Wochenende ist da und Urlaub voraus

(diesen beitrag hatte ich schon veröffentlicht )In den letzten Wochen habe ich auf Sparflamme gelebt. Durch die viele Arbeit blieb kaum Zeit für mehr als meine abendlichen Walkingrunden…und den Rest der Zeit hab ich mich nur mit dem Nötigsten versorgt, hab mich wieder etwas vermehrt um Schwester+Schwager gekümmert (telefonisch) und bin früh schlafen gegangen und sonst? Naja da war nicht ganz so viel.

Den Samstagvormittag hab ich erst mal wieder konzentriert gearbeitet und hab einen weiteren wichtigen allgemeinen Abgabetermin einhalten können…das was jetzt in den nächsten Tagen zu erledigen ist, ist eher Masse, statt Klasse…reine Fleißarbeit mit nur wenig Herausforderung. Das sollte mir locker von der Hand gehen.

Es war eine gute Idee mir den Friseurtermin für heute Mittag geben zu lassen…so bin ich dann mal wieder richtig zum Erledigen privater Dinge gekommen.

Mit der Friseurin komme ich echt super zurecht…inzwischen vertraue ich ihr, so das ich jetzt tatsächlich alle 4-5 Wochen regelmäßig einen Termin bei ihr habe…seitdem fühle ich mich nicht mehr wie ein Bobtail – sie schneidet mir die Haare richtig gut und wir können uns prima unterhalten. Die Chemie stimmt. Sie ist über 60 Jahre und Friseurmeisterin – so eine Frau, die im Leben steht und viel erlebt und durch gemacht hat.

Anschließend war ich noch Lebensmittel einkaufen….hab anschließend mein Auto durch die Waschstraße gejagt und dann auch noch von Innen gereinigt. Bin dann in Pinneberg in die Innenstadt gefahren, und durch ein paar Geschäfte gebummelt.

Anschließend hab ich mich in einem Eiscafè mit einem Cappuccino und 2 Kugel Eis im Becher, in dem fast leeren Gastraum nieder gelassen, direkt am Fenster. Das war so schön…endlich mal in Ruhe hier sitzen…und die Leute draußen beobachten…dazu noch ein paar Whatsapp`s mit ein paar meiner Kontakte austauschen….wie schön gemütlich und entspannt.

Später bin ich noch weiter durch die Stadt und den angrenzenden Stadtwald gelaufen, bevor es wieder nach Hause ging. Einkäufe verstauen, Wäsche waschen und aufhängen, Spülmaschine starten, Staub wischen und die Küche aufräumen, gleichzeitig das Abendessen zubereiten.

Ich fühle mich ruhig und entspannt…auch wenn mein Ruhepuls immer noch zu hoch ist…mental fühle ich mich ruhiger als gedacht.

Anfang der Woche wurden wir im Job aufgefordert unseren Resturlaub nun endlich bis zum 31.03. zu nehmen…wir sollen sofort die Anträge stellen. Wie soll ich denn bitte im größten Stress noch 8 Urlaubstage unterbringen? Die Alternative wäre, sie verfallen zu lassen – denn es wurde schon vorher klar gestellt, eine Verlängerung gibt es nicht.

Ich habe also bis Freitag gewartet und dann meine Urlaubstage beantragt: 3×2 Tage, 2×1 Tag über die nächsten 1,5 Monate verteilt…und kaum hatte ich die Anträge genehmigt bekommen, kam eine Mail vom Controller. Seit Mittwoch gibt es von unser Interims-Chefin (der Finanzchefin aus der Zentrale) die Genehmigung an das Accounting-Team, das wir die Tage bis in den April hinein nehmen können. Die Mail ist aber nur beim Controller angekommen und er hat sie nicht weiter gegeben…bzw. er hat es Katrin gegenüber erwähnt- mich aber nicht informiert…sehr kollegial.

Okay ich hab dann einen Kompromiss für mich gefunden. 2 Tage hab ich im März wieder storniert und neu im April beantragt. Die restlichen 6 Tage nehme ich jetzt, wie geplant.

Und im Cafè sitzend hatte ich auf einmal Lust für die 2 ersten Urlaubstage, Ende nächster Woche, auch wirklich weg zu fahren.

Wer mich kennt weiß ja, das ich nicht so gerne verreise und so ist es auch gar keine weit entferntes Ziel…ich fahre für 2 Tage in die Lüneburger Heide…noch im Café hab ich mir eine Ferienwohnung in der Nähe von Soltau rausgesucht und reserviert. 108 EUR für 2 Übernachtungen – ist ja gerade keine Saison. Die Bewertungen haben die Sauberkeit und Ruhe dort in den höchsten Tönen gelobt und da ich ja ohnehin nicht frühstücke, brauche ich auch kein Hotelzimmer mit Frühstück…deshalb versuche ich es jetzt mal mit einer Ferienwohnung.

Ich hatte mich mit Kollegin Katrin im Laufe der Woche darüber unterhalten und sie meinte, es wäre evtl. besser wenn ich doch wegfahren würde, damit ich eben nicht im Urlaub auf die Idee komme zu arbeiten. So einfach ist das aber nicht – denn die Arbeit verschwindet ja nicht so einfach.

So hab ich den Kompromiss mit mir selber geschlossen, ich arbeite Donnerstag früh noch etwas (falls nötig) und fahre am Vormittag los, dann bin ich in etwas mehr als einer Stunde am Ziel und habe dann fast genau 2 Tage Zeit Vorort…das wird mir für die Erholung reichen.

Samstagmittag fahre ich dann direkt aus der Lüneburger Heide, an meinem Zuhause vorbei, nach Flensburg…denn am kommenden Samstag holen wir unser verschobenes Weihnachtsessen nach…so mit Weihnachtsgans, Rotkohl und Klößen. Das Wetter ist geradezu ideal dafür.

Sooo und bis zum Urlaub nächsten Donnerstag muss ich noch einiges fertig bekommen….das heißt viel Arbeiten und wenig quatschen – ich bleibe also die nächsten Tage wieder einmal im Homeoffice. Aktuell dürfen wir sooft und solange wie wir wollen remote arbeiten – wenn es uns hilft durch die Migration und die Abschlüsse zu kommen – und diese Regelung haben wir alle Drei in der letzten Woche auch intensiv genutzt.

Nun werde ich mir gleich noch meine Wanderschuhe anziehen und auch noch eine kleine Walkingrunde laufen…obwohl ich heute bereits viel Bewegung hatte. Aber ich glaube ich brauche das jetzt einfach.

und jährlich grüßt der April mit viel Arbeit

Beruflich war diese Woche mal wieder sehr abwechslungsreich…denn nach dem Quartalsabschluss ist gleich immer auch vor dem nächsten Monatsende, mit seinen wiederkehrenden Abläufen…und der April ist klassisch bei mir einer der arbeitsreicheren Monate.

Immer im April muss ich für die verschiedenen Verwaltungsfirmen die Jahresrechnungen schreiben…Bei meiner großen Firma bedeutet das mehr als 140 Rechnungen.

Normalerweise – mit einem modernen Buchhaltungsprogramm – würde man für jeden Rechnungsempfänger einmalig einen entsprechen Auftrag anlegen und könnte dann per Knopfdruck den Rest vom Computer erledigen lassen und das würde für die nachfolgenden Jahre bedeuten, es dauert dann nur noch ein paar Minuten.

Wir jedoch arbeiten mit einem rudimentären System und das in einer Version aus 2009. Aufträge anlegen geht nicht und lohnte sich schon für die letzten Jahre nicht mehr das Zusatzmodul anzuschaffen, denn wir wollen ja Umstellen…und jaa das NEUE Programm kommt auch endlich in der 2. Jahreshälfte 2024.

Nun muss ich also noch einmal in unserem jetzigen Rechnungstool jede Rechnung einzeln erstellen. Das ist halb manuell, halb automatisch und dauert entsprechend fast einen ganzen Arbeitstag…aber auch das war irgendwann geschafft.

Überhaupt war die Woche aufregend. Es gab Vieles was meine Aufmerksamkeit forderte und ich musste ständig zwischen meinen verschiedenen Verantwortlichkeiten hin-und her springen…aber das hat Spaß gemacht…auch wenn mir die Zeit im Nacken saß…denn ich habe nächste Woche 3 Tage Urlaub und in der darauffolgenden Woche noch einmal 2 Tage…Es sind also nur noch 2 Arbeitstage bis zum Monatsende.

so viel Ignoranz

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Sooo jetzt ist es also soweit, Morgen ist Heiligabend…und die Woche war echt demotivierend.

Bei der firmeneigenen Bescherung am 18.12., lobte der GF, wie toll ALLE gearbeitet hätten und das wir jetzt ALLE In Weihnachtsurlaub gehen, runterfahren und zur Ruhe kommen können, so das es mit neuer Kraft im neuem Jahr weiter gehen kann. Eigentlich meint er ja nicht alle Abteilungen, sondern nur SEINE Planungsabteilungen.

Ich konnte bei so viel Einseitigkeit, mal wieder nicht meine Klappe halten, weil es so einfach nicht stimmt….nicht ALLE Abteilungen können sich Ausruhen. Aber auf meinen kleinen Einwand, das eben das Controlling gerade jetzt die herausforderndste Zeit hat, bekam ich nur eine gereizte Entgegnung, die zeigt, wie wenig ihn unsere Abteilung überhaupt interessiert. Wieder einmal bestätigt es sich, das er sich gar nicht vorstellen kann, was wir eigentlich den ganzen Tag machen und transportiert diese Ignoranz offen sichtbar in alle anderen Abteilungen.

Ich war an dem Montag mit Kopfschmerzen ins Büro gegangen und immer noch leicht angeschlagen, also hat mich diese Aussage sehr getroffen. Und wieder ärgere ich mich, das ich nicht einfach stumm geblieben bin…ich weiß ja, wie er tickt, in seinen Augen zählen nur Planung-und Entwicklung. Das es auch noch aktive Abteilungen gibt, wie Technik und Buchhaltung blendet er aus, wir sind nur lästig, weil wir immer wieder darauf drängen, das Termine und Formalien der Verwaltung eingehalten werden….das finde ich aber ungerecht, uns hier einfach unter den Tisch fallen zu lassen…wo wir ja nur mit wenigen Personen im Raum waren…die Techniker bleiben solchen Terminen sowieso meistens fern.

Normalerweise stehe ich über solchen Dingen, aber wie gesagt, ich war noch nicht ganz fit.

Auch die nächsten Tage blieb mir mehr als einmal die Luft weg:

  • mein dänischer Chef hat das zeitlich kritische Thema, wo ich ihn um Unterstützung gebeten hatte, nicht mehr ins Rollen gebracht – er ist in Urlaub gegangen
  • nicht ohne vorher noch, am 21.Dezember weitere schriftliche Anweisungen an alle Controller zu verschicken, das wir zu den bisherigen Daten und Dateien im Jahresabschluss noch zusätzliche ausführliche Excel-Listen ausfüllen müssen, damit wir es dem Konzern-Controlling leichter machen….momentmal…davon war vor einer Woche bei unserem Termin noch gar nicht die Rede.
  • eine Teamleiterin in DK hat erst 2 Tage vor ihrem Weihnachtsurlaub fest gestellt, das es für ein neues Bankkonto bei einer dänischen Bank, noch gar kein Online-Banking gibt…ich frage seit Ende Oktober immer wieder genau danach…und mache sie darauf aufmerksam, das ich das Konto nicht benutzten kann. Sie hat es einfach ignoriert.
  • die andere Teamleiterin in DK, die für die Einrichtung der Konten bei deutschen Banken zuständig ist, schreibt auf meine Mail, das ich auch dieses neue Bankkonto nicht benutzen kann, nur zurück: ja ich sehe es auch nicht. Punkt und Ende der Mail….JA? und was sagt uns das jetzt? Genau das sie sich darum kümmern muss….nett wie ich bin, rufe ich bei der Bank in Deutschland an und der Herr ist etwas umständlich in der Erklärung…ich gebe die Infos auf English weiter und nun will die Kollegin mit mir darüber diskutieren, das es so nicht stimmt….ich blocke ab, sie soll sich doch bitte selber an die Bank wenden…das ist ihre Aufgabe. Meine Aufgabe ist es, die Konten anschließend zu benutzen…wenn ich sie dann endlich im den Banking-Programmen sehen kann.
  • Die Finanzierungabteilung fragt nach, wie wir denn bisher die Rechnungen bezahlt haben, so ganz ohne Bankkonto und sie möchte die Nachweise haben….hahaha – jaaa das möchtest Du wissen was? Na Ihr habt mir das doch eingebrockt. Ich rede seit Monaten davon, das wir für diese Gesellschaften endlich Bankkonten benötigen, aber nein, die Finanzabteilung hatte es nicht so eilig. Da hab ich eine Besonderheit in dem Firmenkonstrukt zur Hilfe herangezogen…alles wurde rechtzeitig bezahlt. Ich habe also beschlossen mich nicht weiter aufzuregen, die Antwort schicke ich ihr erst nach Weihnachten…ich hab genügend anderes zu tun und da die beiden Teamleiter jetzt auch in Urlaub sind, wird das eh nichts mehr mit den Konten in diesem Jahr.

Manchmal fühle ich mich echt veräppelt und als ich der Kollegin Svea davon erzählt habe, liefen mir gleich mal wieder ein paar Tränchen über das Gesicht….so angespannt war ich. Sie selbst kennt das mit anderen Abteilungen in der Zentrale und wir sind uns einig, das Wort „hygge“ bedeutet oft nicht nur „entspannte Freude“, sondern eher: „entspannte Freude durch Ignoranz“…einfach so lange das Notwendige ignorieren, bis es nicht mehr weiter zu ignorieren geht.

Ich arbeite wirklich gerne und gerne auch viel…aber wenn ich Dinge nicht selber in der Hand habe, sondern auf Kollegen angewiesen bin, die nicht aus dem Quark kommen, dann fühle ich mich echt sabotiert.

Also hab ich mich im Büro und auch im Homeoffice zurück gezogen und mache das, was ich am Besten kann…ich arbeite vorausschauend, plane die nächsten Arbeitsschritte und bereite alles soweit vor, wie es eben möglich ist…ziehe andere Arbeiten vor (wo ich schon alle Unterlagen habe), verschiebe anderes nach Hinten (wo noch etwas fehlt), blocke nicht zeitkritische Zusatzarbeiten für den Januar ab (keine Zeit dafür), bereite Dateien vor und baue mir so erneut einen Zeitpuffer auf, um bis Ende des Monats und bis Mitte Januar genügend Spielraum für die vielen Abgabetermine zu erhalten…oder zumindest um auf noch weitere unvorhergesehene Probleme reagieren zu können.

Jetzt bin ich wieder ruhig und auch zufrieden mit mir und meiner Arbeit, zumindest mit dem Teil, den ich zu verantworten habe. Und den Rest - den ignoriere ich jetzt auch mal

Zähhhhhhhhh

Beruflich läuft es etwas zäh…und selbst die gelassenen Kollegen aus der Zentrale sind nicht mehr so „hygge“. Nachrichten werden neuerdings öfter nicht einmal mehr mit Anrede oder Grußformel am Schluss versendet, Smileys viel seltener genutzt….ausgetauscht wird nur noch der notwendige Inhalt…das Menschliche lässt rapide nach.

Ich habe Antennen für diese Art von Veränderungen im Verhalten von Menschen und mache mir so meine Gedanken. Z.B. wenn mein Chef mir um 23.29 Uhr eine Mail geschrieben hat und ich sehe das er um 7.04 Uhr schon wieder online ist und auf meine Antwort sofort reagiert….verschiedene Kollegen fast erschrocken Fragen zur Klärung von Sachfragen abblocken, weil sie keine Zeit mehr haben und eine Kollegin im technischen Bereich ihre Fragen und ihren Frust bei mir abläd und vorwurfsvoll meint: DU bist doch der Controller.

Ja – das in ich…Controller und kein Hellseher. Ich kümmere mich um das buchhalterische Zahlenwerk für das Projekt – aber an der Planung 2011, wo auf einem Grundstück nun die Zuwegung zu unserer Anlage genau liegt und wer welche Pflichten übernimmt, war ich nun wirklich nicht beteiligt und diese Information brauche ich auch für meine Arbeit nicht……ich hab dann mal den Kontakt zum damaligen Projekt-Manager empfohlen, ihr dann aber doch beim Suchen in der Datenbank geholfen.

Jetzt beginnen die 1/2 Jahres-Abschlüsse und für die Zentrale bedeutet es sogar: Jahresabschluss…die heiße Phase beginnt…und überall tauchen neue Probleme auf….ist eines gelöst, kommen zwei neue hinzu.

Dabei hab ich Glück, das ich bereits vorher einen kleinen Zeitpuffer herausarbeiten konnte…aber wenn das so weiter geht, ist dieser verbraucht, bevor ich auch nur in die Nähe meiner Abgabetermine komme…

Okay: Challenge accepted …. na klar schaffe ich das trotzdem..

Zwischen-Stand

Zwischen-Stand

Es ist mal wieder Zeit kurz anzuhalten und einen Blick zurück zu werfen….nachdem ich bis Ende Januar 2022 gut durch Herbst und Winter gekommen bin, kam mein Wohlbefinden ab Februar in einige Turbulenzen.

Dabei ist mein Tennis-Arm inzwischen ausgeheilt (falls es das überhaupt gibt) oder zumindest merke ich nichts mehr davon. Auch macht mein Herz hat inzwischen keine Anstalten mehr zu stolpern oder zu rasen…das finde ich sehr beruhigend.

Auch der berufliche Stress, der mich ab Februar ziemlich kalt erwischt hat, ist inzwischen fast überwunden. Damit sind auch die Dauer-Kopfschmerzen wieder weg und die Verspannungen haben sich mit Hilfe so einiger Massage-Stunden wieder in Wohlgefallen aufgelöst. Ich schlafe gut und tief, Puls und Blutdruck sind in einem für Mich „normalen“ Bereich und ich komme Morgens wieder besser aus dem Bett. Also alles gut.

Ich muss mich aber tatsächlich damit abfinden, das ich auch weiterhin nicht wieder mit unerwartetem Stress, souverän umgehen kann (wie ich es früher konnte). Das scheint noch ein Überbleibsel aus meinem Stressjob zu sein.

Ich arbeite viel und gerne, bin dabei gut strukturiert und organisiert, so das ich auch parallel mehrere Aufgaben gleichzeitig jongliere und alles im Blick behalte….aber es darf ein gewisses Maß an Unvorhergesehenem nicht übersteigen, sonst fühle ich mich schnell zu stark gefordert.

Aber wie gesagt, das ist jetzt erst einmal wieder vorbei…Ab jetzt sollte alles wieder in normaleren Bahnen laufen…na schauen wir mal.

Montag kommt der Controller aus dem Urlaub zurück, meine liebe Kollegin aus Brandenburg muss sich noch ein paar Tage um ihrer kranke Familie kümmern, der andere Kollege dort fällt für 8-10 Wochen im Büro aus…aber immerhin Video-Meetings funktionieren, die Dänischen Kollegen haben einen Vorschlag an uns herangetragen, den ich aus Zeitmangel abgelehnt habe…das Thema liegt jetzt bei den Chefs.

Und das leidige Thema Jahresabschlüsse nähert sich zwar seinem Ende….aber es gibt Verzögerungen auf Seiten der Wirtschaftsprüfer (die kämpfen auch mit Corona-Ausfällen und Personalmangel im Allgemeinen)…so das der gesamte Zeitplan für die nachlaufenden Arbeiten unter Druck gerät und jede Abteilung drängelt. Nutzt aber nichts, wenn ich die Rückmeldungen nicht bekomme, kann ich sie auch nicht bearbeiten.

Also hoffe ich auf wieder ruhigere Zeiten im Büro, glaube aber noch nicht ganz, das es auch klappt. Ich glaube die entspannten Zeiten in dieser Firma sind erst einmal vorbei…

wenig Luft – aber dann in luftige Höhen

Diese Woche hat mir bisher wenig Luft gelassen…also Luft um mal raus zu kommen, abzuschalten, durch zu atmen…Jeden Tag gab es viel zu tun, vor allem mit den Terminen rund um die alte Wohnung, neue Wohnung und Auto. und auch im Job überschlägt sich gerade alles. Erst lassen sich alle viel Zeit, dann werden die Änderungen nicht kommuniziert und zum Schluß muss alles ganz schnell gehen….hahaha das hat inzwischen echt Methode….oder ist eine Mentalitätsfrage.

Jeder Tag war ein wenig zu voll gepackt… so das ich heute Abend ziemlich leere Akkus habe.

Aber immerhin hab ich gerade die letzten Malerarbeiten in der neuen Wohnung erledigt…hoffe ich zumindest….zum Schluss war das Licht mehr so gut, also werde ich erst Sonntag sehen können, ob der Farbauftrag auf die Wände wirklich gleichmäßig ist.

Morgen ist zwar erst Samstag, aber das ist DER freie Tag, auf den ich mich schon seit Wochen freue….und für den ich permanent die Wetter-Prognosen verfolge….

Morgen ist die Heißluft-Ballonfahrt mit Schwester und Schwager….WENN das Wetter mitspielt….

Wer denkt hier kompliziert?

Das wirklich Schöne an arbeitsreichen Tagen ist: sie gehen schnell vorbei…und zack….schon wieder ist Feierabend….HUCH wo ist mein Tag geblieben.

Mein Arbeitspensum hat sich erhöht…das war erwartbar und wird auch noch 1-2 Wochen so bleiben.. und so bin ich in diesen 2 Tagen bereits gut in Action gewesen.

Nichts destotrotz komme ich gut voran…wären da nicht immer die interessanten Gedankengänge meiner Kollegen aus DK. Mir ist schon bei manchen Gelegenheiten aufgefallen, das die dänischen Kollegen nicht nur eine „hyggelige“ Arbeitsweise …also eine gemütlich entspannte Arbeitsweise haben…sondern sie denken oft auch anders…

Das merke ich am Aufbau der Excel-Vorlagen….diese andere Art der Denkweise erscheint mir oft kompliziert und unübersichtlich…aber letztlich kommen sie auf diese Weise auch zum gleichen Ergebnis und das zählt schließlich…Also füge ich mich den Excel-Vorgaben und verbringe eine Menge Zeit damit, diese umständlichen Vorlagen den Anforderungen entsprechend zu füllen. Hier habe ich keinen Handlungsspielraum….alle müssen die gleichen Formblätter nutzen.

In meinem Fall heute, kommt diese andere Sichtweise jedoch zu einem anderen Ergebnis….was auf Konzernebene kein Problem ist…aber aus Sicht der Deutschen Einzelgesellschaft einfach falsch ist.

Witzig ist….die Kollegen sagen: ICH denke zu kompliziert und sie könnten sich keine andere Lösung vorstellen…..also habe ich die richtige und wirklich simple Lösung aufgezeigt und erneut erläutert, warum es so sein muss…aber auch das half nicht weiter.

Nun gut…letztlich hab ich es schriftlich, wie ich es machen soll…dann sollen sich die Wirtschaftsprüfer am Ende des Jahres damit rumärgern…hab den E-Mail-Verkehr mit an meinen Beleg geheftet und es so gemacht, wie die dänischen Kollegen es wollen. Fertig!

Hahaha….aber es wurmt mich innerlich trotzdem…warum sehen sie denn den Fehler nicht….das Erste ist simple Logik und die sich daraus ergebene Konsequenz ist simple doppelte Buchführung…grummel…grummel….

Falafel-Day

Da war ich doch eigentlich in der letzten Woche nur 3 Arbeitstage in Urlaub, aber ..irgendwie kam in diesen Tagen alles auf einmal bei mir an..und schwuuups bin ich ins Hintertreffen geraten und hatte Mühe alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Jetzt ist diese Arbeitswoche fast herum und meinen kurzfristigen Rückstand hab ich mit einigen Überstunden wieder aufholen können.

Hmmm….eigentlich hätte sich das so gar nicht zusammenballen dürfen, aber da traffen sehr verschiedene Arbeiten, mit sehr unterschiedlichen Fristen, zeitlich sehr unglücklich aufeinander…Aber das ist, wie gesagt, jetzt erledigt. Für das nächste Jahr werde ich das anders timen.

Von den anderen Abteilungen hört man aktuell auch NICHTS, es ist eine Grabesstille auf der Etage…und mit den im Büro Anwesenden gab es nur wenig lockere Unterhaltungen…ganz entgegen den sonst üblichen Bedürfnissen und Gepflogenheiten….Alles ein Zeichen dafür, das rundherum gerade sehr viel im Umbruch ist und jeder viel zu tun hat.

Aber gestern Mittag waren wir mal wieder zum Mittagessen draußen auf der Dachterrasse…nur zu Viert, schööön mit Abstand und vor allem bei schönstem Sonnenschein.

Endlich mal wieder ein Falafel-Tag von unserem Lieblings-Falafel-Laden ganz in der Nähe. Eigentlich gibt es den Falafel-Friday….aber seit die Meisten von uns im Homeoffice sind, ist das eingeschlafen….soo nun gab es also den Falafel-Wednesday….auch schön und vor allem lecker.

Eigentlich hatte ich genügend zu Essen dabei….aber das spontane Angebot wollte ich nicht ausschlagen….hahaha mein Chilli-con-Carne hab ich dafür heute im Homeoffice gegessen.

Arbeit – in geordneten Bahnen

So gaaaaanz langsam kommen die Jahresabschlüsse 2020 in geordnetes Fahrwasser…also ist gut unter Kontrolle.

Bereits 14 Stück sind jetzt in den unterschiedlichen Stadien von Vorprüfung/ Vorprüfungs-Genehmigung / Nachbuchungen / Entwurf / Entwurf-Genehmigung / endgültiger Abschluss-Bericht/ Unterschrift einholen / Archivierung …es bleiben zwar immer noch 11 Gesellschaften übrig, aber davon haben nur 2 eine wirklich relevante Größe…der Rest sind Nebenbei-Gesellschaften….sie sind einfach da, aber es passiert nicht so viel…reine Fleißarbeit ohne Herausforderung und für diese restlichen Abschlüsse hab ich auch einen lockeren Zeitplan bekommen.

Für die größte und für mich ungewöhnlichste Gesellschaft, hab ich zum Glück noch einen ganzen Monat Zeit…die kommt erst ganz zum Schluss im Zeitplan, weil noch sooo vieles ungeklärt ist….Aktuell warte ich noch auf die jetzt zugesagten Einigungen aus der Zentrale, sonst kann ich gar nicht weiter abrechnen…hahaha.

Unausweichliche UST-Termine sind auch für ALLE Gesellschaften erledigt, dazu auch noch alle anderen offiziellen Meldepflichten wie: ZM-Meldung / Z4-Meldung / Z5-Meldungen (Wem das nichts sagt…keine Sorge das brauchen die meisten Menschen auch gar nicht zu kennen).

Die letzten Wochen waren also sehr geschäftig und nun freue ich mich wieder darauf, ab jetzt wieder etwas mehr Freizeit zu haben. Also hab ich heute schon damit angefangen keine Überstunden mehr zu machen…und ab Morgen werde ich diese wieder abbauen…d.h. ich könnte z.B. in den nächsten Monaten jeden Tag eine Stunde weniger arbeiten….also könnte ich….naja…oder ich nehme mir mal den einen oder anderen Gleittag….mal sehen…..aktuell brauche ich keine zusätzlichen freien Tage…aber im Sommer wäre das noch eine Option.

Wichtig ist mir nur, das ich diesen Wendepunkt jetzt einläute. Das Arbeitspensum für alle Gesellschaften kann ich nun wesentlich besser einschätzen…jetzt wo ich in dieser Firma fast ein komplettes Buchhaltungs-Jahr hinter mir habe…man das ist krass am 1.April wird mein ersten Jahr hier in Hamburg schon rum sein. Und der vorherigen Firma hier im Norden, wo ich nur 1/2 Jahr war….also der trauere ich keine Träne nach….

Hoch die Hände – Wochenende

WIE ….WAS …..schon wieder ?

Ich war richtig gehend irritiert, als meine Kollegin gestern mit diesem Spruch zu mir ins Büro kam….hahaha eine Woche zuvor kam sie mit dem gleichen Spruch…und da riss ich ganz impulsiv die Hände nach oben und rief HURRA und wir mussten lachen.

In dieser Woche war ich erstaunt, das schon wieder eine ganze Woche vorbei ist…und ja hurra…ich freue mich schon…aber JETZTT schon… bin doch noch gar nicht fertig.

Es war eine intensive Woche….und mal ganz ehrlich…diese BLÖDE Mehrwertsteuer-Senkung für 1/2 Jahr in 2020, die uns Verbrauchern ja kaum wirklich etwas gebracht hat, die macht jetzt aber den Firmen neben den Jahresabschluss-Arbeiten soviel Mehrarbeit, da erst jetzt viele Unternehmen die Korrekturen schicken. Und da jeder eine andere Auffassung davon hat, was man als monatliche Teilleistung und was als zusammenhängende Jahresleistung definiert , gibt es auch extrem viele unterschiedliche Korrekturen welcher Teil davon jetzt mit 19% oder 16% berechnet wird.

Und dann kommt noch die leicht umständliche Excel-basierte MWST-Jahresabstimmung der dänischen Kollegen zum Einsatz, die auf so einen MWST-Split überhaupt nicht ausgerichtet ist. Fazit: Es dauert jetzt alles länger, da ich für all die Firmen die ich betreue, die Dateien anpassen muss…und auch unsere Software ist für so eine Jahresabstimmung fehleranfällig….Hab ich schon erwähnt, das ich SAP doch etwas vermisse? hahaha

Aber zum Glück mag ich ja solche Wurschteleien, bis alles stimmig ist und so konnte ich aus all dem am Ende doch eine Zufriedenheit mitnehmen….

…und nach wochenlangen vielen Mails und einigen Telefonaten mit einem der dänischen Chefs, haben wir gestern, auch noch ein OK für eine wichtige Sache bekommen. Die Kollegen aus Brandenburg hatten die Kommunikation in dieser Sache mir überlassen, da Beide nicht so gern Englisch reden. Also hab ich per Mail unser Ansicht und die Rechtslage erklärt, erklärt und begründet ….dann per telefonischer Nachfrage fest gestellt: die wollen nicht… also weiter erklärt, Beispiele angebracht, vorgerechnet von welchen Werten wir hier eigentlich sprechen…und erklärt….DANN endlich hat der dänische Chef gemerkt, das es tatsächlich nicht um die alten Projekte geht , sondern um NEUE….und das daher die Ablehnung von noch höherer Stelle hier gar nicht greifen kann….und jetzt endlich haben wir das OK.

Und mit diesem OK hab ich dann auch Feierabend gemacht,….

Also HURRA – Wochenende ist da