Brot fürs Wochenende

Nach der doch recht aufregenden Woche hab ich diesen Samstag zumindest nichts weiter vor….

Morgen bekomme ich Besuch von den Rentnern aus Hessen…die bleiben über Nacht in einem Hotel hier in der Nähe und fahren dann Montag Vormittag weiter nach St. Peter Ording…für ein paar Urlaubstage.

Wir werden Abends Essen gehen…Tisch ist schon für den Innenraum des Restaurants reserviert.

Also hab ich heute eigentlich nur Kleinigkeiten zu erledigen… ein wenig die Wohnung putzen und aufräumen, muss noch etwas einkaufen….werde Morgen früh Apfel-Ballen backen, die gibt es zum Kaffee.

Aber jetzt ist erst einmal ein entspannter Vormittag….und ich hab mal wieder ein Brot gebacken…Weizenmehl mit Hefe:

frisches, noch warmes Brot, dazu Butter und einen Becher Kaffee…..was für ein schöner Samstag-Morgen.

Wünsche Euch Allen einen schönen Start in das Wochenende….

Heute: Bagel

Sooooo, also aus dem restlichen Teig von gestern, hab ich heute tatsächlich das erste Mal Bagel gebacken.

Also kleine Teigkugeln formen und auf der bemehlten Arbeitsfläche mit dem Stiel eines ebenfalls bemehlten Holzkochlöffels ein Loch in den Teig bohren. Dann wird das Loch mit dem Kochlöffel weiter vergrößert, indem man einfach mit dem Stiel weiter in dem Loch rumrührt, so das sich die Teigkugel um den Löffelstiel bewegt, das Loch sollte klassischerweise bei ca.3 cm liegen.

Inzwischen wird ein Topf mit Wasser zum kochen gebracht und anschließend von der Herdplatte genommen. Die fertig vorbereiteten Teiglinge lässt man nun für ca. 30 Sekunden in das siedend-heiße Wasser… meinen ersten Teigling hab ich einfach mit dem Teigschaber von der Arbeitsfläche hoch genommen und ins heiße Wasser plumpsen lassen.

Da ich ha einen relativ schweren Teig hatte, sackte der Teigling sofort auf den Topfboden…..hab ihn dann mit dem Schöpflöffel vom Topfboden gelöst, bevor er dort anbacken konnte. Beim 2. Teigling hab ich den Schöpflöffel genommen um ihn in das Wasser zu lassen und ihn auch nicht rausgezogen…sondern nur etwas im Wasser bewegt…so schwamm der Teigling ohne gleich zu Boden zu sinken.

Als ich meine Teiglinge auf diese Art „blanchiert“ hatte, gab es noch etwas Eiweiß obendrauf und wieder Sesam….und dann ging es bei 200 Grad für ca. 20 Minuten in den Backofen.

Heute sind es tatsächlich Bagel….und keine Sesamkringel, wie gestern.

Und obwohl es der gleiche schwere Teig (550er Weizenmehl mit Weizenvollkornmehl 50/50, Hefe, Sauerteig, Salz, Olivenöl, Kümmel und Sesam) ist, schmecken beide Varianten unterschiedlich und das, obwohl sie sich nur in einem einzigen Punkt unterscheiden: dem Wasserbad .

Die Bagel sind tatsächlich außen noch knuspriger und innen saftiger. Wie immer stand im Rezept die Bagel erst vollständig auskühlen zu lassen….Scherzkekse….das schaffe ich NIE….ich liebe warme Brote und Brötchen…so hat der erste Bagel tatsächlich nicht lange überlebt….den hab ich gleich mal so aus der Hand heraus pur verputzt….hmmmmm echt lecker.

Morgen früh gibt es als Frühstück den 2. Bagel..

aber dann klassisch aufgeschnitten, schön mit Frischkäse bestrichen, eine Scheibe Gouda drauf, ein paar Scheiben Tomaten/Gurken und darauf ein Spiegelei…das ist dann im besten Sinne eine vollwertige Mahlzeit.

Also das kleine Wasserbad hat sich echt gelohnt. Bagel werde ich auf jeden Fall bald mal wieder backen und es ist wesentlich einfacher und ungefährlicher, als mit einer Lauge zu arbeiten….obwohl das jetzt auch mal auf dem Plan steht….ist schon 2 Jahre her, das ich Laugenbrötchen gemacht habe.

Sesam-Kringel oder Bagel

Sesam ist eine Saat, die ich normalerweise nicht zuhause habe, aber beim letzten Auffüllen meiner Mehlvorräte, wo ich von italienischem Weizenmehl 00, 550er, 1020 und Vollkorn, auch noch Roggenmehl und Roggen-Vollkornmehl gekauft habe, landete tatsächlich eine Tüte Bio-Sesam im Einkaufswagen.

Sesam-Kringel kenne ich bisher nur vom türkischen Händler und in der letzten Zeit finde ich den Geschmack von Sesam echt lecker.

Also hab ich heute mal selber einen Sesam-Kringel gebacken…allerdings nicht in der klassischen türkischen Variante, bei dem der Teig extrem fluffig ist.

Dafür hab ich es mit einem Gemisch aus 550er und Weizen-Vollkornmehl, mit Hefe UND Roggen-Sauerteig gemacht….gewürzt mit Salz, Kümmel, Olivenöl und Sesam.

Nach entsprechender Ruhezeit hab ich aus einem Teil der abenteuerlich klingendem Teigmischung einen Ring geformt, mit Wasser bestrichen und mit weiteren Sesam-Körnern berieselt (ein nasser Backpinsel ist hier echt hilfreich)….dann für ca. 20 Minutenbei 210 Grad Umluft im Ofen gebacken.

Und wie schmeckt jetzt meine Eigen-Kreation: SUPER….außen knusprig….innen ist der Teig schön locker trotz des Vollkorn-Mehl-Anteils von 50%… Kümmel schmeckt man nur ganz leicht, den Sesam dafür richtig gut…..

Okay- die Oberfläche sieht jetzt nicht so glänzend aus, weil ich nur Wasser zum bestreichen genommen habe….im Ursprungs-Rezept stand natürlich das man dafür ein Ei nehmen soll.

Es ist ein Kringel – kein Bagel. Wo der Unterschied liegt?

  • das Loch ist bei meinem Kringel wesentlich größer, als bei einem Bagel
  • Ein Bagel wird vor dem Backen kurz gekocht

Also das klingt spannend und mit dem restlichen teig, werde ich morgen früh mal Bagel ausprobieren…..

Vollkornbrot – Überraschung

Also dieses Mal hat mich das Vollkornbrot überrascht….es schmeckt mir sogar richtig gut. Dafür hab ich nur 2 Dinge modifiziert.

Ich hab etwas mehr Salz genommen (das volle Korn braucht scheinbar etwas mehr, als 550er Mehl) und ich hab etwas gemahlenen Kümmel zugefügt.

Ach ja, und ich hab es in einer abgerundeten Kuchenform gebacken….die Form des Brotlaibs ist hierbei schnitt-tauglicher.

Ich bin echt froh, das ich das Weizenvollkorn-Mehl jetzt doch noch weiter verwendet habe….da sieht man es mal wieder: einfach ausprobieren…und mit der Zeit findet man eigene Rezepte für den individuellen Geschmack. Da ich größtenteils Brot nur mit Butter esse…also ohne weiterem Belag, ist der Geschmack des Brotes für mich sehr wichtig.

Ja klar mag ich auch mal Schinken, Lachs, Eier oder auch Marmelade auf einem Brot…aber das mache ich dann eher an den Wochenenden oder zu besonderen Anlässen. Das ist auch kein bewusster Verzicht….sondern ich mochte Brot schon immer gerne pur, nur mit etwas Butter.

Freitag war ich in Hamburg noch im „Stilbruch“ …. einem Kaufhaus für Second-Hand-Möbel und alles Mögliche…die sind dem Recycling-Hof angeschlossen…und retten noch gute Dinge vor der Müllpresse (und man kann Gutes auch von privat dort abgeben). Die werben auch mit dem Slogan: „Modernes von Gestern“ und die haben auch echt tolle Sachen dort….

Ich hab nach einem alten Bräter oder Topf Ausschau gehalten, um meine Brote gut aufbewahren zu können und bin auf den hier gestoßen: Für 3,50 EUR hab ich ihn mit genommen.

Bisher hab ich mein Brot öfter in Plastiktüten aufbewahrt, wusste aber, das es langfristig keine gute Idee ist…Dann hab ich es mit Leinentüchern ausprobiert…aber auch das hat mich nicht überzeugt. So moderne Brotkästen finde ich nicht ansprechend…und praktikabel zum Sauber machen soll es ja auch sein.

Also versuche ich es jetzt mal mit diesem Bräter….kann es aber erst in ein paar Tagen richtig beurteilen…heute Morgen war mein Brot zumindest noch frisch…

Brotduft

Gerade zieht der Duft eines frisch gebackenen Brotes über meinen Balkon….es ist zwar bedeckt, aber warm und sogar leicht stickig….und der Brotduft kommt aus meiner Wohnung.

Ein Vollkornbrot mit Sauerteig :

Noch habe ich es nicht probiert, aber gut sieht es zumindest schon mal aus….

Jetzt hab ich ja schon mehrfach festgestellt, das ich kein so großer Fan von Vollkorn-Brot bin….aber, nun ist das Mehl da und muss auch entsprechend verbraucht werden.

Es ist das 1. Brot in dieser Woche….hatte mich die letzten Tage mit viel Obst und Gemüse durch die Tage gehangelt….dazu gab es Reis und eine im Backofen gegrillte Putenunterkeule (die war echt lecker – aber ich hab kein Bild gemacht)

und gestern war ich am Abend in Schenefeld im Außenbereich eines Restaurants: Es gab einen Salat mit Steifen vom Rindersteak und Knoblauchbrot…..auch sehr lecker:

Ach ja: den Stangensellerie hab ich immer noch nicht verarbeitet….seufz….aber heute ist er dann….hahaha – ich bin ja immer noch nicht überzeugt von dem Gemüse….deshalb zaudere ich so.

der Backofen kocht

Nach dem Ausflug letzten Samstag, hab ich den Sonntag zuhause genutzt um den Stapel Bügelwäsche abzuarbeiten (noch bevor die große Hitze kommt), weitere Wäsche zu waschen und meinen Kleiderschrank zu optimieren…immerhin brauche ich jetzt weder Winter-Jeans noch dicke Strickjacken…

Ich war den ganzen Tag über fast kommunikationslos und doch gut beschäftigt….so das ich am Ende des Tage sehr zufrieden mit dem Tag war…auch wenn ich nicht eine Zeile geschrieben habe. Ich hatte einfach auch keine Lust mit anderen Menschen in Kontakt zu treten…und hatte auch kein Bedürfnis etwas zu schreiben.

Aber gekocht habe ich dann doch.

Das einzige Brot in dieser Woche war der Versuch eines doppelt gerollten Brotkranzes….heraus gekommen ist…. ähmmm….. DAS hier 😂

Also ich hab den Brotteig dünn ausgerollt…so flach und dünn wie bei einem Strudelteig…danach hab ich den Teig zu einer Rolle aufgerollt….und dann diese lange Rolle zu einem Kreis zusammen gedreht…und ab in den Backofen (hier aber ohne Wasserdampf).

Der Effekt sollte eine Art lockeres blättrig strukturiertes Fladenbrot ergeben….so hatte ich es zumindest mal bei Jamie Oliver gesehen…was ich aber erst NACH dem Backen realisiert habe…. vor dem Backen sollte der Teig noch einmal flachgedrückt werden….das habe ich natürlich nicht getan…und so sieht es eher wie ein großer Haufen aus…..hahaha…aber die Konsistenz, Struktur und der Geschmack waren echt klasse.

Nun gut…für den Rest der Woche hab ich auch nur unkomplizierte Dinge gekocht, die der Backofen quasi von selbst kocht:

Backofen-Gemüse: Spitzkohl, Zucchini, Porree und Champignons glein-geschnippelt in die Auflaufform geben, darauf Hähnchenbrut-Filets…mit Salz und Pfeffer würzen und darüber etwas Käse … in den Backofen bei 180 Grad Umluft
Backofen-Gemüse auf dem Backblech: Grünen Spargel, Paprika, Zucchini, Zwiebeln, frischen Spinat klein schnippeln und auf dem Backpapier verteilen…würzen und mit Olivenöl beträufeln, darüber in Scheiben geschnittene Kartoffeln verteilen und noch einmal würzen und Olivenöl dazu…dann in den Backofenn dieses Mal bei 220 Grad Ober-und Unterhitze…zum Schluß auf Grillen gestellt, damit die Kartoffeln etwas knuspriger werden.

Und da ich noch frische Erbsen gedöppt und auch Möhren noch ausreichend vorhanden waren, hab es noch buttriges Erbsen-Möhrengemüse und dazu inKnoblauch gebratenes Gehacktes:

Dafür hab ich Donnerstag mit zwei meiner inzwischen drei weiblichen Kolleginnen die Mittagspause in einem indischen Restaurant verbracht…also davor sitzend….In Ottensen bedeutet das zwar direkt an einer Straße zu sein, das Essen war trotzdem lecker und es war eine lustige kleine Auszeit.

Sauerteigbrot mit Weizenmehl

Das Weizenmehl-Sauerteigbrot ist super gelungen.

Dazu habe ich einen (fertig gekauften) Roggen-Sauerteigansatz genommen und mit 550er Weizenmehl verarbeitet…es ist immer noch ein helles Brot, aber mit etwas kräftigerem Geschmack:

Die meisten Brote die ich backe, mache ich ja freihändig…also ohne Backform. Dieses hab ich mal wieder im gusseisernen runden Bräter gebacken, dadurch ist die Form sehr schön geworden…aber es kommt ja vor allem auf Konsistenz und Geschmack an….ich bin sehr zufrieden damit…es schmeckt lecker und ist schön saftig und der Duft erst….hmmm

Wieder ein Brot wozu ich einfach nur etwas Butter brauche…

Vor kurzem erst hab ich einen praktischen Tipp für das Backen im Bräter gelesen: Damit das Brot nicht anbackt, einfach ein Bogen Backpapier nassmachen und zusammenknüllen….danach wieder auseinanderziehen und damit den Bräter auslegen. Das nasse geknüllte Backpapier lässt sich so ganz leicht an jede Backform anpassen…hat toll funktioniert.

Ich bin ja ein Bekenner von Produkten aus Weizenmehl und finde den Trend „Glutenfrei“ eher befremdlich. Außer natürlich für das 1% der deutschen Bevölkerung, die an Zöliakie leiden…also der tatsächlichen Gluten-Unverträglichkeit – die haben mein volles Mitgefühl, weil ihre Essensvielfalt ist schon sehr stark eingeschränkt.

Glaube ich doch inzwischen, das viele Probleme die durch den Verzehr von Weizenmehl-Produkten entstehen, eben nicht durch das Gluten selber, sondern durch andere Faktoren beeinflusst werden:

Die industrielle Produktion von Brot, die sich nicht mehr die Zeit nimmt Brotteige selber herzustellen, die dem Teig nicht mehr ausreichend Zeit gibt, damit er bekömmlicher wird, die Zusatzstoffe verwendet, die das Brot haltbarer und schmackhafter machen sollen oder um den Teig geschmeidiger und industriell besser verarbeiten zu können. Die Zutaten verwendet die nicht hochwertig sind und die Malz oder Zuckercoeleur verwendet um Verbraucher über die Art des Brotes zu täuschen.

Es gibt kein Reinheitsgebot für Brot….und jeder kann natürlich das Brot essen, das er möchte…egal ob Weizen-,Roggen-, Dinkel-, Glutenfei-, Lowcarb-. Eiweiß-…oder Sonstwie – Brot….aber für mich gehört in ein gutes Grundbrot nur Mehl, Salz, Hefe-/Sauerteigansatz und Wasser …und dann eine Menge Zeit um den Teig ruhen zu lassen.

Funfakt am Rande: Dinkelmehl wird ja immer beliebter, im gleichen Maße wie Gluten von Vielen an den Pranger gestellt wird….dabei hat Dinkelmehl sogar einen höheren Glutenanteil als Weizenmehl….

Das nächste Brot….und noch eins

Neben dem Kochen hab ich in dieser Woche natürlich auch ein Brot gebacken.

Dieses Mal: Vollkorn-Weizenmehl mit Sauerteig. Ich hab aber immer noch keinen selbstgemachten Sauerteig-Ansatz, aber dafür ein Bio-Sauerteig-Granulat und das riecht genau so, wie ich es von einem Sauerteig Brot kenne.

Also optisch sieht das Ergebnis prima aus, richtig schön rustikal:

Aber ehrlicherweise schmeckt es mir nicht so gut….Es ist knusprig, leicht würzig…aber eigentlich ist es mir zu grob und auch etwas zu fest beim kauen….aber natürlich hab ich es im Laufe der Woche verputzt….

Dann doch lieber wieder ein schönes Weizenmehl-Baquette mit Hefe…wie das hier von heute: hmmmm sehr knusprig und leeecker… noch warm mit Butter, Lachsforelle und einer Honig-Senf-Sauce: