Vom Glück arbeiten zu DÜRFEN

Diese Corona-verseuchten Zeiten stellen tatsächlich vieles, was wir seit vielen Jahren als selbstverständlich für unser Leben ansehen, auf den Kopf.

Hätte ich nicht schon im letzten Jahr radikal die Geschwindigkeit in meinem Leben runter gefahren, wäre ich wahrscheinlich mit den Änderungen der letzten Wochen, die extreme Entschleunigung, gegen die Wand gefahren.

Das gesamte öffentliche Leben steht still, Familien und Freundschaften sind maximal reduziert….das Leben läuft auf Sparflamme. Viele arbeiten nur noch in Kurzarbeit, im Homeoffice oder sogar gar nicht mehr.

Das ist erschreckend und beängstigend. Die Sicherheit eines Jobs mit geregeltem Einkommen ist für mich die Basis eines geordneten Lebens.

In so einer Situation auch noch den Arbeitgeber zu Wechseln ist ein hohes Risiko….aber ich hatte ja schon für den neuen Job unterschrieben und den alten Job gekündigt BEVOR es mit der Corona-Krise so richtig los ging. Und wie geht es jetzt weiter?

Das Gefühl bald arbeitslos werden zu können war nicht schön…und der Job fing am 1.4. auch damit an, das ich erst einmal 3 Tage „Corona-Frei“ bekam…Wollen die mich überhaupt noch? oder ist das der Einstieg in einen schnellen Ausstieg.

Mein 1. tatsächlicher Arbeitstag in Hamburg war also diesen Montag….und was soll ich sagen: ich hab echtes GLÜCK gehabt.

Diese Firma arbeitet weiter, auch wenn fast alle im Home-Office sind. Es gibt keine Kurzarbeit und auch sonst keine Einschränkungen der Geschäftstätigkeit, da es weder um ein klassisch produzierendes noch um ein klassisch verkaufendes Gewerbe handelt…und es wurde auch nicht darüber nach gedacht diesen Job, den ich nun mache, einzusparen.

Das ist ein so krasses Gefühl: GLÜCK gehabt, ich DARF arbeiten….und mein Job ist notwendig und ich werde gebraucht:

Der bisher einzige Buchhalter kann die Arbeitsmenge schon länger nicht mehr alleine bewältigen….es gab bisher auch Niemanden der die Arbeit während Urlaubs- oder Krankheitszeiten behelfsweise aufrecht erhalten konnte…es blieb einfach liegen. Das kenne ich tatsächlich auch noch aus früheren Zeiten …und das ist eine ganz gefährliche Situation für ein Unternehmen….fällt der einzige Buchhalter einmal ungeplant länger aus kann es für ein Unternehmen schnell brenzlig werden wenn Rechnungen nicht mehr bezahlt und steuerliche Dinge nicht rechtzeitig angemeldet werden….

Ich hab tatsächlich Glück gehabt und bin mir dessen bewusst, das es auch anders hätte Enden können…..

2 Gedanken zu “Vom Glück arbeiten zu DÜRFEN

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