Aufgrund der sehr deutlichen Ansage unserer HR-Abteilung , habe ich mich jetzt endlich mal um meinen Rest-Urlaub aus 2025 kümmern müssen.
Zumindest um Teile davon….also habe ich Heute und Morgen frei und als ich Anfang der Woche, noch im Bett liegend, etwas über Rügen gelesen habe…habe ich spontan nach einem Hotel in Binz auf Rügen gesucht – und gefunden.
3 Tage, 2 Übernachtungen – passt prima. Von Quickborn aus sind es ca. 335km zu fahren.
Heute Morgen musste ich noch schnell etwas für die Firma erledigen (in das spezielle System „durfen“ wir gestern nicht – aber die Zahlungen hatte ich bereits avisiert…also mussten die noch vor meinem Kurzurlaub raus).
Aber dann ging es auf die Autobahn…ich bin mit gemächlichen 130km über weite Teile der Strecke sehr gelassen durchgekommen und bin um ca. 13.00 in Binz angekommen.
Das Hotelzimmer (2.Reihe zur Strandprommenade) war erst ab 15 Uhr bezugsfertig. Habe mein Auto abgestellt und bin direkt zum Strand geschlendert.
Das Wetter war heute einfach umwerfend…strahlend blauer Himmel, dazu mit 12 Grad leicht frisch, aber ohne starkem Wind….ich bin direkt bis ans Wasser gelaufen und dann immer an der Wasserkante entlang gelaufen….das beständige Rauschen der Wellen löste unmittelbar eine innere Ruhe in mir aus.
So mitten in der Woche und das im März: die wenigen Menschen verteilten sich am Strand…
Natürlich hab ich es nicht ganz geschafft, mit 5 Uhr aufstehen…aber letztlich war ich um kurz vor 6 Uhr abfahrbereit…mit gefüllten Kaffeebechern und gebuttertem Brot für später.
Die knappen 50 km bis zur Fähre Glückstadt verliefen auch unkompliziert…nur das mich mein Navi in die Stadt, anstatt zum Fähranleger geleitet hat…die Schilder Vorort haben mich in die entgegengesetzte Richtung geführt – gut das ich denen dann gefolgt bin. Es ist ja nicht so, als ob ich hier noch nicht gewesen wäre…aber es ist schon länger her…seufz.
Die Fähre hat für mein Auto und mich 11 EUR gekostet…das hatte ich tatsächlich teurer in Erinnerung. Kann es sein, das die wieder günstiger geworden sind? Ich erinnere mich beim letzten Mal einen „Kraftstoff-Zuschlag“ bezahlt zu haben…das war nach der Pandemie, als die Spritpreise so hochgeschossen waren.
Die knappen 30 Minuten Überfahrt nach Wischhafen waren toll…so fing der Urlaub echt schon schön an…immerhin fahre ich nur selten mit der Fähre…es war also etwas Besonderes für mich.
Und auch die restlichen knappen 60km bis nach Cuxhaven/Duhnen waren ruhig und entspannt und ich extrem gut gelaunt und voller Vorfreude…dabei ging es nur langsam voran…immerhin wollten die Bauern noch ihre Ernten einfahren, bevor es in den nächsten Tagen anfängt zu regnen…es sollte ja der bisher heisseste Tag des Jahres werden….dementsprechend viele Trecker waren unterwegs…aber ich hatte ja keine Eile.
Ich bin ohne weiter anzuhalten bis nach Duhnen gefahren….wusste ja noch vom letzten Urlaub hier, wo genau ich in der Nähe des anvisierten Strandes kostenlos parken konnte und bin direkt an den Strand gegangen…die Temperaturen lagen schon bei 22 Grad…aber es waren um diese Zeit (kurz nach 9 Uhr morgens) fast keine Besucher da…perfekt für mich.
Natürlich hatte ich mich vorher im Internet schlau gemacht, wann Wattwanderungen an dem Tag möglich sind….ich bin ca. 1,5 Stunden vor der idealen Zeit losgelaufen…so das ich noch die letzten Ausläufer des sich zurückziehenden Wassers durchwaten konnte…d.h. meine Füße waren immer leicht vom Wasser umspült. Durch den, durch Pricke (oder auch Prigge) genannten Wegweisern, sicheren Weg durch das Wattenmeer, wusste ich genau wo ich schon jetzt gefahrlos laufen konnte…und die noch etwas tieferen Stellen habe ich einfach umlaufen…
und es war einfach himmlisch….und auch ziemlich windig…ich hatte zum Glück einen leichten Schal mit dabei, den ich um Nacken und Arme gelegt habe. Mein Wanderrucksack hatte neben Kaffee, Wasser, etwas zu Essen und Notfallpack natürlich auch eine Windjacke parat – aber dafür war es mir einfach schon zu warm.
Ach ja und natürlich gab es auch ausreichend Sonnenschutz…mein Cappi hatte ich schon auf und mit Sonnenschutz-Creme hatte ich mich bereits im Auto eingecremt. Ich hatte auch noch ein großes Handtuch und für alle Fälle auch Wattschuhe eingepackt…aber natürlich bin ich barfuß gelaufen…immerhin ist es genau das, was ich hier so liebe…mit bloßen Füßen laufen zu können. Der Rucksack war gut vollbepackt…aber er machte mich auch unabhängig vom Auto…so das ich den ganzen Tag nicht zurück zum Auto laufen brauchte.
Ich blieb 1,5 Stunden im Wattenmeer bevor ich mir tatsächlich einen Strandkorb mietete. Übrigens zum ersten Mal in meinem Leben…hahaha bisher fand ich es immer okay, mich einfach irgendwo am Strand nieder zu lassen…aber ich wollte ja noch bis zum Nachmittag bleiben und dieser prallen Sonne wollte ich mich dann lieber doch nicht aussetzen…und das war genau die richtige Entscheidung…
Am Nachmittag hatte ich ja noch die geführte Wattwanderung vor mir…
Nach der Kletteraktion haben wir unsere Sachen ins Auto verfrachtet, ich hab meinen Rucksack umgepackt und sind dann in unmittelbarer Nähe zum Hochseilgarten an den Strand von Eckernförde gegangen….Schuhe aus, Füße ins Wasser…..ahhhhh herrlich…schade das es dort sehr viele Steine und Steinchen im Wasser gibt…trotzdem war es schön und die Sonne schien bei c.a. 22 Grad.
Immer am Strand entlang ging es zu Fuß nach Eckernförde….hier gab es erst einmal eine Apfelschorle und Spaghetti-Eis, die Belohnung für unsere sportliche Leistung….später sind wir noch durch die Stadt geschlendert, waren etwas shoppen und am Abend saßen wir noch im Außenbereich eines Burger-Restaurants an der Strandpromenade bei einem frischem Burger, Pommes und einer extrem leckeren Holunder-Minz-Limonade.
Am Abend wurde es frisch, die Jacken lagen im Auto…aber im Rucksack hatte ich 2 Fleece-Decken dabei, die wir wie Dreieckstücher als Cape umlegten und im Abendrot an der Promenade entlang, wieder zu unseren Autos liefen.
Sportlich betrachtet waren es mehr als 14,5km an diesem Tag (laut meinem Fitness-Tracker) und mehr als 21.000 Schritte. Auch wenn der Tracker unsere Kletteraktion im Wald vielleicht nicht richtig identifiziert hat…zeigt es doch, es war ein sportlicher Tag.
Kurz vor 22 Uhr war ich dann wieder zuhause und nach einer ausgiebigen langen Dusche bin ich dann ziemlich schnell ins Bett gefallen und hab lange geschlafen.