Was für Kollegen…

Der 23. Dezember hatte es in sich…wie zu erwarten,  herrscht  in dieser Firma schlechte Stimmung, je weiter es auf das Jahresende zu geht…Wenn sich die schlechte Stimmung nur auf die Mehr-Arbeit beziehen würde, könnte ich es als bald wieder verschwindende Episode ansehen.

Die in vielen Fällen mehr oder weniger verdeckten Aggressionen der Kollegen zu Anderen, machen auch vor mir nicht Halt. So wie es immer heißt, ein verdorbener Äpfel verdirbt alle Äpfel im Korb…sind es 2 Kollegen die es wirklich fertig bringen, alle in ihre negativen Strudel mit einzubeziehen. Ich halte mich weiter fern von diesen Kollegen. Überhaupt hab ich angefangen die Kollegen unterschiedlich zu betrachten und mich entsprechend zu verhalten. Bei  der negativen  4er Gruppe mit den Lästermäulern bleib ich freundlich distanziert und halte mich aus den Unterhaltungen raus. Bei den  offenen und freundlichen Kollegen bleibe ich auch mal für einen  längeren Plausch stehen… Mit dieser 4er Gruppe macht das Zusammen- Arbeiten und Privat-Schnacken  richtig Spaß…die halten sich auch etwas fern von den Anderen sind nicht so involviert in den ganzen Trubel.

Die 3er Gruppe in meinem Rücken (hinter einer Wand, die den Namen nicht verdient hat…es ist nur ein Sichtschutz)  ist am Lautesten und lässt es einen sehr genau spüren, wenn man nicht dazu gehört… und dann noch meine eigene 3er Gruppe…. eine Kollegin ist gleichbleibend nett und offen , die Andere mal so, mal so…je nach  Tagesform und  Einfluss der anderen Gruppen…

Meine stoische Art die Dinge als gegeben zu akzeptieren,  stößt immer öfter an ihre Grenzen und es wird auch gar nicht mehr lange dauern, bis es mal knallt…ich hoffe auf ein  dann reinigenden Gewitter. Ich habe keine Lust mir meine neu-entdeckte entspannte Lebensfreude nur durch die Kollegen wieder kaputt machen zu lassen…

Zumindest gestern haben sie es geschafft und auch bis jetzt hab ich meine Freude noch nicht wieder gefunden. Hab ich mich Anfang der Woche noch darüber gefreut, das mein Schutzschild langsam bröckelt, so muss ich jetzt die ungefilterten Emotionen, die bei mir ankommen verarbeiten….hmmm  jetzt schützt mich nichts mehr vor der Wucht dieser negativen Gefühle….also meine Weihnachtsstimmung ist futsch.

Ärgern oder wundern

Aus dem Büroalltag

Das Alter gibt uns ein paar Lösungen, die wir in jüngeren Jahren nicht hatten….Eine dieser  Lösungen heißt: Gelassenheit.

Nicht das ich jetzt alles stumm und klaglos hinnehme – im Gegenteil….aber ich versuche mich in etwas mehr Gelassenheit in einigen Dingen…und anstatt das mich andere Menschen mit ihrem Verhalten verärgern und ich meine eigene Laune damit verderbe, wundere ich mich, wie Menschen so sein können….

Schön wäre es allerdings, wenn es noch öfter klappen würde….denn noch bringt mich  vieles zur Weißglut. Aber immer öfter hilft die Vorstellung das das was mich ärgert in ein paar Minuten wieder vorbei  ist.

Beispiel gefällig?: Direkt neben meiner Bürotür ist eine der kleinen Küchennischen in die sich Kollegen gerne mal zurückziehen um:

  1. Gaaanz leise miteinander zu tuscheln. Da stört es mich nicht, das ich es nicht verstehe, sondern diese Zischlaute die beim Flüstern entstehen
  2. Normal bis laut miteinander private Dinge zu besprechen. Da stört es mich, DAS ich alles verstehe…haben die keine privateren Ecken zu Verfügung? Mich interessieren die Themen nicht wirklich
  3. Hektisch mit dem Geschirr rumklappern

Eigentlich sind das alles  Dinge, die mich ärgern….aber ich atme tief durch und weiß: Das ist gleich vorbei. Kein Grund sich zu ärgern …..ich wundere mich nur

Glauben die Kollgen wirklich,

– das das Getuschel  wirklich unauffällig ist

– das die privaten Themen privat bleiben, wenn sie an solch exponierten Stellen laut darüber reden

Am wahrscheinlichsten ist es: die Kollegen vergessen schlichtweg das es mich in dirketer Nähe gibt…lach….

Aber es gibt auch genügend Dinge die kann ich immer noch nicht gelassen ignorieren…schade…wenn ein Kollege laut pfeifend über den Flur geht…bei uns stehen immer alle Bürotüren  offen, so bekommt  jeder ALLES mit…und dann finde ich es unverschämt mit dem Pfeifen….denn ich möchte mich konzentrieren…

Aber ich übe mich in Gelassenheit…lach…jeden Tag ein Stückchen mehr…und je gelassener ich werde, um so zufriedener kann ich sein…mit mir und meinem Leben.

Reden als Selbstzweck im Büro

So jetzt sitze ich  im Dunkeln auf dem  Balkon , und die Kerzen wurden vom Wind wieder ausgeblasen….schade, es ist zu windig, trotz des Windglases zum Schutz….

Jaaa der heutige Tag ist – endlich – vorüber. Viel Arbeit, ein paar Sorgen dazu und prompt hatte ich Magenschmerzen…schaffe ich das Alles?

Na klar hab ich es geschafft….wieder mal ein 10Stunden Tag.

Gestern Abend hab ich noch  gehört, das fast 40% der Arbeitnehmer Meetings  als Zeitfresser Nr.1 bezeichnen…ja das kann ich verstehen…und gleich danach kommt schon der Smalltalk mit Kollegen. Auch mir nicht ganz unbekannt.

Aber dies ist ein Thema welches ich schon immer schwierig fand. Ich bin es gewohnt zu arbeiten, viel und konzentriert und der Smalltalk ist für mich in vielen Fällen tatsächlich störend…Ich geriet schon immer in Panik wenn eine wirklich nette Kollegin sich MORGENS mit einer Tasse Kaffee in den Türrahmen stellte, um sich mit mir zu unterhalten…dann wusste ich,  DAS kann jetzt lang werden.

Auch heute komme ich in Büros um etwas zu klären und die Kollegen aus dem Büro sitzen gaanz entspannt und unterhalten sich privat…Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Aber sie reden fast den ½ Tag schon auf diese Art.

Bei uns sind immer alle Bürotüren offen, das hat den Nachteil man bekommt mit welche Kollegen sich permanent unterhalten und giggern…und das Lachen mancher Mädels bei uns ist seeeehr …nun ja….auffällig und durchdringend.

Wie kann ich mit ruhigem Gewissen so viele Arbeitsstunden vertrödeln und dann die zusätzlichen Stunden als Überstunden aufschreiben?  Nun, mich interessiert das nur bedingt, da ich für diese Kollegen nicht zuständig bin…und auch bei meinen Mädels bin ich entspannt, solange sie sich an Deadlines und Termine halten…. aber bei manch Anderen ist es mir ein Rätsel.

Ich bin froh das ich mich an vielen Stellen aus all dem Gelaber raushalten kann…..Auch ich rede gerne und viel und höre gerne zu….aber doch nicht während ich arbeite und mein Pensum schon groß genug ist….

Manchmal fühle ich mich wie ein Fremder in dieser Welt und finde es unverständlich, wie man sich nur permanent unterhalten kann…ich brauche die Ruhe im Büro und ich brauche die Konzentration auf das, was ich tue….und auch zuhause geniesse ich die Stille.