Ursache und Wirkung

 „Kausalität ist die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung, betrifft also die Abfolge aufeinander bezogener Ereignisse und Zustände“ sagt Wikipedia.

Es ist also notwendig zu unterscheiden, welche Ursache hat zu einer bestimmen (Aus-)Wirkung geführt.

In meiner jetzigen Situation wird mir vorgeworfen, ich würde meine Beziehung beenden, weil ich zu viel arbeite.  Ich also den Job über mein Privatleben stelle.

Das stimmt allerdings so nicht. Nicht meine Arbeitsbelastung  hat meine Beziehung beendet. Sondern meine Arbeitsbelastung hat mir vor Augen geführt, was mir in meiner knappen Freizeit wichtig ist….und das ist ein selbstbestimmtes und freies Leben in einem friedlichen Umfeld. Nur lässt sich das mit einer Beziehung nur schwer vereinbaren, zumindest wenn man so unterschiedliche Naturelle hat.

Zuerst ist es mir gar nicht so aufgefallen….aber ich habe zuerst unbewusst im Laufe der Jahre versucht wieder mehr un-verplante Zeit für mich zu schaffen,  das hat nur mäßig geklappt und so hab ich mich in meiner Freizeit ausgiebig mit dem beschäftigt, was sowieso gemacht werden, muss….kochen, backen, waschen, bügeln, einkaufen….so hab ich mir zumindest meine „Allein-Zeiten“ geschaffen….Entspannungszeiten.   Später hab ich mir bewusst Zeit genommen, um in den Wald zu gehen, um mal Rad zu fahren, um durch den Ort zu laufen….und wenn ich es recht bedenke hab ich bestimmt den einen oder anderen Streit regelrecht ausgenutzt um für mich sein zu können. Etwas mit dem mein jetzt Ex-Freund nicht gut umgehen konnte.

Hmmm – ja,  ich bin nicht gerade ein  Familienmensch.

Also Ursache ist mein Charakter/mein Naturelle oder auch Wesen…so wie ich nun einmal schon immer war und noch bin…eher ein Einzelgänger …und die Wirkung, das ist das Ende meiner Beziehung. Die Belastung in meinem Job war nur der Auslöser es endlich zu ändern….

Tja, das macht es auch nicht besser …aber ich hab schon am Anfang dieser Beziehung mehr als deutlich gesagt, wir sind viel zu verschieden, haben kaum Gemeinsamkeiten und kommunizieren auf extrem unterschiedliche Art. Aber wir haben es versucht – aber jetzt mag ich nicht mehr.

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So -JETZT ist es passiert

Nach 8,5 Jahren habe ich mich endgültig getrennt. Meine Beziehung ist beendet.  Da ist jetzt schon fast 1 Monat her – und ich fühle mich gut mit der Entscheidung.

Meine größte Sehnsucht in den letzten Monaten, war die Sehnsucht nach RUHE und FRIEDEN wenn ich nach Hause komme – aber dort gab es immer nur das ständige Motzen und Nörgeln meines Freundes…eine ständige negative Aura. Und ich musste ständig dagegen Reden – alles ins rechte Licht rücken – oder eben versuchen mit Schweigen den unausweichlichen Endlos-Diskussionen zu entgehen. In der Hoffnung das er dann  diese Themen für den Moment wieder vergisst.

Das kann ich schon in einem nervlich stabilen Zustand nur schwer ertragen, und jetzt – während des gesamten Jahres 2018-2019  mit beruflicher  Permanent-Überlastung und im nervlichen Ausnahmezustand, hab ich gemerkt wie unerträglich ich das finde.

Im Jahr 2018 ist mein Vater gestorben, meine liebe Kollegin in meinem Alter ist gestorben, eine andere Kollegin in meinem Alter ist gestorben, ein Freund  meines Freundes in unserem Alter hatte 2 Schlaganfälle (lebt noch). Ein guter Kollege in meinen Alter  hatte Prostata-Krebs (lebt auch noch) eine Kollegin (etwas jünger als ich)  war 1Jahr lang mit Burnout und Angstzuständen außer Gefecht gesetzt  …. Will ich mich demnächst in dieser Aufzählung wieder finden?

Möchte ich also so weiterleben, wie bisher – und dabei vergessen wie gerne ich trotz des Stresses lebe und wie sehr ich mich auch an  den kleinen Dingen im Leben erfreuen kann?  Nennt es Midlife-Crisis / Torschluß-Panik / Angst vor dem Älter-werden  – oder wie Ihr es wollt, Ich nenne es Sehnsucht nach Stille, Sehnsucht nach friedlichem Leben mit meinem Umfeld. Friedliche Co-Existenz mit liberaler Grundeinstellung…so wie ich es vor meinem Freund gelebt habe.  Nicht das alles perfekt war – nein das nicht…..aber die Sehnsucht nach einem friedvollen Leben,  ist größer als die Sehnsucht nach emotionaler Zuwendung oder Zweisamkeit.

Also lebe ich jetzt wieder ein selbst bestimmtes Leben, ich bin im Privaten wieder ruhiger, gelassener und es fällt auch in meinem Umfeld auf…trotz der beruflichen Anspannung strahle ich eine gewisse Zufriedenheit und Freude aus.

Na klar ist es auch ein Abnabelungsprozess, der mich auch emotional noch einholen wird….und na klar tut es mir für meinen Freund  leid…aber es gibt nun mal keine Lösung die für uns Beide gleich gut ist. Er sagte mir das er das mit den getrennten Schlafzimmern von Anfang an nicht mochte und das er es nicht gut findet das ich immer noch in meiner eigenen Wohnung lebe….und er will die Trennung nicht akzeptieren.

und wenn ich das hier aus 2017 lese   Schöne Tage durch gute Nächte und vieles Anderes dann weiß ich das sich in all den Jahren nichts wirklich verbessert hat – und ich weiß das meine Entscheidung richtig ist – wenigstens für mich.

 

 

 

 

Internes Reparaturprogramm – ich bin kurz vor´m durchdrehen

Aktuell läuft bei mir zur Selbsterhaltung ein internes Reparaturprogramm…, sollte das nicht ausreichen,  muss ich für mein Leben ein Reset durchführen…alles um einen Totalausfall zu verhindern.

Interessant wie treffend man mit den Worten aus dem IT-Bereich meine momentane persönliche Situation beschreiben kann. Um es mit normalen Worten zu sagen: ich bin so ziemlich am Ende.

Die letzten Monate haben Spuren hinterlassen: Herzschmerzen, Herzrasen, innere Unruhe, entzündete Augen, Magenschmerzen. Heute Nacht hab ich sogar davon geträumt bei  einer Therapeutin  gewesen zu sein, um endlich wieder „runter zu kommen“…im Traum waren es sogar 2 Termine zu unterschiedlichen Zeiten…lach…auch interessant.

Nun vor einer Woche hab ich nun (im echten Leben)  mein internes Reparaturprogramm gestartet…das bedeutet ich hab mich nach einem Streit mit meinem Freund in meine Wohnung verzogen und mir eine Auszeit verordnet. D.h.  ich hab mich komplett zurückgezogen und auch auf der Arbeit mache ich öfter mal die Bürotür zu und lasse mich nur auf die zur Arbeit notwendigen Gespräche ein.

Ich bin ansonsten ziemlich stumm…Kommunikation im Leerlauf….aaaaahhhh das tut gut. Nicht reden, nicht diskutieren, nicht streiten, nicht ständig Entscheidungen treffen, nicht ständig nach Dingen gefragt werden und für andere entscheiden zu müssen….nicht abstimmen. Einfach mal Ruhe haben. DAS tut soooo gut.

Und gleichzeitig  befreie ich meine Wohnung von Dingen die einfach so rumstehen….ich brauche wieder Ordnung in meinem Leben und die fängt in der Wohnung an. Alle Dinge die einfach so dekomässig rumstehen, was sich so eingebürgert hat, ab in die Schränke. Ich liebe freie Flächen am Boden…befreien von Ballast der sich angesammelt hat. Innere Ordnung durch äußere Ordnung. Beschränken auf das Nötigste .

So kann sich meine Seele wenigstens im Privaten mal wieder etwas erholen…und damit auch mein Körper….Diese Art zu reagieren kenne ich bereits von früher…und hat mir auch schon geholfen als ich kurz vor einem Burnout stand…Es ist mein Selbsterhaltungstrieb der angesprungen ist.

Meine Beziehung befindet sich damit in einem Pause-Modus. Ich nehme an mein Freund findet das nicht so lustig….aber wenn ich das jetzt nicht auf diese Art machen würde, gäbe es nur eine Lösung: die endgültige Trennung …von meinem Freund und von der Firma….DAS meine ich mit RESET….Ich hoffe ich muss nicht so weit gehen.

Wie lange dauert mein „Reparaturprogramm“? Keine Ahnung!  1 Woche, 2 Wochen, 1 Monat? Ich weiß es einfach nicht…ich weiß nur, ich kann so nicht weiter machen.