Wo bleibt meine Zeit?

Ich weiß nicht wieso, aber im Moment fehlt mir einfach die Zeit, um im Ruhe zu schreiben.

Dabei mache ich nichts anders als sonst….ich arbeite, gehe zum Sport, mach den Haushalt und verbringe Zeit mit meinem Freund…und doch bin ich meistens einfach nur beschäftigt und den Rest der Zeit müde.

Der Job macht gerade mal wieder viel Arbeit und wenig Spaß…und das kommt in immer kürzeren Abständen… manchmal überleg ich tatsächlich, ob es nicht besser wäre mich mal auf dem Markt umzuschauen.  Aber das ist eigentlich ein schlechter Zeitpunkt, weil mein Schatz ja „prekär beschäftigt“ ist, wie es heute so modern heißt.

Mein eigenes Sicherheitsbedürfnis ist so groß, das ich nicht darauf verzichten kann einen gut bezahlten und mit einigen Privilegien ausgestatteten Job aufzugeben um mich zu verändern. Denn jede Veränderung bedeutet wieder eine Unsicherheit für mindestens 6 Monate Probezeit…und woanders ist es wahrscheinlich auch nicht besser.

Ich bin nur immer wieder erstaunt und verärgert das sich andere Kollegen und Abteilungen einfach über die Belange der anderen Kollegen hinweg setzen. Unsere zentrale übergeordnete Abteilung für Finanzen erklärt mir doch tatsächlich das sie unsere Bankdateien EXTRA einen ganzen Tag ZURÜCKHALTEN…weil eine der Damen dort oben keine Lust hat, sich zweimal am Tag mit dem sogenannten Cashpooling zu beschäftigen.

Ich bin sprachlos. Wir sind ein Konzern, mit moderner und modernster Technik, dazu engagiert und schnell und trotzdem wird eine Bankdatei die bereits um  9 Uhr morgens fertig ist, wird tatsächlich erst einen ganzen Tag später ausgeführt. Dabei würde die Bank diese Datei sogar bis 14.30 Uhr entgegennehmen um sie taggleich auszuführen.

Was mich dabei am Meisten ärgert ist, es interessiert niemanden. Ja – dann ist das so….und weiter geht es….bei meiner Chefin hab ich mir bereits Luft gemacht – aber es bringt nichts….Das Einzige was ich jetzt daraus mitnehme ist, an einem Mittwoch müssen wir uns ab jetzt nicht mehr hetzen….es ist egal WANN wir die Dateien fertig haben….die werden sowieso erst am nächsten Tag ausgeführt.

Ich zerreibe mich  in solchen Geschichten….und ich fühle mich hinterher kraftlos. Ich verplempere zu viel meiner eigenen Kraft…und am Ende des Tages, nach aktuell 9-10 Stunden  bleibt nichts mehr übrig.

Fröhliches Osterfest

Nach dem Tag der Stille, gilt der Rest des Osterfestes als ein fröhliches Fest. Ein Fest zum Freuen und Lachen…Tage um ausgelassen zu sein und mit der Familie zu feiern.

Denn nach dem Tod Jesu, folgt nun die Auferstehung, eine Zeit der Freude beginnt…ein christliches Symbol das uns sagt, durch den Tod Jesu wurde die Sünde vo der Welt genommen und die Christen werden gerettet…50 Tage bis Pfingsten und die Christenheit soll fröhlich sein.

Nun ist Ostern auch gleichzeitig das Fest des Frühlings…auch eine Art von Auferstehung…das Leben auf der Erde erwacht erneut in jedem Frühjahr….überall grünt und blüht es und im Wald sieht man endlich wieder das zarte Lindgrün an den Bäumen.

und ist damit auch ein Startzeichen alle Blumen- und Gartenmärkte aufzusuchen… obwohl es heute regnet ist es VOLL….nicht nur die Menschen drängen sich dicht an dicht…auch mein Einkaufswagen ist voll mit schönen Blumen…..

FROHE Ostern.

 

Tag der Stille?

Endlich sind die Osterfeiertage da….das bedeutet in erster Linie: ich muss nicht arbeiten…sehr schön

Ostern als wichtigstes Fest im Christentum ist mit Karfreitag zudem ein Tag der Trauer und inneren Einkehr…also eigentlich. Ich habe noch gelernt, dass es kein Kirchenglocken-Geläut an dem Tag gibt, das öffentliches Musikmachen und Tanzen verboten sind. Restaurants  und auch Bäckereien haben geschlossen. Es ist ein Tag der Stille….der Tag an dem Jesus am Kreuz gestorben ist.

Am Grün-Donnerstag  haben die Geschäfte bereits um 20 Uhr geschlossen. Und in einem großen Kaufhaus musste eine Dame an der Info den Kollegen fragen WARUM das eigentlich so ist:

Also die kirchliche Antwort wäre: Weil am Gründonnerstag mit der „Vesper“ dem letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern vor der Kreuzigung gedacht wird.

Die Antwort des Verkäufers: Weil das hessische LadenöffnungsGesetz es so vorschreibt.

Ja, so kann man es auch sagen.

Aber insgesamt sehen es auch viele andere Bereiche nicht mehr so ernst. Das italienische Restaurant hatte geöffnet und  auch die evangelische Kirche zumindest scheint das selber nicht mehr so ernst zu nehmen, den ganzen Donnerstagabend bis spät in die Nacht und den halben Freitag konnte man Orgelmusik aus der Kirche hören….bei geöffneten Fenstern und Türen….

Soviel zum Tag der Stille.

Warum neue Sportkleidung?

Beim Sport hab ich mich schon länger nicht mehr so wohl gefühlt….was hauptsächlich an meinen Outfits lag.

Schon seit Jahren trage ich beim Fitness-Training kurze Hosen und Spaghettiträger-Tops… seit einiger Zeit noch darüber  noch ein kurzes T-Shirt.

Mit den zusätzlichen Kilos sah mein Spiegelbild jedoch unvorteilhaft aus….die Proportionen meines Körpers passetn nicht mehr zu der Kleidung. Die Kleidung ist noch immer dieselbe…mein Körper aber nicht.

Dazu das grelle Licht auf meine blanken Oberschenkel. Die auf die ich immer so stolz war. ich habe durch jahreslanges Tanzen und Fahrradfahren sehr muskulöse Oberschenkel….aber jetzt ist darüber eine leichte Schicht – die dort nicht hin gehört…. und gnadenlos werden auch kleinste Dellen angestrahlt und verstärkt. Durch mein kritisches Bild auf mich selbst, potenzierte sich das negative Bild  vor meinem inneren Auge  und ich hab mich entschlossen…DAS muss sich ändern.

Also die Kleidung…Also hab ich  mich Mittwochnachmittag durch ca. 20  Sporthosen gequält und relativ zügig sogar 2 verschiedene ½-lange Hosen gefunden, eng anliegend – aber nicht zu eng…dazu 2  Sport-Shirts.

Vorgestern gekauft, gestern gewaschen und heute gleich im Fitness-Studio angezogen….Jaaaa so fühle ich mich wesentlich besser. Nun stimmt die Silhouette wieder. Die Hosen gehen über die Oberschenkel bis zum Knie, die Shirts sind etwas länger als bisher , dafür nicht mehr ganz so überweit…..das streckt den Körper und ich wirke in meinen eigenen Augen nicht mehr unförmig.

Es hat sich mal wieder bewahrheitet: Kleidung muss passen…und nicht immer bedeutet weite Kleidung das man die Pfunde kaschiert….wenn die Kleidung an den falschen Stellen zu weit ist, dann wirkt man insgesamt dick…obwohl man das gar nicht ist. Das richtige Verhältnis von Länge und Weite ist wichtig.

1.Versuch mit Silikon-Backförmchen

Vor ein paar Tagen habe ich mir eine Silikon-Backform  für 6er-Mini-Gugelhupf  für kleines Geld gekauft.

Bisher war ich nicht überzeugt das Backformen aus Silikon eine gute Idee sind…aber  heute hab ich es einfach mal ausprobiert und lustigerweise auch gleich ein Rezept für genau diese  6er Backform gefunden.

Die kleinen Marmorkuchen in der Gugelhupf-Form sind auch klasse geworden….mit geschmolzener Schokolade leicht überzogen und mit Mandelkrokant und Puderzucker bestreut sehen die auch niedlich aus.

WOW…..so einfach der Teig, so einfach aus den Mini-Förmchen zu holen und dazu noch so schnell gebacken und sooooo lecker!!! Besser geht es nicht. Und mal unter uns….für einen 2-Personenhaushalt reichen so 6 kleine Kuchen aus….es muss ja nicht immer so viel sein.

 

depressive Verstimmung

In den letzten zwei Wochen hab ich mich bewusst gegen das Bloggen entschieden.

Nachdem ich nun endlich auch vor mir selber eingestehen konnte, das mein extremes Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein, zusammen mit meinem immer schlechter werdenden Sozialverhalten und auch der Rückzug meinem Freund gegenüber, mehr waren als nur die Auswüchse meiner Wechseljahre, hab ich bewusst eine Kehrtwende eingelegt.

Ich leide schon seit Jahren im Winter unter dem Lichtmangel, aber in diesem Jahr  hab ich zum ersten Mal realisiert, das hier ist eine länger anhaltende depressive Verstimmung…und ganz ehrlich,  mit dieser Erkenntnis war ich einerseits erschrocken und andererseits erleichtert, das nun zu erkennen.

Nur was ich realisiere, kann ich auch ändern…..und seit der Erkenntnis geht es wieder aufwärts….mein Sozialverhalten ist wesentlich besser geworden, mit meinem Schatz ist auch endlich mal wieder so etwas wie Friede eingekehrt…die Sonne scheint, ich kann wieder raus und bin endlich wieder in der Lage Dinge anzugehen.

Ich kann endlich wieder lachen, auch mal albern und ausgelassen sein….ich bin wieder emphatisch und kann mich an den Dingen erfreuen. Erst jetzt wo das wieder da ist, bemerke ich das diese Dinge vorher nicht mehr dagewesen sind… das ist gruselig – weil ich es nicht bemerkt habe.

Also ich habe schon bemerkt das ich immer wieder „schlecht drauf“ war ….aber ich habe das Ausmaß nicht realisiert….

Jetzt bin ich erleichtert und in den letzten 14 Tagen  habe ich viel getan um aus meinem Schneckenhaus heraus zu kommen….verbringe wieder mehr Zeit mit meinem Schatz, wir waren letzte Woche mehr als 2 Stunden im Wald….und so langsam macht die Arbeit auch wieder Spaß.

Puhhh….Glück gehabt   – ich hoffe das „Gespenst Winterdepression“ kommt so schnell nicht wieder….

wichtige Entscheidung: Unterwäsche

Ich bemerke immer wieder wie wichtig es wird die richtige Unterwäsche zu tragen wenn man älter wird….jaaa sorry, ist aber so.

Mit zunehmendem Alter (fast 49) und mit Zunahme des Gewichts in der Körpermitte (Kleidergröße 38-40) stelle ich fest, wieviel Einfluss die richtige oder falsche Unterwäsche auf die Wirkung der Kleidung hat.

Wenn man so richtig schlank oder gar dürr  um Hüfte, Bauch und Taille ist, dann braucht man sich keine Gedanken um die richtige „Bux“ zu machen…egal ob String, Hipster, Panty, Jazzpants oder Taillenslip…das Teil sitzt immer auf der Haut und sieht gut aus…..

Wenn allerdings auf der Hüfte etwas Speck liegt und auch der Bauch anfängt sich zu wölben, haben diese Dinger die Neigung sich etwas einzudrücken…und Plöööp  schon sieht man die Speckröllchen und die Silhouette sieht wellig aus….und jetzt kommt erst noch die Oberkleidung drüber…und dann sieht man oft die Mädels und Frauen wo man denkt: das sieht aber unvorteilhaft aus.

Leicht versucht ist man dann,sich mit Shapewear zu helfen. Da gibt es aber nur ganz wenige Teile die sinnvoll sind… Ich hab selber – noch zu meinen sportlich aktiven Zeiten –  mit Shapewar-Hosen versucht meinen  Bauch  und Hüfte optimaler zu präsentieren – vergiss es Lach.

DAS funktioniert aber NUR mit solchen Hosen – wenn man statisch steht, sobald man sich bewegt (und beim Tanzen muss man sich bewegen) dann rutscht leider diese hochgezogene steife miederartige Hose etwas runter und was passiert dann? Na wenn diese Shapehose runter rutscht, rutscht der Speck oben raus….und PLÖÖÖÖÖÖP  schon sieht man auch durch das schönste Kleid eine zusätzliche Wulst, die normalerweise dort nicht hingehört. Ich hab noch Bilder auf denen ich strahle…aber im nach hinein bin ich peinlich berührt…SOOO hatte ich es mir nicht vorgestellt. Hätte ich eine normale Hose drunter gezogen, dann hätte ich evtl. etwas runter gewirkt, aber eben nicht so wellig.

Also stehe ich jetzt jeden Tag vor meiner Schublade und überlege WAS will ich eigentlich anziehen…und versuche dann eine entsprechende Bux herauszusuchen…aber es wird immer schwieriger….es gibt kaum Hosen OHNE Gummizug…Und selbst wenn die Bux gut gewählt ist, dann kommt noch die Strumpfhose…auch hier unzählige Möglichkeiten wie es sitzten kann,  aber meistens gehen die bis hoch in die Taille und schneiden dort ein…..wenn die Bux also unter dem Bauch endet, die Strumpfhosen aber noch die Taille umschließt, dann KANN kein Kleid gut an mir aussehen….denn es erscheint ein Streifen der an den Todesstreifen der zwei Deutschen Staaten erinnert: Jedes Hindernis ist deutlich sichtbar und betont den dazwischen liegenden Streifen.

Für mich gibt es übrigens nur ein Shapeware-Kleidungsstück das seinen Dienst optimal tut und das sind diese Shape-Unterkleider die den Busen aussparen. Durch die Träger des Unterkleides kann nichts runterrutschen….allerdings schnüren einem diese Dinger auch echt ein….das  ist nichts für warme Sommertage….

Ich versuche seit Jahren diesem Muffintop-Effekt zu vermeiden in dem ich keine hüfttiefen Hosen oder Röcke mehr trage…und wenn die Teile doch etwas tiefer sitzen ,dann darf der Bund nicht zu eng sein….möglichst mit lockerem Gummizug – am Besten ganz ohne. Früher hab ich immer gedacht warum tragen ältere Frauen immer diese Gummizugteile – NUN weiß ich es…gut das es diese heute auch in schön gibt.

DAS macht die Auswahl von Hosen und Röcken aber auch etwas schwieriger…denn kaufe ich kurze Röcke oder Hosen diese rutschen bis in die Taille hoch, dann wird aus dem kurzen Rock sehr schnell ein absoluter Minirock….hmmm auch nicht gut.

Eine Methode für die modernen langen Sommerröcke:  ich kaufe ¾ lange schulterfreie Kleider mit gesmoktem Bereich über dem Busen. Diese Kleider kann man wunderbar als langen Rock tragen OHNE das Taille und Hüfte eingequetscht werden.

Fazit: toll auszusehen ist immer möglich….aber es bedarf viel mehr strategischer Vorbereitung bis aus „gut gedacht“ auch “gut gemacht“ wird.

Aber ich sehe nicht ein vor meiner Figur oder der Kleidung zu kapitulieren  und Nein, es ist mir nicht egal  wie ich aussehe….Ich möchte mich in meiner Kleidung  wohl fühlen und dazu zählt das Tragegefühl und die Optik gleichermaßen.

leicht philosophische Gedanken zum Wochenende

Innere Stärke zu besitzen  ist ein Glücksfall, macht aber nicht automatisch glücklich.

Die Stärke allen Widrigkeiten des Lebens begegnen zu können…damit umzugehen und zu „überleben“ ist eine Gabe. Schön wer diese Stärke besitzt. Es bedeutet in erster Linie das Leben wie es einem widerfährt anzunehmen….und dann  stoisch dafür zu sorgen, das daraus etwas Gutes wird….

Ich nehme das Wort „stoisch“ weil es für mich bedeutet,  es nicht zu hinterfragen WARUM etwas passiert,  sondern  zu begreifen DAS etwas passiert und ich die Chance habe durch meine Stärke diese Situation zu überwinden und im Besten Fall es in etwas Positives zu verwandeln.

„Nur wer scheitert  kann, kann auch siegen“ hab ich mal gelesen (sorry wenn ich nicht sagen kann wo und von wem das stammt).

Die Kraft zu haben aus dem Scheitern heraus sich wieder neu zu erheben…seinem Leben eine neue Richtung zu geben ist toll und es fühlt sich gut an. Aber es macht uns nicht automatisch zu glücklicheren Menschen.

Zuerst ist die erleichternde Erkenntnis: Ich hab die Situation gemeistert, ich hab überlebt, ich hab es verändert und es geht mir gut…..Aber meistens hinterlässt so ein stark sein auch Spuren auf der Seele.

Zum Tode von Christine Kaufmann haben wir eine Dokumentation gesehen und es war offensichtlich das sie viel Kraft hatte ihr Leben immer wieder neue Richtungen zu geben, sie hat es geschafft…aber sie wirkte  trotzdem davon  gezeichnet das das Verhältnis zu ihren Kindern nicht unbelastet ist und sie trotz aller Erfolge auch das Gefühl hatte ein Getriebene zu sein, erfolgreich sein zu müssen.

Ich glaube der wirkliche Erfolg ist nicht nur innere Stärke zu besitzen und sein Leben positiv zu verändern, sondern dieses veränderte Leben als schön und angenehm zu empfinden.  Was nutzt es mir zu sagen ich hab überlebt, heute geht es mir gut…aber letztlich kann ich es nicht geniessen weil wegen….

Das Glück liegt wie immer eher im Kleinen….

Charakterfehler?

Ich werde mal eine schrullige Alte…lach. An diesem Image arbeite ich gerade sehr erfolgreich.

Freitagmorgen um 7.15 Uhr bin ich gerade im Büro angekommen, etwas später als geplant …die Jacke hab ich ausgezogen und war gerade dabei meine Buttermilch aus dem Kühlschrank zu nehmen, da erblickt mich  eine sehr redefreudige Abteilungsleiterin und stürzt auf mich zu: Aktuell können kein Mails versendet werden, ob es mir auch so geht…

Ich versuche höflich diesen verbalen Überfall zu erwidern und sage, das ich gerade erst angekommen bin, mein PC fährt noch hoch und ich werde sie informieren.

Also mir geht es so, dass ich morgens zwar einen sehr wachen Verstand habe, aber ich HASSE es so früh am Morgen reden zu müssen. Berufliches geht dabei noch – da antworte ich kurz und zügig, aber Small-Talk ertrage ich nicht….und kann mich kaum zusammen nehmen.

Bereits mit dem nächsten Satz drängt sie mich genau in so eine überflüssige Smalltalk-  Unterhaltung die nichts mit dem Job zu tun hat…und ich reagiere genervt …aber sie hört nicht auf zu reden und das mit einem meiner  Themen welches sie überhaupt nichts angeht (keine Ahnung wie sie darauf kommt ….oder woher sie die Information hatte)…meine schroffe Antwort hindert sie aber nicht daran weiter auf mich einzureden. Ich gebe ihr eine kurze scharf formulierte Antwort und gehe weg….zittere vor Wut.

Wir arbeiten seit 10 Jahren zusammen und ihr Mitteilungsbedürfnis und ihe weibliche Neugierde sind bekanntermaßen enorm ausgeprägt. Jeden Morgen sucht sie sich ein „Opfer“ unter ihren Mitarbeitern und den Kollegen die schon früh im Büro sind….und auch im Laufe des Tages ist ihr Redebedarf unglaublich groß. Kein Wunder das sie sooo viele Überstunden macht…irgendwie muss sie die Zeit ja wieder reinholen die sie mit Reden beschäftigt ist.

Es ist allgemein bekannt das ich am frühen Morgen NICHT zu den kommunikativen Menschen gehöre und trotzdem textet sie mich zu.  Ich ärgere mich doppelt. Einmal das ich mich nicht habe beherrschen können und etwas zu ruppig und schroff reagiert habe…und andererseits das sie mich in diese Situation gebracht hat….

Durch unser Prinzip der offenen Bürotüren bekomme ich tagtäglich mit wie morgens überall ungeniert und sehr lange geschnattert und geredet wird ….über was die alles reden….und bin heilfroh nicht beteiligt zu sein.

Haben die alle nichts zu tun? Wie machen die das bloß? Allein der Gedanke in den ersten 2 Stunden im Büro mit den Kollegen über meine oder deren private Dinge reden zu müssen  ist mir ein Greul…deshalb liebe ich eigentlich die Zeit von 7.00-8.30 Uhr  bis meine Mitarbeiterinnen kommen und ich arbeiten kann, ohne reden zu müssen.

Auch ich rede gerne, auch mal lange und viel und ohne Punkt und Komma….aber eher ab mittags oder am Nachmittag. Was mir auffällt: je älter ich werde umso schwerer fällt es mir das Verhalten anderer hinzunehmen und es über mich ergehen zu lassen.

Ist das nun ein Charakterfehler oder einfach meine Art von Unhöflichkeit?  Ist es ein Teil meiner Persönlichkeit? Ja – das glaub ich …es ist meine Persönlichkeit…aber immer habe ich im nach hinein ein schlechtes Gewissen weil ich meinen Ärger gezeigt und ruppig reagiert habe….hmmm also doch ein Charakterfehler…..

Auf jeden Fall fühle ich mich danach noch Tage unwohl….auch wenn ich später zu der Kollegin gegangen bin und mich für meine schroffe Antwort entschuldigt habe. Habe versucht es ihr noch einmal zu erklären….sie war trotzdem sauer auf mich.

Ich hoffe sie lässt mich jetzt wieder etwas mehr in Ruhe.

Probleme und Lösungsstrategien

Die beiden Arbeitstage in dieser Woche waren anstrengend…ich bin emotional nicht so entspannt und weiß eigentlich gar nicht richtig warum. Nach fast 2 Wochen krank/Urlaub hab ich gedacht, das es mir wesentlich besser geht.

Aktuell hab ich auch keine Hitzewallungen….trotzdem bin ich unentspannt…nicht nur das ich schnell müde werde, ich bin auch sehr leicht genervt.

Wenn doch nur alle mal ihre Arbeit machen würden….ich bin umzingelt von Kollegen die bei Problemen gleich zu mir kommen und einen großen Teil verbringe ich damit ihnen zu erklären, dass es nicht mein Job ist ihre Probleme zu lösen und ihnen dann doch Vorschläge mache, wie ich es machen würde. Dazu kommen dann noch die Probleme meiner Mitarbeiter denen ich versuche beizubringen, wie man an die Lösung von Problemen herangeht….und die es dann doch nicht schaffen….Selbst wenn sie die 1. Hürde nehmen, bleiben sie bei den weiteren Schritten hängen…und dann muss ich es doch machen…weil wir einfach keine Zeit mehr haben auf ihre Lösungen zu warten.

Zugegebenermaßen mache ich mir gerade keine Freunde….aber das ist auch nicht mein Ziel…Ich hatte mal eine Kollegin der hatte ich verboten mich bei jedem Problem sofort anzusprechen…zuerst sollte sie 5-15 Minuten selber überlegen wie man es lösen kann….lach….ein guter Plan, der aber auch nicht gefruchtet hat. Sie saß neben mir und bei jeder  Kleinigkeit hat sie mich sofort ohne nachzudenken gefragt.

Ich bin doch erstaunt wie wenig Lösungsstrategien manche Menschen besitzen….Es gibt ein Problem: also mache ich den Mund auf und frage sofort…ohne mir selber mal Gedanken zu machen.. Ich dachte ich kann das ändern. Also quasi Hilfe zur Selbsthilfe….lach…weit gefehlt.

Also hab ich in den zwei Tagen so einige „Feuerwehr-Einsätze“  erledigt…das kostet meine Zeit…

Für meinen neuen Teamleiter-Kollegen (Controlling) sollte ICH Daten auswerten….die er als Controller eigentlich machen sollte…er wusste wohl nicht wie …. Und hat mich gefragt ob ich ihm die Daten zur Verfügung stellen kann… Dazu bin ich aber nicht gekommen…..und am späten Nachmittag hab ich eine weitere Mail bekommen, das er es doch geschafft hat.

PRIMA – da hab ich mal nicht sofort reagiert und prompt brauchte ich es nicht mehr zu machen…das muss ich mir merken. Andererseits hätte ich mich auch schwer gewundert….jemand der Vorgesetzter-Controller sein will (und der einen Batzen mehr Geld verdient als ich) der muss doch in der Lage sein selber nach Lösungen zu suchen…na ein Glück.