Uupps – die Zeit vergeht

Es plätscherte also eine ganze Weile ruhig und geordnet vor sich hin und auch der (noch reduzierte) Monatsabschluss Anfang Juni lief mehr als entspannt.

Inzwischen lief es dann so entspannt, das ich mich schon sehr wunderte, weil so gar keine Sonder-Arbeiten an mich herangetragen wurden…okay ???

Na das hat sich inzwischen auch wieder normalisiert. Inzwischen kommt da wieder einiges an unvorsehbarer Arbeit bei mir an und ich komme auch manchmal zeitlich ins schwimmen… aber ich bleibe ziemlich konstant innerhalb der regulären Arbeitszeit…an einem Tag mal etwas mehr…dafür an anderen Tagen etwas weniger.

Aber nach der Geburtstagsfeier meiner Schwester, am ersten Juni-Wochenende, brauchte ich mal wieder eine längere Pause. Ich sehnte mich nach Stille und Zurückgezogenheit. Schwester und Schwager liegen mit ihren Geburtstagen ja nur 3 Wochen auseinander… und 2x Trubel so kurz hinter einander war dann doch etwas viel für mich. Meine Schwester war aber auch in Höchst-Form….und das hat mich dann lautstärke-technisch echt überfordert.

Zum Glück musste ich danach nur noch 2 Tage arbeiten und habe seit letzten Mittwoch (schon wieder) Urlaub – für 1 Woche. Ich habe mich gegen eine Reise entschieden und verbringe meine Tage zuhause….und was soll ich sagen…das war die richtige Entscheidung.

Gestartet bin ich mit einem tollen Tagesausflug in die Lüneburger Heide….ich war mal wieder im Pietzmoor…das war sooo toll und schön ruhig und entspannt und sogar das Wetter spielte mit.

Die nächsten Tage blieb ich dann zuhause und fiel in ein großes Kommunikations-Loch. Ich habe meine Küchen-und Vorratsschränke aus-und umgeräumt…incl. der Kellerregale, Lebensmittel auf Haltbarkeit geprüft und bald Ablaufende auf einen Küchenwagen gestellt, damit ich die immer vor Augen habe. Ziel ist es, diese nun vorrangig zu verarbeiten.

Es ist gar nicht schlimm falls ein Glas oder eine Dose schon abgelaufen ist oder schon bald abgelaufen sein wird….i.d.R. kann man diese auch noch danach unbedenklich verwenden. Es ist nur ein Mindesthaltbarkeits-Datum (d.h. der Hersteller garantiert das das Lebensmittel, bei richtiger Lagerung, bis zu dem Datum einwandfrei sein wird). Man fällt also nicht gleich tot um, wenn man etwas isst, wo das MHD bereits abgelaufen ist…aber man sollte seine Sinne (sehen, riechen, schmecken) benutzen und dann selber entscheiden, ob man das noch essen möchte. In der Regel ist das überhaupt kein Problem.

Mein Ziel ist es jedoch, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen…also versuche ich neue Vorräte immer so einzusortieren, das die Neuen hinten stehen und die Älteren vorne. Aber das klappt nicht immer und so schaue ich ab und an mal durch Schränke, Vorratskammer und Vorratsregale im Keller und dann fällt mir doch manches in die Hand:

Beispiel gefällig: Ohhh ich habe noch je eine große Vorratspackung Sonnenblumen- und Kürbiskerne…die hatte ich aus den Augen verloren…okay – also backe ich jetzt wieder regelmässiger Brot und verbrauche damit Beides.

Da sind 2 Dosen Kokosnuss-Milch gaaaanz hinten im Regal gelandet…und die Neueren standen davor..okay – kein Problem…dann gibt es in den nächsten Tagen ein Kichererbsen-Curry, dann kann ich gleich noch die eine Dose Kidneybohnen mit verbrauchen, die dort auch noch stand.

Und warum habe ich eigentlich mal ein Glas Schnibbel-Bohnen gekauft? Hmmm – okay also gibt es gestovte Bohnen mit Frühkartoffeln. Es gab tatsächlich nur ein Glas das ich tatsächlich entsorgt habe. Es war ein kleines Glas Sojabohnen-Keimlinge…die Flüssigkeit im Glas sah sooo trübe aus und roch muffig….nein Danke.

Aus 2 Tüten mit ganzen Mandeln habe ich dann etwas gemacht, was ich schon länger mal machen wollte: ich nenne sie „Knusperkugeln“…

Sie bestehen nur aus gemahlenen Mandeln, gemahlenen Haferflocken, Mandel-Stiften, Kakao-Nibs und Zartbitterschokolade. (es geht natürlich auch mit Cornflakes – aber die habe ich nie zuhause)

Dazu die Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen und zu den trocknen Zutaten geben, so das eine leicht klebrige Masse entsteht…kleine Kugeln formen, diese noch in etwas gemahlenen Mandeln/Haferflocken wälzen und für mehrere Stunden in den Kühlschrank geben.

Dann sind sie schön hart und lassen sich herrlich weg-knuspern. Meine „Kugeln“ sind etwas zu groß geraten, beim nächsten Mal würde ich sie kleiner machen…und ich würde mir auch mehr Zeit fürs Rollen nehmen, damit sie wirklich rund werden hahaha…

So habe ich schöne ruhige Tage verbracht….das stürmische Wetter draussen war mir egal….ich war trotzdem draussen unterwegs…und ich war sogar endlich mal wieder in einem Fitness-Studio…hahahaa …. und ja ich habe Muskelkater bekommen…aber weniger als befürchtet…

Abrutsch in die Stille

In den letzten Tagen war ich etwas schreibfaul – oder sagen wir lieber: kommunikations-faul…woran das liegt? Es ist ja nicht so, als ob mir nichts mehr einfiele oder es mich nicht interessiert was andere so machen…Aber mir fehlte einfach die Energie, der Antrieb.

Wie bereits früher mal hier beschrieben, gibt es bei mir immer mal wieder Zeiten in denen ich still werde…stumm…einfach weil ich irgendwie in eine Phase gerate, die man durchaus mit dem Begriff schwermütig beschreiben  könnte.

Schwermütig ist dabei eine altmodische Bezeichnung…aber als depressive Verstimmung würde ich es in dieser Phase nicht bezeichnen wollen…das trifft es einfach nicht …ich bin ja nicht schlecht gelaunt, fühle mich nicht minderwertig oder ungeliebt, bewältige meinen Alltag ganz normal…Es ist ja nicht alles gleich eine Krankheit nur weil man sich ein paar Tage „anders“ fühlt.

Ich denke es ist jetzt der Wechsel in den wirklichen Herbst der es mir gerade schwer macht, mit frohem Schwung durch diese Woche zu gehen. Es ist trübes Wetter draussen und die Sonne, wenn sie denn mal scheint, hat nicht mehr die gleiche Kraft wie im Sommer. Der Körper fängt an sich auf den Winter vorzubereiten.

Ich erkenne die Anzeichen bei mir  inzwischen recht gut und versuche diese Phasen in meinem  Leben so aktiv wie möglich zu gestalten. Es sind in der Regel nur ein paar Tage in denen ich mich schlecht fühle, keinen Antrieb habe und dazu neige mich auf der Couch unter der Decke zu verkriechen…mich nicht mitteilen mag, weniger lache und nicht so optimistisch auf den Tag schaue.

…aber ich  versuche  eine ganze Menge, um mich davon wieder zu befreien…direkt nach Feierabend bin ich bisher jeden Tag in dieser Woche an der frischen Luft gewesen…hab mir nahe Ziele gesucht und war einfach in der Natur laufen und später am Abend hab ich mich auch mehrfach aufgerafft noch „eine Runde“ in der Umgebung zu laufen. Wenn ich das Phlegma erst einmal überwunden habe, waren das am Abschend schon 1-2 Stunden zusätzlich…Mit Laufen meine ich strammes Gehen, also kein Jogging und auch kein Schlendergang…wandern/walken eben.Bewegung hilft mir aus dem stummen Tal heraus

Zusätzlich war ich gestern zum ersten Mal nach der Arbeit frustriert…lach, ja es ist schon eine etwas  merkwürdige Art der Arbeitsaufteilung, an der ich mich gerade reibe….Ich hab dann längere Zeit am Nachmittag  mit einem meiner Mädels telefoniert – und das tat mir und ihr richtig gut….so hat jeder seinen Frust los werden können.

…und heute bin ich relativ gut wieder aus meiner stummen Zeit wieder aufgetaucht…und weiter geht es… hab wieder genügend Energie und Neugierde…und hab mir für meinen heutigen Nachmittag 2 Ziele ausgesucht….welches ich davon  tatsächlich ansteuern werde, entscheide ich gleich spontan…wenn ich mich ins Auto setze.

Also ich wünsche Euch Allen einen schönen Samstag

 

kommunikationslos und dazu Schmerzen

Seit meinem letzten Eintrag sind tatsächlich 14 Tage vergangen….warum?

Das Thema mit meinem Vater hat mich stark beschäftigt  und das bedeutet bei mir, ich ziehe mich zurück. Bin kommunikationslos…möchte meine Ruhe….mag mich nicht mehr damit auseinander setzen…mag mein eigenes Leben leben.

Aber noch stärker als der emotionale Druck, waren meine Schmerzen im Lendenwirbel-Bereich…da ich aber auch weiterhin  normal gearbeitet habe, war ich froh mich abends ausstrecken zu können, also nicht noch länger an einem Computer sitzen zu müssen, als ich es ohnehin schon fast 10Std. am Tag tue. Ich hatte vor sehr vielen Jahren, als junger unsportlicher Mensch, genau in diesem Bereich einen Bandscheibenvorfall …und seitdem nie wieder solche Schmerzen im Rücken. Denn ich hab seitdem immer Sport gemacht.

Auch mit Schmerzen bin ich zum Sport gegangen und habe moderat und gezielte Übungen gemacht, dazu Wärmesalbe und meine  geliebte Moorkompresse  aus der Mikrowelle….als es gar nicht besser wurde hab ich mir schon echt Sorgen gemacht…aber dann endlich wurde es langsam besser…und jetzt  endlich bin ich FAST schmerzfrei im Rücken…dafür hab ich noch eine hartnäckige Entzündung im Ellenbogen-Gelenk…also muss ich jetzt doch zum Arzt.

Beruflich geht es gerade wieder einmal  „drunter und drüber“ und nach den sehr angenehmen und ruhigen Wochen im Hochsommer, steigt der Stresslevel konsequent nach oben…der Stress kommt hauptsächlich über meine extrem gestresste Chefin und durch zwei meiner Mitarbeiterinnen, die  sich nicht auf beruflicher Ebene mal wieder überhaupt nicht verstehen.