Schwarze Löcher oder „Wir sind doch keine Pommes-Bude“

In Zeiten der Konsolidierung, wenn man in einer Firmengruppe merkt, das man doch größer geworden ist, als vermutet und sich tatsächlich jetzt als Konzern versteht – verstehen MUSS, kommt auf die Freude über den wirtschaftlichen Erfolg, dann nach und nach die unangenehme Erkenntnis, das ab sofort vieles anders laufen muss. Ach – das kriegen wir schon hin.

Bis dann die weitere Erkenntnis folgt, das die gesamte bisherige Struktur den erweiterten Anforderungen nicht gewachsen ist und überhaupt die Verwaltung mit dem vorhandenen Personal das gar nicht leisten kann.

Es ist schwer im nachhinein und auf die Schnelle die Struktur so anzupassen, das es rund und geschmeidig läuft….und so wird an jeder Ecke gebastelt, nur passen dann die Ecken nicht mehr zusammen, dort wo es in andere Abteilungen und andere Verantwortungsbereiche übergeht…es entsteht ein Flickenteppich….und die großen Löcher dazwischen sind tief und schwarz und scheinen einen zu verschlingen…weil man sie erst dann sieht, wenn man hineingezogen wird, in diese ungeregelten und sternenlosen schwarzen Löcher….keiner weiß genau, was sich darin verbirgt, wer dafür zuständig ist, und jeder schreckt davor zurück….aus Furcht dann noch mehr Arbeit zu bekommen und keinen Ausweg mehr daraus zu finden.

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Doch der letzte Arbeitstag der Woche zeigte sich wieder einigermaßen versöhnlich. Das machte auch der Homeoffice-Tag und weil die meisten Kollegen eben auf einer Messe waren…so blieb sogar das Telefon still. Da trifft es sich gut, das ich Montag gleich mit 2 Bürotagen starte.

Ich richte mich also mental darauf ein, Montag für die neue Software von Kollege zu Kollege zu hüpfen, um bei den sicherlich auftauchenden Anfangsproblemen im Handling helfend zur Seite zu stehen und Tipps zu geben…es gibt ja von der Zentrale keine Einweisung, keine Benutzeranleitung oder sonst etwas…es gibt nur das, was wir Controller in den Telefonaten und Teams-Meeting durch Nachfragen und durch auftauchende Problemstellungen so erfahren haben.

Verfahrensdokumentation? – was ist das – kann man das essen? hahahaha

Ich kann mich noch an den Ausdruck eines Kollegen früher erinnern, der es so ausdrückte: Wir sind doch keine Pommesbude! Mit anderen Worten: dieses Arbeiten auf Zuruf, mal eben so, neudeutsch auch „Hands-on Mentalität“ genannt….geht ab einer gewissen Größe eben nicht mehr…da muss alles geregelt sein von Oben nach unten: vom Sicherheitsbeauftragen, über den betrieblichen Ersthelfer, der Verfahrensdokumentation für alle IT-Systeme, IT-Sicherheit, interne Kontrollsysteme und und und….

und flache Hieracrhien klingt ja erst einmal toll, bis man merkt, was das im Alltag bedeutet. Wenn nämlich die wenigen Entscheidungsträger über ALLES selber entscheiden müssen, weil es keine Zwischen-Hierarchien gibt, die aber gar keine Zeit für den Kleinkram haben (ich glaub das hab ich vor kurzem schon einmal geschrieben – oder ?) Als Angestellter fühlt man sich da sehr schnell allein gelassen….das ist genau das, was den Controller bei uns so zermürbt.

Man glaubt es kaum, das es in einem international agierenden Konzern tatsächlich so eine Arbeitsweise gibt. Aber ich schreibe mir alles auf was ich so an Tipps und Tricks für die neue Software so mit bekomme und werde für die deutschen Standorte noch etwas schriftlich zusammen basteln, was zumindest für die Anfangszeit hilfreich sein kann….Und mit jedem Tag läuft das neue System besser, die System-Fehler werden weniger und der Rückstand wird kleiner.

Ich kann mich dabei aus den meisten Themen emotional heraushalten, aber eben nicht aus allen…aber meistens gelingt es mir nach einem kurzen Seufzer und einmal kurz grummeln damit umzugehen…meine Firmen sind nur selten davon betroffen….und ich bin es gewohnt eigenverantwortlich zu arbeiten….und dort wo ich drohe in so ein schwarzes Loch gezogen zu werden, da schaffe ich mir meine eigene Struktur und passe meine Arbeitsweise an….manchmal hadere ich zwar damit….bringt aber eh nichts.

Ich kann jedenfalls nach Hause gehen und abschalten…ich habe keine schlaflosen Nächte und liebe meine Arbeit.

Urlaub in Zeiten von Corona

Seit Montag hab ich ja Urlaub…und natürlich beschäftige ich mich damit wie ich meinem Urlaub bestmöglich verbringe.

Touristische Reisen sind verboten, es gibt eine Kontaktsperre für mehr als 2 Personen und viele Geschäfte und Freizeitaktivitäten haben geschlossen. Es gibt für Singles im Urlaub eine faktische Selbst-Quarantäne.

Da ich ins Besondere dazu neige, mich permanent (also in Dauerschleife) mit Daten und Fakten über Fernsehen, Internet und Smartphone zu beschäftigen, schaffe ich mir eigene Regeln, um dem Tag etwas mehr Struktur zu geben.

Morgens nach dem Aufwachen mache ich zwischen 15-20 Minuten Frühsport und höre die neuesten Nachrichten. Danach Duschen, anziehen und Kaffee trinken…immer noch mit Nachrichten.

Danach gilt für die nächsten 1,5 Stunden ein striktes Nachrichten-Verbot…also auch das Smartphone wird auf „nicht stören“ gestellt …es ist nämlich Zeit für meine nun wieder täglich stattfindende Englisch-Lesson über Babbel.

Ich hatte vor einem Jahr wieder damit angefangen mein Englisch aufzufrischen, aber dann durch Trennung, Kündigung, Umzug und Neustart, irgendwie tatsächlich vergessen, das ich ja ein Jahres-Abo habe. Das kostet NUR 33,00 EUR im JAHR für eine Sprache…und ich kann mir die Kurse selber so aussuchen, wie ich es möchte…meinem Sprachlevel entsprechend…das ist wirklich für jedes Level empfehlenswert. Zusätzlich lasse ich mich, vor allem Abends über CNBC, Sky und CNN auch in Englisch mit Nachrichten füllen.

Danach ist erst einmal Zeit fürs Frühstücken und mit Blick auf das anhaltend strahlende Wetter, sitze ich anschließend mit Laptop und Handy auf den Balkon für ein Sonnenbad, warm eingepackt mit Jacke und Decke, dazu eine weitere Tasse Kaffee oder heißen Tee.

Jetzt ist die Zeit Mails zu lesen, WhatsApp-Nachrichten zu beantworten, die Finanzmärkte zu beobachten und meine Anlage-Strategien täglich neu mit den aktuellen Zahlen zu bewerten und die Ziele, wenn nötig, neu zu justieren…

Gegen Mittag gibt es dann die Reste vom Vortag oder eine schnell zuzubereitende Mahlzeit und der Nachmittag ist dann ein paar Stunden unverplant ….also entweder einkaufen, putzen, lesen, Sudoku lösen, einen kleinen Spaziergang unternehmen, Blumen auf dem Balkon richten, Wäsche waschen, bügeln oder Aufräumen….manchmal telefoniere ich auch…aber die Meisten haben im Moment mit sich und ihren Familien genug am Hut.

Gegen 18 Uhr schaue ich eine der Krimi-Serien, danach ist wieder Nachrichten-Zeit auch mit nachfolgenden Sondersendungen….meistens hab ich dabei Kopfhörer auf und koche das Abendessen und auf Vorrat (mein Gefrierschrank ist aktuell fast leer gegessen)… Wenn andere dann ab 20.15 Uhr vor dem Fernseher sitzen um Filme anzuschauen, schnüre ich meine Schuhe und mache meinen Walking-Runde am Abend für 1-2 Stunden je nach Lust und Laune….es sind dann extrem wenig Menschen unterwegs.

Alle Aktivitäten die ich sonst gerne mache, gehen ja aktuell nicht…also mache ich das Beste daraus. Singles wie ich, haben im Moment eine doppelte Herausforderung.

Da ich ja schon Zuhause alleine bin und es im Moment nur wenig mit Kollegen und Freunden kompensieren kann, muss ich aufpassen das ich mich nicht zu sehr zurück ziehe. Also so richtig Urlaub ist das natürlich nicht, weil mir die Unbeschwertheit fehlt…aber was soll ich sagen: mir geht es ja sehr gut und da will ich mich überhaupt nicht darüber beschweren….andere haben es da definitiv schwerer.

Passt auf Euch auf und bleibt gesund ☘

Struktur und Ordnung im Kopf

Struktur und Ordnung im Kopf

Ich bereite mich jetzt auch innerlich  auf den Winter vor…und mache es mir zuhause noch gemütlicher…soweit es ohne Bett und ohne Kleiderschrank möglich ist.

Nachdem ich nun schon  2 Monate in meiner Wohnung lebe, ziehe ich die verschiedensten Dinge aus den verschiedensten Schränken in den unterschiedlichen Räumen…weil ich JETZT endlich weiß, wie ich es noch besser strukturieren kann.

Gerade hab ich Online gelesen was für jedes Sternzeichen das Schlimmste ist.

und ich?- ich bin ein Stier  – und wie ich schon öfter geschrieben habe, sind Ordnung und Struktur die  wichtigsten Grundlagen in meinem Leben….und genau das stand dort: Stiere fürchten sich am Meisten vor Chaos. Hahaha – ja stimmt und ich glaube nicht mal an Horoskope (Während meiner Ausbildung in einem Zeitungsverlag hab ich mit bekommen, WIE die Tageshoroskope für eine Woche auf die einzelnen Tage verteilt wurden….lach…absolut willkürlich…das schmälert erheblich den Glauben an eine Vorbestimmung der Aussagen).

Also ich bin dabei meine Wohnung zu optimieren…dabei lasse ich mir allerdings viel Zeit…alles ganz ruhig und entspannt….also auch hier fehlt mir aktuell die hektische Zielstrebigkeit alles innerhalb eines Zeitrahmens fertig zu bekommen.

Und DAS genau ist die eigentliche Revolution in meinem Leben: mir fehlt es nach 33 Jahren im Job erstmalig an beruflichem Ehrgeiz und im gesamten Leben an Zielstrebigkeit etwas erreichen zu wollen/müssen.

Zum allerersten Mal in meinem ganzen Leben ist mein einziges Ziel ruhig und entspannt zu leben und mein Ehrgeiz beschränkt sich darauf Blutdruck und Herzfrequenz im normalen Rahmen zu halten und meine Freizeit bestmöglich mit den Dingen auszufüllen die mir Spaß machen.

Ich bin von dieser Erkenntnis fast erschüttert…lach…aber positiv. Bis zu meiner Kündigung im April,  konnte ich mir nicht einmal  ansatzweise vorstellen, das mein Job NICHT mein Lebensmittelpunkt ist.

Das Streben immer das Beste für die Firma  erreichen zu wollen, die Beste  in meinem Job zu sein wo möglich, ein anerkanntes und wichtiges Bindeglied zwischen Geschäftsleitung und Abteilung. Jemand den alle akzeptieren und gewürdigt haben als die Person,  ohne die  es nicht rund und reibungslos läuft…die, die es für viele Abteilungen und vor allem den Chefs, leichter gemacht hat…weicht einer Erkenntnis:

Die Erkenntnis das ich das alles gar nicht mehr sein möchte…ich es nicht mehr für mich brauche…das ist intensiv, krass und hmmm ja …überwältigend.

Mein Selbstbewusstsein ziehe ich jetzt aus meiner eigenen inneren Stärke. Aber auch diese Erkenntnis gilt nur für den Augenblick…für das Jetzt und hier- evtl. ist es in ein paar Wochen oder Monaten wieder anders…aber JETZT  und genau HIER ist es richtig so…genau wie das vorherige Streben jahrelang genau richtig für mich war… Keine Entscheidung muss eine Entscheidung für immer sein…ich weiß nicht was Morgen ist, aber ich weiß das meine Jetzt richtig ist…für mich.

Wie so oft , machen sich beim Schreiben meine Gedanken einfach selbständig…und auf einmal ist der Text viel erkenntnisreicher und persönlicher als der Anfang vermuten lies…sobald ich erst einmal die Finger auf der Tastatur habe, schreibe ich ohne weiter darüber nach zu denken…und bin dann selber überrascht was da zutage kommt…und damit sich der Kreis jetzt schließt: schon immer hat das Aufschreiben meiner Gedanken mir geholfen Ordnung zu schaffen…Ordnung in meinen Gedanken und Ordnung im Kopf…und bringt damit auch Struktur in mein Leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwanghafte Disorganisation (Messi-Syndrom)– oder das Leben meines Vaters

Je mehr ich mich mit der Wohnung meines Vaters beschäftigen musste, umso sicherer kommt die Erkenntnis…es kann nicht sein, das ich zu diesem Teil der Familie gehöre. Ich bin ein Mensch der Ordnung nicht nur liebt, sondern einfach zum Leben benötigt….für mich bedeutet Ordnung eine Struktur zu haben die mich beschützt und mir Vertrauen für mein Leben gibt.

Innere Ordnung durch äußere Ordnung…also wenn ich Stress hab oder ich klar denken muss, räume ich erst einmal ein paar Dinge auf meinem Schreibtisch gerade…ich mag dabei große freie Flächen. Dann kann ich gut Denken. Wenn ich emotional durchdrehe, dann räume ich erst einmal meine Wohnung auf…

Nun bei meinem Vater dagegen kommt man in die Wohnung und wird erst einmal davon gefangen genommen, das es unendlich nach Zigarillo-Qualm riecht…also eher stinkt und das er überall große schwere Eiche-Rustikal-Möbel stehen hat…und das überall so kleines Nippes-Zeug rum steht….Ansonsten sieht es erst einmal aufgeräumt aus….

Was ich nicht wusste ist, dass mein Vater eine Art „Schrank-Messi“ war… Mit jedem Schrank den ich geöffnet habe, mit jeder Schublade die ich ausgeräumt habe, kamen Unmengen von Sachen zum Vorschein die ein normaler Mensch eigentlich eher im Müll erwarten würde. Und das waren nicht nur appetitliche Sachen….

Vor allem in der Küche kamen Dinge zum Vorschein die belegen, dass er  – TROTZ PUTZFRAU – schon längst nicht mehr hätte alleine leben sollen…er ist quasi vermüllt und hat es nicht mehr geschafft der Dinge Herr zu werden….er hat immer wieder gleiche Sachen neu gekauft, aber die alten nicht verbraucht, oder nur teilverbraucht und auch nichts weg geschmissen….so hab ich nicht nur erst kürzlich abgelaufene und verdorbene Lebensmittel entsorgt, sondern auch wirklich alte Sachen gefunden.

Mein Vater war stolz darauf, das in den Haus die Müllmengen sooo niedrig waren und sie deshalb Entsorgungskosten sparen konnten….lach…..nun weiß ich auch warum die Mengen so klein waren…weil er einfach alles in den Schränken aufbewahrt hat….eine meiner ersten Maßnahmen war also unendlich viele Müllsäcke zu kaufen……

Bisher hieß es bei ihm immer: ich habe im Krieg gehungert und deshalb wird nichts vergeudet und weggeworfen….Nun das kann ich jetzt so nicht mehr stehen lassen…Dinge wurden gekauft und nicht verbraucht, das ist massive Vergeudung.

Und ich rede dabei nicht davon das ein paar Lebensmittel ein paar Wochen oder ein paar Monate über dem Mindesthaltbarkeitsdatum lagen…ich rede davon das viele Lebensmittel bereits viele Jahre abgelaufen waren…und direkt daneben die gleichen Lebensmittel fast neu standen….

Ein Beispiel gefällig? Honig hat einen sehr hohen Zuckeranteil und ist quasi fast nicht zum Verderben zu bringen….aber ein 1/2  verbrauchtes Glas Honig aus dem Jahr 2007 (wir leben in 2018) war schimmelig …Daneben Zuckerrübensirup der von der Konsistenz eher Teer glich….Speck im Kühlschrank aus Anfang 2017…..dabei ist der Kühlschrank in 2017 ausgetauscht worden. Asiatische Lebensmittel  noch originalverpackt aus dem Jahr 2010-11….Im Mehl und anderen Dingen hatten sich mal die Motten durch gefressen….überall  klebte es in den Schränken und der Schmier war Zentimeterdick….Um die Schränke zu säubern half mir nur noch ein Metallschrubber…was man normalerweise für Edelstahltöpfe benutzt…. Aber zuerst ging es um die Mengen in den Schränken….er scheint seit den 60er Jahren NICHTS mehr an Tassen, Teller und Plastikdosen weg geworfen zu haben….dabei ist er Anfang der 90er Jahre erst in diese Wohnung gezogen und ich weiß das wir damals einen Müllcontainer hatten weil er sich ja mit dieser Wohnung verkleinert hatte. 

Es ist ja gar nicht schlimm, wenn man etwas aufbewahrt…aber wenn man es dann verrotten lässt…in den Schränken dann kann das auch kein Liebhaber alter Stücke gewesen sein…die Gläser und Tassen im Wohnzimmerschrank waren derartig vergilbt, die sind bestimmt seit seinem Einzug nicht mehr benutzt worden…und wurden seitdem auch bestimmt nicht mehr gesäubert…und wozu benötigt er 10 Pfannen….eine älter und dreckiger als die Andere.

Allein um den Kleiderschrank im Schlafzimmer auszuräumen brauchte ich 18Stück 120l-Mülltüten nur für die Kleidung  und das war noch nicht alles ….dabei  hab ich Dinge in den hinteren Teilen des Schrankes gefunden, die bestimmt seit dem Einzug vor 23 Jahren nicht mehr benutzt worden sind und das Schlimmste waren 3 Kopfkissen im Schrank die verschimmelt waren…wozu ein einzelner Mann 8 Bettdecken und 5 Wolldecken benötigt ist mir auch ein Rätsel…..aus dem Schrank hab ich allein 103Paar Woll-Stricksocken gefunden…und das waren nur die, die ich gezählt habe….es gab noch viel mehr….aber die lagen nicht  ordentlich in einer Schublade oder einer Ecke…nein quer über den ganzen Schrank verteilt….Ich habe Handtücher gefunden, die waren sooo dünn das man fast durchsehen konnte, die stammen tatsächlich aus MEINER Kindheit und ich bin gerade  50 Jahre alt geworden.

Und immer wieder dazwischen einige moderne neue Stücke,  aber alles war im Schrank wild durch einander gewürfelt… Ich hab die Aufnahmekapazität der städtischen Kleidersammelcontainer gesprengt…musste quer durch die Stadt fahren um überhaupt noch Platz zu finden….Auch die Glascontainer haben Unmengen von Zeugs aufnehmen müssen…weil mein Vater auch leere Einmachgläser gehortet hat ….

Nach meiner ersten Räumaktion 3 Tage am Stück um das Schlafzimmer mit allen Schränken leer zu bekommen, hat mein Schatz bei unser nächsten Aktion erst einmal die Schlafzimmermöbel zerlegt, so dass wir einen Raum hatten um all die Dinge die ich nicht sofort weg werfen konnte dort zu lagern.

Da mein Vater ja fast 300km entfernt von mir wohnt, haben wir2 Monate gebraucht….jedes Wochenende und auch ein paar der Feiertage genutzt…hinfahren, räumen, putzen, räumen, putzen…aussortieren, putzen, zurück fahren und dann war das Wochenende auch schon vorbei….haben jede Menge Geld für Sprit und Übernachtungen ausgegeben um voran zu kommen….aber erholen oder gar trauern…nein – Fehlanzeige.

Resümee einer Woche

So langsam schaffen wir es wieder eine gewisse Struktur in unseren Alltag zu bekommen…nach 2 Jahren Fernbeziehung ist es schon etwas anderes wenn man jetzt wieder jeden Tag zusammen ist. Und da er jetzt auch noch den ganzen Tag zuhause ist, ist auch das erst einmal ungewohnt für uns Beide.

Ich gehe wie jeden Tag ganz normal zur Arbeit, kann also nicht später als 24.00 Uhr ins Bett gehen, wenn mein Wecker um 5.40 Uhr klingelt…. Während mein Schatz als Nachteule wieder nicht ins Bett findet. Auch hier ist es gut das wir in getrennten Wohnungen wohnen, so kann er auch noch wenn ich bereits schlafe noch in seiner Wohnung weiter ausmisten und aufräumen…das ist gerade seine Haupttätigkeit…und ich bin froh das so manches (in meinen Augen) Überflüssige nun doch noch den Weg in die Mülltonne findet.

Hmmm – das er vieles davon schon vor Jahren hätte entsorgen können brauche ich eigentlich nicht mehr zu erwähnen oder?…auf mich wollte er ja nicht hören, gesagt hab ich es oft genug…lach…aber umso mehr freut es mich jetzt , das er von alleine darauf kommt und die Zeit auch wirklich dafür nutzt.

Meine Arbeitstage werden jetzt wieder länger….aber alles läuft gerade zufriedenstellend…ich habe genügend Zeit mich durch viele Kontrollaufgaben und Vorbereitungen ausreichende auf den Jahreswechsel vorzubereiten. Meine Chefin ist jetzt für einen Monat noch einmal in Elternzeit…das bedeutet evtl. auch mehr ungewohnte Aufgaben…aber noch ist alles Bestens. Noch hab ich alles voll im Griff und freue mich schon auf die nächste Woche  im Büro (das hab ich auch nicht mehr so oft, das ich mich wirklich auf die Arbeit freue).