Fahrrad-Tour #2 – Holmer Sandberge

Fahrrad-Tour #2 – Holmer Sandberge

Entgegen meiner Absicht bereits am Vormittag mit dem Rad los zu fahren, bin ich doch erst gegen 14 Uhr gestartet…

Während der ersten 15-20 Minuten hatte ich durch den Gegenwind und die fehlende Sonne nicht sooo viel Lust, erst einmal mussten meine Muskeln überzeugt werden, dem Gegenwind zu trotzen…aber mit jedem Tritt in die Pedale wurde es besser und meine Laune stieg ebenfalls…und dann fiel es mir wieder leicht ….und die Sonne gesellte sich auch noch dazu…..Na also – läuft doch…

Zuerst einmal zum Klövensteen und von dort aus in Richtung Holm…und mehr durch Zufall bin ich in den Holmer Sandbergen gelandet. Was für eine herrliche Landschaft. Ich musste erst einmal nachlesen: die Sandberge sind “ ehemalige Dünen am Rande des einstigen Urstromtales der Elbe“ (laut Wikipedia) und ist Landschaftsschutzgebiet.

Von dort ging es weiter in Richtung Wedel und magisch zog mich in der Wedeler Innenstadt die Eisdiele an…yummy … Eis im Becher…leider nicht in der Waffel (wegen Corona)

Also gut gestärkt ging es dann weiter über kleine Schleichwege zurück in Richtung Buttermoor und mit einer Kreuz-und-Querfahrt durch den Klövensteen hab ich dann einen Zwischenstopp bei dem mir inzwischen vertrauten „Hofladen“ – gemacht.  Eigentlich ist es eine Holzbude mit Selbstbedienung und einer angeleinten Geldkassette. Also Verkauf auf Treu-und Glauben und der Videokamera  hahaha. Aber die Ware ist frisch und die Preise angemessen.

Von dort aus, ging es dann mit einigen Schlenkern über Waldenau wieder in Richtung Heimat.

Das war jetzt mit knappen 36 km keine große Runde, aber sie hat mir Spaß gemacht und endlich bin ich mal wieder mit der Pulsfrequenz in den Kardio-Bereich gekommen.

Mit dem Walken schaffe ich das schon lange nicht mehr….egal, wie schnell ich auch gehe….ich bleibe im „Fettverbrennungs-Modus“. Wichtig ist aber, das ich endlich mal wieder ins richtige Cardio-Training komme,  mit kurzen Intervallen im Höchstleistungsbereich.  Erst mit diesen Werten kommt danach  mein Ruhepuls so richtig runter und ich fühle mich körperlich gefordert.

Zuhause ging es direkt und die Dusche und danach mit dem frischen Kaffee auf den Balkon…. JETZT geht es mir  gut.

 

 

Soweit die Füße tragen

Soweit die Füße tragen

Da hätte ich doch beinahe gestern  Nachmittag das schöne Wetter verpasst….ich hab lange telefoniert (also für mich fast rekordverdächtig lange – es waren fast 2 Stunden) und mich voll auf das Gespräch konzentriert….

Bis ich dann meinen Rucksack gepackt, Wanderstiefel angezogen und endlich los marschiert bin, hat es dann nur ein paar Minuten gedauert… aber es war schon ca. 15.30 Uhr und die Sonne verzog sich dann auch sehr schnell… Schade.

Aber egal…denn ob die Sonne scheint oder nicht,  Draussen sein  bringt immer noch mehr Sonne, als sich drinnen aufzuhalten.

Ich bin direkt vor meiner Wohnungstür mit meinem Wanderausflug gestartet …Ziel war der Klövensteen…der ja nur etwas mehr als 2km entfernt ist….

und aus der eigentlich nicht so groß geplanten Runde wurde eine wunderschön entspannte Wanderung kreuz und quer durch den Wald. Dabei hab ich so ziemlich alles ausgeblendet und mich einfach Schritt für Schritt durch den Wald tragen lassen… Anfangs hab ich noch bewusst auf die Wege geachtet…aber nach der 6. oder 7. Abzweigung war es mir einfach egal….obwohl das Wetter mild und ohne Wind leise vor sich hin strahlte, blieb es auf den Wegen erstaunlich leer. Sehr entspannend.

Erst mit einsetzender Dämmerung hab ich mir Gedanken über den Rückweg gemacht und bin auch einigermaßen in die richtige Richtung gelaufen (hab es mit Google-Maps tatsächlich geschafft mich grob zu orientieren)… dann hab ich eine Frau mit großem Hund getroffen und sie vorsichtshalber gefragt….sie hat mir dann auf dem Handy das Google-Maps auf „Satellit“ umgestellt und  mir gezeigt wo ich entlang gehen sollte.

Das war ein guter Rat die App auf Satelliten-Ansicht umzustellen, so erkennt man tatsächlich die Wanderwege…auf der normalen Kartenansicht sind diese dagegen oft  nicht sichtbar.

Es wurde langsam dunkel im Wald, aber immer noch gab es genügend Restlicht um den Weg zu erkennen….erst als es richtig dunkel wurde, hab ich meine Taschenlampe hervor geholt .

Inzwischen bin ich auch bei kleineren Touren immer gut ausgerüstet: Wasserflasche / wenigstens einen Apfel  oder sonst etwas zum Essen, das Thermositzkissen für Pausen, meine Taschenlampe / immer etwas Geld / Pflaster / Kopfschmerztabletten / Mütze+Handschuhe / Taschentücher / wenn ich daran denke auch eine Power-Bank (durch die vielen Fotos wird mein Hand recht schnell entladen)  oder auch eine Wanderkarte (jaa  hatte ich auch mit – aber nicht für den Klövensteen ….aber in der Lüneburger Heide wäre ich damit zurecht gekommen hahaha)….

Obwohl ich zügig gelaufen bin, hab ich nur wenig Geräusche verursacht und so konnte ich im Schatten noch ein Reh beobachten, das vor mir den Weg kreuzte….es war leider nur eines…schade…

Irgendwann kurz bevor ich wieder auf den Hauptweg treffen sollte, sah ich vor mir zwei rote Lichter…zuerst dachte ich das wäre ein Radfahrer….aber nein…es war ein Hund mit einem leuchtendem Halsband und neben dem Hund war die Frau von vorhin, die mir beim Weg geholfen hatte.

Sofort kam sie auf mich zu und hat sich entschuldigt, das sie mir den Weg nicht korrekt beschrieben hätte….sie hätte sich vertan…ich hab sie dann beruhigt, das sie mir sehr geholfen hat…schon allein durch die andere Ansicht …und ich den richtigen Weg gefunden hätte….sie hatte sich Sorgen gemacht, weil es ja inzwischen komplett dunkel im Wald war….ich fand das total nett…

Da sie fast den gleichen Rückweg hatte, sind wir eine Weile zusammen gelaufen und haben uns unterhalten….mit dem Hund geht sie hier regelmässig spazieren…auch im dunkeln…UND sie hatte Gummistiefel bis zu den Knien an, so konnte sie noch  ungefährdeter im Dunklen laufen als ich mit meinen nur knöchelhohen Wanderstiefeln….lach…ich musste schon etwas auf die Pfützen achten….Am Ende des Weges hat sie mir noch einmal gezeigt wo ich hin muss, wir haben uns mit Handschlag verabschiedet… ich hab mich noch einmal für ihre fürsorgliche Unterstützung bedankt…und sie hat mir noch ihren Namen genannt…wenn wir uns mal wieder begegnen sollten…. Echt klasse…so einfach, freundlich und unkompliziert….eine nette Frau.

ich bin dann noch die letzten Km nach Hause gewandert…und war überrascht das mein Fuss während der gesamten Stunden KEINE Probleme bereitet hat…ich bin mehr als 14km gewandert, das waren fast 22.000 Schritte, ich bin mehrere Stunden (mit 2 kleinen Pausen) unterwegs gewesen….und mein Fuß hat alles mit gemacht.

Normalerweise hab ich innerhalb von 2 Stunden mindestens 1x ein großes Problem…und spätestens auf dem letzten Km mit Asphalt unter den Füßen bekomme ich große Probleme, die mich dazu zwingen für eine Weile anzuhalten und dann muss ich den Schuh ausziehen und meinen Fuß massieren……heute: NICHTS…gefühlt hätte ich noch Stunden so weiter laufen können.

Ich bin hellauf begeistert…mache aber inzwischen sehr regelmässig abends Fuß-Gymnastik, mit Dehnen und Beugen, Strecken und Greifen… Besonders  gut ist dann noch die Druckmassage unter den Fußballen…manchmal tut das höllisch weh…und wenn ich danach noch mal die Zehen dehne dann hört man ein leises mehrfaches Knacken…und dann geht alles auf einmal wieder besser…zumindest für ein paar Tage….

 

 

 

Walking – Bestleistung

Mit zunehmender Normalisierung meiner Arbeitszeiten, steigen auch wieder die täglichen Walking-km. Und so habe ich nach den knappen 12km am Sonntag, Montagabend gleich die nächste Runde eingeläutet und dabei meine bisherige Bestleistung übertroffen. Insgesamt waren es für diesen  Tag 14,19km (bisherige Tages-Bestleistung seit dem Start im September 2019 waren 13,97km).

Dabei war am Montag eigentlich nur eine kleine Runde geplant, das Wetter war ausdauernd nieselig und so wollte ich nur bis zum Einkaufszentrum laufen und dann zurück…aber das war mir dann doch zu wenig…also hab ich ein weiter entferntes Einkaufszentrum angepeilt….kam aber erst nach 20 Uhr dort an…also war es bereits geschlossen…also noch einen weiteren Schlenker gemacht um dann zu einem kleineren Laden zu laufen…und dann den Weg wieder zurück.

Meine Jacke war durchnässt, meine Schuhe waren auch nass, mein Fuss tat weh….aber letztlich hab ich mich über die Gesamt-km sehr gefreut….

und als es dann am nächsten Tag so unvermittelt geschneit hatte und sogar ein paar cm liegen blieben, konnte ich auch nicht widerstehen und hab die Schuhe erneut geschnürt.  hahaha endlich ein Schnee-Spaziergang. Aber so unvermittelt wie es mit dem Schnee anfing, so unvermittelt ging der Schnee in Regen über…..

So war meine Jacke platschnass, die Wanderschuhe standen permanent im flüssiger werdenden Schnee so das Schuhe, Strümpfe und Füsse ebenfalls platschnass waren…aber immerhin waren es dann doch noch 4km bei diesem Wetter.

So nun müssen meine guten Wanderschuhe erst einmal trocknen und neu imprägniert werden..

 

 

 

 

Büchse der Pandora

Diese Woche hat Kraft gekostet…und war auch mental schwierig durchzustehen

Ich bin ja bereits am Montag wieder arbeiten gegangen, wohlwissend das ich mich von meinem grippalen Infekt noch nicht wieder richtig erholt habe…aber es ging…Solange man nicht bei der Arbeit umkippt, geht es ja immer…. irgendwie.

Die Woche stand unter keinem guten Stern, denn JETZT wo der eigentliche Abschluss soweit fertig ist, JETZT kommen die Fragen aus der Steuerabteilung….Dinge sollen verändert werden, die Büchse der Pandora wurde geöffnet und führt zu  neuen Projekten. Identifizierte Schwachstellen sollen analysiert und Wege gefunden werden, diese auszumerzen….Termine, Termine, Meetings…..und Ach ja….es gibt ja auch noch so etwas wie das aktuelle Neues Jahr…Alle Januar Dateien müssen vorbereitet werden. und schon haben wir wieder Zeitdruck, eine Kollegin ist weiterhin krank…und außerdem ist das  Arbeits-Verschiebungs-Karussell munter dabei sich  weiter zu drehen….alles ist im fluss – nichts ist fixiert….

…und ich dachte irgendwann nur: die haben hier echt einen Knall. Wenn doch seit 2014 etwas schief läuft, WARUM muss man sich dann ausgerechnet Januar 2020 aussuchen um die Erklärungen zu suchen wie es dazu kommen konnte und es auszumerzen… Es würde das Thema nicht verschlimmern, wenn man es auf April/Mai legen würde….aber wir hätten dann Zeit um uns um die aktuell dringenden Themen zu kümmern….lach….Na gut die Chef-Chefin meinte dann irgendwann auch: es eilt jetzt nicht aber ….

Er Effekt war: ich war jeden Abend wie ausgeknockt. Einfach fertig und kaum hab ich mit meinem Körper die Couch berührt, hab ich auch schon für die nächsten 1-2 Stunden geschlafen. .

Wenn ich mich dann irgendwann ins Bett begeben habe, war ich dann natürlich wieder munter und hab wach gelegen…und so zog sich die Woche mehr als unbefriedigend hin. Ich hab mich überhaupt  nur 2x in dieser Woche aufraffen können eine kleine Runde zu walken..

Der Freitag zeigte sich dann wieder von seiner versöhnlichen Seite…und so bin ich gestern Abend dann endlich mal wieder eine große Runde gelaufen….

und das Thema Arbeit ist für diese Woche erledigt und ich freue mich auf ein schönes Wochenende um mich zu erholen.

Heute Abend bin ich mit einer Kollegin verabredet, wir gehen ins Theater….

Sternenklarer Abend

Trotz der vielen Arbeit bin ich heute mal wieder eine große Runde walken gegangen…knappe 6,5 km in 1,5 Stunden….also langsamer als sonst…dafür hab ich es aber doppelt genossen.

Erst einmal ist die Luft wunderbar kalt und klar, also gut um mal wieder so richtig tief durchzuatmen…und zum Zweiten ist es ein sternenklarer Nachthimmel…und dort wo ich außerhalb des Ortes ohne Lichtquellen in den Himmel schauen konnte, waren grandios viele Sterne zu sehen… ich hab mich den Sternen so nah gefühlt…und bin immer wieder stehen geblieben um nach oben zu schauen und unwillkürlich kommt mir mein Konfirmationsspruch wieder in den Sinn:

Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:
was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, und des Menschenkind, daß du dich seiner annimmst?“  aus Psalm 8 der Lutherbibel

Die Luft, der Himmel – das hat heute so gut getan…ich bin jetzt müde, entspannt und hab wieder einen klaren Kopf…und innere  Ruhe….jetzt freue ich mich auf ein entspanntes Wochenende

 

 

 

Matsch-Wanderung im Raakmoor

Matsch-Wanderung  im  Raakmoor

Nach der turbulenten Arbeitswoche und der Weihnachtsfeier gestern, hab ich  für dieses Wochenende nur eine einzige Verpflichtung: mich gut zu erholen.

Nach gut 20 Minuten Autofahrt war ich im Raakmoor. Das kleinste Naturschutzgebiet in Hamburg… Tolles trockenes Wetter…aber zu viele Menschen dort…..ooooch wie schade…aber im Laufe meiner Wanderung haben sich die Menschen irgendwie gut verteilt und ich war quasi allein dort…zumindest gefühlt…

Die Wege waren schlammig und matschig…und an einigen Stellen hätte ich Gummistiefel gebrauchen können…wie einer dieser Naturfreunde vor mir…lach…mit meinen Wanderstiefel konnte ich manche Stellen einfach nicht überwinden…auch nicht mit einem beherzten Sprung über eine der besonders großen Wassergefüllten Wege…

Da half nur Abbiegen und andere Wege suchen, die passierbar waren…und obwohl es als kleines Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, hatte ich durch die vielen Richtungswechsel nicht das Gefühl limitiert zu sein…

Im Anschluss hab ich dann in einem Steakhouse ein tolles Mittagessen gehabt und nun liege ich zufrieden und entspannt auf der Couch…Gleich werde ich noch die restlichen Einkäufe im Supermarkt erledigen…und den Rest des Abends verbringe ich Zuhause…

 

Sonne und Frei

Sonne und Frei

Ich habe heute einen freien Tag…es ist der 29.11. und ich sitze bei strahlendem Wetter DRAUSSEN auf meinem Balkon …unfassbar.

Den Vormittag hab ich mit Hausarbeit verbracht und mich gleichzeitig mit einem  Hörbuch von Dirk Müller unterhalten lassen. Das ist einer DER Börsenmakler unserer Zeit, der sehr anschaulich und unterhaltsam die Börse, Finanzprodukte und Zusammenhänge von Wirtschaft und Geld erklärt.

Und erst während ich gerade dabei war, die Nikolaustüten für meine ehemaligen Kollegen und Freunde zu packen bemerke ich, das die Sonne tatsächlich bei strahlend blauen Himmel schon den ganzen Vormittag über scheint…das war mir vorher gar nicht so bewusst aufgefallen.

Und flugs hab ich Kaffee, Computer, Handy, Jacke, Schal und Decke geschnappt und sitze hier ganz entspannt. Während ich gestern Abend bei strömenden Regen mal wieder eine meiner Walking-Runden gedreht habe.

Ich komme aktuell auf gelaufene Kilometer von 45 bis 75 pro WOCHE. (ich weiß es gibt andere die machen 100km an einem Tag 🙂 ….in dieser Woche liege ich schon nach vier Tagen bei 43km.

Kurz zusammen gefasst, die Sonne inspiriert mich eher zum Relaxen, die aktuelle frühe Dunkelheit fordert mich zum Laufen auf…lach.  Eines meiner Mädels hat mich gefragt ob ich im Dunkeln keine Angst habe. Nein – hab ich nicht.

Ich hatte früher schon keine Angst alleine raus zu gehen, okay – also in einen dunklen Wald oder unbeleuchteten Park wäre ich im Sommer nicht unbedingt im Minirock unterwegs gewesen. oder in den schlechteren Gegenden der Stadt ..aber im allgemeinen leben wir in Deutschland an vielen Orten in relativer Sicherheit.

In den letzten Jahren hatte ich eher das Gefühl das die gefühlte Unsicherheit auch bei mir zunimmt, angestachelt durch viele Aussagen in meiner direkten Umgebung.

Seitdem ich aber wieder alleine lebe, ist mein Sicherheitsempfinden im Verhältnis zu meinen Wohnorten wieder viel stärker geworden. Nicht das ich jetzt super sorglos bin, aber ich lasse mir auch keine unnötige Angst (mehr) einjagen…gehe mit erhobenem Haupt und strahle Selbstsicherheit aus…nehme also schon mal durch meine Haltung keine Opferrolle ein…natürlich schützt mich das nicht generell, aber soll ich mich selber einsperren nur weil es Dunkel ist und eventuell mal etwas passieren könnte? Das ist nicht die Art von Leben die ich leben möchte…

Es ist sogar so, das mir auf meinen Runden immer wieder Menschen begegnen die freundlich reagieren…und genau so freundlich grüße ich zurück…und so manchem Spaziergänger oder Hunde-Gassi-Geher begegne ich öfter mal wieder und manchmal kommt man sogar ins Gespräch….immerhin lebe ich in einer kleinen norddeutschen Stadt.

Also für den heutigen Tag stehen noch ein paar Einkäufe an….obwohl ich nicht sicher bin ob das so eine gute Idee ist….heute ist da der Black Friday – auch so ein Tag der aus Amerika zu uns rüber geschwappt ist und den die Geschäfte für kräftige Vorweihnachts- Gewinne nutzen…

 

Schuhe – gut und schön

….davon hab ich in der Tat eine Menge.

Nicht nur das ich Schuhe passend zur Kleidung und zum jeweiligen Anlass mag…durch die  Probleme mit einem Fuß, kann ich nicht mehrere Tage hinter einander die gleichen Schuhe tragen.  Also ich besitze wirklich viele Paare.

Mittlerweile meistens Sneaker, Stiefelletten, Schnürboots oder Stiefel…alle mit relativ flachen Absatz…aber oft mit groben Profil…das gibt guten Halt fürs Wandern und walken…

…und da ich das quasi täglich mache…und das auch bei nassen Wetter … und dazu auch noch oft auf unbefestigten Wegen, komme ich jetzt zum Wesentlichen dieses Beitrags: Noch nie in meinem Leben musste ich so oft Schuhe putzen!!

Dabei rede ich nicht von: ich wische einmal kurz drüber und nehme etwas Schuhcreme damit sie wieder glänzen.

NEIN – ich rede davon, die groben Profile mittels eines Schraubendrehers  (mit dickerem flachen Kopf), einem ausrangierten kleinem Messer, einer harten Bürste und einem nassen Schwamm vom Dreck und eingetretenen Steinen zu befreien.

Denn jeden Tag wird der Platz vor meiner Wohnungstür mit dem nächsten dreckigen Paar  zugestellt…heute hab ich mich dann mal um die aktuellen 6 Paare kümmern müssen…Natürlich hab ich Zeitungspapier drunter gelegt, trotzdem sieht mein Küchenboden  aus, als ob ich dort einen Wald anpflanzen möchte.

soooo….das heißt für die nächsten Tage ist erst mal wieder Ruhe…und  weiter kann es gehen…oder laufen oder walken… Schuh für Schuh

 

 

 

Wer , was, wann, wie …und wie geht’s weiter

Obwohl ich damit gerechnet habe mit Kopfschmerzen aufzuwachen, blieb ich davon verschont…ich hab sogar erstaunlich gut geschlafen…die Flasche Wein von gestern ist nicht ganz leer geworden, doch es ist auch nicht mehr viel da.

Und auch im gut angeheiterten Zustand hab ich gestern meine abendliche Runde gedreht…und war walken. Jawohl…grins…

Der heutige Tag hatte so gar nichts mehr mit meinem Frusttag von gestern zu tun…der Tag hatte sogar sehr viele positive Seiten gehabt.

Ich habe eine junge Kollegin, die ich innerhalb eines Sonderprojekt unterstützen soll und wir treffen  uns nun regelmäßig für diese Zusammenarbeit in einem gesonderten Arbeitsraum. Da sie nicht aus dem Buchhaltungsbereich kommt, aber sehr an den Grundlagen interessiert ist, nutzen wir diese Zeit um ihr Wissen zu erweitern…das hilft uns auch bei dem Projekt: ich kann ihr Fachwissen vermitteln und sie vermittelt mir wie die tatsächlichen Gegebenheiten hier bei uns  sind. Somit haben wir die Basis für die Aufnahme eines  Soll-/Ist-Vergleich.

Auch bei anderen Themen bin ich heute ein gutes Stück voran gekommen…und da niemand freiwillig mit allumfassenden Erklärungen raus rückt, muss ich ständig fragen….und fragen…überall bekomme ich dann eine Teil-Antwort und versuche mir für jede Aufgabe einen Rundum-Blick zu verschaffen: Was, bekomme ich wann, von wem, was macht der vorherige Kollege damit, was mache ich damit, wie und wo gehen die Daten dann hin, was wird dann dort gemacht und wie bekommt der Letzte dann die Info, wie kommt es dann in das andere System, wer prüft, wer gibt wie frei, wie kommen die Daten dann zu uns, was muss ich dann wie dokumentieren….es ist die reinste Sisyphus-Arbeit. Weil jeder immer nur seinen kleinen Teil – und Niemand den gesamten Prozess kennt. Wenn ich solle Informationen zusammen habe,  dann trage ich alles in eine dicke Kladde…per Hand. Das ist mein Nachschlagewerk für Arbeitsabläufe – das ist nicht für die Allgemeinheit gedacht…zumal ja viele Prozesse im Moment im Umbruch sind…und keiner so recht weiß was sich noch alles ändern wird.

Aber meine Aufzeichnungen kann ich später als Basis für die Prozessablaufpläne nutzen und für die noch  ausstehenden Verfahrensanweisungen nach GOBD… die es eigentlich seit 2013 spätestens in jeder Gesellschaft gehen müsste…meine Chefin hatte mir schon zu Anfang gesagt, das das noch ein Thema für mich werden wird….

Auch heute habe ich, trotz personellem Engpass wieder sehr pünktlich Feierabend gemacht…und mich nach Feierabend mit Einkauf und Haushalt beschäftigt….und jetzt überlege ich: laufe ich heute noch eine kleine Runde…oder bleibe ich lieber hier…

 

 

 

 

 

Frühaufstehen am Sonntag

Frühaufstehen am Sonntag

Für meinen letzten Tag im Urlaub hab ich den Wecker früh klingeln lassen…Ein letzter Ausflug bevor es morgen wieder ins Büro geht. Mein Ausflugsziel für heute lautet:  Brennermoor / Bad Oldesloe.

Nachdem ich mein Auto frei gekratzt hatte, ging es über die Landstraßen bei 2 Grad mit Kaffee-Thermobecher, und geschmierten Butterbroten in Richtung Bad Oldesloe…den genauen Startpunkt für eine Wanderung durch das Moor hatte ich nicht…aber noch war ich guter Hoffnung das der anvisierte Parkplatz auch ausgeschildert ist…

Das Wetter war trübe…und meine Laune trübte sich auch so langsam ein, als ich nach knapp 1 Stunde kurz vor dem Ziel durch gesperrte Straßen nicht weiter kam…und mit den Umwegen war das auch so eine Sache…weder das Naturschutzgebiet noch der Parkplatz waren ausgeschildert…

Nun gut…also mittels Google Maps hab ich mich dann so langsam an meinen Zielpunkt ran gepirscht…und schließlich hab ich mein Auto einfach abgestellt…der vor mir liegende Weg schaute nicht so aus, als ob er tatsächlich noch viel weiter gehen würde..

Also warm eingepackt und im Rucksack alles Nötige dabei, ging es zu Fuß weiter… und tatsächlich kam nach ca. 1km der Parkplatz…grrrr….und schon nach ein paar weiteren Metern war ich im Moor….es war herrlich ruhig, langsam kam die Sonne raus und der Bodennebel verzog sich ganz allmählich.

Leider war das gesamte Gebiet sehr spärlich mit Wegweisern ausgestattet und so bin ich, meiner liebsten Regel folgend: Immer der Nase nach – den schönsten Weg entlang….und bin gelaufen und gelaufen….manchem entgegen kommenden Wanderer/Spaziergänger  bin ich im Laufe der fast 3 Stunden auch mehrfach begegnet…was ich als gutes Zeichen nahm, mich nicht gänzlich verlaufen zu haben…und nach den ersten 6km hab ich eine Pause eingelegt:

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Mitten im Nirgendwo des Moores auf einer nassen Bank (ich hatte dieses mal mein Thermositzkissen dabei)  und mit heißem Kaffee konnte ich  eine Weile dort sitzen und den schmerzenden Fuß entlasten…Danach ging es wieder. Kurze Zeit später war ich wieder am Ausgangspunkt…

…und nun? Nach Hause? ….noch wollte ich nicht,… also  hab noch eine weitere Runde begonnen…dieses Mal wollte ich aber den Umweg über den Stadtrand von Bad Oldesloe vermeiden…und rechtzeitig eine Abzweigung nehmen, dadurch sollte der Weg kürzer werden…und als ich tatsächlich zum 2. Mal an der gleichen Bank Pause machte, hatte ich nur eine Runde von 4km hinter mir…mit dem Rückweg zum Auto waren es damit 11,6km die ich  insgesamt zurück gelegt habe. Also ich bin sehr zufrieden damit.

Während der letzten Stunde hatte sich die Sonne zwar wieder verzogen…aber mir war ja eh warm und ich fühlte mich positiv erschöpft…Also das war ein schöner  entspannter Ausflug…