Ein freier Tag

Fast hätte ich meine zwei freien Tage nicht bekommen….also Freitag und Montag, so das ich ganze 4 Tage frei habe…

Zu allem Überfluss ist nämlich erst einmal die Familie meiner Chefin krank geworden…einschließlich der Schwiegermutter, die sich wohl sonst um die Kinder und den Mann gekümmert hätte und einen Tag später lag dann auch unsere Chefin selber krank in der Ecke…also nix da, mit ins Büro kommen….um ehrlich zu sein hatte ich bereits damit gerechnet das wir während der Prüfung vom Hauptzollamt alleine sein werden….aber trotzdem hat es ganz gut funktioniert und am Donnerstag war die Chefin auch wieder da…nicht gesund – aber da.

Nun gut….also seit gestern hab ich frei…und ich geniesse es total….Obwohl meine Erholung von Donnerstag auf Freitag GAR NICHT funktioniert hat…mein Schatz so viel und laut geschnarcht und im Schlaf mit mir diskutiert das er sich nicht auf die Seite drehen möchte….JETZT weiß ich warum Schlafentzug als Foltermethode gilt…ich hätte ihn am Liebsten … … … na ja grins…keine Sorge er lebt noch.

Freitagmorgen bin ich dann erst einmal ins Fitnessstudio gefahren…30Minuten Crosstrainer / 15Minuten Rudergerät/ 30 Minuten Fahrradfahren…etwas Beinpresse und etwas für den Rücken/Bauchbereich…

Danach bin ich in ein Shoppingcenter  gefahren und bin durch die Klamottenläden geschlendert. Meine Ausbeute: 1 Rock / 1 Kleid / 1 dicker Schal / 2 Blusen / 1 Shirt …..jaaaa DAS  tut der Seele gut…auf dem Rückweg hab ich noch ein paar Fischbrötchen geangelt und dann ab nach Hause….

Den Rest des Tages hab ich mit Wäschewaschen, Aufräumen und Kochen verbracht…

Wer langeweilt sich?

Es ist Sommer und auch wenn es einem das Wetter in diesem Jahr dcht schwer macht es zu glauben…es ist tatsächlich Sommer …jawohl.

Und wenn ich die Zeit zwischen Juni und Ende August mal versuche zu überblicken, dann hab auch ICH tatsächlich Sommer…also ZEIT…noch nie in den letzten 15-20 Jahren konnte ich jeden Tag so pünktlich Feierabend machen. So viel Freizeit bin ich gar nicht gewohnt.

Na gut…und was mache ich mit meiner Freizeit in diesem Sommer?  Mich weiterhin erholen…denn sooo viel mach ich gar nicht. Ich hab ja wieder mit Fitness und Fahrradfahren angefangen, also ich mache etwas Sport….dann ist eine meiner „Haupthobbys“ Wäschewaschen und –bügeln…und das bedeutet eine Menge Zeug und Zeit. Im nächsten Leben mache ich eine Wäscherei auf…lach…DAS kann ich.

Ich kümmere mich um meinen Haushalt, etwas um den Haushalt meines Freundes und natürlich kümmere ich mich um meinen Balkon mit Blumen, Wildvögeln und Eichhörnchen…aber sonst habe ich alle weiteren Verpflichtungen (Vereinsarbeit / Tanztraining) beendet. Und da mich auch im Moment nicht so viel in die Stadt oder ins Cafe zieht, habe ich ein sehr kostbares Gut erhalten: freie Zeit.

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit meinen Mädels im Büro unterhalten und es kam so ein verschämtes: da habe ich im Urlaub tatsächlich gefaulenzt…

NEIN das ist nicht faulenzen: das ist aktives Nichtstun zur Entspannung. Das klingt nicht nur viel positiver, sondern bedeutet auch etwas anderes. Beim aktiven Nichtstun ist man sich dessen bewusst und genießt es …oder versucht es zumindest…während man beim Faulenzen einfach die Zeit verstreichen lässt OHNE einen Effekt daraus zu ziehen.

Solche Ruhepausen sind wichtig für das Gehirn: für die Kreativität, für das Entwickeln von Ideen oder Lösungen. Nur wer sich Pausen und Entspannung gönnt, kann das Potential seines Geistes nutzen…

Ich bin fast son weit, so etwas wie Langeweile zu empfinden, obwohl ich Langeweile gar nicht wirklich kenne.  Aber wenn am Ende meiner Aktivitäten noch so viel Abend übrig ist, das ich überlegen muss und was mache ich jetzt? dann komme ich dem Gefühl von Langeweile schon etwas entgegen…

Junge Menschen sollen etwas erleben

Es ist Sonntagmorgen  10.10 Uhr und ich war bereits  beim Sport. Hehehe….Jawohl….ich bin stolz auf mich.

Das ging auch nur weil mein Fitnessstudio die Öffnungszeiten am Wochenende jetzt ausgeweitet hat. Geöffnet ist ab 8 Uhr (in der Woche ab 6 Uhr). Jetzt bin ich zugegebenermaßen nicht der typische Frühsportler…aber manchmal klappt es eben.

Mein Freund darf im Moment nicht zum Sport (Die Wunden der letzten OP sind noch nicht verheilt und die Fäden noch nicht gezogen)….und so hab ich auch keine eigene Motivation gehabt ins Fitnessstudio zu fahren.

Und obwohl ich so früh da war, war ich nicht die Erste…es waren bereits 5 andere „Verrückte“ da…hahaha. Und da hab ich mir gedacht, wie kommt es dann so junge Leute an einem Sonntagmorgen ins Fitnessstudio gehen. Die waren gestern Abend bestimmt nicht bis 3 Uhr morgens in der Disco oder auf einer Party… Schade eigentlich.

So junge Menschen sollten doch was erleben…über die Stränge schlagen und sich so richtig austoben…und dann am nächsten Tag  ausschlafen und den Tag locker angehen…Ich hab das aber auch erst mit Anfang 30 gemacht , aber mein Jungerwachsenen-Leben war auch etwas ….naja…wie soll ich sagen: anders… merkwürdig…..einsiedlerisch in einer Ehe…..auf jeden Fall zurückgezogen.

Umso mehr hab ich die Zeit mit Mitte 30 genossen.

Auto – versus Fahrrad fahren bergauf?

…heute Morgen, noch lange bevor es hell wurde, habe ich mein Auto in die Werkstatt gebracht (Ihr wisst schon ….der „Blech-Schaden“ ohne Blech, dafür mit Kunststoff)

Und dann folgte der lange Weg: erst zu fuß, dann per Straßenbahn bis zum Hauptbahnhof, dann per S-Bahn bis raus aus Frankfurt – ab in den Taunus…bis zur Arbeit.

Nach Feierabend der gleiche Weg zurück: S-Bahn, Straßenbahn, laufen…und mein Auto bezahlt und wieder mit genommen. Nun das hat pro Strecke  1,15 Std. gedauert….

Wieder zuhause habe ich mein Auto abgestellt, mich schnell umgezogen und ab aufs Fahrrad. Bei dem schönen Wetter musste ich unbedingt heute damit starten.

Hahaha….ja und nun hab ich den Salat….Das HIER ist schon eine andere Hausnummer, als in Frankfurt mal eben locker an der Nidda  ebenerdig eine Runde zu drehen. Das HIER nennt man Taunus …und am oberen Ende des Taunus ist der FeldBERG.

Mit anderen Worten  entweder ich fühle mich wie ein Downhiller oder wie ein Bergprofi…nur ohne die entsprechende Kondition.  Wenn ich mich mit 9kmh nach oben bewege fühle ich mich, als ob ich auf der Stelle trete und bei noch mehr Steigung sinkt das noch auf 7kmh …da überholt mich ja jedes Kind zu Fuß…lol….

Na prima…jetzt ist es amtlich…hier MUSS ich einfach meine Beine wieder trainieren und Ausdauer gleich dazu…lach…na eigentlich war es genau das, was ich wollte…nur nicht so anstrengend…seufz