Rotkohl-Zeit

Jaa – es ist soweit…ich hab gestern den Herd angeworfen und einen großen Topf Rotkohl gekocht.

Allerdings musste ich ziemlich mit dem Messer kämpfen…und befürchtete schon das Schlimmste, denn ich musste den Rotkohl mit der rechten Hand schneiden…als Linkshänder der sich schon mit einer Zahnbürste in der rechten Hand verletzen kann, eine eher gefährliche Aktion….aber es ging tatsächlich alles gut…hat aber Ewigkeiten gedauert.

Also im Topf sind tatsächlich nur Rotkohl, Zwiebeln, Äpfel, Salz, Pfeffer, Zucker, Schweineschmalz, Lorbeerblätter, Nelken und Wacholderbeeren gelandet….und dazu Rotwein und Rotweinessig:

Wer es lieber vegetarisch mag nimmt pflanzliches Fett…ich bin bei Rotkohl aber sehr klassisch unterwegs, gibt das Schweineschmalz dem Rotkohl doch seinen typischen Geschmack und auch diesen Glanz…dabei nutze ich nur ca. 50g für den großen Topf.

Mein Schwester schwört inzwischen auf Gänseschmalz…das riecht beim Braten auf jeden Fall angenehmer …aber geschmacklich ist es …hmmm…anders….nicht schlecht, aber anders.

Auf jeden Fall ist genügend Rotkohl im Topf für die nächsten 1,5-2 Monate…..und ich sehe schon den Rinderbraten, die Gans, Entenkeulen vor mir….MIT Rotkohl und Klößen…..hab ich schon erwähnt das ich den Herbst gerne mag….das gilt auch im Besonderen für die Gerichte in dieser Zeit.

Geheimzutat: Leidenschaft

Jedes Jahr im Herbst gibt es einen Tag, an dem koche ich Rotkohl…nicht nur einen Topf…sondern die ganze Menge die wir bis Ostern benötigen…lach.

Eine meiner positiven Erinnerungen an meine Kindheit ist der Rotkohl meines Vaters…mit sehr grob geschnittenem Rotkohl und  noch mehr Schweineschmalz…und all den Gewürzen die man für ein klassisches Rotkohl benötigt.

Mein Vater hat immer so getan als ob er den Rotkohl auf ganz besondere Art kocht…lach…und bis heute empfinde ich ihn als den weltbesten…Doch mittlerweile weiß ich, dass es da KEINE Geheimzutat gibt…sein Geheimnis war einfach die Leidenschaft mit der er ans Kochen gegangen ist.

Und genau diese Leidenschaft für Wintergemüse hab ich von ihm übernommen…und so hab ich gestern also ca. 6kg Rotkohl verarbeitet und mit 2 großen Topfen meine Küche in eine Großküche verwandelt…herausgekommen sind 5,3kg fertiges Rotkohl verteilt auf 14 Portionen….SOOO und jetzt kann  der kulinarische Winter beginnen

(okay, okay…Großküche ist etwas übertrieben…aber bei einem 2-Personenhaushalt sind das schon Mengen die normalwerweise hier nicht so anzutreffen sind – GRINS).