Warum so kompliziert?

Wir leben in Deutschland in einem normalerweise recht gut organisiertem Land….ja, darüber gibt es natürlich unterschiedliche Ansichten…vor allem was bedeutet gut organisiert.

Oft werden wir über reglementiert und bürokratisch sind wir auch oft…

ABER, wenn es doch unkomplizierte, wirklich einfach händelbare Verfahren gibt, warum werden die dann nicht auch überall als solche erkannt und angewendet.

Hier mein Beispiel von gestern:

  1. Corona-Test in Pinneberg in wenigen Schritten und noch weniger Minuten: Ich fahre mit dem Auto zum Testzentrum rund um einen großen Supermarkt: Die Einfahrt ist unverkennbar – sehr gut ausgeschildert: das Auto fährt durch die Einfahrt bis zum großen Schild mit dem QR-Code. Der wird fotografiert und schwuuups erscheint im Display ein Anmeldeformular: das füllt man mit seinen persönlichen Daten und drückt den Button senden…es erscheint im Diasplay ein weiterer QR-Code. Man fährt bis zum Test-Zelt vor, wird mit dem Auto heran gewunken. Ein freundlicher Mensch in Ganzkörperschutzanzug scannt mit seinem Handy den QR-Code Deines Handys und blickt auf den dargebotenen Personalausweise….und dann kommt auch schon das Wattestäbchen zum Einsatz….der freundliche Mitarbeiter sagt noch ein paar nette Worte und verabschiedet sich…und man kann wieder fahren…. i.d.R. bekommt man nach 15 Minuten das Ergebnis an seine E-Mail-Adresse geschickt.

2. Corona-Test in Husum: Vor dem Testzentrum stehen unkontrolliert und vollkommen durcheinander viele Menschen. Manche mit Termin, manche ohne….es gibt keine Einlass-Einfädelung die das ganze strukturieren würde. Um in das Testzentrum zu kommen, muss man sich jedoch vorher mit dem Handy registrieren…dafür gibt es an den Wänden eine Anleitung mit viel Text, daneben einen QR-Code. Da auch ich mich inzwischen an QR-Codes gewöhnt habe, fotografiere ich den QR-Code…wie viele andere auch, OHNE vorher alles zu lesen (weil, ist ja viel Text).

Dumm nur, das der QR-Code eben Nicht für die Registrierung gedacht ist….dafür muss man eine Internetadresse in den Browser seines Handys tippen….bei mir funktioniert die Adresse nicht… eine beneidenswerte entspannte junge Frau vom Testzentrum, versucht allen zu helfen und meint, mit meinem Browser gäbe es öfter Schwierigkeiten…sie schafft es aber trotzdem. Es öffnet sich nach langer Zeit endlich die Webseite…man muss sich durch mehrere Seiten klicken, seine Mail-Adresse eingeben und dann absenden…danach warten bis man eine E-Mail bekommt. die E-Mail öffnen (man steht der weil in einer Traube von Menschen, die alle versuchen das Gleiche zu tun und gibt schon gut Hinweise: nein…nicht den QR-Code scannen…die Internetadresse nutzen…usw) während man selber darauf wartet, das sich die E-Mail endlich komplett öffnet, um mit einem Klick wenigstens schon mal seine Mail-Adresse bestätigen zu können…dann erst landet man auf der Anmeldeseite um seine persönlichen Daten komplett eingeben zu können und schickt diese ab….und wieder warten, bis irgendwann dann mal bestätigt wird, das die Daten gerade angekommen und ich soll einen Termin vorbestellen…ich will aber nicht irgendwann einen Termin, sondern jetzt (dann höre ich nur…das kann ich überspringen) AHA….okay, also nach ellenlangem scrollen kommt ganz unten der Button „Weiter“ und noch einmal warten, bis der QR-Code erscheint…den soll man nun in die Zwischenablage kopieren (ähmmm…WIE kopiere den in die Zwischenablage und wozu das Ganze)…ein etwa 11jähriges Kinde hat es mir gezeigt, wie das bei meinem Handy funktioniert (JETZT fühle ich mich richtig schlecht) …..und dann darf ich endlich das Testzentrum betreten: Die freundliche Dame vom Anfang sagt, suchen sich sich aus: Kabine A-D….alle auf rot, aber ich soll dahin…während alle anderen sich vor den Kabinen E-G knäulen….

Ich stehe also als Einziges vor den Kabinen, die Lichter an den Kabinen leuchten rot und es steht dort : NUR für Personen mit Termin. Ich fühle mich überfordert und fehl am Platze….ich luke in eine der Kabinen und werde belehrt, das ich bei Rot draußen zu warten habe…3 Minuten später werde ich aufgefordert trotz des Roten Lichts um die Kabine herum zu gehen….ja aber…ist doch noch rot…egal – kommen Sie…..dann den QR-Code und Ausweis vorzeigen, jetzt kommt das Wattestäbchen und dann muss man an allen Kabinen mit den Leuten davor vorbei laufen, um auf der Rückseite des Gebäudes wieder auf einer Straße zu landen…meine Schwester steht aber auf der Frontseite, also muss ich nun um den kompletten Häuserblock herum laufen…Fertig…sooo und jetzt noch einmal warten so ca 20-30 Minuten, bis das Ergebnis per Mail geschickt wird…..

Das ganze hat fast 30 Minuten gedauert (ohne die Wartezeit für das Ergebnis) und es war echter Stress für mich.

Abtauchen – in Husum

Freitag und ich hab Urlaub….und weil es der Brückentag zwischen „Christi-Himmelfahrt“ und dem Wochenende ist, war es nicht nur MEIN Urlaubstag….aber deshalb war er nicht weniger schön….nur voller.

Vor der Fahrt nach Husum, für das Treffen mit meiner Schwester, bin ich zum Corona-Test gefahren….und es lief auch alles, wie sonst auch: mit dem Auto vorfahren…einchecken, testen, wegfahren…..nur das sehr viele andere Menschen das auch wollten…und das war wohl auch das Problem….also der Test lief gut und schnell….das Blöde war nur, das ich auch stundenspäter immer noch nicht mein Ergebnis hatte….

Egal, das kommt schon noch…und bin dann in Richtung Husum losgefahren….die Fahrzeit lag bei fast 1,5 Stunden mit einer kurzen Pause….verabredet hatten wir uns am Wasserturm, dort gab es aber nur noch einen freien Parkplatz, also musste ich erst einmal suchen….und es war klar, also wenn ich dort stehen bleibe, fülle ich bestimmt die Kassen der Stadt…war doch die Parkdauer auf 2 Stunden begrenzt. Aber ich hatte keine Lust jetzt noch länger herum zu suchen.

Husum, auch bekannt durch Theodor Storm als „Die Graue Stadt am Meer“…..

Was eine bestimmt passende Beschreibung ist für einem trostlosen Februar Morgen….aber weniger an einem Brückentag im Mai…auch wenn zugegebenermaßen das Wetter schon eher grau und ungemütlich war….und am Hafen zog der Wind auch unangenehm.

Wir starteten jedoch vom Wasserturm erst einmal durch den wunderschönen Schlosspark….das Krokusblütenfest 2021 ist zwar ausgefallen, aber auch ohne das lila-wogende Meer an Krokusblüten (das übrigens das Größte in Nordeuropa sein soll lt. NDR) ist der Schloßpark zwar relativ überschaubar, aber sehr gemütlich und dicht bewachsen:

Danach ging es dann durch verspielte kleine Gassen mit schön hergerichteten Häusern und Vorgärten in die Altstadt.

Jaa, es war wirklich voll, die Geschäfte hatten geöffnet, auch in Cafes und Restaurants konnte man DRAUSSEN sitzen, Essen und Trinken. In einem kleinen gemütlichen Cafe haben wir unseren Tag mit Erdbeerkuchen und Kaffee/Heißer Schokolade gestartet.

Abstand halten war in der Stadt nicht wirklich möglich, aber trotzdem fand ich es nicht unangenehm….der Inzidenzwert liegt UNTER 30…in vielen Geschäften gab es zur Kontakt-Nachverfolgung die Lucca-APP, die Beschränkung des Einlasses war durch Taschen-Korb-Schlüssel-oder Schuhlöffel-Mitnahme am Eingang gesichert, ohne die man ein Geschäft nicht betreten durfte und die Verkäufer haben das gut gemanagt und auch darauf geachtet , das sich nichts knäult, da gab es dann schon mal eine Ansage…Desinfektions-Spender gab es überall…mit der Technik der Spender hatten wir an manchen Stellen trotzdem unsere Probleme hahaha….so unterschiedlich funktionieren die und mache waren wahrscheinlich auch bereits ausgenudelt.

UND trotz Masken, überall fröhliche und aufgeschlossene Menschen….vor allem in vielen kleine Geschäften sind wir mit den Menschen in teils längere Unterhaltungen gekommen…..und das sag noch einer etwas über stoffelige mundfaule Norddeutsche.

Es liegt ja auch immer an einem selber, denn ich fand das heute alles zwar voll, aber nicht übervoll … auch die Maskenpflicht war zwar lästig….aber ich hab keine Nicht-Maskenträger gesehen und genörgelt hab ich nur selber einmal leise, weil es in einem Laden so stickig war, ich eine Hitzewallung bekam und irgendwie das Gefühl hatte keine Luft mehr unter dem Ding zu bekommen….aber nach 1 Minute war alles wieder okay.

Ich fand es auch nicht hektisch oder stressig ..na gut….also…bis auf die Sache mit dem Test….Mein Ergebnis vom Morgen, ist einfach nicht per Mail angekommen…und meine Schwester wollte gerne in das Restaurant eines großen Kaufhauses…weil es Innen liegt und von daher wärmer wäre….aber die wollten einen negativen Corona-Test haben…meiner lag ja aber nicht vor…

Also zum Testzentrum um die Ecke…kein Problem….DACHTE ich zumindest…kannte ich doch bisher nur unkomplizierte Verfahren (von der Odyssee erzähle ich später noch)

Nach dem Test sind wir dann erst einmal weiter geschlendert und inzwischen wollten wir dann doch lieber am Hafen Fisch essen und dort brauchte man keinen Test (grummel….grummel – und wozu hab ich dann noch einmal einen Test gemacht).

Dort wo wir sitzen wollten, war jedoch alles besetzt und dort wo es nicht besetzt war, gab es nichts zu essen, sondern nur Getränke….also nahmen wir das italienische Restaurant – auch direkt am Hafen. Die hatten ein Zeltdach über den Tischen, die 4er Tische waren mit Plexiglas voneinander getrennt, es gab sogar Decken (von denen man uns im Cafe noch gesagt hatte, die seien unhygienisch und daher dürften sie keine anbieten), es gab auch einiges an Fisch….UND es wurde gerade ein Tisch frei.

Regnerisch, 11 Grad, leichter Wind….und wir saßen Draußen, gehüllt in Fleecejacke, Regenjacke, Schal und mit Fleecedecken um die Beine und tranken Kirschschorle, heißem (Jasmin-)Tee und Prosecco und dazu gab es die klassische Scholle mit Krabben und Bratkartoffeln….und weil es doch ein italienisches Restaurant ist, wolle ich noch Bruschetta als Vorspeise.

und die Scholle war soooo lecker….die Bratkartoffeln waren jetzt nicht so knusprig, aber dafür richtig gut.

Nach dem Essen sind wir dann weiter durch die Geschäfte gezogen….erst einmal aufwärmen….und ein paar schöne Sachen haben wir auch gekauft.

Es ging heute nicht um Sight-Seeing, nicht um das Erkunden einer Stadt, es ging nicht um sportliche Bewegung…es ging einzig darum sich einen schönen Tag in der Stadt zu machen und mal wieder relativ unbeschwert zu „schladacken“: Bummeln, shoppen, unterhalten, schöne Dinge anschauen….und dabei mal aus dem Alltag abtauchen.

Und als wir am Abend wieder bei den Autos waren, lagen 18.000 Schritte und mehr als 10km hinter uns…hahaha. Also shoppen ist doch auch Sport….aber ich war auch froh als ich später wieder zuhause war….ich war platt

Wohldorfer Wald im Regen

Heute ist Donnerstag…und Feiertag.

Obwohl ich erst sehr spät ins Bett gegangen bin, war ich schon wieder früh munter….und nach allen Vorbereitungen und einem kleinen Frühstück zuhause, saß ich bereits um 7.30 Uhr im Auto.

Lt. Wetterbericht lag die Regenwahrscheinlichkeit für den Vormittag bei 40%, am Nachmittag bei 80%…..Ich bin mal wieder über Norderstedt in den Wohldorfer Wald gefahren…Da war ich seit Ende des Herbstes im letzten Jahr nicht mehr….aber jetzt kann ich ja gar nicht genug bekommen vom Wald und all dem Grün.

Es ist ja nicht nur diese schöne kräftige Farbe, sondern auch das die Blätter den Wald wieder umschließen und alles dichter und undurchdringlicher wirkt…also gemütlicher.

An so einem relativ frühen Feiertagsmorgen waren auch nur ein paar Jogger und Hundebesitzer unterwegs….es war wunderschön still….und schon kurz nach meinem Start, fing der Regen an und hörte auch nicht mehr auf.

Es war windstill und konnte ich am Anfang den Regen nur hören, wie er auf die Blätter fiel….und erst nach einer Weile drang dieser dann auch bis zu mir durch. Gut das ich die Regenjacke mit genommen hatte.

Es war ein Wohltat mal wieder kreuz und quer durch den Wald zu laufen…und so manchen Ort könnte man glattweg als Lieblingsplatz definieren….wie diese Bank an einem kleinen Bachlauf mitten im Wald.

Meine Pause hab ich aber dann doch lieber unser einem dichteren Blätterdach gemacht….auf einem riesigen umgestürzten Baumstamm, etwas abseits des Weges…..mit dem Thermositzkissen und noch heißem Kaffee war es eine schöne Pause….

Mit etwas mehr als 10 km bin ich sehr zufrieden mit meinem Ausflug an diesem Morgen….der Wald, die Ruhe, die Farbe der Blätter, das Vogelgezwitscher, der leichte Regen, der weiche (manchmal matschige) Untergrund, das Alles bei windstillen 12Grad…ja so mag ich das.

Termine über Termine

Heute kam als Erstes die Termin-Bestätigung für die Augen-OP meiner Schwester in der kommenden Woche.

Dann mussten wir unsere Verabredung für diesen Freitag leicht modifizieren, weil sie am Morgen erst noch einen zusätzlichen Termin bei ihrem Arzt hat….wir treffen uns also erst gegen Mittag.

Und heute Abend hab ICH dann einen Anruf aus der Praxis meines Hausarztes bekommen…mir wurde, wie es so schön heißt, ein Impfangebot gemacht…..mit Astrazeneca.

Die nette Arzthelferin am Telefon meinte, wenn ich Astrazeneca nicht möchte, wäre das auch kein Problem. Dann müsste ich nur noch etwas warten.

Ich hab nur einen kurzen Moment gezögert…aber schon im nächsten Moment den Termin angenommen….Ende nächster Woche…ohhh prima, das ging jetzt ja doch insgesamt schneller als ich es vermutet hatte. Immerhin stehe ich weniger als 3 Wochen auf der Warteliste.

Interessant ist auch, das ich auch gleich den Termin für die 2.Impfung bekommen habe. Irgendwie hatte ich gedacht, das der erst später vergeben wird…aber so macht es viel ja auch viel mehr Sinn und es gibt keine Unsicherheiten ob, wann und wie es nach der 1.Impfung weiter geht.

ungeplante Bettflucht

Guten Schlaf zu bekommen, ist für mich sehr wichtig….das war früher ein ständiges Streitthema….ich hab immer viel zu wenig bekommen und wurde jede Nacht mehrfach im Schlaf gestört und so bin ich dann immer geflüchtet…mal ins Wohnzimmer und dann immer mehr in meine eigene Wohnung.

Das ist inzwischen kein Thema mehr, seitdem ich wieder Single bin….und ich kann tatsächlich wesentlich besser schlafen… also meistens….

Nicht so letzte Nacht, da wurde doch tatsächlich meine nächtliche Erholung torpediert.

Um 0:30 Uhr wurde ich NICHT vom Prasseln des Regens auf mein Dachfenster geweckt…obwohl das schon laut war….nein…die1.Mücke des Jahres hatte sich durch das offene Fenster vor dem Regen geflüchtet und hat mich gleich 2x in den Arm gestochen, bevor ich das unverkennbare Sirren in der Nähe meines Ohres wahrnahm….und schon war ich alarmiert…

….ooochh neeeee, will doch schlafen…aber es half natürlich nicht, einfach nur mit der Hand das Viech weg zu wedeln….sirrrrrrrrr….machte es….sirrrrrrrr…..und dann noch das blöde Jucken auf dem Unterarm.

Mir blieben genau 2 Alternativen: Entweder ich mache das Licht an und jage dieses Stech-Getier bis ich es erlegt habe (aber bis dahin werde ich komplett putzmunter sein) oder ich schnappe meine Decke und leg mich auf die Couch im Wohnzimmer…und zwar sofort…dann hab ich gute Chancen schnell wieder einzuschlafen.

Ich hab mich für die Couch entschieden…so den Rest der Nacht hatte ich Ruhe…und hoffe das ich in der kommenden Nacht mein Schlafzimmer wieder für mich alleine habe….

Satt in Grün

Das erst nasse und dann sonnig-warme Wetter der letzten Tage hat die Natur explodieren lassen…also zumindest farblich:

Alles satt in grün….hell-kräftiges lind-grün…heute im Altonaer-Volkspark. Gleich nach Feierabend hab ich, auf dem Weg nach Hause, dort angehalten und konnte mich nicht satt-sehen an dieser leuchtenden Farbe.

Es ist, neben dem bunten Herbstlaub, so ziemlich die beeindruckendste Zeit in Wäldern und Parks…und so bin ich heute nur durch den Park geschlendert und hab die Natur auf mich wirken lassen. Diese Farbe ist eine Wohltat für die Augen.

Der Tag plätscherte heute sowieso schon ganz entspannt vor sich hin…keine Hektik, alles locker und leicht abzuarbeiten….Mittags haben wir uns zu Dritt, einer nach dem Anderen, draußen auf der Dachterrasse zum Plaudern eingefunden. Viel mehr waren heute nicht im Büro…nur der GF war zwischendurch mal da, aber bisher hat er sich bei allen Pausen von uns fern gehalten.

Als ich kurz vor Feierabend mal wieder keine Verbindung mehr zu den Servern bekam, hab ich noch mit dem Controller ein Videotelefonat geführt….ab Morgen hat er ein paar Tage Urlaub und als Besitzer einer Ferienwohnung auf einer der Nordsee-Inseln, ist er mit seiner Frau schon seit dem Wochenende dort. Homeoffice auf der Insel…jaaa, auch nicht schlecht….es gibt schlechtere Orte…..und so können Beide die Zeit Vorort viel besser nutzen.

Ich hab dann ab Donnerstag insgesamt 6 Tage frei…also incl. Feiertag und Wochenende…..das sind dann meine letzten Urlaubstage aus dem vergangenen Jahr…und dann bleiben mir immer noch 30 Urlaubstage für das Laufende…..sehr schön.

Und da helles Grün heute scheinbar meine Farbe des Tages ist, gab es zum Abendessen selbst gedöppte Erbsen und Erbenschoten blanchiert und dann mit gebratenen Spitzkohl und Hack, dazu geröstete Kartoffeln.

Mit einem zusätzlichen kleinen Spaziergang nach dem Abendessen und kurz vor Sonnenuntergang waren es heute auch wieder etwas mehr als 5km die ich gelaufen bin…

Wieder auf dem Rad…..

Es ist bereits Mai und bisher hatte ich bei dem unsteten Wetter kein gesteigertes Verlangen, mein Fahrrad aus dem Winterschlaf zu holen. Bei wechselhaften oder schlechtem Wetter ist mir das Walken/ Wandern lieber.

Aber heute nun, hab ich den Garten meiner Vermieterin betreten und aus dem klapprigen Schuppen mein Rad nach vorne geholt…dann erst einmal mit Lappen und einem Rad-Reiniger Staub und Dreck vom letzten Jahr entfernt und die Luft in den Reifen kontrolliert…es fehlte nur ein kleines bisschen.

Und dann hab ich bei Sonnenschein und 24 Grad die erste Runde in diesem Jahr gedreht. Es fühlte sich toll an…mein Hintern hatte keine Anpassungsschwierigkeiten und so bin ich rund 19km gefahren, ohne Einspruch meiner Kehrseite. Scheinbar haben die regelmäßigen Ausritte auf dem Drahtesel im letzten Jahr, sich positiv ausgewirkt.

Natürlich täuscht das sonnige Wetter ein wenig über den tatsächlichen Fahrtwind beim Radeln….und so bin ich die meiste Zeit gegen den Wind gefahren….und da hab ich es schon gemerkt….trotz des vielen Laufens und der Beinübungen mit Gewichten, fehlte mir die lockere Kraft gut trainierter Beinmuskulatur und die lässig lockere Atmung wohltrainierter Ausdauer….grummel….grumm…

Mit anderen Worten: ich brauchte mehr Kraft und am Ende fühlte ich mich ein wenig aus der Puste. Es wird also jetzt echt Zeit, das schnellstmöglich wieder herzustellen.

Um das zügig zu erreichen, werde ich also wieder häufiger kleine Fahrten machen….dafür brauche ich das Rad aber jederzeit fahrbereit, quasi vor der Nase…..also hab ich das Rad nicht wieder in den Schuppen gestellt (wie vorgeschrieben) sondern genauso abgestellt, wie im letzten Jahr, an der Seite des Hauses. Eigentlich sollte es dort niemanden stören…es ist quasi unsichtbar, verstellt nichts, beschädigt weder Haus, noch Rasen, es sind keine Fenster an der Seite …..und warte darauf, ob es in diesem Jahr auch zu Problemen mit meiner Vermietern führen wird. Wenn nicht – würde ich mich sehr freuen und könnte mich auch längerfristig mit allen anderen Regeln gut arrangieren.

Also drücke ich Uns (mir und ihr) die Daumen, das wir den Burgfrieden so aufrecht erhalten können….ich bin immer für friedliche Co-Existenz.

Schön war die Tour durch den nahen Forst :

Wie vermessen …

Menschen verändern sich in ihren Einstellungen …und nicht immer ist die Veränderung zum Guten.

Ich hab gerade lange mit einem befreundeten Ex-Kollegen telefoniert….er ist Mitte 50, seit Jahren geschieden, 3 inzwischen erwachsene Kinder, in einer gehobenen Position. Gut situiert….hält sich fit, unternimmt viel (also vor Corona) und hat einen guten Schlag bei Frauen (also, auch vor Corona)….er hat sich noch nie überarbeitet und verdient viel Geld damit.

Zu meinem Geburtstag hatte er sich gemeldet und sich für sein längeres Schweigen entschuldigt er würde seit einiger Zeit emotional etwas durchhängen.

Heute haben wir telefoniert und ich bin negativ überrascht….nein, sein Gemütszustand hat sich inzwischen wieder normalisiert….seine Ansichten jedoch nicht. Die Aussagen die ich da gehört habe, kommen größtenteils aus der Querdenker-Szene.

Interessant wie ein eigentlich gelassener, liberaler, gut verdienender Mann der gehobenen Mittelschicht, der nur kleinste Einschränkungen während der Pandemie hinnehmen musste (kein Fitness-Studio / kein Parties) sich als Opfer der Pandemie sieht, in dem jeder Andere bevorzugt wird. Neidisch auf jeden, der vor ihm geimpft wird, den er für nicht berechtigt hält.

Wie vermessen dieser Egoismus, diese unbegründete Opferhaltung, dieses „MIR wird etwas weggenommen“…so komplett ohne Empathie für Andere.

Zuerst hab ich dagegen geredet, hab versucht seine doch komfortable Lage ins rechte Licht zu rücken….aber dann hat es mich einfach nur sprachlos gemacht und ich hatte ein ungutes Gefühl.

Ich werde die Verbindung zwar nicht kappen, aber so schnell werde ich keinen Vorschlag mehr machen, mal wieder zu telefonieren….

Ich benötige jetzt doch bald ein Upgrade meiner Sozialkontakte…..und zwar hier Vorort. Ich bin schon dabei mich innerlich für meinen PlanB zu rüsten….das, was ich bisher als Notfallplan bezeichnet habe. So langsam wird es Zeit mich einem Verein oder einer Vereinigung anzuschließen, um neue Kontakte zu knüpfen.

Wie immer bei mir, wird es noch eine Weile dauern bis ich mich tatsächlich überwinde, das dauert länger als sich mal eben für einen Fallschirmsprung anzumelden hahaha, das Risiko für mich ist größer…denn ich muss auf Menschen zugehen…aber ich habe schon angefangen mich über das eine oder andere im Netz zu informieren…

Muttertag ? Schwesterntag !

Es gibt besondere Feiertage, die gehen an einem Teil der Bevölkerung vorbei…z.B. Muttertag und Vatertag.

Wenn man nicht selber Mutter oder Vater ist und auch die Eltern nicht mehr leben oder nicht zum eigenen Leben dazu gehören, dann haben solche Tage keine so starke Bedeutung mehr.

Als unser Vater noch lebte, haben wir ihm zum Muttertag gratuliert, immerhin hat er – trotz aller Widrigkeiten – für viele Jahre auch die Mutterrolle übernommen…auch wenn das Ergebnis seiner Bemühungen für uns nicht immer positiv war.

Seitdem unser Vater tot ist, hat meine Schwester stattdessen an Muttertag den Schwesterntag ausgerufen und so hab ich heute Morgen um 4:46 Uhr bereits einen lieben Gruß erhalten…..und diesen erwidert. Allerdings erst SPÄTER – immerhin ist Sonntag und ich hab länger geschlafen. Gut das ich mein Handy in der Nacht auf „nicht stören“ eingestellt habe….ich also kein akustisches Signal erhalten habe…das ist sehr praktisch, wenn man einen so leichten Schlaf hat wie ich.

Den Schwestern-Tag gibt es, weil wir uns damals in den gerade beginnenden Jugendjahren gegenseitig Halt gegeben haben, soweit es uns überhaupt möglich war.

Das unsere Mutter noch irgendwo lebt, wissen wir eigentlich nur, weil wir bisher noch keine anderweitige Information von einem Nachlassgericht erhalten haben. 40 Jahre ohne Mutter….da ist mir dieser Feiertag eher egal. Da steckt keine Verbitterung in dem Satz…sondern es ist eine schlichte Aussage.

Für nächste Woche, also nach der Blumen-Kaskade für dieses Wochenende, hab ich für nächste Woche jetzt 2 Blumensträuße für 2 liebe Menschen vorbestellt…..so als kleines Dankeschön für`s immer DA sein.

Und nächsten Freitag, am Brückentrag, bin ich mit meiner Schwester verabredet, wir werden uns irgendwo an der Nordsee treffen…ein Tagesausflug zu Zweit…

Sauerteigbrot mit Weizenmehl

Das Weizenmehl-Sauerteigbrot ist super gelungen.

Dazu habe ich einen (fertig gekauften) Roggen-Sauerteigansatz genommen und mit 550er Weizenmehl verarbeitet…es ist immer noch ein helles Brot, aber mit etwas kräftigerem Geschmack:

Die meisten Brote die ich backe, mache ich ja freihändig…also ohne Backform. Dieses hab ich mal wieder im gusseisernen runden Bräter gebacken, dadurch ist die Form sehr schön geworden…aber es kommt ja vor allem auf Konsistenz und Geschmack an….ich bin sehr zufrieden damit…es schmeckt lecker und ist schön saftig und der Duft erst….hmmm

Wieder ein Brot wozu ich einfach nur etwas Butter brauche…

Vor kurzem erst hab ich einen praktischen Tipp für das Backen im Bräter gelesen: Damit das Brot nicht anbackt, einfach ein Bogen Backpapier nassmachen und zusammenknüllen….danach wieder auseinanderziehen und damit den Bräter auslegen. Das nasse geknüllte Backpapier lässt sich so ganz leicht an jede Backform anpassen…hat toll funktioniert.

Ich bin ja ein Bekenner von Produkten aus Weizenmehl und finde den Trend „Glutenfrei“ eher befremdlich. Außer natürlich für das 1% der deutschen Bevölkerung, die an Zöliakie leiden…also der tatsächlichen Gluten-Unverträglichkeit – die haben mein volles Mitgefühl, weil ihre Essensvielfalt ist schon sehr stark eingeschränkt.

Glaube ich doch inzwischen, das viele Probleme die durch den Verzehr von Weizenmehl-Produkten entstehen, eben nicht durch das Gluten selber, sondern durch andere Faktoren beeinflusst werden:

Die industrielle Produktion von Brot, die sich nicht mehr die Zeit nimmt Brotteige selber herzustellen, die dem Teig nicht mehr ausreichend Zeit gibt, damit er bekömmlicher wird, die Zusatzstoffe verwendet, die das Brot haltbarer und schmackhafter machen sollen oder um den Teig geschmeidiger und industriell besser verarbeiten zu können. Die Zutaten verwendet die nicht hochwertig sind und die Malz oder Zuckercoeleur verwendet um Verbraucher über die Art des Brotes zu täuschen.

Es gibt kein Reinheitsgebot für Brot….und jeder kann natürlich das Brot essen, das er möchte…egal ob Weizen-,Roggen-, Dinkel-, Glutenfei-, Lowcarb-. Eiweiß-…oder Sonstwie – Brot….aber für mich gehört in ein gutes Grundbrot nur Mehl, Salz, Hefe-/Sauerteigansatz und Wasser …und dann eine Menge Zeit um den Teig ruhen zu lassen.

Funfakt am Rande: Dinkelmehl wird ja immer beliebter, im gleichen Maße wie Gluten von Vielen an den Pranger gestellt wird….dabei hat Dinkelmehl sogar einen höheren Glutenanteil als Weizenmehl….