Termine und die Tücken der Details

Natürlich gibt es die notwendige Bürokratie nach einem Umzug, die dann doch nicht immer ganz glatt läuft…wie man es im 21 Jahrhundert erwarten könnte.

Der Kreis Pinneberg macht es einem da auch nicht gerade leicht: Ummelden des Wohnsitzes macht man im Rathaus der jeweiligen Stadt: hier Quickborn. Die KFZ-Stelle sitzt allerdings in einer anderen Stadt: Elmshorn und die Entsorgungsstelle für den Kreis ist wieder woanders: am Rande von Tornesch.

Zum Ummelden eines Wohnsitzes im Rathaus benötigt man (seit Corona) einen Termin, den man entweder online oder an einem Terminal im Rathaus buchen kann…und auch bei der KFZ-Zulassung benötigt man ebenfalls Einen. Das Bürgerbüro ist hier noch nicht in der Lage, eine Ummeldung innerhalb des gleichen Kreises gleichzeitig auch für mein Auto vorzunehmen.

Jetzt hatte ich aber zuerst einen Termin bei der KFZ-Stelle ergattert und bin nach Elmshorn gefahren….die haben mich Vorort, trotz des Termins, aber umgehend mit einem klaren NEIN abgeschmettert und wieder weg geschickt.

Na klar hatte ich alles Nötige dabei (inklusive Mietvertrag, Vermieterbescheinigung, KFZ-Brief und -Schein und meinem Personalausweis)…ABER solange meine Adresse im Personalausweis noch nicht geändert wurde, kann ich mein Fahrzeug nicht ummelden.

Ja – aber die schauen doch auch nur, das sie die Adresse aus der Vermieterbescheinigung/Mietvertrag in meinen Personalausweis übertragen = trotzdem! ERST muss die Adresse im Rathaus geändert werden….DANACH kann ich mein Auto ummelden – also wenn ich dann einen Termin bekomme….irgendwann nach meinem Urlaub…..und nur an einem Tag der Woche gibt es Termin nach 15 Uhr….eine Öffnung am Samstag gibt es hingegen nicht. Pech gehabt.

Nun gut – es hat mich nur einen Moment geärgert….ist nun einmal so…..es gibt Schlimmeres.

….

Lustig fand ich dagegen meinen Anruf bei einer lokalen Elektrofirma….Meine Vermieter haben einen Auftrag an diese Firma vergeben um einen FI-Schalter einbauen zu lassen…und ich sollte jetzt einen Termin ausmachen….das passte mir ziemlich gut, benötige ja auch noch einen Elektriker für die restlichen Lampen und den Spiegelschrank im Bad und einen Servicetechniker für meine Waschmaschine, die wohl ein Standproblem hat und sehr unrund läuft und dazu klappert noch etwas am Bedienelement.

Die nette Dame am Telefon meinte, also sie hätten gerade viel zu tun und bräuchten einige Zeit um den Rückstand aufzuholen….das mit dem Termin würde dauern…..es war ihr etwas unangenehm….Erst Ende nächster Woche ginge es.

Nach Ihren Ausführungen dachte ich zuerst, es dauert 3-4 Wochen…..hahahaha, also 1 Woche ist vollkommen in Ordnung…immerhin muss ich in der kommenden Woche für 2 Tage in die Firmenzentrale nach Dänemark….Wir fahren von Montag Mittag bis Mittwoch Nachmittag….viel früher wäre bei mir also sowieso nicht gegangen.

So und heute Mittag werde ich also das Rathaus stürmen (ähmmm ne: ins Rathaus stürmen) um mich als Neubürger von Quickborn legitimieren zu lassen…..und dann ….DANN kann ich jetzt doch schon in fast 3 Wochen auch mein Auto nach Feierabend ummelden….Termin: 09.11.

Besprechungen am laufenden Band

Eine unschöne Angewohnheit in unserer modernen Büro-Arbeitswelt sind Meetings.

Als erklärter Gegner von Zeitverschwendung, empfinde ich viele Meetings als überflüssig und genau diese  unnötigen dauern dann auch noch viel zu lange – und ohne konkrete Resultate wird dann am Ende des Meetings beschlossen, das man sich  zu einem späteren Zeitpunkt wieder zusammen setzt, dann aber im größeren Kreis und mit mehr Infos.

Nur das beim nächsten Mal erst einmal die nachgeladenen Kollegen auf den Stand vom letzten Mal gebracht werden müssen, weil diese sich natürlich nicht vorbereitet haben.

Ich bin ein Freund von Meetings die sich auf präzise Problemlösungen, klare Informationsweitergabe und notwendigen Informations-Austausch beziehen…kein larifari-Gelaber.  Aktuell habe ich  aber keine Wahl und muss an allen Meetings teilnehmen…

Mittlerweile bin ich routiniert darin die vielen Einladungen über Outlook  zu den verschiedensten Themen einfach anzunehmen OHNE mir vorher durch zu lesen um was es eigentlich geht. Das würde mich viel zu viel Zeit kosten…oft gehen diese Meetings nahtlos ineinander über…. Hauptsache nichts kollidiert in meinem Kalender und ich bin dann zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort….

Tja – und genau das ist heute etwas schief gelaufen… Ich bin in einen Arbeitskreis innerhalb meiner Abteilung berufen worden und meine Kollegin und ich haben heute einen Termin für 8-10 Uhr angesetzt und wir sind auch gut voran gekommen…dann war 15 Minuten Frühstückspause, dann wollten wir noch 1/2 Stunde weiterarbeiten, dann sollte um 11:15 Uhr gleich ein „Round-Table“  in einem anderen Besprechungsraum stattfinden…

Also saß ich mit den Kollegen in der Frühstückspause, als meine Chefin dazu kam und meinte die IT und die Steuerabteilung würden auf mich warten. …Okay.!…warum????  Ich wäre zu dem Meeting zum Thema innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäfte eingeladen worden… ECHT?? Das hatte ich so gar nicht auf dem Schirm für heute.  Also mit Müsli  in der einen und Kaffeebecher  in der anderen Hand,  ab in den nächsten Besprechungsraum…Brainstorming wie man den Kollegen dieses hochspannende 🙂 Thema vernünftig nahebringen kann.

Wir konnten uns relativ schnell einigen, wie wir weiter vorgehen, so konnte ich doch noch mit der Kollegin aus dem Arbeitskreis weiter machen, bis wir dann zu dem „Round Table“ mussten….und das war dann einfach nur Informationen die ich jetzt nicht so wichtig und spannend fand… Immerhin sind aktuell 2 von 4  Kollegen aus meiner direkten Abteilung krank…und wir 2 übrig gebliebenen gehen Beide in der nächsten Woche in Urlaub…lach…

Auch ein krasses Ding…ich MUSS meinen Urlaub nehme, obwohl ich noch in der Probezeit bin. Nun gut – dagegen wehre ich mich nicht. Urlaub ist immer schön.

Es gilt die alte Devise: und wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann bilde einen Arbeitskreis…. schönen Feierabend