Da ist sie wieder – die Privatbahn hinter dem Haus – mit schlechten Nachrichten

Nach 368 Tagen wurde die AKN-Linie 1 Anfang September wieder in Betrieb genommen. Dabei ist der Umbau zur S-Bahn S5 noch gar nicht abgeschlossen.

Aber immerhin die Züge fahren wieder…auch wenn es immer noch die AKN ist und nicht die S5. Hat sich jetzt etwas verändert: Eindeutiges JA und zwar sehr negativ.

Die AKN hat schon immer, über den Tag verteilt, einige Züge kurz vor dem Bahnhof Quickborn in eine Warteposition gestellt und damit DIREKT bei unseren Balkonen. Die Bäume haben es immer etwas abgemildert, weil die Dieseltriebwerke blieben dabei immer am Laufen. Aber irgendwie war die störende Geräuschkulisse moderat.

Seit der Wieder-Inbetriebnahme hat sich das gravierend verändert…die wartenden Züge sind mega-laut und scheinen auch wesentlich länger dort zu stehen. Dazu kommt eine Art starke „Vibration“ die man selbst auf der anderen Hausseite spürt und hört, so als ob der Schall durch das Haus geleitet wird.

Vor ein paar Tagen habe ich Nachbar Mirko mal wieder im Trockenkeller getroffen und als ich ihn ansprach, ob das von mir eine rein subjektive Wahrnehmung ist, hat er mir bestätigt das es alle Nachbarn genauso empfinden. ..Alle im Haus sind sich einig: das kann so nicht bleiben – es wird eine Unterschriftenaktion geben.

Unser Hausverwalter hatte mich dazu diesen Freitag angerufen und ja klar hab ich auch unterschrieben….alle in unserer Wohneinheit haben unterschrieben.

Nachbar Mirko hatte mir auch erzählt, das es jetzt im November mit den Baum-Fällarbeiten direkt vor unseren Balkonen/ Terrassen los gehen soll (das, was die AKN bereits für April diesen Jahres angekündigt hatte). Nun also doch – insgeheim hatte ich gehofft, das die Bäume vor meinem Balkon erhalten bleiben.

Denn ohne die Bäume kommt der Schall der fahrenden AKN-Bahn, dem AKN-Bahnhof schräg links von uns, dem Parkhaus für Pendler und dem direkt gegenüberliegenden Markt- und Festplatz, ungebremst und ungefiltert bis zu uns.

Die Lautstärke wird insgesamt also zunehmen, der Wind wird zudem ungehindert auf unsere Balkone treffen. Hier ist leider eine Windschneise: d.h. der Wind findet genau hier seinen Weg und mit der Ruhe und geschützten Lage der Wohneinheit wird es vorbei sein.

Die Wohnung bekommt dadurch, ohne die schützenden Bäume, im Sommer viel länger Sonne (es wird also noch wärmer) und im Winter wird es durch den ungebremsten Wind viel kälter, d.h. wir werden mehr heizen müssen. Und meine kleine Oase auf dem Balkon mit den niedlichen Vögeln wird dadurch auch zerstört. Alles zusammen sind das keine schönen Aussichten.

Aber eine Lärmschutzwand ist für uns nicht geplant – eigentlich unbegreiflich, da auf beiden Seiten an diesem Streckenabschnitt viele mehrstöckige Häuser stehen…also sehr viele Menschen davon betroffen sind. An anderen weniger bebauten Strecken wurden dafür schon Lärmschutzwände gebaut…aha ….wir in Hochhäusern sind scheinbar nicht so schützenwert, wie eine belebte Straßenkreuzung mit wenig Wohngebäuden, dafür mit einigen Geschäften drum herum.

Um es noch einmal klar zu sagen: ich habe nichts gegen die Bahn die hier seit vielen Jahren vorbei fährt…das stört mich überhaupt nicht. Aber die Änderungen durch die Baumfällungen (damit die zukünftige S-Bahn elektrisch fahren kann, müssen Strommasten entlang der Strecke gebaut werden) werden spürbare Auswirkungen auf mein Wohlbefinden in meinem Zuhause haben und das finde ich schon sehr traurig.

Besuch in der Elbphilharmonie

Am Nachmittag des 2. Oktober kamen Schwester+Schwager aus Flensburg zur mir nach Quickborn.

Durch die Quartalsabschlüsse hatte ich mich die letzten Tage schon komplett ins Homeoffice verzogen…am Abend zuvor hatte ich noch mein Schlafzimmer für die Beiden vorbereitet (2 Bettdecken. Kissen und Matratze frisch beziehen, Handtücher bereitlegen, für Extra-Beleuchtung sorgen, Wasser und ein paar Süßigkeiten für Beide bereitstellen, Luftreiniger anwerfen und noch einmal durchsaugen).

Meine Schwester ist starke Hausstaub-Allergikerin…ich ja eigentlich auch, aber bei mir hat es in den letzten Jahren sehr stark nachgelassen, bei mir ist es immer nur stressbedingt. Ich bin dann für die Nacht mit meiner Bettdecke auf die Couch ins Wohnzimmer gezogen. Na klar habe ich noch ein 3. Zimmer…aber dort gibt es keine Couch oder Bett…dafür ein Büro und meine Kleiderschränke.

Die Einkäufe waren erledigt…nur den Fisch fürs Frühstück am nächsten Morgen, hab ich erst an dem Donnerstag gekauft….dafür habe ich mich mal für eine Stunde in eine Extra-Pause ausgeloggt, mit Genehmigung des Chefs natürlich.

Sooo und damit war dann wirklich alles vorbereitet…schon kurz nach ihrer Ankunft haben wir uns schick gemacht und sind ins Restaurant gefahren und wie immer war es in dem Vietnamesischen Restaurant hier im Ort reichlich und lecker.

Anschließend ging es dann weiter nach Hamburg….Jaaaaa an einem frühen Abend vor einem Feiertag in Richtung Elbtunnel zu fahren, ist jetzt keine so gute Idee…aber immerhin hab ich die Autobahn gemieden und stattdessen die B4 genommen….später stellte sich heraus, dieses Mal wäre die A7 doch die bessere Wahl gewesen…es dauerte alles so unglaublich lange…ich saß am Steuer und war angespannt.. Grummel….warum hatte ich nur die Planung übernehmen müssen.

Aber dann lief doch alles glatt. Das Auto in Ottensen abstellen, mit der S-Bahn bis zum Jungfernstieg und dann noch ein paar Minuten zu Fuß bis zur Elphi – das inzwischen nicht mehr ganz so „neue“ Wahrzeichen von Hamburg (das mit dem NEU steht überall im Internet).

Als wir an den Landungsbrücken ankamen, ging gerade die Sonne unter und es war ein echtes Schauspiel…die Sonne war blutrot (leider konnte das meine Kamera am Mobiltelefon farblich nicht so schön einfangen….es war echt der Hammer)

Wir waren um kurz nach 19 Uhr am Eingang zur Elbphilharmonie und hatte noch genügend Zeit um uns alles anzuschauen….zuerst mit der Rolltreppe nach oben, dann natürlich der Balkon-Rundgang einmal Rundherum…ein unglaublicher Blick in jede Richtung

Dann ging es über die vielen Treppen weiter hinauf…die sind etwas gewöhnungsbedürftig, da gefühlt jede Treppenstufe eine andere „Tiefe“ hatte…nach einer kurzen Verschnaufpause an der Bar (die Luft war sehr trocken und wir durstig) kamen wir im großen Saal an.

Mein Schwager hatte tolle Plätze ausgesucht und das Konzert war wohl auch ziemlich ausverkauft….also der Anblick war beeindruckend:

Über das Konzert selbst waren wir einer Meinung…wir mögen Orgelkonzerte und freuten uns über 2 Stücke von J.S.Bach – vor allem die „Toccata und Fuge in d-Moll“, aber was Iveta Apkalna sonst noch an Stücken ausgewählt hatte, war so gar nicht unseres….es war soooo langweilig….da kann auch die beste Orgel und die gefeierte „Titularorganistin“ nichts daran ändern. Das Wort musste ich übrigens erst einmal nachschlagen:

Ein Titularorganist ist ein Ehrentitel, der einem Organisten aufgrund seiner großen Virtuosität von einer überregional bedeutenden Kirche oder einer Stadt mit einer herausragenden Orgel verliehen wird. Die Auszeichnung wird fast ausschließlich in Europa vergeben und ist durch renommierte Organistenstellen an der Kathedrale Notre-Dame und den großen Pfarrkirchen von Paris bekannt geworden.

Auszug aus Wikipedia

Und obwohl wir einen Teil der Musik nun wirklich nicht mochten, war es trotzdem ein schöner Abend….auf dem Rückweg sind wir wieder bis zum Jungfernstieg geschlendert, mit der S-Bahn zurück nach Ottensen, dann mit dem Auto zurück nach Hause….waren dann noch lange auf und haben uns unterhalten, bis mir fast die Augen zu fielen. Es war ein langer und aufregender Tag…

Ein Urlaubstag in Hamburg

Meinen freien Tag am Montag hab ich mal wieder für einen Ausflug nach Hamburg genutzt.

Ja klar, ich arbeite in Hamburg und bin so ca. 2x in der Woche dort…aber ich nutze die Zeit nach Feierabend nur selten, um mal in die Innenstadt zu fahren, an die Binnenalster oder die Landungsbrücken. Das hab ich am Anfang öfter gemacht…in den letzten Monaten aber überhaupt nicht mehr. das liegt auch am Stress.

Früher bin ich noch gerne durch die Geschäfte gestreift, hab mich durch die Straßen treiben lassen…heute schrecke ich vor den Menschen eher zurück…mir wird es schnell zu voll. Heute gehe ich viel lieber in den Wald, ins Moor oder laufe auerßhalb der Ortschaften entlang und durch die Felder.

Aber im Urlaub soll man ja Dinge machen, die man sonst nicht macht…und ich hatte tatsächlich auch mal wieder an Planten und Blomen gedacht…ja warum nicht. Und um das Urlaubsfeeling komplett zu machen, hab ich tatsächlich die Bahn genutzt und nicht das Auto.

Aber als ich dann erst einmal noch fast 20 Minuten auf den Schienenersatzverkehr warten musste, hab ich es schon fast bereut (hätte ja vorher mal auf den Plan schauen können…hab ich aber nicht…manchmal verfluche ich meinen Unwillen vorher zu planen).

Es ging also erst mit dem Bus bis nach Burgwedel, dann in die S-Bahn, noch einmal umsteigen in eine andere S-Bahn und damit bis zum Jungernstieg.

Herrlich war es entlang der Binnenalster zu laufen und ein wenig entlang der schönen Häuser in Richtung Rathaus. es war nicht wirklich kalt, aber mit Sprühregen eher durchwachsen…typisches Hamburg Wetter…und damit genau richtig für mich

Später ging es dann noch in das schöne italienische Restaurant, das etwas abseits der Colonnaden liegt, in dem ich in den letzten Jahren ab und an mal gegessen habe….und auch dieses Mal war es leckeres Essen in einem schönen Ambiente. Für mich gab es frische Pasta mit Lachs und dazu ein Glas Grauburgunder.

Der Wein hat mich fast überrollt…es ist ja schon sehr lange her, das ich Wein getrunken habe und der volle Geschmack des Weins war einfach unerwartet, nein also das kann keine alkoholfreie Variante bieten…sehr intensiv und so lebendig im Mund. Ich bin kein Weinkenner…ich kann nur beschreiben, wie es sich anfühlt/ schmeckt. Jetzt weiß ich wieder, warum ich früher gerne Wein getrunken habe…naja der Arzt hat es mir ja nicht ganz verboten – eher angeraten, auf Alkohol zu verzichten, was ich die letzten fast 2 Jahre auch ziemlich konsequent durchgezogen habe.

Nach dem schönen Essen, ging es dann erst einmal zum öffentlichen Park „Planten und Blomen“…hier war ich viele Jahre schon nicht mehr und der Park ist richtig schön geworden, mit vielen Nischen und Sitzgelegenheiten, kleinen Brücken und schönen Wegen….nur die Gewächshäuser sind geschlossen…die werden längerfristig aufwändig renoviert.

Anschließend wollte ich dann noch noch ein wenig durch die Geschäfte und Passagen der Innenstadt laufen, habe aber schnell gemerkt, das mich das Gewusel in der Stadt an dem Tag eher abschreckt, bin lieber mit der S-Bahn (auch voll) noch zu den Landungsbrücken gefahren und an den Quais entlang gelaufen.

Irgendwann hatte ich vom trüben feuchten Wetter dann auch genug, also wieder rein in die S-Bahn (noch voller als davor, weil jetzt eben Feierabend-Verkehr)…und dann ging es denn ganzen Weg zurück, erst mit der S-Bahn, dann umsteigen in andere S-Bahn, dann ab in den Bus.

Ich bin sehr zufrieden mit diesem einzelnen Urlaubstag….ich war draußen an der frischen Luft, hab mal wieder so einige km zurück gelegt, war am Wasser und im Park, gut Essen und hab mich dabei entspannt.

Im Wohldorfer Wald

Nach der Rückkehr von der Dienstreise Donnerstagabend, war ich Freitag im Homeoffice…wie zu erwarten, ging es mir danach nicht so gut…und ich brauchte das Wochenende um mich davon zu erholen…um es mal klar zu sagen, so richtig gut ging es mir erst wieder gegen Ende dieser Woche…also 1 Woche nach der Rückkehr….was aber auch zum Teil an einigen beruflichen Ereignissen, in dieser Woche lag.

Aber den Sonntag hab ich mich dann wenigstens aufgerafft und bin für einen Ausflug in den Wohldorfer Wald gefahren…das Naturschutzgebiet liegt in Hamburg und ich war bereits kurz vor 8 Uhr Morgens dort.

Es war noch kühl, die Sonne war gerade aufgegangen und es lag noch ein leichter Nebelschleier über den Feldern und Wiesen….bevor dann später noch richtig die Sonne raus kam.

Für gute 2 Stunden bin ich anschließend in absolut friedlicher Stille durch den Wald gewandert. Wunderschön war das. Die Vögel zwitscherten und die Blätter raschelten schon unter meinen Füßen…ich liebe den Herbst und hier war ich tatsächlich schon eine Weile nicht mehr.

Lustig dieser kleine Pilz, der auf einem Stück Baumrinde wächst..

Wieder zuhause hab ich tatsächlich nichts anderes gemacht, als mich zu entspannen…

Baustellen-Chaos und ein schleichender Abschied

Nach den hektischen Wochen seit Jahresanfang, hat sich in dieser Woche wieder alles weitestgehend normalisiert. Das wurde aber auch Zeit….es bleibt viel zu tun, aber der Druck ist vom Kessel…und in dieser Woche war es ruhig und ich hab viel geschafft und mich wieder mehr mit den Kollegen Vorort unterhalten und war mittags mit zum Essen außer Haus.

Donnerstagabend hab ich mich in Hamburg mit der ehemaligen Kollegin Kim getroffen. Im Dezember hatte es ja leider nicht mehr geklappt mit unserem Weihnachtsmarkt-Besuch…aber nun waren wir im Stadtteil St.Georg bei „Frau Möller“…..eine urige Bierkneipe mit guter einfacher Hausmannskost….das Publikum ist von jung bis alt, sehr gemischt. Ich hatte Labskaus, für Kim gab es Grünkohl…beides war sehr lecker…das waren ordentliche Portionen und vernünftige Preise.

Einen Tisch für 2 Personen zu reservieren, war irgendwie nicht mehr möglich, aber wir sollten kommen: für 2 Personen würde sich wohl immer ein Tisch finden….so wurden wir an einen 6er Tisch platziert…und mit uns noch 2 weitere Personen….das war lustig und nett.

Um überhaupt bis dahin zu kommen, war es jedoch eine Odyssee…ich dachte es wäre ausreichend wenn ich um 15:15 Uhr losfahre, unsere Verabredung war um 18 Uhr….37km und 2 3/4 Stunden klingt nach massig Zeit…und genau so hatte ich geplant…ich fahre früh los, suche mir in Ruhe einen Parkplatz und schlendere dann noch ein wenig, um ein paar Blümchen zu besorgen….denn Kim hatte inzwischen ihren langjährigen Freund geheiratet.

Der Plan war gut…ging aber nicht auf. Angekommen bin ich um 18.03 Uhr – ohne Blumen und teilweise im Laufschritt.

Es scheiterte als erstes einmal daran, das ich in Quickborn überhaupt nicht auf die A7 in Richtung Hamburg kam….es ging im Schneckentempo voran, bis ich endlich nach 40 Minuten vor der gesperrten Auffahrt stand, mitten im Chaos, weil andere das gleiche Problem hatten. Davon war in den Verkehrsnachrichten gar nichts berichtet worden. Leider sind 2 meiner Schleichwege seit mehreren Wochen gesperrt und so musste ich den gleichen Weg zurück…das hat sehr lange gedauert…bin dann über die Bundesstraße 4 gefahren…das ging dann auch einigermaßen gut.

Hamburg ist für mich aktuell die Hauptstadt der Baustellen. Ich immer wieder Straßen ausweichen und es ging nur noch gaaaaaanz langsam voran…um 17:44 Uhr hatte ich dann endlich einen Parkplatz gefunden, 1.3 km vom Ziel entfernt…aber vor mir lag eine, viele Straßen-und Kreuzungen lahmlegende Riesenbaustelle…also bin ich zu Fuß weiter…aber auch so, musste ich einige Straßen weitläufig umrunden…ohne „Maps“ wäre ich wohl nie am Ziel angekommen…weil ich sooft die Richtung wechseln musste und ich war ja noch nie in dieser Gegend hier.

Ich war also um 18:03 Uhr am Eingang…aber meine ehemalige Kollegin war noch nicht da….ihr Bus kam nicht und so hat sie sich mit U-Bahn und ebenfalls zu Fuß auf den Weg gemacht…aber irgendwann sassen wir uns dann gegenüber…hatten leckeres Essen vor uns und für die nächsten Drei Stunden haben wir uns ausführlich unterhalten.

Das war lustig und schön und auch etwas traurig, wenn sie wandert jetzt wohl im April endgültig nach Shanghai aus. Ihr Mann hat seinen Dr.-Titel (ist aber kein Arzt) jetzt offiziell und ist schon dort. Sie haben also bereits eine Wohnung, er arbeitet auch schon und sie folgt ihm jetzt. Als gebürtige Hongkong-Chinesin freut sie sich darauf, nach 13 Jahren in Deutschland, wieder zurück in den asiatischen Lebensraum zu gehen….sie meinte aber, wenn sie dort ist, fällt ihr immer auf, wie Deutsch doch ihre Ansichten geworden sind.

Jetzt macht sie erst einmal 3 Wochen Urlaub mit Ihrem Mann und irgendwann so im März wollen wir uns noch einmal treffen.

Das war ein schöner Abend, wir sind später noch ein wenig durch die Straßen gelaufen, bevor wir uns in entgegengesetzte Richtungen auf den Heimweg gemacht haben. Wir den Rückweg hab ich weniger als 1 STunde gebraucht…aber da war es auch weit nach 21 Uhr…

hoho ohhhhhh – Firmenweihnachtsfeier

Schon die ganze Woche stieg mein Stresslevel, mit jedem Tag fühlte ich mich unwohler und Puls und Blutdruck stiegen (trotz der Tabletten) immer weiter an….ohhh man…warum hatte ich bloß zugesagt.

Ab Freitagmittag sollte unsere Firmen-Weihnachtsfeier stattfinden. Alle Kollegen aus den deutschen Standorten kommen zu uns nach Hamburg…inzwischen haben wir eine Größenordnung von fast 70 Mitarbeitern…zugesagt hatten knappe 60, einige Absagen aufgrund von Krankheiten und ich Idiot hatte mich in einem Anflug von emotionaler Entspanntheit, auch angemeldet.

Insgeheim suchte ich schon nach Ausreden und Möglichkeiten mich dem Fest zu entziehen…aber nein…das ging diesesmal einfach nicht…ich hatte zugesagt und krank war ich nun wirklich nicht…also okay…da muss ich jetzt durch.

Mit mehr als 50 Menschen am Freitag zu 3 verschiedenen „Stationen“ des Festes mit öffentlichen Verkehrsmitteln…und dann auch noch bei dem Streik der Lokführer, sorgte bei mir für einiges an zusätzlichem Stress.

Für Hamburg war angekündigt, das keine S-Bahnen fahren würden, dafür aber U-Bahnen und Busse – die Privatbahn AKN von und nach Quickborn fuhr auch nicht.

Treffpunkt war das Hamburger Büro, ich war morgens normal ins Büro gefahren und hab gearbeitet. Nach und nach trudelten alle Kollegen ein…und ich kenne immer noch nicht alle Gesichter + Namen. Mit den Meisten hab ich nur wenig zu tun (außer meiner ca. 1stündigen Online-Schulung, die alle neuen Kollegen von mir bekommen…das sind dann Gruppenschulungen in denen ich etwas präsentiere und erzähle – aber da lerne ich die Kollegen ja nicht wirklich kennen) …aber langsam werde ich besser …später dann die Ansprache vom Chef (gut gelungen) und dann der Aufbruch zur Bushaltestelle.

Ich hab es mir NICHT vorstellen können, das wir tatsächlich ALLE an den Landungsbrücken am Museumsschiff „Cap San Diego“ ankommen….aber tatsächlich hat es gut geklappt.

Es war etwas windig und diesig und damit auch kalt…der Schnee taute langsam und machte es oft rutschig. Auf dem Schiff teilten wir uns in 2 Gruppen, diejenigen die sich fürs Klettern entschieden hatten….wir anderen, die an einer Schnitzeljagd durch das Schiff teilnehmen wollten. Ich wollte eigentlich keines von Beiden und hoffte mich immer noch davor drücken zu können.

Kurz bevor ich mit der Schatzsucher-Gruppe startete, musste ich noch einmal auf die Toilette, dafür ging es zurück an Deck und traf dort auf die Nachzügler aus Brandenburg, die direkt zum Schiff gekommen waren… und die Dame am Eingang meinte dann, da geht`s zum Klettern und da geht`s zum Escape room.

ESCAPE-ROOM?!???????? ich dachte Schnitzeljagd….nein Escape-Room, meinte die Dame. NEIN -also das mache ich nicht…und hab mich spontan entschlossen an Deck zu bleiben und den Kletterern zuzuschauen. Hatte mich aber nicht mehr bei unserer „Reiseleiter“-Kollegin gemeldet…ich dachte, die sind schon rein und würden mich nicht vermissen. Bis ich dann irgendwann einen Anruf erhielt, wo ich den Bleiben würde… sie würden doch auf mich warten. MIST – das hatte ich nicht erwartet…sie klärte dann auch das Missverständnis…nein wir starten zwar in der Nähe des Escape-Rooms, aber es ist eine Schnitzeljagd….ich hab mich mehrfach aufrichtig für mein Fernbleiben entschuldigt…aber sie war zu Recht angesäuert, ich hätte sie auf jeden Fall informieren sollen – das war mein Fehler.

Ich hab dafür von den Kletterern einige Bilder gemacht und in unsere Chat-Gruppe gepostet….und hatte dadurch auch die Gelegenheit mich mit einigen Kollegen aus Leipzig und Marburg zu unterhalten, mit denen ich mich noch nie unterhalten habe….als wir uns im Bistro des Schiffes zu einem Punsch / Glühwein trafen. Nach knappen 3 Stunden waren alle Kletterer fertig und auch die Schatzsucher hatten sich ausgetobt…waren wir alle im Bistro und dann ging es weiter zum nächsten Programmpunkt….auf den Weihnachtsmarkt „Santa Pauli“…ist schon speziell hahaha:

Unsere gesamte Belegschaft wanderte zu Fuß zur Reeperbahn…es gab heiße Getränke und dann hatten wir ein paar Stunden Zeit in kleine Gruppen über den Weihnachtsmarkt zu bummeln…es war immer noch diesig, nass und kalt und den meisten Kollegen war es dann auch einfach zu lang bei dem Wetter draußen rumzustehen oder zu laufen…ich hab mich lange Zeit mit einigen anderen Kollegen in eine Ecke verzogen und wir haben uns gut unterhalten….irgendwann hatten alle kalte und nasse Füße und so liefen wir in unterschiedlichen Grüppchen entlang, über und um den Weihnachtsmarkt herum.

Bevor wir dann ENDLICH am Treffpunkt zusammenkamen, um gemeinsam ins portugiesische Viertel in ein echt tolles Restaurant, zu laufen…Und NEIN die hatten keinen Extra-Raum für uns, sondern wir saßen mitten im Restaurant und auch der Rest der Tische war mit anderen Gästen voll belegt…es war eng und vor allem war es mega laut….aber es gab tolles Essen und es war richtig klasse…wieder saßen wir bunt durcheinander und das hat mir sogar viel Spaß gemacht….ich hab mich später zu den Brandenburgern gesetzt und mich auch mit denen noch gut unterhalten….aber irgendwann klingelten meine Ohren und ich wurde auch müde.

Unser Biologe wollte kurz nach 22 Uhr aufbrechen und ich hab mich angeschlossen. Zusammen mit dem jungen Kollegen, der vor einem Monat zum ersten Mal Vater geworden ist, haben wir uns zu Dritt auf den Weg gemacht. Ich musste zurück zum Büro, mein Auto holen, der junge Kollege wohnt gleich um die Ecke…also brauchte keiner von uns alleine gehen….es war fast Mitternacht als ich zuhause ankam…

Es war dann doch ein besseres Fest, als vorher gedacht…und ich hab auch gut durchgehalten…war sogar richtig stolz auf mich, auch im engen, lauten Restaurant 3 Stunden ausgehalten zu haben…hab mich mit Vielen unterhalten, so das ich jetzt eine ganze Menge mehr Namen und Gesichter besser zusammen bringe…hab schöne kleine Erlebnisse gehabt, die mich auch stolz machen, weil es doch auch Kollegen gibt, die die Unterhaltung mit mir gesucht haben…da sind neue ungezwungene Kontakte gewachsen.

Also genau das, was so eine Firmenfeier auch soll: Kollegen in geselliger Runde miteinander zu verbinden, um das weitere Zusammenarbeiten zu vereinfachen.

Ich war aber auch richtig froh, als ich wieder in meinem Auto saß und nach Hause fahren konnte. Die Einladung meiner Schwester am Samstag doch auch nach Kiel zu kommen, habe ich dankend abgelehnt…neeee sorry, ich brauche Ruhe – muss mich jetzt erst einmal von der Weihnachtsfeier erholen.

Musical und verwirrende Bahnfahrt

Letzte Woche Freitag (ich hinke mal wieder etwas hinterher mit dem Schreiben) ….war ich mit meiner lieben Kollegin Svea im Musical Hamilton in Hamburg. Die Eintrittskarten hatte ich ja bei der Verlosung der Online-Zeitung gewonnen.

Da wir Beide nicht in Hamburg wohnen, sind wir an dem Tag später ins Büro gefahren und anschließend gleich dort geblieben…für kurz nach 18 Uhr hatte ich einen Tisch im kleinen asiatischen Restaurant, bei uns um die Ecke, reserviert. Die sind immer gut besucht, weil echt lecker. Die bieten moderne asiatische Küche an und vor allem die Bowls sind klasse.

Die Kollegin hatte mich zu dem Essen eingeladen…das fand ich super nett, hab ihr aber auch gesagt, das es nicht notwendig ist, weil ich die Eintrittskarten ja selber geschenkt bekommen habe…aber es war ihr ein persönliches Anliegen…nicht wegen der Karten, sondern wegen „überhaupt“….ich hab es sofort verstanden und mich sehr darüber gefreut und gleich mal festgehalten, das ich dann bei unser nächsten Aktivität, die Restaurant-Rechnung übernehme.

Das „überhaupt“ bezieht sich auf unsere vielen kleinen und großen Gespräche als es ihr, besonders nach der Trennung, nicht so gut ging und sie hatte mir schon einmal gesagt, wie gut ihr unsere Gespräche tun und weil ich mich immer wieder auch erkundigt hatte, wie es ihr nach dem Schlüsselbein-Bruch ging. Beides fiel ja in dieselbe Zeit.

Anschließend blieb uns noch eine gute Stunde um mit der S-Bahn von der neuen Haltestelle Ottensen (die wurde erst am 31.05. eröffnet) bis zur Haltestelle Reeperbahn zu kommen. Das ist eigentlich kein großes Ding. Normalerweise.

Erst konnte ich mir über meine HVV-App keine Fahrkarte kaufen, weil mal wieder meine Zugangsdaten nicht mehr gespeichert waren…also ab an den Automaten und manuell eine Karte kaufen…und dann fuhren die S-Bahnen nicht wie erwartet….dann waren wir in der falschen S-Bahn und weil wir uns unterhalten haben, hat es etwas gedauert, bis wir es bemerkten.

Also schnell raus an der nächsten Haltestelle um wieder zurück zu fahren, dort war der Zugang zum Bahnsteig für S1, S2 und S3 aber gesperrt. Die Anzeigen waren verwirrend und in der HVV-App stand etwas anderes ..also dann ab zur U-Bahn und bevor wir dann noch weiter mit den Bahnen durch die Gegend irren…sind wir dann ausgestiegen und den restlichen Weg zu Fuß gegangen. Jaja, es fühlte sich ein wenig wie eine Schnitzeljagd an…weil überall an S- und U-Bahnen gebaut und gesperrt wird….und wir uns so von einer Station zur nächsten gehangelt haben.

Letztlich kamen wir mit 10 Minuten Verspätung am Theater an und mussten – na klar – warten!. Weil die Vorstellung bereits angefangen hatte.

Dieses ungeplante Chaos war doppelt lustig, weil ich ja in der Regel sehr gut organisiert bin und die Kollegin, auch aufgrund ihres Jobs als Assistentin der Geschäftsleitung, ebenfalls ein echtes Talent im Organisieren ist….hier aber haben wir Beide keinen Plan gehabt.

Es kam dann noch ein Pärchen mit Verspätung und nach ca. 10 Minuten wurden wir Alle auf die Empore geführt und sollten uns dort am Rand einen Platz suchen. Man könne uns jetzt nicht auf unsere regulären Plätze bringen, da diese Mitten im Saal waren.

Durch diese Verspätung hatten wir somit unerwartet tolle Plätze mit einem grandiosen Blick von oben auf die Bühne und auch nach der Pause, sind wir wieder dorthin gegangen, anstatt auf unsere Plätze unten im Saal.

Das Musical selbst war schon interessant. Tolle Musik, toller Gesang, tolle Tänzer, schönes Bühnenbild….aber man hat kaum verstehen können, was die dort singen. Durch den schnellen RAP-Gesang auf Deutsch, gesungen von (wahrscheinlich) Amerikanern….es war einfach zu schnell mit zu viel Akzent…und da die Bühnen-Performance nicht viel von der Geschichte preisgab…brauchte man die Worte um überhaupt zu verstehen, um was es eigentlich ging.

Aber mit etwas Phantasie konnte man so einigermaßen folgen. Aber ich kann verstehen, warum das Musical jetzt bereits nach einem Jahr fort geht. Es ist nicht so massentauglich wie „König der Löwen“, „Phantom der Oper“ oder ähnlichem. Aber ich freue mich darüber, das sich es mir angeschaut habe.

Nach der Vorstellung kamen wir aus dem Theater und es war unglaublich warm, dabei war es schon nach 23 Uhr. Tagsüber war es gar nicht soo warm gewesen. Wir sind also wieder mit der U-Bahn zurück gefahren und bewusst eine Station eher ausgestiegen, um den Rest des Weges zu Fuß zu laufen…das Wetter war einfach zu schön. Am Büro angekommen haben wir die Autos aus der Tiefgarage geholt und sind in unterschiedliche Richtungen nach Hause gefahren.

Trotz der kleinen Verwirrfahrt auf dem Hinweg, war es ein schöner Abend….ich will jetzt echt wieder öfter ins Theater und schon ganz bald fahre ich mit Schwester+Schwager zur Freiluftbühne in Lübeck. Gespielt wird ein Krimi: Sherlock Holmes` Rache…. Die Karten hab ich bereits bestellt.

Kleine Auszeiten in Planung

Aber es gibt, neben dem Arbeitskram, auch noch schönere Dinge.

Ich habe seit ein paar Jahren ein WELT-online Abo…und habe dort bei einer Verlosung mitgemacht…und tatsächlich gewonnen: 2 Eintrittskarten für „Hamilton – das Musical“.

Als ich auf den Mitmach-Button klickte hab ich nicht wirklich damit gerechnet… Das Musical läuft ja in Hamburg…und es läuft wohl nicht sonderlich gut…es wird im Oktober abgesetzt, nach nur einem Jahr.

Im letzten Jahr wollte ich es mir dieses Musical mit meinem Ex-Tanzpartner anschauen, nachdem unsere Karten für „Cirque du Soleil“ umgetauscht werden mussten….aber Hamilton stand dann doch nicht als Ersatz zur Verfügung.

Also jetzt hab ich die Möglichkeit mir doch noch Hamilton anzuschauen, bevor es aus Hamburg wieder verschwindet.

Als Begleitung hab ich eine meiner Kolleginnen gefragt ob sie Lust hat mit zu kommen – ja hat sie. Wir verstehen uns gut und unterhalten uns, abseits normaler Kollegen-Unterhaltungen, auch viel privat. Ihr Mann hat sie vor ein paar Monaten nach fast 20 Jahren verlassen und das hat ihr sehr zugesetzt. Wir sind uns in einigen Dingen sehr ähnlich…sie hat einen starken Willen und ist sehr konsequent in ihrem Handeln und obwohl sie seelisch leidet, ordnet sie ihr Leben und gewinnt wieder die Oberhand, lässt sich nicht unterkriegen…dabei ist sie aufgeschlossen und umgänglich. Ich nenne sie ab jetzt „Svea“.

Also haben wir einen Termin abgestimmt und ich habe die Tickets für einen Tag im August bestellt.

Und kommendes Wochenende fahre ich privat zur „Brandenburgerin“…seit 3 Jahren wollen meine liebe Kollegin dort und ich uns, mal außerhalb der Firma, treffen. Denn selbst beruflich komme ich ja nur selten in den Osten…also blieben bisher nur die Teams-Telefonate und Whatsapp-Chats.

Nach unzähligen Absichtserklärungen, habe ich es jetzt fixiert und auch schon die Übernachtung für mich gebucht. Seit ihre Mutter vor kurzem einen Schlaganfall hatte (sich aber langsam, dafür gut davon erholt) wohnt sie bei der Kollegin und ihrer Familie…die sind alle ganz eng miteinander…das finde ich toll. Jetzt bin ich quasi bei ihr Zuhause für einen Abend mit ihrer Familie eingeladen…da freue ich mich schon sehr drauf.

Auch wenn, wie immer bei mir, ein Quentchen Unsicherheit mit dabei ist…hoffentlich wird mir das nicht zu viel mit der ganzen Familie (Kollegin, Mann, Kinder und Mutter). Das Gute ist, meine Kollegin kennt mich inzwischen ganz gut mit all meinen Eigenheiten und ich kann mich für einen Abend auch auf das Gewusel einer Familie einstellen.

Hamburg – Treppenviertel – 3.Teil

Nach dem ereignisreichen Tag hab ich super geschlafen….im Wohnzimmer auf meiner Couch. Da wir ja alle 3 Frühaufsteher sind, bin ich Sonntagmorgen bereits um kurz nach 6 Uhr aufgestanden, hab aus dem Dinkel-Roggenvollkorn-Teig ein kleines Brot gebacken (das dauert nur etwas mehr als 1/2 Stunde), die restlichen Burger-Buns von gestern mit aufgebacken, Eier, Kaffe und Tee gekocht, hab den Orangensaft, Quark, Marmelade, Honig, Wurst, Käse, Räucherlachs und Nordseekrabben adrett angerichtet und den Tisch gedeckt…während Schwester+Schwager sich im Bad fertig machten.

Angenehm für mich war, Beide waren noch relativ still..normalerweise sprudeln die Worte nur so heraus….aber inzwischen sehen wir uns scheinbar oft genug (momentan alle 2 Wochen)….und so war es bis zum Treffen am Frühstückstisch angenehm ruhig.

Das Wetter sollte besser werden, als am Vortag….und für den heutigen Tag hatten wir eine weitere touristische Attraktion geplant: Das Treppenviertel von Hamburg.

Mit dem Auto ging es nach Blankenese und von dort aus kreuz und quer durch die schmalen Gassen und Wege, treppauf und treppab gelaufen. Die Sonne schien, der Himmel war blau und immer wieder gab es wunderbare Ausblicke auf die Elbe,.

Wir hatten keinen Plan wo und wie wir laufen wollten….und haben bei jeder Möglichkeit abzubiegen, neu entschieden…bei einer Abzweigung saß ein älterer Herr vor seinem Haus und fragte uns, wo wir denn hin wollen…ohh wir haben kein direktes Ziel…wollen uns das Viertel anschauen. Da holte er aus dem Haus einen DIN A4-Bogen mit einer Skizze des Treppenviertels und malte einen Weg auf, der die schönsten Wege des Treppenviertels beinhaltete, bevor es zum Elbufer runter ging.

Das fanden wir super nett, haben uns vielmals bedankt und ihm noch einen schönen Sonntag gewünscht. Wir haben uns dann aber nicht genau an den Plan gehalten…so eine große Tour wollten wir dann doch nicht machen..aber ich werde den Weg ein anderes Mal anhand des Planes erkunden.

Irgendwann waren wir dann am Elbufer und sind dort entlang, Richtung Stadt gelaufen.

..leider gab es auf dem Weg kein Cafe das geöffnet hatte…also ging es über den Elbhöhen-Weg wieder zurück in Richtung Blankenese.

Mein Fuß machte Probleme, die Hüfte des Schwagers machte Probleme und auch meine Schwester fühlte sich irgendwann nicht mehr so gut….es wurde also Zeit für eine Pause.

Die gab es dann in einem italienischen Eiscafe in Blankenese bei Spaghetti-Eis und Kaffee – immerhin war schon Mittagszeit.

Hier im Eiscafe war der allgemeine Personalmangel deutlich sichtbar. Obwohl es einen großen Außenbereich und einen großen Innenbereich gibt, waren nur 3 Personen hinter der Theke und blieben auch dort. Bestellt wurde an der Theke, dort musste man auch warten bis alles fertig war, es wurde dort sofort bezahlt, Eis und Getränke entgegen genommen und dann ging es zurück an den Tisch. Fort ist die schöne Gemütlichkeit sich zu setzen und die Bedienung kommt an den Tisch. Aber okay – das ist jammern auf hohem Niveau. Die Alternative wäre ja das der Außenbereich geschlossen wird oder das die Eisdiele aufgibt…das wäre für alle wesentlich schlechter.

Mit dem Eis und dem Kaffee am Tisch, konnten wir die Pause dann auch richtig geniessen…es war warm und sonnig, das Eis lecker und dort zu sitzen war gemütlich…und zu unserer Verblüffung war das Auto sogar nur ein paar 100m entfernt. Prima.

Am frühen Nachmittag sind die Beiden dann wieder in Richtung Heimat gefahren und ich hab den Rest des Nachmittags entspannt mit Aufräumen und relaxen verbracht….achja und ein wenig Schlaf hab ich auch noch nachgeholt.

In 2 Wochen treffen wir uns ja schon wieder…beim 3. Anlauf für die Ballonfahrt….

Hamburg – Hafenrundfahrt – 2.Teil

Das richtige Highlight kam dann mit der Hafenrundfahrt bei Sonnenuntergang…Eigentlich sind wir etwas zu früh losschippert….aber zum Glück hatten wir eine Kapitänin der es auf ganz unkomplizierte und natürliche Weise gelang, ihre Fahrtgäste zu unterhalten….und sie meinte auch, die Tour wird etwas länger gehen, da wir ja bereits noch im Hellen gestartet sind…so das wir auch wirklich vom Schiff aus, Hamburg bei Nacht sehen konnten.

Diese Tour war von Anfang bis Ende einfach genial….und das, obwohl wir kurz vor Ende der Tour auch noch havariert sind….die Barkasse musste in der Speicherstadt wegen Motorschaden anlegen und sollte dann abgeschleppt werden. Aber auch dieses unvorhergesehene Ereignis hat die Kapitänin locker und souverän kommuniziert und es verstanden es mit Humor rüber zu bringen. Es war nicht eine Minute langweilig und es kam auch keine Unsicherheit oder Unwohlsein wegen des Motorschadens auf.

Das war die schönste Tour auf einem Schiff, die ich jemals gemacht habe…den Hamburger Hafen bei untergehender Sonne vom Wasser aus zu erleben, diesen riesigen Pötten im Containerhafen so nah zu sein, die Atmosphäre und den Fahrtwind (kalt – bis sehr kalt) zu spüren, all diese locker formulierten Infos zu bekommen….wir sind immer wieder aufgestanden und ans Heck gegangen um Fotos zu machen…die Köhlbrandbrücke, den Containerhafen, den Michel, die Speicherstadt, die Elbphilharmonie…

Ich bin immer wieder fasziniert was für eine tolle Stadt Hamburg ist…und lerne diese Stadt meiner Geburt und meiner Familie, erst jetzt nach und nach richtig kennen.

Unsere Rundfahrt endete, wie bereits beschrieben, in der Speicherstadt….Zurück ging es dann mit der Bahn zum Heiligengeistfeld….auf den Dom.

Die gebrannten Mandeln waren schnell gekauft und schwuuups waren wir auch schon am größten transportablen Riesenrad mit 60 Metern Höhe und mit 7 EUR Eintritt pro Person. Inzwischen war es schon 23 Uhr und die Fahrt ging sogar recht lange…und bot einen schönen Überblick über das gesamte Gelände mit all seinen leuchtenden Fahrtgeschäften und Buden.

Es wurde aber auch immer kälter und zugig war es auch, uns war kalt…der Schwager hatte Schmerzen in seiner Hüfte….jetzt begann der Rückweg zum Auto.

Da wir aber auf der verkehrten Seite das Gelände des Doms verlassen hatten, sind wir erst einige Umwege gelaufen, mussten dann kurz nach Mitternacht auch noch auf die S-Bahn warten und waren froh, als wir endlich im Auto und dann auch zuhause bei mir angekommen waren.

Ohne große Umwege sind wir schlafen gegangen….es war ein toller Tag, lustig, aufgeregend und trotzdem entspannend….