Pläne durchkreuzt

Nach dem schönen Ausflug am Samstag, blieb ich am Sonntag bis zum Nachmittag zuhause…dann bin ich ins Fitnessstudio gefahren.

Ich hab moderat trainiert…d.h. mich nicht ausgepowert, aber trotzdem die Gewichte etwas erhöht….außerdem hab ich 3,5km auf dem Rudergerät verbracht…immerhin startet in der kommenden Woche jetzt endlich der Kajak-Grundkurs.

Frisch geduscht und total zufrieden komme ich wieder zuhause an…und nach ca. 2 Stunden starten die Halsschmerzen…schnell wird aus dem leichten Halskratzen mehr….viel mehr, dazu kommen Kopfschmerzen und die Nase läuft auch…

In der Nacht bekomme ich, auf dem Rückenliegend nur schwer Luft ( die Nase war zu und durch den Mund ging es gerade so eben)…wären meine Mandeln nicht schon entfernt, hätte ich vermutet, das diese stark geschwollen sind…aber es waren wohl die Lymphknoten die anschwollen…ich bekam starke Schluck-und Atemprobleme…das hatte ich das letzte Mal kurz bevor mit die Mandeln vor 15-16 Jahren entfernt wurden…damals kam mir das Wasser, welches ich trinken wollte, aus der Nase wieder heraus, so zugeschwollen war mein Hals…Ganz so schlimm war es jetzt zum Glück nicht…aber immerhin so beunruhigend, das ich den Rest der Nacht eher sitzend geschlafen habe….so ging es mit dem Atmen.

Ich hab mich also Montagmorgen erst einmal in der Firma krank gemeldet…im Laufe des Tages kamen dann noch ein paar andere Symptome hinzu…der private Corona-Test war negativ und in die Arztpraxis durfte ich nur mit einem offiziellen Corona-Test, der dann aber auch negativ sein musste…dafür bekam ich dann aber noch einen Arzttermin am frühen Abend.

Der Gang zum Testzentrum in ca. 600m Entfernung, zeigte meine Kurzatmigkeit und mir wurde schwindelig…war froh als ich wieder zuhause war….Testergebnis: negativ.

Die Autofahrt zum bisherigen Hausarzt in Pinneberg, brachte mir die Erkenntnis, das ich mir wohl doch mal einen hier Vorort suchen sollte…Aber inzwischen vertraue ich dem Arzt und er hat mich kurz angehört und untersucht und ist der Meinung das ist dann wohl jetzt „meine Portion Omikron ist“, weil alle Symptome darauf hindeuten, auch wenn die Tests bisher negativ sind….was wohl an der 3fach Impfung liegt.

Einen PCR-Test hab ich nicht bekommen…aber eine Krankmeldung bis Ende dieser Woche…und ich hab nicht widersprochen.

Inzwischen ist es der 3. Tag den ich mich elendig fühle…inzwischen sind die Halsschmerzen etwas zurück gegangen, dafür hab ich den Eindruck es liegt ein Sandsack auf meiner Brust.

Das heißt aber auch: es wird nichts mit dem Kajak-Kurs…und DAS macht mich schon sehr traurig…es sind ja nur 4 Termine und 2 werde ich auf jeden Fall verpassen….aber der Verein hat mir ein anderes Angebot gemacht…ich muss mal schauen, ob das für mich infrage kommt.

Naja – ich kann es jetzt nicht ändern….und versuche bestmöglich gesund zu werden: schlafe viel und ruhe mich tatsächlich aus…mein Körper arbeitet sich an den verschiedenen Symptome nacheinander ab, das ist nervig und es ist nicht schön sich so krank zu fühlen…aber so geht es immerhin voran…und dann hoffe ich das ich bis Ende der Woche wieder fit bin…wenn nicht geht es noch einmal zum Arzt…

Tagesausflug: an der Trave in Lübeck

Tagesausflug: an der Trave in Lübeck

Nach einem erneuten Plausch mit meinem Nachbarn Mirco Samstagmorgen im Waschkeller, wusste ich, das es heute den ganzen Tag laut unter mir werden wird….eine neue Terrasse wird da angelegt und so hab ich dann relativ spontan entschieden, schon am Vormittag nach Lübeck zu fahren. So umgehe ich das laute Schneiden der Steine usw.

Lübeck ist knappe 80km entfernt…und ich wollte sowieso endlich mal vom Zentrum aus an der Trave entlang laufen….warum also nicht gleich heute.

Außerdem ist Lübeck einer der Standorte für diesen großen französischen Sportartikel-Händler und -Hersteller….da wollte ich eh mal wieder hin…brauche noch ein paar spezielle Dinge für Wassersportler, z.B. Neoprenschuhe, einen wasserdichten Rucksack, einen leichteren aber warmen Windbreaker und Handschuhe mit rutschhemmenden Elementen. Und ich bin dort tatsächlich fündig geworden.

Anschließend ging es mit dem Auto mitten in die Stadt ….aber weit genug entfernt, um an einer belebten Straße das Auto kostenfrei abstellen zu können….von dort bin ich dann bis in die Nähe des Holstentors zur Trave gelaufen und dann ging es immer am Ufer oder in der Nähe des Ufers entlang. Wie schön es hier ist, wenn man den Altstadt-Bereich verlässt….gar nicht so überlaufen….alles ruhig und friedlich.

Hier sieht man das wahre Leben, kleine Häuschen mit liebevoll gestalteten Blumenkästen und -Kübel vor den Haustüren…mit Wäasche auf Wäscheleinen direkt an der Trave, mit Menschen die am Ufer auf dem Rasen grillen und chillen….und sich nicht um die Touristen kümmern, die in Elektrobooten über die Trave fahren….friedliche Menschen die am Ufer leben ohne das es nur um die Reichen und Schönen in stylischen Stadthäusern geht, sondern um normale kleine Häuser und Mietwohn-Häuser….mit nicht restaurierten Fassaden, aber dafür mit echten Menschen…das ist für mich mehr als das touristische Lübeck.

Erst spät am Nachmittag kam dann wirklich die Sonne hervor und ich musste feststellen, das ich mich viel zu warm angezogen hatte….aber egal….ich fand es entspannend und toll hier entlang zu laufen…..

Später war ich dann noch in dem kleinen vietnamesischen Restaurant, in dem ich vor fast langer Zeit mal mit Schwester+Schwager war…und das Essen ist immer noch phantastisch….die Preise sind inzwischen angehoben worden, aber es stimmt immer noch das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ein schöner und entspannter Tag und als ich Abends zuhause ankam, war die Terrasse tatsächlich fertig gestellt….prima !

Arbeitskram – selber organisieren

Die 3 Arbeitstage in dieser Woche waren – naja – irgendwie durchwachsen….ich fand erst kein richtiges System, um die neuen Anforderungen für die Quartalsabschlüsse in einem vernünftigen Ablaufplan umzusetzen. Aus der Firmenzentrale kamen natürlich keine konkreten Handlungs-Anweisungen…Und zuerst fand ich nicht einmal einen vernünftigen Rahmen und hab mich am Mittwoch lieber um die Tagesarbeit gekümmert….wohl wissend, das das keine so gute Idee war. Abgabetermin für die Quartalsabschlüsse: Freitagnachmittag!

Und Donnerstag war ich wieder im Büro in Hamburg…und außer einer ungefähren Idee, hatte ich immer noch keinen belastbaren Plan … musste mich regelrecht zwingen, jetzt endlich loszulegen, denn die Zeit lief mir davon.

Ich fing einfach mal an einer Stelle an und hab den Plan quasi entwickelt, während ich die 1.Gesellschaft abgearbeitet hatte. Danach stand der organisatorische Rahmen und es ging danach für die weiteren Gesellschaften schon zügiger. Ich hab es tatsächlich gerade noch rechtzeitig geschafft, alles fertig zu bekommen.

Das tat mir dann richtig gut…jawohl ab jetzt hab ich einen schnell abrufbaren und gangbaren Plan, den ich auch für alle weiteren Zwischen-Abschlüsse ebenfalls nutzen kann, ohne jedes Mal das Rad neu erfinden zu müssen.

Dafür musste ich allerdings unsere Jahresabschluss-Kontroll-Datei für jede Gesellschaft in Excel Neu-Basteln…denn alle Kontroll-Sheets waren einzig auf den Jahresabschluss ausgerichtet, unterjährige Abgrenzungen, Zwischen-Berechnungen und quartärliche Rückstellungen gibt es da nicht….aber genau die muss ich jetzt haargenau berechnen. Es war dann meine Entscheidung was ich mit berücksichtige, und was ich als nicht relevant vernachlässigen kann.

Lag der Fokus bisher auf nur auf 3 Kennzahlen, die unterjährig abgefragt wurden, waren die Anforderungen dieses mal schon weiter hoch-geschraubt und das wird garantiert noch nicht alles gewesen sein….ich kenne solche Salami-Taktiken.

Spätestens mit Ende diesen Jahres wird dann aus jedem „mal eben nebenbei Quartalsabschluss“ ein „kleiner Jahresabschluss“ werden….also ist es sinnvoll sich schon jetzt so zu organisieren, das ich die Arbeit daran nachvollziehbar erweitern kann.

Gestresst hat es mich aber eigentlich nicht…hab nur wenige Überstunden deswegen gemacht und mich auch nach Feierabend mit dem Thema nicht mehr beschäftigt.

DAS ist der große Unterschied zu früher: Feierabend ist Feierabend…das kann ich heute – früher hätte es mich in jeder Minute meines Feierabends beschäftigt und mich auch nachts vom Schlafen abgehalten…. hätte mich morgens ganz früh in die Firma getrieben und mich bis spätabends beschäftigt.

perfekter Schlaf braucht perfekte Voraussetzungen

Wer mich schon länger kennt, weiß, wie wichtig mir Ruhe und guter Schlaf sind.

Das Thema Schlafen zog sich durch meine letzte fast 8jährige Beziehung. Vom 1. Tag an, hab ich immer zu wenig Schlaf bekommen…es hat ewig lange gedauert, bis wir da so eine einigermaßen abgestimmte Lebensführung hinbekommen haben, aber letztlich war es für keinen von uns zufriedenstellend.

Seit mehr als 3 Jahren kann ich jetzt wieder vernünftig und gut schlafen. Ich schlafe bei geöffnetem Fenster, habe die Ruhe und den Platz den ich brauche und ich kann seitdem vor allem wieder ohne Störung durchschlafen.

Zum guten Schlafen gehört eben auch eine gute Matratze und die richtige Bettdecke…als Frau deren Hitzewallungen einfach nicht aufhören wollen, habe ich daher besondere Anforderungen an eine gute Bettdecke, sie soll einerseits warm halten (gerade im Winter ist die Temperatur in meinem Schlafzimmer manchmal nur bei 13-15 Grad), mich aber andererseits nicht im eigenen Saft schmoren lassen…die Decke sollte also temperatur-ausgleichend und atmungsaktiv sein….vor allem sollten es bei mir keine Kunstfasern sein.

Aus dem Grunde habe ich für den Winter immer noch eine Daunen-Kassetten-Bettdecke in 100% Baumwolle gehüllt und dazu Satin Bettwäsche und Satin-Spannbettlaken…. Im Sommer dünne100%Baumwoll-Bettdecken…nur für den Übergang fehlt mir jetzt noch etwas.

Die Daunendecke ist jetzt eindeutig zu warm, die Baumwolldecken sind noch zu dünn. Ich habe zwar mehrere die unterschiedlich dick sind und die man zusammenknüpfen kann…aber zusammen liegen die Decken dann zu schwer auf mir, Baumwolle eben.

Meine Schwester (hat ganz ähnliche Bedürfnisse an eine Bettdecke) schwört auf 100% Kamelhaar-Bettdecken. Die sind allerdings so richtig teuer….aber gut – das sollte mir mein Schlaf dann auch wert sein…also habe ich nach langer Suche, die für mich richtige Decke gefunden…die musste aber leider bestellt werden….und so warte ich schon seit einiger Zeit.

Letztes Wochenende wurde sie dann endlich geliefert…an die Nachbarn, die dann aber übers Wochenende weggefahren sind….gestern hab ich das Paket dann bekommen …. UND ? es stand die richtige Größe drauf, war aber die falsche Größe drin….grummel.

Okay, also das ganze geht wieder zurück und die Ersatzlieferung ist jetzt angeblich schon auf dem Weg zu mir….na ich bin mal gespannt… Die Abwicklung meiner Reklamation lief allerdings echt schnell und unproblematisch.

Heute bekam ich jedoch noch eine weitere Mail vom gleichen Online-Händler, das meine gleichzeitig vor Wochen bestellten Thermo-Vorhänge sich erneut verzögern und zwar auf den 29. OKTOBER. Zur Erinnerung wir haben heute den 26.April…wie genau kommen die jetzt auf den 29.Oktober? Eigentlich wollte ich die Vorhänge, um die kommende Sommer-Wärme aus meinem Schlafzimmer fernzuhalten.

Ich werde mich also noch einmal im stationären Handel umschauen, aber dort hab ich diese speziellen Vorhänge nicht gefunden und wurde mehrmals auf das Internet verwiesen.

Okay, da ich es nicht ändern kann, bleiben die Vorhänge vorläufig wie sie sind und auch die Winterbettdecke bleibt noch eine Weile….Wenn ich mich aufrege, kommen die Sachen auch nicht schneller bei mir an.

Der unverplante Tag

Jetzt werde ich mal faulenzen…hab noch einen Tag Urlaub und nach all den Aufregungen und Verabredungen der letzten Tage, möchte ich einen unverplanten Tag genießen.

Musste ja Samstag früh raus um nach St.Peter-Ording zu fahren, Sonntag früh raus für den Kajak-Kurs, Montag früh raus zum Reifenwechseln und später dann der Arzttermin. Hab mich in den Tagen mit meiner Familie getroffen, mit Freunden gechattet, telefoniert.

Heute habe ich dafür lange und gut geschlafen….bin im Bett liegen geblieben und habe lange gelesen….das Bad nur kurz aufgesucht und lümmele jetzt in Sweatshirt und Schlabberjeans auf der Couch….trinke meinen Kaffee, mit dem Laptop auf den Knien. Im Haus ist es absolut ruhig und es läuft weder das Radio, noch der Fernseher.

Aufregung und Kommunikation hatte ich in den letzten Tagen genügend…es wird Zeit für einen stillen Tag.

Ich surfe ein wenig durch das Internet, lese interessante Artikel, kleine Anekdoten…heute ist nicht der Tag für zielgerichtete Aktionen, keine Pläne, keine Termine, kein ich muss…heute lasse ich mich treiben….und falls ich heute Abend immer noch auf der Couch sitzen sollte, wäre das auch okay …

Das ist ein ICH-Tag: Ich möchte…, ich will…

Termine in der Stadt

Trotz meiner 2 freien Tage musste ich Montag genauso früh aufstehen, wie sonst auch…hatte ich doch noch vor 8 Uhr den Termin zum Reifenwechseln in Pinneberg….ich wohne zwar inzwischen 16km weiter…meine Reifen sind aber nicht mit umgezogen.

Bisher war es sehr bequem: Einfach den Wagen morgens beim Reifendienst abgeben, 500m nach Hause laufen und den Wagen dann im Laufe des Tages wieder abholen – fertig.

Nun fahre ich hin, gebe den Wagen ab und muss eine Stunde warten. Was aber auch kein Problem ist…hab im Cafè beim Supermarkt gefrühstückt und dann noch einen kleinen Einkauf erledigt und dann war der Wagen auch schon fertig…hab die Winterreifen dort wieder einlagern lassen.

Ich mag den Laden, die sind dort alle nett und sogar Montagmorgens schon gut gelaunt…der Service ist super und die Preise sind es auch…der Supermarkt ist gegenüber und mein Lieblingsbaumarkt nebenan.

Anschließend ging es mit dem Auto direkt nach Hamburg in die Innenstadt in eines der Parkhäuser in der Nähe vom Jungfernstieg….und hab mich sofort über mich geärgert, warum hab ich eigentlich nicht die S-Bahn genommen….das Parkhaus kostete 4,90 EUR je Stunde und mein Termin beim HNO war erst in 1,5 Stunden. Die haben das aber auch ganz geschickt gemacht: man fährt erst einmal hinein und eine ganze Weile kommt überhaupt keine Schranke…wenn dann die Schranke kommt, stehen dort die Preise….aber nun kann man nicht mehr zurück….also gut…ärgern hilft ja auch nicht.

Bis zum Arzttermin hab ich einen gemütlichen Spaziergang durch die Hamburger Einkaufsstraßen gemacht…aber nichts gekauft….fand es trotzdem sehr gemütlich mal wieder in Richtung Binnenalster zu laufen…trotz der schmerzenden Muskeln vom Kajak-Kurs (interessanterweise hab ich neben dem Rücken, den heftigsten Muskelkater an den Innenschenkeln und der Kniemuskulatur, daran erkennt man gut, das weit mehr Muskelgruppen trainiert werden, als nur die Arm-und Oberkörper-Muskeln).

Beim Arzttermin ging dann alles zügig…..der ältere Arzt ist nett und so herrlich normal…und sein Blick in meine Ohren brachte mir dann endlich die beruhigende Gewissheit: es war ein Hörsturz, ausgelöst durch einen Virusinfekt…die abklingende Entzündung in beiden Ohren ist noch gut erkennbar. Da ich weder einen Tinnitus, noch Schwindel habe, die Hörfähigkeit wieder hergestellt und die Überempfindlichkeit wieder weg ist, brauche ich mir keine Sorgen zu machen….es sieht alles gut aus. Das kann mal passieren….und sollte nicht überbewertet werden.

Hmmm das würde auch erklären, warum ich mich in der letzten Zeit immer mal wieder schlapp und kurzatmig gefühlt habe, trotz meiner Walkingrunden, irgendwie nicht ganz so fit…da hatte ich mir wohl, ohne es wirklich zu bemerken, etwas eingefangen und mein Körper hat ziemlich stillschweigend dagegen angekämpft – Danke liebes Immunsystem.

Ich bin jetzt froh einen HNO zu haben, der dazu auch noch Allergologe ist…wir haben uns noch kurz unterhalten und ich werde mal im Herbst einen Allergie-Checkup machen.

Danach hab ich allerdings zugesehen, das ich schnell zu meinem Auto kam, also mehr 2 Stunden wollte ich die Dienste des teuren Parkhauses dann doch nicht in Anspruch nehmen.

Auf der Elbe paddeln

Sich mit einem Kajak auf der Elbe fortzubewegen, löste ganz unterschiedliche Emotionen in mir aus.

Als Anfänger war da noch vor dem Start auf dem Wasser eine Menge Respekt vor den Wellen, der Strömung, der Tiefe und den großen Schiffen…immerhin ist das keine Badewanne, sondern ein Schifffahrtsweg für große und ganz große Pötte, die Haushoch an einem vorbeiziehen.

Als ich dann im Kajak die ersten Meter auf dem Wasser mit Gleichgewichtsproblemen kämpfte wurde mir kurzzeitig etwas flau ob ich nicht auf der (ruhigeren) Alster besser aufgehoben wäre….aber das legte sich dann doch sehr schnell wieder.

Bei schönsten Sonnenschein kam danach ein Gefühl von unbändiger Freude und dem Gefühl von Freiheit…was ja nicht so ganz stimmte, weil unsere Schnupperkurs-Coaches sehr genau darauf achteten, das die Gruppe zusammen blieb und wir alle genau das machten, was wir auch sollten.

Und als dann die Wellen der großen Schiffe bei unseren gefühlten kleinen Nußschalen ankamen, merkte ich die Kraft, die dahinter steckt….aber in den Wellen die Nerven zu behalten und entsprechend ruhig zu bleiben und weiter zu paddeln, das hat Endorphine freigesetzt….das war richtig toll.

Mein größtes Problem auf dem Wasser, war die Koordination: wie nutze ich die Paddel um welche Reaktion des Kajaks zu erzeugen und das, ohne mit den anderen Kursteilnehmern zusammen zu stoßen….aber da war ich zum Glück nicht die Einzige.

Es war eine Art Crash-Kurs…die Aushändigung des Equipments, das Anlegen der Spritzschutzdecke und der Schwimmwesten und wie man das Kajak startklar macht und das Paddel hält…und bis wir alle im Wasser waren, hat ungefähr 1 Stunde gedauert und dann waren wir mehr als 1 Stunde auf der Elbe.

Es ging nur darum, das wir herausfinden konnten ob das so ist, wie wir es uns vorstellen, denn auch der Verein hat nichts davon wenn sich Einzelne zum Grundkurs anmelden, dann aber abbrechen…und es dient auch herauszufinden ob es für Manche gar nicht erforderlich ist, einen Grundkurs mitzumachen….viele haben Surf-Erfahrungen, machen Standup-Paddeling, waren schon in Urlauben im Ausland Wander-Kajaken, haben einen Segelschein usw….ich bin da eine der wenigen absoluten Wassersport-Anfänger…aber das ist mir egal.

Ich werde den Grundkurs jetzt im Mai starten…und dann lerne ich alles, was dafür nötig ist….die Technik um richtig zu paddeln, auf Gezeiten und Strömungen zu achten und wie ich mit der Ausrüstung umgehen muss….ich freue mich darauf…

Weite und Wind: St.Peter-Ording

Weite und Wind: St.Peter-Ording

Meinen Geburtstag hab ich in diesem Jahr ruhiger verbracht, als im Vorjahr….ich hatte auch gar nicht vor jetzt in jedem Jahr ein schneller, höher, weiter daraus zu machen….und immerhin startet ja bereits einen Tag später doch ein neues Abenteuer: der Schnupperkurs im Kajak-Verein.

Aber Samstag war jetzt erst einmal ein Familien-Treffen in St.Peter-Ordning. Mein Schwager war dort vor ein paar Jahren für 2 Monate in einer Reha-Klinik und kannte einen tollen kostenfreien Parkplatz.

Ich war noch nie in dieEm so bekannten Ort…kenne ihn nur aus Erzählungen Anderer und auch ein wenig aus der Serie in den 90er Jahren „Gegen den Wind“…aber Surfen war jetzt nie ein Thema für mich.

Der erste Blick auf den riesigen Strand war echt beeindruckend….und auch der 2. und 3. und überhaupt…diese Weite….unfassbar….TOLL.

Allerdings ist z.Z. Ostwind…und so ganz ohne Häuser und Bäume pfiff der Wind ganz gewaltig….so das wir obenherum eher nach Winter aussahen: dicke Jacken, Schal und Mützen….aber untenherum die Hosen hochgekrempelt und Schuhe und Socken ausgezogen und liefen mit den Füßen im flachen Wasser …brrrrr….kalt ist es …aber nach einiger Zeit was es einfach nur herrlich…..während sich mein Schwager eher am Rand hielt, konnte uns Mädels jetzt nichts mehr aufhalten und wir sind durch den Schlick gelaufen und haben uns halb schlapp gelacht vor lauter Vergnügen (wir sind uns da sehr ähnlich).

Stundenlang sind wir an der Wasserlinie entlang gelaufen….mal mit dem Wind, mal dagegen. Trotz vieler Menschen verlief es sich auf dem riesigen Strandgelände…später im Ort hat es sich dann schon etwas geballlt.

In der Strandbar 54 haben wir mit einem Glas Sekt angestoßen…später waren wir in einem Eiscafè und am Abend gab es in einem Gartenrestaurant leckere Galloway-Rindfleisch-Burger….jaaa es war immer noch kalt durch den Wind …aber mit der Sonne war es dann doch gut auszuhalten…

und nach dem Essen haben wir dann noch einmal eine kleinere Wanderung durch den Kiefernwald und die Umgebung gemacht:

Ich glaube im Sommer würde ich hier nicht hinkommen wollen, weil es einfach ein ausschließlich touristischer Ort ist, der zu den Hoch-Zeiten absolut überlaufen ist…aber jetzt im Frühling hat es richtig Spaß gemacht….und ist mit 130km auch nicht weiter weg, als meine sonstigen Ausflugsziele.

Am Ende des Tages zeigte mein Fitness-Tracker mehr als 19km an….das kommt mir zwar sehr viel vor…aber über den gesamten Tag verteilt, mit den Pausen zwischendurch kann das doch gut hinkommen bei immerhin fast 29.000 Schritten…und das krasse ist, durch das lange barfuß laufen am Strand hat mein Fuß überhaupt keine Probleme bereitet…ansonsten wäre eine solche Strecke auch überhaupt nicht möglich gewesen.

Nachbar-Plausch

Nachbar-Plausch

Nach den schönen erholsamen Ostertagen hatte ich zuerst einmal ein Motivationsproblem…und durch das Homeoffice bekam ich auch zuerst mal keinen Anschub….ein Glück waren die Meisten eh noch im Osterurlaub und ich konnte mich gaaaaanzzzz laaaaaangsam einigen leicht monotonen Arbeiten widmen: etwas, das keine geistigen Höhenflüge erwartet, still ausgeführt werden kann und bei jeder Gesellschaft auf die gleiche Art und Weise wiederholt werden muss.

Vorteil: das erfordert nichts weiter als die Konzentration auf die Sache – ohne mich geistig wachzurütteln.

Nachteil: So finde ich meinen Arbeitsschwung bestimmt nicht wieder

….und so blieb es auch am Mittwoch. Jaaa ich hab viel geschafft und damit auch schon gut vorgearbeitet…aber es fehlte mir weiterhin der Elan, den auch die Walkingrunden nicht brachten.

Aber dann klingelte es an meiner Tür….

Vor ein paar Tagen hab ich meinen Parkplatz-Nachbarn an den Mülltonnen getroffen….und der ist gut befreundet mit dem Nachbarn aus dem Nebenhaus, mit dem ich vor einiger Zeit mal einen netten Plausch im Waschkeller hatte.

Bei dem Plausch im Waschkeller hatte mich der Nachbar gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei den regelmäßigen Feierabend-Treffen der Beiden mal dazukommen zu wollen. Er hatte mir gleich das Du angeboten und es war lustig mit ihm zu plaudern, also sagte ich ja – sag einfach mal Bescheid wann…dann komme ich gerne.

Dieses Einladung hat nun mein Parkplatz-Nachbarn wiederholt…sie würden sich Oster-Sonntag Treffen und ob ich nicht dazu kommen wolle…da vom Abend die Rede war, sagte ich erst einmal zu…..Einen Tag später fand ich dann einen Zettel in meinem Briefkasten: es sollte bereits Mittags losgehen weil der Grill angeworfen wird ( Momentmal – Grillen ist doch in der gesamten Anlage verboten….ist vielleicht nicht schlecht, mal ein paar Insider-Informationen zu gekommen hihi), dazu noch einmal die schriftliche Bestätigung, das sie sich freuen würden und die Handy-Nummer vom Waschkeller-Plausch-Nachbarn…

Ostersonntag Mittag ging bei mir ja gar nicht, also hab ich nun per Whatsapp absagen müssen…weil terminlich verhindert…..immerhin ist der Sommer ja noch lang…da wird sich schon mal eine Gelegenheit ergeben.

Am Mittwoch klingelte nun mein Parkplatz-Nachbar (ich nenne ihn jetzt: Klausi)..sie würden jetzt gerade auf der Terrasse zusammen sitzen, ob ich nicht spontan Lust hätte dazuzukommen….Spontan habe ich ja gesagt, auch wenn dieser Nachbar schon nicht mehr ganz nüchtern war….bin also ein paar Minuten später mit einer Flasche Wein und einem Schokoladen-Osterhasen (der Waschkellerplausch – ich nenne ihn jetzt Mirko – hatte bei unserem Plausch eine Tochter erwähnt) ums Haus herum und habe mich dazugesellt.

Nachbar Mirko war überrascht, als ich um die Ecke kam und hat sich tatsächlich gefreut…auch über den Schoko-Osterhasen für seine 9jährige Tochter, die aber gerade bei der Mutter ist (geteiltes Sorge-und Aufenthaltsrecht, wenn ich es richtig verstanden habe).

Soooo – da saß ich also bei meinen beiden Nachbarn, Beide so Anfang bis Mitte 40Jahre und hatte einen feucht-fröhlichen Abend und lustigen Abend, der auch sehr lang war..so wenig hab ich schon lange nicht mehr geschlafen…immerhin musste ich am nächsten Morgen früh raus und ins Büro.

Sprachen lernen – das dauert ganz schön lange…

In den letzten Tagen bemerke ich einen lustigen Nebeneffekt beim Dänisch lernen……ich lerne gleichzeitig mehr Englisch!

Ich höre oft Nachrichten auf BBC oder CNN….schaue auch die eine oder andere Krimi-Serie im Britischen Original…aber auch nach so vielen Jahren, verstehe ich zwar oft worum es geht, aber so die Feinheiten einzelner Sätze oder auch Redewendungen festigen sich nicht…ich höre sie, bereife oft aus dem Zusammenhang heraus, was gemeint ist und schon minutenspäter weiß ich nicht mehr, wie genau der Reporter das ausgedrückt hatte.

Durch das Dänisch lernen, lausche ich jedoch wieder intensiver auf einzelne Worte und Sätze und das eben nicht nur im Dänischen Lernprogamm, sondern auch in den Englisch-sprachigen Sendungen…und es fallen mir viele Worte auf, die ich zwar kenne, aber nicht in dem Kontext…aber nun realisiere ich diese, manche schaue ich sogar schnell im Online-Wörterbuch nach, um sicher zu sein und schwuuuups…fallen mir diese Wörter oder Redewendungen auch später in den Sendungen auf und ich kann sie auch selbständig einsetzen….wieder etwas dazugelernt.

Das ist fast unheimlich, weil ich beim Dänischen jetzt nicht in großen Schritten vorankomme….eher langsam und bedächtig…aber dafür beständig…aber es ist auch lustig….weil mir das Englische dann noch leichter fällt, als ohnehin schon.

Nur bei einer meiner aktuellen Lieblings-Krimis da wird derartig genuschelt, kommen neben hastig gehuschtem Englisch auch irische und walisische Akzente so deutlich hervor, das mir manchmal der Inhalt eines Gesprächs komplett abhanden kommt…DAS ist dann schon frustrierend, wenn ich auch beim wiederholten Male einfach nicht heraushöre wo ein Wort anfängt oder aufhört….hahaha …Willkommen in der Realität der Sprache auf der Straße.