Ich stelle aktuell fest, das mein erster Impuls beim Schreiben, nicht mehr unbedingt meinem Job gilt. Wenn ich mich an den PC setze, weiß ich oft noch gar nicht genau, über was ich schreiben werde. Sobald ich die Finger auf die Tastatur lege…fange ich einfach an zu schreiben und wundere mich manchmal bei welchem Thema ich lande.
Und manchmal, wenn ich mir ein Thema vornehme, bin ich am Ende überrascht, das ich doch irgendwann mittendrin den Fokus verändere hahaha.
Sooo in meinem Job ändert sich tatsächlich immer noch sehr viel, oft kurzfristig, nur mit rudimentären Anweisungen aus DK – „mach erst mal und dann sehen wir dann“ – das ist das Motto , aber ich kann damit momentan gut umgehen…ich bin ruhiger geworden und entspannter, nehme viel mehr hin und akzeptiere die Dinge, wie sie nun mal sind. Was daran liegt, das ich nicht mehr der Arbeit hinterher hetzen muss, sondern alles im Griff habe – auch wenn es immer noch Problem mit den Systemen gibt.
Anfang Mai hatte ich in meinem Beitrag „wie durch ein Brennglas“ von Kollegin Katrin erzählt, die sich manchmal selbst im Weg steht…seitdem hatte sie ein Gespräch mit unserem Chef, der ihr aber leider nicht vermitteln konnte, wo er das Problem sieht – nämlich bei ihr.
Mit mir hat sie seitdem erst einmal nicht mehr gesprochen, und wenn dann nur noch über Privates – aber nur Positives…gar nichts Negatives….immer mit einem Lächeln, das ja alles in Ordnung sei. Es war super anstrengend, weil ich genau gespürt habe, das es eben nicht ehrlich ist. Sie wollte partout nichts mehr von der Firma oder unserem Chef erzählen und auch wenn ich versucht habe das Thema mit ihr zu klären…sie blockte alles ab, sobald ich auch nur in die Nähe dieses Thema`s kam. Ich kam einfach nicht mehr an sie heran.
Also hab ich das gemacht, was ich dann immer mache, ich war weiterhin freundlich und nett und habe ihr weiterhin diese kleinen lustigen Anekdoten aus meinem Alltag erzählt, sie aber ansonsten komplett in Ruhe gelassen. Ich habe also signalisiert, das ich mit ihr kommunizieren möchte, es aber ihr überlassen, dieses auch zu tun.
Kollegin Kordula war ab dem Zeitpunkt Ihr Ansprechpartner für alles Negative was sie loswerden wollte, vor allem über unseren Chef. Aber auch sie ist bei dem Thema „Chef“ und „Kommunikation mit mir“, nicht bis zu ihr durchgedrungen. Sie blockte alles ab.
Wir waren etwas ratlos, haben sie machen lassen. Im Laufe der Wochen wurde es dann besser. Sie hat gemerkt, das ich mich zurück gezogen habe und fing dann langsam wieder an, mit mir über dies und das zu plaudern…ich bin locker darauf eingegangen und so kam dann irgendwann auch wieder ihre lockere Herzlichkeit in unsere Gespräche, die ihr wohl auch gefehlt haben.
So langsam berichtete sie auch wieder das ein oder andere über die Firma – auch Negatives…aber NICHTS mehr über den Chef. Mit mir wollte und will sie nicht mehr über unseren Chef reden – das habe ich mir verscherzt, indem ich es mehr als einmal gewagt habe, ihre Aussagen nicht zustimmend hinzunehmen, sondern Partei für den Chef ergriffen habe. Eigentlich habe ich nur relativieren wollen, das ja nicht alles schlecht ist und er sich doch echt zum Positiven entwickelt hat.
Übrigens auch Kollegin Kordula muss sich bei dem Thema immer noch zurückhalten…Katrin WILL einfach nicht hören, das wir zumindest teilweise anderer Meinung sind.
MIR tat und tut es gut, nicht mehr ständig mit ihrer Unzufriedenheit konfrontiert zu werden, denn es lässt mich ja nicht kalt wenn sie sich unwohl fühlt, aber es ist auch anstrengend und mit dem Zuspruch den sie von mir erhalten hat, konnte sie nichts anfangen und auch gut gemeinte Hinweise wie sie evtl besser damit umgehen klönnte, kamen bei ihr nicht an und etwas relativierendes oder gar Positives will sie ja nicht hören…das macht es auch nicht leider. Mir geht es also besser…aber ich habe die Offenheit unserer Gespräche verloren.
Inzwischen plaudern wir also wieder in unserem Dreier Chat oder auch mal nur zu Zweit…plaudern wenn wir in unserem gemeinsamen Büro zusammen treffen und es scheint auf den ersten Blick alles in Ordnung. Wir hatten uns sogar am Freitag zu Dritt (alle 3 waren wir im Homeoffice und wohnen ja nicht allzu weit auseinander) in einem Restaurant zum Mittagessen verabredet und es war lustig und nett – aber….
…es ist eben nicht alles gut. Ich spüre diese unsichtbare Wand, die vorher nicht da war und ich kann sie nicht durchbrechen. Wir können sie nicht durchbrechen. Kordula meinte auch, sie hatte gehofft, wir könnten das Thema noch einmal beim Essen anschneiden…aber es kam nicht dazu. Die Stimmung wäre dann sofort zerstört gewesen und das wäre dann wohl auch das letzte Treffen dieser Art gewesen.
Wir hoffen einfach weiter, das sie anfängt sich öfter mal selbst zu reflektieren, warum sie so unzufrieden ist und was sie machen könnte, um es zu ändern.
Deine pragmatische Haltung finde ich bewundernswert. Und es klingt für mich in deinen Posts, als ob Du Dir das hart erarbeitet hast. Respekt dafür!
Ich sehe das nicht kommen, dass Katrin noch eine Entwicklung machen wird.
LG
Coreli
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hallo Coreli, DANKE schön, das freut mich, das Du das aus meinen Beiträgen heraus liest…und ja genau so ist es….dafür habe ich die letzten 1,5 Jahre gebraucht.
Entweder ich verlasse die Firma oder ich lerne endlich die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann ☺️🍀.
Liebe Grüße
Wirbelwind
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