Urlaubsfahrt – zurück in vergangene Zeiten

Meine Erste Urlaubswoche ist nun vorbei…und damit auch der Teil, wo ich ständig unterwegs bin. Den zweiten Teil meines Urlaubs verbringe ich ab jetzt in Ruhe zuhause…das brauche ich auch.

Sonntag vor einer Woche bin ich die 520km nach Frankfurt gefahren…die Autobahnen waren voll und Baustellen gab es oft und die waren auch noch oft sehr lang…aber es ging immer noch irgendwie weiter…wenn auch zeitweilig eher langsam.

Aber nach meinem einzigen kurzen Stopp auf einem Autohof (also neben der Autobahn) gab es auf einmal keine Möglichkeit mehr zurück auf die Autobahn zu kommen…die ausgeschilderte Umleitung führte ins Nichts….also zurück zum Autohof und von dort aus erneut der Umleitungsbeschilderung folgen…ich war nicht die Einzige, die gleich mehrfach wieder am Autohof ankam und durch die Gegend irrte.

Ich hatte dann irgendwann die Nase voll und hab mir meinen weiteren Weg über Land gesucht…..das war so sehr Pampa, das es auch keine Bundesstraße in der Nähe gab, sondern nur kleine Landstraßen durch kleinste Orte…aber immerhin war dann irgendwann „Marburg“ ausgeschildert….und lustigerweise, waren alle Versuche wieder die Autobahn zu erreichen unmöglich, weil jedes Hinweis-Schild auf die Autobahn durchgestrichen war….d.h. die Auffahrten waren nicht befahrbar, weil dort gebaut wurde. Ich hatte mir tatsächlich den blödesten Ort für eine Pause gesucht. Aber egal…ich war mit Essen und Getränken versorgt und wollte mich nicht lange aufregen.

In der Umgebung von Marburg kannte ich mich immerhin wieder etwas aus und so kam ich dann wieder auf Straßen, die mir nicht unbekannt waren und dann war ich auch wieder auf der Autobahn….und da waren sie wieder, die immer noch sehr vertrauten Orte, Münzenberg am Gambacher Kreuz, Butzbach, Bad Nauheim, Friedberg, Rosbach v.d.H (In zwei der Orte hab ich auch mal gewohnt, in einem der Anderen gearbeitet)…und dann der Blick auf die Skyline von Frankfurt.

Bei Bad Homburg v.d.H. hab ich die Autobahn verlassen und bin in Richtung Taunus gefahren, nach Kronberg (von mir immer gerne „Schnöselhausen“ genannt)….wollte mal sehen, ob dieser komische Konzertsaal am Bahnhof inzwischen fertig ist und ob er wirklich so scheußlich aussieht, wie schon damals auf den Plänen erkennbar….ohhhja – also dieses futuristische Teil passt so gar nicht da hin, riesig ist es und durch das lang-runtergezogene Dach sieht es merkwürdig aus…gut das ich in diesem Ort nicht mehr wohne.

Mehr wollte ich von Kronberg auch schon gar nicht sehen…den Bereich, wo wahrscheinlich heute noch mein Ex wohnt, hab ich großzügig ausgelassen. Ich wollte nie in diesen Ort ziehen…aber mein Ex-Freund war so ein „Schnösel“, der unbedingt hier leben wollte. Das war der Kompromiss damals…okay ich ziehe von Frankfurt-Rödelheim nach Kronberg…aber ich bleibe in einer eigenen Wohnung…und so kam es dann, das wir im gleichen Haus wohnten, aber in getrennten Wohnungen.

Von Kronberg aus bin ich dann meinen ehemaligen Weg zur Arbeit nach Bad Soden a.T. gefahren…hab das Auto in der Nähe des Kurparks abgestellt und bin etwas durch die Gegend gelaufen…. Die Sonne war immer noch gnadenlos bei annähernd 30 Grad….hab mich in ein kleines Restaurant gesetzt und zu Abend gegessen….hier ist noch alle wie immer….auch das Essen ist richtig klasse.

Und dann ging es nach Eschborn zum Hotel. Ich hatte mich für „das niu Belt“ entschieden…Ein City-Hotel, jung und modern mit kleinen Zimmern, funktional und sauber und bei aktuellen Tagestemperaturen von mehr als 30Grad war auch die Klimaanlage im Zimmer ein Entscheidungskriterium….und es ist nicht so teuer.

Eschborn liegt nur ca. 4 km vor der Stadtgrenze zu Frankfurt und kann man fast als Trabantenstadt bezeichnen….es gibt zwar einen alten Ortskern, aber hier sitzen inzwischen viele namenhafte Unternehmen in riesigen Bürotürmen z.B. Die Deutsche Börse, Deutsche Bank, Commerzbank, E&Y, Vodafone, Evonik usw. und die Anbindung mit der S-Bahn und den Autobahnen ist ist richtig gut.

Am Abend bin ich dann noch mit dem Auto die knappen 4 km bis nach FFM-Rödelheim gefahren. Hier hab ich knappe 10 Jahre gewohnt…dem Stadtteil fühle ich mich tatsächlich noch emotional verbunden….alles ist wie immer…schön hier durch die Straßen zu laufen, durch den Park, durch die wuselige Einkaufsstraße…an der Nidda entlang…und an dem Haus, wo ich so lange gewohnt hatte. Ich bin nicht wehmütig…aber es ist erstaunlich vertraut.

Endlich Zeit und kleiner Blick in die Vergangenheit

Seid Wochen schon freue ich mich auf diesen Tag, hab ihn tatsächlich herbei gesehnt…ab heute hab ich für 14 Tage Sommerurlaub.

Nicht das ich etwas Besonderes geplant hätte. Also warum hab ich mich sooo darauf gefreut? Weil ich jetzt Zeit habe…die ich auch einfach vertrödeln kann…wenn ich es denn möchte…ich brauche vor Niemandem, auch vor mir selber nicht, zu rechtfertigen, WIE ich meinen Urlaub verbringe.

Ich kann und darf mir einfach Zeit lassen, soviel und solange ich möchte…und wenn es sein muss, auch die kompletten 14 Tage…okay, das ist eher unwahrscheinlich bei mir und na klar werde ich immer wieder von Kollegen gefragt, was ich im Urlaub machen werde…das ist dann doch irgendwie blöd…weil ich gar nicht viel erzählen kann…denn, ich habe ja nicht wirklich etwas geplant…ein paar Absichtserklärungen kann ich dann zum Besten geben

Aber Pläne, fixierte Reiserouten, Tickets für Flug oder Bahn, oder gar reservierte Hotelzimmer? Fehlanzeige. Natürlich denke ich öfter darüber nach….aber so richtig auf ein Ziel wollte ich mich dann doch noch nicht einlassen.

Zumal ich auf der einen Seite ja noch auf den Termin für das PET-CT warte und andererseits mein Schwager aktuell mit neuer Hüfte im Krankenhaus liegt (und dazu auch noch arbeitslos)…während meine Schwester ihren 3wöchigen Urlaub jetzt allein zuhause verbringt.

Aber in dieser Woche kristallisierte sich dann ein Plan heraus…ich werde mich diesen Sonntag ins Auto setzten und in meine alte Heimat fahren…nach Frankfurt. Ich habe dort und in der Umgebung fast 20 Jahre gelebt…werde mich für 2 Nächte in einem kleinen Hotel außerhalb der Stadt einquartieren.

Nach dem letzten Telefonat mit dem Rentner aus Hessen, hatte ich mal wieder so richtig Lust auf alten Pfaden zu wandeln…mein Fahrrad kommt natürlich mit…. So kann ich – wie früher – Morgens nach Bockenheim radeln und in meinem früheren Lieblings-Cafè /-Bistro frühstücken, In Rödelheim durch die Straßen Laufen, wo ich knappe 10 Jahre gewohnt habe… irgendwann dann über die Zeil flanieren und eine kleine Wanderung im Taunus machen….all die schönen Strecken und Wege, die ich früher so gerne hatte.

Das sind alles Dinge, die ich schon lange vorher gemacht hatte, bevor ich mit meinem letzten Ex-Freund zusammen kam…diese Zeit „vorher“ war eine intensive und sehr schöne Zeit, an die ich mich gerne zurück erinnere…ich war Single und hab gemacht, wozu ich Lust hatte….genau, wie jetzt wieder….nur heute mache ich es im hohen Norden der Republik, aber ruhiger – dafür genau so intensiv und vor allem richtig zufrieden.

In der kommenden Woche jährt sich mein Weggang aus Hessen tatsächlich zum 4.Mal – es ist ein interessanter Zufall, das ich ausgerechnet jetzt wieder dorthin fahre. Bisher war ich nur einmal vor ca. 2 Jahren dort.

WOW – 4 Jahre sind inzwischen schon wieder vergangen. Wie anders mein Leben heute ist….beruflich bin ich seitdem nicht mehr so angespannt, wie die 20 Jahre zuvor….ich mache meinen Job gerne und ich mache ihn gut….ansonsten hab ich viel Freizeit und viele Freiheiten.

Ja klar lebe ich heute sehr viel ruhiger und zurück gezogener…aber dafür ist meine Zufriedenheit auch um ein Vielfaches höher. Jaaaa das mit der Gesundheit ist jetzt nicht mehr ganz soooo gut…aber hey – wir werden eben alle älter und so ein paar Krankheiten gehören eben auch dazu….noch kann ich damit ganz gut leben (zumindest bis zum Ergebnis des PET-CTs….dann schaue ich mal weiter)

Wie bei einem so spontan initiierten Urlaub zu erwarten, treffe ich mich jetzt nicht mit vielen Leuten. „VIELE“ hab ich ja eh nicht. Ich hab nur 2 von 4 mir wichtigen Personen überhaupt über mein Kommen informiert.

Was wahrscheinlich irritierend klingt: ich besuche die Stadt und Umgebung, um der Stadt und der alten Erinnerungen willen…und na klar würde ich in diesem Zusammenhang auch gerne die Beiden gerne treffen (also unabhängig voneinander)….leider klappt es mit meinem ehemaligen Tanzpartner und gutem Freund nicht….er befindet sich ab heute selber im Familienurlaub….so wird es wohl nur zu einem Treffen mit dem Rentner und seiner Frau kommen, das ist ja inzwischen eine ganz besonders enge Freundschaft ….jaaaaa ich könnte noch die anderen Beiden auf meiner Liste informieren…aber das möchte ich eigentlich gerade nicht.

Wenn ich dann wieder nach Hause komme, werde ich anschließend noch für 1-3 Tage zu meiner Schwester fahren. Mein Schwager wird dann schon in der Reha sein… und damit sie auch noch etwas richtigen Urlaub bekommt, wollen mal wieder nach Rømø (Dänemark) fahren….an den schönen weiten und langen Strand….mal sehen ob das Wetter dann überhaupt noch mitspielt….etwas Wasser, etwas Wellness, gutes Essen…mal sehen, was sich so ergibt. Und in der 2. Woche meines Urlaubs treffen wir uns dann zu Dritt für einen Tag bei meinem Schwager in der Reha……

Im Moor

Im Moor

Nun gut, der verschwunde Sack Blumenerde hat mich nicht lange aufgehalten. Weg ist nun mal weg….ich bin also Sonntagvormittag losgefahren. Die Kaffee-Becher waren gefüllt, Wasserflasche auch, Butterbrote geschmiert….hahahaha ich könnte ja unterwegs verhungern so in der weitern Prärie über deutsche Autobahnen.

Kurz noch der Stopp um meine Bürgerpflicht bei der Wahl zu erfüllen und dann ging es in Richtung Süden…bis kurz vor Hamburg ging es dann auch flott…aber dann gab es einen Unfall noch vor dem Elbtunnel….Stau! und zwar mit Stillstand…..und auch hinter dem Elbtunnel später ging es durch die Baustellen nur langsam weiter…alles zusammen hat das dann ca. 2,5 Stunden anstatt 1 Stunde gedauert ..mir aber trotzdem kaum etwas ausgemacht…ich war ja versorgt.

So war es dann gegen Ende der Mittagszeit, als ich im Pietzmoor bei Schneverdingen ankam. Tolles Wetter, Sonntag, Muttertag = der Parkplatz war brechend voll….aber meine Hoffnung trog mich nicht, die meisten hatten sich um diese Zeit in das Wald-Restaurant begeben…das hatte ich für diesen Tag erst gar nicht in Betracht gezogen…obwohl das Essen im Schäferhof sehr gut ist. Gute Qualität, regional und saisonal. Dafür gab es ja meine Butterbrote.

Die Rundtour durch das Moor ist knappe 5 km lang und zuerst waren noch einige kleinere Familientrupps vor mir auf dem Weg..aber die hab ich dann schnell ein- und überholt und dann hatte ich tatsächlich wieder die Ruhe, die ich so mag…es war zwar nicht menschenleer, aber viel weniger Menschen auf den Wegen, als gedacht und vor allem war es meistens schön ruhig.

Sofort fühlte ich mich ruhig und zufrieden…die Landschaft ist einfach herrlich hier…locker und leicht lief ich die Wege und hätte gefühlt ewig so weiter laufen können

Am Ende des Rundwegs wollte ich noch nicht zurück zum Auto…bin dann einen etwas kleineren leicht versteckten Weg gegangen…hab mich dann irgendwann ins Gras gesetzt und einfach nichts weiter gemacht als bei meinen Problemfuß die Schmerzen weg zu kneten und die Umgebung zu geniessen.

Als ich wieder am Auto ankam waren es knappe 8km und das bei dieser schönen Umgebung. Ich war schon mittendrin im Urlaubs-Feeling.

Urlaubsgefühl – klasse

Es ist so ein richtig tolles Urlaubsgefühl – wie schon lange nicht mehr.

DAS ist das Gefühl von Freiheit … ich kann..muss aber nichts tun. Endlich mal wieder unbeschwert die Zeit geniessen, einfach weil es freie unverplante Zeit…gerade mal keine Sorgen und Nichts, um das ich mich kümmern muss.S

Schlendern, Zeit „vertrödeln“, Seele baumeln lassen. Ich darf das, ich kann das …und es macht Spaß

Es war also eine gute Entscheidung einfach mal wieder weg zu fahren. Das hab ich bereits gestern gespürt und genau so geht es heute weiter.

Ich schlendere noch einmal durch Celle schaue mich hier und da um…laufe und schaue zu den schönen Fachwerkhäusern hinauf

das älteste Fachwerkhaus aus 1522

…jetzt sitze ich im Cafè und trinke einen Kaffee. Die meisten Geschäfte haben noch geschlossen und die Menschen gehen ihren Beschäftigungen nach…gehen ins Büro und schließen ihre Geschäfte auf oder arbeiten an den Gebäuden.

Gerade dieses Normale eines Alltags der Anderen, die meine Wege kreuzen, verstärkt mein Gefühl von Freizeit und Freiheit.

Das Hotel ist meinem Wunsch nach einem ruhigen Zimmer nachgekommen…es war ein herrlich ruhiges Zimmer, sauber und relativ neu eingerichtet…das Bett war gut…ich konnte super schlafen.

Beim Frühstück konnte ich sehen, das die meisten Gäste beruflich hier waren: Handwerker, Handlungreisende und Techniker/Ingenieure (das hab ich aus der Unterhaltung des Nebentisches entnommen, die unterhielten sich in Englisch über die komplexe Umsetzung eines Problems).


Solche Gäste sind meistens ein gutes Zeichen für ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis. Bodenständig ohne Schnickschnack…genau das, was ich von einem Hotel erwarte (außer ich mache „Wellness-Urlaub“ da hab ich andere Ansprüche an das Hotel)

Ich werde nachher noch ein wenig durch die Geschäfte ziehen…seit langer Zeit hab ich mal wieder Lust auf ein Kleid….gestern hab ich eines im Schaufenster gesehen…ein Leinenkleid das bis zum Knie geht, schmal geschnitten und troztdem luftig um die Hüften sitzt und keine Spaghetti-Träger hat…hahaha…also so ziemlich die perfekten Voraussetzungen für mich mitbringt…außerdem kann man es super mit weißen Turnschuhen tragen.

Während ich bis vor ein paar Jahren sehr häufig Kleider und Röcke getragen habe, waren es in den letzten Jahren fast aussschließlich Hosen…schon allein wegen meiner eingeschränkten Auswahl an Schuhen…aber dann trage ich jetzt eben Sneaker dazu…ich hab jetzt 2-3 Paar, die passen könnten.

Kleine Rückschau

Für Silvester ist alles vorbereitet…es gibt ein „Weihnester“… ein kombiniertes Fest aus Weihnachten und Silvester.

Ich hab die Info, das die Gans bereits im Ofen ist. Ich kümmere mich dafür um das Mitternachts-Essen …also kleine gekaufte mediterane Snacks und dazu selbstgemachte Partyfrikadellchen und Schnitzelchen..und für das morgige Frühstück gibt es zwei Brötchen-Teige.

Dazu hab ich die kleinen Geschenkschachteln fertig (jaja, wir wollten uns ja nichts schenken…) und meine Übernachtstasche ist auch gepackt.

Nun ist alles fertig vorbereitet und ich hab noch 1 Stunde Zeit bevor ich mich auf den Weg mache.

Zeit genug für eine kleine Rückschau auf das ausklingende Jahr:

Das Jahr war insgesamt gar kein so Schlechtes…aber an einigen Stellen schon sehr herausfordernd.

Gesundheitlich war ich noch nie so oft angeschlagen: 3x mit grippalem Infekt, dann der verstauchte Knöchel im Sommerurlaub, die insgesamt schleppende Genesung über Wochen…ständig überhöhter Puls und viiiel zu hoher Blutdruck trotz der Tabletten.

Doch letztlich bin ich jetzt wieder hergestellt und es war nichts Dramatisches.

Ich war mental öfter mal wieder gestresst, schaffe es aber zum Glück mich einigermassen zügig wieder zu fangen….

Ich habe schöne Ausflüge gemacht, wenn ich auch wesentlich weniger neue Ziele ins Visier genommen habe. Ich bin viel seltener mit dem Auto unterwegs gewesen, war dafür öfter auch im Homeoffice und liebe inzwischen meine kleinen Ausflugsziele in der Nähe.

Ich war 3x in diesem Jahr in Urlaub, das ist viel für mich: Einmal in Ostfriesland im Frühjahr, Sommerurlaub in Cuxhaven und ein Wellness-Urlaub in Boltenhagen.

jaaa – das ist schon mal eine ganz gute kurze Bilanz..

gefundene Urlaubstage

Die letzte Woche plätscherte ruhig und entspannt vor sich hin….beruflich ist es immer noch derartig ruhig und entspannt, das ich langsam misstrauisch werde.

Nutze aber diese extrem ruhige Lage, um lange aufgeschobene Arbeiten zu erledigen….und habe mich intensiv einem speziellen Thema gewidmet, das ich zwar regelmäßig „mache“, aber die firmenspezifische Vorgehensweise ist für mich unlogisch und nicht selbsterklärend und vor allem, wird es trotz Corporate Identity nicht in jeder meiner Firmen gleich behandelt.

Wo liegt die Logik, warum weichen einige Firmen davon ab und wie kann ich es möglichst systematisch für alle gleich erfassen….hierbei bin ich tatssächlich extrem „old-shool“…und nutze ein Ringbuch um den Ist-Zustand aller betreuten Firmen zu erfassen.

Anschließend habe ich alle Mails der letzten 2,5 Jahre zu dem Thema quergelesen und schaue noch einmal nach, was für unterschiedliche Erklärungen ich von den verschiedensten Kollegen, zu dem Thema erhalten habe und so langsam verstehe ich, was tatsächlich gewollt ist….und welche Erklärungen der Kollegen ich als fehlerhaft ignorieren kann.

Nun wo ich weiß, wie es gebucht, kontrolliert und dokumentiert werden soll, vergleiche ich es mit dem aktuellen Ist-Zustand und sehe, wo ich Umbuchungen machen, wo ich die Dokumentation anpassen und wo der Kollege aus der entsprechenden Abteilung, die Zahlen korrigieren muss….und am Ende der Woche passtedann auch alles zusammen. Das ist ein schönes Gefühl. Thema erledigt.

Wohlwissend, das diese ruhige Zeit bald wieder vorbei ist, habe ich schon mal angefangen für die kommenden Quartalsabschlüsse vorzuarbeiten…und jetzt hab ich tatsächlich schon wieder ein paar Tage Urlaub.

Ende letzter Woche hab ich ungläubig festgestellt, das ich ab dem 12.09. schon wieder eine Woche Urlaub habe. Als ich lachend meiner Kollegin erzählte, das ich ein paar Urlaubstage „gefunden“ habe, kam sogar der GF lachend um die Ecke und fragte: wo und wie man denn Urlaubstage finden könnte.

Ganz einfach….indem man sich Urlaubstage von seinem Chef genehmigen lässt, diese aber immer wieder verschiebt und letztlich den Überblick nicht mehr im Kopf hat. In meiner Urlaubsdatei und in den Outlook-Kalender hatte ich die Tage zwar eingetragen, dann aber einfach nicht mehr daran gedacht.

Und hoppla: ich hab schon wieder Urlaub…

Tiefen-Entspannung

Tiefen-Entspannung

Wir waren Sonntagabend erst sehr spät wieder in Quickborn und meine Schwester ist auch dann noch direkt weiter nach Hause gefahren.

Wir waren viel später losgefahren, als ursprünglich gedacht…aber während unseres Aufenthalts im Hotel, hatte sich etwas mit unseren Anwendungen auf den Sonntagnachmittag verschoben und wir waren derartig tiefenentspannt, das wir danach noch Essen gegangen sind und einen Spaziergang am Strand unternahmen…..so verschob sich unsere Rückfahrt immer weiter in den Abend ….und es war weit nach 21 Uhr als wir hier ankamen (unterwegs gab es dann auch noch zähfließenden und stockenden Verkehr durch eine Baustelle)

Von den Wellnesstagen werde ich noch berichten….es war wirklich toll dort, auch wenn ich von dem Hotel ansich mehr erwartet hätte…aber der Spa-Bereich und die gebuchten Anwendungen waren echt spitze.

Natürlich bin ich Sonntag so lange wach geblieben, bis meine Schwester zuhause ankam…..und danach war ich so müde, das ich erst nicht einschlafen konnte. Der Montag startet dann auch mit Kopfschmerzen….aber die konnte ich schnell bekämpfen…

….und seitdem merke ich, wie gut mir der Urlaub insgesamt tut….körperlich (bis auf den Knöchel) bin ich fit und ausgeruht und auch mental bin ich jetzt vollkommen entspannt….dieses Gefühl wieder komplett ich selbst zu sein und in mir selbst zu ruhen, ist toll.

Dabei kann ich nicht sagen, es lag an den Tagen in Cuxhaven oder den Tagen im Wellness-Hotel oder an der Zeit zuhause…ich denke es liegt an Allem und vor allem an den insgesamt 2 Wochen komplett ohne Firmenhandy und -PC.

Ich hab wirklich komplett abgeschaltet und es bleiben mir immer noch 2 weitere Urlaubstage, bevor es am Donnerstag wieder ins Büro geht.

Dieser Urlaub war nötig…und tut unglaublich gut.

Urlaubs-Start – Sommerurlaub

Wer in den Urlaub fährt, hat ja meistens eine Vorstellung davon, was er erleben möchte. Es wird geplant, voraus gedacht und geträumt…eine gewisse Erwartungshaltung macht sich breit….und je mehr man plant, umso weniger Spielräume bleibt für Unvorhergesehenes.

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Drum nähme ich den Stock und Hut und tät das Reisen wählen.“

Matthias Claudius (1740-1815) 

So hab ich in den letzten Jahren für die Urlaube, fast nie etwas wirklich geplant….bzw. nur eine extrem grobe Grundplanun gemacht. Das führt manchmal dazu, das es dann Vorort aufgrund fehlender Feinplanung etwas holprig wird, bietet andererseits auch unerwartet tolle und spannende Erlebnisse.

Was ich im Voraus für meinen 3-Tage Urlaub in Cuxhaven wirklich geplant und damit auch gebucht hatte, war die Unterkunft in einem Ferienzimmer und zwei Wattwanderungen. Alles Andere wird sich finden.

In der Nacht vor der Fahrt nach Cuxhaven, hab ich kaum schlafen können, denn auf einmal kamen die schlechten Erinnerungen an das Ferienzimmer in Hessen zurück, in dem ich die letzten 14Tage gelebt habe, bevor ich nach Schleswig-Holstein gezogen bin….und mit der Erinnerung an diese wirklich merkwürdige Unterbringung, kamen eben auch einige andere Erinnerungen zurück.

Aber ich wollte mir den Urlaub nicht schon vor der Fahrt mit schlechten Erinnerungen aus der Vergangenheit vermiesen…immerhin hab ich mit diesem Ferienzimmer die Möglichkeit mit einer hoffentlich positiven Erfahrung, die Negative aus 2019 zu überlagern. Bange machen gilt nicht.

Bereits einen Abend zuvor hab ich das Fahrrad ins Auto geladen und die Tasche mit den Schuhen. Morgens kamen dann noch die Reisetasche, Proviantkorb und Wanderrucksack hinzu.

Erster Anlaufpunkt war in 50km die Fähre in Glückstadt…rüber nach Wischhafen….durch die nicht so erholsame Nacht, bin ich erst viel später losgefahren, als ursprünglich anvisiert…aber immerhin ist Urlaub und es gab keinen Zeitdruck….Die Fähre fährt ja alle 30 Minuten.

Um 9:15 Uhr war ich aber bereits auf der Fähre….und das komplett ohne Wartezeit.

Aktuell wird für alle Fahrzeuge ein Treibstoffkosten-Aufschlag von 1,00 EUR zusätzlich erhoben, was bedeutete das ich jetzt insgesamt für mein Auto (7,00) und mich (2,50) insgesamt 10,50 EUR bezahlen musste. Dafür hab ich ber immerhin 120km Umweg eingespart, was bei meinem Auto und den aktuellen Spritpreisen auch ca. 13,50 EUR kosten würde.

Ich mag diese Fahrt auf der Fähre, das ist schon gleich zu Anfang ein Highlight und signalisiert DAS hier, das ist etwas Besonderes – Urlaub.

Nach der Fähre waren es dann auch nur noch knappe 43km bis nach Cuxhaven. Die Fahrt lief recht entschleunigt, da ich in einem Pulk von Autos hinter einem LKW herfuhr und auch keine Veranlassung sah mich irgendwie zu hetzen.

Das Ferienzimmer konnte ich erst am Mittag beziehen, so fuhr ich direkt in die Innenstadt, stellte das Auto ab und die Stadt zu Fuß erkundet.

Der Himmel war wolkenlos, die Sonne gnadenlos …ein Prachtwetter…für viele Jedenfalls…für mich war das Thermometer jetzt überhalb meiner persönlichen Wohlfühlgrenze……ohhha und es soll ja noch heißer werden. Gegen Mittag hab ich mich in einem etwas Abseits gelegen Restaurant mit schattigem Außenbereich niedergelassen und ein ziemlich leckeres Club-Sandwich genossen…bis es Zeit wurde zu meiner Unterkunft zu fahren.

Das Ferienzimmer war dann auch ganz gut….es gab sogar Geschirr, Waserkocher und Kaffeemaschine…und diverse Mülleimer, die man auch benutzen durfte….hahaha….es gab Kühlschrank und Mikrowelle und einen Gemeinschaftsraum, im Bad wurde sogar ein Fön zur Verfügung gestellt …und in den Zimmern gab es sogar Tische und Stühle….jawohl….und auch einen Fernseher. Klingt lustig, aber all das gab es NICHT in dem Ferienzimmer in dem ich vor 3 Jahren 14 Tage gewohnt hatte…..dort gab es nur ein Bett, ein Stuhl und eine Kommode ohne Einlegeböden….

(hier der alte Beitrag aus September 2019 – : Zuhause auf Zeit- 2.Teil )

Nun, mit der Gewissheit in dieser Unterkunft zwei Nächte verbringen zu können, bin ich dann zum Schloss Ritzebüttel gefahren….das klingt jetzt gewaltig…ist aber eher ein unspektakuläres Gebäude…

…dafür mit einem schönen Schlossgarten mit vielen Bäumen und einem Scloßrestaurant mit Außenbereich an der Seite, wo dann auch endlich mal wieder etwas Wind spürbar war.

Das Thermometer war inzwischen bei 32 Grad angekommen und ich hatte das Gefühl gegrillt zu werden….aber im schattigen Aussenbereich mit einem kühlen Getränk hatte ich zumindest das Gefühl, wieder besser atmen zu können…..

Endlich Urlaub

….und na klar hab ich dann doch noch alles geschafft was ich fertig haben musste und wollte, um jetzt 14 Tage sorgenfrei in den Urlaub fahren zu können….Habe alles aufgearbeitet und auch vorgearbeitet, so das mein Kollege jetzt nicht viel machen muss. Das war dann doch noch einmal nervenaufreibend, weil es an JEDEM Tag Probleme bei den unterschieldichen Bankportalen gab, mal bei dem – mal bei einem Anderen – …und wenn diese Probleme gelöst waren, gab es Probleme mit der VPN-Verbindung im Homeoffice..na egal – weil: URLAUB.

Montagabend hab ich noch länger mit dem Rentner aus Hessen telefoniert, Dienstag hab ich mittels eines Großeinkaufs mal wieder meinen Vorratsschrank aufgefüllt

….und gestern Morgen ging mein Auto zur 30.000km Inspektion.

Die Werkstatt liegt ganz in der Nähe meines Arbeitgebers und so konnte ich das Auto morgens hinbringen und am Nachmittag wieder abholen….die sind dort locker und lustig und machen gute Arbeit. Mein Wagen hatte auch keinerlei Probleme, einzig die Zündkerzen mussten jetzt schon gewechselt werden. Für die Markenwerkstatt, mitten im Hamburg fand ich die knappen 400 EUR jetzt zwar nicht sondern günstig, aber doch angemessen. Zum TÜV muss ich zum Glück erst im nächsten Jahr.

Sooooo – und vollgetankt hab ich auch noch – jetzt ist sogar mein Wagen bereit für den Urlaub ..und ich bin es auch.

Gestern Abend hab ich schon mal mein Fahrrad ins Auto verfrachtet, die Reisetasche und der Wanderrucksack (dieses Mal MIT Notfall-Pack, denn immerhin geht es auch auf zwei Wattwanderungen) sind gepackt….jetzt kommen noch Kaffee, Wasser und Obst in den Korb und sobald ich meinen Kaffee auf dem Balkon ausgetrunken habe, geht es los,

Erster Haltepunkt wird die Fähre von Glückstadt nach Wischhafen sein und dann geht es weiter nach Cuxhaven.

Sommer: Urlaubs-Vorplanung

Soooo …. mein Sommerurlaub startet ja schon in ein paar Tagen….bis auf das verlängerte Spa-Wochenende mit meiner Schwester so mittendrin im Urlaub, hab ich noch nichts weiter geplant gehabt.

Jaaa – war irgendwie blöd gelaufen, das das Wellness-Wochenende jetzt in meinen Urlaub fällt..beim mehrmaligen Verlegen des Sommerurlaubs anhand unseres Firmenkalenders, hab ich das irgendwie nicht richtig gesehen….macht aber auch nichts…fahre ja selten eine ganze Woche oder mehr weg.

Am Mittwoch muss mein Wagen noch zur 30.000km-Inspektion und am Donnerstag hab ich dann Urlaub…in den letzten Tagen hatte ich mehrere Reiseziele ins Auge genommen…und wieder verworfen.

Meinen ursprünglichen Plan mit dem Auto nach Kopenhagen und von dort rüber nach Schweden: also das geht nur mit mindestens 1 Woche Urlaub…kommt jetzt also nicht in Frage und ist mir aktuell auch einfach zu teuer. Der Wellness-Kurzurlaub im 5 Sterne-Hotel mit Spa-Anwendungen für Zwei wird schon echt ein teures Vergnügen….aber darauf freue ich mich total.

Hmmm okay, also nach London will ich schon seit Jahren mal wieder…aber bei den aktuellen Flugpreisen bin ich gleich mal zurück gezuckt…okay, ich bin ja ein Verfechter das Fliegen eben auch angemessen teuer sein sollte, halte von diesen Billig-Anbietern wie Ryanair gar nichts..die sparen auf Kosten ihrer Mitarbeiter, das ist die reinste Ausbeuterei.

Geflogen bin ich überhaupt das letzte Mal vor ca. 10 Jahren nach Wien….und bei den Preisen die aktuell zwischen Hamburg und London aufgerufen werden, bleibt es auch erst einmal bei dieser Erinnerung an eine Flugreise.

Ich nehme also das Auto und mein Fahrrad kommt mit….2-3 Tage aber wohin? ….Lüneburger Heide geht ja immer…oder doch an die Küste. Es ist Hochsommer und alles ist überall so richtig voll und vieles fast ausgebucht.

Und dann kam heute Morgen beim Kaffee auf dem Balkon der Gedanke wieder….ich hab noch nie eine Wattwanderung gemacht…noch nie… also doch Küste…und der nächste Gedanke war: in das Auswanderer-Museum Bremerhaven wollte ich ja schon seit längerem mal.

Bei der Suche nach einer Unterkunft hab ich nach einem fast-Drama mit dem Wellness-Urlaub, die Plattform „Booking.com“ gemieden und lieber direkt über das Touristik-Büro der Region gesucht….und dann auch für zwei Nächte ein Ferienzimmer gefunden und auch gleich gebucht.

Funfakt: Interessanterweise ist der Gesamtpreis für 2 Übernachtungen geringer, als wenn ich irgendwo nur für 1 Nacht gebucht hätte…das muss ich mir merken, da ich öfter eine Übernachtung suche und die Kosten dann oft als überteuert empfinde….Also einfach mal nach 2 Übernachtungen suchen, mit etwas Glück weniger bezahlen und dann doch nur eine Nacht bleiben.

Und gerade bekomme ich auch schon die Bestätigung für die Wattwanderungen….eine Abends am Ankunftstag und eine Andere am Abreisetag morgens …das passt ja prima…und in dem Tag dazwischen gehe ich ins Auswanderer-Museum und evlt. noch Schwimmen oder leihe mir ein Kajak aus.

Sooo – also mein Urlaub ist jetzt fixiert und kann kommen…ich bin bereit!!!…um nicht zu sagen, ich kann es kaum noch erwarten endlich mal wieder zwei Wochen Urlaub am Stück zu haben….