Hurra: Büro-Tag

Misstrauisch bin ich in den Mittwoch gestartet…puhhh zum Glück sind die Kopfschmerzen wieder weg.

Und – Yuchuuuu …. heute ist Officetag….und es waren doch eine Menge Kollegen anwesend (in JEDEM Büro und den Besprechungsräumen) saß eine Person…mehr hätten also gar nicht kommen dürfen und die meisten waren froh, wieder im Büro sein zu können, wenn auch mit Maske….nur von Zuhause aus arbeiten ist eben auch blöd.

Schon interessant ,wie sich die Sichtweise auf den Arbeitsort ändert. Erst waren alle froh, auch „mal“ ins Homeoffice gehen zu können…aber so nach einer Weile kommt bei allen die Erkenntnis: MAL ist wirklich gut und effektiv….aber „größtenteils“ oder „nur“ Homeoffice hat doch auch viele Nachteile.

Jeder macht seine Arbeit, egal wo und wann…aber sich alleine zu motivieren fällt dem Einen oder Anderen schon schwer…vor allem, wenn sie sowieso keinen Zeitdruck bei Ihrer Arbeit kennen oder nur einen sehr vagen Zeitrahmen dafür haben…da fehlen dann die Kollegen um sich gegenseitig zu pushen.

Da geht es uns in der Buchhaltung natürlich ganz anders…wir haben zwar hier auch keinen extremen Zeitdruck (das kenne ich ja gaaanz anders), aber wir haben einen ziemlich klaren Zeitrahmen durch die verschiedenen Abgabetermine für UST, Z4-Meldung, ZM-Meldung, Zahlungsfristen von Eingangs-Rechnungen, Fristen für die Erstellung von Ausgangs-Rechnungen, Cash-Planung zum Monatsende, interne Abgabetermine für alles Mögliche.

Bei uns kommt es nicht so sehr auf kreativen Austausch mit anderen an, sondern um klare Strukturen, um immer für alle Gesellschaften alles zu den jeweiligen Terminen rechtzeitig fertig zu haben. Mit diesem Rahmen fällt es leichter sich zu motivieren, als den Kollegen aus der Projekt-Entwicklung.

Einen Teil des Tages war ich also erst einmal mit ausführlichen Gesprächen beschäftigt, das hat Spaß gemacht ..und trotzdem konnte ich meinen Teil-Ausfall von gestern wieder aufholen. Der November ist bisher sowieso ein eher ruhiger Arbeitsmonat.

Nach Feierabend war ich noch im Altonaer Volkspark, um noch vor und während des Sonnenuntertags meine Walking-Runde durch zu ziehen….Zuhause hab ich nach noch 40 Minuten Kraftsport gemacht….sooo reicht für heute.

Was für Kollegen…

Der 23. Dezember hatte es in sich…wie zu erwarten,  herrscht  in dieser Firma schlechte Stimmung, je weiter es auf das Jahresende zu geht…Wenn sich die schlechte Stimmung nur auf die Mehr-Arbeit beziehen würde, könnte ich es als bald wieder verschwindende Episode ansehen.

Die in vielen Fällen mehr oder weniger verdeckten Aggressionen der Kollegen zu Anderen, machen auch vor mir nicht Halt. So wie es immer heißt, ein verdorbener Äpfel verdirbt alle Äpfel im Korb…sind es 2 Kollegen die es wirklich fertig bringen, alle in ihre negativen Strudel mit einzubeziehen. Ich halte mich weiter fern von diesen Kollegen. Überhaupt hab ich angefangen die Kollegen unterschiedlich zu betrachten und mich entsprechend zu verhalten. Bei  der negativen  4er Gruppe mit den Lästermäulern bleib ich freundlich distanziert und halte mich aus den Unterhaltungen raus. Bei den  offenen und freundlichen Kollegen bleibe ich auch mal für einen  längeren Plausch stehen… Mit dieser 4er Gruppe macht das Zusammen- Arbeiten und Privat-Schnacken  richtig Spaß…die halten sich auch etwas fern von den Anderen sind nicht so involviert in den ganzen Trubel.

Die 3er Gruppe in meinem Rücken (hinter einer Wand, die den Namen nicht verdient hat…es ist nur ein Sichtschutz)  ist am Lautesten und lässt es einen sehr genau spüren, wenn man nicht dazu gehört… und dann noch meine eigene 3er Gruppe…. eine Kollegin ist gleichbleibend nett und offen , die Andere mal so, mal so…je nach  Tagesform und  Einfluss der anderen Gruppen…

Meine stoische Art die Dinge als gegeben zu akzeptieren,  stößt immer öfter an ihre Grenzen und es wird auch gar nicht mehr lange dauern, bis es mal knallt…ich hoffe auf ein  dann reinigenden Gewitter. Ich habe keine Lust mir meine neu-entdeckte entspannte Lebensfreude nur durch die Kollegen wieder kaputt machen zu lassen…

Zumindest gestern haben sie es geschafft und auch bis jetzt hab ich meine Freude noch nicht wieder gefunden. Hab ich mich Anfang der Woche noch darüber gefreut, das mein Schutzschild langsam bröckelt, so muss ich jetzt die ungefilterten Emotionen, die bei mir ankommen verarbeiten….hmmm  jetzt schützt mich nichts mehr vor der Wucht dieser negativen Gefühle….also meine Weihnachtsstimmung ist futsch.

Desillusioniert im Büro

Im Büro gehe ich über den Flur und höre wie in dem einen oder anderen Büro zuckersüß ins Telefon gesäuselt wird….Empfänger der Säuseleien mal ein Kunde, mal ein Kollege. Gemeinsam ist bei Beiden, diese Säuseleien sind nicht ehrlich.

Früher hab ich immer gedacht, hey super wie nett die Kollegen doch telefonieren können, wenn man dann aber mit bekommt , wie die agieren sobald das Telefonat beendet ist, erkennt man…das hat nichts mit Freundlichkeit oder Sympathie zu tun…Es ist schlichtweg eine Methode freundlich zu erscheinen, ohne es zu sein. Es ist eine Lüge.

Und wenn mich Jemand normalerweise am Telefon eher knapp und unfreundlich abfertigt, mich auf dem Flur ignoriert …aber dann auf einmal seehr freundlich ins Büro kommt …dann will derjenige etwas.

Mich kränkt das Verhalten. Für wie dumm muss mich Jemand halten,dass ich es nicht durchschaue? Oder wie dumm ist derjenige zu glauben, dass ich darauf reinfalle.

Ich glaube schon lange nicht mehr an das Märchen der „Großen Familie“…und auch die Geschichte von „Wir sitzen alle in einem Boot und helfen uns doch gerne, weil wir doch ein so tolles Team sind“ ist nur Makulatur.

Wer glaubt, dass ein Chef wirklich Interesse an Dir als Person hat, der hat noch viel zu lernen. Ein Chef ist nur daran interessiert, dass Du als Arbeitnehmer deinen Job machst, mehr nicht. Mein ehemaliger Chef schafft es kaum Hallo zu sagen und innerhalb der letzten 4 Jahre hat er vielleicht 2x gefragt wie es mir geht oder wie es jetzt läuft… soviel zu „wir sind doch eine große Familie“…lach

Meinen Kollegen geht es genauso, und mach mal fragt man sich jetzt, wofür hab ich mich eigentlich so reingehängt…so viel Überstunden gemacht um die Ziele zu erreichen mit denen der Chef dann weitere Karriere machen konnte.

Wie gesagt, wer genau hinsieht und hinhört erkennt schon worum es geht. Also erkenne ich die Fakes in den Kollegen und Chefs und bleibe ich selbst. Ich tue Kollegen weiterhin Gefälligkeiten, wenn es zeitlich passt und ich arbeite viel und lange wenn es für die Arbeit notwendig ist, aber ich tue es für mich und meine Ziele.