Abschlüsse, Abhängigkeiten und Absurditäten

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs)

Wie schnell diese Woche mal wieder an mir vorbei gezogen ist….

Am Besten waren die Tage Dienstag bis Donnerstag, die ich konsequent im heimischen Büro verbracht habe….lange und effektive Arbeitstage…kein Glatteis- oder Schneeproblem und nur ganz wenig Ablenkung durch Telefonate oder Meetings.

Volle Konzentration auf die Abschlüsse…wenn auch mit so manchem Frust verbunde, weil die Daten, die sonst immer früh kommen, auf einmal nicht kamen und die, von denen ich es am wenigsten erwartet hätte, waren auf einmal echt früh.

So hatte ich eine Firma GERADE mit kalkulierten Werten fertig und brauchte nur noch die Mail zu schreiben um es „fertig“ zu melden – da kam, genau in dem Moment, die Mail vom externen Abrechner mit den endgültigen Werten. Seufz – na gut, tief durchatmen und noch einmal die Daten anpassen. 

Der Controller meinte sowieso, ich solle mir ruhig etwas länger Zeit lassen und auf die korrekten Abrechnungen warten….immerhin wären viele der Group-Controller in der Zentrale, gerade im Firmen-Ski-Urlaub. WHAT?  Group-Controller, das sind die Konzern-Controller, die unsere Einzelabschlüsse in den Konzernabschluss übernehmen müssen…das ist also die Abteilung, die uns den zeitlichen Druck einbrockt. Und gerade DIE sind mit in den Ski-Urlaub gefahren?

Und ich hatte mich schon gewundert, warum ich auf meine rechtzeitig abgegeben Abschlüsse so gar keine Rückmeldung erhalten habe…nun gut, es scheint jedes Jahr das gleiche Dilemma zu sein…ich muss mit meinem Chef sprechen.

Ich hab also in dieser Woche, mehr als einmal, meinem natürlichen Drang, doch eben den einen oder anderen Abschluss mit Schätzwerten abzugeben, unterdrückt und brav gewartet. Okay ich hab alles in Excel verformelt und kalkuliert und abgestimmt und brauchte jetzt nur noch auf eine Abrechnung oder eine der Zahlungen zu warten, um die tatsächlich abgerechneten Netto kWh für den Monat zu erhalten…damit kann ich dann alles andere selber berechnen und auch die daran hängenden Aufwandsrückstellungen usw.

Freitag war ich dann im Büro und bin mittags von den Mengen an eingehender Post fast erschlagen worden….unglaubliche Mengen brachte der Postbote, das meiste waren die November und Dezember-Abrechnungen der Direktvermarkter und der Netzbetreiber, die es immer noch nicht geschafft haben, auf digitales Versenden umzustellen.

Bei einem hatte ich Donnerstag angerufen und nach Kopien der November und Dezember Abrechnungen gefragt…jaaaa kein Problem, also sie würde es jetzt an eine Abteilung geben, die es noch einmal ausdruckt und per Post verschickt…so in ca. 7-10 Tagen sollte es dann bei mir ankommen. Ähmmm…ginge es nicht eben per Email? Nein – das dürfen sie nicht. Ich hab mich freundlich bei ihr bedankt und hab dann aufgelegt….fassungslos blieb ich vor meinem Laptop sitzen. Bitte motze keiner mehr über die langsame Digitalisierung von Behörden, auch Wirtschaftsunternehmen sind manchmal nicht besser organisiert.

Alle Briefumschläge aufmachen, Inhalt entfalten, sortieren und dann am Drucker für fast 3/4 Stunde eine Abrechnung nach der anderen an die zentrale Verteilstelle einscannen, natürlich sind die Abrechnungen mehrseitig. Dabei muss jede Abrechnung EINZELN gemailt werden….Allein um alle Briefumschläge im Akkord NUR zu öffnen, brauchte ich schon mehr als 10 Minuten…insgesamt hab ich fast 1,5 Stunden meiner Arbeitszeit mit der Post verbracht…aber es war ja sonst Niemand da und genau auf die Abrechnungen warten ja auch die Kollegen in Dänemark, um ihre Abschlüsse machen zu können.

Normale Unternehmen schreiben ihren Kunden Rechnungen. Daher wissen solche Unternehmen immer recht schnell, welchen Umsatz sie gemacht haben.

Das geht in unserer Branche nicht, wir sind darauf angewiesen das unsere Kunden (Direktvermarkter+ Netzbetreiber) uns Gutschriften über die eingespeisten Strommengen schicken. Steuerlich nennt man das „Abrechnungen im Gutschriftsverfahren“ im Englischen sagt man „Self-billing invoices“. Und das geht auch erst immer dann erst, wenn die offiziellen Monatsmarktwerte für Erneuerbare Energien über die Webseite „netztransparenz.DE “ bekannt gegeben werden.

Deshalb haben wir erst um den 20. eines Monats die Gewissheit, welchen Umsatz wir gemacht haben. Wie absurd ist es da zu denken, wir schaffen es irgendwann einmal reelle Jahresabschlüsse am 10. Werktag des neuen Jahres abgegeben zu können…wenn die Preise erst um den 08.01. bekannt gegeben werden und die Abrechnungen zwischen den 18.-25. Januar kommen.

Meine restlichen Abrechnungen waren zum Glück, auch mit dabei. Ich muss ja „so um den 20. Januar herum“ fertig werden…das passt…ich mache heute noch ein paar Überstunden und dann ist bist Montag hoffentlich alles erledigt…es fehlt mir nur noch ein Einziger externer Wert.

Es wird also langsam und ich bin zufrieden mit dem aktuellen Stand….und wenn ich bis Montag fertig werde, dann liege ich noch gerade so im Zeitplan, trotz der zusätzlichen Anforderungen und der ständigen Unterbrechungen. 

Und wieder habe ich etwas daraus gelernt, wie ich mich noch effizienter vorbereiten kann…und das die Veränderung so mancher zeitlichen Abläufe weitere Vorteile bringt UND das sich lohnen kann, geduldig zuwarten und den Zeitplan dadurch zwar etwas zu überreizen, aber im Endeffekt spart man dadurch Zeit.

Sonne und Schnee

Für all das trübe Wetter in den vergangenen Wochen, gab es letzten Sonntag, die sonnige Entschädigung…

Eiseskälte bei -8 Grad, festgefrorener Schnee und Sonne pur …wie wunderbar. Das Himmelmoor sah ganz verzaubert aus:

Als ich mit meiner Runde fertig war, war der Parkplatz schon voll….zum Glück war ich so früh unterwegs und konnte es richtig geniessen, das der durchweichte Boden gefroren war, darüber dann mehrere cm Schnee….mit jedem Schritt knirschte es und bei einem unbedachten Schritt, bin ich mit einem Fuß in einer Pfütze eingebrochen…aber auch ein durchnässter Schuh konnte meine gute Laune nicht trüben..

Kleine Missgeschicke

Mit dem abrupten Ende meines Arbeitstages am Freitag bin ich dann erst einmal shoppen gegangen…hab mir eine Strickjacke und einen neuen Schal gegönnt…die schönen Schuhe die mir ins Auge fielen, blieben leider im Laden…die waren nix für meine Füße.

Am Abend bin ich wieder meine Lieblings-Walkingrunde gelaufen. Bei dem Übergang vom Feldweg auf den normalen Weg, war noch alles vereist und in dem Moment wo ich noch dachte, ohh das könnte glatt werden, da lag ich auch schon auf dem Boden. Es hat mir einfach die Beine weg gerissen…aber zum Glück bin ich auf die Seite gefallen….und so hab ich mir nur den Ellenbogen leicht geprellt und die Hand etwas abgeschürft….ansonsten ist nichts passiert. Oberschenkel und Hüfte haben nicht einmal einen blauen Fleck abbekommen…

Den Rest des Abends hab ich es mir auf dem Sofa gemütlich gemacht mit Apfelpunsch (ohne Alkohohl) und einer Tüte…ähmmm…Chips. Jaaaa – auch das muss manchmal für die Seele sein ….hahahaha ohhh hat das gut geschmeckt.

Samstagnachmittag wollte ich dann noch einmal mit dem Auto los fahren…aber mein Auto wollte nicht. Nanu – das Auto ist erst 3,5 Jahre alt, war ja erst ein paar Monaten beim TÜV und in der Inspektion.

Das Auto sprang nicht an, aber die Batterie hatte Saft….nur der Motor wollte nicht…dazu eine merkwürdige Fehlermeldung: „Kraftstoffsperre nicht verfügbar“. Ich bin also zurück in die Wohnung hab hab den ADAC angerufen. Ich hatte einen netten Mitarbeiter und der meinte es kann bis zu 2 Stunden dauern, durch die aktuellen Wetterverhältnisse, haben gerade viele Probleme mit ihrem Auto.

Es hat mehr als 2 Stunden gedauert, aber irgendwann kam der Gelbe Engel dann und war ratlos…er hat den Fehler nicht gefunden und kannte auch die „Kraftstoffsperre“ nicht….Auch das Auslesen der Daten hat nur einen unspezifischen Fehler angezeigt, Batterie und Starter sind in Ordnung…tja da müssen wir wohl abschleppen…das geht aber erst am Montag.

Während der Monteur noch suchte, hab ich mal in der Bedienungsanleitung des Autos nach dem Begriff gesucht und gefunden…es gibt tatsächlich eine Kraftstoffsperre, allerdings nach einem Unfall…und den hatte ich nicht. Egal – es gab eine Reset-Möglichkeit…der Monteur versuchte es mit dem Reset, aber der Wagen sprang trotzdem nicht an…dann kam er auf die Idee, einfach mal die Batterie abzuklemmen.

Wie bei einem Computer, sei es manchmal sinnvoll, auch beim Auto einfach mal den Strom komplett weg zu nehmen…und was soll ich sagen – nach ein paar Minuten hat er die Batterie wieder angeschlossen, und ich hab den Wagen gestartet = LÄUFT.

Ich war so erleichtert und auch der Gelbe Engel war sichtlich froh, das Thema doch noch erledigt zu bekommen…es war für ihn wohl auch kein ganz so toller Tag gewesen und so freuten wir uns Beide über den kleinen Erfolg. Bin ich froh, das ich immer noch Mitglied im ADAC bin, auch wenn ich ihn tatsächlich nur alle paar Jahre benötige….aber wenn ich ihn brauche, dann ist er eben auch an einem Samstagabend da..

Warum allerdings diese Kraftstoffsperre angesprungen ist, das weiß ich nicht…ist aber auch egal – jetzt ist wieder alles i.O. und sollte das noch einmal vorkommen, weiß ich ja jetzt wie ich es resetten kann und falls da nicht reicht, kann ich die Batterie auch abklemmen. Von selber wäre ich darauf nie gekommen.

als Gesprächspartner ungewollt populär

Die ersten 14 Tage im Jahr 2024 starteten dann erst einmal besser, als gedacht…doch ich fühle mich trotz der vielen Überstunden weiter unter Zeitdruck…weil ich einfach nicht aus meiner Haut kann und somit auch die Verschiebung der Abgabefrist um eine Woche, eben doch nur eine leichte Entzerrung bedeutet. Aber na klar, es hilft schon.

Wie immer bin ich dabei, alles akribisch aufzudröseln, abzugrenzen, einzubuchen und abzustimmen…aber der normale Alltags-Wahnsinn bleibt eben auch in diesen Tagen nicht außen vor und so bin ich immer wieder für Kollegen im Erklär- und Hilfe-Modus und versuche mich selber Abzuschotten um meine dringendsten Arbeiten erledigt zu bekommen und versuche die dänischen Kollegen wegen der fehlenden Bankvorgänge anzustupsen (eine der Antworten. ohhh – gut das Du Dich deshalb meldest – Das hatte ich schon wieder vergessen).

Die Konzernbuchhaltung in der Zentrale macht die Zinsberechnungen falsch, indem sie Intercompany Vorgänge meinen Firmen zugewiesen hat, die da gar nicht hin gehören und sich dort Niemand zuständig fühlt, wohin die wohl sonst hingehören könnten. Die machen sich einen schlanken Fuß und sagen: das war eine Anweisung, solange bis ich widerlegen kann, das die Anweisung sich auf die falsche Firma bezieht…das hat mich einen ganzen Nachmittag gekostet…so kann man auch Zeit verplempern.

Auch bin ich als Gesprächspartner überraschenderweise aktuell sehr populär geworden. z.B. der Controller ruft mich täglich an, um sein seelisches Gleichgewicht zu halten….und vor ein paar Tagen, als wir beide Vorort waren, tigerte er minutenlang vor meiner Glasbürotür hin und her, schaute herein, ging wieder weg, kam sofort wieder und schaute und schaute….ich war gerade mitten in den Untiefen einer Berechnung, die so nicht stimmen konnte und fühlte mich zunehmend davon gestört…aber er tigerte vor und zurück und wollte wohl, das ich ihn wahrnehme.

Irgendwann stand ich auf, öffnete meine Bürotür und fragte ob er etwas von mir wolle…jaaa er wollte mir etwas zeigen…etwas in einem Schreiben, das er von wem-auch-immer bekommen hatte, hatte ihn aufgeregt, weil es nicht stimmig war…eine Kleinigkeit nur…aber er wollte es loswerden. Na gut das sein Seelenfrieden danach wieder hergestellt war. Ich dafür war nun verärgert, weil er mich mit dieser Aktion aus meiner Konzentration geholt hatte und ich diese elendig-lange Berechnungsformal nun noch einmal von vorne kontrollieren musste.

Meine Schwester ist inzwischen dazu über gegangen, mich täglich mit Whatsapp Nachrichten zu überschütten….eine Flut an Informationen die sie in Whatsapp hineinspricht, und genau so sprunghaft und ungeordnet kommen die dann (ohne Punkt und Komma versteht sich) bei mir, als geschriebene Worte an…eine Unsitte wie ich finde…und ich verstehe den Sinn oft nicht…muss nachfragen.

Diesen Freitag hatte ich dann die Nase voll…wieder und wieder wurde ich im Büro gestört…ich hab am frühen Nachmittag dann entnervt den Computer herunter gefahren….hab mich verabschiedet und bin gegangen….so kann ich nicht arbeiten…und wenn ich geblieben wäre, dann wäre ich irgendwann geplatzt…ich hab ja zum Glück noch die eine Woche Verlängerung für die Abgabe und in der kommenden Woche bin ich dann wieder 3 Tage im Homeoffice und an den 2 Bürotagen alleine dort.

Als nächste Maßnahme hab ich meiner Schwester am Freitag zu verstehen gegeben, das ich nun die kommenden Tage per Whatsapp stumm bleiben werde, weil ich einfach meine Ruhe brauche….diese ständige Verpflichtung auf Nachrichten antworten zu müssen, ist mir gerade zu viel…sie hat doch ihren Mann, dem sie die alltäglichen Kleinigkeiten erzählen kann…der ist Vorort und hört ihr zu. Ich hab weder Zeit, noch Lust über jede Kleinigkeit informiert zu werden. morgens um 5:15 Uhr kommt das erste Guten Morgen von ihr und um 20 Uhr Abends kommt die letzte Meldung mit dem Hinweis auf eine gute Nacht. und tagsüber die Erzählungen des Tages.

Ganz ehrlich, das hat mein Ex-Freund damals mit mir gemacht, als wir eine 2jährige Fernbeziehung hatten, da kann ich das ja noch verstehen, aber so etwas muss ich nicht täglich von meiner Schwester erhalten. Sie empfindet das als schön, mir wird es zu viel…also wieder etwas, das ich beim nächsten Telefonat oder Treffen mit ihr klären muss.

2023 – das war es jetzt – ENDLICH

Nach dem, auch für mich, unterwarteten Blick zurück in meine Vergangenheit, werfe ich noch ein letztes Mal einen Blick auf das Jahr 2023 und nur selten hatte ich bisher dieses inbrünstige Gefühl von ENDLICH ist das Jahr gleich vorbei.

Da es sich um meinen persönlichen Jahresrückblick handelt, blende ich hier mal alles aus, was „draußen“ so geschieht…also den Russland-Krieg in der Ukraine, den Krieg der Hamas mit Israel, das Klima, den Antisemitismus, das Wetter und die restliche Politik. Hier geht es um meinen persönlichen Microkosmos.

Während mir die Corona-Jahre zuvor, emotional fast nichts ausgemacht haben, war das Jahr 2023 geprägt von Sorgen und Nöten um die Gesundheit meiner Schwester, meines Schwagers und meiner Eigenen…die wirtschaftlichen Nöte der Beiden, durch den 2maligen Job-Verlust meines Schwagers und die fast 7 Monate Genesungszeit meiner Schwester und das während ihr Arbeitgeber von einem anderen sozialen Träger übernommen wurde…diese ganze Unsicherheit, diese unsäglich falschen Verträge, wo nichts stimmte und das Alles, während sie sich ja nicht aufregen durfte….nach der 4fach Bypass-OP am offenen Herzen und dann die Hüft-OP meines Schwagers im Herbst.

Dann, zu guter Letzt auch noch die eigene Ungewissheit ist das auf der Lunge jetzt Krebs oder doch nicht….die mich mehr als 1 Monat Lebenszeit gekostet hat…Danke, also von dem Jahr 2023 hab ich echt genug. So eine konzentrierte emotionale und auch körperliche Belastung (auch durch die Corona-Infektion im Frühjahr, mit Geschmacks- und Geruchsverlust und einer langen Zeit mit unglaublicher Müdigkeit und Schlappheit) in nur einem Jahr, reicht gleich für die nächsten Jahre mit.

Aber wir haben alles überstanden…und wir haben als Familie gut funktioniert, so gut, wie noch nie…unsere kleine 3er Kernfamilie ist emotional noch enger zusammen gerückt.

Beruflich hat sich bei mir in der Firma auch einiges verändert, es gab viel Unruhe, viel Ungeklärtes, neue Herausforderungen, wenig Konkrete Hilfestellungen, so das ich tatsächlich häufig frustriert war….und auch teilweise immer noch bin. Aber es gibt auch intensiveren Kontakt zu einigen Kollegen, vor allem zur Kollegin Svea, was mir auch hilft, mit vielen besser klar zu kommen…wir erzählen und lachen viel…das tut gut.

Die Firma hat im letzten Moment (nämlich am 22.12.) zum Glück auch noch die Reißleine gezogen, und sich für diesen Jahresabschluss von dem Diktat am 12.Janaur mit ALLEN Gesellschaften fertig sein zu müssen, verabschiedet. Diese Meldung kam aber so klein, versteckte sich fast unsichtbar in einer langen dänischen Mail, so das ich es fast übersehen hätte und konnte es kaum glauben, bis ich mir eine gesonderte Bestätigung der Teamleiterin aus der Zentrale habe geben lassen. WIRKLICH wahr – wir bekommen 2 Wochen länger Zeit? (also ich dann natürlich nur 1 Woche – aber immerhin EINE ganze Woche)….jawohl das habe ich jetzt schriftlich bestätigt bekommen.

Ja das ist ja grandios….mit etwas Glück und gutem Willen, lassen sich so eine Menge Probleme elegant umschiffen…wenn die Direktvermarkter nicht trödeln und die Netzbetreiber zügig bezahlen, DANN kann ich die tatsächlichen Werte nutzen, und muss nichts Schätzen….spare mir also als das ganze Gehampel mit schätzen, buchen, stornieren und Neu-Buchen innerhalb kürzester Zeit.

So bekommt der Jahreswechsel auch noch eine ganz versöhnliche Stimmung….und ich freue mich auf einen ruhigen Jahreswechsel (das meine ich durchaus ernst, es war noch sie soooo ruhig an einem Silvester-Nachmittag …so wenig wird hier gerade geknallt…das war in den letzten 2 Jahren ganz anders) .

Ich wünsche Euch allen einen sanften Rutsch ins neue Jahr 2024. Lasst es Euch gut gehen und bleibt gesund.

Ein Blick weit zurück

Ich hab eine Kabarett-Sendung gesehen, die mich sehr berührt und zum Weinen gebracht hat…und seitdem stelle ich mir eine Frage: Was würde ich heute Meinem 12/13jährigem ICH von damals mit auf den Weg geben.

Ich war mit 12 Jahren mehr als pummelig, ungelenk und tapsig, dazu extrem schüchtern und nicht kommunikationsfähig, konnte schon damals bestimmte Geräusche kaum ertragen (heute nennt man das: Misophonie) und fühlte mich am Wohlsten, wenn ich alleine sein konnte.

Mir wurde mit jeder Faser suggeriert, das ist nicht okay so, wie ich bin und mein Vater wollte das mit Stenge ändern, während meine Mutter sich dabei nicht so viel Mühe gegeben hat…sie war froh, wenn ich brav und unsichtbar blieb…also blieb ich das auch Meistens.

Nur bei den gemeinsamen Mahlzeiten fiel ich durch die Auswirkungen der Misophonie und auch schon durch die Klaustrophobie unangenehm auf….saß ich doch in der kleinen Küche auf einem Platz, eingezwängt zwischen der Küchenwand rechts neben mir, der Wand zur Speisekammer hinter mir, und meine Mutter links neben mir und dem Tisch vor mir. Ich konnte von alleine dort nicht weg und musste die Geräuschkulisse ertragen, obwohl ich mehr als einmal dabei durchdrehte.

Ein Jahr später, als meine Mutter weg war, wurde es besser…aber nur deshalb, weil ich jetzt die Pflicht hatte, direkt nach dem Essen das Geschirr abzuwaschen (per Hand – Spülmaschinen waren Anfang der 80er Jahre noch Luxus) und die Küche wieder sauber zu machen….und damit durfte ich dann auch schon anfangen, wenn mein Vater und meine Schwester noch nicht mit dem Essen fertig waren.

Mein Vater stand schon immer auf den Typ „Twiggy“ und wollte, das wir seinem Ideal entsprachen…da passte ich natürlich so gar nicht rein und unsere Cousine wurde uns immer als Vorbild gepriesen. Sie sah aber auch eher aus wie ein Engel…oder wie wir es sagten wie ein Hungerhaken: groß, sehr schlank und mit langen blonden Haaren (dafür mit unnatürlich großen Schneidezähnen)…meine Schwester war klein, zierlich und hatte nur ein paar blonde Flusen auf dem Kopf, ich war zwar groß, dafür eben pummelig, mit einem runden Gesicht und extrem dicken, langen kastanienbrauen Haaren. Also Beide waren wir nicht gerade das Ideal, wie uns unser Vater gerne gehabt hätte.

Und durch den Weggang unserer Mutter wurde unser Selbstbewusstsein auch nicht wirklich besser, hatte sie den Kontakt zu uns Beiden doch sehr schnell abgebrochen und uns schon nach einem Jahr nicht einmal mehr zum Geburtstag geschrieben. NICHTS kam mehr (und nein, unser Vater hätte eventuelle Briefe gar nicht aufhalten können, da WIR immer täglich den Briefkasten geleert haben, während er noch im Amt war).

Wie soll man als 13jährige da bitte schön ein robustes Selbstbewusstsein aufbauen, wenn die eigene Mutter keinen Kontakt zu ihren Kindern möchte und der Vater sich lieber Kinder wünscht, die schlank, schön und kommunikativ sind. Ich fühlte mich immer als Mängelexemplar.

Schon damals wurde mir klar, das da Niemand ist, der sich um mich kümmern wird…mein Vater war zu sehr damit beschäftigt, sich in dem Leben als alleinerziehender Vater, mit Vollzeitjob zurecht zu finden und suchte mehr und mehr Halt in immer mehr Alkohol…meine Schwester versuchte sich die Bestätigung in ihrem Freundeskreis zu holen und bei den Jungs, die dieses quirlige und lustige Mädchen toll fanden.

Was mir schon damals Halt gab und auch mein Selbstbewusstsein förderte, war Wissen und Lesen.

Schon lange bevor ich einen Bücherei-Ausweis bekam, hab ich die Bücher gelesen, die auf einem hohen schwebendem Regal bei uns im Wohnzimmer standen. Daran zu kommen, ging nur mit etwas Akrobatik und mit Hilfe eines der Sessel, um von dort auf das Sideboard zu Klettern, damit ich überhaupt in Griffnähe der Bücher kommen konnte. Es waren Erwachsenen-Bücher, meistens Romane über den 2.Weltkrieg wie „Die Nackten und die Toten“, „Oleander, Oleander“, „Heißer Sand“, „Papillon“ oder sonstige Schinken wie :“Krieg und Frieden“, „Der große Brockhaus“,  Teile aus der Bibel und jede Menge Spionageromane, an deren Namen ich mich kaum mehr erinnere.

Nicht das ich diese Bücher hätte lesen dürfen, aber ich hab den Schutzumschlag der Bücher im Regal stehen lassen und die Bücher in meinem Zimmer versteckt…da ich mich ja selber um mein Zimmer kümmern musste, konnte es so auch meinem Vater nicht auffallen. Da war es von Vorteil fast unsichtbar zu sein.

Und mit dem Wissen aus der Schule und den daraus resultierenden guten Noten, hab ich mir selber mein Selbstbewusstsein aufgebaut…trotzdem hab ich ich mich körperlich immer noch als falsch empfunden und blieb verletzbar. Ich wusste damals schon, das ich anders bin: ernster, zurückhaltender, nachdenklicher, mit dem Hang zur Selbstreflexion und durchaus auch einem Hang zur leichten Schwermütigkeit. 

Den Humor in mir, hab ich erst später entdeckt…genauso wie die Lust am Sport und das Selbstbewusstsein aufgrund eines zunehmend ansehnlichen Äußeren und die Fähigkeit mich entsprechend zu kleiden, um meine körperlichen Vorzüge zu betonen.

Innerlich blieb ich trotzdem immer das kleine Pummelchen…und wenn ich heute die Bilder aus meiner aktiven Tanzzeit mit Mitte 30 sehe, bin ich überrascht, wie schlank ich da war….währenddessen fühlte ich mich mit Kleidergröße 36 immer noch pummelig…und hatte das Gefühl alle anderen Turniertänzerinnen sind zierlich, schlank und schön, nur ich nicht. Eine echt verquere Sichtweise auf mich selbst, hatte ich da immer noch – eben die Sichtweise meines Vaters.

Was hätte ich also meinem 13jährigen ich von damals gerne mit auf den Weg gegeben? Du schaffst das – Du bist stark. ….wirst mal beruflich Karriere machen, ne Menge Geld verdienen, leidenschaftlich gerne (und erfolgreich) Tanzen, leidenschaftlich lieben (und entlieben) unabhängig und selbstbewusst sein und deine seelische Mitte finden….Es wird viele Jahre dauern, aber alles wird gut, wenn Du Dich nur auf Dich selber verlässt….

Restaurants und die MWST

Die Empörungshaltung der Bundesbürger erstaunt mich immer wieder.

Seit Monaten schon wird über die Rückkehr zur 19% MWST für Restaurant-Besuche (Essen Vorort) gesprochen und das dieses jetzt den „Untergang“ vieler Restaurants bedeuten soll…der endgültige Gnadenstoß sozusagen.

Wirklich? 

Aktuell sind die Restaurants überall brechend voll…mit anderen Worten, es ist bei vielen Bürgern immer noch genügend Geld da, um in Restaurants zu gehen…okay, vielleicht trinkt man nicht mehr 3 Getränke zum Essen, sondern nur noch eines oder man lässt schon mal eher den Nachtisch weg.

Und ich will gar nicht ausschließen, das die vielen Preiserhöhungen der unterschiedlichsten Art für viele Gastronomiebetriebe und auch für viele Menschen inzwischen wirklich nicht mehr tragbar sind, vor allem für die, die am unteren Ende der Sozialleiter angekommen sind und auch die Betriebe die sich gerade so, eben über Wasser halten.

Aber die extreme Welle der Empörung über die Rückkehr von 7% auf 19% MWST liegt meines Erachtens eher darin begründet, das wir nicht mehr rechnen können und somit den Anteil der Mehrwertsteuer am Endpreis erheblich überschätzen.

Wenn ich aktuell im Restaurant 10,00 EUR Brutto bezahle, dann würde das, bei gleichbleibendem Grundpreis, ab Januar 2024 bedeuten, ich bezahle  11,12 EUR. Vorausgesetzt die Restaurants erhöhen die Preise ausschließlich um die MWST-Differenz. Für sie würde das somit keine Mehrkosten bedeuten…aber wahrscheinlich ein weniger an Umsatz, weil etwas weniger Gäste kommen werden, bzw. weniger gegessen und getrunken wird.

Bei durchschnittlich 20 EUR pro Gericht, würde das Essen dementsprechend 2,25 EUR mehr kosten usw. ich kann es mir kaum vorstellen, das das jetzt die Menschen lange davon abhalten wird, in Restaurants zu gehen….ebenso wenig, wie es es sie jetzt schon nicht abhält, in den Urlaub zu fliegen (das haben wir uns verdient) oder überhöhte Preis für Convenience-Produkt-Zubereitungen in vielen Restaurants (das gönnen wir uns) zu bezahlen.

Wie immer, ist das natürlich nur meine Meinung und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit….bis auf die Berechnung und je nach Berechnung mit oder ohne Rundung, kann es sich das Ergebnis um 0,01 EUR unterscheiden 😉

  • 10,00 Brutto incl.  7% = 9,35 Netto
  • 11,12 Brutto incl. 19%= 9,35 Netto
  • 1,12 MWST-Erhöhung

Und die Essenslieferungen (außer Haus) bleiben ja auch weiterhin bei 7% MWST. Ob ich das Durcheinander bei den MWST-Sätzen und der praktischen Handhabung gut finde, ist etwas ganz anderes….na klar würde ich mir wünschen, das es hier einfachere und nachvollziehbarere Lösungen gehen würde.

Ich wäre eher für eine Absenkung der MWST auf den Einkauf von Lebensmittel von 7% auf 0%…das käme dann wirklich allen zu Gute, egal ob man es sich leisten kann in ein Restaurant zu gehen oder nicht. Denn Einkaufen müssen für alle, um uns zu Ernähren…auch wenn man von so einer Einsparung nicht reich werden würde….aber es wäre m.E. ein besseres Signal an die Bevölkerung.

Der ermäßigte Steuersatz von 7% gilt übrigens i.d.R. für den Grundbedarf…deshalb ist es für mich nicht nachvollziehbar warum man für Tierfutter 7% MWST ansetzt, für Babynahrung jedoch 19%, um nur ein Beispiel zu nennen.

Ich bin gespannt, ob ich ab Januar 2024 tatsächlich auch ohne Reservierung mal wieder einen Platz in einem Restaurant bekommen werde.

Dies und das in der Woche

Zum Glück gab es in dieser Woche aber auch Angenehmeres:

  • Ich hab meine Erkältung überwunden, es geht mir wieder gut
  • deshalb hab ich meine Walkingrunden wieder aufgenommen und steigere auch schon wieder die Strecken…durch den Sturm bin ich bis einschließlich Donnerstag aber nur durch die Straßen der kleinen Stadt gelaufen.
  • Freitag bin ich spät am Abend dann auch endlich wieder meine Wohlfühlstrecke, ausserhalb des Ortes, gelaufen…wie wunderbar: nass, kalt und immer noch böig windig…und ich hab die Luft kraftvoll in meine Lungen gesogen und bin die durchweichten Wege gelaufen. Ich brauchte nicht mal die Taschenlampe, weil durch den Wind die Wolken immer mal wieder fort-gepustet wurden, und der zunehmende Mond zum Vorschein kam….das Leben ist so schön – ich hatte es in dieser Woche fast vergessen
  • Donnerstagmittag hatte mich der Controller mittags zum Essen ins Restaurant eingeladen..es war ein Dankeschön, das ich vor meinem Urlaub an seinen Geburtstag gedacht und ihm eine selbst-gestaltete Karte und eine Grünpflanze auf den Tisch gestellt hatte (Blumen gießen mache ich eh in unseren beiden Büros, sonst würde keine seiner Pflanzen überleben). Über die Einladung hab ich mich sehr gefreut, ist der Kollege doch eher ein Pfennigfuchser. Wir haben gut gegessen und uns nett unterhalten.
  • Für den späten Nachmittag hatte ich mir einen Termin zur Blutspende geholt…seit der Diagnose „Arteriosklerose“ war ich nicht mehr da…und werde auch zukünftig nicht mehr kommen…die wollen mein Blut nicht mehr. Ich hatte mich vorher im Internet versucht schlau zu machen und keine eindeutige Antwort erhalten. Meinen Kardiologen hatte ich schon vor Wochen gefragt und er sagt, das hängt von den Blutspendediensten ab. So war der Besuch eher ein Test…und die Ärztin in dem Zentrum schien auch persönlich beleidigt zu sein, das ich es gewagt habe zu kommen…und das ohne meine Befunde mitzubringen, also da hätte ich mich ja mal vorher schlau machen sollen…die hatte wohl einen schlechten Tag, ich hab sie mal kurz daran erinnert, das ich ja freiwillig hier bin, um herauszufinden, ob ich überhaupt noch spenden darf und das ich ihre vorwurfsvolle und überhebliche Art hier nicht passend finde. Sie solle doch einfach sagen: ja oder nein – was ist daran jetzt so schwer. Sie wollte aber nicht entscheiden…und sagte, sie hätte Angst ich würde ihr anschließend eine schlechte Bewertung auf der Homepage des Blutspendesdienstes geben, wenn sie nein sagt…Ich war perplex – darauf wäre ich im Leben nicht gekommen….und hab ihr das auch gesagt…ich will doch nur wissen ja oder nein und wer ihre noch meine Zeit weiter verplempern…sie hat sich dann mit einer Kollegin beraten und endlich ihr Urteil gefällt: NEIN. Also hab ich mich freundlich verabschiedet und ihr schöne Weihnachten gewünscht und bin gegangen. Dann behalte ich eben mein Blut…ist aber auch irgendwie schade, jetzt wo ich mich schon gut daran gewöhnt hatte.
  • Dafür konnte ich am gleichen Standort noch zu meiner Krankenkasse: Ich hab mir die APP der Krankenkasse heruntergeladen und brauche eine Verifizierung, das ich auch wirklich ich bin….der Mitarbeiter war gut drauf und es lief schnell und unkompliziert.
  • Die Einkäufe und Geschenke für Schwester, Schwager und den guten Freund hab ich zum Glück sehr entspannt in den letzten Tagen erledigen können…alles ohne Stress.
  • Eigentlich sollte in dieser Woche zuhause noch die Elektrofirma kommen, um das Glasfaserkabel aus dem Keller in die Wohnungen zu verlegen. Der Termin für unsere Seite (3 Wohnungen) war für Dienstag, kein Problem ist eh mein Homeoffice-Tag…ich war also da – meine Nachbarn unter mir glänzten durch Abwesenheit..also wurde der Termin verschoben = auf Freitag.
  • Freitag bin ich also auch im Homeoffice gewesen – aber wieder kam Niemand….bis ich am Nachmittag, in meinem Briefkasten, einen Zettel fand, das der Termin abermals verschoben werden musste…. na gut – dann eben nicht.

so viel Ignoranz

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Sooo jetzt ist es also soweit, Morgen ist Heiligabend…und die Woche war echt demotivierend.

Bei der firmeneigenen Bescherung am 18.12., lobte der GF, wie toll ALLE gearbeitet hätten und das wir jetzt ALLE In Weihnachtsurlaub gehen, runterfahren und zur Ruhe kommen können, so das es mit neuer Kraft im neuem Jahr weiter gehen kann. Eigentlich meint er ja nicht alle Abteilungen, sondern nur SEINE Planungsabteilungen.

Ich konnte bei so viel Einseitigkeit, mal wieder nicht meine Klappe halten, weil es so einfach nicht stimmt….nicht ALLE Abteilungen können sich Ausruhen. Aber auf meinen kleinen Einwand, das eben das Controlling gerade jetzt die herausforderndste Zeit hat, bekam ich nur eine gereizte Entgegnung, die zeigt, wie wenig ihn unsere Abteilung überhaupt interessiert. Wieder einmal bestätigt es sich, das er sich gar nicht vorstellen kann, was wir eigentlich den ganzen Tag machen und transportiert diese Ignoranz offen sichtbar in alle anderen Abteilungen.

Ich war an dem Montag mit Kopfschmerzen ins Büro gegangen und immer noch leicht angeschlagen, also hat mich diese Aussage sehr getroffen. Und wieder ärgere ich mich, das ich nicht einfach stumm geblieben bin…ich weiß ja, wie er tickt, in seinen Augen zählen nur Planung-und Entwicklung. Das es auch noch aktive Abteilungen gibt, wie Technik und Buchhaltung blendet er aus, wir sind nur lästig, weil wir immer wieder darauf drängen, das Termine und Formalien der Verwaltung eingehalten werden….das finde ich aber ungerecht, uns hier einfach unter den Tisch fallen zu lassen…wo wir ja nur mit wenigen Personen im Raum waren…die Techniker bleiben solchen Terminen sowieso meistens fern.

Normalerweise stehe ich über solchen Dingen, aber wie gesagt, ich war noch nicht ganz fit.

Auch die nächsten Tage blieb mir mehr als einmal die Luft weg:

  • mein dänischer Chef hat das zeitlich kritische Thema, wo ich ihn um Unterstützung gebeten hatte, nicht mehr ins Rollen gebracht – er ist in Urlaub gegangen
  • nicht ohne vorher noch, am 21.Dezember weitere schriftliche Anweisungen an alle Controller zu verschicken, das wir zu den bisherigen Daten und Dateien im Jahresabschluss noch zusätzliche ausführliche Excel-Listen ausfüllen müssen, damit wir es dem Konzern-Controlling leichter machen….momentmal…davon war vor einer Woche bei unserem Termin noch gar nicht die Rede.
  • eine Teamleiterin in DK hat erst 2 Tage vor ihrem Weihnachtsurlaub fest gestellt, das es für ein neues Bankkonto bei einer dänischen Bank, noch gar kein Online-Banking gibt…ich frage seit Ende Oktober immer wieder genau danach…und mache sie darauf aufmerksam, das ich das Konto nicht benutzten kann. Sie hat es einfach ignoriert.
  • die andere Teamleiterin in DK, die für die Einrichtung der Konten bei deutschen Banken zuständig ist, schreibt auf meine Mail, das ich auch dieses neue Bankkonto nicht benutzen kann, nur zurück: ja ich sehe es auch nicht. Punkt und Ende der Mail….JA? und was sagt uns das jetzt? Genau das sie sich darum kümmern muss….nett wie ich bin, rufe ich bei der Bank in Deutschland an und der Herr ist etwas umständlich in der Erklärung…ich gebe die Infos auf English weiter und nun will die Kollegin mit mir darüber diskutieren, das es so nicht stimmt….ich blocke ab, sie soll sich doch bitte selber an die Bank wenden…das ist ihre Aufgabe. Meine Aufgabe ist es, die Konten anschließend zu benutzen…wenn ich sie dann endlich im den Banking-Programmen sehen kann.
  • Die Finanzierungabteilung fragt nach, wie wir denn bisher die Rechnungen bezahlt haben, so ganz ohne Bankkonto und sie möchte die Nachweise haben….hahaha – jaaa das möchtest Du wissen was? Na Ihr habt mir das doch eingebrockt. Ich rede seit Monaten davon, das wir für diese Gesellschaften endlich Bankkonten benötigen, aber nein, die Finanzabteilung hatte es nicht so eilig. Da hab ich eine Besonderheit in dem Firmenkonstrukt zur Hilfe herangezogen…alles wurde rechtzeitig bezahlt. Ich habe also beschlossen mich nicht weiter aufzuregen, die Antwort schicke ich ihr erst nach Weihnachten…ich hab genügend anderes zu tun und da die beiden Teamleiter jetzt auch in Urlaub sind, wird das eh nichts mehr mit den Konten in diesem Jahr.

Manchmal fühle ich mich echt veräppelt und als ich der Kollegin Svea davon erzählt habe, liefen mir gleich mal wieder ein paar Tränchen über das Gesicht….so angespannt war ich. Sie selbst kennt das mit anderen Abteilungen in der Zentrale und wir sind uns einig, das Wort „hygge“ bedeutet oft nicht nur „entspannte Freude“, sondern eher: „entspannte Freude durch Ignoranz“…einfach so lange das Notwendige ignorieren, bis es nicht mehr weiter zu ignorieren geht.

Ich arbeite wirklich gerne und gerne auch viel…aber wenn ich Dinge nicht selber in der Hand habe, sondern auf Kollegen angewiesen bin, die nicht aus dem Quark kommen, dann fühle ich mich echt sabotiert.

Also hab ich mich im Büro und auch im Homeoffice zurück gezogen und mache das, was ich am Besten kann…ich arbeite vorausschauend, plane die nächsten Arbeitsschritte und bereite alles soweit vor, wie es eben möglich ist…ziehe andere Arbeiten vor (wo ich schon alle Unterlagen habe), verschiebe anderes nach Hinten (wo noch etwas fehlt), blocke nicht zeitkritische Zusatzarbeiten für den Januar ab (keine Zeit dafür), bereite Dateien vor und baue mir so erneut einen Zeitpuffer auf, um bis Ende des Monats und bis Mitte Januar genügend Spielraum für die vielen Abgabetermine zu erhalten…oder zumindest um auf noch weitere unvorhergesehene Probleme reagieren zu können.

Jetzt bin ich wieder ruhig und auch zufrieden mit mir und meiner Arbeit, zumindest mit dem Teil, den ich zu verantworten habe. Und den Rest - den ignoriere ich jetzt auch mal

Suppe als Medizin

Mittwoch hab ich mich ja so krank gefühlt, das mir nur eines der allgemeingültigen Hausmittel als Medizin helfen konnte: eine frisch gekochte Suppe.

Meistens reden wir dabei von Hühnersuppe…es geht aber auch, genauso gut, eine frisch gekochte Rindersuppe. Die letzte Portion meiner Hühnersuppe hatte ich schon Anfang Herbst gegessen.

Aber es schlummerten im Gefrierschank noch Rinderbeinscheibe und Markknochen…und zusammen mit dem frischen Gemüse (Knollensellerie, Kartoffeln, Möhren, Porree) vom Markt, hab ich daraus eine kräftige Suppe gekocht. Die Fadennudeln wurden separat gekocht und dann nur noch beim Anrichten in die Suppe getan.

Mein Vater hatte früher die Nudeln direkt in der Suppe gekocht, so das man am nächsten Tag dann immer eine „Scheibe“ Suppe aus dem Topf schneiden musste….da sich die Nudeln mit der Brühe vollgesogen hatten…schmeckte zwar immer noch…sah aber irgendwie merkwürdig aus.

Also hab ich mich 2 Tage von dieser Suppe ernährt…und das tat mir einfach gut…ein Seelenwärmer und es bleibt ein schönes Gefühl von: ich habe mir etwas Gutes getan….wer braucht das nicht, ab und an.

Natürlich waren die Erkältungs-Symptome auch die nächsten Tage noch da…auch heute noch…aber ich hab mich insgesamt besser gefühlt.

Freitagabend gab es dann bei mir eine Reis-Paprikapfanne: schnibbeln, braten, würzen, fertig in ca. 15 Minuten…ich hab gestern eine Doku gesehen, wo sich eine moderne 4köpfige Familie, wo die Eltern auch anspruchsvolle Berufe haben, am Liebsten von Fertiggerichten ernährt, die wollen es unkompliziert und haben sogar keine Lust auf Gemüse schneiden…für mich ein gruseliger Gedanke…so stumpfen doch die Geschmacksnerven komplett ab.

Na klar kann man sich das Leben mit einigen Convenience Produkten leichter machen, aber so gar nicht frisch zu kochen, sondern nur noch das Essen zu erwärmen ist eigentlich traurig.

Ich auf jeden Fall mag mein selbst gekochtes Essen.

Dazu gehören auch die Laugenbrezel…der Teig war dieses Mal so perfekt, das die Brezel beim Backen aus diese weiße Bruchstelle entwickelt haben….hahaha super – darüber freue ich mich sehr….auch wenn das Formen der Teiglinge noch ausbaufähig ist..na immerhin erkennt man, was es sein soll…

Die kleinen verhunzten „Unfälle“ haben es gar nicht erst auf das Bild geschafft…die hab ich noch warm mit etwas Butter verputzt….