Ein Klempner muss her

Und als ob das in dieser Woche nicht schon genug an Neuerungen und Unruhe war, musste ich am Freitag dann doch noch den Klempner anrufen.

Nach dem nervösen und hektischen Tag im Büro am Donnerstag, hatte ich am Abend noch meinen regelmäßigen Plausch mit dem Rentner aus Hessen….und nach der einen Stunde am Telefon kam ich in die Küche und musste feststellen, das die Spülmaschine nicht mehr wollte….das Wasser stand hoch in der Spüle und lief nicht mehr ab.

Dabei lief das Wasser aus der Küchenspüle die ganze Woche ohne Probleme, nach dem Einsatz von Natron+Essig letzte Woche gab es keinerlei Rückstau mehr…aber jetzt bei der Spülmaschine, die ich seitdem nicht mehr habe laufen lassen.

Jetzt war ich felsenfest überzeugt davon, es liegt an dem Ablaufschlauch der Spülmaschine…da sind Sachen drin, die den Abfluss verstopfen. Ich hab also die Spülmaschine ausgestellt. Die Wasserzufuhr abgedreht und das Wasser aus dem Spülbecken abgeschöpft.

Danach die abenteuerliche Konstruktion der Rohre unter der Spüle fotografiert (damit ich es anschließend genau so wieder zusammen gebaut bekomme) und anschließend demontiert…tja was soll ich sagen…die Rohre und der Syphon waren NICHT verstopft…und jetzt? Das Problem liegt also irgendwo in den Rohren hinter der Wand – jetzt muss ein Klempner her. Also Morgen, denn es war bereits spät am Abend.

In der Nacht hab ich dann auch mega schlecht geschlafen…hab mir Sorgen gemacht…Morgen ist Freitag – hoffentlich bekomme ich schnell einen Termin beim Klempner…sonst bin ich das ganze Wochenende ohne Wasser in der Küche.

Zum Glück war der Freitag mein 1. neuer zusätzlicher Homeofficetag und gleich um 8 Uhr hab ich im Ort einen Klempner angerufen, die mir sehr freundlich die Telefonnummer eines Rohrreinigers, ebenfalls aus der Umgebung, gaben…der wäre zuverlässig und Alt-Eingesessen – also keiner dieser Notfallreiniger die einem überteuerte Reinigungen verkaufen. Sie selber würden keine Rohrreinigungs-Arbeiten mehr machen.

Also dort angerufen – eine sehr freundliche Mitarbeiterin meinte dann auch: ja klar auf jeden Fall kommt heute noch jemand zu mir, wahrscheinlich so gegen Mittag. Echt jetzt? -so schnell? – das wäre ja klasse.

Bereits knappe 2 Stunden später war der junge Mann bei mir und mit viel innerer Ausgeglichenheit und auch Freude an der Arbeit hat er das Problem mittels einer Spirale innerhalb von ein paar Minuten erledigt, hat alles wieder zusammen gebaut und ausreichend getestet….und wenn jetzt das Wasser aus dem Waschbecken abläuft, klingt es fast so, als ob ein Motor das Wasser aus dem Becken saugen würde.

WOW – also soooo gut hat der Abfluss auch bei meinem Einzug noch nicht funktioniert.

Ich hab noch ein Lob für den sehr sauberen Syphon bekommen und auch noch mal den Hinweis, das flüssiges Fett auf keinen Fall in den Ausguss gehört, da er dort erkaltet und eine feste Barriere bildet….na gut – das mache ich ja nicht…hab nur öfter mal sehr fetthaltiges Wasser vom Reinigen der Bratpfanne und des Backofens. D.h.für mich jetzt, das ich sehr fettige Belche und Pfanenn vorher mit einem Küchenkrepp auswische und dann erst ins Spülwasser gebe.

Er meinte dann auch, ich solle ruhig weiter das machen was ich ihm erzählt habe, also ab und an mit heißem Wasser und viel Spülmittel oder eben mit Natron+Essig den Syphon durchgängig halten – und noch der Hinweis, auch die Spülmaschine zwischendurch nicht im Ecco-Modus (50Grad) sondern mit dem Topf-Reiniungsprogamm (70Grad) laufen zu lassen…dann würde es auch dort keine Probleme geben.

Danach war ich richtig euphorisch – hurra – das Thema ist damit endgültig erledigt und sollte so schnell nicht wieder auftreten.

Wenn es gluckert, aber nicht läuft

Es gibt fiese Dinge im Haushalt…wenn das Wasser nicht abläuft ist das fies. Wobei es hier auch Abstufungen gibt.

Schon seit Wochen läuft das Wasser am Waschbecken in der Küche schwerfällig ab….aber kein Problem, habe ja in meiner Wohnung in „Schnöselhausen“ damals gelernt, wie man eine drohende Verstopfung verhindern kann.

Es war eine Erdgeschosswohnung mit einer viel zu flachen Rohrkonstruktion, so das es in bestimmten Fällen einen Rückstau vom Hauptkanal bis zu mir in die Wohnung gab. Mein Vermieter musste mehrfach eine Rohrreinigungs-Firma kommen lassen, um mit der Spirale den Zugang zum Hauptkanal wieder zu öffnen.

Einen sehr guten Tipp habe ich dabei erhalten: am besten bei einem Küchenabfluss öfter mal ein Hand-Spülmittel in den Ausguss gießen und heißes Wasser dazu…das löst fetthaltige Rückstände in den Rohren auf…und als nächsten Tipp: ab und an das Spülbecken mit kaltem Wasser füllen und dann den Stöpsel ziehen…der Druck des ablaufenden Wassers löst kleinere Partikel und nimmt diese gleich mit.

Das waren alles gute Tipps und die nächsten Jahre bin ich auch gut damit gefahren…Zumal ich ja auch konsequent ein Schmutzsieb im Waschbecken habe, das verhindern soll, das größere Teilchen überhaupt erst in den Abfluss gelangen. Aber wenn das Spülwasser zuviel Fett aufgenommen hat, wird es beim Ablauf in den Rohren kalt und kann sich als feste Masse ablagern.

Hier in Quickborn hängen Handwaschbecken und Spülmaschine am gleichen Abflussrohr…und die Konstruktion unter der Spüle ist, naja ….abenteuerlich in seinen Windungen.

Mit den Tipps von früher hab ich die Schwerfälligkeit beim Ablauf des Wassers zwar etwas verbessert…aber so richtig normal war wurde es damit auch nicht. Dafür gluckerte es mehr und mehr bedrohlich.

Als nächstes kam mir der Gedanke die gesamte Mülleimerkonstruktion unter der Spüle auszubauen und selber die Rohre von Spüle bis Wand zu demontieren und direkt nachzuschauen, wo das Problem liegt….aber als ich das „interessante“ Geflecht der zusammengesteckten Rohre sah, sank mein Mut, das ich das jemals wieder richtig zusammengebaut bekommen würde.

Ich freundete ich mich also schon mit dem Gedanken an, eine Rohrreinigungsfirma kommen zu lassen….hatte aber immer noch im Hinterkopf: da gab es doch mal einen Tipp von Kollegen…irgendwie sollte Backpulver bzw. Natron helfen.

Im Internet stand es dann in vielen verschiedenen Varianten, ich hab mich für Natron + Essig entschieden: 4EL Natron auf den Abfluss der Spüle geben und 1/2 Flasche Essig draufkippen.

Sofort fing Beides an zu reagieren…es sprudelte und brodelte…das sah schon imposant aus und im Abfluss gluckerte und gluckerte es immer bedrohlicher….nach einer halben Stunden habe ich Wasser hinterher gegossen und was passierte? Jetzt lief das Wasser gar nicht mehr ab. Na klasse – ein typischer Fall von: verschlimmbessert. So ein Mist.

Ich war leicht schockiert….okay, also hab ich die Prozedur mit Natron und Essig noch einmal wiederholt….und da es bereits spät war, bin anschließend ins Bett gegangen. Alles weitere also Morgen – morgen rufe ich eine Rohrreinigungsfirma an ..nutzt ja alles nichts.

Als ich am nächsten Morgen in die Küche kam, war das Spülbecken leer….okay, also das Wasser ist dann doch noch abgeflossen…ein leichter Versuch mit fließendem Wasser funktionierte prima…also hab ich das Wasser länger und länger laufen lassen….und was soll ich sagen:

….alles Bestens: das Wasser läuft wieder normal ab und es gluckert auch nicht mehr. Es brauchte wohl nur etwas länger Zeit um zu wirken….ich jedenfalls bin erleichtert mir keinen Handwerker dafür holen zu müssen.