Erwachsen-werden in den 70er

Wir stellen bei unseren Unterhaltungen immer wieder fest, wieviel Glück wir hatten Ende der 60er geboren zu sein. Als Kinder in den 70ern hatten wir zwar komische Kleidung, dafür aber auch viele Freiheiten….unsere Eltern hatten einfach nicht dieses Helikopter-Verhalten, wie Eltern heute und wir konnten ohne Aufsicht in kleineren Wäldern, an Flüsschen und  auch in der Stadt herumtollen und das Leben entdecken. Meine Mutter hat uns bei schönem Wetter immer wieder aus der Wohnung gescheucht….geht spielen – draußen…wir musste nur bei Sonnenuntergang wieder zuhause sein….und sagen wohin wir gehen….aber sonst gab es keine weiteren Verbote. Ich weiß nicht ob es die Eltern nicht interessierte oder ob sie sich einfach keine weiteren Gedanken darüber machten…wahrscheinlich letzteres

….egal, ich weiß auch  nicht wie oft ich in die „Schledde“ gefallen bin und nass nach Hause kam…lach….das gab höchstens Ärger das wir der Mutter mehr Arbeit machten….aber sonst…

Als „Schledde“ bezeichnet man  in Westfalen Temporärgewässer, die nur zeitweise Wasser führen, mir erschien es als 7-8jährige als wilder Fluss mitten in einem Waldstück… ein herrlicher Ort zum Träumen und planschen…sehr oft bin ich sogar stundenlang ganz alleine durch Wald und Felder gestreift – meine Freiheit als Kind, bis wir dann weiter in die Innenstadt gezogen sind….dort war mein Lieblingsspielplatz eine Häuserruine die schon Jahre zuvor durch eine Gasexplosion entstand…natürlich war es verboten dort zu spielen….und hier hatte ich auch Angst alleine da rein zu gehen – bis heute habe ich Angst vor Gas.

….und in den 80ern dann erwachsen zu werden…hier gab es zwar noch schlimmere Modesünden, aber wir hatten auch viele Möglichkeiten, tolle Musik, aufkommende Technik….und man hatte auch mit „nur“  Hauptschulabschluss noch die Möglichkeit eine normale Ausbildung zu machen und mit Zusatzausbildung auch eine  Karriere….heute geht ohne Abitur und Studium kaum  noch etwas.  Die Chancengleichheit von Arbeiter- und Akademikerkindern war noch greifbar…heute ist das pure Illusion.

 

2. Urlaubstag Fr.16.06. – Freiheit

Welche echte Freiheiten haben wir heute eigentlich?

Ständig müssen wir Dinge erledigen, müssen dies tun, das tun. Wir müssen aufstehen, arbeiten, uns um Haushalt, Kinder und Mann kümmern, wir müssen einkaufen, kochen und waschen….

vieles ist aber auch Hausgemacht….privater Freizeitstress weil wir uns verabreden MÜSSEN, weil wir etwas versprochen haben…weil es die Freundschaft erwartet, na klar auch weil wir es wollten…aber muss es gerade jetzt sein?

Wie geil ist es also, einfach frei zu sein…einfach machen zu KÖNNEN – nicht zu müssen….und welche Abenteuer können wir heute noch erleben? Einen Ausflug an die Niagarafälle…eine Afrika-Safari oder der Besuch der ägyptischen Pyramiden? Wohl eher nicht, hier wird man sehr durch-organisiert und in Massenabfertigung an sein Urlaubszeil gebracht – das hat mit Abenteuer nur noch wenig zu tun ….. ich empfinde Freiheit und Abenteuer eher an einem Tag wie heute.

Ich bin früh am Vormittag mit dem Fahrrad gestartet und hatte ein ungefähres Ziel vor Augen….aber keinen Zeitdruck….also bin ich einfach darauf los gefahren….bin einfach mal hier entlang…dann da entlang …ach wie schön ist denn dieser Weg…also weiter dort entlang…lach…immer einfach in die Großrichtung die mein Ziel (Frankfurt)  beinhaltete. Das Wetter halbsonnig mit ca 20-22 Grad…..und einigem Wind….

Ohhhh wie toll sich das anfühlte….Wind und Wetter…..frei im Ziel, frei im Weg und Frei in der Zeiteinteilung….dazu Wege die ich nicht kannte und so wurden aus direkten 10km ganz schnell verschnörklte 25km ….herrlich.

Jetzt sitze ich in der Frankfurter Innenstadt in der BarCelona …hab lecker gegessen, trinke eine Weilschorle und genieße einfach das Leben…

Ja so  hab ich mir den Anfang meines Urlaubs vorgestellt. Ich brauche nichts aus der Stadt….einfach nur hier sitzen.

Schnell war auf dem Rückweg klar…nach mehr als 33km tut mir derartig mein Bobbes (Hintern) weh….das schaffe ich nie und nimmer mit dem Rad berauf bis in den Taunus…also der Rückweg ging mit der S-Bahn schnll und leicht.

Tja damit hatte ich nicht so ganz gerechnet….Kondition und Kraft hab ich durch deie regelmässigen Fitnessstudio-Besuche gut aufgebaut und auch noch einiges in Reserve gehabt…aber meine spitzen Hintern-Knochen drücken so in das Fleisch…ich konnte nicht mehr sitzen…das ist blöd….grummel…

Aber  in der nächsten Woche werde ich weiter meinen Bobbes abhärten…lach….Wenn das Wetter einigermaßen mitmacht.

Den Rest des Tages hab ich dann erst einmal auf der Couch und dem Balkon verbracht….am Abend sind wir noch zum IKEA gefahren…Nein, wir brauchten NICHTS …nun gut dieses Nichts machte dann hinterer 67,78 EUR aus..Eines der „Naturgesetze“ lautet: Bei Ikea kann man fast nicht ohne etwas zu kaufen wieder raus gehen…

 

 

 

1.Urlaubstag Do 15.06. – Start

Eigentlich ist heute mein 1. Urlaubstag…oder besser gesagt der 1. freie Tag von insgesamt 18 Tagen.

Und obwohl  – oder gerade weil – ich meinen Urlaub zuhause verbringe, ist es mir wichtig, diesen Urlaub so intensiv wie möglich für mich zu nutzen und mir dessen auch bewusst zu sein. Also gibt es diesen „Urlaubs-Blog“ in dem ich mir selber einen Nachweis gebe, wie ich meine freie Zeit verbringe.

Der 1. Tag war erst einmal ruhig und entspannt und wir sind am Mittag ins Fitness-Studio gefahren und haben 1,5 Stunden gut trainiert. Danach erst einmal mit dem Kaffee auf den Balkon und die Ruhe des Tages tanken…herrlich.

….ich habe mich dann  aber noch intensiv mit den Blumen und meinem Balkon beschäftigt …Wäsche gewaschen und den Haushalt erledigt. Es war ein unaufgeregter Tag….aber sehr entspannend und wir hatten schöne Gespräche auf dem Balkon.

Abends gab es tatsächlich gebratene Leber mit Zwiebeln und Äpfeln und dazu frisches Kartoffelpüree….lecker, das hab ich lange nicht mehr gemacht…okay Innereien haben nicht den besten Ruf…aber so  1-3x im Jahr kann man das schon machen.

hochzufrieden

In den letzten Tagen hatte ich endlich wieder Spaß und Freude an der Arbeit und mein Seelenleben scheint wieder im Lot zu sein….Alles fühlt sich „normal“ an, also meine Reaktionen sind so, wie ich sie sonst auch kenne.

Ich hab beruflich viel geschafft, vieles nachbereitet, einiges vorbereitet,  einige Projekte vorangetrieben und Lösungen für aktuelle Probleme (UST) gefunden. Die Stress-Themen aus dem Seminar hab ich ebenfalls nachgearbeitet und an meine Chefin geschickt (Wie heißt es immer so schön: Melden befreit)

Mein aktuell schwierigstes Thema ist endlich auch mit den Wirtschaftsprüfern geklärt („Strategische Ersatzteile)…jetzt muss ich für die Lösung nur noch das „GO“ meiner Chefin bekommen. Die ist allerdings noch in Urlaub….und wenn sie wieder kommt, bin ICH bis Ende des Monats in Urlaub…also ab genau „JETZT“.

Ich hab also jede Menge geschafft, bin hochzufrieden und bin gestern Abend nach 2 Schlucken Wein ziemlich platt eingeschlafen…hab doch tatsächlich bis Nachts auf der Couch geschlafen und bin dann erst müde ins Bett getorkelt.

Sooooo und nun hab ich also endlich frei….und der Tag heute fing echt schön an und vorhin waren wir noch vor der großen Schwüle beim Sport…nun bin ich frisch geduscht und sitze auf meinem Balkon…jetzt wird es schwül…..und Drinnen in der Wohnung ist es trotzdem noch angenehm kühl…

Es wird ein Urlaub auf „St.Balkonien“….mein Freund hat leider keinen Urlaub – aber ich kann mich ja auch alleine erholen.

Hahahaha und für Morgen Vormittag ist dann gleich mal eine Tour mit dem Fahrrad geplant: Von Schnöselhausen (Taunus) bis nach Frankfurt…hihihi das geht wenigsten auf dem Hinweg bergab….jaaa aber das mache ich nur, wenn es HEUTE noch das große Gewitter gibt und es Morgen dann wieder normale 18-24 Grad gibt….bei Regen fahre ich eher nicht mit dem Rad.

In Frankfurt muss ich dann erst einmal ein Rezept abholen und dann geht es in mein Lieblingscafè  zum Frühstücken und Zeitungslesen… Ich liebe so einen Start in den Urlaub.

Der Mensch – Ursache und Wirkung

Und wieder einmal ist die Ursache der Mensch und die Wirkung sieht man an den Wapiti-Hirschen im Yellow-Nationalpark…

Aber die Ursachenkette zu verfolgen ist echt spannend, weil auf den ersten Blick überhaupt nicht nachvollziehbar…ich bin durch Zufall auf eine Dokumentation auf Arte gestoßen, die untersucht warum der Bestand an Wapiti  in den letzten Jahren im Nationalpark so dramatisch abgenommen hat.

Na klar war der Schuldige sehr schnell gefunden. Die Wölfe sind schuld. Ihr Bestand hat sich in den letzten 20 Jahren sehr stark vermehrt….Und Wölfe jagen Wapiti.

Zum Glück gibt es aber einen Forscher, der genauer hin gesehen und beobachtet hat, was sich bei den Wapiti und in deren Umgebung abspielt…und was kam dabei heraus?

Die Wölfe sind unschuldig….dafür entdeckte der Forscher das Grizzly-Bären  nun vermehrt die Jungtiere der Wapiti jagen.

Und wie kommen jetzt die Grizzly`s auf einmal auf diese Idee…nun sie finden nicht mehr genug einheimische Forellen (Cutthroat) in den seichten Gewässern des Yellowriver.

Und wo sind auf einmal diese Forellen hin…nun diese werden von den wesentlich größeren amerikanischen Forellen  gefressen….und weil sie so groß sind, fressen sie seeehr viele Cutthroat-Forellen…

Nur die großen amerikanischen Forellen schwimmen nicht in den seichten Gewässern, sondern bleiben in den viel tieferen Teilen des Sees. Die Grizzlys müssen also hungern oder sich an das Nahrungsangebot anpassen, und das bieten sich die Wapiti-Jungtiere  an.

Und nun die große Frage WOHER kommen auf einmal diese riesigen amerikanischen Forellen. Die wurden vor ca. 20 Jahren illegal von MENSCHEN ausgesetzt…und nun muss der Mensch versuchen, diese neuen Forellen so zu dezimieren, das die Cutthroat-Forelle sich wieder erholen kann, dann haben die Grizzly`s wieder genügend Nahrung und die Wapiti-Jungtiere können überleben.

Der Mensch hat das Ökosystem in diesem Nationalpark derartig aus dem Gleichgewicht gebracht…und niemand hat damit gerechnet, dass noch 20 Jahre später diese Auswirkungen so dramatisch sichtbar werden.

Es ist wieder einmal bewiesen, der größte Feind auf der Erde ist und bleibt der Mensch.

Mocca-Cremetorte: Nachtrag

Wir haben die Torte vorhin angeschnitten….und sie ist für mich PERFEKT….genau der Geschmack und die Konsistenz wie ich sie kenne…locker und fluffig.

Ich hab die Torte ca 45 Minuten vor dem Anschneiden aus dem Kühlschrank geholt, so war sie nicht eiskalt und daher schmelzig auf der Zunge.

Meinem Schatz hat sie auch geschmeckt (puhhh – Glück gehabt) und er war überrascht wie gut die Torte aussieht…so „professionell“…lach – naja ich sehe schon den Unterschied, gefreut hat mich das Lob trotzdem.

Gestern Abend hab ich mir noch Sorgen gemacht das die Creme nicht fest genug wird, dann hatte ich Sorge das sie doch etwas geronnen sein könnte…lach…aber nein.

Ich freue mich deshalb so sehr, weil ich es als richtige Herausforderung angesehen habe…wie gesagt…Backen ist nicht meine Kernkompetenz.

 

 

Mocca-Cremetorte

Was hab ich mir bloß dabei gedacht?  Mein Schatz hat Morgen Geburtstag und ich hab ihm versprochen, eine Buttercreme-Torte zu backen. Das macht normalerweise seine Mutter…und auf die Torte hält er große Stücke….Aber leider ist sie aktuell nicht fit.

Ich mag auch gerne Buttercreme….aber eben nicht so kompakt und fest….sondern  sehr cremig und leicht….Nagut „leicht“ ist die hier auch nicht, vom Inhalt her….aber in der Konsistenz.

Meine Patentante hat jedes Jahr seit meinem 13. Geburtstag (seit meine Mutter abgehauen ist) so eine Mocca-Cremetorte für mich gebacken…immer zu meinem Geburtstag und an meinem 18. Geburtstag haben wir sie zusammen gebacken und sie hat mir das Rezept geschenkt….

Aber bei mehr als 30 Grad und Gewitter eine Buttercreme-Torte zu backen….und ich hab das auch schon seit mehr als 15 Jahren nicht mehr gemacht…da hatte ich so meine Zweifel, um nicht zu sagen: Angst. Einzig  – aus Zeitgründen – hab ich mir den Wiener-Boden beim Bäcker fertig gekauft…das hätte ich sonst überhaupt nicht alles geschafft…

Aber seht her:

Sie ist toll geworden und muss jetzt nur noch zum durchkühlen in den Kühlschrank… Morgen Nachmittag kann mein Freund sie anschneiden….. Hach ich bin echt stolz auf mich….immerhin backe ich nicht wirklich gerne…

Ich bin mir sehr bewusst, das diese Buttercreme-Torte nicht mal auf 1km an die Torte meiner Quasi-Schwiegermutter heran kommt, aber das muss sie auch nicht. Jeder Versuch würde mich nur frustrieren…ich hab ja nur zugesichert eine Torte zu backen und meine schmeckt mir persönlich viiieel besser…lach – sie ist cremig und zart und nicht ein kompaktes Stück Butter….

Also ich bin wirklich zufrieden.

Noch mal zu dem Rezept meiner Tante: ich hab mich als Teenager endlich mal wertgeschätzt gefühlt, weil meine Tante diese Torte EXTRA und nur für MICH gebacken hat…in den schwierigen Teenager-Jahren ohne Mutter, mit einem Vater der den Halt verlor und einer über-aktiven Schwester auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit und damit immer leicht am Abgrund…diese Torte in eine der wenigen positiven Erinnerungen an diese Zeit….

Es ist übrigens wie mit fast allen „Geheim-Rezepten“ der Familie…letztlich gibt es auch hier keine Geheimzutat die die Torte besonders macht, sondern einfach nur diese extra-Portion „für mich“.

Privilegien bei 32 Grad Hitze

32 Grad Sonnenschein….und ich hab es fast gar nicht gemerkt….

Wieder einmal genieße ich das Privileg Tiefgaragenplätze zu haben….

  • von der wohltemperierten Wohnung im Erdgeschoss über das Treppenhaus direkt in die Tiefgarage
  • mit dem Auto – am Morgen allerdings ohne Klimaanlage – in die Firma
  • In der Firma mit dem Auto direkt in die Tiefgarage
  • Über das Treppenhaus in mein Büro
  • Und in meinem Büro bin ich „Herrscher“ über Fenster, Außenjalousien und Klimaanlage

Mit anderen Worten: wenn ich nicht möchte, brauche ich mich nicht der Hitze auszusetzen.

Allerdings bin ich heute Mittag im Park spazieren gegangen und habe mir ein Eis von der Eisdiele gegönnt….man 1,20 EUR für eine Kugel die nicht einmal sonderlich groß ist. Das sind schon Preise…aber lecker war`s.

Ich kann mich noch gut erinnern (es ist gerade mal ein Jahr her) als mein Auto immer auf der Straße parkte und  sich bei solchem Wetter so aufheizte, das man das Lenkrad kaum anfassen konnte…und kaum war ich  Zuhause im 5. Stock (Treppe – es gab keinen Aufzug) angekommen…empfing mich meine stickige Wohnung mit Flachdach obendrüber und Sonne den ganzen Nachmittag auf den Fenstern im Schlafzimmer und Wohnzimmer….dazu KEINEN Balkon…

Jawohl ich hab es gut und ich bin mir dessen bewusst…und jawohl ich nehme es nicht als Selbstverständlichkeit und freue mich wie ein Schneekönig…ähmmm Sonnenkönig…lach

Dazu muss man aber auch sagen, das ich für diese „Annehmlichkeiten“ auch viel mehr bezahle, als für meine alte Wohnung…das sind immerhin mehr als 300 EUR pro Monat MEHR als vorher….die Mieten in den Ballungsgebieten sind ja schon happig…aber der „Speckgürtel“ rund um Frankfurt legt noch eine Schippe oben drauf.

Aus dem Leben eines Hobby-Gärtners….Anfänger eben

Ich hab mir selber ein kleines „Anzuchts-Gewächshaus“ gebastelt und  dort alle noch nicht eingepflanzten Sommer-Blumenzwiebeln in die Blumenerde gebracht…darüber eine Haube aus fester durchsichtiger Folie mit  einigen Luftlöchern…stabilisiert mit einigen Stäben, so dass die Haube nicht zusammenfällt….

Schon 2 Tage nach dem Einpflanzen zeigen sich die ersten kleinen Triebe…na okay – es ist ja auch ungewöhnlich warm. Ich denke noch ein paar Tage kann die Haube bleiben…dann kann ich die Sommerblumen auf verschiedene Töpfe aufteilen.

Mein Schatz hat inzwischen den Sicht-/Windschutz an der linken Seite des Balkons angebracht und auf der rechten Seite noch eine Rankhilfe, die ebenfalls als zusätzlicher Sichtschutz dienen kann. JETZT hat der Balkon endlich die Gemütlichkeit, die ich gerne erreichen wollte….

Als nächstes kommen noch zusätzliche zwei Bambusstauden. Im letzten Jahr hab ich eine ca. 1,20m hohe Bambusstaude getrennt … das hat sie mir übel genommen und beide Teile sind quasi tot. Aber auch die Haupt-Bambuspflanze sieht nicht so toll aus, wie ich es gerne hätte. Ich weiß nicht genau warum…aber endlich kommen die ersten neuen kleinen Triebe….

Meine Hortensien aus dem Vorjahr kann ich ebenfalls endgültig abschreiben….die sind leider nicht wieder angegangen…genau wie der Enzianstamm….Obwohl ich alle nach Anleitung überwintert habe, hat es nicht geklappt….Das ist schade, aber so ist nun mal das Leben.

Das Weidenkätzchen dagegen macht mir jeden Tag wieder viel Freude….nach einer tollen Blüte im April ist das Bäumchen über und über mit neuen Blättern bedeckt….und jeden Tag werden es mehr und die Triebe werden länger und länger…

Im Internet hab ich gelesen das man mit Hilfe eines Eimers und ein paar Saatkartoffeln tatsächlich selber Kartoffeln anbauen kann…sogar auf dem Balkon….hahaha das klingt so witzig das MUSS ich ausprobieren.

Sonntags-Ruhe in Deutschland

Ich sitze gerade umringt von 4 Eichhörnchen im Schlafanzug auf meinem Balkon und genieße die morgendliche Sonntags-Stille. Außer Vogelgezwitscher, den nagenden Geräuschen der Hörnchen und einem leisen klappern aus der Kirchenküche nebenan hört man gar nichts….doch: ab und an ein Auto auf der Straße.

Es ist diese friedliche Zeit die ich hier so genieße….ich hab bereits die Wäsche abgehängt und neue Wäsche aufgehängt, meine Blumen, Bäumchen und Gewürze überprüft und wo nötig etwas gezupft und gegossen….

Ich bin ein Genussmensch….ich liebe gutes Essen, guten Wein, schönes Wetter und auch warmen Regen. Ich liebe friedvolle Momente, frischen Filterkaffee und das Gefühl Zeit zu haben. ich liebe es draußen zu sein ohne rausgehen zu müssen….ich kann direkt nach dem Aufstehen einfach auf den Balkon gehen….barfuß – ungekämmt…lach…den Vögeln ist es egal ob ich hier gestylt sitze oder im Schlafanzug.

Das ist für viele vielleicht komisch das ich das erwähne….aber ich hab fast 10 Jahre lang überhaupt keinen Balkon gehabt…und davor hatte ich zwar Balkone – aber überhaupt keine Zeit oder Muße diese auch zu nutzen.

Der Kaffee ist fertig und ich warte nur darauf das mein Schatz wach wird…. er liegt nebenan im Schlafzimmer….damit war heute bereits um kurz vor 5 Uhr mein Schlaf vorbei (Schnarch-schnarch)…..Grummel…..aber es ist Sonntag und da ist es doch doof alleine wach zu werden….und es hat auch „nur“ eine Stunde gedauert bis ich wieder eingeschlafen bin….aufgestanden bin ich dann um 8 Uhr….

Achja….es ist 10 Uhr…und seit ein paar Minuten läuten hier die Glocken einer anderen Kirche in de Nähe….SonntagsRuhe in Deutschland