Spontane Urlaubspläne

Wenn es mir gut geht, dann bin ich auch spontan…und so hab ich Freitag kurzfristig beschlossen in der nächsten Woche am Dienstag und Mittwoch Urlaub zu machen – bevor der Controller Ende der Woche seine 2 Wochen Sommerurlaub startet und ich mit der neuen Kollegin alleine sein werde.

In meinem „Sommerurlaub“ war es ja nicht so erholsam, wie gehofft ( Erledigen dringender Dinge für den Job/ Schwester im Krankenhaus / Überflutung des Kellers). Jetzt bin ich wieder raus aus dem Sorgenmodus.

Inzwischen hat auch die Rentenversicherung alles was sie braucht, um zu Entscheiden ob sie meinem Schwager eine Umschulung zum Busfahrer genehmigt. Da gab es ja aufgrund der Krankheit eines Arztes auch noch Verzögerungen und so langsam nähert sich das Ende des Arbeitslosengeldes.

Jetzt muss also eine Entscheidung her, sonst sieht es bei den Beiden bald zappenduster aus. Immerhin ist meine Schwester ja immer noch krank geschrieben und kommt bald zur „Anschluß-heilbehandlung“…rutscht also auch wieder ins Krankengeld.

Auf mein Drängen sich doch erst einmal wieder als LKW-Fahrer oder wenigstens als sonst wie Aushilfsfahrer zu bewerben bekam ich nur hören: die Dame vom Arbeitsamt hat ihm abgeraten einen anderen Job anzunehmen, weil dann die Umschulung mangels Notwendigkeit eher nicht genehmigt würde. Tja – was soll man dazu sagen.

Aber zurück zu meinem Urlaub…den hab ich am Freitag auch gleich genehmigt bekommen und mich für Cuxhaven entschieden…ich möchte mal wieder ins Watt.

Der nächste Gedanke: vielleicht lege ich vorsichtshalber die alten Krücken mit ins Auto – beim letzten Urlaub in Cuxhaven bin ich am Stand in ein überspültes tiefes Loch getreten und habe mir die Bänder am rechten Fußgelenk gedehnt…das war sehr schmerzhaft und ich hab es kaum mit dem Auto nach Hause geschafft.

Nun gut – also ich habe bereits den Wattwanderungskalender studiert und es passt auf jeden Fall…und ich habe auch bereits ein Hotelzimmer für eine Nacht gebucht und das sogar zu einem annehmbaren Preis von 85 EUR für ein Einzelzimmer inclusive Frühstück und Parkplatz. und die Bewertung des Hotels war auch gut.

Sooo – und jetzt bin ich tatsächlich in Urlaubsstimmung…freue mich auf die kleine Auszeit.

Ich besitze zwar keine Koffer mehr (den kleinen Koffer hatte ich im Großen gelagert und auch das Beautycase war darin – alles zusammen stand im Keller im Wasser und liegt inzwischen in einem Müllcontainer), aber für eine Übernachtung reicht mir meine kleine Reisetasche und die liegt zum Glück gut verstaut im Einbauschrank in der Wohnung.

Den großen Koffer hab ich eh seit Jahren nicht mehr gebraucht. Wann fahre ich mal mehr als ein paar Tage irgendwohin und der Koffer war inzwischen auch schon mehr als 20 Jahre alt. Den hatte ich damals angeschafft, als ich für 3 Wochen zur Sprachenschule nach Cambridge geflogen bin. Damals lebte ich noch in NRW zusammen mit meinem heutigen Ex-Mann und wollte unbedingt weg vom reinen Schul-Englisch.

Ich war dort die gesamte Zeit bei einer Familie untergebracht, das war eine tolle Erfahrung und hat mir tatsächlich geholfen mein Furcht vor falsch angewendeter Grammatik zu nehmen, sondern einfach drauf los zu sprechen. Genau das hilft mir heute bei meiner täglichen Arbeit und die Gewissheit: für die Anderen ist es ebenfalls eine Fremdsprache.

Ich mache also einen Kurzurlaub und freue mich drauf….

Ein Tag Zuhause

An meinen letzten Urlaubstag war ich dann zwar irgendwie müde, aber dennoch die meiste Zeit aktiv. Der Vollmond hatte mir mal wieder einen Streich gespielt…und ließ mich in der Nacht nicht gut schlafen.

Anstatt etwas „Schönes“ zu machen, hab ich den halben Tag in der Wohnung rumgewuselt….Wäsche waschen, trockene Wäsche zusammen legen, Bügeln, Kleiderschrank auf „Frühjahrs-Betrieb“ umstellen…. eine Tür an meinem Kleiderschrank neu justieren und ölen und eine Blende versetzen…das störte mich schon eine ganze Weile. Das Bett ist frisch bezogen und dem Staub hab ich mal wieder nachgejagt…quer durch die ganze Wohnung, bin mir allerdings nicht sicher wer jetzt gewonnen hat…fühlte mich aber wenigstens für einen Moment als Sieger.

Das Bad ist auch grundgereinigt und auf dem Balkon sieht es auch wieder ordentlich aus. Nur zum Fensterputzen hatte ich echt keine Lust.

Nach einer kleinen Shopping Tour und dem notwendigen Wiederauffüllen meiner Vorräte hatte ich mittags Gemüse im Backofen gegrillt – schön mit Olivenöl beträufelt .

Ein Pizzateig hatte ich Vormittags schon angesetzt, so gab es am Abend frische Pizza mit Tomatensoße und Mozzarella und belegt mit dem restlichen Grillgemüse vom Mittag.

Das klingt jetzt alles nicht nach wirklichem Urlaub…für mich war es trotz Allem ein wunderbarer Tag….ganz in Ruhe, ohne Hektik und ohne Zwang…eines hat das Andere ergeben und mir machen solche Räumaktionen immer viel Freude. Ordnung ist mir wichtig…und beruhigt meine Gedanken (wie schon öfter erwähnt: äußere Ordnung = innere Ordnung) und tut meiner Seele gut.

Zu viel unterwegs – zu wenig Erholung

Zu viel unterwegs – zu wenig Erholung

Es ist jetzt Mitte meiner 2. Urlaubswoche….und nächste Woche geht es wieder ans Arbeiten. In der ersten Woche war ich ja erst für 3 Tage in Hessen (Frankfurt und Umgebung), dann wieder einen Tag Zuhause, dann für 3 Tage In Flensburg und Dänemark mit meiner Schwester) und ich bin seit Samstagnachmittag erst wieder zuhause.

Das waren insgesamt mit allen Ausflügen usw. 1.640 km die ich im Auto unterwegs war. Die ersten Tage waren sehr heiß, dann in Flensburg und Dänemark war es sehr windig. Ich bin in Hessen viel mit dem Rad gefahren (ebenerdig), dann viel Rad mit meiner Schwester (man sollte nicht glauben wie viele Steigungen es in Flensburg gibt – meine Schwester hat zum Glück ein E-Bike – ich nicht) und stundenlang in Rømø /DK am Stand entlang gelaufen.

In Frankfurt den Stress Montagabend, das extrem tolle Treffen am Dienstag mit dem Rentner+seiner Frau bei ihnen zuhause, in der Nähe von Hanau. Dazu die anschließende tagelange ununterbrochene Kommunikation mit meiner Schwester. Es gibt einfach keine Redepausen, wenn ich bei ihr bin – also gar keine.

Dazu immer und immer wieder die alten Geschichten, mit denen sie nicht abschließen kann, da kommt soviel Bitterkeit mit hoch, und sie behauptet zwar, es verarbeitet zu haben…aber man merkt sehr schnell…das sind nur Worte und die stimmen nicht.

Diese alten Geschichten haben zum Glück nichts mit mir zu tun…unsere Themen sind geklärt.

Ich hab schon so oft versucht ihr Wege aus diesen Gedanken-Spiralen aufzuzeigen, aber ich kann ihr dabei nicht helfen, solange sie nicht einsieht, das sie sich selbst damit blockiert und sie es selber „angehen“ muss, um endlich wirklich inneren Frieden zu finden.

Ich finde die Unterhaltungen darüber jedoch von mal zu mal belastender….weil sie die Verantwortung immer auf „die Anderen“ schiebt. Das sie aber heute, nach 30-40 Jahren, auch selber die Verantwortung für ihren jetzigen Umgang mit den Themen übernehmen kann, will sie nicht wahrhaben. Ja es braucht Zeit und Mut und man muss ehrlich zu sich selbst sein…das kann nicht jeder.

Womit man mal wieder sieht: jeder muss seine eigenen Wege finden mit schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit und seelischen Verletzungen umzugehen.

Seitdem ich wieder zuhause bin, fühle ich mich nicht erholt, sondern erschlagen….wahrscheinlich auch, weil ich die Dosierung einer Tablette auf Anraten des Arztes verdoppelt habe, und die Wirkung ich erst jetzt erst bemerkbar macht….und schon als ich mit den Tabletten im März begann, hab ich Wochen gebraucht, bis ich mich nicht mehr so müde gefühlt habe.

Also seit Samstagnachmittag bin ich körperlich erschöpft, müde, mir tun Knochen und Muskeln weh, ich bin seelisch ausgelaugt, ich hab mich total in meine Wohnung zurück gezogen…dazu hat das Wetter umgeschlagen und es ist bei 18-23 Grad zwar warm, aber ständig bedeckt, extrem windig…vorgestern gab es ein heftig langanhaltendes Gewitter und die Sonne mag auch nicht mehr scheinen….ich schlafe sehr viel und lange und so richtig motiviert viel in meiner letzten Urlaubswoche zu machen, bin ich auch nicht.

Ehrliches Fazit: Es war einfach zu viel.

Meine anfängliche Euphorie endlich mal wieder raus zu kommen und den Urlaub zu genießen, hat tatsächlich verdrängt, das die Tage mit meiner Schwester anschließend für meine Erholung auch nicht so toll sein werden. Dabei waren auch die Tage mit und bei ihr schön…aber eben auch anstrengend.

Es ist, wie es ist…ich brauche einfach viel Ruhe für mich selbst…und selbst wenn ich meine eigenen Bedürfnisse missachte, wie in diesem Fall, holt es mich am Ende wieder ein.

Seit Samstagmittag bin ich wieder Zuhause und erst seit gestern Abend (Dienstag) fühle ich mich wieder lebendig. Die Tage dazwischen hab ich mich nur etwas um meine Wohnung und die Wäsche gekümmert…ansonsten hab ich auf der Couch gelegen und gelesen, etwas gekocht, auf dem Balkon etwas aufgeräumt und stundenlang den Vögeln zugeschaut und eben sehr viel geschlafen.

Gestern Abend war ich dann endlich mal wieder zu meiner normalen Walkingrunde am Abend unterwegs..sehr schön…jetzt bin ich also wieder da…

Urlaubstag in Frankfurt

Urlaubstag in Frankfurt

Die Nacht im Hotel war erstaunlich gut. Am nächsten Morgen hab ich mein Rad aus dem Auto geholt, nur um festzustellen, das die Kette abgesprungen ist…nanu…das ist mir so auch noch nicht passiert.

Aber egal…nach nicht mal 2 Minuten war auch das behoben und ich erst einmal dreckig. Das kommt davon, wenn man sein Rad nicht zwischendurch auch mal sauber macht. Rüge an mich selbst: DRINGEND Rad putzen.

Dann aber ging es los. Von Eschborn ging es auf meinen alten Schleichwegen nach Frankfurt-Rödelheim und von dort nach Bockenheim. Die meisten Wege hab ich auch tatsächlich auf Anhieb gefunden… nur einmal hatte ich einen Weg verpasst und war in die verkehrte Richtung gefahren….hab es aber dann schnell gemerkt und auch sofort in entgegengesetzter Richtung den kleinen Fußgängertunnel wieder gefunden…der konnte ja auch nicht verloren gegangen sein.

Es war noch früh am Morgen und leicht kühl, so das die Fahrt mit knappen 16km mir sehr viel Spaß gemacht hat….und dann war ich auch schon an der Bockenheimer Warte, bei meinem Lieblingsbistro/-Café.

Normalerweise sind die Tische draußen auch vormittags immer gut belegt…immerhin ist es unweit der Uni…aber an diesem Montag war es leer….also richtig leer. Mir sollte es Recht sein…und auch die freundliche Bedienung freute sich über etwas Ruhe am Morgen und einem Gast, der endlich mal Zeit hatte in Ruhe zu Frühstücken.

ohhh ja, ich hatte Zeit und und war knappe 2 Stunden dort….dabei blieb mein Frühstück eher unspektakulär….aber es war genau das, worauf ich jetzt Lust hatte und sehhr frisch und lecker.

Nach dem Frühstück blieb ich einfach sitzen, trank noch einen Kaffee und beobachtete die Menschen die vorbei hasteten. Das ist genau das Problem in dieser Stadt:

Die Uhren laufen einfach schneller…die Menschen fahren schneller, laufen schneller, bei Rot über die Ampel zu gehen ist hier überall relativ normal, weil sich niemand Zeit nimmt auf Grün zu warten. (Nur die Radfahrer sind hier nicht so kamikaze-mäßig unterwegs wie in Hamburg…was mir dort schon mehr als einmal einen Schock versetzt hat hahaha)

Und diese äußere Hektik der Stadt übertrug dann auch sehr schnell noch am gleichen Tag auf mich….jetzt weiß ich wieder genau, warum ich hier weg bin. Aber noch war alles in mir entspannt und ich freute mich auf den Tag.

Später bin ich dann mit dem Rad weiter in Richtung Innenstadt gefahren…an der Alten Oper vorbei

und durch die „Fressgass“ zur Hauptwache…dort hab ich das Rad abgestellt, hab die Zeil (die Einkaufs-/Fußgängerzone) erst einmal links liegen gelassen und bin zum „Römer“ gelaufen, runter bis zum Main, dann durch die erst vor ein paar Jahren fertiggestellte Nachbildung der „Altstadt“ mit netten kleinen Häusern, Plätzen und Höfen.

Das sieht auch alles super aus…fühlt sich für mich aber trotzdem eher fremd an…ist mehr ein Touristen-Ort zum Flanieren…weniger ein Ort um dort zu Leben.

So hab ich mich dann auch relativ zügig weiter zur Kleinmarkthalle begeben. Das ist quasi wie ein überdachter Wochenmarkt, nur das dieser an jedem Wochentag statt findet. Oben gibt es eine Weinbar und kleine Geschäfte, im Souterrain befinden sich die Fischhändler…und alles andere, was man zum täglichen Leben benötigt, bekommt man im Erdgeschoss….ich mag diese Markthalle in dem alten und schmucklosen Gebäude….hier spielt das Leben, treffen sich die Menschen bunt gemischt aus allen Gesellschaftsschichten.

Der Himmel strahlte mit wolkenlosen Blau und die Temperatur steuerte schon wieder unbeirrbar auf die 30 Grad zu…ich lies mich daher auf der Zeil in einem Cafè mit riesigen Sonnenschirmen nieder und genoss meine Auszeit…

Urlaubsfahrt – zurück in vergangene Zeiten

Meine Erste Urlaubswoche ist nun vorbei…und damit auch der Teil, wo ich ständig unterwegs bin. Den zweiten Teil meines Urlaubs verbringe ich ab jetzt in Ruhe zuhause…das brauche ich auch.

Sonntag vor einer Woche bin ich die 520km nach Frankfurt gefahren…die Autobahnen waren voll und Baustellen gab es oft und die waren auch noch oft sehr lang…aber es ging immer noch irgendwie weiter…wenn auch zeitweilig eher langsam.

Aber nach meinem einzigen kurzen Stopp auf einem Autohof (also neben der Autobahn) gab es auf einmal keine Möglichkeit mehr zurück auf die Autobahn zu kommen…die ausgeschilderte Umleitung führte ins Nichts….also zurück zum Autohof und von dort aus erneut der Umleitungsbeschilderung folgen…ich war nicht die Einzige, die gleich mehrfach wieder am Autohof ankam und durch die Gegend irrte.

Ich hatte dann irgendwann die Nase voll und hab mir meinen weiteren Weg über Land gesucht…..das war so sehr Pampa, das es auch keine Bundesstraße in der Nähe gab, sondern nur kleine Landstraßen durch kleinste Orte…aber immerhin war dann irgendwann „Marburg“ ausgeschildert….und lustigerweise, waren alle Versuche wieder die Autobahn zu erreichen unmöglich, weil jedes Hinweis-Schild auf die Autobahn durchgestrichen war….d.h. die Auffahrten waren nicht befahrbar, weil dort gebaut wurde. Ich hatte mir tatsächlich den blödesten Ort für eine Pause gesucht. Aber egal…ich war mit Essen und Getränken versorgt und wollte mich nicht lange aufregen.

In der Umgebung von Marburg kannte ich mich immerhin wieder etwas aus und so kam ich dann wieder auf Straßen, die mir nicht unbekannt waren und dann war ich auch wieder auf der Autobahn….und da waren sie wieder, die immer noch sehr vertrauten Orte, Münzenberg am Gambacher Kreuz, Butzbach, Bad Nauheim, Friedberg, Rosbach v.d.H (In zwei der Orte hab ich auch mal gewohnt, in einem der Anderen gearbeitet)…und dann der Blick auf die Skyline von Frankfurt.

Bei Bad Homburg v.d.H. hab ich die Autobahn verlassen und bin in Richtung Taunus gefahren, nach Kronberg (von mir immer gerne „Schnöselhausen“ genannt)….wollte mal sehen, ob dieser komische Konzertsaal am Bahnhof inzwischen fertig ist und ob er wirklich so scheußlich aussieht, wie schon damals auf den Plänen erkennbar….ohhhja – also dieses futuristische Teil passt so gar nicht da hin, riesig ist es und durch das lang-runtergezogene Dach sieht es merkwürdig aus…gut das ich in diesem Ort nicht mehr wohne.

Mehr wollte ich von Kronberg auch schon gar nicht sehen…den Bereich, wo wahrscheinlich heute noch mein Ex wohnt, hab ich großzügig ausgelassen. Ich wollte nie in diesen Ort ziehen…aber mein Ex-Freund war so ein „Schnösel“, der unbedingt hier leben wollte. Das war der Kompromiss damals…okay ich ziehe von Frankfurt-Rödelheim nach Kronberg…aber ich bleibe in einer eigenen Wohnung…und so kam es dann, das wir im gleichen Haus wohnten, aber in getrennten Wohnungen.

Von Kronberg aus bin ich dann meinen ehemaligen Weg zur Arbeit nach Bad Soden a.T. gefahren…hab das Auto in der Nähe des Kurparks abgestellt und bin etwas durch die Gegend gelaufen…. Die Sonne war immer noch gnadenlos bei annähernd 30 Grad….hab mich in ein kleines Restaurant gesetzt und zu Abend gegessen….hier ist noch alle wie immer….auch das Essen ist richtig klasse.

Und dann ging es nach Eschborn zum Hotel. Ich hatte mich für „das niu Belt“ entschieden…Ein City-Hotel, jung und modern mit kleinen Zimmern, funktional und sauber und bei aktuellen Tagestemperaturen von mehr als 30Grad war auch die Klimaanlage im Zimmer ein Entscheidungskriterium….und es ist nicht so teuer.

Eschborn liegt nur ca. 4 km vor der Stadtgrenze zu Frankfurt und kann man fast als Trabantenstadt bezeichnen….es gibt zwar einen alten Ortskern, aber hier sitzen inzwischen viele namenhafte Unternehmen in riesigen Bürotürmen z.B. Die Deutsche Börse, Deutsche Bank, Commerzbank, E&Y, Vodafone, Evonik usw. und die Anbindung mit der S-Bahn und den Autobahnen ist ist richtig gut.

Am Abend bin ich dann noch mit dem Auto die knappen 4 km bis nach FFM-Rödelheim gefahren. Hier hab ich knappe 10 Jahre gewohnt…dem Stadtteil fühle ich mich tatsächlich noch emotional verbunden….alles ist wie immer…schön hier durch die Straßen zu laufen, durch den Park, durch die wuselige Einkaufsstraße…an der Nidda entlang…und an dem Haus, wo ich so lange gewohnt hatte. Ich bin nicht wehmütig…aber es ist erstaunlich vertraut.

Endlich Zeit und kleiner Blick in die Vergangenheit

Seid Wochen schon freue ich mich auf diesen Tag, hab ihn tatsächlich herbei gesehnt…ab heute hab ich für 14 Tage Sommerurlaub.

Nicht das ich etwas Besonderes geplant hätte. Also warum hab ich mich sooo darauf gefreut? Weil ich jetzt Zeit habe…die ich auch einfach vertrödeln kann…wenn ich es denn möchte…ich brauche vor Niemandem, auch vor mir selber nicht, zu rechtfertigen, WIE ich meinen Urlaub verbringe.

Ich kann und darf mir einfach Zeit lassen, soviel und solange ich möchte…und wenn es sein muss, auch die kompletten 14 Tage…okay, das ist eher unwahrscheinlich bei mir und na klar werde ich immer wieder von Kollegen gefragt, was ich im Urlaub machen werde…das ist dann doch irgendwie blöd…weil ich gar nicht viel erzählen kann…denn, ich habe ja nicht wirklich etwas geplant…ein paar Absichtserklärungen kann ich dann zum Besten geben

Aber Pläne, fixierte Reiserouten, Tickets für Flug oder Bahn, oder gar reservierte Hotelzimmer? Fehlanzeige. Natürlich denke ich öfter darüber nach….aber so richtig auf ein Ziel wollte ich mich dann doch noch nicht einlassen.

Zumal ich auf der einen Seite ja noch auf den Termin für das PET-CT warte und andererseits mein Schwager aktuell mit neuer Hüfte im Krankenhaus liegt (und dazu auch noch arbeitslos)…während meine Schwester ihren 3wöchigen Urlaub jetzt allein zuhause verbringt.

Aber in dieser Woche kristallisierte sich dann ein Plan heraus…ich werde mich diesen Sonntag ins Auto setzten und in meine alte Heimat fahren…nach Frankfurt. Ich habe dort und in der Umgebung fast 20 Jahre gelebt…werde mich für 2 Nächte in einem kleinen Hotel außerhalb der Stadt einquartieren.

Nach dem letzten Telefonat mit dem Rentner aus Hessen, hatte ich mal wieder so richtig Lust auf alten Pfaden zu wandeln…mein Fahrrad kommt natürlich mit…. So kann ich – wie früher – Morgens nach Bockenheim radeln und in meinem früheren Lieblings-Cafè /-Bistro frühstücken, In Rödelheim durch die Straßen Laufen, wo ich knappe 10 Jahre gewohnt habe… irgendwann dann über die Zeil flanieren und eine kleine Wanderung im Taunus machen….all die schönen Strecken und Wege, die ich früher so gerne hatte.

Das sind alles Dinge, die ich schon lange vorher gemacht hatte, bevor ich mit meinem letzten Ex-Freund zusammen kam…diese Zeit „vorher“ war eine intensive und sehr schöne Zeit, an die ich mich gerne zurück erinnere…ich war Single und hab gemacht, wozu ich Lust hatte….genau, wie jetzt wieder….nur heute mache ich es im hohen Norden der Republik, aber ruhiger – dafür genau so intensiv und vor allem richtig zufrieden.

In der kommenden Woche jährt sich mein Weggang aus Hessen tatsächlich zum 4.Mal – es ist ein interessanter Zufall, das ich ausgerechnet jetzt wieder dorthin fahre. Bisher war ich nur einmal vor ca. 2 Jahren dort.

WOW – 4 Jahre sind inzwischen schon wieder vergangen. Wie anders mein Leben heute ist….beruflich bin ich seitdem nicht mehr so angespannt, wie die 20 Jahre zuvor….ich mache meinen Job gerne und ich mache ihn gut….ansonsten hab ich viel Freizeit und viele Freiheiten.

Ja klar lebe ich heute sehr viel ruhiger und zurück gezogener…aber dafür ist meine Zufriedenheit auch um ein Vielfaches höher. Jaaaa das mit der Gesundheit ist jetzt nicht mehr ganz soooo gut…aber hey – wir werden eben alle älter und so ein paar Krankheiten gehören eben auch dazu….noch kann ich damit ganz gut leben (zumindest bis zum Ergebnis des PET-CTs….dann schaue ich mal weiter)

Wie bei einem so spontan initiierten Urlaub zu erwarten, treffe ich mich jetzt nicht mit vielen Leuten. „VIELE“ hab ich ja eh nicht. Ich hab nur 2 von 4 mir wichtigen Personen überhaupt über mein Kommen informiert.

Was wahrscheinlich irritierend klingt: ich besuche die Stadt und Umgebung, um der Stadt und der alten Erinnerungen willen…und na klar würde ich in diesem Zusammenhang auch gerne die Beiden gerne treffen (also unabhängig voneinander)….leider klappt es mit meinem ehemaligen Tanzpartner und gutem Freund nicht….er befindet sich ab heute selber im Familienurlaub….so wird es wohl nur zu einem Treffen mit dem Rentner und seiner Frau kommen, das ist ja inzwischen eine ganz besonders enge Freundschaft ….jaaaaa ich könnte noch die anderen Beiden auf meiner Liste informieren…aber das möchte ich eigentlich gerade nicht.

Wenn ich dann wieder nach Hause komme, werde ich anschließend noch für 1-3 Tage zu meiner Schwester fahren. Mein Schwager wird dann schon in der Reha sein… und damit sie auch noch etwas richtigen Urlaub bekommt, wollen mal wieder nach Rømø (Dänemark) fahren….an den schönen weiten und langen Strand….mal sehen ob das Wetter dann überhaupt noch mitspielt….etwas Wasser, etwas Wellness, gutes Essen…mal sehen, was sich so ergibt. Und in der 2. Woche meines Urlaubs treffen wir uns dann zu Dritt für einen Tag bei meinem Schwager in der Reha……

Im Moor

Im Moor

Nun gut, der verschwunde Sack Blumenerde hat mich nicht lange aufgehalten. Weg ist nun mal weg….ich bin also Sonntagvormittag losgefahren. Die Kaffee-Becher waren gefüllt, Wasserflasche auch, Butterbrote geschmiert….hahahaha ich könnte ja unterwegs verhungern so in der weitern Prärie über deutsche Autobahnen.

Kurz noch der Stopp um meine Bürgerpflicht bei der Wahl zu erfüllen und dann ging es in Richtung Süden…bis kurz vor Hamburg ging es dann auch flott…aber dann gab es einen Unfall noch vor dem Elbtunnel….Stau! und zwar mit Stillstand…..und auch hinter dem Elbtunnel später ging es durch die Baustellen nur langsam weiter…alles zusammen hat das dann ca. 2,5 Stunden anstatt 1 Stunde gedauert ..mir aber trotzdem kaum etwas ausgemacht…ich war ja versorgt.

So war es dann gegen Ende der Mittagszeit, als ich im Pietzmoor bei Schneverdingen ankam. Tolles Wetter, Sonntag, Muttertag = der Parkplatz war brechend voll….aber meine Hoffnung trog mich nicht, die meisten hatten sich um diese Zeit in das Wald-Restaurant begeben…das hatte ich für diesen Tag erst gar nicht in Betracht gezogen…obwohl das Essen im Schäferhof sehr gut ist. Gute Qualität, regional und saisonal. Dafür gab es ja meine Butterbrote.

Die Rundtour durch das Moor ist knappe 5 km lang und zuerst waren noch einige kleinere Familientrupps vor mir auf dem Weg..aber die hab ich dann schnell ein- und überholt und dann hatte ich tatsächlich wieder die Ruhe, die ich so mag…es war zwar nicht menschenleer, aber viel weniger Menschen auf den Wegen, als gedacht und vor allem war es meistens schön ruhig.

Sofort fühlte ich mich ruhig und zufrieden…die Landschaft ist einfach herrlich hier…locker und leicht lief ich die Wege und hätte gefühlt ewig so weiter laufen können

Am Ende des Rundwegs wollte ich noch nicht zurück zum Auto…bin dann einen etwas kleineren leicht versteckten Weg gegangen…hab mich dann irgendwann ins Gras gesetzt und einfach nichts weiter gemacht als bei meinen Problemfuß die Schmerzen weg zu kneten und die Umgebung zu geniessen.

Als ich wieder am Auto ankam waren es knappe 8km und das bei dieser schönen Umgebung. Ich war schon mittendrin im Urlaubs-Feeling.

Urlaubsgefühl – klasse

Es ist so ein richtig tolles Urlaubsgefühl – wie schon lange nicht mehr.

DAS ist das Gefühl von Freiheit … ich kann..muss aber nichts tun. Endlich mal wieder unbeschwert die Zeit geniessen, einfach weil es freie unverplante Zeit…gerade mal keine Sorgen und Nichts, um das ich mich kümmern muss.S

Schlendern, Zeit „vertrödeln“, Seele baumeln lassen. Ich darf das, ich kann das …und es macht Spaß

Es war also eine gute Entscheidung einfach mal wieder weg zu fahren. Das hab ich bereits gestern gespürt und genau so geht es heute weiter.

Ich schlendere noch einmal durch Celle schaue mich hier und da um…laufe und schaue zu den schönen Fachwerkhäusern hinauf

das älteste Fachwerkhaus aus 1522

…jetzt sitze ich im Cafè und trinke einen Kaffee. Die meisten Geschäfte haben noch geschlossen und die Menschen gehen ihren Beschäftigungen nach…gehen ins Büro und schließen ihre Geschäfte auf oder arbeiten an den Gebäuden.

Gerade dieses Normale eines Alltags der Anderen, die meine Wege kreuzen, verstärkt mein Gefühl von Freizeit und Freiheit.

Das Hotel ist meinem Wunsch nach einem ruhigen Zimmer nachgekommen…es war ein herrlich ruhiges Zimmer, sauber und relativ neu eingerichtet…das Bett war gut…ich konnte super schlafen.

Beim Frühstück konnte ich sehen, das die meisten Gäste beruflich hier waren: Handwerker, Handlungreisende und Techniker/Ingenieure (das hab ich aus der Unterhaltung des Nebentisches entnommen, die unterhielten sich in Englisch über die komplexe Umsetzung eines Problems).


Solche Gäste sind meistens ein gutes Zeichen für ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis. Bodenständig ohne Schnickschnack…genau das, was ich von einem Hotel erwarte (außer ich mache „Wellness-Urlaub“ da hab ich andere Ansprüche an das Hotel)

Ich werde nachher noch ein wenig durch die Geschäfte ziehen…seit langer Zeit hab ich mal wieder Lust auf ein Kleid….gestern hab ich eines im Schaufenster gesehen…ein Leinenkleid das bis zum Knie geht, schmal geschnitten und troztdem luftig um die Hüften sitzt und keine Spaghetti-Träger hat…hahaha…also so ziemlich die perfekten Voraussetzungen für mich mitbringt…außerdem kann man es super mit weißen Turnschuhen tragen.

Während ich bis vor ein paar Jahren sehr häufig Kleider und Röcke getragen habe, waren es in den letzten Jahren fast aussschließlich Hosen…schon allein wegen meiner eingeschränkten Auswahl an Schuhen…aber dann trage ich jetzt eben Sneaker dazu…ich hab jetzt 2-3 Paar, die passen könnten.

Kleine Rückschau

Für Silvester ist alles vorbereitet…es gibt ein „Weihnester“… ein kombiniertes Fest aus Weihnachten und Silvester.

Ich hab die Info, das die Gans bereits im Ofen ist. Ich kümmere mich dafür um das Mitternachts-Essen …also kleine gekaufte mediterane Snacks und dazu selbstgemachte Partyfrikadellchen und Schnitzelchen..und für das morgige Frühstück gibt es zwei Brötchen-Teige.

Dazu hab ich die kleinen Geschenkschachteln fertig (jaja, wir wollten uns ja nichts schenken…) und meine Übernachtstasche ist auch gepackt.

Nun ist alles fertig vorbereitet und ich hab noch 1 Stunde Zeit bevor ich mich auf den Weg mache.

Zeit genug für eine kleine Rückschau auf das ausklingende Jahr:

Das Jahr war insgesamt gar kein so Schlechtes…aber an einigen Stellen schon sehr herausfordernd.

Gesundheitlich war ich noch nie so oft angeschlagen: 3x mit grippalem Infekt, dann der verstauchte Knöchel im Sommerurlaub, die insgesamt schleppende Genesung über Wochen…ständig überhöhter Puls und viiiel zu hoher Blutdruck trotz der Tabletten.

Doch letztlich bin ich jetzt wieder hergestellt und es war nichts Dramatisches.

Ich war mental öfter mal wieder gestresst, schaffe es aber zum Glück mich einigermassen zügig wieder zu fangen….

Ich habe schöne Ausflüge gemacht, wenn ich auch wesentlich weniger neue Ziele ins Visier genommen habe. Ich bin viel seltener mit dem Auto unterwegs gewesen, war dafür öfter auch im Homeoffice und liebe inzwischen meine kleinen Ausflugsziele in der Nähe.

Ich war 3x in diesem Jahr in Urlaub, das ist viel für mich: Einmal in Ostfriesland im Frühjahr, Sommerurlaub in Cuxhaven und ein Wellness-Urlaub in Boltenhagen.

jaaa – das ist schon mal eine ganz gute kurze Bilanz..

gefundene Urlaubstage

Die letzte Woche plätscherte ruhig und entspannt vor sich hin….beruflich ist es immer noch derartig ruhig und entspannt, das ich langsam misstrauisch werde.

Nutze aber diese extrem ruhige Lage, um lange aufgeschobene Arbeiten zu erledigen….und habe mich intensiv einem speziellen Thema gewidmet, das ich zwar regelmäßig „mache“, aber die firmenspezifische Vorgehensweise ist für mich unlogisch und nicht selbsterklärend und vor allem, wird es trotz Corporate Identity nicht in jeder meiner Firmen gleich behandelt.

Wo liegt die Logik, warum weichen einige Firmen davon ab und wie kann ich es möglichst systematisch für alle gleich erfassen….hierbei bin ich tatssächlich extrem „old-shool“…und nutze ein Ringbuch um den Ist-Zustand aller betreuten Firmen zu erfassen.

Anschließend habe ich alle Mails der letzten 2,5 Jahre zu dem Thema quergelesen und schaue noch einmal nach, was für unterschiedliche Erklärungen ich von den verschiedensten Kollegen, zu dem Thema erhalten habe und so langsam verstehe ich, was tatsächlich gewollt ist….und welche Erklärungen der Kollegen ich als fehlerhaft ignorieren kann.

Nun wo ich weiß, wie es gebucht, kontrolliert und dokumentiert werden soll, vergleiche ich es mit dem aktuellen Ist-Zustand und sehe, wo ich Umbuchungen machen, wo ich die Dokumentation anpassen und wo der Kollege aus der entsprechenden Abteilung, die Zahlen korrigieren muss….und am Ende der Woche passtedann auch alles zusammen. Das ist ein schönes Gefühl. Thema erledigt.

Wohlwissend, das diese ruhige Zeit bald wieder vorbei ist, habe ich schon mal angefangen für die kommenden Quartalsabschlüsse vorzuarbeiten…und jetzt hab ich tatsächlich schon wieder ein paar Tage Urlaub.

Ende letzter Woche hab ich ungläubig festgestellt, das ich ab dem 12.09. schon wieder eine Woche Urlaub habe. Als ich lachend meiner Kollegin erzählte, das ich ein paar Urlaubstage „gefunden“ habe, kam sogar der GF lachend um die Ecke und fragte: wo und wie man denn Urlaubstage finden könnte.

Ganz einfach….indem man sich Urlaubstage von seinem Chef genehmigen lässt, diese aber immer wieder verschiebt und letztlich den Überblick nicht mehr im Kopf hat. In meiner Urlaubsdatei und in den Outlook-Kalender hatte ich die Tage zwar eingetragen, dann aber einfach nicht mehr daran gedacht.

Und hoppla: ich hab schon wieder Urlaub…