8. Urlaubstag Do. 22.06. – Besuch

Ich sitze geschützt unter 2 riesigen Kastanien-Bäumen in einem Wald….dabei ist Wald nicht mal richtig. Es ist ein „Arboretum“ ein riesiges Areal von Bäumen und Büschen aus allen Teilen der Erde…es ist eine Art Lernpark.

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Hier darf man Zufuss, mit dem Rad oder auf dem Pferd die Natur erkunden. Ich bin im Arboretum Eschborn….76ha groß (=180 Fußballfelder) und was gibt es Schöneres bei dieser Hitze draußen zu sein und doch die leichte Kühle der Bäume zu spüren.

Wie in den Tagen zuvor bin ich früh aufgestanden, habe ein paar Sachen gebügelt, mich um Blumen, Kraute und Gemüsepflanzen gekümmert….mein Frühstück genossen und bin dann mit dem Fahrrad  gestartet. Mein Ziel für heute lautet: Eschborn. Ganz locker. Es geht heute nicht um Geschwindigkeit und nicht um km….es geh um lockeres Fahren und viel Erholung. Alles andere wäre beiden avisierten 37 Grad auch mörderisch.

Nun  gerade während der Mittagshitze war ich auf dem Rückweg…und nach 27km war ich derartig platt…..war ich froh wieder zuhause zu sein. Ab unter die Dusche und dann auf die Couch… erst einmal erholen….

Mit meinem Vater hab ich auch noch telefoniert….wir werden ihm wohl in den nächsten Tagen besuchen….das zumindest war geplant…mal sehen….ach ja und kaum find es an zu gewittern, hab ich meinen Balkon abgespritzt…lach….nur mit Unterhose und einen T-Shirt hab ich mal wieder so richtig klar Schiff gemacht…mit dem Gartenschlauch….herrlich bei dem Gewitter kommt es auf etwas mehr Wasser nun auch nicht mehr an….

Heute Abend bin ich dann auch noch mit einer Bekannten verabredet. Unsere für Febr/März  getroffene Verabredung hatte ich ja bereits 2x abgesagt. Wenn wir uns heute nicht treffen, dann kommt es gar nicht mehr zustande.

Ja so ganz glücklich bin ich nicht…aber ich habe mich lange nicht mit Freunden getroffen….es wird also mal wieder Zeit. Ich habe mich in den letzten Monaten ja eher verkrochen. Eigentlich versuche nicht die Erwartungen anderer zu erfüllen, sondern meinen eigenen Bedürfnissen zu folgen, ….aber es wird mal wieder Zeit mein Sozialverhalten  zu verbessern, sonst werde ich noch ganz schrullig.

 

Ich liebe Essen

Seit ich mein Frühstück weniger süß gestalte und dazu unser Essen oft selber aus frischen Zutaten koche, hat sich mein Geschmack verändert. Fertiggerichte und stark verarbeitete Lebensmittel benutze ich fast gar nicht mehr…und auch mein Fleisch würze und paniere ich lieber selber.

Dadurch nehme ich weniger Zusatzstoffe zu mir, vor allem weniger Geschmacksverstärker  und  auch viel weniger Industriezucker in all seinen Formen.

Das hat aber Auswirkungen…mir wird inzwischen fast schlecht, wenn ich im Büro rieche das ein Kollege sein Essen in der Mikrowelle warm macht…und es dadurch vor und in meinem Büro derartig nach Glutamat riecht…. Mein Büro liegt direkt neben einer kleinen Küchennische ohne Fenster…Die Bürotür zu schließen macht keinen Sinn, der Geruch muss ja irgendwie auch wieder abziehen….und da ist mein Büro die einzige Möglichkeit.

Na klar esse ich immer noch sehr gerne Süßigkeiten und eine Tüte Haribo fällt mir auch schon mal zum Opfer…ABER insgesamt sind mein Gaumen  und meine Nase wesentlich sensibler geworden.

Ich schmecke Süßes wesentlich intensiver und so einiges ist mir inzwischen einfach ZU süß. z.B. fertige Joghurts und Puddings. Sogar Schokolade ist mir inzwischen um einiges zu süß und ich esse (aktuell) wesentlich weniger….was meine Figur natürlich auch super findet….lach

Nur bei Eis kann ich einfach nicht nein sagen….im Sommer liebe ich einfach Eis.

Insgesamt bin ich jedoch sehr zufrieden das wir so etwas wie eine „Gesunde Mischkost“ essen und das OHNE Vollkornreis und Vollkornnudeln oder so, das hab ich als für mich nicht schmackhaft ausgeschlossen…jaa ich hab es probiert – geht nicht. Essen muss einfach gut schmecken – ich muss mich nicht zwingen etwas zu Essen, das ich nicht mag…und ich muss mich auch nicht zwanghaft an vorgegebene Mengen halten… Insgesamt merke ich aber, das wir seit ca. 2 Jahren kleinere Mengen essen, also zu vor…wahrscheinlich doch das Alter.

Bei uns gibt es fast täglich frisches Gemüse und wenn Soße dann selbstgemachte z.B. Bechamel-Soße ….es gibt auch viel Fleisch…aber immer selbst gewürzt und wenn paniert, dann eben selber paniert….es gibt auch viel Nudeln, manchmal auch mit Käse-Sahnesoße und auch recht häufig Fisch.  Ich liebe Aufläufe mit Käse, Eintöpfe und  Suppen… alle Drei meistens mit allerlei Gemüse und Fleisch….und meistens ein Mix aus dem was der Kühlschrank noch so bietet…

Und bei Bratensoße nutze ich  lieber angeröstete Zwiebel, Lauch, Möhren und Sellerie und das angebratene Fleisch als Soßenfond….Angedickt mit Soßenbinder (weil ich den noch vorrätig habe) – immer öfter aber auch einfach mit einem Gemisch aus Mehl +Wasser, wie ich es sogar noch bei meiner Mutter gesehen habe.

Wir essen täglich Obst – vor allem Äpfel und Bananen…jetzt  frische Erdbeeren und alle anderen Beerensorten die man so bekommt…

Einig sind mein Schatz und ich uns auch darüber das diese Tiefkühlpizzen einfach nicht mehr auf unseren Speiseplan gehören…die machen nicht wirklich satt und glücklich machen die auch nicht….das „günstige“ Geld sparen wir lieber und essen eine Pizza in der Pizzeria oder ich mache sie eben selbst. Mein Gefrierschrank ist immer voll und hält auf jeden Fall einige Gefrierbehälter mit selbst gekochter Tomatensoße und vor allem Bolognesesoße bereit…

Und so essen wir eigentlich oft worauf wir gerade Lust haben….und wenn es etwas von Burger King oder KFC ist…ist das auch nicht schlimm…oder eine Currywurst…meistens sieht unser FastFood jedoch so aus: Thai-Wok oder Sushi…..

Essen ist zuerst einmal Leben und dann Genuss, aber auch Geselligkeit und Lebensfreude, manchmal ist Essen auch Trost – manchmal Versöhnung – immer sollte es aber zufrieden machen….und niemals ein schlechtes Gewissen.

7. Urlaubstag MI 21.06. – Eiskaffee

Kann ein Sommer schöner anfangen als bei knapp 30 Grad  gepaart mit nicht-verplantem Urlaub?

Obwohl wir erst nach 1 Uhr nachts vom Depeche Mode Konzert heim gekommen sind, klingelte der  Wecker bereits um 6:45 Uhr… mein Schatz muss ja arbeiten.

Ich bin also aufgestanden, hab Kaffee gekocht, meinen Schatz aus dem Bett geschmissen, hab mir ein paar Klamotten über geworfen und bin in meine Wohnung gegangen…

Dann hab ich „mal eben schnell“ noch ein paar Sachen gebügelt (bevor es wieder zu heiß wird) …bis knapp 11 Uhr hab ich dann den Vormittag locker vertrödelt und gerade als ich zum Einkaufen wollte klingelte mein Telefon….. HURRA – der Rolladen-Mensch kommt JETZT….

Na gut, es dauerte dann doch ein paar Minuten…aber dann kann ein ausgesprochen freundlicher  junger Mann und nach ca. 1 Std. konnte ich tatsächlich meinen Wäsche-Balkon wieder aufrecht betreten…lach…. Der elektrische Rolladen fuhr wieder komplett nach oben.

Dann also einkaufen….na gut – jetzt in der Mittagshitze, aber ich hab es ja nicht eilig….also  auf zu den Lieblings-Supermärkten, dann Tanken und nun …. nun ist es Nachmittag und ich sitze entspannt  in meiner Blumen-Oase…es ist hier noch komplett schattig und ein leichter Wind weht… seeehr angenehm.

Für den Rest des Tages habe ich keine weitere Aktivität geplant….ich lese gerade ein neues Buch von Marc Elsberg und ich habe leckeres Eis im Gefrierschrank…

Ein kleines Erfrischungsgetränk gefällig: 2 Kugeln Vanilleeis in ein hohes Glas,  mit gekühltem Bärenmarke-Eiskaffee auffüllen, etwas Kaffeelikör darüber (oder auch Schokosauce) und wer mag noch etwas Schlagsahne dazu. Serviert mit einem langen Strohhalm und einem langen Eislöffel…  aktuell mein Lieblings-Sommergetränk.

Frühstücks-Geschichten

Vor ein paar Jahren hab ich mal über mein „Buttermilch-Drama“ geschrieben (das war noch auf Blog.de)…

Auf jeden Fall bin ich Niemand der sich morgens Zeit für das Frühstück nimmt und schon gar nicht nehme ich mir die Zeit mir ein Frühstück vorzubereiten, um es mit zur Arbeit zu nehmen. Nun gut es gibt ja Alternativen.

Seit mein Bäcker um die Ecke in den Ruhestand ging, hab ich die Brötchen und Stückchen weg gelassen…es gab keine vernünftige Alternative zu diesem Familien-Bäcker.  Dann kam ich auf die tolle Idee mit der Frucht-Buttermilch. Die gibt es fertig zu kaufen und bedeutet keine Zubereitungszeit.

Also bin ich Dauerkunde in einem Laden der Fruchtbuttermilch von Milram verkauft – vorzugsweise Himbeere. Verpackungseinheit: 750g.
Davon habe ich jeden Tag eine zum Frühstück in der Firma getrunken. Kalorien und Fett-Angaben sagen auch, dass es gesund ist…also habe ich das bestimmt 2-3 Jahre  so macht. Ich mag das Zeug echt. Es macht satt und hält lange vor.

Dann hab ich im Fernsehen einen Bericht wegen überzuckerter Lebensmittel gesehen und aus reiner Neugierde hab ich auch auf meine Buttermilch geschaut. 11 Gramm Zucker auf 100g Buttermilch-Drink.
Das sind also bei 750g = 82g Zucker. Wow – das ist eine Menge. Empfohlen wird Frauen pro Tag nicht mehr als 50-60g Zucker zu sich zu nehmen.

Also hab ich erst mal mit mir gehadert…dann hab ich eben nichts mehr zum Frühstück gegessen…dann Buttermilch pur getrunken, dann Buttermilch mit Süßstoff….und  dann hab ich angefangen Milch mit gefrorenen Himbeeren mit dem Pürierstab zu mixen.

Vor ein paar Monaten hab ich mir dann endlich so einen Standmixer  (Neudeutsch: Smoothie-Maker) zugelegt – so einen mit 2 Mixbechern „to go“….also kein Umfüllen mehr notwendig.

Nach einigem rum experimentieren hab ich endlich  DAS  perfekte Rezept  für MICH entwickelt:

200g Joghurt, 1 Handvoll gefrorene Himbeeren oder gemischte rote Früchte  und/oder 1 Banane (wahlweise), 1 Päckchen Vanillinzucker, ca. 250ml Milch – pürieren – Deckel drauf – fertig zur Fahrt ins Büro. Durch die gefrorenen Früchte ist der gesamte Shake auch ziemlich kühl und frisch…

DAS dauert insgeamt nur ca. 2-3 Minuten – und das schaffe sogar ich  „Frau Ungeduld“ morgens vorzubereiten. Und damit bin ich jetzt schon seit ein paar Monaten sehr zufrieden….

Ach ja – und der gute Nebeneffekt: ich hab endlich keine Verdauungsprobleme mehr….lach….

6. Urlaubstag Di 20.06. – Depeche Mode

Heute werde ich ohne sportliche Aktivität den Tag verbringen. Erst einmal sollen es 34Grad werden und  Zweitens gehen wir heute Abend auf das Depeche Mode Konzert in der Commerzbank Arena….ohhhh ja, da da freue ich mich drauf.

Ich bin freudig überrascht, die Fahrradtour gestern hat mich nicht schlapp, müde oder überanstrengt gemacht…HURRA! Ich bin körperlich wieder so richtig fit. Das ist ein gutes Gefühl.

Ich muss heute noch auf die Post bei uns im Ort…und direkt neben der Post ist  das schöne Französisch anmutende Café, in dem ich schon ein paar Mal gefrühstückt habe….ich glauuube das wird gleich mein nächstes Ziel für heute hihihi…ooooch ja – warum nicht.

Also nächster Tagesordnungspunkt: Entspanntes Frühstücken im Café….ja – das krieg ich hin.

Der 1. Punkt des Tages war: Bügel schnell die Dinge die wichtig sind – bevor es zu heiß wird….HA – erledigt.

Ach ja: und ich habe sogar schon heute Morgen mit der Rolladen-Firma telefoniert, die melden sich morgen wieder bei mir – WEIL…. Heute ist bei denen Betriebsausflug – es sei Ihnen gegönnt…

…auch wenn ich mich dann heute mindestens noch 2x als Schlangenmensch betätigen muss…wenn ich nicht regelmässig meine Kräuter, Tomaten-Paprika- und Rübchen-Pflanzen gieße, dann gibt es bei dieser Hitze ganz schnell das große NICHTS….aber keine Ernte. Und es ist auch die Balkonseite mit den Anzuchtkästen….darin kommen schon die Triebe der Sommerblumen aus Blumenzwiebeln und  erste kleine Triebe aus den Samen…also quetsche ich mich durch den schmalen Spalt zwischen Boden und Rolladen.

5. Urlaubstag Mo 19.06. – Fahrradtour

Ich bin tatsächlich ziemlich locker um 7.00 Uhr aus dem Bett gekommen und hab mich bereits um kurz vor 9 Uhr auf mein Fahrrad geschwungen.

Gestern hatte ich kurzfristig beschlossen eine Fahrrad-Tour in Richtung Wetterau zu unternehmen… und so bin ich dann einfach aufgebrochen…auf meine bewährte Art – Ohne direkten  Plan und mit einem eventuellen Ziel (Bad Nauheim oder Friedberg)…

Nun mitten während der Fahrt aus dem Taunus raus, hat sich mein Plan gefestigt nicht erst nach FFM und dann an der Nidda entlang fahren, sondern von Schnöselhausen schräg an Frankfurt vorbei auf die Nidda zu treffen….in Bad Vilbel.

Meine Fahrt führte mich dann von Oberursel, Bad Homburg, durch kleinere Ortschaften wie Ober-Erlenbach und Niedererlenbach und ca. 30 km (29,78) und knapp 1Std. 40Min. später sitze ich tatsächlich in Bad Vilbel direkt an der Nidda in einem kleinen Restaurant  – unter freiem Himmel,, aber im Schatten…und esse Rührei mit Speck und Brot mit Butter…dazu einen frischen Minztee.

Die knappen 30km gingen für meine Beine und die Kondition locker und leicht…obwohl es an manchen Stellen schon etwas steiler bergauf ging…Einzig meine spitzen Knochen im Hintern merke ich ….aber noch geht es.

Nach der Pause hier werde ich gleich noch entscheiden in welche Richtung ich dem Fluss nun weiter folgen werde. Also entweder weiter in Richtung Friedberg (also weiter WEG von Zuhause) oder in Richtung Frankfurt.

Der Himmel ist wolkenlos blau, es geht ein leichter Wind bei ca. 25-28 Grad…es ist so ein schöner Sommertag und das Ganze hier könnte auch irgendwo am Bodensee oder in Frankreich sein. Urlaub zuhause  ist auch schön….

Man muss nur den vollen Wäschekorb und die nicht mehr funktionierende Aussenjalousie im Wohnzimmer einfach mal vergessen…lach…das ist zwar nicht so einfach….aber aktuell macht es mir fast gar nichts mehr aus. (Heute Morgen ging auf einmal  eine Jalousie nicht mehr hoch, d.h. ich  komme aktuell nicht mehr ohne Akrobatik auf meinen kleinen Balkon zum Wäsche-Abhängen und Blumen gießen…es bleiben noch ca. 50cm durch die ich mich auf allen Vieren kriechend durchzwängen kann….nun ja …gut das ich noch gelenkig bin. Meinen Vermieter hab ich gleich informiert.

Okay…also hab ich mich dann doch entschieden wieder in Richtung FFM zu fahren….an  Bonames und dem alten Flugplatz vorbei, am Eschersheimer Freibad  bis nach Praunheim…Dort hab ich die Nidda dann verlassen um in Richtung Eschborn  und dann weiter in den Taunus zu fahren.

Nach fast 49 Tageskilometer hab ich mich dann doch entschlossen mich die letzten 5-6km doch von der S-Bahn fahren zu lassen….aber immerhin war ich da schon im richtigen Tarifgebiet und die 2,60 EUR waren mir mein Hintern doch Wert von Eschborn bis nach Schnöselhausen.

Und was soll ich sagen, außer  Kopfschmerzen ging es mir super…war Duschen, später bin ich noch Einkaufen gefahren, habe eine Lasagne gemacht, meinen Kleiderschrank sortiert und sitze nun auf dem Balkon…. Nun werde ich müde und gehe gleich mal schlafen.

Anmerkung: mein Schatz hat heute Abend Besuch von seinem Stiefsohn (deshalb die Lasagne – der junge Mann hat einfach  immer Hunger)….und mein Schatz wollte heute MEINEN Balkon nutzen….sorry, aber heute hätte ich gerne  meine Ruhe hier…..ich kam mir zwar auch wie ein Verräter vor….aber er hat oben ja auch einen Balkon…der ist nur nicht so schön und so groß…..

4. Urlaubstag So 18.06. – Blöd gelaufen

Der Sonntag startete recht früh….allerdings hab ich gut geschlafen….und wie bereits vorher angekündigt, wollte ich mich heute bewegen…also hab ich bereits um 10 Uhr meinen Schatz darüber informiert das ich JETZT zum Sport fahre… nun gut…er wurde gerade erst wach und brauchte ein paar Minuten  um sich zu entscheiden….okay er wollte mit…aber nicht sofort.

Na egal es war fast Mittag und wir haben tatsächlich 1,5 Stunden im Fitness-Studio verbracht. Danach war ich zumindest sehr zufrieden. Der Rest des Tages war allerdings nicht so angenehm.

Erst einmal hatte ich  einen „Reste-Tag“ ausgerufen…also ich hab nichts gekocht, sondern wir haben die Reste der letzten Tage gegessen….blöd nur, das weder die restlichen Laugenbrötchen  und Aufback-Baguettes so richtig lecker waren…dann war ein Teil der Frischwurst, nun so gar nicht mehr frisch….Einzig die Spargelsuppe vom Vortag war lecker…und die beiden Bratwürstchen…aber es war insgesamt eher unbefriedigend.

Dann waren wir am späten Nachmittag eher faul und haben gedöst….allerdings waren wir mit einem Freund für  den Abend (bereits um 19 Uhr) verabredet…und obwohl wir Beide keine Lust hatten, haben wir uns doch getroffen….zum Rosen-und Lichterfest im Palmengarten.

In der Gewissheit dass es mit den Parkplätzen am Palmengarten zu Problemen kommen wird, hab ich mich für ein nahe gelegenes Wohngebiet entschieden und wir hatten Platz ohne Ende….wie übrigens überall rund um den Palmengarten. DAS war schon merkwürdig und wir waren nicht die Einzigen die verdutzt vor der geschlossenen Eingangstür standen. Das Lichterfest war schon vorbei, obwohl es bis 22 Uhr gehen sollte. Hmmm BLÖD.

Also sind wir mit dem Freund in ein Bistro-Restaurant gefahren, bei dem man gut draußen sitzen kann.

Für mich war es ein anstrengender Abend….die BEIDEN Männer zusammen können vielleicht einen Blödsinn labern…stacheln sich gegenseitig noch an und lachen sich auch noch schlapp dabei…. Ich habe beschlossen bei den nächsten Aktivitäten können die Beiden alleine gehen….bzw. wenn es ein Pärchen-Event ist, dann gehen wir alleine….das muss ich mir in dieser 3er-Konstellation nicht so oft antun.

3. Urlaubstag SA 17.06. – Reden

Es war schon später als 2 Uhr heute Nacht, als wir schlafen gingen…dem entsprechend bin ich auch tatsächlich erst nach 10 Uhr aufgestanden….

Heute hab ich mich einem Laugenbrötchen-Rezept gestellt, welches ich im Internet gefunden hatte….es klingt so einfach und leicht und so hab ich es dann ausprobiert…

…tja….was soll ich sagen: für den 1. Versuch gar nicht schlecht. Geschmacklich top…

Der Hefeteig war super aufgegangen….das Natronbad hat auch geklappt…. Aber dann hab ich beim Backen wohl nicht die richtige Höhe  als Einschub gewählt….also 3 der Brötchen sahen wirklich so aus, wie man Laugenbrötchen kennt…aber das mit dem Einritzen und aufgehen beim Backen hat nicht ganz geklappt. Die Brötchen waren etwas zu kompakt, es fehlte das gewollte Aufbrechen an der Sollbruchstelle…. Okay  – also ich hab noch ein paar Teiglinge zurück gehalten…das werde ich morgen noch einmal testen….aber LECKER sind sie.

Auch heute ist wieder ein ruhiger Tag  zuhause….Jetzt ist der Tag schon fast vorbei  und ich hab mich mit Backen und Kochen und Waschen und Bügeln beschäftigt….aber ich fühle mich entspannt und zufrieden. Nichts stresst und ich weiß, dass ich mich Morgen wieder mehr bewegen möchte….lach…aber Fahrrad fahre ich lieber erst wieder nächste Woche…meinen Hintern spüre ich immer noch.

Dafür haben wir nach dem Abendessen (frischer Spargel mit Schnitzel und Kartoffeln und geschmolzener Butter)  stundenlang mit einem Glas Wein auf dem Balkon gesessen bis es fast 23 Uhr war und haben uns einfach nur unterhalten.

Es ist schön, nach so vielen Jahren immer noch stundenlang miteinander reden zu können. Ein durchschnittliches Paar redet täglich ungefähr 102 Minuten miteinander…darin sind genauso die modernen Kommunikationswege (auch Whatsapp, SMS und) mit enthalten, wie die verbalen Abstimmungen einer Familie: wer, was, wann machen soll…wer holt die Kinder, wann gehen wir einkaufen, was gibt es zu essen. Und nach Unterhaltungen über Arbeit und Probleme bleiben noch ca. 10 Minuten pro Tag für die Beziehung.

Tja…sehr ernüchternd oder?

Mein Schatz und Ich reden sehr oft über Gott und die Welt…aber durch unsere sehr unterschiedlichen Ansichten haben wir dadurch auch oft Konfliktpotential… Ich bin eher liberal und mein Schatz naja…er ist oft sehr hart in der  Meinung und dann auch oft polemisch und dadurch sehr unfair. Aber wir reden auch über uns…und sind sehr körperlich….wir umarmen und knuddeln uns sehr oft….lach….auch das ist Reden…hier redet dann der Körper.

Erwachsen-werden in den 70er

Wir stellen bei unseren Unterhaltungen immer wieder fest, wieviel Glück wir hatten Ende der 60er geboren zu sein. Als Kinder in den 70ern hatten wir zwar komische Kleidung, dafür aber auch viele Freiheiten….unsere Eltern hatten einfach nicht dieses Helikopter-Verhalten, wie Eltern heute und wir konnten ohne Aufsicht in kleineren Wäldern, an Flüsschen und  auch in der Stadt herumtollen und das Leben entdecken. Meine Mutter hat uns bei schönem Wetter immer wieder aus der Wohnung gescheucht….geht spielen – draußen…wir musste nur bei Sonnenuntergang wieder zuhause sein….und sagen wohin wir gehen….aber sonst gab es keine weiteren Verbote. Ich weiß nicht ob es die Eltern nicht interessierte oder ob sie sich einfach keine weiteren Gedanken darüber machten…wahrscheinlich letzteres

….egal, ich weiß auch  nicht wie oft ich in die „Schledde“ gefallen bin und nass nach Hause kam…lach….das gab höchstens Ärger das wir der Mutter mehr Arbeit machten….aber sonst…

Als „Schledde“ bezeichnet man  in Westfalen Temporärgewässer, die nur zeitweise Wasser führen, mir erschien es als 7-8jährige als wilder Fluss mitten in einem Waldstück… ein herrlicher Ort zum Träumen und planschen…sehr oft bin ich sogar stundenlang ganz alleine durch Wald und Felder gestreift – meine Freiheit als Kind, bis wir dann weiter in die Innenstadt gezogen sind….dort war mein Lieblingsspielplatz eine Häuserruine die schon Jahre zuvor durch eine Gasexplosion entstand…natürlich war es verboten dort zu spielen….und hier hatte ich auch Angst alleine da rein zu gehen – bis heute habe ich Angst vor Gas.

….und in den 80ern dann erwachsen zu werden…hier gab es zwar noch schlimmere Modesünden, aber wir hatten auch viele Möglichkeiten, tolle Musik, aufkommende Technik….und man hatte auch mit „nur“  Hauptschulabschluss noch die Möglichkeit eine normale Ausbildung zu machen und mit Zusatzausbildung auch eine  Karriere….heute geht ohne Abitur und Studium kaum  noch etwas.  Die Chancengleichheit von Arbeiter- und Akademikerkindern war noch greifbar…heute ist das pure Illusion.

 

2. Urlaubstag Fr.16.06. – Freiheit

Welche echte Freiheiten haben wir heute eigentlich?

Ständig müssen wir Dinge erledigen, müssen dies tun, das tun. Wir müssen aufstehen, arbeiten, uns um Haushalt, Kinder und Mann kümmern, wir müssen einkaufen, kochen und waschen….

vieles ist aber auch Hausgemacht….privater Freizeitstress weil wir uns verabreden MÜSSEN, weil wir etwas versprochen haben…weil es die Freundschaft erwartet, na klar auch weil wir es wollten…aber muss es gerade jetzt sein?

Wie geil ist es also, einfach frei zu sein…einfach machen zu KÖNNEN – nicht zu müssen….und welche Abenteuer können wir heute noch erleben? Einen Ausflug an die Niagarafälle…eine Afrika-Safari oder der Besuch der ägyptischen Pyramiden? Wohl eher nicht, hier wird man sehr durch-organisiert und in Massenabfertigung an sein Urlaubszeil gebracht – das hat mit Abenteuer nur noch wenig zu tun ….. ich empfinde Freiheit und Abenteuer eher an einem Tag wie heute.

Ich bin früh am Vormittag mit dem Fahrrad gestartet und hatte ein ungefähres Ziel vor Augen….aber keinen Zeitdruck….also bin ich einfach darauf los gefahren….bin einfach mal hier entlang…dann da entlang …ach wie schön ist denn dieser Weg…also weiter dort entlang…lach…immer einfach in die Großrichtung die mein Ziel (Frankfurt)  beinhaltete. Das Wetter halbsonnig mit ca 20-22 Grad…..und einigem Wind….

Ohhhh wie toll sich das anfühlte….Wind und Wetter…..frei im Ziel, frei im Weg und Frei in der Zeiteinteilung….dazu Wege die ich nicht kannte und so wurden aus direkten 10km ganz schnell verschnörklte 25km ….herrlich.

Jetzt sitze ich in der Frankfurter Innenstadt in der BarCelona …hab lecker gegessen, trinke eine Weilschorle und genieße einfach das Leben…

Ja so  hab ich mir den Anfang meines Urlaubs vorgestellt. Ich brauche nichts aus der Stadt….einfach nur hier sitzen.

Schnell war auf dem Rückweg klar…nach mehr als 33km tut mir derartig mein Bobbes (Hintern) weh….das schaffe ich nie und nimmer mit dem Rad berauf bis in den Taunus…also der Rückweg ging mit der S-Bahn schnll und leicht.

Tja damit hatte ich nicht so ganz gerechnet….Kondition und Kraft hab ich durch deie regelmässigen Fitnessstudio-Besuche gut aufgebaut und auch noch einiges in Reserve gehabt…aber meine spitzen Hintern-Knochen drücken so in das Fleisch…ich konnte nicht mehr sitzen…das ist blöd….grummel…

Aber  in der nächsten Woche werde ich weiter meinen Bobbes abhärten…lach….Wenn das Wetter einigermaßen mitmacht.

Den Rest des Tages hab ich dann erst einmal auf der Couch und dem Balkon verbracht….am Abend sind wir noch zum IKEA gefahren…Nein, wir brauchten NICHTS …nun gut dieses Nichts machte dann hinterer 67,78 EUR aus..Eines der „Naturgesetze“ lautet: Bei Ikea kann man fast nicht ohne etwas zu kaufen wieder raus gehen…