Methodische Fehlersuche….und doch schwierig

Endlich ist Wochenende…aber auch: HUUUCH – schon wieder ist Wochenende.

Eigentlich kam ich heute ganz gut voran….bis ich auf die Idee kam, mich endlich mal um eine Differenz zu kümmern, die ich seit ein paar Wochen in den Verrechnungskonten habe…ist nichts Wildes…ein kleiner Betrag…um nicht zu sagen es waren 0,23 EUR.

Aber Differenz ist Differenz und die muss beseitigt werden. Beteiligt waren 3 Firmen mit insgesamt 6 Personenkonten und 2 Monatsabrechnungen. Alles wird kreuz und quer berechnet, summiert und gegengerechnet und dann per Bank ausgeglichen. Das ist nichts Außergewöhnliches und läuft in der Regel reibungslos. Allerdings nur so lange, wie alle Beteiligten auch dasselbe Buchen.

Aber im Mai hatte ich wohl meinen „Verstand verschlampt“ (ein lustiges Zitat aus dem Musical „Wicked“) und während meiner Grippe -Phase ziemlichen Murks fabriziert.

Schön wäre es ja gewesen, wenn ich ein und dieselbe Differenz mit gegensätzlichen Vorzeichen in verschiedenen Firmen wiederfinde…dann einmal per Bank ausgleichen und gut ist.

Aber nein, wenn ich etwas verkehrt mache, dann aber richtig…und so hab ich den gesamten Vormittag damit zugebracht die Zahlen zu checken, die Berechnungen, die Verbuchungen, das gegenseitige Aufrechnen und letztlich die Überweisungen und konnte nacheinander 3 Fehler ausfindig machen…also so kleine versteckte, die erst einmal gar nicht auffallen…summiert kamen da 0,23 EUR raus….und damit hatte ich es – Heureka….aber warum geht es am Ende dann doch nicht auf 0,00 EUR auf, sondern es bleibt die doppelte Differenz.

Also steckte in einer der 3 beteiligten Firmen auch noch ein 4.Fehler Grummel….irgendwann hab ich es dann gesehen: eine seitenverkehrte Buchung in dem Monat, der eigentlich gar nichts damit zu tun hatte, aber jetzt mit dem Ausgleich auch gleich die Differenz zusätzlich mit ausgleichen sollte. Das war ein ganz typischer Anfänger-Fehler bei der Fehlersuche.

Es ist ja nicht so, als ob ich diese Methoden nicht schon seit Jahren Auszubildenden und Neuzugängen in der Buchhaltung wieder und wieder erklärt habe: Bevor ihr mit der Fehlersuche beginnt: kontrolliert ALLE vorhandenen Daten…macht eine Extra Excel-Datei oder nehmt ein Blatt Papier und beginnt ganz von vorne….Methodisches Nachvollziehen ALLER Buchungen…nicht irgendwo mittendrin anfangen…in diesem Fall eben auch alle anderen Offenen Posten anschauen.

Wenn Kollegen mich früher um Hilfe beim Suchen baten, waren die immer wieder empört, wenn ich alles noch einmal von Anfang an kontrollierte, weil sie das ja schon getan hatten….und ich musste mich erklären, das ich eben IMMER ganz von Vorne anfange…und jetzt war ich selber in die Falle getappt.

Wichtig ist nur die Erkenntnis:

  1. die Fehler habe ich alle gefunden und korrigiert
  2. mein Verstand funktioniert zwar schon wieder ganz passabel…aber es fehlt noch ein gutes Stück zur Normalität
  3. Ich bin es überhaupt nicht gewohnt so viele Fehler zu fabrizieren und es nagt an mir

Versöhnlich ins Wochenende

Der heutige Tag brachte einen versöhnlichen Abschluss, dieser für mich schwierigen Woche.

Jeden Tag hab ich dabei lange und intensiv gearbeitet…hab meine Termine irgendwie dann doch geschafft obwohl es sich zwischenzeitlich anfühlte als ob ich untergehen würde…..gestern nach Feierabend hab ich noch einen Einkauf fürs Büro erledigt (die Toner-Kartusche für meinen Homeoffice-Drucker hatte in der Mitte der Woche seinen Dienst eingestellt), fühlte mich aber immer noch unausgeglichen und war immer noch nicht wieder ganz raus aus meinem Schneckenhaus.

Heute dagegen lief alles rund…hab mich auch wieder lockerer mit den Kollegen unterhalten und es hat wieder Spaß gemacht…aber ich bin immer noch etwas verhaltener…

Dafür war ich in den letzten Tagen für meine Lieblingskollegin aus DK auch als Spürhund und Vermittler tätig…sie hatte ein Problem mit dem Deutschen Statistischen Bundesamt und hatte mich um Hilfe gebeten. Sie spricht kein Deutsch und so hat sie nicht wirklich verstanden, was die wollten. Ich hab zwar verstanden, was wir machen sollen….aber nicht WARUM. Nach einem Telefonat mit Destatis hab ich dann erst einmal einen Aufschub zur Klärung bekommen….und dann hatte ich auch schon eine Vermutung…musste meiner Kollegin noch ein paar Infos aus der Nase ziehen, hab mir ihre UST-Voranmeldungen angeschaut UND… tatsächlich den Fehler gefunden.

Hier merkt man wieder, das es schwierig ist, in einer fremden Sprache Formulare richtig auszufüllen. Ich musste früher auch italienische UST-Voranmeldungen ausfüllen ohne ein Wort italienisch zu können…so etwas kann leicht schief gehen…wie jetzt hier. Die Kollegin muss nun für eine ganze Reihe von Gesellschaften für das gesamte Geschäftsjahr 2021 ALLE ihre Deutschen-Voranmeldungen korrigieren…und ich hab dafür die weitere Kommunikation mit dem Statistischen Bundesamt übernommen.

Und um dem Tag einen netten Abschuss zu geben hab ich nach Feierabend für Zuhause Sushi bestellt….hatte mich etwas darüber gewundert wie teuer die sind….aber dann kam das hier:

und es ist nicht nur eine riesige Box, sondern die Qualität ist gut und vor allem, alles richtig lecker. Einzig mein Wunsch, den Ingwer wegzulassen, wurde nicht erfüllt. Der Lieferservice hat mir gleich mal eine Speisekarte da gelassen…..ja und hier sieht man wie groß diese Box ist…anhand der Beschreibung im Internet hatte ich mit etwa der Hälfte gerechnet…hahaha

Nun gut…dann gibt es eben Morgen zum Frühstück auch noch einmal Sushi.

Ich fahre Morgen früh bereits nach Schleswig…treffe mich dort mit Schwester+Schwager, wir wollen erst ins Museum, später in der Stadt Essen, meine Schwester hofft auf ein wenig shopping und ich liebäugle noch mit einer Bootstour…mal sehen, was wir so hinbekommen….hoffentlich spielt das Wetter mit.

Wahrnehmungs-Fehler

Manchmal spielt uns unsere Erwartungshaltung einen Streich…unser Gehirn trickst uns aus….ein Wahrnehmungsfehler (so ähnlich, wie bei dem sehr bekannten Experiment mit dem Gorilla, der durch ein Bild läuft…aber viele sehen ihn einfach nicht, weil ihr „Arbeitsspeicher“ im Gehirn mit einer Zählaufgabe zu beschäftigt ist, so das alles andere einfach vom Gehirn ignoriert wird).

So ungefähr ging es mir in den letzten 1,5 Wochen mit einer Problemstellung.

Ich war so sehr damit beschäftigt mich gedanklich mit einer Aufgabe auseinander zu setzen, von der ich seit dem 1/2-Jahre-Abschluss ahnte, das sie mir jetzt zum Jahresabschluss „auf die Füße fallen“ KÖNNTE.

Ich erwartete also, dem Problem jetzt wieder zu begegnen….und hab genau DAS auch aus dem (zugegebenermaßen sehr unglücklich aufgebauten) Report, herausgelesen….Und auch (bitte nicht lachen – eingefleischte Buchhalter kennen das ganz bestimmt auch) genau den gleichen Betrag aus der vorherigen Problemstellung wieder erkannt.

An der Stelle dann hab ich dann den Report zu Seite gelegt und rein geistig weiter nach einer Lösung gesucht…hmmm warum ist es da/ / wie kommt das zustande / wo gehört das eigentlich hin / wieso finde ich es dann nicht da / und warum taucht es überhaupt auf, wo ich es doch langwierig schon zum 1/2-Jahresabschluss aus der Welt geschafft zu haben glaubte. Ich drehte mich im Kreis….

….heute nun, in der Ruhe des Homeoffices-Tages, wollte ich einige Lösungsansätze ausprobieren…..und hab den Report und die Vergleichsdaten noch einmal herangezogen…..und da sah ich ihn – den winkenden Gorilla….ja sag mal….das kann doch nicht wahr sein…Wie konnte ich das denn übersehen.

Es gibt gar kein Problem, weil es gar keinen Fehler gibt….ich habe schlichtweg in eine falsche Spalte geschaut.

Na klar musste mir der Betrag in den Bewegungsspalten begegnen…aber in den Saldospalten sollte da kein Wert mehr stehen…da auf der ganzen letzten Seite des Reports aber nur ein einziger Wert stand, hab ich schlichtweg nicht bemerkt, das das dieser ausgewiesene Wert ziemlich mittig steht (Bewegungsspalten) und eben nicht weiter rechts (Saldospalten)…und da die Spalten weder mit Linien getrennt wurden und Null Werte einfach mit einer leeren Zelle darstellt werden, hat mein Gehirn es nicht richtig registriert…. Ich sah nur den Wert, der da nicht hin gehörte…mein Gehirn signalisierte deshalb: HIER ist er, der erwartete Fehler….und ich bin drauf reingefallen.

Wenn ich könnte, würde ich mir selber in den Hintern beißen….

Auto-Odysseee- die 2 1/2

Ja – was soll ich sagen…mit meinem Auto geht es jetzt hoffentlich endlich auf die Zielgerade.

Ich hab heute Morgen in der Werkstatt angerufen und nachdem ich nur meinen Namen genannt habe hat sich der Meister schon entschuldigt, das er mich am Freitag „vergessen“ hat….aha….warum hat er nicht selber heute Morgen direkt angerufen?

Nun gut: die Fakten sind – FIAT hat das Software-Update abgelehnt und stattdessen eine andere Lösung präsentiert…Irgendein Signalgeber in der Kupplung. Es würden so gut wie keine Signale von der Kupplung an das Gaspedal oder den Tempomaten gemeldet….dafür muss aber doch ein Teil ausgetauscht werden, DAS müsste aber erst bestellt werden…..seufz.

Ob das dann tatsächlich dann bedeutet das ALLE Probleme mit dem Gaspedal und dem Tempomaten erledigt sind, kann er jedoch auch nicht garantieren, aber die Wahrscheinlichkeit sieht er bei ca 80%.

Das Teil soll nur 40 EUR kosten und insgesamt liegt dann der Reparaturwert bei knappen 400 EUR…..incl. Aus- und Einbau und der Fehlersuche der letzten Woche.

Den Auftrag hab ich jetzt erteilt…was soll ich auch tun…hab ja keine Ahnung davon und kann nur hoffen, das dann wieder alles funktioniert.

Wenn jetzt alles nach Plan läuft, könnte ich evtl. Morgen Abend mein Auto abholen….na so richtig glaube ich noch nicht daran…aber immerhin ist es ein Hoffnungsschimmer …

Die Odyssee hat begonnen..

…mein Auto ist jetzt seit gestern Vormittag in der Werkstatt.

Ich hatte es ja bereits vermutet – oder auch : befürchtet. Der Fehler tritt ja nicht immer auf und schon auf der Fahrt zur Werkstatt, war mein Auto mustergültig.

Gaaanz lieb und brav hat er das Gas angenommen….War ja klar…der Vorführeffekt. Am späten Nachmittag rief der Meister an, um mir mit zu teilen das der Fehler immer noch nicht wieder aufgetaucht ist.

Sein Vorschlag: ein Kollege nimmt den Wagen mit nach Hause und schaut wie sich das Fahrzeug im normalen Straßenalltag verhält…er würde mich dann Morgen anrufen um zu besprechen, wie es weiter geht.

Heute nun hab ich den ganzen Tag auf den Anruf gewartet. Ist das nun ein gutes Zeichen oder eher das Gegenteil…hmmm….

Ich saß bereits in der S-Bahn nach Hause, da kam der Anruf…also gestern Abend hat mein Auto auch keine Mucken gemacht. Aber heute Morgen hat der Kollege gleich 2x den von mir beschriebenen Fehler erlebt: Das Gaspedal war getreten, aber es passierte nichts….kein Vorwärtsdrang des Autos….

ENDLICH – nun endlich haben es auch die Profis in der Werkstatt erlebt….man kommt sich ja mit der Zeit wie ein „Hypochonder“ vor….so nach dem Motto die hat wohl ne Meise oder ist zu blöd gas-zu-geben.

Die schlechte Nachricht ist allerdings, das der Meister mit seinem Team noch keine Ahnung hat, um was für einen Fehler es sich handelt…der Fehlerspeicher zeigt nichts an….und es leuchten auch keine Warnlampen auf.

Der gute Mann hat mir aber Mut gemacht, sie hätten noch so 1-2 Ideen, die sie morgen mal ausprobieren wollen…da hilft nur Daumen drücken…

Ich befürchte, ich muss mir um weitere Engpässe beim Kauf eines Gefrierschranks keine Sorgen mehr machen…die Kfz-Werkstatt will ja auch leben….

Wie heißt es doch so schön: Auto fängt mit „AU“ an und hört mit „O“ auf und in de Mitte ist das „T“ für TEUER….. ich bin gespannt