Einkaufs-Tempel

Seit wirklich langer Zeit und das 1. Mal seit Beginn der Corona-Epidemie hab ich Lust mich mal wieder in einen  der großen Konsum-Tempel zu stürzen…. Bisher dachte ich mit Mundschutz macht das bestimmt überhaupt keine Freude. Inzwischen ist die Maske jedoch ein Teil unseres Alltags geworden und stört mich eigentlich nicht mehr.

Also werde ich heute mal nach Hamburg in das Elbe-Kaufhaus fahren, nicht weil ich unbedingt etwas einkaufen muss, sondern einfach um mal wieder unter Leute zu gehen….nur mal so umschauen, etwas zu Mittag essen,  in einem Café nieder lassen zum Kaffee trinken, Menschen beobachten und eventuell ein wenig schreiben.

Dreimal war ich inzwischen im Café/ Eis-Café…aber durch die wenigen Tische hatte ich einfach nicht die Unverfrorenheit länger als nötig dort sitzen zu bleiben, immerhin müssen die Café-Betreiber jetzt mit wesentlich weniger Tischen versuchen genügend Einnahmen zu generieren.

Mit anderen Worten mir fehlte die innere Gelassenheit ,die ich brauche, um mich zum Schreiben niederzulassen, wenn andere Menschen in der Nähe stehen und darauf warten, das ein Tisch frei wird….

 

Ritterlichkeit …

Die düsteren Gedanken der letzten Woche haben sich wieder verflüchtigt…und gestern Abend konnte ich wieder unbeschwert eine Walking-Runde laufen…

Es war bereits nach 22 Uhr als ich mich dafür  fertig gemacht habe …und meine inzwischen normale Strecke liegt bei ca. 6 km….

Es war so friedlich und ruhig, menschenleer und dazu noch angenehm bei leichtem Wind und einer Temperatur  bei ca. 15 Grad….

Schon ein paar Mal bin ich auf meinem Runden an diesem Wasserturm vorbei gekommen…das hat immer etwas Verwunschenes :

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Ich fühle mich wieder leicht und lebendig  und unendlich dankbar für mein Leben, das ich so leben kann, wie ich es möchte.  Ja, auch wenn es meinem Ex-Freund schlecht geht…ich bin dankbar für mein Leben.

Natürlich kreisen meine Gedanken jetzt wieder wesentlich öfter auch um das Thema der Trennung und um die Themen: Krankheit und Tod….aber es belastet mich jetzt nicht mehr so, wie in den letzten Tagen.

Eine kleine Anekdote am Rande:

Auf dem Rückweg liefen an einer schmalen Stelle, gesäumt von Bäumen, 3 Männer vor mir. Zwei davon waren jung und hatten offensichtlich ausländische Wurzeln…der Dritte war weit über 40 und pöbelte laut vor sich hin…scheinbar hat er sich heftig mit seiner Freundin/Frau gestritten…die beiden jungen Männer haben den offensichtlich Betrunkenen überholt…und  dann war ich nahe genug, um  ihn auch schnellen Schrittes  zu überholen…

Die Situation war nicht bedrohlich, aber ich bin in solchen Situationen immer in Alarmbereitschaft und sehr aufmerksam… Aber auch für die jungen Männer ware es wohl  ein ungutes Gefühl, denn sie drehten sich zu mir  um und einer meinte sehr freundlich: „kommen Sie vor uns…, wir passen auf, das nichts passiert“…. ich hab mich über soviel Ritterlichkeit echt gefreut und mich lächelnd und mit ein paar netten Worten bei den Beiden bedankt….

Ja – es gibt sie tatsächlich noch…oder wieder? Das Menschen auf andere Menschen achten…egal vorher sie kommen…egal ob man sich kennt…einfach weil wir Menschen sind….

 

 

Etwas mehr im Gleichgewicht

So langsam kommt mein Seelenleben wieder ins Gleichgewicht…

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Wie immer hilft die Routine meines eigenen Lebens dabei. Nicht das es das Leid eines anderen Menschen schmälert oder meine Anteilnahme verschwunden ist…das nicht, aber ich kann jetzt wieder besser damit umgehen.

Ich kann nicht helfen – außer meine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen…und das hab ich getan. Mehr kann ich aktuell nicht tun. Auf meine WhatsApp hab ich keine Antwort bekommen…aber ich erwarte hier auch gar keine. Gegen den Krebs muss er selber ankämpfen…seine eigenen Kräfte mobilisieren und unterstützen können die Menschen, die ihm jetzt nahe sind…. Ich bin es nicht mehr.

Das ich zuerst ein schlechtes Gewissen hatte, ist im nachhinein auch für mich komisch und mit jetzt wieder klarem Verstand weiß ich, das ich mich nicht schuldig fühlen muss (DANKE an dieser Stelle für die lieben Kommentare)….das Mitgefühl ist bei mir weiterhin da- und das ist gut so.

Wie immer bringen mich solche Nachrichten dazu, auch auf mein eigenes Leben zu blicken und zu hinterfragen….und ich fühle eine Dankbarkeit, das ich mein Leben bislang so gesund leben darf.

Denn wenn ich etwas aus den letzten Monaten an Erkenntnis gewonnen habe, dann ist es, das es in vielen Fällen einfach Glück ist ob man krank wird oder nicht,,,und man die Gesundheit zwar ein wenig mit Fitness und gesunder Ernährung beeinflussen kann…aber das sich z.B. eine Mutation von Zellen eben NICHT damit generell ausschließen lässt…es ist immer auch ein stückweit Glück.

Das ist schrecklich, weil es zeigt wie wenig Einfluss wir im Einzelfall tatsächlich auf unser Leben haben….

Seelische Auszeit

Immer wenn etwas droht mich seelisch zu überfordern, dann springt mein Selbstschutz an…so auch dieses Mal.

Den gestrigen Tag hab ich versucht mich abzulenken…hab die Wohnung geputzt, aufgeräumt, bin rausgegangen…aber mein Kopf kam einfach nicht zur Ruhe…Gedanken in Dauerschleife.. Körperlich fühlt es sich bei mir an wie paralysiert…Ich hab miserabel geschlafen…

Immer die gleichen Gedankengänge…was wenn er tatsächlich stirbt ohne vorher noch einmal glücklich gewesen zu sein…? JDas hat er nicht verdient…das hat Niemand verdient, ja es ist nicht meine Schuld das der Krebs wieder da ist, aber der Gedanke das er nun auch noch körperlich leidet…das es ihm schlecht geht…das tut mir so leid…und ich hab ihm mit der Trennung ja schon weh getan….ich wünschte er könnte unbeschwert weiter leben….was wenn er stirbt? Mit 52 Jahren sollte das doch noch kein Thema sein…

…ich merke sehr schnell das ich hier drohe in einen negativen Strudel zu geraten, aber zum Glück  ist da mein Selbstschutz der sich sehr schnell aktiviert hat…schneller als ich es sonst wahrnehme.

Ich weiß immer noch nicht wie das funktioniert, aber irgendwie schaffe ich es in solchen Momenten meine Seele abzuschirmen…die Gefühle gelangen nur noch gefiltert in mein Innerstes….es ist ein temporärer Schutz… und ich merke, dieses Mal ist er auch nicht ganz so stark….in manchen Momenten scheine ich trotzdem von meinen Gefühlen verschlungen zu werden….und dann geht es wieder…ich brauche etwas Zeit um damit umgehen zu können… und wenn ich merke ich schaffe es, dann verschwindet dieser Schutz wieder von ganz allein….

 

unerwarteter Anruf und düstere Aussichten

Da hab ich heute Vormittag einen unerwarteten Anruf erhalten….

und jetzt…jetzt hab ich meine unbekümmerte Freude für den Moment etwas verloren.

Der beste Freund meines Ex-Freundes hat mich angerufen…und wir haben NIE miteinander telefoniert oder Kontakt gehalten….und nach ein paar Minuten Smalltalk hab ich nach dem Grund seines Anrufs gefragt…

Meinem Exfreund geht es nicht gut….um nicht zu sagen, es geht ihm  schlecht. Der Krebs ist zurück…vor 10 Tagen wurde er erneut operiert und seine Chancen stehen 50/50…. so zumindest die Aussage des Freundes….es ist bereits das 4. Mal das der schwarze Hautkrebs angreift…und dieses Mal hat der Krebs  wohl auch gestreut.

Der Freund meint, er ist schmal geworden und er ist wohl auch ruhig geworden…was überhaupt nicht seinem Naturell entspricht. Seine Mutter hat ihn zu sich geholt, so ist er  jetzt nach der OP und während der weiteren Therapie nicht alleine…Autofahren darf er wohl auch nicht mehr….aber warum nicht, das konnte er mir nicht sagen.

Die OP war dieses Mal wohl am Bauch…aber so richtig wusste der Freund auch das nicht…aber er wollte ,das ich das wenigstens weiss das es ihm nicht gut geht… dafür bin ich ihm auch dankbar.

Ich hab eine Weile gebraucht, um die Info zu begreifen….und  jetzt kreisen meine Gedanken ständig im Kopf und ich muss überlegen, wie ich damit umgehe.

…und immer wieder sage ich mir, es ist nicht meine Schuld das der Krebs wieder da ist…als ich mich getrennt habe, hatte er einen festen Job, war seit einiger Zeit gesund, hat Sport gemacht…seine sonstigen organisatorischen Probleme waren soweit gelöst….ich hab ihn also nicht hängen lassen, als es ihm schlecht ging….sondern bin gegangen, als es ihm gut ging…

… und trotzdem regt sich mein tief verwurzeltes Verantwortungsbewusstsein und verbreitet in meinem Innersten eine Art Schuldgefühl…ich versuche das Gefühl klar zu erkennen und umzuwandeln in noch mehr Mitgefühl und Anteilnahme…denn ich wünsche ihm ja nichts Schlechtes.

Im Gegenteil, ich wünschte es ginge ihm gut und er könnte mit seiner oft übersprudelnden jungenhaften Unbekümmertheit seinem Leben nach unserer Trennung eine positive Wendung geben…einen Neuanfang starten….eine neue Liebe finden …und es bekümmert mich – nein es schockiert mich, das es ihm jetzt schlecht geht…

… … … ich hoffe er findet die Kraft weiter gegen den Krebs anzukämpfen und bin froh, das seine Mutter und sein bester Freund für ihn da sind…

Ich hab ihm dann erst einmal eine WhatsApp geschrieben …. 

 

 

 

 

 

 

Haarscharf dran vorbei….

Haarscharf dran vorbei….

….am aktuellen Unwetter in Hamburg.

Bereits kurz vor 15 Uhr  war für mich heute Feierabend und da ich mein Rad immer noch im Auto habe, wollte ich jetzt endlich mal mit dem Rad bis zu den Landungsbrücken fahren.

Meine Kollegen meinten, es soll bereits ab 16 Uhr regnen…okay also hab ich zügig Feierabend gemacht…mit einem ruhigen Gewissen, da meine Datenübernahme ja FERTIG ist.

Extra für die Fahrt in Hamburg hab ich mein sonst übliches Cäpi gegen den Fahrrad-Helm getauscht…den trage ich normalterweise nicht wenn ich Über-Land oder in meiner kleinen Stadt hier unterwegs bin…aber der Verkehr in Hamburg ist schon ein anderes Kaliber…

Bis zu den Landungsbrücken waren es nur knappe 6km….und inzwischen hatte sich das strahlende Blau am Himmel schon etwas gewandelt…..Mit Blick auf die Elbphilharmonie und eines der Museumsschiffe hab ich mich am  „Alex“ nieder gelassen…draußen und es war ….. HIMMLISCH.

Gemütlich im Cafe bei Kaffee  und einem kleinen Sorbet hab ich die Atmosphäre entspannt auf mich wirken lassen…erst als es am Himmel bedrohlich dunkel wurde, hab ich mich wieder aufs Rad geschwungen und bin noch kreuz und quer gefahren…

Zurück am Auto war es: 17.01 Uhr,  4 Minuten später kamen unvermittelt Blitz und Donner, weitere 5 Minuten später kam der Starkregen….das war haarscharf…. ich hab keine regentauglichen Klamotten dabei und wäre minutenschnell vollkommen durchnässt gewesen…Glück gehabt.

Jetzt regnet es seit knapp einer Stunde ununterbrochen…also Warten hätte mich auch nicht weiter gebracht.

Und so hab ich zu meiner Feierabend-Erholung  so nebenbei ganz locker zusätzliche  knappe 12km für mein  wöchentliches  „Fitness-Konto“ erhalten…Auch nicht schlecht.

 

 

 

 

Fahrrad-Tour #4 – Lüneburger Heide

Fahrrad-Tour #4 – Lüneburger Heide

Nach Auflösung des Staus kam ich dann irgendwann am Vormittag an meinem Zielort an. Ausgangspunkt für meine Tour in den Naturpark Lüneburger Heide: Döhle.

Schon allein die Vorbereitungen auf dem Parkplatz direkt in Döhle brachten mir eine entspannte Urlaubsstimmung, da von hier aus auch die Kutschfahrten in das Naturschutzgebiet starten….Wann sehen wir Städter schon mal Pferdekutschen….

Ich hab mich für den heutigen Tag mal wieder gegen einen Rucksack und für die Packtaschen entschieden…was bei den Bodenbeschaffungen im Park zu einigen Schreckmomenten führte…. auf dem extrem trockenen und sandigen Boden in Verbindung mit dem böigen Wind, fand mein Fahrrad manchmal nicht genügend Halt und das Gleichgewicht so auszubalanzieren, geht mit dem Rucksack auf dem Rücken eben doch einfacher ….jaaa und einmal wurde ich so abrupt vom Sand gestoppt, das ich mit dem Rad seitwärts im Heidekraut landete…lach….nichts passiert…

Von Döhle ging meine Tour in Richtung Wilseder Berg, weiter in Richtung Niederhaverbeck und Overhaverbeck mit einem Mittags-Stopp in Garten eines Landgast-Hofs… später ging es weiter in Richtung Sellhorn um dann irgendwann einfach quer rüber nach Undeloh zu fahren und um dann in Sundermühlen den Heimweg in Richtung Döhle anzutreten.

DAS war KEINE geplante Tour…ich bin wie immer einfach drauflos gefahren und habe mich an den Wanderschildern orientiert..Es gibt so viel Namen die mir vertraut sind…die ich aber ohne die Schilder kaum wieder gefunden hätte: Wilseder Berg, Totengrund usw. …und manchmal hab ich einfach Wege genommen, die mir gefallen haben oder wo es ruhiger war.

Es waren schon viele Menschen unterwegs….aber so mittendrin…waren es eher Reiter und Pferdekutschen, die mir begegnet sind…Die Pferdekutschen haben den pulverigen Heidesand in einer Wolke vor sich her getrieben…als ich einmal nicht mehr ausweichen konnte, hab ich meinen Schal über die Nase gezogen….der Kutscher meinte lachend „feinstes Heide-Puder“ ….ja das stimmt… am Ende des Tages war ich über und über mit einer feinen Sandschicht überzogen, wie mit Zuckerstreuseln und Zuhause bin ich von der Eingangstür ohne Umwege direkt unter die Dusche gegangen….dort wo meine Kleider lagen ist ein kleiner Sandhaufen entstanden…und inzwischen knirscht es in der ganzen Wohnung auf dem Boden…lach..das auffegen hat nicht soo viel gebracht….da hilf nur freucht wischen.

Was ich immer wieder vergesse ist, wie bergig es doch in der Heide ist…hahhaha und zusammen mit dem sandigen Boden, teilweise auch Kiesboden oder Kopfsteinpflaster ist der Naturpark nicht gerade geeignet für Radfahrer…aber allein die Größe des Parks macht es mit dem Rad schöner….auch wenn ein Großteil der Aufmerksamkeit auf dem Weg liegen muss…wie erwähnt hab ich einmal die vor mir liegende Sandstrecke zu spät bemerkt und ich war einfach zu schnell…konnte den abrupten Stopp im Sand nicht mehr ausgleichen und fiel einfach um….aufgefangen vom Heidesand und Heidekraut.

Die Fahrt an sich war rein körperlich also anstrengender als die insgesamt 39km vermuten lassen….Hoch, runter, die unebenen Wege, der böige Wind, den Menschen ausweichen…gestern Abend war ich platt und heute spüre ich vor allem die Muskulatur oberhalb der Kniee….

Ich habe viele Stopps eingelegt um die Schönheit der Landschaft aufzunehmen…und die Sonne war viel wärmer als gedacht…zumindest wenn der Wind mal nur wenig wehte und es war einfach himmlisch die Wolken zu beobachten…..und erst gegen Abend hab ich mich auf den Heimweg gemacht.

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In die Bickbeeren gehen…

In die Bickbeeren gehen…

Eine der intensivsten Erinnerungen an meine  Kindheit,  in Zusammenhang mit meinen beiden Großmüttern aus Hamburg, ist der Ausspruch: wir gehen in die Bickbeeren. So verschieden die Beiden auch gewesen sind, so gleich waren sie, wenn es um das Sammeln von Beeren und Pilzen ging.

Bickbeeren – Blaubeeren – Heidelbeeren….es gibt noch weitere regionale Bezeichnungen…vielleicht gibt es auch Unterschiede in den Sorten…das weiß ich nicht einmal.

Als Kind hab ich es oft gehasst mit den Eltern und Großeltern in den Wald gehen zu müssen…ich wäre lieber alleine dadurch gestreift…. ich hab es gehasst in der Lüneburger Heide wandern zu müssen…. zu viel Sonne, zu weite Strecken, zu windig, zu kalt….nein – als unsportliches, pummeliges, schüchternes und in-sich gekehrtes Kind wollte ich das alles nicht.

Und die Besuche bei den verschiedenen Verwandten mochte ich schon mal überhaupt nicht… Stundenlang im Auto sitzen um von NRW nach Norddeutschland zu fahren….neben mir eine Schwester die nie aufhörte zu plappern, während ich stundenlang stumm aus dem Fenster zu den Wolken schaute und mir Geschichten ausdachte…. Dabei waren die Fahrten noch das Schönste an diesen „Ausflügen“.

Aber in die Bickbeeren gehen…also in den Wald oder die Heide gehen um Blaubeeren zu sammeln und natürlich zu essen…das hab ich geliebt….

Dumm nur, das wir dafür erst einmal so elendig weit gehen mussten und die  Eltern meines Vater immer alles Mögliche von mir wissen wollten…so das übliche eben: wie läuft es in der Schule, hast Du Freunde gefunden….. Sie waren immer lieb und nett.

Im Gegensatz zu meiner Oma mütterlicherseits…die war nicht nett, sie war eine unausstehliche Kratzbürste….ihrer Kodderschnauze war niemand in der Familie wirklich gewachsen….und mit mir wusste sie nichts anzufangen…ich war einfach zu still und zu schüchtern.

Der Vorteil bei ihr war: Sie und mein Stief-Opa besassen in der Lüneburger Heide ein Wochenend-Häuschen mitten in einer Waldsiedlung ..und dort durfte ich in den 70er/80er Jahren ganz ohne Aufsicht und Kontrolle alleine herumstreifen….das war herrlich.

In den letzten 30 Jahren war ich immer mal wieder im Naturpark Lüneburger Heide…oft nur für einen Tag oder für ein Wochenende…meistens um den Kopf wieder klar zu bekommen….und Wandern/ Trekking/ Walken ist in meinem Erwachsenen-Leben ein wichtiger Bestandteil…und Touren mit dem Fahrrad mache ich auch schon seit fast 2 Jahrzehnten liebend gerne…

Interessant ist, das mir der  Ausdruck „in die Bickbeeren gehen“ immer wieder in den Sinn kommt, sobald ich in die Heide fahre…mit allen Erinnerungen die daran hängen