Osterurlaub – Zuhause

Mein einwöchiger Urlaub startete bereits am Gründonnerstag…und da war ich voller Elan und freute mich auf die freien Tage. Das waren ja immer noch die Urlaubstage aus dem Vorjahr, die ich nun endlich nehmen musste…Einen aller letzten alten Urlaubstag hab ich dann noch am 30.04. Es blieb vorher einfach keine Zeit diese Tage zu nehmen…zu groß war noch das Chaos im Job.

Jetzt ist es ein schöner Gedanke immer noch 30 Urlaubstage für dieses Jahr zu haben, die ich auf die kommenden 8 Monate verteilen kann.

Am ersten Urlaubstag hab ich erst einmal die Reifen an meinem Auto wechseln lassen….und während der Wagen beim Reifenhändler stand bin ich in das Cafè des Supermarktes gegenüber gegangen und habe mir zum Frühstück einen Becher Kaffee und eine belegte Laugenecke gekauft.

Ich gehe ja nicht so oft zum Bäcker und hole mir Brötchen oder gar ein belegtes Brötchen oder ähnliches…backe mein Brot ja immer noch gerne selbst. Entsprechend irritiert war ich also als ich für diese „Laugenecke“ belegt mit etwas Salat und ein paar Putenbrustscheiben 5,10 EUR bezahlen musste….mit dem Kaffee zusammen waren das also 8,10 EUR. WHAT? Es ist keine Bioware oder handgekneteter Teig von einem Handwerksbäcker mit besten Zutaen…es ist eine dieser Bäckerei-Ketten, die es haufenweise überall gibt und die ihre Ware massenweise industriell produzieren.

Irgendwie war es mir einfach zu teuer…aber gegessen hab ich es trotzdem und die Laugenecke war knusprig und frisch…also auch lecker….aber 5,10 EUR grummel…

Anschließend bin ich noch gaanz in aller Ruhe durch den Supermarkt geschlendert, habe mir Zeit gelassen…hab hier und dort geschaut, noch etwas Deko für Ostern (nur für die Wohnungstür) hier, noch ein kleines Mitbringsel für Schwester+Schwager dort…den ersten frischen grünen Spargel usw. alles nicht großes, aber es hat mir Freude gemaht.

Dann war die Wartezeit auch rum und ich konnte meinen Wagen wieder abholen…mit dem Hinweis das meine Winterreifen aus 2016 nun ein Alter erreicht haben, wo ich über neue Nachdenken sollte.

Generell sollten Reifen nicht älter als 10 Jahre sein, der TÜV empfiehlt maximal 6 Jahre…immer unter der Voraussetzung, das noch genügend Profiltiefe vorhanden ist und die Reifen noch nicht sichtbar porös sind.

Im ersten Moment war ich irritiert: warum sind die Winterreifen von 2016, wenn der Wagen von 2020 ist….hahahaha – irgendwann fiel es mir wieder ein: Ach ja – das sind ja noch die Reifen von meinem ersten Fiat 500L. Den hatte ich ohne die zusätzlichen Winterreifen verkauft.

Okay – also ich habe mich entschlossen im nächsten Herbst bekommt mein Auto 4 neue Winterreifen…dann bin ich auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Immerhin die die Reifen die einzigen Teile am Auto, die direkten Kontakt mit der Straße haben.

Später bin ich dann noch nach Henstedt-Ulzburg gefahren… hab später noch ein paar Frühlings-Shirts gekauft…viele meiner Klamotten sind mir inzwischen ja viel zu groß geworden, brauchte noch ein VGA-Kabel, um meinen 2. Monitor im Homeoffice an die neue Dockingstation anzuschließen.

Der Verkäufer traute meiner Aussage nicht und fragte wie ALT mein Gerät sei hahaha….Die Monitore sind alt, die Dockingstation und das Laptop sind nigelnagelneu und JA ich benötige ein VGA-Kabel…da alle anderen Steckplätze an der Dockingstation bereits belegt sind.

Im Laufe der Jahre ist hier meine völlige Unkenntnis über die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten von Kabeln, einem gewissen Pragmatismus gewichen, so das ich inzwischen in der Lage bin, die Art der Anschlüsse an den Geräten abzulesen. Denn entweder es ist ein Symbol drauf oder aber es wird sogar die Anschlussart beim Namen genannt…und das war hier der Fall. Für den 2. Monitor brauche in ein VGA-Kabel auf beiden Seiten.

Den Rest des Tages hab ich dann damit verbracht meinen Kleiderschrank wieder auf Frühlingsbetrieb umzustellen und Wäsche zu bügeln, Wäsche zu waschen und die Wohnung vom Staub zu befreien….es war ein schöner und entspannter Tag…

Ein kleiner Urlaub – Malente

Ende März hatte ich mich mit Schwester und Schwager in Malente getroffen….das liegt so ungefähr zwischen Plön und Eutin und ist ein anerkannter Kurort in Ostholstein. Den Beitrag hatte ich angefangen…aber nicht abgeschlossen…dann mache ich das eben jetzt:

Als wir vor einem Jahr die 5-Seenfahrt auf den Plöner Seen gemacht haben, war ein Zielpunkt auch Malente…wir sind dort allerdings nicht an Land gegangen. Es war also klar, hier kommen wir auf jeden Fall noch einmal hin, um uns den Ort anzuschauen.

Nun hatten wir den 22.März schon länger für einen Ausflug geplant….das mit meinem Rücken kam mir dann in die Quere. Mit viel Schmerzmittel, der Sitzheizung im Auto und kleineren und langsameren Schritten als sonst, ging es dann doch…und Laufen ging bei mir besser, als sitzen…und wir sind viel gelaufen.

Es war ein herrlicher Frühlingstag mit viel Sonnenschein, dafür aber auch mit kräftigen Windböen…Zuerst ging es in den Windpark, dann durch den Wald weiter zum Dieksee…immer am Wasser entlang. Zum Mittagessen hatte ich in einem Fisch-Restaurant direkt am See einen Tisch für uns bestellt.

Das Essen war genau nach unserem Geschmack…wir hatten tatsächlich alle Drei dasselbe…nur das ich mich für Kartoffel-Rösti, anstatt Bratkartoffeln entschieden hatte: Das Gericht heißt: „Malenter Bratkaroffelerhältnis“ 🙃

Nach dem Essen ging es weiter am See entlang und später dann durch den Wald immer weiter rauf zum Holzberg auf den Holzbergturm…der erst 2020 eröffnete Turm (inzwischen der 3.Turm) besteht – anders wie der Name vermuten lässt, nicht aus Holz, sondern aus Stahl und ist 30Meter hoch, mit 147 Stufen.

Bei den starken Windböen war es vor allem oben auf der Aussichtsplattform echt abenteuerlich…wir hatten unsre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen und mussten uns aktiv gegen den Wind stemmen und an der Reeling festhalten…aber die Aussicht war einfach wow……

Später ging es wieder runter vom Turm, runter vom „Berg“ wieder zum Dieksee und da das anvisierte Cafe leider geschlossen hatte, haben wir uns in einem alten Kurhaus, das gleizeitig, Hotel, Spa und Cafe war, niedergelassen.

Drinnen fühle ich mich irgendwie in eine andere Zeit versetzt…So Ende der 70er Jahre…wenn wir als Kinder mit Oma und Opa zum Kaffeetrinken gehen mussten….ein großer karger Raum mit kleinen 4er-Tischen, riesige Fenster die man nicht öffnen kann, keine Gardinen, kein Fensterschmuck, mit wenigen traurig wirkenden Pflanzen auf den Fensterbänken, jeder Tisch hatte eine weiße Tischdecke mit einem kleinen künstlichen Blumenstrauß in einer kleinen Vase in der Mitte, weiße halbhohe Holzvertäfelung an den Wänden, darüber Bilder, wie das Haus 19…. ausgesehen hatte….große weiße schwerwirkende Türen zu den Nebenräumen…ich musste unwillkürlich lachen…es war für mich so surreal.

Das alles hatte so einen altmodischen Charme einer Kuranstalt, das ich mich nicht gewundert hätte, wenn die Bedienung ein schwarzes halblange Kleid mit weißer Halbschürze getragen hätte hahaha – hat sie natürlich nicht…und auch das Angebot war jetzt nicht so antiquiert wie das Äußere vermuten liess.

Ganz im Gegenteil, der Kuchen war derartig lecker – also DER war richtig klasse – wir gerieten richtig ins schwärmen:

Irgendwann am späten Nachmittag wurde es dann aber auch Zeit, das wir uns wieder auf unsere Heimwege machten…mein Rücken wollte sich gerne mal wieder ausruhen und auch Schwester+Schwager hatten mit ihren Schmerzen zu kämpfen.

Aber wir haben den Tag so richtig geniessen können…für mich war es tatsächlich ein kleiner Urlaub.

Aufziehender Sturm – Flensburg

Aufziehender Sturm – Flensburg

Pläne müssen immer wieder angepasst werden….den Besuch in Hessen hab ich aufs Frühjahr 2022 verschoben, den kurzfristig aufblitzenden Gedanken an einen 2-Tage Urlaub in Emden hab ich wieder fallen lassen…dafür hatte ich mich für Donnerstag (HEUTE) mit meiner Schwester verabredet, was bei ihr kurzfristig beruflich dann doch nicht klappte und so haben wir uns gestern getroffen.

Um 9 Uhr morgens war es bereits nass und kalt und ziemlich trübe…ja und windig war es auch. Im Auto war es schön warm und gemütlich und ich bin die, inzwischen nur noch 140km lange Strecke, locker durch gefahren. In Flensburg war es, wie zu erwarten ebenfalls: nass, kalt und ziemlich trübe….hahaha und ziemlich windig.

Nach einem gemütlichen Frühstück zuhause bei meiner Schwester, haben wir den Plan in den Wald zu gehen, gleich wieder verworfen und uns für die Stadt entschieden…vorher gab noch einen kleinen Schlenker zum „Scandinavian Park“, da kann man herrlich stöbern, aber außer ein paar Süßigkeiten haben wir quasi nichts weiter gekauft. Das besondere an diesem Einkaufspark ist, es gibt extrem viele Süßigkeiten in großen Verpackungseinheiten und Spirituosen zu günstigen Preisen…anderes ist oft teuer. Dänemark ist nicht weit und so kommen die dänischen Nachbarn gerne zum Einkaufen hierhin…der Markt bietet viele dänische und Deutsche Produkte an…und Alkohol findet in großen Mengen seinen Weg in die Autos mit DK-Kennzeichen.

Anschließend ging es mit dem Auto in die Flensburger Innenstadt…ohne Umwege in eines der Parkhäuser…hatte keine Lust auf langes Suchen nach einem kostenfreien Parkplatz, das wird dort auch immer schwieriger.

Das Wetter war inzwischen im Dauerregen angekommen und es stürmte schon ganz heftig..Der niedliche Weihnachtsmarkt am Südermarkt war um die Mittagszeit etwas verwaist….dafür gab es aber eine Feuerzangenbowle…

….und etwas später in einem gerade erst wieder eröffnetem Mini-Cafe „Beste Stuuv“ selbstgebackenen Apfelkuchen mit mehr Äpfeln als Teig…..die Stücke waren riesig und mega-lecker, mit Sahne….dazu in einer großen Porzellan-Kanne !! Kaffee für mich und für meine Schwester eine Porzellan-Kanne Ostfriesentee…beides auf einem Stövchen zum warmhalten. Klein, gemütlich und absolut wert besucht zu werden…die gute Stube eben.

Aber irgendwann mussten wir uns wieder dem Wetter stellen…also raus in den Regen…nach dem durchschlendern der Geschäfte innerhalb der Fußgängerzone und durc h die Norderstraße:

Eines der Flensburger Geheimnisse: woher kommen die Schuhe auf der Leine…..hihihi

…sind wir letztlich am Hafen entlang gelaufen. Wind und Regen nahmen weiter zu und trübe blieb es auch die ganze Zeit über….es war einfach ungemütlich und unsere Klamotten waren durch die lange Zeit draußen auch schon mehr als klamm….mir wurde richtig kalt in den nassen Sachen.

Später wieder Zuhause bei meiner Schwester, war auch mein Schwager da….und es gab leckere selbstgemachte Tomatensuppe mit viel Chili (also die fand ich mega und werde sie schon bald nach kochen)…und überbackene Spaghetti-Nester (gekochte Spaghetti ,in einer Soße aus Sahne, Eiern und Gewürzen geschwenkt, dann Portionsweise zu kleinen Türmchen gedreht, darauf eine Scheibe Tomate und Mozarella…im Backofen für 15-20 Minuten backen lassen)…auch super lecker und eine schöne Idee…das kannte ich auch noch nicht.

Die Sturmwarnung für Flensburg und auch für Hamburg lies mich dann relativ zügig am frühen Abend wieder losfahren…und die Fahrt zurück war anstrengend…..Der Regen nahm immer weiter zu, genau wie der Wind….die A7 war nicht so voll…doch auf der Autobahn stand das Wasser und spritzte in der Dunkelheit des Abends immer wieder so stark hoch, das die Sicht noch weiter eingeschränkt war. Dazu der Wind und die Windböen und ich hab so manchen LkW und Transporter beobachtet, die Schwierigkeiten hatten die Spur zu halten…und vor mir war irgendwann einer der auf einmal ins Schlingern geriet.

Meine Geschwindigkeit hab ich immer weiter reduziert…die Rader-Hochbrücke (bei Rendsburg über den Nord-Ostsee-Kanal) war für leere LWKS gesperrt und für alle anderen Fahrzeuge auf 60kmh reduziert.

Ich hatte gedacht, das es nach der Brücke etwas weniger windig wird….aber das war ein Trugschluss je weiter ich in Richtung Hamburg kam, umso stärker wurde der Wind….ein „Starker Sturm“ zog über Hamburg….und ich war froh, als ich wieder heile Zuhause ankam. Auch hier pfiff der Wind um die Häuser und machte es drinnen gleich doppelt gemütlich.

Start in die Woche

Nach einem schönen und ereignislosen Arbeitstag, hab ich meine Walkingrunde heute einfach mal nach Hamburg verlegt…direkt nach dem Feierabend bin ich nach Ottensen gelaufen und hab für einen Cappuccino einen Zwischenstopp in einem netten Cafè gemacht.

…und hab danach noch ein paar neue Seitenstraßen ausgekundschaftet…hier gibt es so viele nette kleine Läden…interessant ist, das viele im Soutterrain liegen…das wird schon heimelig wenn man erst einmal 1-3 Stufen runter gehen muss, um in die Geschäfte zu kommen….

Ich bin mal wieder kreuz und quer gelaufen und finde mich mittlerweile ganz gut zurecht…so das ich mühelos bis zur S-Bahn Altona gefunden habe.

Für diese Woche bin ich ja im Besitz einer Wochenkarte für den ÖPNV und die Fahrt hin- und auch zurück war wirklich entspannt…es sind soo wenig Menschen in der Bahn, das ich nicht das Gefühl hatte, das es zu voll wird…und auf dem P+R Parkplatz direkt neben der S-Bahn-Station, wartete ja auch gleich mein Auto.

Hmmm – vielleicht sollte ich diese Kombi öfter machen…zumindest solange die S-Bahnen noch nicht wieder überfüllt sind…ich denk mal darüber nach.

Im Cafè wollte ich eigentlich mal wieder in Ruhe Zeitung lesen und auch ein wenig schreiben….aber dazu bin ich gar nicht gekommen.

Haarscharf dran vorbei….

Haarscharf dran vorbei….

….am aktuellen Unwetter in Hamburg.

Bereits kurz vor 15 Uhr  war für mich heute Feierabend und da ich mein Rad immer noch im Auto habe, wollte ich jetzt endlich mal mit dem Rad bis zu den Landungsbrücken fahren.

Meine Kollegen meinten, es soll bereits ab 16 Uhr regnen…okay also hab ich zügig Feierabend gemacht…mit einem ruhigen Gewissen, da meine Datenübernahme ja FERTIG ist.

Extra für die Fahrt in Hamburg hab ich mein sonst übliches Cäpi gegen den Fahrrad-Helm getauscht…den trage ich normalterweise nicht wenn ich Über-Land oder in meiner kleinen Stadt hier unterwegs bin…aber der Verkehr in Hamburg ist schon ein anderes Kaliber…

Bis zu den Landungsbrücken waren es nur knappe 6km….und inzwischen hatte sich das strahlende Blau am Himmel schon etwas gewandelt…..Mit Blick auf die Elbphilharmonie und eines der Museumsschiffe hab ich mich am  „Alex“ nieder gelassen…draußen und es war ….. HIMMLISCH.

Gemütlich im Cafe bei Kaffee  und einem kleinen Sorbet hab ich die Atmosphäre entspannt auf mich wirken lassen…erst als es am Himmel bedrohlich dunkel wurde, hab ich mich wieder aufs Rad geschwungen und bin noch kreuz und quer gefahren…

Zurück am Auto war es: 17.01 Uhr,  4 Minuten später kamen unvermittelt Blitz und Donner, weitere 5 Minuten später kam der Starkregen….das war haarscharf…. ich hab keine regentauglichen Klamotten dabei und wäre minutenschnell vollkommen durchnässt gewesen…Glück gehabt.

Jetzt regnet es seit knapp einer Stunde ununterbrochen…also Warten hätte mich auch nicht weiter gebracht.

Und so hab ich zu meiner Feierabend-Erholung  so nebenbei ganz locker zusätzliche  knappe 12km für mein  wöchentliches  „Fitness-Konto“ erhalten…Auch nicht schlecht.

 

 

 

 

Auf dem Balkon

Auf dem Balkon

…wo sonst kann man so gut draußen sein, ohne die Corona-Regeln zu brechen, wenn man denn keinen Garten hat.

Hier darf  ich lange sitzen bleiben, Kaffee trinken, Frühstücken an der frischen Luft…hier hab ich die Möglichkeit mich zu sonnen und komme dabei keinem Menschen zu nah.

Was mich heute auf dem Balkon am Meisten fasziniert sind die Wolken, die bei schönem Sonnenschein vorüber ziehen. Immer wieder bin ich erstaunt, wie nah die Wolken scheinen und sie sehen aus wie gemalt.

Mein kleiner Balkon-Garten wird demnächst noch weiter wachsen….noch ist es  nur eine Ecke.

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Es ist ein Sonnen-Balkon und ich kann bei der Auswahl der Pflanzen aus dem vollen Farbtopf der Natur schöpfen.

Bei meinem vorherigen Schattenbalkon war die Auswahl begrenzt, aber der Balkon bot dafür sooo unglaublich viel Gemütlichkeit und hatte Rückzugsqualitäten, die mein Sonnenbalkon nicht bietet. Davor war ich mehr als 10 Jahre OHNE Balkon und auch OHNE Garten, da bin ich immer in den nahegelegenen Park gegangen…oder in einen nahen Biergarten.

In den heutigen verrückten Zeiten wäre das alles nicht möglich und allein der Gedanke sich NUR noch in den eigenen Zimmern aufhalten zu müssen, ohne die Möglichkeit auf einen Balkon oder Garten ausweichen zu können, erschreckt mich.

Natürlich geht das auch…aber wieviel Lebensqualität zusätzlich  man durch ein Freiluft-Zimmer erhält, das ist fast unbezahlbar und macht mich wieder einmal dankbar.

 

 

 

Versuch zu Entspannen

Meine Woche hab ich tatsächlich mit einem ausgiebigen Frühstück in einen netten französischen Café gestartet… Geröstetes Brot mit Seranoschinken und Spiegeleiern, frischen O-Saft und Naturjoghurt mit frischen Früchten…. Einfach lecker und super entspannend.

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Nach fast 2 Stunden mit Kaffee und Zeitung, bin ich dann zum Shoppen in die Skyline-Plaza nach Frankfurt gefahren. Die Shops dort sind nicht so überlaufen und ich bin entgegen meiner sonstigen Art, sehr langsam durch die Gänge geschlendert, habe mir viel Zeit gelassen…und in der Mittagszeit hab ich mich noch einfach auf eine Bank gesetzt und den vorbeilaufenden Menschen zugeschaut…. Das Einkaufszentrum ist fast neben der Messe und hier laufen sehr viele unterschiedliche Menschen herum. Messe Besucher, Angestellte aus den umliegenden Büros, Bauarbeiter von den Baustellen der Umgebung…hier wird  immer noch ein neuer Stadtteil zu Ende gebaut…insgesamt ist es in dem Einkaufszentrum aber ruhiger als anderswo in der Stadt.

Trotz des entspannten Tages hat sich meine innere Anspannung nicht gelöst und ich fühle mich nicht erholt….jaa, ich weiß – so schnell geht das nicht.

Abends hab ich dann noch den Grünkohl gekocht….klassisch westfälisch mit Speck, Kassler und Mettenden…2 Portionen konnte ich davon einfrieren, eine Portion haben wir am nächsten Tag gegessen.

Eigentlich wollte ich am Dienstag ins Palmenparadies nach Sinsheim…doch meine Pläne wurden von einem sich nicht lösenden Felgenschloss durch kreuzt…lach. Mein Schatz wollte seinen Winterreifen aufziehen, aber beim letzten Reifen ließ sich das Felgenschloss nicht lösen und so hatte 3 nur 3 Winterreifen  und einen Sommerreifen. Das ist natürlich nicht erlaubt und so haben wir seinen Wagen noch am Abend zur Werkstatt gebracht. Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht mal das es so etwas wie Felgenschlösser überhaupt gibt….hihihi…und ich hab ihn dann am nächsten Tag zur Arbeit gefahren….also nichts da  mit dem  Entspannung im Palmenparadies.

Samstagabend – Café auf der Zeil

Nachdem wir es gestern am späten Nachmittag doch noch in die Stadt geschafft hatten, haben wir auch tatsächlich Sportklamotten für meinen Schatz gekauft. Wie immer ging das nicht so leicht und die Disskutiererei ging mir gehörig auf die Nerven.

Doch wir konnten uns doch noch durchringen in der Fußgängerzone (Zeil) in ein Café zu gehen, welches immer selbstgemachte Limonaden und Eistees anbietet….die sind echt lecker und gar nicht so süß.

Mein Schatz hatte eine Minze/Cranberries-Schorle und ich einen Pfirsich-Minz-Eistee….sehr lecker.

Beim Blick auf die Zeil war ich aber teilweise entsetzt….wann hat sich das Publikum eigentlich derart verändert. Das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern lag irgendwann einmal bei gefühlten 50/50….inclusive der Touristen. Aber gestern waren es so um 20 Uhr abends vielleicht noch 20% Deutsche….aber auch davon gab es nur einen geringen Anteil bei dem Mann das Gefühl hat, die sind irgendwie Mittelstand….normale Familien.

Ich erkläre es mir immer damit, dass Durchschnittsfamilien um diese Uhrzeit nicht mehr auf der Zeil unterwegs sind, sondern bereits die Tagesschau anschauen….zuhause auf der Couch, direkt nach dem Abendbrot. Natürlich lässt 20 Uhr an einem Samstagabend keine repräsentative  Volkserhebung zu…da sind die jungen Menschen unterwegs, das Partyvolk…und die Südländer, die es gewohnt sind erst bei Sonnenuntergang  mit dem ganzen Familienclan unterwegs zu sein….während bei uns die kleinen Kinder  um diese Uhrzeit bereits dabei sind die Zähne zu putzen um ins Bett zu gehen…

Der Kellner der uns bediente  schien etwas unkonzentriert und entschuldigte sich gleich: er würde bereits seit 9 Uhr MORGENS arbeiten…das Café findet keine Service-Kräfte mehr….und er wirkte auch genervt auf die Bettlerin, die ständig auf und ab lief und alle Gäste anbettelte….er meinte er könne es nicht mehr ertragen, den ganzen Tag die Bettler und die ganzen Touristen und Ausländer  die kein Deutsch könnten,…er würde mit seinen Kindern manchmal Englisch reden und es erst merken, wenn diese komisch schauen…dabei meinte er, er hätte selbst einen Migrations-Hintergrund…aber auch ihm wird es zu viel und das Niveau der Menschen im Allgemeinen sinkt immer weiter…und er würde sich freuen das er sich mal mit uns normal unterhalten könne.

Mein Freund mit seinen oft sehr radikalen Ansichten fühlte sich in seinen Ansichten bestätigt und meinte das ich das oft viel liberaler sehe…

6. Urlaubstag Di 20.06. – Depeche Mode

Heute werde ich ohne sportliche Aktivität den Tag verbringen. Erst einmal sollen es 34Grad werden und  Zweitens gehen wir heute Abend auf das Depeche Mode Konzert in der Commerzbank Arena….ohhhh ja, da da freue ich mich drauf.

Ich bin freudig überrascht, die Fahrradtour gestern hat mich nicht schlapp, müde oder überanstrengt gemacht…HURRA! Ich bin körperlich wieder so richtig fit. Das ist ein gutes Gefühl.

Ich muss heute noch auf die Post bei uns im Ort…und direkt neben der Post ist  das schöne Französisch anmutende Café, in dem ich schon ein paar Mal gefrühstückt habe….ich glauuube das wird gleich mein nächstes Ziel für heute hihihi…ooooch ja – warum nicht.

Also nächster Tagesordnungspunkt: Entspanntes Frühstücken im Café….ja – das krieg ich hin.

Der 1. Punkt des Tages war: Bügel schnell die Dinge die wichtig sind – bevor es zu heiß wird….HA – erledigt.

Ach ja: und ich habe sogar schon heute Morgen mit der Rolladen-Firma telefoniert, die melden sich morgen wieder bei mir – WEIL…. Heute ist bei denen Betriebsausflug – es sei Ihnen gegönnt…

…auch wenn ich mich dann heute mindestens noch 2x als Schlangenmensch betätigen muss…wenn ich nicht regelmässig meine Kräuter, Tomaten-Paprika- und Rübchen-Pflanzen gieße, dann gibt es bei dieser Hitze ganz schnell das große NICHTS….aber keine Ernte. Und es ist auch die Balkonseite mit den Anzuchtkästen….darin kommen schon die Triebe der Sommerblumen aus Blumenzwiebeln und  erste kleine Triebe aus den Samen…also quetsche ich mich durch den schmalen Spalt zwischen Boden und Rolladen.

Die Frauen aus „Schnöselhausen“

Ich habe ja Urlaub und auf dem Weg in ein Café in meinem Wohnort bin ich durch die Straßen, einen Park und einen Supermarkt gelaufen. Und obwohl es der Ortskern ist, war es unglaublich  leer. Es ist ja eine Stadt, aber wo sind denn alle? Alle auf der Arbeit  oder Zuhause?

Jetzt weiß ich zumindest wo sich die Frauen des Ortes Freitag gegen Mittag aufhalten…In einem französischen Café der etwas teureren Art….Ein Stück Kuchen für 4,50 EUR  aber die Qualität ist sehr  gut….das Café kenne ich aus dem Ort wo ich arbeite….und ein Besuch ist für mich immer etwas Besonderes.

Nun wollte ich dieses Café jetzt auch hier einmal ausprobieren…kam rein und zuckte gleich wieder zurück:

Ein großer Raum mit halboffenem Nebenraum. Fast alle Tische waren um diese Zeit  (11.30 Uhr) besetzt und an jedem dieser Tische saßen exakt 2 Frauen…Eine Lautstärke wie auf dem Flughafen…der ganze Raum war erfüllt von Frauenstimmen und Gelächter.

Zum Glück fand ich noch einen freien Tisch. Die Speisekarte bot zusätzlich zu den französischen Kuchen auch jede Menge Frühstücksgerichte und Mittagessen an….Nun gut also hab ich mich für Kartoffelrösti mit Räucherlachs entschieden, dazu eine Cola und ein Glas Chardonnay.

Und dann hab ich die Atmosphäre des Raumes erst einmal auf mich wirken lassen, beim Rundblick ist mir aufgefallen: ALLE Frauen (egal ob jung oder älter) waren „gut“ gekleidet und gepflegt. Also das entspricht genau dem Eindruck von „Schnöselhausen“…eine kleine Stadt mit vielen teuren Wohnungen, vielen teuren Häusern. Ein etwas gehobener Lebensstandard ist schon notwendig um sich hier auch nur kleines Haus leisten zu können. In dem Café hatte jede Frau nicht nur einfach Haare auf dem Kopf, sondern auch eine Frisur dazu…Es gab tatsächlich auch 2-3 Frauen mit Hüten oder Pelz…nicht alle sahen mit der „Guten“ Kleidung auch gut auch, aber Geschmack lässt sich eben nicht kaufen.

Dazu  hatten  ALLE nur ein Glas Wasser und/oder eine Tasse Kaffee vor sich stehen….KEINER hatte eine Cola, Saft oder gar einen Wein vor sich,…Fast ALLE Frauen  hatten einen Salat oder nur eine Suppe vor sich….KEINE hatte ein fettiges Essen .

Ich fühlte mich wie ein Alien und musste unweigerlich an den Film „Die Frauen von Stepford“ denken…eine amerikanische Komödie aus dem Jahr 2004 mit Bette Midler und Nicole Kidmann. ..in dem die Frauen alle einen Microchip eingepflanzt bekommen hatten die sie zu „perfekten“ Haus und Ehe- Frauen machten.

Okay – also ganz so schlimm meine ich es jetzt  hier nicht ….lachen musste ich aber trotzdem.

Was ich zumindest sehr angenehm fand war, das trotz aller Lautstärke es sich um eine gleichmäßig den Raum füllende Geräuschkulisse handelte…keiner stach unangenehm  mit der Stimme oder der Lautstärke heraus…

Also war alles gut…naja, bis auf mein Kartoffelrösti das mehr einem fettigen dicken Kartoffelpuffer auf dem Jahrmarkt erinnerte….ich hab es zurück gehen lassen und bekam danach tatsächlich ein knusprigeres dünneres Exemplar…..es war okay….aber das geht auch besser.

Zumindest waren es 1,5 Stunden angehnehme Atmosphäre…ich habe meinen Wein genossen, dazu das Essen und mein Buch. Danach hab ich einen entspannten Spaziergang nach Hause gemacht.