An meinem 2. Urlaubstag bin ich morgens gut aus dem Bett gekommen…geplant war für heute noch einmal in das Arriba-Bad in Norderstedt zu fahren. Nur im Urlaub hab ich die Möglichkeit morgens früh schwimmen zu gehen…aber ich war trotzdem erst um 8 Uhr dort.
Mir gefällt, das ein Teil der Bahnen abgetrennt sind und man dort quasi im Kreis schwimmt….ich war zuerst auf der Bahn für die Schnellschwimmer….das passte ganz gut…Es war nur eine junge Frau da, die wir immer wieder vorgelassen haben, weil sie deutlich schneller schwamm als wir restlichen 3 Personen…aber das ging gut…meinen ersten Kilometer konnte ich so ziemlich ungestört schwimmen.
Dann wechselten die Personen und das Tempo in der 1. Bahn zog merklich an…da hab ich mich auf eine andere Bahn verzogen, um die nun schnelleren Schwimmer nicht zu behindern.
Leider waren auf allen anderen Bahnen jedoch ausschließlich ganz langsam schwimmende ältere Personen unterwegs und ich schaffte es nicht mehr zurück in meinen Rhythmus. Bin aber noch weitere 700m mit Unterbrechungen geschwommen, bevor ich dann etwas frustriert aufgab.
Schade, eigentlich wollte ich heute endlich mal die 2 Kilometer vollenden…aber ich merkte wie meine gute entspannte Laune, sich langsam verdüsterte…also habe ich lieber abgebrochen…nene die Laune wollte ich mir nicht verderben lassen.
Ich war dann noch im Herold-Center…bin aber nur etwas dadurch geschlendert…es war ein stürmischer und sehr regenreicher Tag und am Ende lief meine Nase fast ununterbrochen…so habe ich den Rest des Tages und auch den folgenden Tag ganz ruhig und entspannt zuhause verbracht.
Montagmorgen musste ich erst einmal zum Arzt….da lief zum Glück alles schnell und unkompliziert und anschließend, bin ich auf die A7 in Richtung Bremen gefahren.
Jaaa an einem Montagvormittag durch den Hamburger Elbtunnel zu fahren, ist vielleicht keine so gute Idee…aber der Verkehr war moderat…nur der Wechsel der Autobahnen: A7/ A261/ A1 hat ein wenig gedauert.
Die Fahrt habe ich mir mit meinem aktuellen Hörbuch mental verkürzt, es ist „Game over – der Fall der Credit Suisse“. Eine Dokumentation über die Machenschaften der Schweizer Bank seit den 60er Jahren bis heute – also bis zur Zwangsfusion mit der UBS im Jahr 2023.
Dieses Mal habe ich mir in Bremen direkt ein Parkhaus in der Innenstadt gesucht (beim letzten Besuch hatte ich trotz eines ausgewiesenen Parkplatzes mit bezahltem Parkschein ein Knöllchen bekommen, weil ich zu der Tageszeit gar nicht in diese Straße hätte reinfahren dürfen – das große Schild mit dem Hinweis hatte ich zwar gesehen, aber den Inhalt nicht wirklich wahr genommen hahahaha).
Inzwischen war es später Vormittag und ich hatte Hunger, bin ins „Alex“ gegangen, mit einem großen schwarzen Kaffee und einer netten Auswahl vom „Frühstücks-Buffet“ habe ich mich gemütlich an einem kleinen Tisch in einer Ecke niedergelassen und habe das nur leicht verfrühte Mittagsessen genossen.
An einem Tisch vor mir saß eine Frau mit großer Reisetasche und als sie auf die Toilette wollte, fragte sie mich nach dem Weg dorthin und ob ich kurz auf ihre Tasche aufpassen könnte….na klar – kein Problem. Als sie wieder zurück kam, sind wir ins Plaudern gekommen, haben uns eine ganze Weile unterhalten.
Sie ist 45 Jahre alt, hat 2 fast erwachsene Kinder, war in Bremen zu Besuch bei Freunden, wollte jetzt zurück nach Wiesbaden und wartete auf die Abfahrt. Es war ein ungezwungene und lockere Unterhaltung über Alles Mögliche: über Wiesbaden, über Kinder die Erwachsen werden, über Lebensabschnitte die sich ändern und Umzüge in andere Bundesländer, über Ehemänner und das alleine Leben danach…es war ein geistreiche und trotzdem lustige Unterhaltung.
Irgendwann wurde es Zeit für mich, mit meinem Rundgang durch Bremen zu starten. Ich habe mich verabschiedet und ihr alles Gute gewünscht – vor allem eine gute Heimreise.
Dieses Mal wusste ich ja, wo ich hin wollte: in das Schnoor-Viertel….das Wetter war durchwachsen, aber es blieb dann doch trocken und teilweise wurde es ein schön sonniger Tag bei 18 Grad.
Schön war es in diesem Viertel mit den kleinen Gässchen und den liebevoll gestalteten Häusern…richtig malerisch und gemütlich mit vielen kleinen Geschäften und Cafe`s
Kreuz und quer bin ich dadurch gelaufen…habe alles auf mich wirken lassen…in einem Geschäft mit außergewöhnlich liebevoll gestalteten Postkarten für alle möglichen Gelegenheiten, habe ich mich gleich mal ausreichend eingedeckt. Jaaa nicht ganz günstig, dafür aber individuell.
Später bin ich an der Promenade der Weser entlanggeschlendert und noch später quer durch die historische Altstadt mit dem Bremer Rathaus und den Stadtmusikanten.
Irgendwann nach mehr als 23.000 Schritten und knappen 16km war ich genug gelaufen und hatte auch genügend gesehen….es war ein schöner Ausflug, den ich bestimmt bald mal wiederholen werde…
Für die Rückfahrt hatte ich mir in einem Asia-Laden eine Nudelbox gekauft….jetzt noch in ein Restaurant einzukehren dazu hatte ich keine Lust. Müde war ich nun und wollte einfach wieder nach Hause.
Die Rückfahrt war dann auch unkompliziert und kurzweilig…und geschlafen habe ich in der Nacht dann auch richtig gut
Letzten Sonntag bin ich dann gegen Abend mal wieder in das kleine Heidegebiet, ganz hier in der Nähe, gefahren. Der Blick auf so eine schöne Heidelandschaft hat auf mich immer eine besondere Wirkung von Ruhe und Zufriedenheit.
Dafür muss ich aber nicht extra 100km bis in die Lüneburger Heide fahren, sondern es reichen dafür auch die „Holmer Sandberge“ und die sind nur ca. 20 Minuten von Quickborn entfernt.
Als ich zuhause losfuhr regnete es und die Wetter-App machte auch keine Hoffnung auf etwas Blauen Himmel oder gar Sonne…doch wie immer, darf man sich einfach nicht darauf verlassen…einfach losfahren und das Wetter nehmen, wie es dann kommt.
Denn als ich meine kleine Wanderung in den Holmer Sandbergen startete, regnete es zwar immer noch, aber der Himmel weiter vor mir riss langsam auf und so kam ich den unglaublichen Genuss selber im Regen zu stehen, aber in die Sonne zu schauen….das fühlte sich lustig an.
Zumal man auf den Bildern nun wirklich nicht erkennen kann, das ich tatsächlich im Regen stehe….und ein paar Minuten später…beim Rundgang um diese schöne Heidelandschaft, da war er dann….der Regenbogen…während es weiter auf mich herab regnete.
Leider war es mir nicht möglich den Regen im Bild einzufangen….dazu reichte meine Handykamera nicht aus. Der Regen zog dann auch weiter und der Regenbogen verblasste sehr schnell.
Meine Schwester hat sich vor nunmehr 4 Wochen am Knöchel verletzt und ist seitdem wieder krank geschrieben. Ich weiß gar nicht, warum ihr ständig so etwas passiert. Auf einem Blumenfeld, wollte sie Blumen pflücken und ist umgeknickt….Die Blumen haben sie dann doch noch gepflückt und bezahlt….aber der Fuß schwoll mehr und mehr an.
Natürlich an einem Sonntagabend … ab ins Krankenhaus zum Röntgen, irgendetwas schien seitlich „abgesplittert“, dann hiess es nach dem MRT, das Aussenband am Knöchel sei verletzt…jetzt trägt sie eine Orthese und läuft an Krücken…seufz.
Wir waren für den 30.08. verabredet und so bin ich dann nach Flensburg gefahren – viel unternehmen konnten wir ja nicht, da sie den Fuß nicht belasten durfte….also haben wir bei Kaffee und Scones mit clotted cream und Marmelade bei den Beiden im Wohnzimmer gesessen und haben uns unterhalten…später sind wir noch in das tolle Sushi-Restaurant gefahren, wo wir schon einmal waren.
Es war lustig und wir hatten einen schönen Tag…seitdem mein Schwager nachts eine Schlafmaske trägt, ist er viel vitaler und kann mit meiner Schwester wieder mehr mithalten…also wenn sie sich nicht gerade mit Krücken selber ausbremst.
Es war schon fast 21 Uhr als ich wieder nach Hause fuhr. Das nächste Mal sehen wir uns am 2. Oktober …dann kommen bei zu mir und wir gehen am Abend in die Elbphilharmonie zu einem Orgelkonzert.
Ich habe in dieser Woche seit Mittwoch Urlaub…3 Tage – also bis heute.
Meine liebe Kollegin Katrin hat mir in den letzten Tagen und auch auch zwischendurch per Whatsapp immer wieder geschrieben: mache nur Dinge, die Du wirklich möchtest….
Ja klar mache ich das…aber jetzt kommt mein Dilemma…das wozu ich wirklich LUST hatte zu machen, hat nichts damit zu tun, was andere als solche bezeichnen würden.
Ich habe es aber trotzdem gemacht…und ich werde es ihr wahrscheinlich auch nicht erzählen, weil ich sonst ausgeschimpft werde:
Ich habe an jedem dieser Tage so ca. 3-4 Stunden gearbeitet…und zwar weil das, was ich gemacht habe, mir unglaublichen Spaß macht, wenn ich dabei nicht zwischendurch Mails oder Telefonate beantworten muss und vor allem, wenn ich keine Zeitdruck habe.
Ich habe also endlich mal meine Hauptdatei, die ich bei jeder Gesellschaft in Excel fåhre, aufgeräumt und so umgestellt, das sie den neuen Anforderungen entspricht…zumindest für 3 Gesellschaften, die sonst immer eher stiefmütterlich behandelt werden, weil sie im Laufe des Jahres nicht wichtig sind…nur zum Jahresende…und dann ist Zeit eh knapp.
Außerdem habe ich meinen Kleiderschrank aussortiert und aufgeräumt, dann noch die Schränke in Badezimmer, Wohnzimmer, Büro und Küche…und auch das hat mir echten Spaß gemacht…hahahha
Jaaa und jetzt könnt Ihr mir sagen, wie blöd ich bin, freiwillig im Urlaub solche Dinge zu machen.
Aber ich gebe zu Bedenken, in mir steckt eben auch so ein kleiner (normal intelligenter) Nerd, der gerne Excel mag, genauso wie Zahlen und vor allem ganz viel Ordnung in jeder Hinsicht….
Aber natürlich habe ich auf noch einiges Andere gemacht…aktuell bin ich gerade in Brandenburg angekommen und treffe mich gleich mit einer ehemaligen lieben Kollegin
Zu unserem letzten Treffen hatte mir meine Schwester ihren Dörr-Apparat mitgebracht.
Ich wollte schon immer mal ausprobieren Obst selber zu trocknen..aber so ein Gerät anzuschaffen, schien mir einfach unsinnig. Meine Schwester hatte sich vor einiger Zeit mal so ein Ding gekauft, benutzt es aber nicht mehr. Jetzt hat sie es mir geschenkt – ich betrachte es eher als Dauerleihgabe hahaha.
Das Gerät ist relativ sperrig und hat 5 Ebenen zum Trocknen von Obst und Gemüse. Im Moment steht es auf meiner Heißluftfritteuse – das ist natürlich kein Dauerhaft sinnvoller Platz.
Wenn ich es nicht benutze, werde ich es wohl in der Kammer im Flur verstauen.
Ich habe es jetzt bereits zum 2. benutzt und zwar mit den Klassikern: Apfel- und Bananen-Chips:
Und das klappt wirklich gut. Die Bananen-Chips sind super-knusprig geworden, die Apfelchips werden von Natur aus nicht mega-knusprig, sind aber auch richtig lecker.
Das Trocknen des Obsts kostet Zeit und ja auch Strom. Dabei ist der Stromverbrauch durch die moderate Temperatur von maximal 70 Grad jetzt nicht so extrem hoch, auch wenn das Gerät für solch dünn geschnittenes Obst immer noch 6-8 Stunden braucht.
Wenn man mal weiter im Internet forscht und den dort genannten Stromverbrauch jetzt mal mit dem Gerät versuche auszurechnen, komme ich auf ca. 80 Cent für die Mengen die Ihr oben auf dem Bild seht…das sind 4 Äpfel und 4 kleine Bananen, die ich auf einmal in diesem Gerät getrocknet habe.
Das Ergebnis sind ca. 80g. getrocknete Apfel-Chips, und ca. 100g getrocknete Bananen-Chips
Im Internet stand z.B. das die Bananen-Chips bei 70Grad ca. 20 Stunden brauchen, ich habe die Stücke aber von Hand viel dünner geschnitten, so waren sie nach 8 Stunden bereits durch und durch knusprig.
Na klar kann man sagen, das ist nicht wirtschaftlich, aber dafür weiß ich was drin ist und ja es hat mir auch Spaß gemacht. Und was auch toll ist: DIESE Bananen werden im Rucksack nicht matschig hahaha.
Schade das es für Erdbeeren bereits zu spät ist.
Aber als nächstes werde ich es mal mit Gemüse probieren: Wie wäre es mit marinierten Wirsing-Chips? das Rezept liegt schon bereit
Ich bin ja nicht so der Reise-Typ. Aber na klar, gibt es auch bei mir ein paar Ziele, die ich gerne einmal besuchen würde…wenn, ja wenn, es dort nicht immer so heiß und vor allem nicht auch noch so voll wäre.
Eines dieser Wunschziele lautet: Venedig.
Durch diese alt-ehrwürdige Stadt mit ihrem morbiden Charme, den wunderschönen Häusern, Palästen, Brücken und Kanälen würde ich ja gerne mal schlendern. Diese Mischung aus Ehrfurcht vor der Baukunst alter Zeiten und der drohenden Gefahr eines langsamen Untergangs (Beides durch Menschenhand geschaffen) ist für mich sehr anziehend.
Ich sehe mich aber definitiv nicht in den Massen an Touristen, die Venedig wie eine Art Disneyland betrachten und sich genau so verhalten. Wo bleibt der Charme wenn sich Tausende Menschen auf dem Markus-Platz tummeln oder durch die kleinen Gassen schieben.
Vor ein paar Wochen reifte nun der Plan, ich reise einfach dann, wenn es NICHT heiß und NICHT von Touristen überbevölkert ist. Ich reise im Spätherbst.
In dieser Woche bin ich bei mir im Ort ins Reisebüro gegangen und habe mit der Hilfe einer netten Mitarbeiterin einen 4-Tages-Trip mit Flug und Hotel zusammengestellt für Mitte November. Leider gibt es von Hamburg aus, zu dieser Zeit, keinen Direktflug, aber egal….ich fliege mit der Swiss-Air, mit einmal Umsteigen in Zürich. So dauert die Anreise zwar länger, aber das ist für mich okay. Zwischen den beiden Flügen bleibt genügend Zeit, um mein Gepäck und mich auch zusammen nach Venedig zu bringen.
Die Dame hat mich nach meinem Reisebudget gefragt…ich wollte aber keinen Betrag festsetzen, sondern erst einmal schauen, wie teuer es überhaupt ist. Ich bin das letzte Mal vor 15 Jahren geflogen und diese Billig-Airlines kommen nicht in Frage (ich mag deren Methoden nicht). So hat sie ein 4-Sterne-Hotel in der Altstadt als Basis genommen und dazu nach Lufthansa und Swiss-Air Flügen geschaut. Der Preis lag mit knappen 900 EUR dann sogar noch ein Stück weit unter meiner „inneren Grenze“, also den Wert den ich innerlich bereit bin, dafür zu zahlen.
Den Transfer vom Flughafen zum Hotel muss ich allerdings selber organisieren…aber auch das ist okay. Das kann ich bereits im Vorfeld von Deutschland aus organisieren.
Sooo jetzt habe ich also einen gebuchten Urlaub im November – und ich freue mich darauf.
Allerdings ist mein letzter Flug sooo lange her, das ich von der modernen Art online und vorab einzuchecken, so gar keine Ahnung habe…das macht mich etwas nervös.
Auf meinen Reiseunterlagen steht eine ganze Menge, was ich wie zu machen habe…damit beschäftige ich mich aber erst, wenn der Urlaub nicht mehr ganz so weit entfernt ist. Noch dauert es ja 3 Monate.
Ach ja im Internet habe ich gelesen, das im November die Temperaturen so ca. zwischen 4-11 Grad liegen sollen…das es auch mehrere Regentage gibt und morgens die Stadt öfter mal im Nebel liegt…..klingt für mich klasse.
Kleiner Rückblick in die Vergangenheit:
Mein bisher letzter Flug ging übrigens vor 15 Jahren nach Wien. Den Urlaub hatte ich meinem damaligen Freund und mir zum Geburtstag geschenkt. Unser erster gemeinsamer Urlaub war ein kleines Desaster – wir waren erst 1/2 Jahr zusammen und unserer Lebenswelten passten nun mal überhaupt nicht zusammen….seufz…es war mega anstrengend, wir haben viel gestritten und teilweise sind wir dann auch getrennt durch Wien gelaufen.
Und doch bin ich noch weitere fast 8 Jahre mit ihm zusammen geblieben…das passiert, wenn das Herz über den Verstand siegt. Ich habe alle Warnsignale gehört und überhört und das obwohl wir zu dem Zeitpunkt durch seine permanente Lügerei bereits einige Krisen hatten…mein Verstand wollte sich schon zu dem Zeitpunkt mehrfach von ihm trennen…das Herz war einfach verliebt. Ja im Laufe der Zeit haben wir uns dann irgendwie so einigermaßen mit unseren unterschiedlichen Lebens-Rhythmen und -Vorstellungen arrangiert…solange bis es bei mir nicht mehr ging.
Samstagvormittag habe ich mich mit Schwester+Schwager zu einem Ausflug in Arnis verabredet.
Arnis liegt auf einer Halbinsel an der Schlei und ist mit weniger als 300 Einwohnern und einer Fläche von 0,45 qm2 offiziell Deutschlands kleinste Stadt.
Als ich dieses Ziel vorschlug meinte mein Schwager: das reicht nicht für einen Tag…da sind wir in einer Stunde „durch“….also machte er den Vorschlag anschließend noch nach Maasholm zu fahren, das nur 16km entfernt, ebenfalls an der Schlei liegt.
Von Quickborn waren es gut 130km zu fahren…obwohl mein Navi mich konsequent über die A7 lotsen wollte, bin ich dann doch lieber über Kiel gefahren….denn die A7 in Richtung Norden war ziemlich voll. Immerhin haben jetzt alle 16 Bundesländer Sommerferien…das macht sich auf den Straßen bemerkbar.
Gemäß unserem familiären Grundsatz: lieber zu früh, als zu spät…war ich so fast 30 Minuten zu früh dort….aber bereits 5 Minuten später waren auch Schwester+Schwager ebenfalls da. Hahaha
Arnis war wirklich schnuckelig und bot mit einem Rundwanderweg einen schönen Weg entlang der Schlei und es dauerte, trotz vieler Stopps zum Schauen, wirklich nicht sehr lang.
Das Wetter war durchwachsen: windig, teilweise regnete es auch…aber es war nicht kalt und ab und an kam sogar die Sonne durch….wir liefen ein paar der schönen Wege mehrfach, weil wir gerne in das Schlei-Cafè wollten, welches aber nicht so früh geöffnet hatte.
Die boten selbstgebackenen Kuchen und sehr gutes Eis an…ich konnte mich nicht entscheiden ob Kuchen oder Eis: also bestellte ich ein Stück Apfelkuchen mit einer Kugel Vanille-Eis und Sahne …..hahaha die Bedienungen fanden das eine sehr gute Idee…meine Schwester ebenfalls. Und es hat sich gelohnt, Beides war richtig lecker..
Leider kann ich diese Mal keine Bilder präsentieren…meine SD-Karte meldet seit ein paar Tagen „SD-Karte defekt- bitte wechseln“….mir werden diese Bilder leider nicht mehr angezeigt….mal sehen ob ich noch ein Paar davon retten kann.
Anschließend sind wir dann nach Maasholm gefahren…und wieder sind wir rund um den Ort und kreuz und quer durch den Ort gelaufen….alles hier war (trotz eines großen Festes) unglaublich ruhig und friedlich. Überhaupt waren in beiden Orten Häuser, Straßen und Garten sehr gepflegt und alles war liebevoll hergerichtet…
Am Abend sind wir dann in Maasholm noch in einem Restaurant gewesen…auch das war eine gute Entscheidung…die Portionen waren etwas groß, dafür aber auch lecker. Für uns Mädels gab je einen Fischteller mit verschiedenen Sorten Fisch und Backkartoffeln und mein Schwager liebt Sauerfleisch mit Bratkartoffeln…und nach einen weiteren Spaziergang haben wir uns dann so gegen 20.30 Uhr verabschiedet und sind in unterschiedliche Richtungen nach Hause gefahren.
Es war ein richtig schöner Tag…unser Unterhaltungen waren leicht und unbeschwert und es fühlte sich so richtig nach Urlaub an…und das tat mir sehr gut. Gelaufen sind wir insgesamt mehr als 12km …hahaha gar nicht mal schlecht.
Geschlafen habe ich der Nach dann auch tief und fest.
Seit Mittwoch bin ich also wieder aktiver….habe einige Elektrogeräte im Sozialkaufhaus abgegeben. Die Geräte funktionieren noch einwandfrei, ich habe alle noch einmal extra sauer gemacht…soll ja ordentlich sein.
Dann bin ich noch in Volkspark Hamburg gefahren…bin dort 1,5 Stunden gelaufen, auch durch den Dahlienpark …aber viele Dahelien blühen noch gar nicht. Trotzdem gab es schon wunderschöne Blüten.
Donnerstag bin ich zum ersten Mal ins Arriba-Bad nach Norderstedt gefahren. Über meine Firmen-Fitness-App kann ich tatsächlich von Mo-Do jeweils 2 Stunden schwimmen, ohne extra bezahlen zu müssen. Mir hat es da gut gefallen. Es ist für mich eindeutig schneller zu erreichen, als die Badebucht in Wedel. Meine gekaufte Wertkarte dafür enthält eh nur noch 2 Eintritte…dann müsste ich mir eine Neue besorgen, das kann ich mir dann sparen.
Das Arriba-Bad bietet zeitlich mehr Schwimmmöglichkeiten (wochentags ab 6.30 Uhr bis mindestens 22 Uhr) und hat im 25m-Becken für die Schwimmer die Bahnen in verschiedene Bereiche unterteilt, wo man jeweils auf der einen Seite hoch- und auf der anderen Seite die Bahn runterschwimmt…quasi ein „Rund-schwimmen“…ich habe mir zeitweilig die Bahn mit 2-3 Personen geteilt und wir sind uns nicht in die Quere gekommen. Allerdings sollte man schauen, das man sich in einem Bereich aufhält, wo die Schwimmer alle eine ähnliche Geschwindigkeit haben, sonst klappt das nicht ganz so reibungslos.
Mir gefällt an dem Bad auch einiges andere: Es gibt neben dem 25m-Becken drinnen, noch ein 50m Becken draußen. Ein Extra-Becken mit Springturm und ein Extra-Becken in einem geschlossenen Raum für die Aqua-Fitness schränkt die Schwimmer im 25m-Becken nicht ein. Kinderbecken gibt es natürlich auch. Die Duschen sind besser unterteilt, alles ist etwas moderner und auch der Einlass mit der Firmenfitness-App war reibungslos.
Und anstatt 1,5 Stunden habe ich hier 2 Stunden Zeit – also eigentlich – denn wann habe ich mich ausgestempelt? Genau nach 1Stunde und 28 Minuten hahahaha ….ich bin gut auf die 1,5 Stunden der Badebucht gedrillt. Und ich brauche nur noch 16-18 Minuten Fahrzeit, anstatt mehr als 30 Minuten….das sind alles gute Argumente für das Arriba-Bad. Mal sehen wie es abends so sein wird…die haben tatsächlich bis 22 Uhr geöffnet…von Freitag bis Sonntag sogar bis 23 Uhr – an den Tagen müsste ich aber normalen Eintritt bezahlen.
Meine Fahrt nach Hessen startete also um 7 Uhr morgens…früh genug, um noch keinen Stau vor dem Elbtunnel zu haben….und kaum war ich ein paar Minuten auf der A7, staute es sich schon bei Schnelsen…nanu…das ist eher ungewöhnlich an dieser Stelle…die Strecke fahre ich ja sonst auch zur Arbeit und eigentlich ist hier morgens nie etwas. Ach so – es war ein Auffahrunfall, der den Verkehrsfluss stoppte.
Der Stau löste sich dann auch relativ schnell wieder auf…und den „Rest“ der 520 km konnte ich fast reibungslos fahren. Es war zwar voll auf den Straßen…aber der Verkehr floss. Ich wollte eh nicht rasen und blieb bei einer Reisegeschwindigkeit von 120-140 kmH.
Entgegen meinen sonstigen Angewohnheiten beim Autofahren, machte ich alle 2 Stunden eine kurze Pause, um meinem Rücken zu recken und strecken. Seit ein paar Tagen habe ich wieder Schmerzen auf Höhe des Steißbeins…nicht zu doll, aber immer wenn ich zu lange sitze oder auch liege. Ich bin da leider, wie die meisten Menschen, sobald der Schmerz wieder weg ist, lasse ich die Übungen schnell wieder schleifen hahaha und dann kommt der Schmerz eben auch wieder und sagt Hallo. Ich muss mich an dieser Stelle echt mehr disziplinieren…seufz.
Meine Zeitplanung für diesen Tag sah so aus: Um 18.30 Uhr war ich In Bad Soden im Taunus (50km hinter Hanau) verabredet. Mittags wollte ich in Bad Soden-Salmünster (40 km vor Hanau) Halt machen und am Nachmittag noch eine Runde durch Hanau schlendern, bevor ich dann ab 15 Uhr ins Hotelzimmer konnte um mich auszuruhen und frisch zu machen.
Hanau und Umgebung kenne ich nur ganz flüchtig….mit meiner Tanzclique waren wir hier mal auf einer Geburtstagsfeier, Fulda kenne ich auch nur von Tanzturnieren und von Bad Soden-Salmünster kenne ich nur die Therme…da hatte ich vor vielen Jahren mal ein Date.
Bad Soden-Salmünster zur Mittagszeit war jetzt eher eine Enttäuschung…die kleine Altstadt war ganz niedlich, aber es gab keine Möglichkeit sich irgendwo zum Mittagessen niederzulassen – außer beim Bäcker – der war dafür proppevoll. Ich bin etwas herumgelaufen, das Wetter war unbeständig und schwül und ich wurde echt hungrig…Noch überlegte ich, ob ich in den Supermarkt gehe und mir dort etwas zum Essen besorge, da sah ich den kleinen Dönerladen…Na gut – dann gibt es einen vegetarischen Döner…und der war sogar lecker.
Als der große Regen kam, bin ich dann doch schon weiter nach Hanau gefahren, bis direkt ins City-Parkhaus und dann durch die Innenstadt geschlendert. Die Stadt glänzt jetzt nicht mit vielen historischen Bauten oder mit einem besonderen heimeligen Charme, dazu wird überall gebaut.
Aber der Fußgängerzonenbereich ist sehr groß, es gibt tatsächlich viele gemütliche Cafès, etwas was ich in Quickborn und Umgebung sehr vermisse. Es gibt auch viel Geschäfte und ich schlenderte gemütlich umher….allerdings hatte das Wetter beschlossen sehr unbeständig zu sein…es war zwar warm, regnete aber immer wieder ganz unvermittelt alle paar Minuten.
Für die dünne Regenjacke, die ich dabei hatte, war es einfach zu warm, nass werden wollte ich aber auch nicht…also habe ich mir tatsächlich den ersten Regenschirm seit vielen Jahren gekauft. Im Norden Deutschlands macht ein Regenschirm meistens überhaupt keinen Sinn, denn dort ist es fast immer auch windig, wenn es regnet. Deshalb besitze ich gar keinen Regenschirm mehr…dafür aber unzählige Regenjacken: gefüttert, ungefüttert, teilgefüttert, lang, kurz, für den Wald, für die Stadt hahaha.
Kaum saß ich in einem überdachten Außenbereich eines nettes Cafès, prasselte es gerade mal wieder so richtig vom Himmel…wie sagt man so schön: Es regnete Bindfäden. Der Kaffee war lecker, ich komplett entspannt, textete gerade mit dem Rentner, der wissen wollte, ob ich gut angekommen bin und fühlte mich auf einmal so richtig im Urlaub.
Dieses Gefühl von haaaaaach – herrlich ich kann einfach hier sitzen und das Leben an mir vorbei ziehen lassen. Ich muss mich nicht hetzen, muss nichts erledigen, keine aktuellen Sorgen…ich kann einfach hier sitzen und dem Regen beim regnen zuschauen.
Als die Sonne dann später wieder kam, bin ich weiter geschlendert. Der Regen kam in unregelmässigen Abständen immer wieder…zum Glück hatte ich ja den Regenschirm. Ich fand noch einen Thai-Massage-Salon (der hatte sehr gute Bewertungen im Internet) und hab mir gleich für den nächsten Morgen einen Termin geben lassen und in einem Blumenladen hatte ich ein kleines Rosengesteck drapiert in einer Schachtel gefunden…ein kleines Dankeschön für die ehemalige Kollegin, die so flexibel wegen unserer Verabredung war.
Irgendwann später ging es dann zum Hotel. Das hatte ich ja (entgegen meiner sonstigen Art) einzig danach ausgesucht ob die auch eine Klimaanlage in den Zimmern haben und das es nicht weit weg ist, vom Wohnort des Rentners. Es lag an einem groß ausgebauten Verkehrskreisel…aber ich bekam ein ruhiges Zimmer im 5 Stock und mit Blick auf den Innenhof und es war richtig ruhig…hab sogar bei offenem Fenster schlafen können.
Das Zimmer war echt schön…modern, alles relativ neu und super-sauber. Es gab eine kleine „Kaffee-Station“ mit einem Wassserkocher (ganz ohne Kalk-Ablagerungen) und einigen Tees und Päckchen mit löslichem Kaffee. Prima.
Habe mich dann für 1/2 Stunde aufs Bett gelegt und Nachrichten geschaut…erst einmal ausruhen…später ging es unter die Dusche, hab mich schick gemacht und dann ging es auch schon bald weiter in Richtung Bad-Soden (am Taunus).
Auf dem Weg über die A66 kam ich direkt an Frankfurt vorbei und die Skyline ist immer wieder toll…auch wenn ich die Sicht von dieser Seite eher selten sehe…normalerweise komme ich aus der anderen Richtung direkt über die A7. Das ist dann der ganz große Auftritt für Frankfurt – für mich der schönste Blick auf die Stadt.
Auch in Bad Soden habe ich ich bewusst auf einen Erinnerungs-Spaziergang verzichtet. In diesem Ort habe ich ja viele Jahre gearbeitet. War mittags oft im Kurpark spazieren oder im Sushi-Restaurant in der kleinen Passage essen. Die Firma besuchen wollte ich ja eh nicht…und selbst wenn, dann hätte ich dafür nach Eschborn fahren müssen…denn die Kollegen mussten im letzten Jahr umziehen.
Die Muttergesellschaft braucht inzwischen das gesamte Gebäude selbst…die Tochtergesellschaften wurden ausgelagert. Das war von Anfang an klar, als wir damals dort einzogen, das das Gebäude schnell zu klein werden wird….und da es direkt am Bahnhof keine Chance auf Erweiterung gibt, mussten andere Lösungen her.
Noch einmal kurz zum Thema Hanau. Warum sollte man da hinfahren? Muss man nicht…es ist echt keine besonders touristische Stadt…hat aber trotzdem schöne Ecken. Es ist der Geburtsort der Gebrüder Grimm, hat ein paar wunderschöne alte Gebäude, wie z.B. das Deutsche Goldschmiedehaus, in dem sich heute ein Museum für Gold-und Silberschmiedekunst befindet.
Es gibt den Staatspark Wilhelmsbad mit wunderschönen kleinen Bauten, dem historischen Karussell und einem Spielzeugmuseum:
und der Park ist weitläufig und bietet verschlungene kleine Wege zum flanieren.
Das Schloss Philippsruhe ist auch nicht weit entfernt und liegt direkt am Main um nur ein paar Stationen zu nennen.