Abenteuer: Kuchen backen

Backen wird bei mir mehr und mehr zum Abenteuer…Am Anfang steht eine Idee…dann lese ich mich quer durch einige Rezepte und suche mir zusammen, was mir aus jedem der Rezepte gefällt…dann gehe ich einkaufen und am Ende muss ich mit dem Backen, was ich dann tatsächlich auch zur Verfügung habe….und das ist dann nicht unbedingt das, was in den Rezepten steht…hahaha

Ich arbeite schon länger mehr so freihändig aus dem Handgelenk…..grins…DAS funktioniert zwar oft sehr gut, manchmal auch nicht nicht…und manchmal doch – obwohl es erst nicht danach aussieht…

Der ursprüngliche Plan war eine Mandel-Bisquitboden mit Erdbeeren und Sahnetupfen….doch die Dame am Erdbeerstand war so damit beschäftigt, die Erdbeeren auszusortieren (Samstag späten Nachmittag) das sie mir keine Erdbeeren verkaufen wollte…also nicht jetzt…ich solle später wieder kommen. Ich hab ein paar Minuten mit ihr diskutiert, weil das standen ja bereits 3 für gut befundene Schälchen und ich wollte 2 kaufen…und ich war gerade der einzige Kunde weit und breit…aber nein….diese wollte sie mir nicht verkaufen…und dabei gab es gar keinen Mangel an den leckeren Früchten. Hinter ihr standen noch 2 riesige Stapel Erdbeeren.

OKAY – ein Erdbeerstand der keine Erdbeeren an mich verkaufen möchte…ich habe verstanden. Im Supermarkt gab es nur noch vergammelte Erdbeeren aus dem Ausland….Planänderung: Es gibt Himbeeren – die hab ich noch im gefrorenen Zustand zuhause.

OKAY – gefrorene Himbeeren auf einem Bisquitboden…da muss noch etwas anderes dazu….Mascarpone und Sahne ….perfekt…. Es gab aber nur noch einmal Mascarpone….anstand jetzt ergänzend zum Quark, hab ich aber dann aus Gewohnheit zum Joghurt gegriffen, das hab ich aber erst später zuhause realisiert.

Am frühen Sonntagmorgen hab ich also angefangen alles Zutaten in Einklang zu bringen…..das Verhältnis Sahne zu Mascarpone stimmt noch nicht. und durch die aufgetauten Himbeeren kommt ja noch einiges an Feuchtigkeit in die Masse…und so hab ich es mit einem Päckchen Vanille-Puddingpulver kompensiert (das hatte ich in einem der Rezepte gelesen, es aber nicht wieder gefunden).

Am Ende des Backvorgangs hab ich dann das hier gezaubert:

Mandel-Biskuitboden mit einer Himbeer-Mascarpone-Creme mit Zitronenabrieb dekoriert – sieht nicht perfekt aus, schmeckt aber klasse…und heute – einen Tag später – weiß ich, das man den Kuchen am Besten einen Tag vorher vorbereitet…heute ist er noch besser in der Konsistenz und im Geschmack noch runder.

Der Mandelboden ist perfekt locker und luftig geworden und die Idee mit dem Puddingpulver war gut, das hat die Feuchtigkeit der Himbeeren gebunden und dem Kuchen etwas mehr Halt gegeben. Gelatine wäre aber auch gegangen….hahaha

Vom Mandel-Biskuit bin ich begeistert das Rezept ist so easy:

60 g Mehl / 60g gemahlene Mandeln / 75g Puderzucker / 3 Eigelb verrühren und 3 steifgeschlagenen Ei-Weiß unterrühren und das ganze in ein gefettete 28er Springform geben. Bei 200 Grad ca. 15Minuten backen lassen.

Ruhiger Pfingst-Samstag

Samstagnachmittag hab ich mich dann mal wieder ausgiebig bewegt….Zuhause Knochen, Muskel und Sehnen dehnen….nach der anstrengenden Nacht fühlte ich mich doch ein wenig zusammen geknauscht…

…und dann bin ich bei trübem Wetter zu meiner Lieblings-Walkingrunde ins Tävsmoor gefahren….6,5km am Flugplatz Heist herum und durch das Moor hindurch….eine große „Acht“ gelaufen…. 6,5 km …..es fühlte sich phantastisch an……

Im Anschluss hab ich noch schnell die letzten frischen Lebensmittel gekauft, die ich für Pfingsten benötige…Morgen bekomme ich ja Besuch und wollte für Mittags Pizza backen und einen Kuchen.

Aber erst einmal gab es für mich am Abend den 1.Spargel in dieser Saison…aber nicht ganz so klassisch:

Den Spargel hab ich nur geschält und in Stücke geschnitten, danach in der Pfanne nur leicht angebraten und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gewürzt und mit etwas Butter verfeinert und dann noch etwas in der Pfanne ziehen lassen, so das er noch etwas Biss hatte, …dazu gab es ein Rinderhüftsteak. Yummy….

Nach der Impfung – Nebenwirkungen moderat

Die Nacht nach der Impfung war nicht so angenehm…nach einem normalen ruhigen Arbeitstag am Freitag, war ich am Abend sehr müde und bin zu Bett gegangen und auch das Einschlafen ging schnell.

Dann kamen in der Nacht die Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Gliederschmerzen und ich wusste nicht wie ich liegen sollte…hab mich im Bett herum-gewälzt, konnte nicht wieder einschlafen…fühlte mich schlapp…alles schien weh zu tun. Fieber hatte ich keines (seit meiner Mandel-OP vor 18 Jahren, hab ich quasi nie wieder richtiges Fieber gekommen…und nur selten gibt es bei Erkältungen eine erhöhte Temperatur).

Ja, so in etwa, hatte ich es mir tatsächlich vorgestellt…mein Immunsystem kämpft im Trainingsmodus….trotzdem fand ich es nicht lustig….ich war MÜDE und mein ganzer Körper schien zu Schmerzen…ich wollte einfach nur SCHLAFEN.

Mitten in der Nacht hab ich dann die erste Kopfschmerztablette genommen…. am frühen Morgen die Nächste und am später Vormittag dann noch einmal zwei Weitere….und gegen Mittag war der ganze Spuk vorbei…..alles wieder normal….bis auf die Einstichstelle, die sich auch heute noch wie ein heftiger blauer Fleck anfühlt, obwohl man nicht einmal etwas an der Einstichstelle sieht.

Also das war dann mal die 1. Impfung und ich denke an der Reaktion meines Körpers kann ich zumindest vermuten, das mein Körper tatsächlich dabei ist, eine Immunabwehr aufzubauen….irgendwie auch beruhigend, finde ich….hätte ich gar nichts gespürt würde ich mich vielleicht fragen, ob die Impfung überhaupt „funktioniert“…..hahaha

Als Frau mit 53 Jahren, geimpft mit Astrazeneca, hatte ich schon mein Augenmerk auf den Kopfschmerzen. Die letzten Wochen wurde man ja immer wieder durch das Hüh-und-Hot mit dem Impfstoff verunsichert….sollten die Kopfschmerzen nach der Impfung also mehr als 3-4 Tage andauern, dann sollte man unbedingt sofort zum Arzt, um sich auf die extrem seltene Nebenwirkung der Hirnvenenthrombose untersuchen zu lassen….die kann dann noch rechtzeitig behandelt werden….aber bei mir war ja bereits einen Tag später alles wieder vorbei.

Das ich mich impfen lasse, stand ja schon lange fest…und mit der Entscheidung für diesen Impfstoff bin ich auch sehr zufrieden….

1.Impfung – Trainingslager für`s Immunsystem

Meine Impfung heute Morgen war unerwartet einfach und unkompliziert.

Die Hausarzt-Praxis hat dabei für so einen Impf-Tag einen erstaunlich simplen, aber sehr effektiven Ablaufplan.

  1. Mit der Terminvergabe wird darauf aufmerksam gemacht, das man die Impfeinwilligung schon von der Webseite des Arztes runterladen, ausdrucken, lesen und unterschrieben mitbringen muss.
  2. Es werden immer gleichzeitig 10 Personen zu einem Impftermin eingeladen.
  3. Bei Eintritt wird die Einwilligung und die Krankenkassenkarte vorgezeigt und mit der Terminliste abgeglichen.
  4. Jeder erhält dann eine Karte mit einer Nummer in einer bestimmten Farbe. Bei 2 Ärzten gibt es also 2 Farben je 5 Nummern
  5. Jeder Stuhl hat genau die Farbe und Nummer – hinsetzen
  6. Ärmel hochkrempeln und der Arzt kommt, desinfiziert, piekst und spritzt das Impfserum von Stuhl 1 – 5 reihum
  7. nach der Spritze bleibt man noch eine kurze Weile sitzen, so zur Sicherheit
  8. danach gibt man die Impfeinwilligung vorne am Tresen ab und schiebt noch die Krankenkassenkarte in das Lesegerät
  9. Fertig

Ohne die Wartezeit vor dem Einlass (ich war ein paar Minuten zu früh da) hat die gesamte Prozedur nur ca. 10 Minuten gedauert.

Und NATÜRLICH lief es bei mir nicht reibungslos, weil ich Schussel vergessen hatte, diese blöde Einwilligung mit zu bringen….so hat mich die Arzthelferin mal so richtig angemault und mir dann verärgert den Zettel ausgedruckt gegeben (da lag ein ganzer Stapel – ich bin also bestimmt nicht die Einzige gewesen) und ich konnte ihn noch nach der Impfung ausfüllen. H

ab mich ja auch entschuldigt…immerhin war es keine Absicht. JA – sie hat es am Telefon bei der Terminvergabe erwähnt, ich hab auch brav ja gesagt, das ich das tun werde und es dann im Laufe der nächsten Tage einfach vergessen. Letztlich hat es aber nicht zu einer Verzögerung des Ablaufs geführt….puhhhh Glück gehabt hahaha …im ersten Moment dachte ich, sie schickt mich ohne Impfung wieder nach Hause.

Sooooo und der Arzt hat sooo super gespritzt, ich hab nur einen kurzen Stich verspürt mehr nicht…Wie immer ist bei mir die Angst vor Sprizten größer, als das tatsächliche Ereignis.

Also HURRA – die 1. Impfung ist getan…die 2. folgt Anfang Juli.

Und natürlich hab ich mich schon seit Tagen an die Empfehlungen gehalten….hab in den letzten 2 Wochen keinen Wein getrunken (nur ein Glas Prosecco letzte Woche)…hab mich noch ausgewogener ernährt, gestern auch keinen Zucker, nicht zu viel tierisches Eiweiß, keine fetten Speisen…..dafür viel Tee und Wasser getrunken…..und mich heute Morgen moderat vor dem Homeoffice-Start bewegt und werde heute keine anstrengenden Sachen mehr machen….und auch in den nächsten Tagen weiterhin keinen Wein trinken.

Ich hab alles optimal vorbereitet, nun ist mein Immunsystem dran…das muss jetzt mit dem gespritzten Impfserum von Astrazeneca ins Trainingslager…um so die Immunabwehr für den Ernstfall vorzubereiten.

(lt. „Zeit Online“ sind per heute Abend 39,3% (32,7 Millionen) in Deutschland erst-geimpft und13,1% ( 10,9 Millionen) bereits zweit-geimpft)

Augen scharfstellen

Die Augen-OP meiner Schwester gestern, ist zum Glück gut verlaufen…..aber das hatte ich erst am Mittag erfahren.

Eigentlich sollte ich spätestens zwischen 9-10 Uhr Bescheid bekommen. Da ich jedoch nichts gehört hatte, hab ich mir natürlich Sorgen gemacht…ist bei der OP doch etwas schief gelaufen? Warum meldet sich nicht wenigstens mein Schwager?

Mittags hab ich dann angerufen….alles okay – alles gut gelaufen…den ganzen Tag war sie noch etwas benebelt und müde und gestern Abend hatte sie auch leichte Schmerzen. Indem wie die Anspannung bei mir nachliess, liefen bei mir glattweg ein paar Tränen der Erleichterung. Alles was mit den Augen zu tun hat empfinde ich als kritisch….sehen ist sooo wichtig.

..und heute Mittag hab ich noch einmal angerufen…..schon ist sie begeistert von der Farbenvielfalt die sie jetzt mit dem linken Auge wieder sehen kann (wenn sie das andere dabei schließt)

Ich glaube das Gehirn muss sich jetzt erst einmal daran gewöhnen, die Informationen vom operierten und nicht operierten Auge gleichzeitig zu einem scharfen Bild zu verarbeiten…noch sieht sie mit beiden Augen zusammen nur verschwommen.

Wer ist mein Chef?

Da meine Arbeitswoche nur von Mittwoch bis Freitag ging, gab es genügend Arbeit die erledigt werden musste …es lief eigentlich auch alles ganz geschmeidig…hab meine Themen gut erledigt bekommen…..und trotzdem blieb es irgendwie komisch.

Ein weiterer technischer Kollege hat gekündigt…also irgendetwas läuft da schief…sehr schade.

Der GF hat mich nun endlich gefragt, bei welchem Chef ich mein jährliches Personalgespräch haben möchte….da sich keiner der Chefs sicher ist, wer denn nun eigentlich als mein DIREKTER Vorgesetzter gilt, auch die Dänen haben es diskutiert und sind sich da nicht so sicher, soll ich selber aussuchen, wer mir genehm ist.

Also so etwas hab ich bisher auch noch nicht erlebt, aber da man mir die Wahl gelassen hat, hab ich mich für einen der dänischen Chefs entschieden. Vielleicht täusche ich mich ja, aber ich glaube ich hab eine gewisse Erleichterung bei dem GF hervorblitzen sehen…hahaha…immerhin haben wir keinerlei berufliche Berührungspunkte und ich kann auch nicht behaupten, das wir schon einmal ein lockeres Gespräch hatten….oder er mit mir mal geplaudert hätte.

Ich hab also gestern den von mir bevorzugten Chef angeschrieben, ob er damit einverstanden wäre diesen Part zu übernehmen ….und heute in einem unser immer wiederkehrenden Teams-Meeting, hat er sich dazu bereit erklärt.

Da bei uns auch noch andere organisatorische Änderungen bevor stehen, wird es weiterhin unruhig bleiben…der Controller möchte seine Projektgesellschaften abgeben und sich nur noch um die Hauptgesellschaft kümmern……und ich wurde schon gefragt was davon ich noch übernehmen könnte….in den nächsten Monaten werden wir dann für mehr als 100 Einzel-Gesellschaften neue Bankverbindungen benötigen mit all dem Rattenschwanz der damit verbunden ist und noch wurde nicht entschieden zu welcher Bank gewechselt wird. Es kommen weitere neue Kollegen, unser Standort wird erweitert, ein zusätzlicher Standort in der Mitte Deutschlands wird eröffnet, auch 2 weitere dänische Kollegen aus unserer Abteilung sind weg gegangen….auch da kommen neue Kollegen und alles steht auf Wachstum und Veränderung. Viele Organisations-Strukturen werden kurzfristig weiter zentralisiert und standardisiert.

Diese Phasen eines schnell wachsenden Konzerns hab ich ja schon öfter mit gemacht und weiß, das die Leichtigkeit des Arbeitens in gleichem Maße abnimmt, wie eine zentralisierte Arbeitsstruktur aufgebaut wird. Das ist die schmerzhafte Phase in dem jeder erkennt, das ein MEHR an Organisation und Digitalisierung andere Abläufe bedeutet, was meistens am Anfang mehr Zeit in Anspruch nimmt….und das man kontrollierbarer wird, wenn man standardisiert arbeitet. Das geht auch zu Lasten der Flexibilität und auch die Unbeschwertheit der ersten Jahre geht schnell verloren.

Mich schreckt es nicht, weil genau so arbeite ich ohnehin schon….nur das ich dabei meine eigene digitale Struktur in unserem System aufgebaut habe….mal sehen wohin die neuen Wege uns führen…..

Eppendorf im Schlendergang

Soooo, also Dienstag war dann der letzte Tag meines Kurzurlaubs und was macht man so Schönes?….Fenster putzen und Autowaschen hab ich gleich mal gedanklich zur Seite geschoben….das wäre Verschwendung bei dem Wetter….ich hab mich dann erst einmal wieder mit einer Menge Gemüse im Hofladen in der Nähe eingedeckt und bin dann nach Hamburg….bis Eppendorf.

Dort bin ich an der Alster entlang geschlendert…durch kleinere Parks, über Brücken…..mal an der Straße entlang, dort wo die Grundstücke direkt bis ans Wasser gingen….dann wieder über Brücken und zurück. Ich bin wirklich geschlendert….kein Sportmodus.

Es hatte etwas Gemütliches hier entlang zu laufen und ich fühlte mich tatsächlich wie ein Urlauber…

Ich musste nichts erledigen, wollte keine Höchstleistung bringen, es gar einfach nichts, um mich aus meinem gemütlichen Schlendergang hoch zu schrecken. Alles was ich wollte, war einfach entspannt gehen und die friedliche Umgebung aufsaugen.

Da ich ja schon seit einigen Tagen sehr relaxt bin, aber auch immer öfter mal müde, hab ich wieder angefangen meinen Blutdruck mehrmals am Tag zu checken….und was soll ich sagen….der Blutdruck ist seit Tagen konstant so niedrig, wie ich es noch nie bei mir erlebt habe.

Was dann auch die Müdigkeit erklären könnte, nehme ich doch immer noch die gleiche Dosierung gegen den eigentlich zu hohen Blutdruck….also das behalte ich jetzt mal eine Weile im Auge….

Auf dem Weg nach Hause, hab ich mir mal wieder einen Döner geholt, der Laden ist nicht weit weg und der Döner dort richtig lecker und die Menschen dort sind immer lustig und nett…da gehe ich gerne hin…wenn auch selten.

Das Gemüse habe ich erst einmal verstaut, Lust zum Kochen hatte ich jetzt nämlich keine mehr…das kann ich noch in den nächsten Tagen verarbeiten…dafür hab ich dann noch, zwischen 2 Regenschauern, eine Sonnenpause auf dem Balkon gehabt…..also mit direkter Sonneneinstrahlung war es richtig warm….aber nach 20 Minuten war es auch schon wieder vorbei…und da ich keine Überdachung habe, hab ich den Liegestuhl und die Auflagen schnell wieder rein geholt…..

und den Rest des Abends hab ich noch zuhause rumgewuselt….und schwwwuuuuups….ist der Urlaub auch schon wieder vorbei….Morgen geht`s wieder ins Büro.

Nachwanderung – am Moor

Das Frühling spielte schon den ganzen Tag „Weltuntergang“ bei Dauerregen…mal mehr…mal weniger stark… Schade, immerhin hab ich noch zwei Tage Urlaub und ich würde gerne nach draußen gehen OHNE weggespült zu werden.

Ich hab den gesamten Tag daher drinnen verbracht und trotz ein paar Sporteinheiten am Boden und auf dem Trampolin fühlte es sich etwas unbefriedigend an…kaum ging es dann auf 20 Uhr zu, hab ich mich regenfest angezogen und bin die paar Kilometer bis zum Himmelsmoor gefahren…der Parkplatz war um diese Zeit fast leer….Sehr schön….zuerst prasselte noch der Regen …

…aber mit voranschreitender Dämmerung wurde es immer weniger und irgendwann war es trocken…zumindest von oben. Der weiche Moorboden war durchnässt und teilweise war es anstrengend zu laufen, ohne dabei weg zu rutschen…aber mir macht so etwas ja Spaß…Am Ende mussten auch meine guten Wanderstiefel vor der Nässe kapitulieren hahaha…

…das machte aber gar nichts, denn der Himmel zeigte sich nach und nach von seiner schönsten Sonnenuntergangs-Seite…was für eine schöne Atmosphäre: klare Luft, ein rotleuchtender Himmel, Abendstille, Vogelgezwitscher aus den Bäumen, ein Hase der über den Weg schoss….Rehe am Feldrand, Pferde und Kühe auf der Weide….das rascheln der Tiere im Wald …

Eine wunderbare Abendstimmung, die meine Wanderung langsam zu einer Nachtwanderung veränderte…hatte ich mich doch für die große Runde rund um das Himmelsmoor entschieden, was erst den tollen Ausblick auf diesen schönen Himmel ermöglichte und erst wieder auf dem letzten Drittel führte mich der Weg wieder durch das inzwischen im dunkeln liegende Moor zurück zu meinem Ausgangspunkt.

Die beginnende Nachtkühle über dem Moor-See lies eine leichte Dunstwolke aufsteigen…und sogar ein paar Gänse flogen noch im Tiefflug über meinen Kopf hinweg….Wunderbare surreale Welt.

Den dunklen Wegen folgend, blieb genügend Licht, um gerade noch sehen zu können, wo sich diese befanden…zur Not hatte ich die Taschenlampe im Rucksack…doch selbst auf dem letzten Kilometer mit einigen kleinen verschlungenen Pfaden nahm ich diese nicht zur Hilfe….immerhin kenne ich hier die Wege inzwischen gut genug…

Nur ein einzelner Mensch begegnete mir auf dem letzten Stück…und als er mich bemerkte, lies er einmal kurz seine Taschenlampe aufblitzen…damit ich nicht erschrecke…aber natürlich sind meine Sinne bei solchen Wanderungen immer wach…ich beobachte meine Umgebung sehr genau….achte auf Bewegungen (vor allem wegen freilaufender Hunde) und nehme Geräusche ja eh immer extrem deutlich wahr…so hatte ich die Gestalt schon eine ganze Weile vorher fast mehr geahnt, als gesehen …fand diese Geste mit der Taschenlampe aber sehr nett….ich hatte mich vorher extra halblaut geräuspert, um auf mich aufmerksam zu machen…

Es war ein Mann (ohne Hund) und als wir aneinander vorbeigingen, haben wir kurz gegrüßt…scheinbar noch jemand der Stille und Dunkelheit mag….

Ich war mehr als 2,5 Stunden unterwegs und bin fast 9,5 km gelaufen….es ging ja nicht um Schnelligkeit, was durch den Regen, mit dem weichen Moorboden und der aufsteigenden Dunkelheit auch gar nicht gut gewesen wäre….Vollkommen entspannt und hochzufrieden hab ich dann den Heimweg angetreten.

Zuhause hab ich meine durchnässten Sachen zum Trocknen aufgehängt, hab mir noch die letzte Scheibe Brot geangelt (Mist….hab noch keinen neuen Brotteig angesetzt) und bin danach wohlig ins Bett gefallen….

Apfelblüte im Alten Land

Während wir am Freitag bei 11Grad mit Scholle und Jasmin-Tee draußen saßen, stellte sich unweigerlich die Frage nach Pfingsten.

Die ambulante Augen-OP meiner Schwester ist Donnerstag, meine 1.Impfung für Corona ist am Freitag und dann kommt ja schon das Pfingst-Wochenende….Schwester wird 14 Tage nicht arbeiten dürfen (wenn alles gut läuft) und Schwager muss auch nicht arbeiten….und Beide würden gerne mal wieder ins Alte Land fahren.

Auf die Frage blühen die Bäume dort noch, wusste ich keine Antwort….nahm es aber an…..später hab ich im Internet gesehen, das es eine Webseite gibt die sich „Blütenbarometer“ nennt….und dort wird angezeigt das die Kirschblüte am Abblühen und die Apfelblüte in Vollblüte sein sollte….so als Prognose.

Aber wie es tatsächlich aktuell aussieht, wusste ich damit immer noch nicht….immerhin ist das Wetter aktuell sehr wechselhaft…Deshalb hab ich mich gestern am Nachmittag auf den Weg dorthin gemacht….Es gibt für mich nur 2 vernünftige Wege mit dem Auto dorthin zu kommen….einmal über die Fähre bei Glücksstadt / Wischhafen oder über die A7 durch den Hamburger Elbtunnel. Beide Wege dauern ca. 1 Stunde….und haben jeweils eine Engstelle, die es noch länger dauern lassen kann.

Am Fähranleger Glückstadt gibt es oft einen Rückstau, der die Fahrt verlängert und durch die vielen Baustellen auf der A7 kommt es vor dem Elbtunnel oft zu Stop-and-Go….ich hab mich trotzdem für diesen Weg entschieden….weiß ja inzwischen wie ich mich durch Hamburg durchfädeln muss, um erst kurz vor dem Elbtunnel auf die A7 zu kommen….so steckte ich nur kurz in dem zähfließendem Verkehr…. Das Wetter war mäßig bescheiden….immer wieder Regen und Sonnenschein in kurzem Wechsel…

Auch während der weiteren Fahrt über Finkenwerder und Cranz in Richtung Stade war das Wetter nicht einladend…und so konnte ich zwar sehen das die Bäume an vielen Stellen sehr viele weiße Blüten hatten…aber es wirkte auch etwas trostlos.

Für einen Großteil der noch 33km nachdem ich die Autobahn verlassen hatte, gilt Tempo 50. Entspannend finde ich das ehrlicherweise nicht….nicht bei warmen Wetter und Sonnenschein und auch nicht bei Regen. Ich fahre oft über Landstraßen, die Geschwindigkeits-Begrenzungen haben und es macht mir nur wenig aus, aber dieses strikte 50er Diktat lässt jedes Mal wenn ich hier bin, Unmut in mir hochsteigen….ich mag diese Strecke komischerweise nicht….auch der Blick auf die blühenden Obstbäume macht es nicht besser.

In Stade angekommen hab ich die Stadt nur kurz zu Fuß durchquert…mitten am Alten Hansehafen, wo noch viele Menschen draußen in Cafes und Restaurants saßen, stand ein Mann am Fenster eines alten Fachwerkhauses mit seiner Trompete und spielte ein paar Melodien…das hörte sich schön an…

Ich bin trotzdem gleich weiter zum Burggraben gelaufen…an diesem See entlang, gibt es schöne Wege…und kaum war ich dort angekommen, hatte es sich auch endlich ausgeregnet und so bin ich vom Burggraben (See) der Schwinge (Fluss) gefolgt, der auf sehr gemütlichen ruhigen Wegen aus der Stadt hinausführte….mit Blick auf das Schwingetal….und im großen Bogen wieder zurück.

Sehr versteckt am Rande der Stadt war dann noch diese alte Mühle:

Was ich auf meinen Ausflügen immer wieder feststelle…obwohl ich mich nur selten mit der Geschichte einer Stadt oder einer Umgebung auseinander setze, lerne ich immer wieder so nebenbei etwas dazu….und sei es auch nur, das ich jetzt weiß, das es den Fluss „Schwinge“ als Nebenfluss zur Elbe überhaupt gibt.

Geschichte und Geographie gehörten nie zu meinen Lieblingsfächern und auch heute noch gehe ich nur selten in Museen und meistens lese ich auch nicht im Vorfeld zuviel über meine Ausflugsziele.

Die Auswahl richtet sich i.d.R. nach folgenden Kriterien: Alte Stadtkerne gerne mit Fachwerk, Hansestädte besonders gerne, gerne mit großen Parks und wenn möglich mit viel Wasser und schönen schönen Wegen drumherum, Moore … gerne mittendurch, großflächige Wälder, in denen man nicht zu vielen Menschen begegnet…Gerne Küstengewässer mit Deich, Fleth und urigen Landschaften….Naturschutzgebiete….usw….

Ich bin also gar nicht der übliche Stadttourist, der sich von Kirche, über Stadtmuseen zum Rathaus vorarbeitet und sich permanent mit Jahreszahlen, wer wan wo wie geboren wurde oder gelebt hat, beschäftigt. Ich möchte einfach schöne Orte sehen und mich dabei wohl fühlen…und wenn ich nebenbei noch etwas lerne, ist das genug.

Bodennebel in den Sanddünen

Der Samstag war abwechslungsreich…aber ohne großartige Höhen oder Tiefen.

Ein bisschen Erholung vom turbulenten Ausflug am Freitag, einen Teil der Wohnung geputzt, Schnitzel geschnitten, geklopft, paniert und gebraten…dazu eine Pfanne voll Gemüse.

Es wurde am Mittag tatsächlich sonnig und gleich darauf schwülwarm…..so hab ich noch eine Weile auf dem Balkon gesessen, bis der Regen mich ins Haus spülte….hahaha also bis ich vor dem Regen geflüchtet bin.

Am Nachmittag hab ich mich auf den Fußboden vor meine Musikanlage gesetzt und die Kisten mit den Musik-CDs durchgeschaut. Scheinbar hab ich vor dem Umzug einfach alles nur eingepackt….meine ursprüngliche Sortierung war komplett durcheinander….also hab ich die teils losen CDs wieder in die Hüllen sortiert und die verschiedenen Aufbewahrungskistchen neu sortiert….und natürlich auch die eine oder andere CD gleich mal angehört…..

Später hab ich dann wieder auf der Couch gesessen und etwas gelesen, ….und erst um 20 Uhr hab ich mich losgerissen und bin in die Holmer Sandberge gefahren….durch den Regen war der Boden aufgeweicht, also wunderbar zum laufen…..

Am Abend ist hier fast niemand mehr unterwegs…so kann ich diese herrlich ungewöhnlich anmutende Dünenlandschaft mit Heidekraut, Trockengras und Kiefern mit der hereinbrechenden Abendstille so wunderbar aufsaugen.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz, es war schon fast 21.30 Uhr, kam ich am See vorbei und hab kurz Pause gemacht. Da konnte man ganz so ganz leicht den Abendnebel über das Wasser ziehen sehen…aber es war nur ganz leicht …..eine kurze Weile später sah man den Bodennebel dann so richtig über der danebenliegenden Weide schweben:

Und wieder knappe 7km gelaufen…Den Rest des Abends hab ich vor dem Fernseher verbracht und bin dann auch erst sehr spät ins Bett gegangen….und ich habe wunderbar durch geschlafen.