Der kleine Nerd in mir…

Ich habe in dieser Woche seit Mittwoch Urlaub…3 Tage – also bis heute.

Meine liebe Kollegin Katrin hat mir in den letzten Tagen und auch auch zwischendurch per Whatsapp immer wieder geschrieben: mache nur Dinge, die Du wirklich möchtest….

Ja klar mache ich das…aber jetzt kommt mein Dilemma…das wozu ich wirklich LUST hatte zu machen, hat nichts damit zu tun, was andere als solche bezeichnen würden.

Ich habe es aber trotzdem gemacht…und ich werde es ihr wahrscheinlich auch nicht erzählen, weil ich sonst ausgeschimpft werde:

Ich habe an jedem dieser Tage so ca. 3-4 Stunden gearbeitet…und zwar weil das, was ich gemacht habe, mir unglaublichen Spaß macht, wenn ich dabei nicht zwischendurch Mails oder Telefonate beantworten muss und vor allem, wenn ich keine Zeitdruck habe.

Ich habe also endlich mal meine Hauptdatei, die ich bei jeder  Gesellschaft in Excel fåhre, aufgeräumt und so umgestellt, das sie den neuen Anforderungen entspricht…zumindest für  3 Gesellschaften, die sonst immer eher stiefmütterlich behandelt werden, weil sie im Laufe des Jahres nicht wichtig sind…nur zum Jahresende…und dann ist Zeit eh knapp.

Außerdem habe ich meinen Kleiderschrank aussortiert und aufgeräumt, dann noch die Schränke in Badezimmer, Wohnzimmer, Büro und Küche…und auch das hat mir echten Spaß gemacht…hahahha

Jaaa und jetzt könnt Ihr mir sagen, wie blöd ich bin, freiwillig im Urlaub solche Dinge zu machen.

Aber ich gebe zu Bedenken, in mir steckt eben auch  so ein kleiner (normal intelligenter) Nerd, der gerne Excel mag, genauso wie Zahlen und vor allem ganz viel Ordnung in jeder Hinsicht….

Aber natürlich habe ich auf noch einiges Andere gemacht…aktuell bin ich gerade in Brandenburg angekommen und treffe mich gleich mit einer ehemaligen lieben Kollegin

Ein Tag Zuhause

An meinen letzten Urlaubstag war ich dann zwar irgendwie müde, aber dennoch die meiste Zeit aktiv. Der Vollmond hatte mir mal wieder einen Streich gespielt…und ließ mich in der Nacht nicht gut schlafen.

Anstatt etwas „Schönes“ zu machen, hab ich den halben Tag in der Wohnung rumgewuselt….Wäsche waschen, trockene Wäsche zusammen legen, Bügeln, Kleiderschrank auf „Frühjahrs-Betrieb“ umstellen…. eine Tür an meinem Kleiderschrank neu justieren und ölen und eine Blende versetzen…das störte mich schon eine ganze Weile. Das Bett ist frisch bezogen und dem Staub hab ich mal wieder nachgejagt…quer durch die ganze Wohnung, bin mir allerdings nicht sicher wer jetzt gewonnen hat…fühlte mich aber wenigstens für einen Moment als Sieger.

Das Bad ist auch grundgereinigt und auf dem Balkon sieht es auch wieder ordentlich aus. Nur zum Fensterputzen hatte ich echt keine Lust.

Nach einer kleinen Shopping Tour und dem notwendigen Wiederauffüllen meiner Vorräte hatte ich mittags Gemüse im Backofen gegrillt – schön mit Olivenöl beträufelt .

Ein Pizzateig hatte ich Vormittags schon angesetzt, so gab es am Abend frische Pizza mit Tomatensoße und Mozzarella und belegt mit dem restlichen Grillgemüse vom Mittag.

Das klingt jetzt alles nicht nach wirklichem Urlaub…für mich war es trotz Allem ein wunderbarer Tag….ganz in Ruhe, ohne Hektik und ohne Zwang…eines hat das Andere ergeben und mir machen solche Räumaktionen immer viel Freude. Ordnung ist mir wichtig…und beruhigt meine Gedanken (wie schon öfter erwähnt: äußere Ordnung = innere Ordnung) und tut meiner Seele gut.

Wo sind die Staubsaugerbeutel…?

Die Ordnung in meinen Schränken funktioniert ganz gut…eigentlich!

Alles hat seinen Platz und ich halte mich auch daran…eigentlich!

Denn immerhin brauche ich diese Ordnung in der Wohnung, um mich richtig wohlzufühlen.

In der letzten Zeit kam es jedoch öfter mal vor, das ich WUSSTE es ist noch etwas da und trotzdem hab ich es nicht gefunden. Als alleiniges Haushaltsmitglied kann es ja nur an mir liegen…also entweder ich hab ein sehr schlechtes Gefühl für das, was noch da sein sollte oder wieviel ich verbraucht habe oder aber, ich hab etwas woanders hin geräumt und kann mich nicht mehr daran erinnern.

Es wurde also echt mal wieder Zeit für eine kleine private Inventur….also alle Lebensmittel, Putzmittel und Drogerieartikel raus aus den Schränken….gleich mal die Schränke mit auswischen und dann erst einmal einen neuen Überblick verschaffen.

Ich habe mir dafür echt Zeit gelassen…hatte eine sehr gut gemachte neue 3teilige Dokumentation über Tschernobyl auf die Ohren gezogen und dann ging es los mit dem Sortieren: Gleiches zu Gleichem, was bei mir in Vorratsdosen lagert neu Befüllen und Beschriften, und dann neu in die Schränke einsortieren.

Und tatsächlich hab ich die „vermissten“ Staubsaugerbeutel wiedergefunden, genauso wie die „verschwundenen“ Pfefferkörner für die Mühle….na also mein Gedächtnis funktioniert doch – wie heißt es so schön: Haus verliert nichts.

Erfreut konnte ich feststellen, das ich zum Glück nichts Überlagertes in den Schränken hatte, bis auf je ein Packung Tortenguss und Gelatine. Aber ich backe in den letzten Jahren auch echt wenig wo ich das hätte gebrauchen können. Dafür hatte ich aber tatsächlich 2x das gleiche Gewürz neu gekauft….okay…das hatte ich tatsächlich vergessen…

Das Problem war bei mir nur die Menge an Vorräten, die ich in der Küche und im Vorratsschrank im Flur aufbewahrte…normalerweise bringe ich die langfristigen Vorräte nach dem Einkaufen direkt in den Keller…aber dazu war ich in den letzten Monaten oft zu faul. Hab zwar Vorräte aus dem Keller hoch geholt…aber die Neuen nicht runter gebracht….gestern hab ich Regal dort wieder gefüllt….auch hier mit schnellem Blick gesehen, das alles noch langfristig haltbar ist. Passt!

Ich mag die Gewissheit, das ich mich auch einige Zeit versorgen kann, ohne einkaufen zu müssen…außerdem kann ich so Angebote nutzen für Lebensmittel, die ich quasi täglich brauche wie z.B. Kaffee und Dosentomaten einer guten Marke….und weil ich immer einen Grundstock davon im Vorrat habe, brauche ich auch keine Hamsterkäufe zu machen…es reicht einfach, immer wieder etwas davon nachzukaufen.

Kraftquelle – Zuhause

Kraftquelle – Zuhause

Mit bangen Blick auf die Wetter App und der leisen Hoffnung, das es doch noch klappen wird mit der Ballonfahrt, bin ich samstagmorgen wieder die 140km bis zur Küste gefahren.

Die Fahrt durch 3 Regenschauer und die Nachricht, das für die Flensburger Förde am Nachmittag Windstärke 5 vorausgesagt wurde, machte es auch nicht besser und als wir dann am Mittag die endgültige Absage für diesen Tag erhielten, war es zwar klar – aber schon sehr enttäuschend.

Wir hatten zwar einen schönen Nachmittag, aber irgendwie war es für mich anstrengend. Meine Schwester war schon bei meiner Ankunft extrem aufgekratzt, ich fühlte mich lautstärketechnik überfordert und körperlich ausgelaugt…und nach der Absage war ich dann enfach insgeamt nicht so gut drauf. Gegen 18 Uhr hab ich schon die Heimreise angetreten. Zuhause hab ich mich dann auf die Couch verzogen und nichts mehr gemacht.,,,also gar nichts mehr.

Gleich nach dem Aufstehen heute, noch während der Kaffee kochte, hab ich angefangen aufzuräumen…ohne weiter darüber nachzudenken, hab ich Deko-Kram in die Schränke geräumt und alles, was irgendwo rum lag oder stand angefangen fortzuräumen.

Dann wurde es mir bewusst, was ich da mache: ich folge hier meinem immer wiederkehrenden ureigensten Prinzip von: Äußere Ordnung = innere Ordnung.

Es ist ein, für mich, untrügliches Zeichen, das ich innerlich angespannt bin, mich nicht wohl oder zufrieden fühle und zeigt mir, das es richtig war gestern schon so früh wieder nach Hause zu fahren…es war einfach zuviel Neues in der letzten Woche, zuviel Kommunikation, zuviel Unruhe im Job und Privat.

Ich nutze also den heutigen Sonntag um wieder Kraft zu tanken..eben mit weiter Aufräumen, Entspannen, auf dem Balkon den Vögel zuschauen und die Ruhe geniessen (aktuell sitze ich hier bei 15 Grad und Wind in Jacke und Decke gehüllt). Mal sehen was ich später noch machen werde….auf jeden Fall bleibe ich in der Nähe, denn das gestern waren dann ja auch 280km die ich insgesamt gefahren bin. Ich hab hier 3 Moore in der Nähe…oder ich fahre in den Wald in der Nähe….oder oder…..

Aber jetzt will ich mich noch gar nicht entscheiden. Das Leben kann gerne drumherum toben und mich aussenvor lassen…..ich will nur hier sitzen, Kaffee trinken, die Vögel an den Futterstationen beobachten, dem Wind lauschen der durch die Bäume fährt und die Stille drumherum geniessen.

Das sind meine Kraftquellen….

Abtauchen

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht…ich mag es gerne sauber und aufgeräumt…putze aber nicht gerne zwanghaft nach einem festen Plan. Also es gibt beim mir nicht den EINEN Tag an dem ich die Wohnung immer sauber mache… ich mache es einfach so, wie es sich ergibt…manchmal jeden Tag ein bisschen, manchmal 2x die Woche einzelne Räume…

…und es gibt Tage wie gestern, da fange ich einfach an eine Stickjacke in den Schrank zu räumen und ohne weiter darüber nachzudenken, war ich stunden-später mit Putzlappen, Eimer und Staubsauger komplett durch die ganze Wohnung gezogen….Alles ist wieder an seinem Platz und dazu auch noch sauber….ohhhh cool – ich fand es nicht anstrengend…im Gegenteil, es war ein entspanntes Arbeiten und ich hab nicht einmal bemerkt wie lange ich gebraucht habe….es war ein fast meditatives Gefühl.

Bei dieser ganzen Putz-Aktion hab ich mich heute einmal NICHT, wie ich es sonst oft mache, durch Nachrichten oder Info-Sendungen begleiten lassen…sondern von meinem immer spannender werdenden Hörbuch (ein weiterer Krimi von Charlotte Link: „Die letzte Spur“).

Da am Ende meiner Putzaktion, es war bereits später Nachmittag, noch ca. 1,5 Stunden Hörbuch übrig waren, hab ich mich auf der Couch nieder gelassen….und da ich beim auf-weg-und einräumen auch wieder auf die Buntstifte gestoßen bin…hab ich doch tatsächlich mein Mandala-Malbuch dazu geholt und mich entspannt während des Malens auf das Hörbuch konzentriert.

Ich kann am Besten zuhören, wenn ich gleichzeitig etwas mit den Händen mache. Eigentlich könnte ich auch bald wieder mit dem Stricken anfangen oder zu Puzzeln. Dafür hatte ich jahrelang einfach nicht die innere Ruhe….ja es gab Zeiten, da war ich sogar zu unruhig, um überhaupt einem Buch inhaltlich folgen zu können….mittlerweile tauche in diese Geschichten regelrecht hinein…lasse meinen Geist davon gefangen-nehmen….herrlich.

Am Ende dieses Tages waren Blutdruck und Ruhepuls so richtig niedrig….so himmlisch normal. Draußen war es schon dunkel…und ich hatte das Haus bis dahin noch nicht verlassen.

Fisch und Fisch

Nach den fast 700km am Mittwoch, hab ich an meinem 2. Urlaubstag das Haus gar nicht verlassen…

Erst einmal war ich müde und hab lange geschlafen. Danach hab ich einen guten Teil des Vormittags mit bloggen verbracht und mich danach aufgerafft meine Abstell-Speisekammer auszuwischen und neu zu sortieren und vor allem die Lebensmittel noch einmal genauer nach Ablaufdatum zu sortieren.

Irgendwie ist mir da im Laufe des Jahres doch zuviel Unordnung reingekommen. Jetzt ist wieder alles perfekt zusammen gestellt und übersichtlich angeordnet.

Zum Mittagsessen gab es „Ofengemüse mit Lachsforelle“ ….so viel Gemüse gab mein Kühlschrank zwar nicht mehr her…aber mit Möhren, Lauchzwiebeln und kleinen Landgurken war es trotzdem lecker:

Dazu gab es die Kartoffeln, die ich in NRW in einem Hofladen gekauft hatte. Die sind heute echt mein Highlight, denn es sind „Cilena“ Kartoffeln. Diese Sorte gab es in der Soester Börde viele Jahre lang sehr häufig und war jahrelang meine Lieblingskartoffel…jawohl – so etwas gibt es: eine Lieblingskartoffel.

In Hessen und auch hier in Schleswig-Holstein scheint diese Sorte dagegen weniger beliebt zu sein….zumindest hab ich sie nirgendwo gefunden (wahrscheinlich weil der Ertrag dieser Sorte i.d.R. als „niedrig“ gilt).

Also hab ich diese unerwarteten Leckerbissen nur in Schale gekocht und dann mit Salz und Butter zu Fisch und Gemüse gegessen….

Einfach und lecker = Einfach lecker !!

Und weil ich gerade so schön im Fisch und Kartoffel-Modus bin, hab ich am Abend für die Matjes in meinem Kühlschrank aus Joghurt, Schmand, Gemüsezwiebeln, Äpfel und eingelegten Gurken eine schnelle Sauce nach Hausfrauenart gemacht und dazu aus den restlichen Pellkartoffeln vom Mittag auch noch Bratkartoffeln gezaubert….

Den Abend hab ich dann nur noch mit Bügeln und entspannen verbracht….Grins – ich fand den Tag klasse, so herrlich unaufgeregt und trotzdem produktiv.

Wo ist….

….die Luftpumpe für mein Fahrrad? Ich könnte gerade aus Hemd und Hose hüpfen….heute wäre der perfekte Tag für eine kleine Radtour durch das weitläufige Naturschutzgebiet der Wedeler Aue.

Ich habe alles zusammen gesucht, finde aber partout nicht meine Luftpumpe…und NEIN … sie hängt auch nicht am Fahrrad selbst….grummel….

Ich hab ja öfter mal tolle Ideen, wo und wie ich Sachen optimal verstauen kann…und im Endeffekt weiß ich dann nur noch, das ich es optimal fand, wenn ich es dann nicht mehr finde… genauso ist es mit der Luftpumpe.

Ich bin in jede Ecke gekrochen (habe ja viele Schrägen)…war auf meinem Dachboden…in meiner Vorratskammer hab ich alles hervor gezerrt….Alle Schränke,Schubladen und vor allem alle fahrradtauglichen Taschen, Rücksäcke usw….. NICHTS ….

In letzter Zeit fällt mir vermehrt auf, das ich oft Dinge suche….es wird Zeit für die nächste Stufe des „was brauche ich eigentlich wirklich…und was nicht“… ich hab eindeutig Zuviel Zeugs ….

Da ich das Problem mit der Luftpumpe heute nicht mehr lösen kann, hab ich mich für einen entspannten Nachmittag auf dem Balkon entschieden…und erst gegen Abend werde ich mich dann wieder, wie im gesamten Winter schon, zufuss in die Natur begeben…

…wenn ich mir also Morgen eine neue Luftpumpe gekauft haben werde, wird es auch nicht mehr lange dauern, bis ich meine „alte“ wieder finde….da fällt mir ein…ich könnte noch mal im Auto suchen…immerhin hab ich mein Fahrrad öfter mit genommen…evtl. hab ich sie in der Zwischenebene des Kofferraums …..