Erholung notwendig

Diese Woche hat aber auch nervlich an mir gezerrt…das Ergebnis:

Blutdruck und Ruhepuls liegen weit über meinen normalen Werten und auch .meine Haut rebelliert wieder. Die ganze Woche hab ich schlecht geschlafen und wenig noch dazu.

Ich benötige jetzt dringend Erholung und Stille und bin froh das ich für den Rest dieses Wochenendes mit NIEMANDEM mehr sprechen muss…

Den Kaffeekonsum sollte ich auch mal etwas reduzieren.. Und vom Alkohol hab ich in dieser Woche auch zu viel gehabt…das reicht glattweg für die nächsten 1-2 Wochen…lach.. Also mehr Tee, Saft und Wasser in den nächsten Tagen.

und jetzt mache ich noch ein paar Entspannungsübungen, bevor ich dann noch zu einem kleiner kleinen Walkingrunde aufbreche.

Eine große Runde hab ich heute Mittag noch mit meiner Schwester gemacht, nach dem Brunchen…

 

 

 

 

Hamburger Schietwetter

Das Treffen mit meiner Schwester ist schon länger in Planung und fast hätte ihre Grippe (die ECHTE Influenza) das verhindert…Immerhin war sie fast 3 Wochen krank und damit war es nicht klar, ob sie diesen freien Tag überhaupt  bekommen wird….hat sie aber.

Ich hab nur bis Mittags gearbeitet so sind wir mit der S-Bahn nach Hamburg gefahren bis zum Jungfernstieg….zuerst einmal etwas Essen…mein Vorschlag war das Alex….sie wollte lieber Vietnamesisch essen… prima Idee…haben wir auch gemacht.

Danach gab es einen einzigen offiziellen Tagesprogramm-Punkt direkt in der nähe der Alster…das haben wir sehr schnell erledigt…so – danach sind  wir bei bestem Hamburger Schietwetter hihihi einfach durch die Straßen Hamburgs geschlendert…waren mal in dem einen oder anderem Geschäft, haben in einem kleinen Cafe in den Alsterarkaden am Fenster gesessen, Kakao und Kuchen genossen und den (lt. Radio ca. 30.000) Fridays-for-Future-Demonstranten zugeschaut, wie sie in der Nähe vorbeizogen. Hmm – vereinzelt gab es so Musikwagen zwischen den Demonstranten….und einige haben sich auch zur Musik bewegt…das hatte so einen Hauch von Love-Parade, aber die meisten liefen einfach nur ruhig mit Plakaten und Schildern vorbei.

Den ganzen Nachmittag war es ein ständiges: Mütze/Kaputze an  und ab…immer wieder Regen und Wind, dann wieder kein Regen – aber Wind, dann wieder rein ins Geschäft – also Mütze ab (weil sonst zu warm) und wieder raus aus dem Geschäft: also Mütze auf …

Wir sind viel gelaufen, haben viel gesehen…es war einfach schön…und das Wetter muss man eben nehmen, wie es kommt…

Endlich …

…ich hab schön öfter mal angedeutet,  das es da ein paar Themen aus unserer Kindheit gibt, die ich mit meiner Schwester eigentlich mal klären müsste…aber ich hab es irgendwie nie geschafft, diese Themen auf den Tisch zu bringen…ich wusste einfach nicht wie…und wann…und überhaupt wer stellt sich schon gerne unangenehmen Themen.

Als unser Vater starb und ich es mit ihm nicht mehr klären konnte, hab ich beschlossen es auch in Richtung meiner Schwester endlich zu begraben,  um inneren Frieden für mich zu finden.  Fertig – Ende – abgeschlossen – verjährt – irrelevant für heute.

Wir hatten nach fast 9 Jahren Funkstille erst wieder durch den Tod unseres Vaters Kontakt…und das war am Anfang auch eher holperig und ich fand es auch nicht lustig ich war immer wieder innerlich wütend auf sie (von wegen irrelevant und so) ….erst jetzt wo ich hier oben im Norden wohne, ist de Kontakt intensiver geworden und hat sich inzwischen gut stabilisiert…

und gestern nun haben wir von 20 Uhr Abends bis ca. 4.30 Uhr morgens  geredet. Ich kann mich nicht wirklich an die Uhrzeit erinnern, aber mein Tracker sagt ich hab 3 Stunden geschlafen…also MUSS es so ca. 4.30  Uhr gewesen sein.

Wir haben 3 Flaschen guten Wein geleert, haben ein großes  Fladenbrot mit verschiedenen Käsecremes, Oliven, usw. vertilgt) 1 Packung Taschentücher verbraucht und haben die ca. 39 Jahre unseres Lebens, seitdem unsere Mutter abgehauen ist, aufgearbeitet… mit einem alkoholkranken und über-griffigen und  später frühpensionierten Vater, unsere Ungleichbehandlung durch ihn und beide Familienseiten, die Folgen für unsere Entwicklung, unsere gescheiterten Ehen, unser Verhältnis zueinander…früher , später und heute…

Es brauchte dazu den Alkohol…lach…auch wenn es uns in der Nacht dann nicht mehr ganz so gut ging….aber endlich war es möglich, das wir mal Ehrlich alles auf den Tisch gebracht haben…jeder aus seiner Sicht.

Komisch, kaum hab ich nach so vielen Jahren meinen Frieden damit geschlossen, ist das Gespräch möglich…wir haben uns immer wieder weinend in den Armen gelegen, aber wir haben auch gelacht, über einzelne Situationen damals und wir haben gemeinsam die Augen gerollt  bei „Weißt Du noch wie …..“

Nun ist wirklich endlich alles zwischen uns geklärt… Puh….endlich

 

 

 

Wochenkalender – VOLL

…lach …diese Woche hat es in sich:

Mo: 2 Meetings, dann 1 Inhouse-Seminar und noch ein Webinar

Di: 1 Meeting, dann 1 Inhouse-Seminar, ein unangenehmes Gespräch mit der Chefin, Abends eine Telefon-Interview und später das Frauen-Gespräch mit Birte

Mi: 1 Meeing, 1 Inhouse-Seminar, das Probezeit-Endgespräch (Teil I), Abends ein weiteres Telefon-Interview und Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch

Do: Das Bewerbungsgespräch (dafür ein weiteres Seminar verpasst – wie schade), und 1 kurzes Meeting am Nachmittag und am Abend dann noch mit dem Briten beim Italiener verabredet und ganz spät am Abend hab ich mein Kleiderzimmer in ein Gästezimmer verwandelt und noch die Wohnung bis Mitternacht aufgeräumt….Freitag Mittag kommt meine Schwester zu Besuch

Und zwischen all den Seminaren und Meetings muss ich ja auch noch  die normale Arbeit erledigen…

Bei dem Italiener gab es für mich eine wirklich leckere Pizza (komisch – ich war schon einmal dort…da war die Pizza eher eine Katastrophe) diese hier war dünn und knusprig yummy…und dazu hab ich ein Alsterwasser getrunken…lach…es ist schon eine gefühlte Ewigkeit her, das ich ein Bier getrunken habe…okay also eigentlich nehme ich beim Italiener eher einen Wein und der Brite schaute mich auch verwundert an …aber ich hatte richtig Lust darauf…

Wir haben uns lange unterhalten und haben später noch einen langen Spaziergang gemacht, im Regen, im Dunklen…es war ein lustiger und schön entspannter Abend…na klar hab ich ihm von den Bewerbungen usw. erzählt…er drückt mir zwar die Daumen, findet es aber schade wenn ich gehe….

Genau wie Birte , hab ich auch beim Briten  gleich klar gestellt, nur wenn ich irgendwann woanders arbeite, heißt das ja nicht, das wir keinen Kontakt mehr haben….ich bin wirklich froh mit diesen Beiden so schöne Kontakte aufgebaut zu haben, die sich langsam in Richtung Freundschaft entwickeln…

 

 

Frauen-Gespräche

Eine meiner liebsten Kontakte hier ist die Kollegin mit der ich mich bereits ein paar Mal getroffen habe….ich nenne sie jetzt einfach Birte (natürlich heißt sie anders, aber ich nenne sie hier so, weil ich zu ihr irgendwie kein Synonym finde, welches sie gut beschreibt).

Birte ist nur 1-2 Jahre jünger als ich, sehr hübsch, fraulich gerundet an den richtigen Stellen, hat ein ausgesprochen freundliches Wesen und ein quirliges Naturell…auf den ersten Blick wirkt sie unglaublich zufrieden und in-sich-ruhend. Sie ist gerade Oma geworden, ist vom Mann getrennt, kurz vor der Scheidung und hat seit ein paar Monaten einen neuen Mann in ihrem Leben.

Und genau da fangen ihre Probleme an…mit ihrer  ausgesprochen fürsorglichen Art und dem starken  Bedürfnis nach Bestätigung und Halt stößt sie bei ihrem pragmatischen und viel beschäftigten Freund auf einen kompletten Gegensatz.

… es war für mich  so herrlich erfrischend den ganzen Abend bei einer Flasche Sekt und leckeren Kleinigkeiten alles zu bereden…und ihr tat es gut einfach mal zu reden…und sich dabei auch mal im Kreis zu drehen (also mit den Themen)…. es war ein schöner Abend … und wir haben auch viel lachen müssen…also kein Tränen-Geklüddere…. und natürlich hatten wir noch andere Themen…Frauen-Themen eben…

wie schon die Mal zuvor ist uns der Gesprächsstoff nicht ausgegangen…

Los geht`s

…mit der Suche nach einem anderen Job.

Obwohl ich noch vor knapp 2 Wochen davon überzeugt war, es noch eine Weile in der Firma auszuhalten, gab es eine weitere blöde Situation…eine Zuviel  (noch vor dem „Probezeit-Endgespräch“ mit meinen Chefinnen) und so hab ich den Personalvermittler gebeten mein Profil in seiner Firma zu reaktivieren.

  • ich hab meinen Lebenslauf aktualisiert
  • mein Xing-Profil für Recruiter freigegeben
  • mein Stepstone-Profil aktualisiert

Letzten Samstag hab ich dann vier Bewerbungen geschrieben und über die Online-Portale verschickt…und bereits am Montag hatte ich

  • eine Absage
  • eine Einladung zum Vorstellungsgespräch
  • zwei Einladungen von Recruitern zum Telefongespräch (die haben mein Profil gesehen)

Und immer wenn etwas schneller passiert, als ich es erwarte, war ich im ersten Moment geschockt…lach….die Woche im Job war schon anstrengend (Monatsabschluss) und dann noch die Telefongespräche. Solche Erstgespräche dauern ja auch schon mal 1 Stunde…und die Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch in Hamburg musste ich ja auch noch durchziehen.

Ich hab mich also wieder mal auf ein Bewerbungsgespräch komplett in Englisch vorbereitet: meinen Lebenslauf, Berufliche Sachgebiete usw….Nicht das das nötig ist, aber so bin ich bestens auf Fachfragen vorbereitet und gleichzeitig kommt immer ein Gespräch auch auf Englisch und da ich ja nicht weiß für welches Themengebiet hab ich so zumindest alle notwendigen Vokabeln und Phrases schneller parat.

Das Gespräch war lange, fast 1,5 Stunden und es war eine lockere Atmosphäre…ich kann es mir gut vorstellen dort zu arbeiten, mit dem Auto wären es ca.25 Minuten nach Hamburg rein….Parkplätze kann man morgens dort auch noch finden, das Bürogebäude ist neu…es wäre mit der neuen Stelle ein 2er Team in einem Büro…es ist eine moderne Firma, mit einem nachhaltigen Geschäftsfeld,  die zu einem skandinavischen Konzern gehört. Die Eckdaten passen auf beiden Seiten….aber ich bin natürlich nicht die einzige Bewerberin. Aber ich habe gute Chancen in die 2. Runde zu kommen.

Und wenn nichts daraus wird, hab ich immerhin schon mal wieder die erste Hürde genommen…ich habe mich aus der Starre des „man müsste sich mal umschauen“ gelöst und bin aktiv dabei….das ist doch auch schon mal etwas.

Allein diese Perspektive macht mir das weiter arbeiten in der jetzigen Firma leichter…

..to be continued….

 

 

 

 

Sackgasse – kein Dialog

Gestern nun, hatte ich das „Abschluss-Gespräch“ mit meinen beiden Chefinnen…

und was soll ich sagen…die Entscheidung wurde noch einmal um 14tage vertagt…das ist so typisch.

Bereits einen Tag zuvor hat sich meine Chefin auf eine Art präsentiert, die mich doch sehr überrascht…sie hat sich scheinbar von mir bedroht gefühlt und irgendwie fühlte es sich bei mir so an, als ob sie wirklich alles falsch verstehen wollte….

Ich hatte also ernsthaft damit gerechnet am gestrigen Tag meine Papiere zu erhalten…und entsprechend meinen Schreibtisch aufgeräumt…lach…nur so…vorsichtshalber…nicht das ich unvorbereitet bin.

Auf die unausweichliche Frage ob es mir gefällt und ob ich gerne hier arbeite habe ich eine ehrliche Antwort gegeben. Eigentlich wollte ich es ja diplomatischer gestalten, aber dann hab ich mich doch für eine nur  abgeschwächte Variante der Wahrheit  entschieden….also ich fühle mich noch nicht angekommen und manchmal komme ich gerne ins Büro.

Das Gespräch verlief dann hauptsächlich so, das es meine eigene Schuld sei. Ich will nicht abstreiten, das ich auch nicht immer korrekt auf die Kollegen reagiert habe…auch ich hab Dinge mal überbewertet oder fehlinterpretiert…na klar…bin  ja auch kein Engel…immerhin hab ich rote Haare…grins.

Aber all meine Versuche mit den Kollegen von Anfang an in Kontakt zu kommen waren mit den verschiedensten Aussagen der Beiden vom Tisch…meine Schuld…warum frage ich auch sooooo, warum habe ich nicht mehr Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Kollegen genommen…(die Armen 14 Kollegen müssen sich durch meine Ankunft wirklich schrecklich bedroht gefühlt haben)

meine unverschämte Frage an die Kollegin war: „Warum buchen wir das so?“

Chefs: “ ja also…sooo eine Frage – da muss sich die Kollegin ja direkt angegriffen fühlen“

ich: Warum – das ist doch eine normale Frage – ruhig und sachlich gestellt

Chefs: na damit sagen Sie doch, das Sie die Kollegin beschuldigen, etwas verkehrt gemacht zu haben und ihr zeigen, das Sie es besser wissen. Da würde ich auch auf Abwehr gehen.

ich: Nein – das ist doch bloss eine ganz normale Frage, damit ich verstehe aufgrund welcher Regel oder Anweisung das so gemacht wird?

Chefs: Nein damit  wollen Sie nur Ihre Überlegenheit demonstrieren

Ich:  Aha – Dann darf ich also gar nichts fragen?

Chefs: Doch – aber….anders

Ich: Wie würden Sie denn diese Frage stellen wollen?

Chefs: Darauf kann ich Ihnen so keine Antwort geben.

…..

Dann kam noch die Aussage ich solle meine Attitüde meinem Job anpassen….Als Beispiel wurde angeführt, das man als Sachbearbeiter sich eben nicht so kleiden solle wie Chefs…

Ich: haben sie bemerkt, dass ich meistens in Jeans, Shirt und Strickjacke komme? ich kleide mich nun wirklich nicht wie Jemand der  glaubt etwas zu sagen zu haben

Chefs: jaa es liegt ja auch an der sehr geraden Haltung

Ich:  meine körperliche Haltung ist schon immer sehr gerade gewesen, soll ich jetzt krumm gehen  (ungesagt aber gedacht: immerhin hab ich viele Jahre getanzt, da hat man eine andere Körperhaltung und Körperspannung. Letztlich hat meine Haltung aber auch mit meinem Selbstbewusstsein zu tun…was kann denn ich dafür das andere sich durch meine Körperhaltung bedroht fühlen).

….

na ja…letztlich bin ich also selber Schuld….das hab ich mir nach dem Disput einen Tag vorher schon gedacht….meine Chefin hat auf eine meiner Mail so reagiert:

Chef: Ich frage mich, was Du mir mit deiner letzten  Mail sagen willst…

Ich: ähmm – genau das was in der Mail steht

Chef: ich sehe nicht ,was ich mit der Mail Information anfangen soll…was willst Du mir damit sagen…willst Du mir damit beweisen  das Du etwas mehr oder besser weißt als ich?

Ich: ICH? ….mir ist das echt egal….wenn du sagt machen es von links nach rechts – dann mache ich das…und wenn Du es von Rechts nach links haben möchtest….mache ich das auch…aber ich soll mich doch einbringen, also muss es doch möglich sein sich fachlich auszutauschen…aus dem Grund habe ich ihr eine Information mit einer kurzen Erläuterung geschickt,  ich im Internet zu dem Thema gefunden habe…zur Information.

Also hab ich vorgestern gelernt : Ein echter Dialog ist hier nicht gewünscht…Stumm bleiben dagegen ist auch nicht erwünscht….es bleibt also nur ein Pseudo-Dialog: JA und Amen.

Deshalb hab ich mich gestern für eine etwas abgeschwächte direkte  Aussage entschieden…und in 14 Tagen sehen wir dann weiter….