4.Arbeitstag – da kommt es langsam durch

Heute nun konnte ich zum ersten Mal meine neuen Kollegen differenzierter wahr nehmen. Zum einen werde ich aufmerksamer und merke wer nun wer mit wem besser oder schlechter kann und zum anderen legen die Kollegen ihre anfängliche General-Freundlichkeit ab…

…das ist gar nicht böse gemeint, sondern eine natürliche Reaktion.

Beachtlich fand ich heute das subtile Verhalten einer Kollegin, die heute erst aus dem Urlaub gekommen ist, wir uns also erst heute kennen gelernt haben.

Sie ist etwas älter als ich, arbeitet in einer der Teil-Abteilungen, kam freundlich auf mich zu und ich bin ihr freundlich begegnet. Es ist eine von den Frauen die versuchen ton-angegend  zu sein und versuchen  auch die Meinungen anderer beeinflussen, das merkt man durch ihr gesamtes Verhalten…Das stört mich eigentlich nicht – damit kann ich gut umgehen.

Während der Frühstückspause musterte sie mich dann auch immer wieder eingehend…und bereits zur Mittagspause hatte sie sich scheints ein Urteil gebildet, welches nicht zu meinen Gunsten ausfiel….lach…ich weiß allerdings nicht wieso. Vielleicht weil ich nicht nur stumm da saß, sondern mit geredet habe…nach jedem meiner Sätze schaute sie missbilligend…während ich ihr freundlich ins Gesicht lächelte, blieb ihr Blick starr auf mich gerichtet.

Es ist wie immer im Leben, man kann es nicht allen recht machen und man kann auch nicht mit jedem gleich gut befreundet sein. Ich begegne ihr weiterhin freundlich und mit einem Lächeln und bin weiterhin so, wie ich immer bin. Vielleicht liest sie aus meinem Lächeln auch leichten Spott…das  ist eine Reaktion die ich manchmal nicht ganz unterdrücken kann, wenn andere versuchen mir mit Blicken ihr Missfallen zu übermitteln.

Witzige Anektote:  In der Mittagspause hat sich ein Mann mit an unseren  Tisch gesetzt und sich gleich mal bei mir mit Vor-und Zunamen vorgestellt …mir sagte der Name nichts und hab mich ebenfalls vorgestellt (Laufe sowieso mit so einem Namensschild herum – damit mich alle als „NEUE“ erkennen) und irgendwie hab ich ihn gleich geduzt – da sich hier sowieso fast alle Duzen und wir haben uns locker über seinen Familien-Urlaub unterhalten.

Später hat mir die  Kollegin, die mich aktuell  anlernt, verschämt  zugeraunt das es sich bei dem Herren um einen Abteilungsleiter  handelt…ja – das hatte ich während unseres Gesprächs inzwischen auch gemerkt. Sie fühlte sich aber scheinbar unwohl, weil ich den Herren geduzt hatte und nur deshalb hab ich mir im Nachhinein Gedanken gemacht und bin nach der Pause zu ihm gegangen und habe gefragt ob ich mit meinem vorschnellen Duzen  jetzt über das Ziel hinaus geschossen bin, er blieb locker und gelassen, lachte und meinte – nein, das sei von seiner Seite doch gar kein Problem, er duzt doch so viele hier…wir können gerne dabei bleiben.

Heute wurde auch (in meinem Beisein) zum ersten Mal über andere Kollegen aus der gleichen Abteilung leise gelästert. Ich hab versucht meine Ohren auf Durchzug zu stellen…davon möchte ich nichts mit bekommen. Da halte ich mich raus…

…und ich habe heute auf Nachfrage heraus bekommen, das ich mir am Freitag von einer Kollegin, die diese Woche in Urlaub ist, Arbeit habe „aufhalsen“ lassen…die so gar nicht zu mir gehört…das habe ich mir am Freitag bereits gedacht, es….und die Reaktion der Kollegin heute hat mir auch gezeigt, das macht sie wohl gerne mal –  auch bei den anderen…

Ja so langsam erkenne ich nicht nur Strukturen in der Arbeit, sondern auch die feinen fast unsichtbaren Strukturen in der Abteilung selbst…aber da geht noch mehr…das spüre ich jetzt schon…da wird noch einiges zu Tage treten…das finde ich äußerst spannend

 

 

 

 

 

Hungrig im Stau und dazu noch frieren

Hungrig im Stau und dazu noch frieren

Nachdem ich mich also für ein Fitness-Studio entschieden hatte, bin ich gleich weiter gefahren…Richtung Hamburg… ich wollte in den Altonaer Stadtpark.

Bin dann aber auf dem Weg an mehreren  geöffneten Auto-Waschstraßen vorbei gekommen…an einem Sonntag?  Okay – warum nicht, also noch schnell mein Auto durch die Waschstraße geschickt…dann noch das Auto ausgesaugt und vom Staub befreit….nun gut  mein Fahrrad im Fond des Wagens hat etwas gestört….SOOO ….also das Auto glänzt auch wieder.

Es war bereits nach 15 Uhr und meine reguläre Mittagszeit längst überschritten und gefrühstückt hatte ich um 8.30 Uhr….und auch auch das noch: auf dem  weiteren Weg in Richtung Hamburg  stand ich im Stau…also diese Baustellen hier haben es echt in sich…und je länger ich im Stau stand, um so mehr musste ich feststellen wie hungrig ich bin…leider hatte ich überhaupt NICHTS mit dabei…nicht mal den obligatorischen Apfel oder den Notfall-Schokoriegel…grrrrrrrr

Also so kann ich nicht Fahrrad fahren…ich brauche erst einmal etwas zu Essen…wäre ich nicht auf der Autobahn im Stau, ich wäre nach Hause gefahren…so aber blieb mir nur der Weg nach vorn…als ich endlich die Autobahn verlassen konnte, war ich schon in Hamburg…okay, dann esse ich eben auswärts…und tatsächlich fand ich in der Nähe des Volkspark ein Kroatisches Restaurant: „Balkan-Leber nach Bauernart“ – sehr empfehlenswert – zart und lecker….

okay jetzt aber endlich mit dem Fahrrad in den Park….nach dem Essen soll man sich ja bewegen…aber mir war kalt….ich weiß nicht warum, mir war einfach nur kalt, es waren 12 Grad und für mich fühlte es sich nach 0 Grad an, also so wird das nichts heute….das Fahrrad hab ich nach wenigen Kilometern abgestellt und bin zufuß  durch den Dahliengarten gelaufen… Dahlien wohin man blickt….herrliche Exemplare wunderbar anzuschauen…

Aber auch danach wurde mir nicht so richtig warm…na gut, dann muss ich eben einsehen das heute kein guter Tag zum Radfahren ist…also nicht für mich…

Kaum bin ich wieder zuhause und sitze mit einer Tasse Kaffee auf dem Sofa ist mir auch wieder warm….und durch das Bügeln ist es sogar  sehr warm geworden – seufz.

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Vergleichen und entscheiden

Also hab ich heute 3 Fitness-Studios unter die Lupe genommen…das 3. allerdings (das mit dem grottigen Internet-Auftritt) hab ich gar nicht erst besucht, allein schon die Parkplatzsuche an einem Sonntag Mittag, war mir zu nerven aufreibend…lach…wie soll das dann erst in der Woche Abends sein.

Da kann das Studio noch so super sein, wenn es nicht ordentlich erreichbar ist und bei diesem müsste ich auf jeden Fall das Auto benutzen.

Das andere in meinem Wohnort ist näher an meinem Zuhause, ich komme gut hin und die Parkplatz-Situation ist ganz okay… Es hat mir super gefallen…die Leute sind nett, es gibt viele Cardio-Geräte, einen großen Kurs-Raum und all die kleinen Dinge, die ich besonders an einem Fitness-Studio schätze: z.B. Rudergeräte und Upcoaster…der Preis ist gut und wenn ich mich in den nächsten Tagen entscheide, entfallen sogar die Anmeldegebühren.

Das letzte Fitness-Studio auf meiner Liste ist an meinem Arbeitsort…es bietet noch mehr Platz, aber weniger Möglichkeiten, ist teurer und wenn ich nicht nach gefragt hätte, hätte man die halbjährlichen Service-Gebühren gar nicht erst erwähnt…lol…

Okay – die Entscheidung fiel mir nicht schwer…Morgen werde ich mich anmelden …und meine Sporttasche ist schon gepackt.

 

Blick auf mich Selbst


In den letzten Monat ist viel bei mir passiert: Arbeitsüberlastung / Stress und Streit mit meinem Freund / Trennung von meinem Freund / meine Kündigung im Job / Jobsuche / Wohnungssuche / Abschied von Kollegen und Freunden / Umzug in ein anderes Bundesland / Neue Wohnung / Neuer Job / mein  Zuhause gestalten / mein Leben neu aufbauen

In all den Monaten war und ist mein Hauptziel: RUHE in mein Leben zu bekommen…und wieder ich selbst zu sein.

Und? Hat es funktioniert?

Ja – es funktioniert! Sehr gut sogar. Ich fühle mich frei und entspannt. All der Stress der letzten Jahre / Monate und Wochen fällt  langsam, Schicht für Schicht, von mir ab. Nicht alles auf einmal. So ein tiefsitzender Stress und in vielen Jahren aufgebaute Schutzmauern lassen sich nicht in 2 oder 3 Wochen vollständig einreißen.

Dazu braucht es viel  Zeit und in meinem Fall dazu noch viel Ruhe…dem entsprechend bin ich mit meiner aktuellen Situation vollkommen zufrieden…brauche noch keine neuen Menschen in meinem Privatleben. Ich kommuniziere sehr viel mit den „alten“ Kontakten…und ansonsten lerne ich erst einmal meine Kollegen in der neuen Firma kennen…weitere Kontakte privater Natur benötige ich aktuell noch nicht.

Dazu habe ich weder die Zeit, noch die Nerven….das wird noch kommen, später – wie ich mich kenne wird es wahrscheinlich erst im nächsten Sommer soweit sein…

Aber ich muss ja keine Normen erfüllen, also nehme ich mir alle Zeit der Welt so zu leben, wie ich es gerne möchte….mein ICH wird es mir schon rechtzeitig sagen, wenn ich aktiv auf die Suche gehen sollte.

Noch bin ich zu leicht zu verletzen…da helfen mir meine Schutz-Mechanismen…noch muss ich mich seelisch weiter stabilisieren

 

 

 

 

Neuer Anlauf

Nachdem ich den gestrigen Tag tatsächlich komplett  zuhause verbracht habe…nehme ich heute einen erneuten Anlauf mir ein Fitness-Studio anzuschauen. Die Suche im Internet war zwar erfolgreich – aber die Aussagekraft und die Vergleichbarkeit der Leistungen war …hmmmm mager.

Es zeigt das Dilemma unserer Zeit. Die Werbung will nicht mehr informieren, sondern nur noch verführen. Was nutzen mir riesige Fotos extrem hübscher fitter Menschen und der Hinweis „für nur 14,95 EUR*  “ …. Wenn diese Sternchen

  • oftmals nicht sichtbar erläutert werden (komm- such das Sternchen, such…hahaha such weiter….)
  • diese Lockangebote eh nur für 1 Monat gelten
  • die tatsächlichen Bedingungen/Wahlmöglichkeiten  für eine Mitgliedschaft nicht ausgewiesen sind.

Aber egal – ich will mich eh nicht online anmelden…aber immerhin hab ich jetzt noch ein Drittes Studio  gefunden welches ich mir anschauen möchte, auch wenn ich den Internet-Auftritt grottig finde.

Auch wenn ich mich aktuell bei 4Grad und Sonnenschein mit Kaffeetasse und Laptop auf dem Balkon befinde, werde ich heute das sonnige Wetter noch einmal nutzen um mit dem Fahrrad ein neues Ziel anzusteuern….immerhin sollen es noch 13 Grad heute werden.

Für den heutigen Abend steht dann bügeln auf dem Programmzettel…und kochen.

Gendergerechte Formulierungen?

Ich lese Online Zeitung, ich lese im Internet Artikel über  verschiedenste Themen, ich lese Kommentare, ich lese in verschiedenen Blogs und dann lese ich auch das, was ich selber so schreibe.

Bisher habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, ob ich mich beim Schreiben gendergerecht verhalte…und ich werde es auch nur heute einmal tun…also mir Gedanken darüber zu machen.

Meine Meinung zu diesem Thema ist schon da,  auch wenn diese  vielleicht nicht populär ist. Jeder Versuch in einem fließenden Text gendergerecht zu formulieren, hemmt das Lesevergnügen…es stockt einfach und das mag ich nicht. Gerade wir Deutschen versuchen uns oft übertrieben korrekt zu verhalten…und das wirkt oft angestrengt und ist auch anstrengend zu hören und zu lesen.

Bei einigen Artikel wird jetzt für eine gemischte Gruppe nur noch die weibliche Form genutzt: z.B. Ärtzinnen..manche regeln es durch die Groß-Schreibung mitten im Wort: ÄrztInnen…manche schreiben Ärzte/Ärztinnen.

Bringt uns das tatsächlich mehr Gleichberechtigung…mir bringt es eher den Wunsch es nicht zu lesen… Er/Sie/Es  oder männlich/weiblich/divers

Was ist so schlimm daran  in unserer über Jahrhunderte gewachsenen Sprache eine oft männliche Bezeichnung für eine Gruppe zu akzeptieren? Die Ärzte….reicht es nicht aus um eine bestimmte Gruppe von Menschen zu beschreiben die einen gewissen Beruf ausüben? Dabei muss ja nicht jeder in einer Gruppe einzeln benannt sein, das ist ja das Wesen einer Gruppe.

Haben wir alle so wenig Selbstbewusstsein, das wir Angst davor haben innerhalb einer Gruppe als Individuum unterzugehen.

Ich werde oft gefragt: Als was arbeitest Du? Als Buchhalter….ich bin eine Frau, aber ich muss doch in so einer Beschreibung meines Berufs nicht auf mein Geschlecht hinweisen…1. weil man mir mein Geschlecht ansieht  und 2. weil es doch ganz egal ist ob ich als Mann, Frau oder Sonstiges diesen Beruf ausübe. Mein Geschlecht sagt doch nichts über meine Qualität als Buchhalter aus.

Auch hier würde es uns gut zu Gesicht stehen einfach entspannter mit der Sprache umzugehen und nicht aus jedem und allem ein Drama zu gestalten.

 

 

 

Alles braucht seine Zeit

Alles braucht seine Zeit

Für den heutigen Samstag habe ich mir vorgenommen den Tag etwas ruhiger zu gestalten.

Bei einem ausgiebigen Kaffee-Frühstück  auf dem Balkon bei 9Grad mit Sonne und Wolken hab ich im Internet mal das örtliche Fitnessstudio-Angebot geprüft.

Dieses morgentliche Sitzen auf dem Balkon ist zu einer richtigen Marotte geworden…solange es nicht regnet oder stürmt ist es mir ein richtiges Bedürfnis meinen Kaffee draussen zu trinken…na klar mit Jacke, Schal und Decke…aber eben an der frischen Luft. Kann man eigentlich süchtig nach frischer Luft werden? Egal.

Also langsam wird es Zeit mir ein Fitnessstudio zu suchen. Ich mag ja Studios die groß sind…dabei meine ich vor allem WEITE. Studios die in Fabrikhallen angesiedelt sind…bei denen die Geräte nicht dicht an dicht stehen…Hmmm also in meiner näheren Umgebung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz hab ich 2 gefunden…die werde ich mir nachher mal anschauen.

Aber zuerst hab ich mal  mit einigen Handgriffen die Wohnung etwas aufgeräumt und Wäsche gewaschen…heute kann ich sogar die Wäsche auf dem Balkon trocknen…

Angesport durch das gelungene selbst gebackene Brot hab ich es heute mal wieder mit Burger-Brötchen probiert…die sind mir bisher einfach nicht so gut gelungen.

Und obwohl ich das GLEICHE Rezept genommen habe, mit den GLEICHEN Zutaten sind die  Burger-Buns dieses Mal genial geworden….um nicht zu sagen: PERFEKT. Der einzige Unterschied war die Geh-Zeit für den Hefeteig mit 2x 60 Minuten…tja und wieder zeigt es sich, das  Zeit oft der entscheidende Faktor ist.

Bereits gestern hab ich alle Zutaten für die Burger gekauft….nur den Salat hab ich dann doch vergessen, ..so mein Mittagessen war ziemlich lecker.

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Ausflug nach Blankenese

Ausflug nach Blankenese

Mit so einer Aussicht kann der Tag ja nur gut sein – oder?

Ich jedenfalls liebe den Blick aufs Wasser und den Sonne-/Wolkenmix….dabei ist es fast windstill…

Was meine Freude eher ein wenig trübt sind die Horden die am Elbuferweg entlang flanieren. Je exponierter das Ausflugszug, um so mehr Menschen sind dort…es ist wie überall.

Ich hatte Blankenese als Ausgangsort für meine Radtour gewählt, weil allein der Name Kindheitserinnerungen wach gerufen hat…Wenn wir unsere Oma mütterlicherseits in Hamburg besucht haben und das Wetter schön war (meistens waren wir eh in den Sommerferien dort) ging es entweder in die Lüneburger Heide oder nach Blankenese an die Elbe.

Es war aber nur noch der Klang des Namens der vertraut war….Ich habe NICHTS wieder erkannt…Meine Oma war ein Snob und sehr egoistisch…und ich habe auch nur sehr wenige positive Erinnerungen an diese Oma…aber ich weiß das ich als Kind die Ausflüge an die Elbe mochte….und so ist es heute immer noch….ich liebe Wasser- aber noch mehr liebe ich Wasser in Verbindung mit Ruhe und wenn ich das Ganze mit nur wenigen Menschen teilen muss.

Die Radtour führte mich dann in Richtung Wedel…damit wurden auch die Menschen-Massen weniger…aber so richtig ruhig wurde es erst auf der Rückfahrt durch den Wald. Was ich allerdings nicht bedacht habe…ziemlich Schluss musste ich ja wieder zur Elbchaussee …und da ich nicht noch einmal durch das Flanier-Volk fahren wollte, bin ich einfach vorher vom Wasser abgebogen…es ging steil bergauf…mit vielen TREPPEN…lach..

Prima – also für heute hab ich dann auch das Krafttraining gleich mit erledigt..

Erste Arbeitstage im neuen Job

So richtig nervös bin ich eigentlich erst am frühen Morgen des 1.Oktober geworden. Mein Arbeitsstart sollte ja erst um 9 Uhr sein. Als Frühaufsteher ist das schon sehr spät für mich.

Meine neue Chefin hat mich in Empfang genommen und mir meinen Arbeitsplatz gezeigt. Ich konnte gerade noch meine Jacke ausziehen und meine Tasche abstellen….und das erste Mal das ich mich tatsächlich an meinem Arbeitsplatz niederlassen konnte war am Nachmittag…

Es ging Schlag auf Schlag…wir sind durch die beiden Abteilungen gegangen, die mich betreffen, wurde vorgestellt…hab dutzende Hände geschüttelt, Namen und Funktionen genannt bekommen und gute Wünsche zum Start….danach Einweisung in der IT, anschließend Pflichttermine in der „Academy“ mit Sicherheitsunterweisungen und Firmen-Auftritt durch die Leiterin des Personalwesen… zum Glück war ich nicht alleine, sondern eine Dame aus der Steuerabteilung ist auch erst seit einem Monat da, die hat mich dankenswerterweise an-die-Hand genommen.

Dann war auch schon fast Mittag, ich wurde gleich mit in ein UST-Thema einbezogen, wo eine Klärung ausstand, dann ab in die Kantine mit der Chefin, danach ging es weiter..

Alle sind sehr nett und zuvorkommend. Der Umgangston ist friedlich und freundlich und auch wenn von Stress und Zeitdruck die Rede ist, merkt man das den Kollegen nicht wirklich an, da ist keiner hektisch oder laut….aber das ist natürlich nur die Oberfläche, die ich aktuell sehe…

Es war am 1. Tag schon sehr….komisch…weil die Arbeitsweise unglaublich stark aufgesplittet ist…nicht nur auf verschiedene Personen, sondern auch auf verschiedene Abteilungen…da brauche ich eine Weile um das System zu verstehen. Durch diese starke Unterteilung muss man sich ständig mit Kollegen austauschen, hast Du schon…machst Du noch…wie weit ist das schon….wann wirst Du fertig… es wirkt wie ein Ameisenhaufen für mich…alles hat seine Ordnung – aber ich erkenne das System noch nicht.

Am 2. Tag war es dann schon viel besser…ich hab Strukturen erkannt und konnte diese direkt einordnen…hab schon Arbeiten die man mir einmal gezeigt hat gleich für eine andere Gesellschaft selbständig übernommen…meine Fragen wurden immer direkt beantwortet…ich schreib vieles auf, damit ich das beim nächsten Mal sofort selber machen kann…und ich hab von der Chefin auch gleich Rückstellungsbuchungen bekommen, nachdem sie gemerkt hat, das ich ihr  Buchungssystem verstanden habe und auch die Excel-Listen kenne ich in ähnlicher Form auch schon.

Als sie beim Erklären auf eine Ungereimtheit stieß und etwas ratlos wirkte, wie sie das jetzt in  SAP  herausfinden soll, hab ich gesagt wie ich in SAP suchen würde…und sie hat es dann auch so übernommen und gefunden…LOL. Hoffe sie nimmt das nicht als Angriff auf ihren Status…ich muss aufpassen, weiß  ja noch nicht, wie sie auf so etwas reagiert..Bei anderen Dingen hab ich dann aber lieber meinen Mund gehalten…

soooo….also nach dem 2. Tag hab ich berechtigte Hoffnung mich in dieser Firma wohlfühlen zu können, wenn ich den Ameisenhaufen überblicke…und mein Aufgabengebiet übernommen habe…ich weiß aber schon wo die Reise hingeht…das ist gut so.

Kommunikation und Balkonfreude

Ich sitze (jetzt endlich wieder mit dem Laptop) bei 13 Grad und Sonnenschein auf meinem Balkon und trinke Kaffee…eingepackt bin ich mit Fleece-Jacke und Schal und einer Decke über den Beinen und geniesse den Vormittag.

Zugegebenermaßen wollte ich um diese Uhrzeit bereits unterwegs sein…durch ein längeres Telefonat bin ich in meinem Zeitplan jedoch etwas verschoben. Macht aber überhaupt nichts, es soll den ganzen Tag sonnig bleiben.

Gestern Abend hab ich bereits lange mit einem meiner Mädels telefoniert, mit der 2. Heute Morgen ausgiebig gechattet und mit der 3. eben gerade sehr lange telefoniert, wir sind jetzt also wieder gut upgedated…gegenseitig.

Alle wollten natürlich wissen, wie meine ersten beiden Tage in der neuen Firma gewesen sind…und ich wollte wissen wie es bei den Dreien so läuft (privat und beruflich).

Das hat gut getan und es gab auch viel zu lachen. Telefoniert hab ich natürlich drinnen, ich bin kein Fan davon auf dem Balkon zu telefonieren, mag es auch bei anderen nicht…mich würde es stören immer die Telefonate anderer Menschen unfreiwillig mit zu bekommen. Also sitze ich jetzt hier noch ein paar Minuten für den 2. Kaffee und dann erst packe ich meinen Fahrrad-Rucksack…mein Ziel ist heute HH-Blankenese.

Zuerst mit dem Auto hin und dann in Blankenese mit dem Fahrrad weiter fahren. es ist sonnig und windstill und mit bis zu 15 Grad auch fast ideal mit den Temperaturen.