…noch mehr Bewegung

Heute Morgen war ich schon wieder extrem früh wach…nicht das ist noch müde gewesen wäre, ich war einfach ausgeschlafen und bin nach 1/2 Stunde lesen im Bett dann auch zügig aufgestanden.

Sooo und was mache ich nun mit diesem Tag? Hatte mich kurzfristig zu einem Online-Yoga/Meditationskurs angemeldet…der dauerte 1,5 Stunden und war richtig gut. Wenige Übungen, die dafür lange gehalten wurden. Wir waren nur wenige Teilnehmer, so konnte die Kursleiterin uns über die Kamera im Auge behalten und korrigieren, bzw. uns kleine Alternativen nennen, wenn eine Übung zu anstrengend war…das fand ich echte klasse. Meine Muskeln wurden so gefordert, das sie öfter vor Anstrengung zitterten. Nach dem aktiven (anstrengenden Teil) gab es dann den meditativen Teil…sollte ich öfter mal machen – das tat so richtig gut.

Und weil das ja für heute noch nicht alles an Bewegung gewesen sein konnte, bin ich noch in den Voßlocher Wald gefahren. Der ist nahe Barmstedt, am Rantzauer See.

Den See hab ich gemieden, der war überfüllt….aber im Wald war fast kein Mensch und auch kaum Radfahrer, auch wenn das hier ein ausgewiesener Radweg ist:

Nebel – Morgens im Wald

Nebel – Morgens im Wald

Samstagmorgen blieb es lange nebelig und trübe, aber ich war schon knapp vor 8 Uhr im Wald zum Pilze-sammeln. Ich mag die Atmosphäre am Morgen im Wald, besonders wenn es noch diesig, nebelig und trübe ist. Man hört es nur ab und an am Boden Rascheln, die Vögel in den Bäumen, die schon munter zwitschern, einen Specht der lautstark seine Arbeit tut, zwei Rehe die vor einem lauten Knall aufgeschreckt von der Wiese in den Wald laufen und sich kurz zu mir umdrehen, bevor sie weiter in den Wald laufen. Nein – der Knall kam nicht von mir.

Von mir kommt nur ein leises Rascheln vom Laub am Boden und immer mal wieder knacken ein paar Äste auf die ich trete, weil ich mich abseits der Wege bewege…ansonsten ist es himmlisch ruhig….und ich werde sehr schnell fündig: es gibt viele Pilze, die ihren Weg in meinen Korb finden.

Aber im Wald ist es seit Tagen sehr nass und so Einige muss ich stehen lassen, weil sie bereits verdorben sind..sie sind teilweise schon mit Schimmel überzogen oder durch und durch zerfressen.

Aber auch dieses Mal hab ich nach dem Putzen knappe 700g essbare Pilzanteile…aber der angefallene Abfall ist größer als zuvor. Wieder war ich gute 2 Stunden im Wald und hab nicht nur nach Pilzen gesucht sondern, auch ein paar schöne Fotos gemacht:

Als ich den Rückweg zum Auto, antrat hatte sich die Sonne bereits durchgesetzt, so wirkte der Wald auf einmal nicht mehr nur düster und braun, sondern wieder grün…quasi das letzte Aufbäumen:

Zuhause ging es dann erst einmal unter die heiße Dusche und mit Kaffee und frischem Brot auf die Couch zum Frühstücken. Danach hab ich mich erst um die Pilze gekümmert – die gab es dann zum Mittagessen.

Auf und ab

Auf und ab

Diese Woche war bisher eher unspektakulär…dafür manchmal etwas zäh….aber immerhin komme ich wieder zu Kräften….und bei dem schönen Wetter am Mittwoch, bin ich nach Feierabend in den Rantzauer Forst gefahren…das ist ein Waldstück ganz in der Nähe von Norderstedt.

Dabei war es eher ein Zufall das ich dort gelandet bin, eigentlich wollte ich ganz woanders hin…aber als ich ein Auto in den Feldweg abbiegen sah, hab ich den kleinen Parkplatz gesehen und dachte ich probiere es mal dort.

Es war himmlisch…die Sonne die angenehm ins Gesicht schien, der weiche Waldboden unter den Füßen, die Stille und dazu angenehm warm bei 15 Grad:

Ich bin ruhig und entspannt knappe 4km gelaufen und freute mich endlich wieder fit zu sein. Bewege mich aber immer noch im unteren Bereich meiner sonst üblichen Strecken, aber immerhin war ich diese Woche gleich mehrmals wieder walken.

Später hab ich zuhause einiges erledigt, so mit Putzen und Wäsche waschen usw…hab gekocht und dachte JAWOHL – ich bin wieder da….

….dafür hab ich dann die folgende Nacht überhaupt nicht schlafen können, und den gesamten Donnerstag mit Kopfschmerzen und Übelkeit verbracht….grrrr….grummel…nimmmt das denn gar kein Ende mehr….grrrrrrr

Bereits mittags hab ich mich aus dem Büro abgemeldet, wieder nach Hause gefahren und den restlichen Tag schlafend verbracht.

Seitdem geht es mir tatsächlich gut. Ich bin wach und munter, meine Ruhe-Herzfrequenz und der Blutdruck sind nach 3 langen Wochen endlich wieder in meinem Normalbereich. Nase und Stirnhöhle sind wieder frei und das Leben macht auch wieder Spaß.

Pilze sammeln – Meditation im Gehen

Heute war ich tatsächlich zum ersten Mal in meiner Umgebung Pilze sammeln. Eigentlich bin ich öfter in diesem Waldstück und es roch heute so intensiv nach Pilzen….und dann kam ein Pärchen mit einem gut gefüllten Weidenkorb aus dem Wald …… aha….hier gibt es also essbare Pilze. Sehr schön.

Ich bin also zum Auto zurück, hab das alte Pilzmesser meines Vaters geholt und eine Baumwolltasche…und hab mich auf die Suche begeben.

Pilze zu sammeln, ist Meditation im Gehen….man bewegt sich langsam und vorsichtig quer durch den Wald….also so zumindest hab ich es beigebracht bekommean versucht sich leise zu verhalten (neeeeiiin – nicht wegen der scheuen Pilze hahahaha, sondern wegen der Tiere im Wald), gleichzeitig versucht man dabei nichts unnötig zu zertrampeln oder Zweige abzubrechen….dabei scannt der Blick permanent den Waldboden in der näheren Umgebung….

…und dann hab ich den ersten Pilz gesehen.

Nein, man stürmt nicht einfach drauf los, sondern schaut sich weiter ruhig um, in der Regel sollten dort wo einer steht, auch noch in der Nähe weitere Pilze stehen…..erst nachdem man die unmittelbare Umgebung weiter abgesucht hat, geht es dann zum Ernten. Dabei wird der Pilz ganz knapp über der Erde abgeschnitten….die Schnittstelle wird mit etwas Gras abgedeckt….

Pilze, die man zwar findet, aber nicht mitnehmen möchte, sollte man unbedingt stehen lassen…auch wenn diese nicht essbar sind, sind sie doch ein großes Glück für den Wald, also bitte nicht zerstören.

Ich war beim Sammeln, komplett entschleunigt und da meine Konzentration voll auf den Boden gerichtet war, ist auch mein Kopf zur Ruhe gekommen.

Am Ende der Aktion hatte ich genügend für eine einzelne Mahlzeit:

Nach der Putzaktion blieben damit gute 320 Gramm übrig…. Die hab ich blanchiert und werden dann gleich mal mit Zwiebeln und Speck in Butter gebraten….dazu gibt es ein frisches Bauernbrot (jetzt gekauft, da mein Backofen ja ohne Tür nicht so wirklich nutzbar ist) …. ich freue mich schon darauf

Im Wald

Meistens lohnt sich der Gang nach draussen, auch wenn das Wetter nicht mitzuspielen scheint…so auch heute…

Es hat zwar eine Weile gedauert bis sich das trübe Wetter verzogen hat, aber meine Wanderung im Wald und an einem Moor entlang, hat richtig gut getan…Mit Mütze, Schal und der richtigen Jacke und dem zügigen Schritt wurde mir auch schnell warm:

Eine Besonderheit hier in der Umgebung sind die wirklich vielen Reiterhöfe und so trifft man auf den großen Wegen nicht nur Spaziergänger, Jogger und Radfahrer, sondern auch viele Reiter….witzig ist, wenn ich mit meinem zügigen Gehen selbst einige Reiter überhole…hahaha….aber so richtig schön wird es für mich erst, wenn ich abseits der großen Spazierwege laufen kann….dann, wenn es ruhig um mich herum wird…..und dann verzog sich auch das schlechte Wetter und die Sonne zeigte sich endlich…

und nach 8km und dem Gefühl mich richtig gut bewegt zu haben, jetzt sitze ich vollkommen entspannt mit einem Becher Tee auf der Couch … und überlege, ob ich jetzt noch Wäsche bügle oder andere Hausarbeit machen soll…. oder oder ….