Im Tal der „Cowboys und Indianer“

Mir fällt gerade auf, das ich noch gar nichts über unseren Besuch der Bad Segeberger Karl May-Festspiele geschrieben habe.

Es war ein echt schöner Tag und sehr lustig. Mit Schwester+Schwager war ich bereits kurz nach Mittag auf einem der ausgewiesenen Parkplätze für die Festspiel-Besucher verabredet…und wie immer, waren wir fast gleichzeitig da – und damit mehr als 1/2 Stunde früher als verabredet hahahaaa. Dabei hatte ich dieses Mal die kürzere Anreise.

Und obwohl es noch eine 2. Groß-Veranstaltung an dem Tag gab, klappte es mit dem Parken super…es waren viele „Ordner“ da, die sicher und routiniert die Automassen auf die Parkplätze dirigierten…da merkt man, die machen das oft – sehr oft.

Von unserem Parkplatz aus sind wir noch ca. 15 Minuten bis in die Innenstadt gelaufen….es war eine ruhige und fröhliche Atmosphäe und ich war überrascht das soooo viele Menschen sich mit Cowboy-Hüten und anderen Accessoires ausgestattet hatten. Später haben wir ein paar junge Männer neben uns sitzen gehabt, die erzählten uns, das sie das jedes Jahr als Gruppen-Event machen…die freuten sich einfach auf das Freiluft-Theater und auf die Geschichten von Karl May.

Auch wir (Ende 50 / Anfang 60 – also Boomer) sind mit den Geschichten von Karl May groß geworden – mit den Büchern und natürlich auch mit den alten Filmen. Und da es Teil meiner Kindheit ist, lasse ich es mir auch nicht nehmen, es weiterhin so zu benennen…wir haben als Kinder oft Cowboy und Indianer gespielt. Wer sind jetzt an dem Wort „Indianer“ stört, siehe bitte unten das Zitat des Native American Association of Germany e.V. und den Link dazu.

Es war ein angenehmer Tag mit viel Sonne und etwas Wind ….war aber mit ca. 25 Grad doch angenehmer, als gedacht…und weil wir ja noch in die Kalkberghöhle wollten, hatten wir auch Jacken dabei.

Aber zuerst ging es in die Innenstadt. Es war voll, aber wir fanden noch ein Plätzchen für uns 3 in einem Eiscafè…dort saßen wir eine Weile mit Spaghetti-Eis und Kaffee und haben uns unterhalten….später sind wir eine Weile durch die Straßen und Gassen der Stadt gelaufen, bis es Zeit wurde für die Führung durch den Kalkberg.

Ich habe selten eine so unterhaltsame, launige und informative Führung mit gemacht. Die junge Frau versprühte so gute Laune und hatte einen tollen Humor…leider war es verboten in der Höhle zu fotografieren, denn die ist echt sehenswert…aber wer mal nach Bad Segeberg kommt, dem kann ich so einen Besuch sehr empfehlen. Inzwischen ist auch in der Höhle die Temperatur von dauerhaften 8 Grad auf 10 Grad hochgegangen….eine Jacke ist trotzdem sehr zu empfehlen.

Nach diesen launigen ca 35 Minuten ging es wieder raus in die Wärme …hahaha und wir sind durch die Straßen geschlendert bis es Zeit wurde für das Restaurant.

Das war eine gute Entscheidung indisch essen zu gehen, das Essen war super lecker und ein Naan-Brot hatten die – einfach klasse. Wir konnten uns noch gut Zeit lassen, denn da es feste Sitzplätze im Freiluft-Theater gibt, brauchten wir nicht mit den Massen hineinzuströmen, was mir sehr entgegen kam. Mir war vorher nicht bewusst, das es dort Platz für 8.000 Menschen gibt und es schien nahezu ausverkauft zu sein – 👀 ohhhaaaaaa

und jaaaa die Plätze auf den Bänken waren sehr eng, so das ich zu dem jungen Mann neben mir meinte, tjaaa dann müssen wir wohl kuscheln hahahaaaa und damit war das Eis gebrochen und ich konnte mich durch meine gute Laune und die freundliche Art der Jungen Männer neben uns, auch mit der Enge arrangieren. Jeder von uns hat versucht so wenig Platz einzunehmen, wie möglich. In einem Kino oder Theater wäre das für mich nicht so einfach möglich gewesen, aber so ein Freiluft-Theater ist tatsächlich etwas anderes und ich habe mich darüber gefreut, das ich mit der Enge an dem Tag gut umgehen konnte.

Und dann begann das Stück „Das Tal des Todes“ und ich muss sagen, die Aufführung war super lustig und sehr gut an die örtlichen Begebenheiten angepasst…es hat Spaß gemacht zuzuschauen und es gab 2 – 3 Mal auch kleine verbale Seitenhiebe auf die aktuellen Kriege und politischen Gegebenheiten, dann war es auch mal etwas anrührend und natürlich ein Happy End.

Ich hatte ja schon im Vorfeld damit gerechnet das es laut werden würde, aber soooooo laut. Aber ich hatte vorgesorgt und mir Ohrstöpsel mitgenommen, die ich ununterbrochen in den Ohren hatte und trotzdem konnte ich jedes Wort verstehen, auch das, was meine Schwester mir zwischendurch erzählte….hahahaaa und trotz der Dämpfung durch die Ohrstöpsel bin ich bei den „Explosionen“ zusammen gezuckt und fand die Musik immer noch etwas zu laut.

Da wir die Abendveranstaltung hatten, wurde es bei der Dunkelheit mit der Beleuchtung auch echt stimmungsvoll…und das Ende wurde mit einem kleinen Feuerwerk gefeiert…

Das war ein echt schöner Tag …und wir sind später gaaaaanz langsam wieder in Richtung unserer Autos geschlendert und haben den Tag locker ausklingen lassen….ich war erst nach Mitternacht wieder Zuhause und dann hat es noch mal mehr als eine Stunde gedauert, bis die Nachricht kam, das Schwester+Schwager auch wieder heile zuhause angekommen sind.

Also das können wir gerne wieder einmal machen…

Hier nun das Zitat zum Thema “ Darf man Indianer heute überhaupt noch sagen:

Lässt sich daraus ableiten, dass alle Native Americans die Bezeichnung „American Indians“ (bzw. kurz „Indians“) ablehnen?

Nein. Es gibt unter Native Americans viele, unterschiedliche Meinungen und es ist deshalb nicht möglich, eine Pauschalaussage zu treffen. Als Organisation verwenden wir in erster Linie die Bezeichnung „Native Americans“, sowohl im Deutschen als auch im Englischen. In der Kommunikation mit deutschsprachigen Kindern benutzten wir weiterhin die Wörter „Indianer“ und indianisch“. Wir wollten damit sicherstellen, dass uns die Kinder verstehen. Inzwischen ist das ein Problem, da vielen Kindern gesagt wird, sie sollen das „böse I-Wort“ nicht mehr benutzen.
 

 Wird die Bezeichnung „American Indians“ in den USA noch immer verwendet?

Ja. Sehr viele Organisationen und Institutionen, die von Native Americans gegründet wurden, oder die inzwischen eng mit Native Americans zusammenarbeiten, verwenden nach wie vor das Wort „Indian“ in ihrer Bezeichnung.

https://naaog.de/Deutsch-German/Indianer-Politische-Korrektheit

Besuch in der Elbphilharmonie

Am Nachmittag des 2. Oktober kamen Schwester+Schwager aus Flensburg zur mir nach Quickborn.

Durch die Quartalsabschlüsse hatte ich mich die letzten Tage schon komplett ins Homeoffice verzogen…am Abend zuvor hatte ich noch mein Schlafzimmer für die Beiden vorbereitet (2 Bettdecken. Kissen und Matratze frisch beziehen, Handtücher bereitlegen, für Extra-Beleuchtung sorgen, Wasser und ein paar Süßigkeiten für Beide bereitstellen, Luftreiniger anwerfen und noch einmal durchsaugen).

Meine Schwester ist starke Hausstaub-Allergikerin…ich ja eigentlich auch, aber bei mir hat es in den letzten Jahren sehr stark nachgelassen, bei mir ist es immer nur stressbedingt. Ich bin dann für die Nacht mit meiner Bettdecke auf die Couch ins Wohnzimmer gezogen. Na klar habe ich noch ein 3. Zimmer…aber dort gibt es keine Couch oder Bett…dafür ein Büro und meine Kleiderschränke.

Die Einkäufe waren erledigt…nur den Fisch fürs Frühstück am nächsten Morgen, hab ich erst an dem Donnerstag gekauft….dafür habe ich mich mal für eine Stunde in eine Extra-Pause ausgeloggt, mit Genehmigung des Chefs natürlich.

Sooo und damit war dann wirklich alles vorbereitet…schon kurz nach ihrer Ankunft haben wir uns schick gemacht und sind ins Restaurant gefahren und wie immer war es in dem Vietnamesischen Restaurant hier im Ort reichlich und lecker.

Anschließend ging es dann weiter nach Hamburg….Jaaaaa an einem frühen Abend vor einem Feiertag in Richtung Elbtunnel zu fahren, ist jetzt keine so gute Idee…aber immerhin hab ich die Autobahn gemieden und stattdessen die B4 genommen….später stellte sich heraus, dieses Mal wäre die A7 doch die bessere Wahl gewesen…es dauerte alles so unglaublich lange…ich saß am Steuer und war angespannt.. Grummel….warum hatte ich nur die Planung übernehmen müssen.

Aber dann lief doch alles glatt. Das Auto in Ottensen abstellen, mit der S-Bahn bis zum Jungfernstieg und dann noch ein paar Minuten zu Fuß bis zur Elphi – das inzwischen nicht mehr ganz so „neue“ Wahrzeichen von Hamburg (das mit dem NEU steht überall im Internet).

Als wir an den Landungsbrücken ankamen, ging gerade die Sonne unter und es war ein echtes Schauspiel…die Sonne war blutrot (leider konnte das meine Kamera am Mobiltelefon farblich nicht so schön einfangen….es war echt der Hammer)

Wir waren um kurz nach 19 Uhr am Eingang zur Elbphilharmonie und hatte noch genügend Zeit um uns alles anzuschauen….zuerst mit der Rolltreppe nach oben, dann natürlich der Balkon-Rundgang einmal Rundherum…ein unglaublicher Blick in jede Richtung

Dann ging es über die vielen Treppen weiter hinauf…die sind etwas gewöhnungsbedürftig, da gefühlt jede Treppenstufe eine andere „Tiefe“ hatte…nach einer kurzen Verschnaufpause an der Bar (die Luft war sehr trocken und wir durstig) kamen wir im großen Saal an.

Mein Schwager hatte tolle Plätze ausgesucht und das Konzert war wohl auch ziemlich ausverkauft….also der Anblick war beeindruckend:

Über das Konzert selbst waren wir einer Meinung…wir mögen Orgelkonzerte und freuten uns über 2 Stücke von J.S.Bach – vor allem die „Toccata und Fuge in d-Moll“, aber was Iveta Apkalna sonst noch an Stücken ausgewählt hatte, war so gar nicht unseres….es war soooo langweilig….da kann auch die beste Orgel und die gefeierte „Titularorganistin“ nichts daran ändern. Das Wort musste ich übrigens erst einmal nachschlagen:

Ein Titularorganist ist ein Ehrentitel, der einem Organisten aufgrund seiner großen Virtuosität von einer überregional bedeutenden Kirche oder einer Stadt mit einer herausragenden Orgel verliehen wird. Die Auszeichnung wird fast ausschließlich in Europa vergeben und ist durch renommierte Organistenstellen an der Kathedrale Notre-Dame und den großen Pfarrkirchen von Paris bekannt geworden.

Auszug aus Wikipedia

Und obwohl wir einen Teil der Musik nun wirklich nicht mochten, war es trotzdem ein schöner Abend….auf dem Rückweg sind wir wieder bis zum Jungfernstieg geschlendert, mit der S-Bahn zurück nach Ottensen, dann mit dem Auto zurück nach Hause….waren dann noch lange auf und haben uns unterhalten, bis mir fast die Augen zu fielen. Es war ein langer und aufregender Tag…

Hanau – warum Hanau?

Meine Fahrt nach Hessen startete also um 7 Uhr morgens…früh genug, um noch keinen Stau vor dem Elbtunnel zu haben….und kaum war ich ein paar Minuten auf der A7, staute es sich schon bei Schnelsen…nanu…das ist eher ungewöhnlich an dieser Stelle…die Strecke fahre ich ja sonst auch zur Arbeit und eigentlich ist hier morgens nie etwas. Ach so – es war ein Auffahrunfall, der den Verkehrsfluss stoppte.

Der Stau löste sich dann auch relativ schnell wieder auf…und den „Rest“ der 520 km konnte ich fast reibungslos fahren. Es war zwar voll auf den Straßen…aber der Verkehr floss. Ich wollte eh nicht rasen und blieb bei einer Reisegeschwindigkeit von 120-140 kmH.

Entgegen meinen sonstigen Angewohnheiten beim Autofahren, machte ich alle 2 Stunden eine kurze Pause, um meinem Rücken zu recken und strecken. Seit ein paar Tagen habe ich wieder Schmerzen auf Höhe des Steißbeins…nicht zu doll, aber immer wenn ich zu lange sitze oder auch liege. Ich bin da leider, wie die meisten Menschen, sobald der Schmerz wieder weg ist, lasse ich die Übungen schnell wieder schleifen hahaha und dann kommt der Schmerz eben auch wieder und sagt Hallo. Ich muss mich an dieser Stelle echt mehr disziplinieren…seufz.

Meine Zeitplanung für diesen Tag sah so aus: Um 18.30 Uhr war ich In Bad Soden im Taunus (50km hinter Hanau) verabredet. Mittags wollte ich in Bad Soden-Salmünster (40 km vor Hanau) Halt machen und am Nachmittag noch eine Runde durch Hanau schlendern, bevor ich dann ab 15 Uhr ins Hotelzimmer konnte um mich auszuruhen und frisch zu machen.

Hanau und Umgebung kenne ich nur ganz flüchtig….mit meiner Tanzclique waren wir hier mal auf einer Geburtstagsfeier, Fulda kenne ich auch nur von Tanzturnieren und von Bad Soden-Salmünster kenne ich nur die Therme…da hatte ich vor vielen Jahren mal ein Date.

Bad Soden-Salmünster zur Mittagszeit war jetzt eher eine Enttäuschung…die kleine Altstadt war ganz niedlich, aber es gab keine Möglichkeit sich irgendwo zum Mittagessen niederzulassen – außer beim Bäcker – der war dafür proppevoll. Ich bin etwas herumgelaufen, das Wetter war unbeständig und schwül und ich wurde echt hungrig…Noch überlegte ich, ob ich in den Supermarkt gehe und mir dort etwas zum Essen besorge, da sah ich den kleinen Dönerladen…Na gut – dann gibt es einen vegetarischen Döner…und der war sogar lecker.

Als der große Regen kam, bin ich dann doch schon weiter nach Hanau gefahren, bis direkt ins City-Parkhaus und dann durch die Innenstadt geschlendert. Die Stadt glänzt jetzt nicht mit vielen historischen Bauten oder mit einem besonderen heimeligen Charme, dazu wird überall gebaut.

Aber der Fußgängerzonenbereich ist sehr groß, es gibt tatsächlich viele gemütliche Cafès, etwas was ich in Quickborn und Umgebung sehr vermisse. Es gibt auch viel Geschäfte und ich schlenderte gemütlich umher….allerdings hatte das Wetter beschlossen sehr unbeständig zu sein…es war zwar warm, regnete aber immer wieder ganz unvermittelt alle paar Minuten.

Für die dünne Regenjacke, die ich dabei hatte, war es einfach zu warm, nass werden wollte ich aber auch nicht…also habe ich mir tatsächlich den ersten Regenschirm seit vielen Jahren gekauft. Im Norden Deutschlands macht ein Regenschirm meistens überhaupt keinen Sinn, denn dort ist es fast immer auch windig, wenn es regnet. Deshalb besitze ich gar keinen Regenschirm mehr…dafür aber unzählige Regenjacken: gefüttert, ungefüttert, teilgefüttert, lang, kurz, für den Wald, für die Stadt hahaha.

Kaum saß ich in einem überdachten Außenbereich eines nettes Cafès, prasselte es gerade mal wieder so richtig vom Himmel…wie sagt man so schön: Es regnete Bindfäden. Der Kaffee war lecker, ich komplett entspannt, textete gerade mit dem Rentner, der wissen wollte, ob ich gut angekommen bin und fühlte mich auf einmal so richtig im Urlaub.

Dieses Gefühl von haaaaaach – herrlich ich kann einfach hier sitzen und das Leben an mir vorbei ziehen lassen. Ich muss mich nicht hetzen, muss nichts erledigen, keine aktuellen Sorgen…ich kann einfach hier sitzen und dem Regen beim regnen zuschauen.

Als die Sonne dann später wieder kam, bin ich weiter geschlendert. Der Regen kam in unregelmässigen Abständen immer wieder…zum Glück hatte ich ja den Regenschirm. Ich fand noch einen Thai-Massage-Salon (der hatte sehr gute Bewertungen im Internet) und hab mir gleich für den nächsten Morgen einen Termin geben lassen und in einem Blumenladen hatte ich ein kleines Rosengesteck drapiert in einer Schachtel gefunden…ein kleines Dankeschön für die ehemalige Kollegin, die so flexibel wegen unserer Verabredung war.

Irgendwann später ging es dann zum Hotel. Das hatte ich ja (entgegen meiner sonstigen Art) einzig danach ausgesucht ob die auch eine Klimaanlage in den Zimmern haben und das es nicht weit weg ist, vom Wohnort des Rentners. Es lag an einem groß ausgebauten Verkehrskreisel…aber ich bekam ein ruhiges Zimmer im 5 Stock und mit Blick auf den Innenhof und es war richtig ruhig…hab sogar bei offenem Fenster schlafen können.

Das Zimmer war echt schön…modern, alles relativ neu und super-sauber. Es gab eine kleine „Kaffee-Station“ mit einem Wassserkocher (ganz ohne Kalk-Ablagerungen) und einigen Tees und Päckchen mit löslichem Kaffee. Prima.

Habe mich dann für 1/2 Stunde aufs Bett gelegt und Nachrichten geschaut…erst einmal ausruhen…später ging es unter die Dusche, hab mich schick gemacht und dann ging es auch schon bald weiter in Richtung Bad-Soden (am Taunus).

Auf dem Weg über die A66 kam ich direkt an Frankfurt vorbei und die Skyline ist immer wieder toll…auch wenn ich die Sicht von dieser Seite eher selten sehe…normalerweise komme ich aus der anderen Richtung direkt über die A7. Das ist dann der ganz große Auftritt für Frankfurt – für mich der schönste Blick auf die Stadt.

Auch in Bad Soden habe ich ich bewusst auf einen Erinnerungs-Spaziergang verzichtet. In diesem Ort habe ich ja viele Jahre gearbeitet. War mittags oft im Kurpark spazieren oder im Sushi-Restaurant in der kleinen Passage essen. Die Firma besuchen wollte ich ja eh nicht…und selbst wenn, dann hätte ich dafür nach Eschborn fahren müssen…denn die Kollegen mussten im letzten Jahr umziehen.

Die Muttergesellschaft braucht inzwischen das gesamte Gebäude selbst…die Tochtergesellschaften wurden ausgelagert. Das war von Anfang an klar, als wir damals dort einzogen, das das Gebäude schnell zu klein werden wird….und da es direkt am Bahnhof keine Chance auf Erweiterung gibt, mussten andere Lösungen her.

Noch einmal kurz zum Thema Hanau. Warum sollte man da hinfahren? Muss man nicht…es ist echt keine besonders touristische Stadt…hat aber trotzdem schöne Ecken. Es ist der Geburtsort der Gebrüder Grimm, hat ein paar wunderschöne alte Gebäude, wie z.B. das Deutsche Goldschmiedehaus, in dem sich heute ein Museum für Gold-und Silberschmiedekunst befindet.

Es gibt den Staatspark Wilhelmsbad mit wunderschönen kleinen Bauten, dem historischen Karussell und einem Spielzeugmuseum:

und der Park ist weitläufig und bietet verschlungene kleine Wege zum flanieren.

Das Schloss Philippsruhe ist auch nicht weit entfernt und liegt direkt am Main um nur ein paar Stationen zu nennen.

Glücksstadt – Deiche gesperrt

Letzten Sonntag hatte ich mich am Nachmittag entschieden mal wieder an die Elbe zu fahren…ich hatte Lust auf einen Deichspaziergang…mein Ziel war Glückstadt. Das sind ca. 50km zu fahren.

Die Fahrt zog sich etwas, aber irgendwann war ich dann da, es war immer noch kalt und der Wind blies ganz ordentlich, aber die Sonne schien. Einen Parkplatz in der Innenstadt zu finden, war nicht schwer und dann bin ich zum Deich gelaufen und – kam nicht drauf. Alle Tore auf den Deich waren verriegelt, mal mit Kabelbindern, mal mit Vorhängeschloss. Sogar die Fahrradwege unterhalb des Deichs waren geschlossen. NICHTS zu machen. Dafür hingen überall Schilder zu Erklärung.

Jaaa na klar hatte ich schon von der Blauzungenkrankheit gehört….aber das dafür jetzt bei Glückstadt alle Deiche geschlossen wurden, hatte ich nicht mitbekommen. Es ist eine Viruserkrankung für Wiederkäuer (Schafe, Rinder, Ziegen)…und auf den Deichen leben eben viele Schafe. Für den Menschen ist sie dagegen ungefährlich.

Nun war ich erst einmal leicht genervt, weil ich mich seit langem mal wieder auf einen Deichspaziergang gefreut hatte…aber nun gut….dann bin ich zum kleinen Hafen gelaufen und anschließend in einem größeren Bogen um die Innenstadt herum.

Das war nicht genau das, was ich wollte…aber immerhin hab ich mich ausreichend bewegt.

Auf dem Rückweg zum Auto hab ich noch kurz vor 18 Uhr bei einer italienischen Eisdiele ein kleines Eis essen wollen. Die wollten um 18 Uhr schließen und haben mir eine ungehörig große Kugel in die Waffel gespachtelt….aber nur 1 Kugel abgerechnet. Hmmm lecker war das und über die große Portion hab ich mich natürlich gefreut.

Ich habe sehr wenig Eis in diesem Sommer gegessen, aber wenn, dann jedes Mal mit großem Genuss und das jetzt hier, das war für mich die Verabschiedung des Sommers. Die Eissaison ist für mich damit beendet.

Die Rückfahrt verlief, wie die Hinfahrt: es lief etwas zäh…aber egal. Wenn es nur ums Laufen gegangen wäre, das hätte ich schneller und einfacher auch von zuhause aus machen können, anstatt dafür insgesamt 100km zu fahren.

Letztendlich wollte ich aber auch dem Geschrei und Gezanke unter mir entkommen…es gab mal wieder bei den Nachbarn etwas zu feiern, mit allen Kindern und den kreischenden Enkelkindern. Zum Glück waren die schon wieder weg, als ich nach Hause kam.

Im Baumwipfelpark

Sonntagvormittag ging es, nach dem Frühstück, los in Richtung Lüneburger Heide….bevor wir nachmittags im Hotel in Soltau einchecken konnten, war unser 1. Ausflugsziel der Baumwipfelpfad „Heide Himmel“ in Hanstedt und dem angrenzenden Wildtierpark.

Der Baumwipfelpfad wurde erst 2019 eröffnet, ist 700 Meter lang, barrierefrei, und mündet auf einem Aussichtsturm, die restlichen Meter, um auf die Aussichtsplattform in 40Metern Höhe zu gelangen, kann man über eine Außentreppe oder den Aufzug erreichen.

Das ist echt sehenswert…vor allem jetzt im Frühling und bei strahlendem Wetter :

Wir hatten einen wunderbaren Blick:

Wir hatten uns für das „Kombi-Ticket“ mit dem Wildtierpark entschieden und der Wildtierpark ist riesig…und wir sind kreuz und quer gelaufen und gelaufen….haben unsere mitgebrachten Butterbrote verspeist und die Sonne genossen…zumindest bist zum Mittag.

Das schöne Wetter hatte Massen an Familien in den Park gezogen…viele mit Bollerwagen vollgefüllt mit Picknickdecken und jede Menge Schüsseln, Flaschen und Lärm. Die kamen uns in solchen Scharen entgegen, das ich schon glaubte, die müssen mit Bussen angekarrt worden sein….da waren wir schon langsam wieder auf dem Rückweg und bis wir wieder am Eingang ankamen, hatte sich die Sonne nicht nur verzogen, sondern Regen prasselte auf uns nieder….zum Glück waren wir auch für dieses Wetter gewappnet…den Kaffee haben wir dann aber doch nicht im Park getrunken…die Lokalität war etwas überlastet – das Thema unsere Zeit: zu viele Gäste, zu wenig Personal…

Das Kombiticket (Wildtierpark+Baumwipfelpark) für einen Erwachsenen liegt bei 23,50 EUR ist also nicht ganz billig, aber für uns hat es sich auf jeden Fall gelohnt….man kann sich den ganzen Tag darin aufhalten und auch zwischen beiden Parks hin- und her wechseln….

Apfelblüte im Alten Land

Während wir am Freitag bei 11Grad mit Scholle und Jasmin-Tee draußen saßen, stellte sich unweigerlich die Frage nach Pfingsten.

Die ambulante Augen-OP meiner Schwester ist Donnerstag, meine 1.Impfung für Corona ist am Freitag und dann kommt ja schon das Pfingst-Wochenende….Schwester wird 14 Tage nicht arbeiten dürfen (wenn alles gut läuft) und Schwager muss auch nicht arbeiten….und Beide würden gerne mal wieder ins Alte Land fahren.

Auf die Frage blühen die Bäume dort noch, wusste ich keine Antwort….nahm es aber an…..später hab ich im Internet gesehen, das es eine Webseite gibt die sich „Blütenbarometer“ nennt….und dort wird angezeigt das die Kirschblüte am Abblühen und die Apfelblüte in Vollblüte sein sollte….so als Prognose.

Aber wie es tatsächlich aktuell aussieht, wusste ich damit immer noch nicht….immerhin ist das Wetter aktuell sehr wechselhaft…Deshalb hab ich mich gestern am Nachmittag auf den Weg dorthin gemacht….Es gibt für mich nur 2 vernünftige Wege mit dem Auto dorthin zu kommen….einmal über die Fähre bei Glücksstadt / Wischhafen oder über die A7 durch den Hamburger Elbtunnel. Beide Wege dauern ca. 1 Stunde….und haben jeweils eine Engstelle, die es noch länger dauern lassen kann.

Am Fähranleger Glückstadt gibt es oft einen Rückstau, der die Fahrt verlängert und durch die vielen Baustellen auf der A7 kommt es vor dem Elbtunnel oft zu Stop-and-Go….ich hab mich trotzdem für diesen Weg entschieden….weiß ja inzwischen wie ich mich durch Hamburg durchfädeln muss, um erst kurz vor dem Elbtunnel auf die A7 zu kommen….so steckte ich nur kurz in dem zähfließendem Verkehr…. Das Wetter war mäßig bescheiden….immer wieder Regen und Sonnenschein in kurzem Wechsel…

Auch während der weiteren Fahrt über Finkenwerder und Cranz in Richtung Stade war das Wetter nicht einladend…und so konnte ich zwar sehen das die Bäume an vielen Stellen sehr viele weiße Blüten hatten…aber es wirkte auch etwas trostlos.

Für einen Großteil der noch 33km nachdem ich die Autobahn verlassen hatte, gilt Tempo 50. Entspannend finde ich das ehrlicherweise nicht….nicht bei warmen Wetter und Sonnenschein und auch nicht bei Regen. Ich fahre oft über Landstraßen, die Geschwindigkeits-Begrenzungen haben und es macht mir nur wenig aus, aber dieses strikte 50er Diktat lässt jedes Mal wenn ich hier bin, Unmut in mir hochsteigen….ich mag diese Strecke komischerweise nicht….auch der Blick auf die blühenden Obstbäume macht es nicht besser.

In Stade angekommen hab ich die Stadt nur kurz zu Fuß durchquert…mitten am Alten Hansehafen, wo noch viele Menschen draußen in Cafes und Restaurants saßen, stand ein Mann am Fenster eines alten Fachwerkhauses mit seiner Trompete und spielte ein paar Melodien…das hörte sich schön an…

Ich bin trotzdem gleich weiter zum Burggraben gelaufen…an diesem See entlang, gibt es schöne Wege…und kaum war ich dort angekommen, hatte es sich auch endlich ausgeregnet und so bin ich vom Burggraben (See) der Schwinge (Fluss) gefolgt, der auf sehr gemütlichen ruhigen Wegen aus der Stadt hinausführte….mit Blick auf das Schwingetal….und im großen Bogen wieder zurück.

Sehr versteckt am Rande der Stadt war dann noch diese alte Mühle:

Was ich auf meinen Ausflügen immer wieder feststelle…obwohl ich mich nur selten mit der Geschichte einer Stadt oder einer Umgebung auseinander setze, lerne ich immer wieder so nebenbei etwas dazu….und sei es auch nur, das ich jetzt weiß, das es den Fluss „Schwinge“ als Nebenfluss zur Elbe überhaupt gibt.

Geschichte und Geographie gehörten nie zu meinen Lieblingsfächern und auch heute noch gehe ich nur selten in Museen und meistens lese ich auch nicht im Vorfeld zuviel über meine Ausflugsziele.

Die Auswahl richtet sich i.d.R. nach folgenden Kriterien: Alte Stadtkerne gerne mit Fachwerk, Hansestädte besonders gerne, gerne mit großen Parks und wenn möglich mit viel Wasser und schönen schönen Wegen drumherum, Moore … gerne mittendurch, großflächige Wälder, in denen man nicht zu vielen Menschen begegnet…Gerne Küstengewässer mit Deich, Fleth und urigen Landschaften….Naturschutzgebiete….usw….

Ich bin also gar nicht der übliche Stadttourist, der sich von Kirche, über Stadtmuseen zum Rathaus vorarbeitet und sich permanent mit Jahreszahlen, wer wan wo wie geboren wurde oder gelebt hat, beschäftigt. Ich möchte einfach schöne Orte sehen und mich dabei wohl fühlen…und wenn ich nebenbei noch etwas lerne, ist das genug.

Heide – ohne Heide?

mein heutiges Ausflugsziel liegt ca. 80km weiter nördlich : Heide /Holstein…

Was es dort besonderes gibt? hmmm kein Wasser, kein Wald…dafür den größten Marktplatz Deutschlands, das Brahms-Haus und tja….den Stadtpark und eine Bade-Spaß-Welt.

Durch den Namen dachte ich, es wäre so ein schnuckeliger Heide-Ort mit viel Fachwerk, Backstein und kuscheliger Umgebung. Und eigentlich hab ich den Ort bisher eher gemieden (das hat aber etwas mit meinem Ex-Freund zu tun, der immer davon geträumt hat, einmal dort zu wohnen….aber es ging ihm dabei mehr um das KFZ-Kennzeichen) ….und doch muss man wenigstens einmal dort gewesen sein, um mitreden zu können.

Der Marktplatz ist wirklich riesig und ich kann mir gut vorstellen, wenn dort ein Wochenmarkt stattfindet oder eine Kirmes, ein Mittelalter-Markt oder soetwas, dann wirkt das bestimmt toll…ansonsten ist der Platz einfach kahl und wird als Parkplatz genutzt.

Ich bin dann etwas durch diese kleine Stadt gelaufen, fand jetzt aber nicht so viel, was ich hervor heben könnte….vereinzelt gibt es nette Häuser, ein paar alte Gassen…die wirklich schöne Kirche. Vielleicht war es auch einfach die falsche Jahreszeit und ich hatte mir vorher nicht die Mühe gemacht zu schauen, ob es in Heide auch tatsächlich eine Heide-Landschaft in der Nähe gibt.

Es gibt die Meldorfer Bucht und das Eider-Sperrwerk. Aber bei allem was mit der Eider zu tun hat, schrecke ich zurück und will da auch nicht hin….das hat etwas damit zu tun, WIE sich meine Eltern getrennt haben…schmerzvolle Kindheits-Erinnerungen, die bei meiner Schwester und mir zu einer sofortigen Abwehrreaktion führt, sobald die „Eider“ genannt wird…hahahaha…mal sehen…eventuell fahre ich doch bald mal dahin ,um wenigstens eines meiner „Kindheits-Traumata“ aufzulösen.

In Heide halten sich tatsächlich alle an die Maskenpflicht und auch an das Gebot Zuhause zu bleiben….es war daher angenehm leer…und doch gleich auch gleich wieder trostlos ….bis auf die lange Schlange vor der geöffneten Eisdiele. Netter Gedanke – ein Eis …aber….

…obwohl es strahlend schönes Wetter war, war es auch windig…und darauf war ich dann nicht so gut vorbereitet…tztztz…hatte mich doch von den 9 Grad und Sonnenschein täuschen lassen – keine Mütze, nur ein Deko-Schal, zu dünne Jacke…mir war kalt….durch das Laufen wurde mir zwar wärmer…aber so richtig wohl war mir nicht…..

Nun gut…immerhin hab ich eine nette Fahrt mit dem Auto unternommen, dabei meinen spannenden Hörbuch-Krimi weiter gehört, ich hab den Ort Heide/Holstein besucht und hab einen Spaziergang durch die Stadt gemacht : das reicht fürs Erste….

Dehnen, Strecken und Ausflug

nach ausgiebigem, erholsamen Schlaf hab ich den Vormittag damit verbracht meinen Körper nach allen Regeln der Kunst mit Dehnen und Strecken herauszufordern. Zuerst ohne Hilfsmittel, dann mit Faszienrolle und Massagebällen…und immer weiter dehnen, strecken…und immer etwas weiter, etwas mehr…Angefangen bei Kopf, Nacken und Schultern….bis runter zu den Füßen…..ich hab es auf anraten eines alten Freundes mit Hilfe von Experten-Videos gemacht….wo es dann auch um die richtige Atemtechnik geht….

So einige der Übungen sind mir noch aus meiner aktiven Zeit als Turniertänzerin vertraut….aber so kompakt intensiv – das tat so richtig gut. Ja klar dehne ich mich öfter….aber ich hab mich nicht gesteigert..bin nicht weiter gegangen…unser Körper sollte sich immer herausgefordert fühlen…und besonders im Nacken-Schulterbereich hab ich danach unmittelbar eine Verbesserung gemerkt.

Diese Homeoffice-Tage haben bei mir den Nachteil, das ich am Esszimmertisch auf einem normalen Esszimmerstuhl sitze und nur auf meinen kleinen Laptop-Bildschirm starre, die Hände immer nach vorn ausgestreckt auf der Tastatur…während im Büro ein höhenverstellbarer Schreibtisch, ein moderner Bürostuhl und 2 große Bildschirme ungenutzt stehen bleiben.

Auch wenn unser Arbeitgeber uns eine Online-Physiotherapiestunde für Tipps und Tricks im Homeoffice spendiert hat, damit man sich auch zuhause körperlich fit halten kann., merke ich so langsam, wie sich mein Nacken mehr und mehr verkrampft.

Gleichzeitig fehlt mir ja die Möglichkeit mich durch Schwimmen, Sauna oder bei Massagen körperlich zu entspannen….Daher kamen diese kleinen Übungen heute Vormittag genau richtig…

Erst danach bin ich gegen Mittag zu meinem heutigen Ausflug gestartet…zuerst hab ich mir im Internet ein neues Ausflugsziel gesucht….mich aber dann doch dagegen entschieden. Alle großen Ziele die ich so anvisiert hatte, wären bei dem tollen Wetter eh überlaufen…ebenso die schönen Strecken direkt an der Elbe…. so bin ich also ganz in der Nähe ins Buttermoor gefahren…und dort aus gelaufen…

Schön wars…..und gar nicht so voll, wie befürchtet ….

Übermütig durch die Übungen am Vormittag, hab ich einfach mal auf meine Einlagen in den Schuhen verzichtet…gemäß dem Motto: Der Fuß möchte auch herausgefordert werden.

Aber bereits nach knappen 5km fand ich diese Entscheidung dann nicht mehr so gut….ich Idiot hatte weder daran gedacht die Einlagen einfach im Rucksack mit zu nehmen, noch andere Schuhe einzupacken…und so war mein Rückweg bis zum Auto dann auch nicht mehr ganz so leichtfüßig. Aber es war trotzdem ein schöner Ausflug bei strahlendem Sonnenschein…

Feierabend – abgetaucht

Feierabend – abgetaucht

Der Sommer zeigt sich im Norden ja recht kühl…und so musste ich einfach am Mittwoch das schöne Wetter nutzen…und so eine kleine Auszeit konnte  ich auch gut gebrauchen.

Feierabend habe ich daher schon um 14.30 Uhr eingeläutet…bin dann vom Büro direkt aus los gelaufen…über eine Eisdiele in Ottensen (den Stadtteil finde ich mittlerweile echt klasse…viele kleine Geschäfte, es ist so lebendig hier und alles scheint so normal zu sein) bis an die Elbe. Dann am Wasser in Richtung  Hamburg Mitte. Hab zum 1. Mal eines dieser riesigen Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen sehen…WOW – das Ding ist ja beindruckend groß…nee – das wäre nichts für mich.

Weiter ging es, vor einem Steakhouse waren Tische und Stühle aufgestellt und ein Strandkorb stand da auch…also hab ich, im Strandkorb sitzend, eine kleine Rast eingelegt und am NACHMITTAG ein Glas Wein getrunken und die Sonne genossen.

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…dann ging es weiter bis ich am U-Boot-Museum angekommen bin….Ach komm….da liegt ja tatsächlich ein U-Boot und man kann es besichtigen. Nun bin ich ja kein Fan großer Menschenmengen und Enge ist auch nicht mein Ding…aber es war LEER….also mit 9 EUR  hab ich die Erlaubnis gekauft das U-Boot betreten zu dürfen…und war fast alleine dort.

Und das war auch gut so….es war schon seeehr eng…und wenn man im Film sieht, wie die Soldaten durch die Luken der einzelnen Sektionen durchhüpfen,  dann wirkten die Luken hier schon sehr klein.

Also mit körperlichen Gebrechen sollte man das U-Boot wirklich meiden und eine gewisse Sportlichkeit hilft auch bei der Besichtigung. Erst ab  der 3. Luke bin ich einigermaßen gut dadurch „gehüpft “ (also im Film sieht das wesentlich eleganter und sportlicher aus…gut also das mich sonst niemand gesehen hat – na bis auf eine wahrscheinliche Videoüberwachung durch das Museum). Alsoo Hände an die Stange oberhalb der Luke und durchhüpfen…und hinter der Luke bin ich mit dem Hintern auf den vorhanden Vorsprüngen zum Halt gekommen…nix von wegen durchhüpfen und gleich auf den Füßen landen um weiter zu hechten…hahaha  na gut – das waren auch junge Männer…

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Es hat Spaß wirklich Spaß gemacht und die Enge konnte ich wirklich gut ertragen, da es sonst gerade keine Besucher in meiner Nähe gab. Witzig: ALLE ausgestellten Puppen, die das Leben auf einem U-Boot simulieren sollten trugen: Mund-Nase-Schutz….Auch ich hatte während des gesamten Besuchs meine Maske auf…

Zum Glück verzichtet das Museum auf musikalische Untermalung…so wurde zusammen mit einem in regelmässigen Abständen wiederkehrenden PING  eines Sonars eine beklemmend dichte Atmosphäre erzeugt.

Immer wieder erstaunlich finde ich es, wie „blind“ die U-Boote im 2. Weltkrieg waren. Außer durch das Periskop war ja überhaupt kein Blick nach draußen möglich. Bildschirme gab es noch nicht….überall nur Rohre, Schalter und analoge Anzeigeuhren…

Wieder aufgetaucht ging es im großen Bogen zurück in Richtung Firma (zu meinem Auto). Das waren gute 9km für den heutigen Spaziergang durch Hamburg.

 

 

Vatertags-Roulette

Morgen ist Feiertag….Vatertag.

Was bedeutet, das in normalen Zeiten Morgen Horden von Männern (meistens zumindest sind es wirklich Väter) die Wander- und Radwege bevölkern.. Oft mit einem Bollerwagen und jeder Menge Alkohol, erst an Bord und nicht viel später auch im Mann.

Laut Wetterbericht soll es ja ein sehr schöner sonniger Tag werden.

Für mich bedeutet der Vatertag eigentlich, das ich lieber Zuhause bleibe um den Menschen-Massen zu entgehen….aber bei schönem Wetter bin auch ich geneigt mich für einen Ausflug auf den Weg zu machen…

Da stellt sich wieder die Frage: wie wird es in diesem Jahr sein? Gibt es das überhaupt noch, das sich viele Menschen/Männer im Pulk zusammen finden, um mit dem Bollerwagen durch die Landschaft zu wandern um mit jeder Menge Alkohol Spaß  daran zu haben, das sie wenigstens einmal im Jahr ungestraft feiern dürfen….

Für mich stellt es sich so dar:

  • wenn ich davon ausgehe, das es so ist wie all die Jahre zuvor, dann stehe ich Morgen gaaanz früh auf und bin bereits früh unterwegs, bevor es alle anderen tun…
  • und sollte ich es nicht so früh mit dem Aufstehen hin bekommen, dann bleibe ich lieber zuhause und gehe  nur erst gegen Abend meine Runde …
  • und wenn ich denke, in diesem Jahr wird es bestimmt nicht so viele Väter geben, die sich diesem Ritual stellen, dann mache ich mich erst am späten Vormittag  auf den Weg…

Bei dem Gedanken an die vielen Eltern, die jetzt nach fast 3 Monaten zuhause verzweifeln, könnte ich sogar davon ausgehen, das noch mehr Männer es zum Anlass nehmen sich wenigstens für diesen Tag vom Home-Office/Home-Schooling und eng-auf-der-Pelle hocken zu befreien und gerade jetzt mit Freunden und Bollerwagen um die Häuser ziehen…Also ich könnte es verstehen…

Ich überlasse es dann doch dem Zufall was ich machen werde…. und warte mal  wie früh ich morgen aufwachen werde, so ganz ohne Wecker….lach…und ich bin inzwischen Meister darin meine Pläne zu modifizieren ohne das es mir etwas ausmacht…der Vorteil der inneren Gelassenheit