Restekuchen und kleine Küchen-Experimente

Der Herbst ist da und zeigt sich seit Tagen von seiner ungemütlichen Seite draussen…um so wichtiger ist es , das es drinnen gemütlich ist, das geht mit Kerzen und wärmenden Suppen ganz prima und überhaupt mit allem was der Seele gut tut.

Und das geht ganz ausgezeichnet mit wärmenden Suppen. …die meisten habe ich in den letzten Wochen gekocht und verputzt, ohne darüber zu berichten….aber heute wollte ich mal wieder von meinen kleinen Experimenten erzählen.

Denn beim Blick in den Kühlschrank wollte ich unbedingt die Möhren zu einer Möhrensuppe verarbeiten…dumm nur, das ich leider keine Sellerieknolle mehr hatte. Bei mir besteht die Suppe nämlich hauptsächlich aus 2 Teilen Möhren / 1 Teil Knollensellerie / 1 Teil Zwiebeln.

Aber ich hatte noch eine frische Kohlrabi…also warum nicht – einfach mal ausprobieren. Also gab es eine Möhren-Kohlrabi-Suppe.

Najaaaa also den Kohlrabi schmecke ich eher nicht…und die fehlende Geschmackstiefe hab ich versucht mit etwas mehr Curry, Pfeffer, Knoblauch und Essig zu kompensieren….und jaa die Suppe ist lecker und gut scharf….

Aber beim nächsten Mal kommt definitiv wieder Sellerie mit rein…ist einfach noch viiiel besser.

Beim Blick in meine Vorrätsschränke sind mir in den entsprechenden Glasbehältern noch so Reste mit Mandeln, Walnussen und Haselnüsse in die Hände gefallen…und ein paar Schoko-Nips zum Backen, waren auch noch da.

In der letzten Zeit, habe ich tatsächlich viel weniger Nüsse gegessen und bevor die jetzt auch noch ranzig werden, muss ich die verarbeiten…so kam ich auf die idee daraus einen Restekuchen zu backen.

Also diese restlichen Nüsse hab ich in der kleinen Maschine zerkleinert, mit gemahlenen Mandeln aus einer geöffneten Tüte und etwas Mehl aufgefüllt, mit Öl, Milch, Backpulver und Eiern zu einem Rührteig verarbeitet, dazu etwas ungesüssten Kakao und die restlichen Schoko-Nips untergehoben und ab in eine Kastenform verfrachtet…der Teig war etwas flüssiger als gewollt und die Backzeit für den kleinen Kuchen lag tatsächlich bei 1 Stunde….das Ergebnis sieht sehr ungleichmässig aus, aber man kann ihn tatsächlich essen….es schmeckt sogar gut. Schön nussig und schokoladig -was will man mehr.

Bei solchen spontanen Back-Ideen ohne ein tatsächliches Rezept zu haben, ist es immer wieder erstaunlich, was dabei heraus kommt….ich würde mal sagen, das ist ein gelungener Restekuchen für einen Sonntagnachmittag alleine auf der Couch, nicht unbedingt für ein Familienfest.

Ich schreibe gerne über solche „Versuche“ weil ich dafür plädiere einfach mal zu machen, auch wenn es kein fertiges Rezept mit Mengenangaben gibt…manchmal kommen gute Dinge dabei raus und ich lerne, das nicht immer alles perfekt gelingen muss.

Mir macht es einfach Spaß am Herd zu stehen und vorhandene Zutaten miteinander zu kombinieren, die meistens gut schmecken und manchmal eben auch nicht. Vor kurzem gab es einen Reis-Blumenkohl-Auflauf….ungewöhnlich aber echt lecker….den mache ich definitiv jetzt öfter. Wie gesagt, bei der Möhrensuppe verzichte ich dann eher ungern auf Sellerie.

Mein Skyr-Brot mit Dinkelmehl vor ein paar Tagen, auch einfach aus dem Handgelenk zusammen gezimmert und mit Thymian, Oregano und Kümmel gewürzt. war super lecker und war erstaunlich hoch gebacken und fluffig ..und das ganz ohne Hefe oder Backpulver….damit habe ich gar nicht gerechnet …das passte wunderbar zu dem restlichen Brie-Käse vom Wochenende….

In der Küche

Samstag hab ich den größten Teil des Tages in der Küche verbracht….bis auf die Zeit am Nachmittag, bei der ich bei herrlichem Sonnenschein eine schöne ruhige Walkingrunde gedreht habe…und eine große noch dazu…am Ende waren es 6,4 Km außerhalb von Quickborn.

Vorher hatte ich so um die 2,5-3,0kg Gemüse geputzt, geschält und in kleine Stücke geschnitten. Möhren, Knollensellerie, Porree, Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch…alles per Hand. Das hatte auch etwas Meditatives und um mir die Zeit dabei zu vertreiben, hatte ich dazu eine Dokumentation über den Amerikanischen Wahlkampf „auf den Ohren“.

Nicht falsch verstehen, das ist keine Beschwerde das ich so viel Gemüse habe schnibblen müssen…sondern eher das Gegenteil. Ich mag es sehr gerne…vor allem wenn die großen Messer scharf geschliffen sind…Für mich ist das die Basis für gutes Essen. Selber Hand anlegen und die Dinge vorbereiten, die man benötigt.

Bei mir sollte es aber keine Suppe geben, sondern endlich mal wieder einen großen Topf Gemüsebrühe. Meine letzten Vorräte habe ich schon vor einer Weile aus dem Gefrierfach in der Küche genommen. Und jetzt, wo endlich die Trocknungsgeräte aus dem Keller verschwunden sind, möchte ich meinen neuen, halbhohen Gefrierschrank in Betrieb nehmen. Der wartet schon seit einiger Zeit auf seinen Einsatz und steht auf insgesamt 3 Paletten…das sollte für eine evtl. nochmalige Überflutung des Kellers ausreichen. Außerdem steht er nun nahe an der Steckdose. Ich habe gelernt. Allerdings lohnt sich die Inbetriebnahme nur, wenn es auch etwas gibt, was ich da rein packen kann.

Diese eigentliche Gemüsebrühe wird nach dem Kochen püriert und anschließend auf kleine Gefrierbehälter von 80-250ml aufgeteilt. Ich benutzte die Brühe für fast alle meine Gerichte, denn ich verzichte hier schon seit ein paar Jahren auf die Industrie-Varianten, egal ob als Pulver, Granulat oder Würfel.

Aber ich koche immer auch noch die 2. Variante: eine klare Gemüsebrühe, und zwar aus den Gemüseschalen und -abschnitten…diese wird am Ende des Kochvorgangs durch ein Sieb passiert und ebenfalls eingefroren.

Lustigerweise hab ich tatsächlich ALLE meine kleinen Gefrierdosen dafür verbraucht und alles passte in die eine Schublade des Gefrierschranks. Perfekt.

Da ich aber tags zuvor in einem Gemüse-Kaufrausch war, hatte ich unter anderem auch noch einen Blumenkohl…doch den wollte ich nicht für die Brühe.

Für das Abendessen habe ich einen Blumenkohl-Kartoffelauflauf mit Bechamelsoße und Käsekruste in den Backofen geschoben, während gleichzeitig in der Heißluftfriteuse eine ganze Hähnchenbrust mit Haut brutzelte.

Und weil ich auch noch einen Stapel Äpfel hatte, gab es noch eine Apfeltarte mit Mandelboden….der Boden war aber jetzt bereits das 2.mal nicht so gelungen und so hab ich die Tarte eher als Apfel-Mandelmus aus der Backform kratzen müssen. Okay – ich muss mir wohl doch noch einmal ein Rezept aus dem Netz ziehen…meine intuitive rezeptlose Backweise hat mich hier im Stich gelassen. Aber die Äpfel mit ein bisschen Teig zusammen, waren doch ganz lecker. Den Rest des Teiges hab ich dann..ähmm entsorgt und lieber auch kein Bild gemacht.

Den Rest des Tages (also nach der Walkingrunde) hab ich dann damit zugebracht meine Küche auf Vordermann zu bringen….endlich mal wieder alle Geräte zur Seite zu schieben und auch da zu putzen, wo man sonst nicht so leicht hinkommt…und auch die Schränke…aber selbst das fand ich ganz angenehm.

Meine Haferkekse habe ich dann erst Sonntagvormittag gebacken…wie immer nach dem gleichen Prinzip und in der Variation: Haferflocken und Mandeln…das ist meine Lieblingsvariante und es schmeckt schon ein wenig nach Winter…was ganz bestimmt am Zimt liegt…ich liebe Zimt.

Die Rezeptmenge habe ich, wie immer, verdoppelt, so das ich insgesamt 4 Bleche auf Vorrat gebacken habe. Sie sind wieder schön dünn und knusprig geworden. Damit habe ich jetzt auch wieder etwas zum Naschen. Mir kommt es dabei nicht auf die Schönheit der Kekse an. Sie sind grob und schräg – ich mag das

Endlich wieder Brotbacken

Und weil es heute doch ein ruhiger und gemütlicher Tag zum Ausruhen ist, hab ich nicht nur das erste Mal in der Küche etwas zubereitet, sondern auch den nagelneuen Backofen in Betrieb genommen.

Und was passt da besser als ein kleines Brot zu backen: mit Kümmel und Kräutern der Provence..nur die Ruhezeit des Hefeteigs war, entgegen meiner Gewohnheit, mit 3 Stunden eher kurz…konnte aber nicht mehr warten hahaha

Und dann hab ich die ersten Scheiben mit Butter bestrichen…und noch heiß gegessen…hmmn lecker

Ja hier macht das Kochen/bBacken noch viel mehr Spaß..keine Schrägen in der Küche, genügend Stellflächen, viel Stauraum, die Arbeitsplatte ist hoch, das Waschbecken hat eine gute Tiefe…Herd und Backofen sind tatsächlich seeehr modern und schnell ….

..und die Küche ist bereits voll einsatzfähig…na gut, einen Besteckkasten für die Schublade brauche ich noch… aber sonst ist alles griffbereit eingeräumt..

Restekuchen

Oder auch eine Art Überraschungskuchen…was ist noch da und was passt in den Kuchen hinein.

Also eigentlich sollte es ein Birnenkuchen mit Walnüssen werden….bis ich beim Vorbereiten der Birnen bemerkt habe, das diese von innen her zum großen Teil vergammelt waren, schade…es blieb nicht soviel übrig…aber ich hatte auch noch ein paar Äpfel und 1/2 Zitrone…

….und als ich dann auch noch im Schrank ca.100g Buchweizenmehl gefunden habe und etwas Haselnusskrokant, sowie 1/4 Tüte gemahlene Mandeln, war klar….okay – daraus mache ich jetzt etwas:

Also 100g Zucker und 100g Butter mit 1 Päckchen Vanillinzucker verrühren, danach 3 Eier nacheinander hinzugeben.

Dann 100g Mehl, eine Prise Salz und 100g Buchweizenmehl mit 1 Päckchen Backpulver vermengen und in die Masse geben….dazu dann etwas Haselnusskrokant und die gemahlenen Mandeln, bis der Teig zäh vom Löffel fällt.

Alles in eine gefettete Form geben. Birnen und Äpfel in Scheiben schneiden, ca.80 Gramm Walnüsse hacken und über dem Kuchen verteilen, dann etwas Zitrone drüber träufeln und dann den Kuchen mit Zucker bestreuen….Da ich eine flache Tarte-Form gewählt habe ging es bei 180Grad für 35 Minuten in den Backofen.

Hmmm gar nicht mal schlecht….also das Buchweizenmehl mit Weizenmehl in Kombination ,schmeckt mir im Kuchen auf jeden Fall besser, als die Buchweizenmehl-Waffeln….und es passt super gut zu den Nüssen…schade das ich nicht mehr Birnen hatte, die passen wirklich wunderbar dazu….

Gute Idee – nicht gut gemacht

Kuchen backen ist jetzt nicht meine Kernkompetenz und manchmal geht es auch glatt daneben…..aber ich hab mich mal wieder an einen Kuchen gewagt….Eigentlich sollte es eine Apfeltarte mit Vanillepudding werden.

Das Grundrezept hatte ich aus dem Internet, dann hab ich die Zutatenliste noch etwas modifiziert und das Ergebnis sieht auf den ersten Blick ganz okay aus….

Der Backofen war mit 180 Grad scheinbar etwas zu heiß….zumindest für meinen Backofen….der Rand wurde schon dunkel, der Boden war noch nicht ganz durchgebacken und auch nicht aufgegangen und da ich den Vanillepudding mit gleichviel Milch und ohne Gelatine gekocht hatte, war dieser im warmen Kuchen noch etwas flüssig…..

Nach dem ich das 1.Stück rausgeschnitten und es bemerkt habe, hab ich den Kuchen wieder in den Backofen getan und dort noch sanft weiterbacken und anschließend auskühlen lassen. Im kalten Zustand ist der Pudding jetzt fest und ja er schmeckt schon, wenn auch nicht so lecker und fluffig wie gehofft … ich verspüre beim Essen eine leichte Bitterkeit….hahaha nein nicht im Geschmack….einfach schade um die schönen Zutaten.

Übrigens hatte ich noch Teig und Pudding übrig…also hab ich einfach aus dem Handgelenk den restlichen Hefeteig ausgerollt, die Ränden eingeschlagen, den Pudding darauf verteilt und mit Haselnusskrokant garniert….ab in den 160Grad heißen Ofen und voila: Witzigerweise ist der Teig hier gut aufgegangen, der Pudding war fest und zusammen mit dem Haselnusskrokant ein leckerer Kuchen perfekt zum Kaffee.

Brötchen mit etwas Flair

Wer gerne frische warme Brötchen mag, die dazu noch knusprig sind und dabei gleichzeitig das gewisse Flair eines französischen Cafès spüren möchte, der kann ja mal probieren, die Brötchen anders zu formen:

voilà:

Das sind keine Milch-Hörnchen und natürlich auch keine Croissants. Aus ganz normalem Brötchenteig hab ich einfach lange dünne Dreiecke ausgeschnitten und zu Hörnchen gerollt. Also die sehen einfach toll aus, haben eine große knusprige Oberfläche und auch den perfekten Flair um ganz lässig frische Marmelade darauf zu geben und das ganze mit frischem Kaffee zu geniessen.

Ich liebe Milchhörnchen und mag auch sehr gerne Croissants …aber diese Brötchen hier haben den eindeutigen Vorteil, das eben kein Fett oder Zucker im Teig ist…. und wer sagt denn, das Brötchen immer aussehen müssen, wie Brötchen…hehehe

Erholung mit Marmorkuchen

So langsam komme ich endlich zur Ruhe….kein Wunder – ich schlafe so viel wie seit Jahren nicht. Mal im Ernst – ich kann mich nicht erinnern  wann in den letzten Jahren ich tatsächlich mal 9 Stunden geschlafen habe…um dann noch eine Stunde im Bett zu lesen.

Ich leiste mir den unglaublichen Luxus einfach mal NICHTS zu tun, um mich wirklich zu erholen…soll heißen ich mache wirklich nicht viel – und schlafe dazu sogar noch tagsüber auf der Couch immer wieder ein.

Kein Handschlag für die Wohnung, nur keine Bewegung zu viel…meine Muskeln  fühlen sich immer noch schwer an und meine Rippen tun immer noch weh…alles ist wie Blei und auch mein Kopf ist noch nicht wieder fit.

Aber der Peak ist nun erreicht…ab jetzt geht es wieder aufwärts.

Als erste Maßnahme hab ich heute am späten Nachmittag einen langen Spaziergang gemacht…danach war ich zwar wieder müde, aber als zweite Maßnahme hab ich dann sofort einen Kuchen gebacken…einen Marmorkuchen.

Als Geheimtipp für einen „extra-saftigen Marmorkuchen“ hab ich im Internet gelesen, das man jedes Eigelb einzeln in die Butter-Zuckermasse geben und mindestens eine Minute unterschlagen soll…das soll den Kuchen so saftig machen….bei 6 Eiern ist das eine Menge Zeit….dazu dann  das Eiweiß steifgeschlagen unterheben….Der Kuchen ist extrem „fluffig“ geworden und auch nicht trocken…als saftig möchte ich es aber nicht bezeichnen…..aber trotzdem seeeehr lecker….

Meine Backwelt ist wieder in Ordnung

Das für mich nicht so gute Ergebnis beim Plätzchen-backen hat mein Ego schon etwas angegriffen, soooviel Mühe und doch nur ein mässiges Ergebnis…also hab ich einfach noch einmal am  3. Advent gebacken…und siehe da:

Die Vanille-Kipferln waren der HAMMER….so gut sind mir die noch nie gelungen.

Der Teig ließ sich nach 2 Stunden-Ruhezeit herrlich verarbeiten….Gebacken hab ich „Auf Sicht“…lach sobald die Ränder der Kekse golden wurden: sofort raus aus dem  Backofen..

Dann der Tipp aus dem Fernsehen: noch heiß mit flüssiger Butter bestreichen und dann sofort in Puderzucker mit Vanillie wälzen und auskühlen lassen.

So saftig und lecker ….ich mümmel gerade die letzten Reste…manche sind eben doch zerbrochen…aber das sind eben MEINE.

…achja und die Baiser-Tuffs hab ich auch noch mal gemacht…auch diese sind besser als beim 1.Mal…

Wieder einmal stimmt: Übung macht den Meister…. Und gibt meiner Seele den Frieden….

Vier Kuchen auf einmal

Ich backe nicht gern….hab mich aber darauf eingelassen diesen Mittwoch tatsächlich 4 Kuchen selber zu backen…lach …gut wenn man vorher nicht so richtig weiß auf WAS man sich da eigentlich einlässt.

Ich  kann zwar backen – aber es macht mir nicht so viel Spaß…und ist auch immer etwas Stress…Ach Quatsch…das krieg ich schon hin….

So: Planungszeit1 – welche Kuchen mache ich? 2x Blitzkäsetorte / 1x Apfeltarte / 1x Käsekuchen

Mo: Planungszeit2 – Was brauch ich / was hab ich / was muss ich einkaufen….4x Kuchen in der Springform…ich besitze aber nur 2 Springformen..

Di: Einkauf nach Feierabend und vor dem Sport – 1,5kg Sahne / 1kg Quark / 800g Frischkäse  / 1,5 kg Äpfel usw.  DAS sind mal  Mengen ….zur Erinnerung: ich lebe in einem 2Personen-Haushalt – da sind die Zutaten für einen kleinen Kuchen etwas kleiner.

Mi: Backen – Feierabend um 16 Uhr …Zuerst die Blitzkäsetorten…die „backen“ im Kühlschrank…die  Zubereitung ist zwar nicht schwer, aber alles muss zeitlich gut aufeinander abgestimmt sein – nicht zu kalt, nicht zu warm …und das 2x hintereinander…. Eigentlich kein Problem wenn man ALLE Zutaten da hat…ich war ja gut vorbereitet…hatte alles eingekauft….aber WO ist nur meine 4.Packung Frischkäse….Ahhhhhhhhhhhhhhggggggggggggrrrrrrrrrr….also gaanz ruhig den Schatz informiert er muss JETZT sofort noch einmal ins Auto springen und 1 Packung Frischkäse kaufen  Soooo  – geschafft

…dann die Apfeltarte mit einem Mürbteig….auch oft erprobt und kein Problem….auch die Streusel  sind nicht zu hart geworden – super und dann die Herausforderung ein echter Käsekuchen mit Mürbteigboden.

Tja…..und hier ging es dann nicht mehr so glatt….Den Teig hab ich schön dünn in die Springform gebracht…den ganzen Rand hoch – weil die Käsemasse bei diesem Kuchen bis knapp zum Rand geht und sehr flüssig ist…..

        Die Springform sollte dann in den heißen Backofen…leider schwappte dann die Käsemasse über und landete auf dem heißen Backblech… Ruhig bleiben – Springform abstellen…Backblech rausnehmen und anderes Backblech rein….

        Das neue Backblech ist leider etwas zu klein und kracht manchmal runter……also vooorsichtig die Springform drauf abstellen – nicht das es runter kracht.

        Schon nach 5 Minuten wird der Rand braun….weil ja die Käsemasse durch das überschwappen  nun NICHT mehr bis zum Rand geht….tief durchatmen

        Also Backofen wieder auf und mit Alufolie den Kuchen abdecken…nur das die Folie in der Mitte durchhängt und die flüssige Käsemasse berührt…also wieder runter mit der Alufolie….

        Dann rutscht das Backblech doch langsam weg….also schnell das vorherige Backblech sauber machen (man ist das heiß) und schnell gewechselt.

        Nun wird der Teigrand dunkler und schwärzer und ich lege doch noch die Alufolie drüber

        Ach ja….entgegen den bisherigen Erfahrungen mit diesem Rezept geht der Teig NICHT hoch…. Aus Erfahrung weiß ich aber ,das dieser Kuchen gerne am Ende zusammen fällt.

Ich bin also ziemlich mit den Nerven am Ende…und signalisiere  vorsichtshalber meinem Schatz, das es eventuell nur 3 Kuchen für seine Verabschiedung aus 2 Abteilungen gibt. 

        Nach der geplanten 1 Stunde im Backofen ist die Käsemasse immer noch flüssig….und der Kuchen ist nicht 1mm hoch gegangen….also weitere 15 Minuten …dann schalte ich den Backofen aus und lasse den Kuchen einfach drin stehen. Ich kann es eh nicht mehr ändern.

Inzwischen ist es 22.30 Uhr und ich hab die Schnauze voll vom Backen…..

Am nächsten Morgen öffne ich den Backofen und könnte jubeln…der Kuchen sieht genial aus…genau so wie früher bei der Oma…. Er ist NICHT zusammen gefallen…dazu Unregelmässig gebräunt  etwas uneben  – nur der Rand ist verbrannt. Nun gut …also nehme ich den Kuchen aus der Form und schneide den zu dunklen Rand einfach weg….ein wenig Puderzucker drauf und zurück in die Springform…Puhhhh – Glück gehabt.

Also konnte mein Schatz doch 4 Kuchen mit zur Arbeit nehmen um sich von seinen jetzigen Kollegen zu verabschieden und zu bedanken und  mir fällt ein Stein vom Herzen…egal wie es schmeckt – alle Kuchen sehen toll aus…

Hab ich schon erwähnt das ich in diesem Jahr noch 3x mehrere Kuchen gleichzeitig backen muss? Ohjjje – meine Nerven

11. Urlaubstag So 25.06. – Bienenstich

Endlich bin ich heute wieder entspannt. Es ist schon erstaunlich wie es eine einzelne Motte schaffte, mich aus dem Gleichgewicht zu bringen.  Aber bisher sind die Mottenfallen ohne Ergebnis…zum Glück.

Aber eines ist klar…DAS Erlebnis hat Auswirkungen auf meinen Umgang mit Lebensmitteln. Es wird NICHTS mehr ohne Abdeckung in den Kühlschrank gestellt. Jeder Aufschnitt/Käse wird zusätzlich noch in einen Gefrierbeutel getan und  Mehl/Zucker hab ich eh in Tupperdosen…Aber auch Haferflocken, Reis usw. erhalten ab sofort eine fest verschließbare Plastikdose (ich bin seit  bestimmt 25Jahren ein Fan der „Ovalen Eidgenossen“ von Tupper).

Ich habe heute so lange geschlafen, wie schon lange nicht mehr…bis 10 Uhr (okay also um 6.30 bin ich einmal aufgestanden um Vögel und Eichhörnchen zu füttern und dann gleich wieder ins Bett gestiegen)…Nun fühle ich mich entspannt,  ich hab „meine Periode“ oder das, was davon noch da ist…lach, also ich bin nicht  ganz so relaxt, wie ich sein könnte…und ich bin eben sehr liebebedürftig.

Wir haben den Tag ganz ruhig zuhause verbracht…und vorhin ist der Stiefsohn meines Schatzes noch gekommen…und ich hatte Lust einen Kuchen zu backen. Also hab ich mich am Nachmittag in die Küche gestellt und zum ersten Mal in meinem Leben einen Bienenstich gebacken…aber nicht mit Hefeteig, sondern mit einem Rührteig. Mein Schatz mag keinen Hefekuchen…schade auch.

Und anstatt einer Sahnecreme hab ich eine Puddingcreme gemacht…..Also der Kuchen ist lecker, sieht aber ein wenig düster und unspektakulär aus. Ich hatte die Mandelblätter in Butter angeröstet und dann auf den Kuchen gegeben und mit Zucker bestreut…doch durch das Backen sind die Mandeln doch ein wenig zu dunkel geworden…na gut…trotzdem ist der Kuchen locker und lecker…Auf den Bildern sieht der Kuchen nicht fotogen aus, eher wie ein Hackauflauf ….lach…deshalb lass ich das Bild lieber weg….

Ich musste heute auch unbedingt meine Riesentomaten umtopfen…beim Umzug aus dem Vertikalbeet in einen normalen Blumentopf sind leider ein paar der zu schweren Triebe abgeknickt…aber so einiges konnte ich doch retten.

Insgesamt war der Tag nicht aufregend…wir haben nichts weiter gemacht als den Tag zu vertrödeln, na heute Morgen war es auch eher windig und kühl…aber Morgen geht der aktive Urlaub weiter. Ich weiß noch nicht genau…ich glaube zuerst fahre ich ins Fitness Studio und danach dann mit dem Auto nach Bad Nauheim….oder ich fahre mit der Bahn direkt nach Bad Nauheim und nehme mein Fahrrad mit. Dann kann ich mich ganz unabhängig bewegen.. ich bin mir noch nicht sicher.

Warum Bad Nauheim? Ich hab dort mal vor mehr als 12 Jahren eine kleine Weile gewohnt und mich dort sehr intensiv mit dem Fahrrad bewegt. Ich mag die Gegend und die Wege dort. Und durch die S-Bahn-Strecke bis nach Frankfurt kann ich jederzeit wieder mit der Bahn die Reststrecke zurück legen, je nach Kraft und Lust.

Es ist ja meine letzte Urlaubswoche und das Wetter soll nicht mehr ganz so heiß und trocken werden, wie in den letzten Tagen.