Sackgasse – kein Dialog

Gestern nun, hatte ich das „Abschluss-Gespräch“ mit meinen beiden Chefinnen…

und was soll ich sagen…die Entscheidung wurde noch einmal um 14tage vertagt…das ist so typisch.

Bereits einen Tag zuvor hat sich meine Chefin auf eine Art präsentiert, die mich doch sehr überrascht…sie hat sich scheinbar von mir bedroht gefühlt und irgendwie fühlte es sich bei mir so an, als ob sie wirklich alles falsch verstehen wollte….

Ich hatte also ernsthaft damit gerechnet am gestrigen Tag meine Papiere zu erhalten…und entsprechend meinen Schreibtisch aufgeräumt…lach…nur so…vorsichtshalber…nicht das ich unvorbereitet bin.

Auf die unausweichliche Frage ob es mir gefällt und ob ich gerne hier arbeite habe ich eine ehrliche Antwort gegeben. Eigentlich wollte ich es ja diplomatischer gestalten, aber dann hab ich mich doch für eine nur  abgeschwächte Variante der Wahrheit  entschieden….also ich fühle mich noch nicht angekommen und manchmal komme ich gerne ins Büro.

Das Gespräch verlief dann hauptsächlich so, das es meine eigene Schuld sei. Ich will nicht abstreiten, das ich auch nicht immer korrekt auf die Kollegen reagiert habe…auch ich hab Dinge mal überbewertet oder fehlinterpretiert…na klar…bin  ja auch kein Engel…immerhin hab ich rote Haare…grins.

Aber all meine Versuche mit den Kollegen von Anfang an in Kontakt zu kommen waren mit den verschiedensten Aussagen der Beiden vom Tisch…meine Schuld…warum frage ich auch sooooo, warum habe ich nicht mehr Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Kollegen genommen…(die Armen 14 Kollegen müssen sich durch meine Ankunft wirklich schrecklich bedroht gefühlt haben)

meine unverschämte Frage an die Kollegin war: „Warum buchen wir das so?“

Chefs: “ ja also…sooo eine Frage – da muss sich die Kollegin ja direkt angegriffen fühlen“

ich: Warum – das ist doch eine normale Frage – ruhig und sachlich gestellt

Chefs: na damit sagen Sie doch, das Sie die Kollegin beschuldigen, etwas verkehrt gemacht zu haben und ihr zeigen, das Sie es besser wissen. Da würde ich auch auf Abwehr gehen.

ich: Nein – das ist doch bloss eine ganz normale Frage, damit ich verstehe aufgrund welcher Regel oder Anweisung das so gemacht wird?

Chefs: Nein damit  wollen Sie nur Ihre Überlegenheit demonstrieren

Ich:  Aha – Dann darf ich also gar nichts fragen?

Chefs: Doch – aber….anders

Ich: Wie würden Sie denn diese Frage stellen wollen?

Chefs: Darauf kann ich Ihnen so keine Antwort geben.

…..

Dann kam noch die Aussage ich solle meine Attitüde meinem Job anpassen….Als Beispiel wurde angeführt, das man als Sachbearbeiter sich eben nicht so kleiden solle wie Chefs…

Ich: haben sie bemerkt, dass ich meistens in Jeans, Shirt und Strickjacke komme? ich kleide mich nun wirklich nicht wie Jemand der  glaubt etwas zu sagen zu haben

Chefs: jaa es liegt ja auch an der sehr geraden Haltung

Ich:  meine körperliche Haltung ist schon immer sehr gerade gewesen, soll ich jetzt krumm gehen  (ungesagt aber gedacht: immerhin hab ich viele Jahre getanzt, da hat man eine andere Körperhaltung und Körperspannung. Letztlich hat meine Haltung aber auch mit meinem Selbstbewusstsein zu tun…was kann denn ich dafür das andere sich durch meine Körperhaltung bedroht fühlen).

….

na ja…letztlich bin ich also selber Schuld….das hab ich mir nach dem Disput einen Tag vorher schon gedacht….meine Chefin hat auf eine meiner Mail so reagiert:

Chef: Ich frage mich, was Du mir mit deiner letzten  Mail sagen willst…

Ich: ähmm – genau das was in der Mail steht

Chef: ich sehe nicht ,was ich mit der Mail Information anfangen soll…was willst Du mir damit sagen…willst Du mir damit beweisen  das Du etwas mehr oder besser weißt als ich?

Ich: ICH? ….mir ist das echt egal….wenn du sagt machen es von links nach rechts – dann mache ich das…und wenn Du es von Rechts nach links haben möchtest….mache ich das auch…aber ich soll mich doch einbringen, also muss es doch möglich sein sich fachlich auszutauschen…aus dem Grund habe ich ihr eine Information mit einer kurzen Erläuterung geschickt,  ich im Internet zu dem Thema gefunden habe…zur Information.

Also hab ich vorgestern gelernt : Ein echter Dialog ist hier nicht gewünscht…Stumm bleiben dagegen ist auch nicht erwünscht….es bleibt also nur ein Pseudo-Dialog: JA und Amen.

Deshalb hab ich mich gestern für eine etwas abgeschwächte direkte  Aussage entschieden…und in 14 Tagen sehen wir dann weiter….

 

 

 

 

16 Gedanken zu “Sackgasse – kein Dialog

    1. Juuup …sehr bedrohlich … ich hab bereits letzte Woche aktiven Kontakt zu Personsaldienstleistern gestartet, hab am Wochenende Bewerbungen geschrieben und gestern war bereits ein 1. Bewerbungsgespräch in Hamburg.. davon erzähl ich noch….ich werde in dieser Firma bleiben bis ich etwas Neues gefunden habe…nicht länger 🌻

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      1. Sehr gut!
        Ich kann mich gut auch mit nicht-perfekten Umgebungen und Menschen arrangieren, aber was ich wirklich hasse ist, wenn ich jedes Wort auf die Goldwaage legen soll, weil jemand anders alles als Angriff wertet und mit selbst nicht im Reinen ist.
        Wenn man nicht mal fragen kann, warum etwas wie gebucht wird, liegt etwas im Argen. Und die Chefin scheint wohl auch mehr nach Gefühl als nach Fakten zu entscheiden.
        Ich drücke Dir die Daumen, dass Du schnell etwas viel besseres, neues findest.

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      2. Ich danke Dir…manchmal zweifle ich schon selbst, ob ich einfach alles verkehrt wahr nehme…und bin dann immer wieder froh, wenn ich mich mit Kollegen aus anderen Abteilungen einfach normal unterhalten kann, ohne das die auf mich so abwehrend reagieren…das beruhigt mich dann wieder

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  1. Waaaaas??? Du hast rote Haare ??? … stark 🙂
    Willst Du dort längerfristig arbeiten? Hat sich die Firma bei Dir bewährt? Die Probezeit gilt für beide Seiten. Heißt: Wenn es Chef nicht gelingt, Dich zu gewinnen, dann hat Chef eben Pech gehabt und eine andere Firma wird Dein Engagement schätzen 🙂
    LG aus Frankfurt
    Max

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    1. Hallo Max..alles gefärbt grins…. aber vor 200jöhren wäre ich bestimmt auf dem Scheiterhaufen gelandet… das mit der probezeit sehe oh genau so..deshalb hab ich mich auch schon auf die Suche begeben…. LG in meine alte Heimat Wirbelwind

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  2. Du musst ja ein Auftreten haben, dass 14 KollegInnen und 2 Chefinnen es mit der Angst zu tun bekommen!?!
    Im Ernst: Das meinen die doch nicht ernst mit der Buchungs-Frage?So wie Du schreibst, versuchen Sie Dir irgendetwas vorzuwerfen, damit du kuschst. Meine Fantasie ist, die haben einfach Angst vor Deiner Kompetenz.

    Gefällt 2 Personen

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