Unglück und Pech oder doch Glück

„Man weiß nie, vor welchem größeren Unglück einen das Pech bewahrt hat.“– Cormac McCarthy

Das ist doch auch ein schöner Gedanke ….und ist das, was wir üblicherweise als Glück bezeichnen… …da hatte jemand seine U-Bahn verpasst…..das war Pech und im Nachhinein sein größtes Glück…genau diese U-Bahn war Ziel eines Anschlags.

Wer weiß also schon, wie oft uns augenscheinliches Pech vor schlimmerem bewahrt hat, OHNE das wir es mit bekommen haben….

Mal angenommen wir verpassen unsere U-Bahn….nehmen eine Bahn später…kommen erst 10 Minuten später  an die Ampel bei der wir  oftmals über rot gehen, weil wir es eilig haben…und evtl. war genau 10 Minuten  vorher ein  durch Handy-abgelenkter Fahrer an dieser Stelle, der uns übersehen hätte….ja  wer weiß….

Ich hatte diesen Spruch gelesen als ich heute Firefox gestartet habe und mag den Gedanken. Er enthält so viel Glaube, das alles was passiert einen Sinn ergibt, auch wenn wir den Sinn nicht immer erkennen können….und genau das ist einer meiner Leitsprüche.

Gerade in dieser Zeit wo so viel in der Welt passiert, das uns ein weiterer Anschlag nicht mehr die Luft anhalten lässt. Es ist nicht mehr die Frage  DAS es passiert, sondern nur noch die Frage WO es passiert…und es passiert überall in Europa. Kommt es mir nur so vor oder zieht es willkürlich von Land zu Land? Flächendeckende Katastrophen nach dem Prinzip: KEINER kann sich mehr sicher fühlen….überall  kann es passieren….

….aber genau das lässt die Normalität wieder mein Leben bestimmen….und mein Mitgefühl für all die Menschen, die nur weil sie ihr Leben leben in diese  Anschläge geraten sind oder noch geraten werden….

vom Glück NUR Angestellter zu sein

Ich bin kaputt…einfach müde und ausgelaugt. Wie erwartet ist diese Woche hart…und ich bin froh wenn Wochenende ist…

Und ich könnte mich über mich selber ärgern…mein Bestreben ist es mein Team so entspannt wie möglich zu führen und hab einer Kollegin für diese Woche Urlaub genehmigt…

Leider hab ich  echt unterschätzt wieviel Zeit diese blödsinnige Revision in Anspruch nimmt. Gestern bin ich erst nach 8 ½ Stunden überhaupt mal zu der normalen Arbeit meiner Kollegin gekommen, …dabei war an meine eigentliche Arbeit noch überhaupt nicht zu denken.

Nachdem ich Montag und Dienstag den ganzen Tag in English unsere Abläufe erklärt habe und dazu Fragen beantworten musste,  war heute ein Tag auf Deutsch…. Zum Glück…seufz

Und dabei hatte ich noch zusätzlich  Glück, das ich gestern ABEND nicht noch mit zum Abendessen eingeladen war…meine Chefin meinte ich solle mich nicht ausgeladen fühlen…aber sie weiß ja was ich von solchen Terminen halte und hat mich deshalb gar nicht erst gefragt ob ich mitkomme. Und dafür bin ich ihr echt dankbar. Immerhin gehe ich schon mittags mit.

Und wieder ein Vorteil das ich nicht „großer Chef“ sein möchte oder bin, sondern „nur“ als Teamleiter agiere…Ich kann mich aus gewissen Dingen immer noch relativ leicht raushalten…dazu gehören solche Geschäftsessen, dazu gehören auch die großen Meetings die ich als Zeitverschwendung betrachte und diese immer wiederkehrenden innerbetrieblichen Tagungen mit internationalen Kollegen, die mal hier und mal im Ausland stattfinden….Ein Graus sind mir solche Veranstaltungen.

Es gab Firmen bei denen ich genau an solchen mehrtägigen Tagungen teilnehmen musste und ich hab es schon damals gehasst…Zwangstermine, mit Zwangsessen und Zwangsfreizeitbeschäftigung…immer nett und freundlich….

Jetzt hab ich mich durch die Erinnerung fast in Rage-geschrieben…lach…also ich bin froh das ich das alles nicht mehr machen muss und auch diese Woche wird irgendwann vorbei sein.