To Do-Liste

Schon kurz nach meinem Einzug in diese Wohnung hab ich eine dieser modernen Seiten-Auszugsmarkisen gekauft, in dem Glauben, das passt sicher gut auf den großen Balkon als Sichtschutz.

Erst nach dem Kauf hab ich so richtig realisiert, das dafür die Hauswand und der Betonsockel angebohrt werden müssen, um die Markise anzubringen. Dafür hätte ich wahrscheinlich sogar die Genehmigung meiner Vermieter gebraucht. Also lag das teure Teil jetzt einfach nur unter dem Bett. Unbenutzt. Schwer. Original-verpackt und absolut überflüssig.

Also hat mein Schatz das Teil für mich über Ebay verkauft. Viel wichtiger als das Geld (was natürlich auch gut ist)  war aber die Tatsache das dieses Teil endlich verschwindet. Es hat unter dem Bett zwar nicht sooo viel Platz weg genommen, aber immer wenn ich es gesehen habe war klar – ich muss etwas damit tun. Dieses „to do“ hat mich immer herausgefordert und nun ist auch das erledigt. Gerade wurde es abgeholt.

Diese Dinge wie „das muss ich irgendwann auch einmal erledigen“ oder „ja das wollte ich schon längst mal gemacht haben“ kosten einem ein Stück Unbeschwertheit. Immer ist da noch etwas, was getan werden sollte. Aber es eilt nicht, also schiebt man und schiebt und so kommt eines zum anderen und dann werden diese Schiebe-Arbeiten immer mehr.

Lach…soooo nun hab ich ein paar Euro mehr in der Tasche, wieder Platz unter dem Bett und ein Stück Zufriedenheit in mir. Eine Aufgabe ist erledigt. Was kommt als nächstes? Steuererklärung – ach Du Schreck….naja…also JETZT geh ich erst einmal Lebensmittel einkaufen…das mit der Steuererklärung mache ich dann später…also Morgen….evtl.

Ein Abend in der Stadt

Bei 28 Grad in einer überfüllten S-Bahn zu sitzen, macht wahrscheinlich Niemandem wirklich Spaß….aber ich war wieder kurz davor panisch zu werden….vor allem als mir die Hintern anderer Menschen fast in Gesichtshöhe entgegengestreckt wurden oder ich von Handtaschen und Rücksäcken attackiert wurde. So richtig schmerzhaft war nur ein großer Plastiksack mit hartem Inhalt, der mir gegen das Schienbein gedonnert wurde….

Na egal, immerhin konnte ich mit der S-Bahn direkt bis zum Südbahnhof fahren ohne umzusteigen… Wie immer wenn wir uns mit meinem Ex-Tanzpartner und unserer Ex-Trainerin treffen findet das im Schreiber-Heyne statt. Der Laden gehörte mal zu den absolut genialen entspannten Locations in Frankfurt, wo vor allem Frankfurter  hin gehen und nicht so viele Touristen. Hier ging es immer frankfurterisch rustikal und entspannt zu….

Doch nicht nur der Inhaber und die Köche haben gewechselt, sondern vor allem auch die Theken-Mannschaft und die war heute echt unterirdisch.

Als wir nach der Rechnung fragten, kam die Frage: “Alles zusammen“. Mehrstimmige Antwort „NEIN“. Nun trotzdem kam die Rechnung auf einem Bon und wurde uns quasi wortlos auf den Tisch gelegt…so nach dem Motto: dann rechnet selber….wir waren etwas empört…und irgendwann kam die Bedienung wieder und versuchte mittels eines Handy-Taschenrechners die Positionen zusammen zu rechnen !!!!!!!!

Also das hab ich noch nie erlebt….anstatt jetzt auf einem Zettel die einzelnen Beträge pro Person zusammen zu schreiben und DANN zu rechnen, hat er mal eben ein paar Zahlen eingetippt…jeder weiß wie schnell man sich auf so einem Taschenrechner vertippen kann….und es kam, wie es kommen musste, am Ende stimmte es nicht….

Mein Schatz brachte es auf den Punkt: früher hat man sich als Bedienung geschämt, wenn man die Preise nicht im Kopf ausrechnen konnte, sondern Zettel und Stift dazu benötigte….Doch in Zeiten von Sammelrechnungen hatte sich das echt bewehrt….aber heute braucht man das alles nicht mehr – Hauptsache der Taschenrechner vom Handy lässt einen nicht im Stich. Manchmal war es früher doch schöner….

Die Bedienung war langsam echt angefressen…und wir auch….man konnte ja nicht nachvollziehen, was er da gerechnet hat…. Wir waren mit 4 Leuten dort und jeder hatte unterschiedlich viele  und unterschiedliche Getränke und unterschiedliche Essen.

Da auch die Aufmerksamkeit der Bedienung stark geschwächt war und ihm so der eine oder andere Umsatz schlichtweg  wegen Unaufmerksamkeit entgangen ist, fiel das Trinkgeld auch entsprechend klein aus… Ja schade für den Laden und die Bedienung.  Ich hoffe das war nur eine Momentaufnahme und wird kein Dauerzustand.

Sicherheit?

Da ich aktuell wenig Lust auf Außerhaus-Aktivitäten habe, beschäftige ich mich gerade mal mit Computer-Sicherheit und Online-Banking.

Einen wirklich tollen  Ratschlag hab ich vorhin bekommen: Überweisungslimit.

Für jedes Online-Banking-Konto kann man ein Limit setzen und das für Inlands- und Auslandsüberweisungen getrennt. Das ist genial.  Ich kaufe  i.d.R. NICHTS über das Ausland und so hab ich das Überweisungs-Limit für Auslandsüberweisungen auf  0,01 EUR gesetzt (bei meiner Bank kann man keine 0,00 EUR eingeben). Und sollte ich doch 1x im Jahr ein Ferienhaus im Ausland vorab bezahlen müssen, dann kann ich das Limit hoch setzen und später wieder runter setzen. Was das kostet? 3 Minuten Arbeit und zwei  TAN-NummernJ. Da viele Betrugsversuche über ausländische Bankkonten erfolgen, ist das zumindest ein wirksamerer Schutz, als gar kein Limit zu setzen und evtl. auf einen Schlag sein gesamtes Guthaben zu verlieren.  Ja, ich weiß – oft erstatten die Banken ohne großen Umstand den Schaden, aber besser ist doch, wenn erst gar kein Schaden entsteht, oder?

Das Überweisungslimit  bietet aber auch für inländische Überweisungen  eine gewisse Sicherheit, ebenso ein Tages- und Wochenlimit für Barabhebungen und Bezahlen mit der Bankkarte.  Da haben die Banken i.d.R. schon ein Limit eingerichtet. Bei „meiner Bank“ kann man das leider nicht weiter herabsetzen…schade.

Ich hab eine tolle Online-Bank…bin super zufrieden mit dem Service und den Funktionen…aber durch den Komfort das sofort nach dem Einloggen ALLE meine Teilkonten sichtbar sind, könnte auch jeder Eindringling sofort mit einem Blick erkennen, wie gut oder schlecht meine finanzielle Situation ist….das finde ich NICHT gut.  Genauso wenig halte ich davon so etwas über eine Handy-App immer mit mir „rumzuschleppen“.

Das Thema Sicherheit und Passwörter ist ja auch ein inzwischen heikles….das früher oft übliche  „Eines für Alles“ ist  sträflich. Noch leichter kann man es Betrügern gar nicht machen.

Und so hab auch ich mich dazu durch gerungen alle Kennwörter noch sicherer zu gestalten…also wirre Kombinationen  und vor allem keine Wörter die ein Wörterbuch kennt…lach…ich fand das zuerst etwas mühselig… und auch übertrieben, bis ich vor ein paar Wochen Sendungen über Internet-Kriminalität sehen habe und wie einfach wir es den Betrügern doch machen. Also bitte vergesst alle Kosenamen, Haustiernamen und Geburtstage als Passwörter.

Schon mit ein paar Minuten nachdenken habe ich einige Zahlenkombinationen  gefunden, die mir zwar etwas sagen, aber die in keinem Zusammenhang mit meiner Person, meiner Familie oder meiner arbeit stehen. Dazu noch ein paar Buchstaben und Sonderzeichen. Die Schwierigkeit besteht nur darin, jetzt für die verschiedenen  Zugänge die verschiedenen Passwörter in meinem Kopf auseinander zu halten. AUFSCHREIBEN GEHT GAR NICHT

Passend zu dem Thema hab ich doch gerade im Fernsehen mit bekommen: Auf keinen Fall sollten Kontoauzüge oder Überweisungsformulare bei der Bank in den Mülleimer geworfen werden oder über das Altpapier entsorgt werden…. tztztztz so langsam kann man bei der Fülle an Betrugsmöglichkeiten echt paranoid werden.

13. Urlaubstag Di 27.06. – einfach nur müde

Ich stelle fest, das es wirklich für mich schwierig ist 2,5 Wochen zuhause Urlaub zu machen und dabei ständig zufrieden und froh zu sein….lach.

Wir Menschen sind einfach nicht dafür geschaffen permanent Glück zu empfinden, auch wenn die Umstände das eigentlich implizieren. Die ersten 1,5 Wochen in diesem Urlaub  waren toll. Ich hab jeden Tag für mich tolle Dinge gemacht und habe diese in vollen Zügen genossen. Entspannung pur….aber  in den letzten Tagen ist mir das nicht mehr gelungen. Dabei hat sich nichts an den Voraussetzungen verändert…okay das Wetter ist nicht mehr ganz so tropisch….

Dazu bin Ich müde. Die letzten 2 Nächte bin ich nicht zur Ruhe gekommen….mein Schlaf war viel zu leicht, so das ich bei jedem Geräusch wieder aufgewacht bin…und mein Freund kann gaaaanz viele Geräusche machen. So bin ich schon in der vorigen Nacht Mitten drin vom 1.Stock in meine Wohnung gewandert.

Und auch in dieser letzten Nacht konnte ich zuerst gar nicht einschlafen….mein Schatz schlief schon auf der Couch in meinem Schoß  mehr als 1,5 Stunden, während ich mich durch das Fernseh-Programm gezappt habe. Doch bei meinen sanften Versuchen ihn ins Bett zu bewegen, kam die Aussage oooch ist ja noch so früh (0.35 Uhr)  …gleich, später…ich bin dann trotzdem ins Bett gegangen…er blieb auf der Couch, dann erst einmal zum Rauchen auf den Balkon, dann hier und dort hin laufen….Zähne putzen usw….und ich lag im Bett (alle Türen waren geschlossen) und ich konnte JEDE seiner Bewegungen HÖREN. Der Boden knarrt, die Türen hört man, dann die elektrische Zahlbürste usw….ich hab einfach kein Auge zu bekommen, obwohl ich müde war.

Nun gut es war dann nach 1.15 Uhr und er war endlich im Bett… dann noch ein paar Worte und ein wenig aneinander kuscheln…und ich konnte nicht schlafen…um 2 Uhr bin ich dann aufgestanden und in meine Wohnung gegangen… Um 7 Uhr hat der Wecker geklingelt und ich hab per Telefon meinen Schatz geweckt…bin aber dann noch eine Stunde liegen geblieben.

Da wir heute Abend schon recht früh mit Freunden (meinem Ex-Tanzpartner und  unser  ehemaligen Trainerin mit Mann)  verabredet sind, mache ich heute  nicht soo viel Action….dafür gehe ich gleich einkaufen und putze doch mal die Wohnung.  Wir treffen uns bereits um 18 Uhr auf der anderen Seite von Frankfurt und ich werde mit der S-Bahn fahren….da werde ich also schon ziemlich früh fort müssen. Mein Schatz muss wahrscheinlich nicht vor 19 Uhr dazu kommen, aber dann sind wir nur mit einem Auto unterwegs…das macht mehr Sinn.

Zumindest hab ich heute meine innere Ruhe wieder. D.h. ich fühle mich nicht getrieben mich durch Aktivitäten zu erholen, sondern ich kann mich sehr entspannt in meinem Zuhause bewegen…ohne mich selber anzutreiben. Das ist schön.

12. Urlaubstag Mo 26.06. – Zuhause

Ich hab mich dann entschieden: erst einmal Frühstück zuhause (Joghurt-Milch-Shake mit Früchten)…danach ab aufs Rad und rund um Schnöselhausen gefahren…jaja das war schon anstrengend durch die Steigungen und schon nach 6km hatte ich eigentlich keine Lust mehr.  Bin dann aber doch noch weiter gefahren. Nach knapp einer Stunde war ich wieder zurück.

Mein Rad hab ich dann mal auf dem Balkon sauber gemacht (Vorteil: ich wohne im Erdgeschoss)…wozu hab ich einen Wasserschlauch mit Spritze…lach so ging es unkompliziert. Dann noch mit einem Mikrofasertuch schön trocken putzen und nun strahlt es wieder.

Prima…und nun hab ich zwar noch eine gewisse Unruhe im Petz, bin aber zu faul meine Trutzburg zu verlassen…also werde ich mich mal wieder am Herd auslassen, bzw. auf meinen Balkonen…ist ja auch eine Art von Meditation.

Als ich hier eingezogen bin, hab ich doch tatsächlich von der Telekom ein Geschenk bekommen…nicht das der Umzug von Festnetz nicht schon teuer genug gewesen ist, haben die immerhin ein Teil  davon in ein  Geschenk investiert. Eine Brotbackmischung als Analogie zu dem obligatorischen „Brot und Salz“.

Irgendwie stand die Flasche jetzt ein Jahr herum, und nun hab ich mich erbarmt und die Backmischung zu einem Teig verarbeitet…allerdings hab ich noch einmal Hefe dazu gegeben, da ich nicht weiß, ob die enthaltene Hefe überhaupt noch triebfähig ist. Mal sehen was daraus wird.

Entscheidungs-Blockade

Ich bin heute wieder früh aufgestanden um meinen Urlaub aktiv zu gestalten – aber ich kann mich für NICHTS entscheiden.  Ich weiß gar nicht warum das gerade nicht klappt.

  • Fahrradfahren in Bad Nauheim….och nö so ein Umstand mit der Bahn
  • Mit dem Auto nach Bad Nauheim und Spazieren gehen? …. Jaaa mal sehen
  • Frühstücken gehen hier in Schnöselhausen….hmmm
  • Nach FFM fahren ….hppppfff
  • Ins Fitnessstudio ? hmmm …..ooooch  weiß nicht
  • Schwimmen – haaa geht heute nicht – Heute ist geschlossen
  • Sauna….hmmmm jaaa – aber so ganz ohne Frühstück? Das Wetter soll ja in den nächsten Tagen schlechter werden…da macht das mehr Sinn.
  • Massage? Jaaaa ginge schon – hab aber keinen Termin gemacht
  • Einfach zuhause frühstücken und dann mit dem Fahrrad eine Runde drehen? Hmmm
  • Zuhause bleiben und lesen? Nöööööö – hier ist es gerade laut (Rasenmäher und Säge nebenan)

Was soll das…es ist Sommer, ich habe Urlaub, habe Zeit, habe alle Freiheiten und mag doch gerade nichts entscheiden….nur einfach hier hocken und die Zeit vertrödeln ist ja noch blöder.

Nicht weil das Vertrödeln blöd ist, sondern weil es mich am Ende des Tages nicht zufriedener macht. Also werde ich mich jetzt mal entscheiden müssen….

11. Urlaubstag So 25.06. – Bienenstich

Endlich bin ich heute wieder entspannt. Es ist schon erstaunlich wie es eine einzelne Motte schaffte, mich aus dem Gleichgewicht zu bringen.  Aber bisher sind die Mottenfallen ohne Ergebnis…zum Glück.

Aber eines ist klar…DAS Erlebnis hat Auswirkungen auf meinen Umgang mit Lebensmitteln. Es wird NICHTS mehr ohne Abdeckung in den Kühlschrank gestellt. Jeder Aufschnitt/Käse wird zusätzlich noch in einen Gefrierbeutel getan und  Mehl/Zucker hab ich eh in Tupperdosen…Aber auch Haferflocken, Reis usw. erhalten ab sofort eine fest verschließbare Plastikdose (ich bin seit  bestimmt 25Jahren ein Fan der „Ovalen Eidgenossen“ von Tupper).

Ich habe heute so lange geschlafen, wie schon lange nicht mehr…bis 10 Uhr (okay also um 6.30 bin ich einmal aufgestanden um Vögel und Eichhörnchen zu füttern und dann gleich wieder ins Bett gestiegen)…Nun fühle ich mich entspannt,  ich hab „meine Periode“ oder das, was davon noch da ist…lach, also ich bin nicht  ganz so relaxt, wie ich sein könnte…und ich bin eben sehr liebebedürftig.

Wir haben den Tag ganz ruhig zuhause verbracht…und vorhin ist der Stiefsohn meines Schatzes noch gekommen…und ich hatte Lust einen Kuchen zu backen. Also hab ich mich am Nachmittag in die Küche gestellt und zum ersten Mal in meinem Leben einen Bienenstich gebacken…aber nicht mit Hefeteig, sondern mit einem Rührteig. Mein Schatz mag keinen Hefekuchen…schade auch.

Und anstatt einer Sahnecreme hab ich eine Puddingcreme gemacht…..Also der Kuchen ist lecker, sieht aber ein wenig düster und unspektakulär aus. Ich hatte die Mandelblätter in Butter angeröstet und dann auf den Kuchen gegeben und mit Zucker bestreut…doch durch das Backen sind die Mandeln doch ein wenig zu dunkel geworden…na gut…trotzdem ist der Kuchen locker und lecker…Auf den Bildern sieht der Kuchen nicht fotogen aus, eher wie ein Hackauflauf ….lach…deshalb lass ich das Bild lieber weg….

Ich musste heute auch unbedingt meine Riesentomaten umtopfen…beim Umzug aus dem Vertikalbeet in einen normalen Blumentopf sind leider ein paar der zu schweren Triebe abgeknickt…aber so einiges konnte ich doch retten.

Insgesamt war der Tag nicht aufregend…wir haben nichts weiter gemacht als den Tag zu vertrödeln, na heute Morgen war es auch eher windig und kühl…aber Morgen geht der aktive Urlaub weiter. Ich weiß noch nicht genau…ich glaube zuerst fahre ich ins Fitness Studio und danach dann mit dem Auto nach Bad Nauheim….oder ich fahre mit der Bahn direkt nach Bad Nauheim und nehme mein Fahrrad mit. Dann kann ich mich ganz unabhängig bewegen.. ich bin mir noch nicht sicher.

Warum Bad Nauheim? Ich hab dort mal vor mehr als 12 Jahren eine kleine Weile gewohnt und mich dort sehr intensiv mit dem Fahrrad bewegt. Ich mag die Gegend und die Wege dort. Und durch die S-Bahn-Strecke bis nach Frankfurt kann ich jederzeit wieder mit der Bahn die Reststrecke zurück legen, je nach Kraft und Lust.

Es ist ja meine letzte Urlaubswoche und das Wetter soll nicht mehr ganz so heiß und trocken werden, wie in den letzten Tagen.

10. Urlaubstag Sa 24.06. – kein schöner Tag

Heute ist ein echt blöder Tag….obwohl ich endlich meine Zutrittskarte für´s Fitnessstudio wieder gefunden habe. Die suche ich schon seit mehr als 1 Woche. Aber das war auch schon das Einzige was heute schön war.

Die Nacht wurde wieder einmal vom Schnarchen meines Freundes torpediert….wir sind dann so ca. um 9 Uhr aufgestanden…ich war noch müde.

Später hab ich beim Öffnen des Kühlschranks ein Krabbel-Flugtier gesehen, welches dann in der Seitenverkleidung des Küchenschranks verschwand. Es war wohl eine Motte. Ich war geschockt und konnte kaum reagieren.

Ich weiß natürlich, das das mit mangelnder Hygiene NICHTS zu tun hat, die Viecher kommen entweder durch offene Fenster – angezogen durch Licht oder  sie werden mit den Einkäufen „eingeschleppt“….aber in meinen 49 Jahren hab ich noch nie ein Viech im Kühlschrank oder den Vorratsschränken erlebt.

Ich hab meinen Freund gebeten den Kühlschrank mal auszubauen, um dahinter zu schauen…..also wir haben weder vor, hinter , neben oder unter seiner Küchenzeile irgendwelches Getier gefunden…weder tot noch lebendig, kein Spur von Kot oder Larven oder Ähnlichem… Dann hab ich schnell im Internet geschaut was zu tun ist….und danach haben wir die gesamt Küchenzeile, alle Schränke, Schubladen, Kühlschrank und Backofen  von Innen- und Außen mit Essig und Orangenreiniger  gesäubert. Den gesamten Inhalt der Schränke abgewischt…angefangene Lebensmittel weg geworfen…auch viele alte Gewürze…und die, die er unbedingt behalten wollte, hab ich in ein Gefrierbeutel getan und in das Gefrierfach gelegt…dort bleiben sie jetzt 14 Tage….

Während dessen kam es natürlich zum Streit zwischen uns…er fand ich übertreibe und ich fand er wollte auf Risiko gehen um ein paar Euro zu sparen. Fakt ist ICH habe  die Motte gesehen und sie lebte…kann also jetzt noch ihre Eier ablegen….ER hat sie nicht gesehen und auch sonst keine Anzeichen, das noch mehr da sein könnten.

Er wollte dann aber jede Entscheidung mir überlassen….nur um mir zu sagen, dass er es übertrieben findet. Ich habe nun einmal keine Erfahrung damit und bin nach den Aussagen im Internet sehr schockiert und wollte auf Nummer sicher gehen.

Wir wissen nun einmal nicht woher die Motte kam…  Es könnte ja sogar sein, das sie aus meiner Wohnung stammte, da ich am Vormittag gegrillte Hähnchenschenkel mit hoch gebracht und in seinen Kühlschrank gestellt hat. Okay – also meine Küche kommt auch noch dran mit dem Schaumbad aus Essig und Orangenreiniger.

Nun gut, wir haben dann noch so Pheromon-Mottenfallen gekauft….und in beiden Küchen auf die Schränke gelegt…die eignen sich um einen „Befall“  oder „nicht Befall“ zu ermitteln.

So hatten wir uns unseren Samstag nicht vorstellt…und nachdem die Küche nun im frischen Essig-Orangenduft erstrahlt….gingen meine Nerven durch und ich hatte das Gefühl gleich umzukippen…..mir wurde etwas flau…so viel zu  „ich bin eine starke Frau“…..grummel…so ein blödes Vieh bringt mich total aus dem Konzept und macht mir Sorgen.

Aber der Rest des Tages war dann auch irgendwie verkorkst und wir stritten munter weiter….erst ging es ums Essen (ich WOLLTE nicht kochen), dann ums Essen gehen, ums Kaffeetrinken. Dann waren wir beim Thai und dort ging es dann um Alkohol und Cola ….dann ging es um das Bilden von Reserven fürs Alter…nein das ist kein schöner Tag.

9. Urlaubstag Fr. 23.06. – durchatmen

Es ist Halbzeit in meiner Urlaubs-Challenge…und damit auch Halbzeit in meiner Erholung.  Ja es ist eine Herausforderung sich nicht vom Alltag vereinnahmen zu lassen, wenn man ja eigentlich mal davon abschalten möchte. ..ich versuche nicht jedem Staubkorn hinterher  zu rennen…aber es fällt mir schwer.

Zum ersten Mal seit Tagen kann ich wieder durch atmen…die ganz große Hitze ist erst einmal vorbei…und heute Vormittag hab ich mir sogar eine Strickjacke angezogen…lach….jaja bei 23 Grad  – es ist aber windig hier.

Mein Tag startete wieder einmal um kurz vor 7 Uhr …und ab 9.30 Uhr saß ich vor dem PC und habe mich wie einer der Nerds von „Big Bang Therorie“ gefühlt….ich hatte die Eventim Web-Seite geöffnet und immer wieder den Aktualisierungsbutton gedrückt….GRINS….der Vorverkauf für die Hallentour von Depeche Mode sollte um 10 Uhr starten….mein Schatz meinte ich solle es ruhig früher probieren, aber es startete erst genau mit dem Gongschlag und mit einem weiteren Mal aktualisieren konnte ich schwwuuuuups  3 Karten  für Mannheim (Innenraum) in den Warenkorb legen …nach 3 Minuten war der Kauf abgeschlossen und die Karten sind auf dem Postweg zu uns…Fan-Tickets.

Puhhhh – die Last der „Verantwortung“ fiel  von mir ab…mein Schatz hatte mich bereits um 10.03 Uhr per Whatsapp gefragt… „und“…lach   – man das hätte Mecker gegeben, wenn ich keine Karten mehr bekommen hätte.

Wenn ich das richtig verstanden habe waren ALLE Stehplatz-Karten bei Eventim bereits nach 20 Minuten verkauft.

Nach dieser wichtigen Aufgabe war ich zum Shoppen in einem Einkaufszentrum, habe in Ruhe Sushi gegessen und den Menschen zugeschaut wie sie hasten und hetzen, streiten und lachen…wie sie miteinander umgehen und wie sie aussehen.

Fazit: es scheint sehr schwer zu sein, jenseits der Wechseljahre noch wirklich “ gut“ auszusehen….meist ist die Kleidung zu eng oder die Figur zu füllig…je nach Betrachtungsweise. Die Hosen sind meistens zu lang, dafür aber viel zu eng an Po, Oberschenkeln und Waden…es wirkt wie reingeschossen. Die Shirts und Blusen sind definitiv viel zu kurz für die  Körpermitte…zumindest wenn sich  am Hintern noch die Bux drunter durchdrückt und ICH es sehen kann. Sagte man nicht schon vor 30 Jahren das Querstreifen bei fülligen Frauen eher ungeeignet sind? Das scheint niemanden mehr zu interessieren. Aber ich will nicht nur kritisieren…es gab auch tolle Frauen mit mehr Körpermitte und die sahen klasse aus….Alles richtig gemacht, aber das waren tatsächlich eher die Ausnahmen. Ich finde das traurig. Manchmal möchte ich hingehen und sagen: Sie brauchen nur 1 bis  2 Dinge zu ändern und sähen viel besser aus…aber das gehört sich nicht.

Und auch bei denen die schlank sind, passt die Kleidung nur selten akurat, da schlockert alles und wirkt ehr wie ein Laken das verhüllen soll,  oder die Hosen sind zu kurz, genau wie die T-Shirts …die Proportionen passen auch hier nicht so wirklich.

Ich habe mir nur ein Paar Sneaker  gekauft, im Romantik-Look in Silber-weiß mit weißen Blumendruck…die passen hervorragend zu meinen bodenlangen Röcken oder Shorts…noch ein Einkauf  im Drogeriemarkt und im Lebensmittelladen und schwwuuups ab nach Haus.

Ja und dann hab ich irgendwie den Entspannungsfaden verloren…hab ein wenig hier geräumt, dort sauber gemacht, Wäsche gewaschen und Essen vorbereitet (es gibt nacher frisches Hähnchen CordonBleu mit Kartoffeln und Karrotten und noch ein paar Hähnchenkeulen aus dem Ofen)

… na immer hin ist Freitag und ich mag es eben auch ordentlich und sauber…also ein wenig muss ich da schon machen…Urlaub hin und Entspannung her.

Für den Rest des Abends haben wir (bisher)  nichts weiter vor… mal schauen was mein Schatz noch für Ideen hat. Ich hätte nichts gegen einen ruhigen Abend  mit einem  Glas Wein auf dem Balkon.

Ach ja: Nerd: heißt ja eigentlich „Sonderling“  hat sich aber als „Computer-Freak“ zumindest in Deutschland gefestigt.

 

von Zwergen und Riesen

Nein….es geht nicht um ein Märchen…oder vielleicht doch? Also ich habe bei einem Gartencenter nach kleinwüchsigen Tomaten gefragt und man hat mir 2 Sorten gezeigt, die beide für ein Vertikalbeet geeignet sind.

Nun meine als Zwergtomaten angepriesenen Pflanzen haben mittlerweile eine stattliche Höhe erreicht…so ca. 1,20m….was ja normalerweise kein Problem ist.

Hier ist aber mein Problem: meine Tomatenpflanzen sind in der obersten Ebene eines Vertikalbeets gepflanzt und stoßen jetzt schon an den darüber liegenden Balkon.

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Hmmm….sehr ärgerlich….ich muss diese jetzt doch umtopfen und dann auf den Boden stellen, es sind schon ein paar Zweige viel zu schwer geworden und trotz Stütz-Hilfe abgeknickt… Das nächste Mal verlasse ich mich nicht auf die Aussagen der Mitarbeiter in einem Gartencenter.

Eines ist auf jeden Fall ein Erfolg…der Standort ist wesentlich besser, als auf meinem Schattenbalkon…obwohl da die Tomaten nur 3-4 Stunden Sonne am Tag bekommen haben, war die Pflanze am Ende mehr als 2m hoch….lach…na mal sehen ob aus meinem  angeblichen Zwerg, nicht nur ein Großer …sondern sogar ein Riese wird.

Ein weiteres Phänomen ist mein Nektarinen-Bäumchen…nach ungfähr 100000 Blüten (naja etwas übertrieben) und entpsrechenden Fruchtansätzen, ist jetzt nur noch 1 Frucht übrig. Leider sind viele kleine Fruchtstände einfach im Laufe der letzten 2 Monate abgefallen…aber die Eine, die es noch gibt, die wird richtig groß….schön geschützt und versteckt zwischen den Blättern reift sie langsam heran….der Durchmesser ist schon bei ca.6 cm….

Zum Thema schnell wachsende Rankpflanze kann ich auch noch neue Erfahrungen hinzufügen. Feuerbohnen – denen kann man buchstäblich beim Wachsen zusehen…Morgens: gerade knapp aus der Erde schauend, ist die bereits am Mittag um 4cm gewachsen und am Abend waren es noch einmal  ca.3cm….heute Morgen ist die Pflanze schon ca. 15 cm lang….Wahnsinn…..bin mal gespannt wie es weiter geht….