorgen um 7.15 Uhr bin ich gerade im Büro angekommen, etwas später als geplant …die Jacke hab ich ausgezogen und war gerade dabei meine Buttermilch aus dem Kühlschrank zu nehmen, da erblickt mich  eine sehr redefreudige Abteilungsleiterin und stürzt auf mich zu: Aktuell können kein Mails versendet werden, ob es mir auch so geht…

Ich versuche höflich diesen verbalen Überfall zu erwidern und sage, das ich gerade erst angekommen bin, mein PC fährt noch hoch und ich werde sie informieren.

Also mir geht es so, dass ich morgens zwar einen sehr wachen Verstand habe, aber ich HASSE es so früh am Morgen reden zu müssen. Berufliches geht dabei noch – da antworte ich kurz und zügig, aber Small-Talk ertrage ich nicht….und kann mich kaum zusammen nehmen.

Bereits mit dem nächsten Satz drängt sie mich genau in so eine überflüssige Smalltalk-  Unterhaltung die nichts mit dem Job zu tun hat…und ich reagiere genervt …aber sie hört nicht auf zu reden und das mit einem meiner  Themen welches sie überhaupt nichts angeht (keine Ahnung wie sie darauf kommt ….oder woher sie die Information hatte)…meine schroffe Antwort hindert sie aber nicht daran weiter auf mich einzureden. Ich gebe ihr eine kurze scharf formulierte Antwort und gehe weg….zittere vor Wut.

Wir arbeiten seit 10 Jahren zusammen und ihr Mitteilungsbedürfnis und ihe weibliche Neugierde sind bekanntermaßen enorm ausgeprägt. Jeden Morgen sucht sie sich ein „Opfer“ unter ihren Mitarbeitern und den Kollegen die schon früh im Büro sind….und auch im Laufe des Tages ist ihr Redebedarf unglaublich groß. Kein Wunder das sie sooo viele Überstunden macht…irgendwie muss sie die Zeit ja wieder reinholen die sie mit Reden beschäftigt ist.

Es ist allgemein bekannt das ich am frühen Morgen NICHT zu den kommunikativen Menschen gehöre und trotzdem textet sie mich zu.  Ich ärgere mich doppelt. Einmal das ich mich nicht habe beherrschen können und etwas zu ruppig und schroff reagiert habe…und andererseits das sie mich in diese Situation gebracht hat….

Durch unser Prinzip der offenen Bürotüren bekomme ich tagtäglich mit wie morgens überall ungeniert und sehr lange geschnattert und geredet wird ….über was die alles reden….und bin heilfroh nicht beteiligt zu sein.

Haben die alle nichts zu tun? Wie machen die das bloß? Allein der Gedanke in den ersten 2 Stunden im Büro mit den Kollegen über meine oder deren private Dinge reden zu müssen  ist mir ein Greul…deshalb liebe ich eigentlich die Zeit von 7.00-8.30 Uhr  bis meine Mitarbeiterinnen kommen und ich arbeiten kann, ohne reden zu müssen.

Auch ich rede gerne, auch mal lange und viel und ohne Punkt und Komma….aber eher ab mittags oder am Nachmittag. Was mir auffällt: je älter ich werde umso schwerer fällt es mir das Verhalten anderer hinzunehmen und es über mich ergehen zu lassen.

Ist das nun ein Charakterfehler oder einfach meine Art von Unhöflichkeit?  Ist es ein Teil meiner Persönlichkeit? Ja – das glaub ich …es ist meine Persönlichkeit…aber immer habe ich im nach hinein ein schlechtes Gewissen weil ich meinen Ärger gezeigt und ruppig reagiert habe….hmmm also doch ein Charakterfehler…..

Auf jeden Fall fühle ich mich danach noch Tage unwohl….auch wenn ich später zu der Kollegin gegangen bin und mich für meine schroffe Antwort entschuldigt habe. Habe versucht es ihr noch einmal zu erklären….sie war trotzdem sauer auf mich.

Ich hoffe sie lässt mich jetzt wieder etwas mehr in Ruhe.

Probleme und Lösungsstrategien

Die beiden Arbeitstage in dieser Woche waren anstrengend…ich bin emotional nicht so entspannt und weiß eigentlich gar nicht richtig warum. Nach fast 2 Wochen krank/Urlaub hab ich gedacht, das es mir wesentlich besser geht.

Aktuell hab ich auch keine Hitzewallungen….trotzdem bin ich unentspannt…nicht nur das ich schnell müde werde, ich bin auch sehr leicht genervt.

Wenn doch nur alle mal ihre Arbeit machen würden….ich bin umzingelt von Kollegen die bei Problemen gleich zu mir kommen und einen großen Teil verbringe ich damit ihnen zu erklären, dass es nicht mein Job ist ihre Probleme zu lösen und ihnen dann doch Vorschläge mache, wie ich es machen würde. Dazu kommen dann noch die Probleme meiner Mitarbeiter denen ich versuche beizubringen, wie man an die Lösung von Problemen herangeht….und die es dann doch nicht schaffen….Selbst wenn sie die 1. Hürde nehmen, bleiben sie bei den weiteren Schritten hängen…und dann muss ich es doch machen…weil wir einfach keine Zeit mehr haben auf ihre Lösungen zu warten.

Zugegebenermaßen mache ich mir gerade keine Freunde….aber das ist auch nicht mein Ziel…Ich hatte mal eine Kollegin der hatte ich verboten mich bei jedem Problem sofort anzusprechen…zuerst sollte sie 5-15 Minuten selber überlegen wie man es lösen kann….lach….ein guter Plan, der aber auch nicht gefruchtet hat. Sie saß neben mir und bei jeder  Kleinigkeit hat sie mich sofort ohne nachzudenken gefragt.

Ich bin doch erstaunt wie wenig Lösungsstrategien manche Menschen besitzen….Es gibt ein Problem: also mache ich den Mund auf und frage sofort…ohne mir selber mal Gedanken zu machen.. Ich dachte ich kann das ändern. Also quasi Hilfe zur Selbsthilfe….lach…weit gefehlt.

Also hab ich in den zwei Tagen so einige „Feuerwehr-Einsätze“  erledigt…das kostet meine Zeit…

Für meinen neuen Teamleiter-Kollegen (Controlling) sollte ICH Daten auswerten….die er als Controller eigentlich machen sollte…er wusste wohl nicht wie …. Und hat mich gefragt ob ich ihm die Daten zur Verfügung stellen kann… Dazu bin ich aber nicht gekommen…..und am späten Nachmittag hab ich eine weitere Mail bekommen, das er es doch geschafft hat.

PRIMA – da hab ich mal nicht sofort reagiert und prompt brauchte ich es nicht mehr zu machen…das muss ich mir merken. Andererseits hätte ich mich auch schwer gewundert….jemand der Vorgesetzter-Controller sein will (und der einen Batzen mehr Geld verdient als ich) der muss doch in der Lage sein selber nach Lösungen zu suchen…na ein Glück.

mein letzter Urlaubstag

Na eigentlich sollte ja heute wärmeres, schöneres Wetter kommen…doch leider regnet es an meinem letzten Urlaubstag.

Ich hab mir den Tag dann aber auch ziemlich vollgepackt mit viel „Arbeit“. Erst einmal einen Großeinkauf…in ein paar Km Entfernung ist ein großer Supermarkt, der eine wirklich riesige Obst und Gemüseabteilung hat. Der Laden ist zwar alt, aber er hat inzwischen auch sehr vielen Deutsche bzw. regionale (Hessen-) Produkte…das gefällt mir gut.

Vorher hab ich noch ein Rezept für meinen Schatz abgeholt, Glas zum Container gebracht…Zuhause hab ich dann mit Hilfe meines Rollwägelchens die Einkäufe in die Wohnung gebracht, meine Winterklamotten aus der Wohnung runter in die Tiefgarage und von dort wieder hoch in den Keller gebracht (jaaaa hoch, mein Keller liegt im Nebenhaus und das Haus liegt höher…lach). Danach ein paar Dinge aus dem Keller zurück in die Wohnung. Nun Sport muss ich heute nicht mehr machen…DAS hab ich bereits erledigt.

Ja dann hab ich auf dem Balkon die gekauften Blumen und Bäumchen umgetopft und aufgestellt und den Balkon gesäubert….drinnen dann hab ich für unsere beiden Wohnungen Frühlings-Deko in Schalen drapiert und in den Wohnungen verteilt.

Und jetzt koche ich  gerade einen Weißkohleintopf mit geräucherter Kartoffelwurst und Kasseler und zu guterletzt muss ich jetzt auch noch die Wohnung aufräumen….aber dann ist Feierabend für heute.

Entspannung sieht bei mir eigentlich anders aus….aber zumindest hab ich all das erledigen können, was ich mir für den Urlaub vorgenommen hatte…also bin ich zufrieden. Und endlich fühle ich mich auch nicht mehr krank.Nun fühle ich mich zum ersten Mal seit ein paar Wochen erholt, also mal gerade so ….prima – dann kann es ja Morgen zurück ins Büro gehen

„Protokoll einer Verführung“ – Weg in eine Sekte und zurück

Ich hab gerade ein interessantes Buch gelesen.

Es geht um Fanatismus im Glauben.  NEIN – es geht NICHT um Islamismus. Fanatismus dieser Art ist oft viel näher am Christentum, als man glauben mag….es geht um die Zeugen Jehovas, genauer gesagt um eine junge, intelligente Frau die sich selbst stark reflektiert und ihren Glauben hinterfragt und trotzdem überzeugte Zeugin Jehovas wird.

Eine junge Frau die sich als gläubige Christin in der Schule und in ihrer Familie als Außenseiterin fühlt und auf der Suche nach Liebe und Aufmerksamkeit bei den Zeugen Jehovas landet. Sie stellt viele Fragen, vergleicht und hinterfragt….und trotzdem verlernt sie das eigenständige Denken…weil es für jede Frage die sie hat von der Sekte, die sich selbst als Glaubensgemeinschaft bezeichnet, eine Antwort auf ihre Fragen gibt, die mit vielen Bibelstellen untermauert wird.

Erst im Laufe von 2-3 Jahren erkennt sie die Schwachstellen in den Argumentationen. Sie erkennt die Widersprüche, die Lügen Einzelner  und sie blickt hinter die Fassade der ständigen Drohungen vor Satan und dem „Harmagedon“ dem Gotteskrieg den nur diejenigen überleben sollen, die sich den strengen Regeln der Zeugen Jehovas unterwerfen..

Ich finde es krass, das ein junger moderner Mensch sich zu solch einer „Religion“ verleiten lässt obwohl ihr gesamtes Umfeld sie davor warnen. Das Buch vermittelt einen guten Einblick wie sie quasi eigenständig da hinein  rutscht und wie sie aber  auch eigenständig wieder heraus findet….

Das Buch heißt „ich war eine Zeugin Jehovas: Protokoll einer Verführung“ von Martina Schmidt.  Mein Fazit: Sehr empfehlenswert für alle die gerne selbständig denken. Wie hätte es bei der Protagonistin doch auch anders kommen können. Wie beeinflussbar doch unsere Leben durch einzelne Entscheidungen in die eine oder andere Richtung sind….wie fragil unsere Leben. Als Leser bleibt man zurück und denkt: hätte sie einen Mann für sich innerhalb der Sekte gefunden, alles wäre anders gekommen? oder hätte sie mehr Halt in ihrer Familie gehabt wäre sie gar nicht erst dort hinein geraten?

 

Die Frauen aus „Schnöselhausen“

Ich habe ja Urlaub und auf dem Weg in ein Café in meinem Wohnort bin ich durch die Straßen, einen Park und einen Supermarkt gelaufen. Und obwohl es der Ortskern ist, war es unglaublich  leer. Es ist ja eine Stadt, aber wo sind denn alle? Alle auf der Arbeit  oder Zuhause?

Jetzt weiß ich zumindest wo sich die Frauen des Ortes Freitag gegen Mittag aufhalten…In einem französischen Café der etwas teureren Art….Ein Stück Kuchen für 4,50 EUR  aber die Qualität ist sehr  gut….das Café kenne ich aus dem Ort wo ich arbeite….und ein Besuch ist für mich immer etwas Besonderes.

Nun wollte ich dieses Café jetzt auch hier einmal ausprobieren…kam rein und zuckte gleich wieder zurück:

Ein großer Raum mit halboffenem Nebenraum. Fast alle Tische waren um diese Zeit  (11.30 Uhr) besetzt und an jedem dieser Tische saßen exakt 2 Frauen…Eine Lautstärke wie auf dem Flughafen…der ganze Raum war erfüllt von Frauenstimmen und Gelächter.

Zum Glück fand ich noch einen freien Tisch. Die Speisekarte bot zusätzlich zu den französischen Kuchen auch jede Menge Frühstücksgerichte und Mittagessen an….Nun gut also hab ich mich für Kartoffelrösti mit Räucherlachs entschieden, dazu eine Cola und ein Glas Chardonnay.

Und dann hab ich die Atmosphäre des Raumes erst einmal auf mich wirken lassen, beim Rundblick ist mir aufgefallen: ALLE Frauen (egal ob jung oder älter) waren „gut“ gekleidet und gepflegt. Also das entspricht genau dem Eindruck von „Schnöselhausen“…eine kleine Stadt mit vielen teuren Wohnungen, vielen teuren Häusern. Ein etwas gehobener Lebensstandard ist schon notwendig um sich hier auch nur kleines Haus leisten zu können. In dem Café hatte jede Frau nicht nur einfach Haare auf dem Kopf, sondern auch eine Frisur dazu…Es gab tatsächlich auch 2-3 Frauen mit Hüten oder Pelz…nicht alle sahen mit der „Guten“ Kleidung auch gut auch, aber Geschmack lässt sich eben nicht kaufen.

Dazu  hatten  ALLE nur ein Glas Wasser und/oder eine Tasse Kaffee vor sich stehen….KEINER hatte eine Cola, Saft oder gar einen Wein vor sich,…Fast ALLE Frauen  hatten einen Salat oder nur eine Suppe vor sich….KEINE hatte ein fettiges Essen .

Ich fühlte mich wie ein Alien und musste unweigerlich an den Film „Die Frauen von Stepford“ denken…eine amerikanische Komödie aus dem Jahr 2004 mit Bette Midler und Nicole Kidmann. ..in dem die Frauen alle einen Microchip eingepflanzt bekommen hatten die sie zu „perfekten“ Haus und Ehe- Frauen machten.

Okay – also ganz so schlimm meine ich es jetzt  hier nicht ….lachen musste ich aber trotzdem.

Was ich zumindest sehr angenehm fand war, das trotz aller Lautstärke es sich um eine gleichmäßig den Raum füllende Geräuschkulisse handelte…keiner stach unangenehm  mit der Stimme oder der Lautstärke heraus…

Also war alles gut…naja, bis auf mein Kartoffelrösti das mehr einem fettigen dicken Kartoffelpuffer auf dem Jahrmarkt erinnerte….ich hab es zurück gehen lassen und bekam danach tatsächlich ein knusprigeres dünneres Exemplar…..es war okay….aber das geht auch besser.

Zumindest waren es 1,5 Stunden angehnehme Atmosphäre…ich habe meinen Wein genossen, dazu das Essen und mein Buch. Danach hab ich einen entspannten Spaziergang nach Hause gemacht.

Anstrengender Frühlingstag

Gestern war so ein richtig toller Frühlingstag….aber anstrengend….

Ich hab ja jetzt Urlaub, meine Erkältung ist auch so ziemlich überwunden, aber ich bin noch sehr schnell schlapp….und gestern konnte ich mein Fahrrad aus der Rundum-Erneuerung abholen…Der Wetterbericht prophezeite einen schönen Frühlingstag…perfekt.

Also bin ich bereits um 8.30 Uhr !! mit meinem Schatz mit in die Stadt gefahren. Er arbeitet zwar nicht direkt in Frankfurt….aber sehr nahe dran….den restlichen Weg hab ich dann mit Bus, U-Bahn und Laufen zurück gelegt.

  • Frage an den Busfahrer : Mit welcher Linie komme ich Richtung Nordwestzentrum?
  • Antwort eines Busfahrers: keine Ahnung

Ich hab mich natürlich auf den Wetterbericht verlassen und mich für 15 Grad-Außentemperatur- Radfahren angezogen…und ziemlich gefroren.

Der Busfahrer war extrem müde und der hatte auch kein Lust auf weitere Fragen…also blieb ich stumm. Immerhin kenne ich den Weg….wenn auch nicht die Buslinie. Schwierig fand ich im vollbesetzen Bus das auf dem Armaturenbrett die Motorkontrollleuchte beständig aufleuchtete…DAS ist nicht gerade vertrauenserweckend…werden die Buse nicht mehr regelmäßig gewartet?

Auch der zweite Bus (ich hab die Linie sehr schnell herausgefunden) war voll und die U-Bahn auch…RushHour…sehr schön…kurz vor dem Fahrradladen ist eine großer Supermarkt. Ganz neu  – nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut…und mit einem gemütlichen Bäckerladen…dort hab ich dann erst einmal lecker gefrühstückt und mein E-Book gelesen.

Und als es Zeit wurde hab ich mein Fahrrad abgeholt…das Geld hat sich gelohnt. Die Teile waren alle wie besprochen getauscht und das Fahrrad fährt mit den neuen „MarathonPlus der neuen Generation“ genau so gut wie mit den vorherigen Reifen. Das waren zwar auch diese „Unkaputtbaren“ …aber eben bereits schon 8 Jahre alt. Das Profil ist jetzt etwas gröber und ich dachte der Rollwiderstand ist dadurch bestimmt höher…ist er aber nicht.

Nun da ich wieder mobiler bin, hab ich mich zu einem Besuch des Nordwestzentrums entschlossen….na so ein paar Frühlingsklamotten benötige ich ja auf jeden Fall…und durch den Rucksack war ich zumindest mit der Menge limitiert…hihi…also bin ich hin gefahren…und zack nach einer Stunde war mein Rucksack gut gefüllt. eine Bluse, ein Sport-Shirt, Socken, zwei Jeanshemden und eine ärmellose Bluse für den Sommer.

Zufrieden hab ich dann den Rückweg angetreten…mit dem Rad von Frankfurt in Richtung Taunus…zuerst in Richtung Niederursel – Oberursel…eine sehr schöne Strecke. Es war bereits Mittagszeit und es wurde tatsächlich wärmer.  Zuerst ging es richtig flott…aber je weiter ich in Richtung Taunus kam, um so steiler und anstrengender wurde die Fahrt….ich hab zwischendurch ein paar Pausen eingelegt…mir steckt die Erkältung doch noch ziemlich in den Knochen…hmmm war wohl doch etwas viel….zum Schluss wollte ich nur noch zügig nach Hause…

Dumm nur das ich mich für den Abend mit meinem Schatz zum Sport verabredet hatte…wir sind dann zwar erst weit nach 20 Uhr ins Fitnessstudio gefahren – aber danach fühlten sich meine Beine an wie Wackelpudding….boa…wie weichgespült.

Aber immerhin: ich hab den schönen Frühlingstag genossen, hab mein Fahrrad wieder zurück und ein paar neue Klamotten, hab gestern noch Wäsche gewaschen, Wohnung aufgeräumt und Essen gemacht….und heute? heute  faulenze ich ….