Abrutsch in die Stille

In den letzten Tagen war ich etwas schreibfaul – oder sagen wir lieber: kommunikations-faul…woran das liegt? Es ist ja nicht so, als ob mir nichts mehr einfiele oder es mich nicht interessiert was andere so machen…Aber mir fehlte einfach die Energie, der Antrieb.

Wie bereits früher mal hier beschrieben, gibt es bei mir immer mal wieder Zeiten in denen ich still werde…stumm…einfach weil ich irgendwie in eine Phase gerate, die man durchaus mit dem Begriff schwermütig beschreiben  könnte.

Schwermütig ist dabei eine altmodische Bezeichnung…aber als depressive Verstimmung würde ich es in dieser Phase nicht bezeichnen wollen…das trifft es einfach nicht …ich bin ja nicht schlecht gelaunt, fühle mich nicht minderwertig oder ungeliebt, bewältige meinen Alltag ganz normal…Es ist ja nicht alles gleich eine Krankheit nur weil man sich ein paar Tage „anders“ fühlt.

Ich denke es ist jetzt der Wechsel in den wirklichen Herbst der es mir gerade schwer macht, mit frohem Schwung durch diese Woche zu gehen. Es ist trübes Wetter draussen und die Sonne, wenn sie denn mal scheint, hat nicht mehr die gleiche Kraft wie im Sommer. Der Körper fängt an sich auf den Winter vorzubereiten.

Ich erkenne die Anzeichen bei mir  inzwischen recht gut und versuche diese Phasen in meinem  Leben so aktiv wie möglich zu gestalten. Es sind in der Regel nur ein paar Tage in denen ich mich schlecht fühle, keinen Antrieb habe und dazu neige mich auf der Couch unter der Decke zu verkriechen…mich nicht mitteilen mag, weniger lache und nicht so optimistisch auf den Tag schaue.

…aber ich  versuche  eine ganze Menge, um mich davon wieder zu befreien…direkt nach Feierabend bin ich bisher jeden Tag in dieser Woche an der frischen Luft gewesen…hab mir nahe Ziele gesucht und war einfach in der Natur laufen und später am Abend hab ich mich auch mehrfach aufgerafft noch „eine Runde“ in der Umgebung zu laufen. Wenn ich das Phlegma erst einmal überwunden habe, waren das am Abschend schon 1-2 Stunden zusätzlich…Mit Laufen meine ich strammes Gehen, also kein Jogging und auch kein Schlendergang…wandern/walken eben.Bewegung hilft mir aus dem stummen Tal heraus

Zusätzlich war ich gestern zum ersten Mal nach der Arbeit frustriert…lach, ja es ist schon eine etwas  merkwürdige Art der Arbeitsaufteilung, an der ich mich gerade reibe….Ich hab dann längere Zeit am Nachmittag  mit einem meiner Mädels telefoniert – und das tat mir und ihr richtig gut….so hat jeder seinen Frust los werden können.

…und heute bin ich relativ gut wieder aus meiner stummen Zeit wieder aufgetaucht…und weiter geht es… hab wieder genügend Energie und Neugierde…und hab mir für meinen heutigen Nachmittag 2 Ziele ausgesucht….welches ich davon  tatsächlich ansteuern werde, entscheide ich gleich spontan…wenn ich mich ins Auto setze.

Also ich wünsche Euch Allen einen schönen Samstag

 

6 Gedanken zu “Abrutsch in die Stille

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