Auge in Auge

Seit einiger Zeit ist mir bewusst, das ich mich auch mal wieder auf neue Menschen einlassen sollte….und da ich mich mit der Babbel Sprachlern-App gerade nicht weiter motivieren kann, hab ich schon seit längerer Zeit nach einem VHS-Kurs gesucht, der tatsächlich physisch statt findet.

Dieser Kurs startete jetzt in einem der Nebenorte, hier in der Nähe, am Mittwochabend um 18 Uhr. Wie immer, hab ich den ganzen Tag schon innerlich nach Ausreden gesucht, nicht dorthin zu gehen….hahaha…aber keine gefunden…noch 10 Minuten vor Beginn war die Fensterfront des Seminarzentrums dunkel und insgeheim hoffte ich, das der Kurs gar nicht statt findet. Es ist unfassbar, wie schwer mir das inzwischen fällt.

Das Kursbuch hatte ich mir rechtzeitig besorgt und der Kurs kostet ja auch Geld….dann sah ich ein paar Menschen, die in das dunkle Gebäude gingen und ich bin hinterher….Im Kursraum saßen schon einige in einem hell erleuchteten Raum…der ging nach Hinten raus…deshalb sah es von der Straße so verlassen aus.

Wir sind 10 Kursteilnehmer + Lehrer….und die kannten sich schon alle aus dem Kurs vom letzten Jahr…und ich wusste noch nicht, ob ich da überhaupt reinpasse. Der Lehrer ist schon sehr speziell, aber er macht es sehr locker…die Kursteilnehmer scheinen nett zu sein und mit dem Anfänger-Lernniveau kann ich gut mithalten….brauche mich nicht zu verstecken. Ich hab ja bereits einen großen Wortschatz und kann diese auch aussprechen…jetzt muss ich es nur noch schaffen aus den Worten auch ganze Sätze zu bilden… und bei so einem Präsenz-Unterricht wird man ja zum mitmachen aufgefordert….das ist gut so.

Der Kurs geht jetzt über insgesamt 12 Wochen…bin mal gespannt, ob ich das in diesem Format durchhalte. Seit dem Mittwoche bin ich wieder motiviert und meine bisher erworbenen Kenntnisse der dänischen Sprache kommen auf einmal auch wieder zum Vorschein….war vorher scheinbar durch den Stress der letzten Wochen etwas blockiert.

Vor dem Kurs saß ich also noch eine Weile im Auto, weil ich zu früh dran war…war nervös und wollte noch schnell etwas in meiner Banking-App erledigen…und dabei habe ich mich mehr als ungeschickt angestellt….hab meine privaten und beruflichen Kennwörter irgendwie durcheinander geworfen, so das letztendlich mein Zugang gesperrt wurde, beim Entsperren war ich dann auch noch zu unkonzentriert und prompt wurde mein Banking-App Zugang komplett deaktiviert. Also – DAS muss man so auch erst einmal hinbekommen.

Als letztes erschien ein Hinweis, das man mir jetzt einen neuen Aktivierung-Code per Briefpost zuschicken wird…was 1-2 Tage dauern würde. Na super.

Letztlich kam der Brief dann am Samstagnachmittag…und jetzt läuft auch wieder alles.

Das war mir mal wieder eine Lehre…also nichts mehr mit „mal eben“ so unterwegs schnell etwas erledigen zu wollen.

Sprachlicher Rückschlag

Seit dem Sommer hab ich meine Sprachlern-APP nicht mehr regelmässig genutzt…bis zum absoluten Stillstand…und dann hatte ich auch andere Dinge im Kopf und hab gar nichts mehr gemacht, um meinen bisherigen Kenntnisstand der dänischen Sprache zu erhalten.

Tja, das Ergebnis dieses Stillstandes hab ich dann auf der Dienstreise schmerzhaft erkannt…mir ist tatsächlich Vieles an Wörtern und Grammatik schon wieder abhanden gekommen, so das meine ohnehin noch nicht sehr gut ausgeprägte Möglichkeit mich zu verständigen, quasi weg war. Na ja – für den Job reicht es, das ich Englisch kann.

Man war ich enttäuscht – von mir … ja und auch etwas frustriert…macht mir die Sprache doch viel Spaß und ich konnte auch schon viele Wörter und ja eigentlich auch die grundlegende Grammatik…aber eine Sprache muss man eben auch sprechen…und das regelmäßig.

Hören und Nachsprechen reichen da eben nicht aus und auch ein großer Wortschatz alleine bringt noch keine Sätze….das selber Sprechen ist der Schlüssel…eigene Sätze bilden und mit anderen in Interaktion treten.

In dieser Woche hab ich nun mit dem Wiederholen in der Sprachlern-App angefangen…und zum Glück macht mir das Lernen auch wieder Spaß und jaaa einiges von dem Vergessenen kommt auch schon schnell wieder.

Hab vor ein paar Wochen nun nach einem regelmäßig stattfindenden Präsenz-Kurs gesucht….aber alle Kurse, in der näheren Umgebung, sind aktuell ausgebucht….da muss ich wohl bis zum neuen Jahr warten.

Ab jetzt lerne ich wieder regelmässig und dabei drehe den Spieß um, indem ich nicht versuche die Dänischen Worte nachzusprechen und ins Deutsche zu übersetzen, was mir ja ziemlich gut gelingt….sondern ich arbeite jetzt vorwiegend mit der „Karteikartenfunktion“, wo ich deutsche Worte und Sätze angezeigt bekomme und diese ins Dänische übersetze – DAS ist meine Schwachstelle.

Ich dachte über das „Verstehen“ kommt das „Sprechen“ von alleine…aber so einfach ist es dann doch nicht…der Mix macht es.

Herumwuseln und Dinge erledigen

Nun, wo ich nicht mehr so müde und abgeschlagen bin und mich überhaupt wieder „normal“ fühle, hab ich in den letzten Tagen so einiges zu Hause erledigt. Die Wohnung ist geputzt, das Bett bezogen, der Balkon sauber, Einkäufe erledigt. Selbst meinem Auto hab ich ein Rundum-Waschprogramm gegönnt incl. Innenraumreinigung und erstmalig eine Handpolitur…die aber auch nur, weil es ein tolles Angebot gab: Komplettpreis für Alles: 45 EUR. Das ist zwar eine Menge Geld, aber mein Auto hatte es auch wirklich nötig….nun ist der gesamte Dreck vom Winter endlich wieder weg und ich hab während der Wartezeit einen Kaffee gekommen und mich schon mal auf das Pfingstwochenende gefreut.

Dabei hab ich für Pfingsten gar nichts geplant…oder sagen wir lieber, ich habe geplant, mich nicht verplanen zu lassen…d.h. ich habe galant eine halbausgesprochene Einladung zum Pfingstmarkt in Süderschmedeby umschifft…immerhin war ich letztes Wochenende bei Schwester+Schwager um den Geburtstag meines Schwagers zu feiern und der Geburtstag meiner Schwester ist ja auch nur noch eine Woche hin…also gehört Pfingsten in diesem Jahr nur mir.

Ich möchte auf meinen inzwischen schon sehr grünen Balkon noch ein paar Bodendecker für die Clematis pflanzen und muss noch ein paar Rankhilfen für diverse Blumentöpfe anbringen…die hab ich gestern erst kaufen können…denn den Philipps-Markt, wo ich die normalerweise sehr gerne kaufe, gibt es an der Stelle nicht mehr…dafür musste ich jetzt nach Elmshorn.

Nun ruht seit gestern Nachmittag schon der nächste Brotteig im Keramiktopf…einen Tag bleibt er auch noch dort, bevor er in den Ofen kommt…es wird ein Sauerteigbrot aus Roggenvollkorn- und Weizenmehl mit Haferflocken verfeinert. Darauf freue ich mich schon richtig. Aus Energiemangel hatte ich wieder mal Brot gekauft und das so gar nicht vertragen.

Gestern war ich bereits um 6.30 Uhr auf dem Balkon. Bei frösteligen 9 Grad (wie immer mit warmer Jacke, Schal, dicker Wolldecke und heißem Kaffee) hab ich die Stille des Morgens genossen, bzw. das zahlreiche Vogelgezwitscher drumherum. Und auch heute Morgen ging es direkt mit der entkoffeinierten Variante meines Morgenkaffees auf den Balkon. Himmlisch diese Ruhe.

Meine Nachbarn unter mir sind scheinbar ausgeflogen…es ist herrlich ruhig von unten und auch die „Trampeltierchen“ über mir sind zwar da, aber erstaunlich ruhig…normalerweise trampelt die weibliche junge Nachbarin immer voll mit der Hacke auf den Holzboden und sie ist sehr quirlig….so das ich i.d.R. alle ihre Bewegungen Geräusche-technisch Raum für Raum nachvollziehen kann. Ich hab mich zwar daran gewöhnt, aber manchmal ist es schon nervig.

Ich war gestern auch einkaufen und hab auch gekocht: Lamm-Loin mit gebratenem grünem Spargel und Pellkartoffeln….auf dem Teller sieht es irgendwie spartanisch aus, wahrscheinlich weil es keine Soße gab, sondern nur etwas Butter…war sehr lecker:

Fleisch gibt es bei mir tatsächlich nur noch selten…und ja, leicht fällt es mir nicht…dafür esse ich mehr Käse und Eier…ob das jetzt besser ist, keine Ahnung. Mein Problem ist sonst, das ich mich nur mit Kohlenhydraten und Gemüse oft nicht langegenug satt fühle, ich also mit 3 Mahlzeiten am Tag (ohne zu Snacken) nicht hinkomme…ich dann am Abend zu Schokolade, Nüssen und Keksen oder eben doch noch einmal auf die Reste vom Hauptgericht zugreife…das kann ja nicht der Sinn sein….da ringe ich also noch um die richtige Balance, um wieder auf 3x Essen am Tag zu kommen. Na das pendelt sich hoffentlich jetzt bald wieder richtig ein. Bin eh mal gespannt auf die nächste Blutuntersuchung.

Nach einer Woche Pause hab ich auch wieder eine neue Lektion Dänisch gelernt…da ich ja neu gelernte Wörter handschriftlich festhalte, wenn sie mir erstmalig begegnen oder ich mir etwas nicht merken kann, schreibe ich es auch öfter als einmal auf und später nehme ich meine Notizen und übertrage diese, ebenfalls handschriftlich, in meine Kladde .in der ich Wörter nach bestimmten Kriterien in verschiedene Rubriken meiner Kladde eintrage: Verben / Zahlen / Farben / Formen / Normen weiter unterteilt: Familie / Kleidungsstücke / Einrichtungsgegenstände usw. / Präpositionen / die verschiedenen Arten von Pronomen / Frage-Worte / Grammatik-Regeln / Redewendungen usw.

So lerne ich nicht nur durch Hören und Wiederholung der Aussprache, sondern festige meinen Wortschatz auch durch handschriftliches wiederholen, was erwiesenermaßen einen besseren Effekt hat, als es über eine Tastatur zu schreiben.

Trotzdem bleibt wie immer die Erkenntnis: je mehr ich lerne, umso mehr merke ich, wie wenig ich noch von dieser Sprache weiß, aber es geht langsam voran…ganz langsam. Wichtig ist hierbei auch nur, das ich dran bleibe…es hetzt mich ja niemand.

Laufen – und lernen ganz nebenbei

Ich schreibe weniger über meine Walkingrunden, bin aber trotzdem oft unterwegs….was soll ich auch groß darüber berichten, da ich zur Zeit keine neuen Strecken erkunde, sondern meine liebgewonnenen Runden laufe…nur der Himmel, der sieht immer wieder anders aus und jedes Mal fühle ich mich wunderbar entspannt, bei dem Blick nach Oben.

Es sind für mich die schönsten Zeiten eines Tages und gerade abends laufe ich gerne um das Erlebte Revue passieren zu lassen. Was war schön, was war gut und was nicht so…und wenn ich das hinter mir habe und die Schönheit des Abends genug genossen habe, bleibt noch genügend Strecke übrig um ….ja um was genau zu tun, außer zu laufen und die Landschaft zu genießen?

Ich nutze diesen letzten Teil der Strecke oft, um mich an die dänischen Vokabeln, Grammatik-Regeln, Standard-Sätze usw. zu erinnern und diese zu wiederholen – das ist schon manchmal etwas kurios, wenn ich durch die Felder und über die schönen ruhigen Wege laufe und dabei halblaut Sätze einer fremden Sprache vor mich hin rezitiere. Dabei starte ich gar nicht bewusst damit, sondern irgendwann kommt mir ein Wort in den Sinn und dann geht es immer weiter…..und schon bin ich drin in der Wiederholung.

Genauso hab ich schon immer neues Wissen gefestigt: laut wiederholen, niederschreiben, immer und immer wieder laut wiederholen und meistens in dem ich das im Laufen tue…bin früher auch in meinem Zimmer auf-und-ab gelaufen, um Dinge zu rekapitulieren und diese Methode funktioniert noch immer. Selbst komplizierte Wörter oder feststehende Redewendungen kann ich auf diese Weise relativ zügig abrufen….nur das mit der Grammatik ist und bleibt meine Schwäche und wie schon öfter erwähnt diese extrem kurzen Wörter bleiben nicht so gut bei mir haften.

Aber ich identifiziere immer mehr die Besonderheiten dieser Sprache, das z.B. Fragewörter anders eingesetzt werden, als im Deutschen, was mich immer noch schnell durcheinander bringt. Oder das in manchen Sätzen ein Verb einfach weggelassen wird…so das für mich der Satz unvollständig klingt, das ist für mich schwer zu akzeptieren hihi.

Aber ich bleibe dran und erweitere langsam aber beständig meinen Wortschatz und schlingere so durch die verschiedenen Zeitformen und z.Z. im Besonderen durch den Einsatz von Reflexivpronomen.

Wenn ich dann am Ende meiner Runde nach etwas mehr als 1 Stunde zuhause ankomme, hab ich gleich zwei positive Dinge getan: ich habe mich zügig bewegt und ein weiteres Wortschatz-Training absolviert…so ganz nebenbei.

Grammatik – quasi nebenbei

Seit ein paar Wochen lerne ich wieder intensiver Dänisch…ich komme voran, aber es gibt immer mehr, dieser ganz kurzen schnellen Wörter. Oft viele in einem Satz aneinandergereiht und das macht mir das Lernen nicht leichter.

Aber ich hab ja beschlossen, mich nicht auf die Grammatik zu versteifen, sondern Wörter und Satzteile zu lernen, und das mit der Grammatik kommt damit nebenbei. Quasi: En passant – so ganz beiläufig. Und das funktioniert sogar ganz gut…aber jeder neue Block an Wörtern und Sätzen macht mich erst einmal sprachlos…was ich bisher gelernt hab, klingt ja schon vertrauter…aber wenn viele neue Wörter in einer „Unterhaltung“ im Lernprogramm auftauchen, dann verstehe ich nur Bahnhof und Bratkartoffeln und denke nur: was für eine Sprache – seufz.

Aber ich lerne auch aus dem Kollegen-Chat wie die dänische Sprache im Alltag funktioniert…ich bin vor ein paar Wochen von einer Teamleitung in der Zentrale gefragt worden, ob ich Zugang zu dem Chat möchte, obwohl der nur in Dänisch geführt wird….ja klar – hier werden auf die Schnelle berufliche Infos ausgetauscht…und mit Copy-Paste ins Übersetzungsprogramm geht das auch ganz gut.

Aber neuerdings lese ich die Nachricht erst einmal auf Dänisch und schaue, was ich davon schon so verstehe….naja, bisher nur noch nicht allzu viel – aber einige Wörter, Wortbildungen und Sätze kann ich schon so verstehen…ich begegne hier also auch unkompliziert der Grammatik…das ist schon mal lustig.

Es macht mir jedoch immer noch Spaß und bis zum Sommer möchte ich die A-Grundkurse endlich hinter mir haben. Das ganze letzte Jahr hab ich es eher langsam angehen lassen…das schwierige Zwischen-Stadium mit der Grammatik, die einfach nicht hängen bleiben wollte, hab ich überwunden…jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt.

Und mein Ziel ist nach dem Sommer zusätzlich einen Präsenz-Sprachkurs zu besuchen, um die Sprache auch einzusetzen….mal sehen ob ich tatsächlich bis zum Sommer soweit komme.

Der französische Ausdruck en passant (Abk.: e. p.) lässt sich mit im Vorbeigehen, im Vorübergehen oder auch beiläufig übersetzen und bezeichnet im Schachspiel einen besonderen (Schlag-)Zug eines Bauern. Das Fremdwort wird auch außerhalb des Schachs als Redewendung verwendet, um zum Beispiel eine Tätigkeit zu bezeichnen, die man nebenher, ohne viel Aufwand, erledigen kann.

https://de.wikipedia.org/wiki/En_passant

Mir ist der Begriff tatsächlich in meiner Jugend begegnet, als ich versucht habe, Schach zu lernen…musste leider feststellen, das ist nichts für mich…eigentlich schade, aber das vorausschauenede Planen meiner Züge und die Züge eines Gegners, um dann die richtige Strategie anzuwenden, würde ich gerne können – kann es aber nicht.

Urlaub zuhause

So jetzt kommt dann doch noch ein Beitrag zu meinen Aktivitäten in diesem Urlaub. Für viele Menschen ist ein Urlaub zuhause, gar kein richtiger Urlaub, ich dagegen bin sehr gerne Zuhause und kann mich auch von hier aus, wunderbar erholen.

Donnerstag ging es in meine Lieblings-Sauna. Wer weiß ob und wie lange die überhaupt noch geöffnet haben. Tatsächlich gab es auch schon ein paar Einschränkungen: Zwei Saunen blieben komplett geschlossen, die riesige Sauna im Garten startet eine Stunde später als die Anderen, ebenso geschlossen war das kleine Außenbecken und im Schwimmbad-Bereich das große Außenbecken, die Wassertemperatur im Sportbecken wurde etwas gesenkt.

Es blieben jedoch genügend Saunen zu Auswahl und in den Duschen gab es au (zum Glück) auch noch heißes Wasser. Das mit dem kleinen Außenbecken fand ich zwar schade, aber es geht auch ohne und hat mein Sauna-Erlebnis nicht wesentlich eingeschränkt – obwohl ich gerade es sonst immer gerne genutzt habe.

Düstere Wolken blieben die gesamte Zeit über dem Außengelände….aber ich hab mich nach den Saunagängen trotzdem in den weitläufigen Garten gelegt, weit weg von den Anderen…es war fast windstill und angenehm draußen zu liegen…..himmlisch ruhig…der Regen kam erst später….da war ich schon wieder auf dem Rückweg.

Anfang der Woche war ich abends mal wieder im griechischen Restaurant bei mir im Ort….wie immer war das Essen lecker und die Menschen dort freundlich….die Getränke waren jedoch teurer oder ich hab es dieses Mal nur deutlicher wahrgenommen, dafür sind die Preise für die Gerichte gleich geblieben…ist aber auch egal…Wenn ich Essen gehe, möchte ich auch etwas Nettes trinken.

Freitag war ich im mal wieder am Rande und im Raakmoor wandern. Das gehört schon zu Hamburg und ist nahe beim Flughafen….Ich war Mittags dort und es war ruhig und schön…nur wenn dann mal ein Flugzeug flog, war es extrem tief und dann auch unangenehm laut….na da bin ich aber froh, dass die Flugzeuge über Quickborn noch in größerer Höhe unterwegs sind.

Es war erst ein schöner sonniger Mittag und das Laufen tat gut…insgeheim fragte ich mich schon, warum um alles in der Welt ich unbedingt meine Regenjacke hatte anziehen müssen….

…nur um minutenspäter schleunigst noch mein Regen-Capi aus dem Rucksack zu holen, als es ziemlich plötzlich dunkel wurde….ein Sturm zog durch den Moorwald, gefolgt von einem Platzregen…..und auf dem Rückweg kam ich an einem riesigen Baum vorbei, der wohl kurz vorher quer auf den Bürgersteig gekippt ist…ein Mann mit Hund war ganz verstört, weil er nur ein paar Minuten vorher noch da entlang gegangen war…wir haben kurz geredet und dann er hat sich wieder gefasst.

Den Nachmittag hab ich dann Zuhause verbracht. Seit Dienstag lerne ich wieder täglich für ca. 1 Stunde Dänisch. Den ganzen Sommer über hatte ich keine Lust dazu…jetzt geht es wieder los….aber es ist und bleibt eine langsame Angelegenheit…Das bereits Gelernte ist noch im Kopf und die Wiederholungen zum Einstieg waren somit positiv, vor allem was die Aussprache angeht…die fällt mir zunehmend leichter. Ich hadere aber weiterhin mit den Bedeutungen der vielen kurzen Wörtern und vor allen den verschiedensten Arten von Pronomen.. die fallen mir tatsächlich schwer, aber ich hab ja keine Eile und versuche jetzt konsequent weiter zu lernen.

Was mir daran so schwer fällt sind z.B. solche Wörter, die im Deutschen oder Englischen ebenfalls oft vorkommen, aber eine andere Bedeutung haben und mich immer wieder durcheinander bringen wie z.B. diese dänischen Wörter:

Er = ist / sein

Dem/dem = Sie /sie

den = dieses / das

I = Ihr (in Deutsch / Ich (in Englisch)

Aber steter Tropfen höhlt den Stein…also wiederhole ich gewisse Teile der Grammatik-Grundformern, während ich gleichzeitig weitere Vokabeln dazu lerne.

Ich war auf jeden Fall an jedem Tag der Woche ein- bis zweimal walken, wandern….dazu hab ich noch einige Einkäufe erledigt, mich um die Wohnung gekümmert und meinen Kleiderschrank auf Herbstbetrieb umgestellt, Wäsche gewaschen und gebügelt und bin ziemlich zufrieden damit.

Sprachen lernen – das dauert ganz schön lange…

In den letzten Tagen bemerke ich einen lustigen Nebeneffekt beim Dänisch lernen……ich lerne gleichzeitig mehr Englisch!

Ich höre oft Nachrichten auf BBC oder CNN….schaue auch die eine oder andere Krimi-Serie im Britischen Original…aber auch nach so vielen Jahren, verstehe ich zwar oft worum es geht, aber so die Feinheiten einzelner Sätze oder auch Redewendungen festigen sich nicht…ich höre sie, bereife oft aus dem Zusammenhang heraus, was gemeint ist und schon minutenspäter weiß ich nicht mehr, wie genau der Reporter das ausgedrückt hatte.

Durch das Dänisch lernen, lausche ich jedoch wieder intensiver auf einzelne Worte und Sätze und das eben nicht nur im Dänischen Lernprogamm, sondern auch in den Englisch-sprachigen Sendungen…und es fallen mir viele Worte auf, die ich zwar kenne, aber nicht in dem Kontext…aber nun realisiere ich diese, manche schaue ich sogar schnell im Online-Wörterbuch nach, um sicher zu sein und schwuuuups…fallen mir diese Wörter oder Redewendungen auch später in den Sendungen auf und ich kann sie auch selbständig einsetzen….wieder etwas dazugelernt.

Das ist fast unheimlich, weil ich beim Dänischen jetzt nicht in großen Schritten vorankomme….eher langsam und bedächtig…aber dafür beständig…aber es ist auch lustig….weil mir das Englische dann noch leichter fällt, als ohnehin schon.

Nur bei einer meiner aktuellen Lieblings-Krimis da wird derartig genuschelt, kommen neben hastig gehuschtem Englisch auch irische und walisische Akzente so deutlich hervor, das mir manchmal der Inhalt eines Gesprächs komplett abhanden kommt…DAS ist dann schon frustrierend, wenn ich auch beim wiederholten Male einfach nicht heraushöre wo ein Wort anfängt oder aufhört….hahaha …Willkommen in der Realität der Sprache auf der Straße.

Urlaubs-Multiplikator

Während meiner beiden Urlaubstage, Anfang der Woche, habe ich das Haus fast nur für meine Walkingrunden verlassen….Dabei ist das Wetter so schön draußen, so wie ich es mag: sonnig, klar, trocken und kalt…..allerdings immer noch ziemlich windig. Nachts ist es auch wieder frostig…

Ich hab mich zuhause beschäftigt, neben so spannenden Dingen wie waschen, bügeln, aufräumen und putzen…vor allem mit entspannen, lesen, Krimis schauen und Seele baumeln lassen…was im Angesicht des russischen Kriegs in der Ukraine gar nicht so leicht ist.

Außerdem hab ich es geschafft, den ersten großen Dänisch-Grammatik-Block abzuschließen, inclusive mehrmaligen Wiederholungen…also vorläufig…und widme mich jetzt erst einmal dem Wiederholen und Vertiefen von Vokabeln und natürlich der Aussprache. Vieles geht mir inzwischen flüssig über die Lippen und wirkt nicht mehr fremd….aber so manches verursacht immer noch einen Knoten in der Zunge….und ich bin überrascht, wenn mein Lernprogramm etwas als richtig anerkennt, während ich das Gefühl habe zu lallen….hahaha.

Mich jetzt weiter ausschließlich an der Grammatik fest zu klammern, bringt mich nicht weiter, denn frei Sätze zu bilden, die aus mehr als 3 Worten bestehen, klappt nicht so richtig.

Es sind tatsächlich immer noch diese vielen kurzen Wörter die ich mir nur schwer merken kann, die aus vielen einzelnen Wörtern aber erst einen richtigen Satz machen: Präpositionen (in, auf, neben, über usw.) und die verschiedenen Arten von Pronomen (mein, Dein, sich, dieser, jener, etwas, jemand usw.).

Deshalb hab ich beschlossen, mich jetzt erst einmal einem Kapitel mit den „100 wichtigsten Wörtern der dänischen Sprache“ zu widmen und mein Grammatik-Defizit nebenbei Stück für Stück abzubauen.

Mit diesen 2 sehr ruhigen Urlaubstagen, hab ich damit mein rede-intensives Wochenende wieder ausgeglichen und mich dabei gut erholt.

Als ich mich Mittwoch wieder an den Homeoffice-Schreibtisch setzte, hatte ich das Gefühl eine ganze Woche aufarbeiten zu müssen, dabei waren es nur 2 Arbeitstage.

Es fühlt sich also nach einem wesentlich längeren Urlaub an, als er tatsächlich war…erst das Wellness-Wochenende mit meiner Schwester und anschließend noch die sehr stillen Tage haben wie ein Multiplikator gewirkt.

Diphthong ?

Ich gebe es gerne zu, Deutsche Grammatik war nie so Meines und wer weiß heute noch auf ANHIEB was ein „Diphtong“ ist….Also meine Schulzeit ist seit mehr als 35 Jahren beendet, ich musste es tatsächlich erst einmal nach schauen – ach ja:

Ein Diphthong ist ein Doppellaut aus zwei verschiedenen Vokalen innerhalb einer einzigen Silbe. Gleichbedeutende Bezeichnungen dafür sind auch DoppellautZwielaut oder Zweilau. Die bekanntesten Schreibungen von Diphthongen im Deutschen sind ei, au, äu und eu; selten sind ai, oi und ui. Diphthonge kommen in nahezu allen Sprachen vor

Wikipedia

Und so lerne ich eben nicht nur Dänische Grammatik, sondern reaktivere sogar noch die Grundsätze der Deutschen Grammatik.

So einen Sturm kann man eben auch dazu nutzen, um die Zeit im Haus bestmöglich zu verbringen: jetzt hab ich auch mal wieder mein Dänisch-Lern-Programm gestartet und war überrascht…vieles von dem, was ich bereits gelernt habe, hat sich gefestigt….obwohl ich in den letzten Wochen noch nicht einmal die Vokabeln wiederholt hatte. Ich bin zwar auch nicht voran gekommen, aber immerhin gab es auch keine gravierenden Rückschritte.

Trotzdem stecke ich immer noch in den Grundsätzen der Grammatik und den Ausspracheregeln. Immerhin bin ich aber schon bei „k“ angekommen….bin aber immer noch nicht in der Lage diese schnell genuschelte Sprache, außerhalb des Lernprogramms, überhaupt als verschiedene Worte zu identifizieren….in Filmen und Dokus wo mal hier und da ein paar Sätze in Dänisch vorkommen höre ich nur ein schnelles Gewirr an Lauten.

Es ist, als ob man neben einem, schnell durch einen Bahnhof fahrenden, Zug steht und versucht in ein einzelnes Abteil zu schauen….wuuutsch…und schon ist es vorbei…..so schnell können sich meine Ohren gar nicht auf die Sprache einstellen….hahaha…

Da mir die geschriebene Sprache aber täglich im Job begegnet, fällt mir das Lesen und Verstehen so leichter…hier fallen mir zumindest in der Schreibweise einige der bereits gelernten Grammatikregeln ins Auge….auch wenn ich die Worte oft noch nicht richtig aussprechen kann und die Hilfe des Google-Übersetzers in Anspruch nehmen muss, um die manchmal doch sehr komplexen beruflichen Inhalte auch richtig zu verstehen.

Fremdsprache oder fremde Sprache

Bereits in der kommenden Woche muss ich die ersten Jahresabschlüsse abgeben…und wie ich inzwischen weiß, funktionieren die Zusatzreports NIEMALS auf Anhieb….JEDES Mal muss erst die IT wieder ran.

Also hab ich bereits in dieser Woche den Report testweise gestartet…und ja – prompt hat es wieder nicht funktioniert…Freitag bekam ich dann einen Anruf vom Helpdesk und während wir in English sprachen, hat der Kollege über Teamviewer versucht die Probleme zu lösen.

Als er auch nicht weiter kam, hat er einen Kollegen dazu geholt und die haben sich auf dänisch unterhalten…und ich habe wirklich NICHTS davon verstanden. Außer ein paar allgemeinen Worten blieb mir das halblaute Gemurmel ein Rätsel…sie hätten auch über den Bau einer Atomrakete sprechen können, es wäre mir verborgen geblieben.

Okay – natürlich ist so ein Fachgespräch unter IT-Kollegen immer auch ohne Fremdsprache, eine besonders fremde Sprache….hahaha.

Während ich noch die Grundzüge der Grammatik übe, die Aussprache-Regeln lerne und mich mit den elementaren Wörtern der dänischen Sprache herum schlage, versuche ich mein Hörverständnis zu trainieren…was letztlich nichts anderes ist, als bereits gelernte Wörter aus einem Satz heraus zu hören.

Der Kollege hat es zwar geschafft, das eine Problem zu lösen…also angeblich sollte alles wieder funktionieren, wenn es nicht noch ein weiteres Problem gäbe…aber dafür ist ein andere Kollege zuständig…und er geht jetzt erst einmal in Urlaub.

So bleibt mir nur zu hoffen, das „der andere Kollege“ sich Montag mit der Firewall beschäftigt, die jetzt verhindert, das Daten aus dem einen System in das Reporting-System übertragen werden. Das zumindest hab ich aus der Flut an englischen Fachbegriffen heraus gehört….Fragen konnte ich keinen mehr, dann ab 16 Uhr waren Beide nicht mehr erreichbar.

Nun gut…dann hab auch ich Feierabend gemacht.