Urlaubsvorbereitungen

Urlaubsvorbereitungen

Den Samstag heute hab ich irgendwie größtenteils vertrödelt…

ich habe lange und sehr gut geschlafen (zum Glück)…danach lange auf dem Balkon gesessen….Essen gekocht und wieder auf dem Balkon gesessen….

und dann war auch schon die große Hitze am Nachmittag da…und  was mache ich…ich verziehe mich ins Wohnzimmer, nur um noch eine kleine Runde zu dösen und sogar etwas zu schlafen.

Erst am frühen Abend hab ich dann mal mit dem Wohnungsputz begonnen.

Ich gehöre zu diesen verrückten Menschen, die immer VOR dem Urlaub putzen…wenn ich dann aus dem Urlaub komme, werde ich dann von einer ordentlichen und sauberen Wohnung in Empfang genommen.

Von meinen weiblichen Verwandten habe ich gelernt: sollte mir etwas im Urlaub passieren und jemand Fremdes muss in meine Wohnung, dann ist es wenigstens ordentlich….hahahaha

Die Hitze der letzten 2 Wochen hat mich aber auch tatsächlich etwas nachlässig werden lassen…wer hat schon Lust bei der Hitze  nach Feierabend auch noch zusätzlich zu schwitzen….also jetzt muss es einfach sein. Betten beziehen, Fenster putzen, Staub wischen und -Saugen usw.

…nur vor dem Bügeln drücke ich mich noch….das mache ich evtl. Morgen ganz früh…..da sind ein paar Sachen, die ich gerne für meinen Kurz-Urlaub mitnehmen möchte…..Sollte es nicht heute schon kühler werden?  Also davon hab ich nichts gespürt…auch heute waren es hier über 30 Grad….

..und jetzt sitze ich bei Kerzenschein wieder auf dem Balkon und geniesse die aufkommende Nachtkühle…

60 ist nicht alt

Anfang der Woche hab ich, mit Blick auf den Kalender, realisiert das mein Ex-Mann seinen 60. Geburtstag hat.

Der nächste Gedanke war: man der ist ja schon echt alt.

Na klar weiß ich, das 60 NICHT alt bedeutet und auch gar nicht heißt ,das man nicht mehr im Leben steht.

Aber aus der Sicht einer 52-Jährigen ist 60 dann schon noch ein großer Sprung …und dann realisiere ich auch erst, wie alt ICH schon geworden bin…. Da ich mich wesentlich jünger fühle ist das immer so ein kurzer Moment des Aufmerkens..

Ich war 16 und er 24 als wir zusammen gekommen sind und für meinen Vater war dieser Mann: einfach zu alt für mich….hahahaha und dann auch noch ein Motorrad-Fahrer….

Na immerhin waren wir dann 18 Jahre zusammen….und nun wird dieser immer jungenhaft und oft kindlich wirkende Mann auf einmal 60.

Irgendwann nach der Scheidung hat er darum gebeten, das ich mich nicht mehr zu Geburtstagen usw. melde und ich habe mich daran gehalten, um ihm das Leben nicht  zu erschweren. Aber jetzt hab ich ihm doch eine SMS geschrieben um zu gratulieren (Whatsapp oder andere social Media nutzt er nicht )….

Er hat sich dann auch sehr schnell für die Glückwünsche bedankt und  geschrieben das er sich einen gemütlichen Tag  in seinem „Paradies“ macht…. das ist der  ehemalige Selbst-Versorger Hof  (in Westfalen sagt man auch „Kotten“) seiner Tante, den er wohl nach ihrem Tod geerbt hat.  Da gab es bis vor 20 Jahren nicht mal eine Wasserspülung für die Toilette und kein Badezimmer….geheizt wurde über den Alles-Fresser-Ofen in der Küche und die anderen Räumen hatten für die ganz kalten Winter eine Heizung die man manuell mit Öl füllen musste.

Und die Toilette mit Grube darunter war im Waschküchen-Anbau….  der ganze Kotton liegt sehr einsam in einer Senke, umgeben von Feldern und in der Nähe zum Groß-Bauern….wir waren früher fast jedes 2. Wochenende dort um beim Ernten zu helfen (ich) oder um Holz zu hacken (er)….

Aus seinen Nachrichten klingt sein Leben zufrieden und friedlich und das ist genau das, was ich mir für ihn gewünscht habe. 

 

Vermieter – ungeeignet

Nicht jeder Mensch ist als Vermieter geeignet…und als Mieter muss man schon so manches akzeptieren, was der Vermieter sich so einfallen lässt, wenn man nicht ständig Ärger haben möchte.

Ich hab mich ja auf einen ausgebauten Dachboden in einem Einfamilienhaus eingelassen…und wusste, das es bei solchen „engen“ Verhältnissen zwischen Vermieter (unten) und Mieter (oben) zu Problemen kommen kann.

Eigentlich haben mich solche Mietverhältnisse immer abgeschreckt und ich habe mich im Laufer meiner vielen Umzüge und Mietwohnungen immer lieber auf etwas anonymere Mietverhältnisse in größeren Häusern eingelassen…da hat man es dann eher mit den Nachbarn zu tun…aber denen begegnet man ja rechtlich meistens auf Augenhöhe…..während die Vermieter weiter weg wohnen…

Nun ist meine aktuelle Vermieterin EIGENTLICH ganz nett…eine ältere Dame in Ihren 70ern….es ist ein solides Haus in einer ruhigen Wohngegend mit vielen Einfamilienhäusern…der Altersdurchschnitt hier liegt so bei 65 Jahren. Ich gehörte damit zu den „jungen“ Menschen in der Umgebung…

Schon von Anfang an war klar, diese Frau hat Angst alleine im Haus…also muss immer (auch tagsüber) die Haustür abgeschlossen sein. Besucher können bei mir also nicht einfach abhauen…hahhaha, ich muss den Schließdienst machen…Nachts muss noch ein Riegel vorgeschoben werden. Auf dem Balkon soll ich möglichst züchtig bekleidet sein – hahahaha – der Vormieter muss sich wohl recht nackig auf dem Balkon präsentiert haben. Laut ihrer Aussage: eine Zumutung für die Nachbarn drumherum…eine Balkonumrandung anzubringen wurde mir als Pflicht auferlegt – die wollte ich sowieso haben.

Aber jedes Mal wenn wir uns begegnen, kommt irgend etwas neues hinzu, das Fahrrad darf ich nicht vor dem Haus abstellen, es könnte in ihr Fenster geweht werden. Im Aufgang nach oben zu meiner Wohnung darf ich zwar ein Bild aufhängen…aber bitte nicht zu viele ….Grillen darf ich – aber bitte nicht zu oft.. Tagsüber das Dachfenster im Schlafzimmer auflassen darf ich nicht….nicht das jemand versucht über die Garage in meine Wohnung zu kommen… Den Sonnenschirm aufstellen okay – aber nicht am Balkongeländer befestigen….und nicht unbeaufsichtigt lassen…nicht das er runter geweht wird….

Dann hat sie mich informiert, das sie jetzt eine Überwachtungskamera für den Garten anbringt, da man ihr wohl Feuerholz geklaut hat…

Und es geht nicht mehr, das ich die Vögel füttere, die fliegen immer über ihren Kopf, setzen sich auf ihre Markise bevor sie dann zu mir auf den Balkon kommen….

Bisher hab ich alles hingenommen, um des lieben Friedens Willen…bis auf die Sache mit dem Fahrrad….sie möchte das ich jedes Mal wenn ich nach Hause komme, das Rad im Garten in den Geräteschuppen bringe…das Rad soll nicht am Eingang stehen (dabei ist da genügend Platz und stört überhaupt nicht).

Ich habe aber keine Lust jetzt ständig in IHREN Garten laufen zu müssen, um aus dem klapprigen Holzhaus mit dem schlechten Schloss jedes Mal mein Rad zu holen oder hin zu bringen…zumal sie ihren neuen Rollrasen hegt und pflegt und wenn ich jetzt anfange 3-4x pro Tag das Rad darüber zu schieben wird der Rasen das bestimmt auch bald übel nehmen. Außerdem laufe ich ihr dann ständig über den Weg…und das mag ich eben auch nicht.

Also hab ich ihr jetzt abgetrotzt, das ich das Rad nicht vor dem Haus, aber an einer Seite des Hauses abstelle, wo keines ihrer Fenster ist, so muss ich nur ein Stück über das Beet und über einen kleinen Teil des Rasens, dort steht das Rad auf einem schmalen gepflasterten Steifen am Haus….. Ich hab sie in diesem Fall gar nicht richtig gefragt, sondern es als Kompromiss vorgeschlagen und in die Tat umgesetzt….damit hab ich sie quasi etwas überfahren…aber das war es mir wert…

Bei ihr muss alles eine Ordnung haben…aber eben nicht irgendeine… sondern IHRE Ordnung. Ganz besondere Schwierigkeiten hatte sie wohl mit meinem Vormieter….deshalb war sie am Anfang bei mir wohl etwas gnädiger (so wegen Grillen, Wäsche aufhängen und Vögel füttern) aber niemand kann langfristig aus seiner eigenen Haut….und so kommen die Regeln nach und nach und immer recht freundlich verpackt bei mir an…

Bin mal gespannt was als Nächstes kommt…aber ich glaube sie lässt sich jetzt etwas Zeit, weil ich nach dem Thema mit den Vögeln mich wortlos umgedreht und sie einfach stehen gelassen habe….ich war so wütend…und ehrlicherweise bin ich es immer noch…damit hat sie bei mir als Mensch verloren

Learning by mistake

Noch vor ein paar Tagen war ich überzeugt davon, das ich den Urlaub in der kommenden Woche, eigentlich gar nicht brauche…

Immerhin arbeite ich erst seit April für diese Firma und eigentlich lief bisher alles relativ locker und easy…. hahaha leicht verdientes Geld und Spaß macht es auch noch.

Bis ich jetzt das 1. Mal mit dem Spezial-Report aus DK meine Bekanntschaft machen durfte…und auf einmal lief es gar nicht mehr rund.

Also nach der Datenübernahme von 11 neuen Gesellschaften sagt mir mein Computer-System das die Bilanz aufgeht und die G+V  ebenfalls stimmt….prima…dann kann ja gar nichts mehr schief gehen – dachte ich.

Mein Kollege hatte mich schon vorgewarnt, das es mit dem besonderen Report gerade zu Anfang immer einige Schwierigkeiten gibt… ich hab einen Probelauf gemacht….ach die paar Daten…sieht doch gut aus…alles richtig im laufenden Jahr…kein Problem – dachte ich.

Ich hab aber nicht auf das Vorjahr geachtet und als ich es  endlich gemerkt habe wurde ich unruhig…warum geht auf einmal die Bilanz mit den Vorjahreswerten nicht mehr auf? Das kann doch nicht sein…in meinem System sieht es gut aus….aber der Report für die Zentrale wird mittels eines Spezialprogramms aus meinen Daten gezogen…warum  stimmen dann die Werte nicht?

Wie immer wenn ich die Funktionsweise eines Programms nicht kenne, versuche ich es herauszufinden…. dann verändere ich die Buchungen und schaue was passiert…und was dann passierte machte mich zuerst sprachlos….

Es  werden also nicht nur fertige Daten übernommen – sondern einige Dinge errechnen sich auch,  durch bestimmte Parameter haben sich das Eigenkapital und das Ergebnis  ständig verändert….aber richtig wurde es damit nicht….

Und immer wenn ich endlich das Vorjahr stimmend hatte, passte das laufende Jahr nicht mehr und als ich dann endlich glaubte eine Lösung gefunden zu haben und beide Jahre ordentlich angezeigt wurden,  stimmten auf einmal  die Querchecks in den Bewegungsdaten nicht mehr.

….es hat Tage und zig Versuche gebraucht  um herauszufinden, wie das alles zusammen hängt…leider war das Helpdesk an dieser Stelle keine wirkliche Hilfe und mein Kollege hatte keine Zeit….

Dann endlich Donnerstag Mittag platzte der Knoten in meinem Kopf und ich hab es für alle 11 Gesellschaften  so geändert, das alles funktionierte. Aber logisch fand ich das nicht.

Und genau DAS war mein Problem…im Hintergrund hab ich immer noch nach einer Erklärung gesucht…und heute Nacht um 3:34 Uhr bin ich dann aufgewacht und war der Überzeugung jetzt ist ganz bestimmt alles noch viel falscher  (das Wort gibt es eigentlich nicht: weil falsch ist falsch und lässt sich nicht deklinieren hahaha) …und ich war so beunruhigt das mir dieses  Durcheinander bestimmt am Jahresende auf die Füße fallen wird, so das ich bis zum Aufstehen weiter gegrübelt habe, wo da eigentlich die logische Erklärung liegt….

…ich war der felsenfesten Überzeugung jetzt ist alles komplett falsch…hahaha….also hab ich heute Morgen (unausgeschlafen und mit Kopfschmerzen) noch einmal das Thema aufgerollt und noch einmal mein System nach den Korrekturbuchungen und den Report für den Konzern überprüft und jetzt muss ich sagen…ich habe  zwar neue Erkenntnisse erlangt, verstehe es trotzdem nicht, aber es scheint trotzdem in Beidem richtig zu sein.

In solchen Momenten merke ich, das ich doch die Buchungslogik von SAP  vermisse….hier konnte ich nach so den vielen Jahren der Nutzung sicher sein,  das alles funktioniert… und wurde wie vieles zusammenhängt…

Wenn es einen Nachteil an dieser Firma gibt, für die ich jetzt arbeite, dann ist es genau das, ich vermisse SAP und ich vermisse die IT-Kollegen mit denen ich Probleme wirklich besprechen und durchtesten konnte.

Na gut, immerhin glaube ich jetzt zu wissen, das mir diese Buchungs-Umwege die ich gehen musste, um den Report einwandfrei zu bekommen,  am Jahresende keine Probleme bereiten werden…aber das werde ich erst wissen, wenn ich den gleichen Report für das Jahresende erstellen muss…

JETZT zumindest kann ich beruhigt  in  den Urlaub gehen und den hab ich dann auch sehr schnell heute eingeläutet….nach dem Mittagessen mit einigen Kollegen aus der Projektabteilung, bei einem Italiener in der Nähe, hab ich um 13.30 Uhr das Büro hinter mir gelassen.

So und diesen Nachmittag hab ich dann damit verbracht, den fehlenden Schlaf nach zu holen… Jetzt kann der Urlaub beginnen….1 Woche!

ich fröstele….

Jetzt muss ich gerade mal über mich selber lachen….

Die  aktuelle Hitze finde ich teilweise als unangenehm und versuche  Wohnung, Büro und mich selber in einem erträglichem Klima zuhalten. Zumal mich ja die innere Hitze  auch nicht verschont. Hab sogar die letzten 2 Tage die Klimaanlage im Auto angeschaltet, was ich EIGENTLICH schon das 2. Jahr nicht mehr tue. Das war auch keine gute Idee….hmmmm ich müsste mal den Filter wechseln lassen…es roch etwas unangenehm.

Heute Abend nun sind es auf dem Balkon angenehme  24 Grad bei leichtem Wind, also genau die Temperatur, die ich ziemlich in Ordnung finde…und was mache ich?

Fast wie ferngesteuert gehe ich rein und hole eine leichte Strickjacke, um mir diese über die Schultern zu legen….hahahaha: 24 Grad und mir ist es gerade „zu frisch an den Armen“….ja der Körper ist ein Wunderwerk….schon nach 1,5 Wochen hat  sich mein Körper klammheimlich doch  an die Hitze gewöhnt…

Ein schöner Abschluss

Ein schöner Abschluss

…für dieses heiße Sommer-Wochenende

Nachdem ich den Tag heute eher faul und müde  zuhause auf dem Balkon verbracht habe,  bin ich gegen Abend spontan ins Auto gestiegen und nach Wedel gefahren.

Mein Rad war ja von gestern noch im Auto…also rauf aufs Rad….aaaach so gegen 20 Uhr waren es noch ca. 27 Grad  so war schon durch den Fahrtwind die Abkühlung zu spüren….und am Hettlinger Ufer hab ich mich am Strand nieder gelassen,  meine Shorts hochgekrempelt und bis zu den Knieen im Elbwasser am Ufer entlang geschlendert…dazu ein herrlicher Sonnenuntergang…

….. mehr gibt es eigentlich nicht zusagen…. außer das es insgesamt  heute locker leichte 36km mit dem Rad waren.


 

Fladenbrot – das Ur-Brot der Welt

Das einfachste Brot, das es fast überall auf der Welt gibt, ist das Fladenbrot.

Es ist ungesäuert und besteht in der Regel nur aus Mehl, Wasser und Salz/sonstigen Gewürzen. Aber bei uns in Deutschland gibt keine eigene Kultur für diese Form des Ur-Brotes.

Wir sind das Land der Vielfalt in den Brotsorten und hier bestehen die Brote aus Hefe- oder Sauerteig…in über 700 verschiedenen Variationen und in der Regel haben die Brote eine Form, um daraus Scheiben schneiden zu können.

In den letzten Monaten backe ich regelmässig Fladenbrote mit Hefe…also die erweiterte Form des Ur-Brotes….dieses Brot bekommt mir besser, als die sonstigen Gekauften und ist einfach herzustellen.

Da ich meinem Einkauf gestern „hitzefrei“ erteilt hatte und auch keinen Hefeteig vorbereitet…hab ich heute seit längerem mal wieder ein klassisches Fladenbrot ohne Hefe gemacht:

Zubereitungszeit: 1 Minute, Backen in der Bratpfanne: ca. 5 Minuten je nach Dicke

wp-1596958589608938905047299391976.jpg

Weizenmehl, Wasser, Salz und Kräuter der Provence (oder jedes andere Gewürz das man mag) zu einem Teig verrühren, ausrollen und mit etwas Olivenöl in der Bratpfanne mit Deckel auf beiden Seiten braten ….Fertig

(ergänzen kann man es z.B. mit einem Tomatensalat oder Oliven und Knoblauchbutter )

Zuviel Hitze – Abkühlung im Bach

Nachdem ich den Vormittag gut beschirmt  und entspannt auf dem Balkon verbracht hatte,  wurde es endlich gegen Mittag Zeit doch noch etwas zu unternehmen. Dachte ich zumindest. Einkaufen oder gar Wohnung putzen …oooch nöööö… nicht heute – nicht bei über 30 Grad .

Eine Runde mit dem Rad wäre schön….aber bloß nicht am Wasser (was ich ja eigentlich liebe) …da ist es bestimmt viel zu voll…am Besten also in den Wald.. Anstatt also einfach  loszuradeln und den Nachmittag im Klövensteen (um die Ecke bei mir) zu verbringen…hab ich das Rad ins Auto verfrachtet und bin in Richtung Lüneburger Heide gefahren.

Hinter Buchholz i.d.Nordheide  hab ich dann einfach mein Auto an einem Waldgebiet abgestellt und bin los gefahren…aber so richtig schöne Radwege durch den Wald hab ich nicht gefunden….es gab teilweise wunderschön durch Bäume beschattete Wege entlang der Landstraßen…aber durch die  am Rande liegenden Felder und Straßen gab es dort keine wirkliche Abkühlung, wie man es sonst im Wald hat.

Das zeigt mal wieder: spontane Fahrten sind zwar oft gut, manchmal hilft aber eine Planung den Tag schöner zu gestalten…denn hätte ich im Vorfeld einfach mal im Internet nach geschaut, wäre ich sehr schnell auf zumindest eine romantisch anmutende Rad-Wander-Strecke gestoßen: den Heidschnukenweg.

So bin ich erst einmal der Landstraße gefolgt…was den Vorteil hatte ich hab

  1. ein Hofgut gefunden, das Abends  einen „Grillschmaus“  auf dem Hof in einer  malerisch natürlichen Umgebung anbietet (so mit Heidschnucken-Kotelett und Bratkartoffeln) das hab ich mir gleich mal notiert 😄
  2. ein „Hof-Cafè unter alten Eichen“ gefunden…. Der Hofladen war riesig…mir schon wieder viel zu groß und von Geschirr, über Eingemachtes bis zum Kerzenständer und Servietten boten die alles an….daneben aber auch selbstgebackene Kuchen

Ich hab mich dann mit einem großen Stück Pflaumenkuchen mit Sahne und einem Becher Kaffee in den großen Garten gesetzt und die Seele baumeln lassen….

wp-15969586533477940970262519651518.jpgDer Kuchen war aussergewöhnlich….es war kein Hefeteig oder Mürbteig aus Weißmehl, sondern eine Art Buchweizen-Nussboden. War aber stimmig und lecker.

Das Radfahren insgesamt empfand ich als anstrengend bei  fast 33Grad Hitze und absoluter Windstille  und bereits nach etwas mehr als 20km hatte ich auch keine Lust mehr.

Am  Anfang der Tour bin ich auf der Suche nach einem Weg durch den Wald durch Zufall an einem Bach im Wald gelandet….dort habe ich mich dann am Ende der Tour nieder gelassen…und mit den Füßen im Wasser etwas Abkühlung erhalten.

wp-15969589357932096596338621670581.jpg

aaaach – das hat sooo gut. Das Wasser war eisig kalt….eine Gruppe Jugendlicher hatte die gleiche Idee und die sind in Badeklamotten durch das Bächlein gewartet…hahaha…was bei dem kalten Wasser zu einigem Juchzen und Jubelschreien führte…aber sie waren friedlich und freundlich…und hatten ihren Spaß….

Irgendwann war es mir aber zu laut und ich hab mich auf den Rückweg begeben.

Die Anstrengung in der Hitze hat mir, trotz der Abkühlung im Bach, zugesetzt…mein Kopf war immer noch gut gerötet (ich hatte einen Sonnenhut auf) und mein Körper fühlte sich ermattet an…. Na egal….den Rest des Abends hab ich nach Sonnenuntergang dann auf dem Balkon verbracht….

Planung: Urlaub

Eine Woche muss ich noch Arbeiten, dann hab ich Sommerurlaub – eine Woche.

So langsam muss ich mal in die Puschen kommen und den Urlaub planen. Das Zielgebiet ist klar: Mecklenburgische Seenplatte. Schon seit ein paar Jahren ist es mein Wunsch dort einmal Urlaub zu machen.

Also lange vor Corona wusste ich, das ich auch in diesem Jahr keinen Urlaub im Ausland machen werde, keine Flugreise.

Vor ein paar Tagen habe ich über den „Ivenacker Baumwipfelpfad“ gelesen….wie es so schön heißt kann man als Besucher dort „in 20m Höhe 1000jährigen Eichen auf Augenhöhe begegnen“….na das klingt doch spannend…da will ich hin.

Rundherum hab ich also nach einem Hotel gesucht und tatsächlich in der Umgebung ein malerisch ansprechendes Schlosshotel mit vielen malerisch und gemütlich, zeitlich vertaubt anmutenden Zimmern gefunden…..das tatsächlich aber auch noch ein sehr nüchternes und praktisch ausgestattetes Einzelzimmer zu einem wirklich angenehmen Preis anbietet….so zahle ich für 3 Übernachtungen zusammen nicht mal 150 EUR + Frühstück.

Mit Auto, Fahrrad und Wanderschuhen kann ich alles machen, was ich möchte…und mit etwas Glück kann ich eine Paddeltour auf einem der kleinen Kanäle unternehmen…das hab ich auch noch nie gemacht …

Unterm Sternenzelt

Unterm Sternenzelt

Gestern war es soweit, die Temperaturen in der Nacht  hier sollten bei knapp unter 20 Grad bleiben.

Angeregt durch den Beitrag von  „Schöne Perle“ hab ich mich entschlossen diese Nacht auf dem Balkon zu schlafen. Danke Monika für die schöne Idee!!

Also Wolldecke auf den Fliesenboden des Balkon, darüber meine klappbare Gästematratze auf der ich im letzten Jahr ein paar Wochen habe schlafen dürfen…darüber eine dünne Baumwolldecke als Bettlaken und zum zudecken meine Sommerbettdecke, na klar und ein Kopfkissen.

Als Sichtschutz für die eine Seite hab ich meinen Sonnenschirm nicht ganz zugeklappt und so gestellt, das die Nachbarn von schräg nicht auf den Balkon gucken können.

Es waren noch 23 Grad als ich mich gegen 23 Uhr hin gelegt habe …sternenklarer Himmel und mit etwas Glück würde ich sogar eine Sternschnuppe sehen können….immerhin ist im August die Zeit des Perseiden-Schauers…

kaum lag ich in meinem Bett unter freiem Himmel und hab in die Sterne geschaut….war ich auch schon eingeschlafen. Wenn  tatsächlich Sternschnuppen am Himmel zu sehen waren, haben sie mich  gesehen können…ich sie jedoch nicht.

Und aufgewacht bin ich das 1. Mal um 4 Uhr Morgens….es fing langsam an zu dämmern und ich hab die kühle Luft auf meinen Armen genossen…war aber froh, das ich sonst unter der Decke lag….und kaum gedacht, hab ich schon weiter geschlafen.

Erst als eine Elster versuchte auf der Dachrinne zu landen, bin ich dann wirklich wach geworden… hab aber noch eine Weile gelegen und den  wenigen Schleierwolken des Morgens  beim langsamen Vorbeiziehen zu geschaut…

Erst jetzt ist mir klar geworden wie friedlich und ruhig es hier vor allem Nachts ist. In der Nacht werden Geräusche ja viel deutlicher wahr genommen….es war eine himmlische Ruhe…

Ich habe noch nie auf dem Balkon übernachtet…die letzten Jahre hatte ich einen eher offenen  einsehbaren Balkon im Hochpattere…der Balkon meines Ex-Freundes war viel zu klein und davor hatte ich viele Jahre überhaupt keinen Balkon… Schade eigentlich.

Frisch und munter hab ich  mich also heute  aus meinem Freiluft-Bett erhoben und nun sitze ich hier erneut auf dem Balkon und plane meinen Tag…