Kundendienst-Bürokratie

Hatte ich bisher immer geglaubt, das Bürokratie ein vorherrschendes System des Staates ist, Bürgern das Leben oft schwieriger zu machen, als nötig, weil sie aufgrund von Gesetzen und Verordnungen dazu gezwungen sind, sich langsam und kompliziert zu verhalten..

Nun erlebe ich aber zum wiederholten Male, das große Firmen, die NICHT-staatlich sind, das mit der Bürokratie oft noch doller treiben.

Als Beispiel bietet sich bei mir, aus gegebenem Anlass, wieder einmal der Bauknecht-Kundendienst an, bei dem auch die Marken Indesit und Whirlpool vertreten sind…und bei meinem Indesit-Herd hatte ich in der alten Wohnung genau den gleichen komplizierten Service.

Ich habe nach langem Hin-und her vor 2 Monaten, endlich einen Reparatur-Termin meines Induktions-Kochfeldes für den Bauknecht-Herd für kommenden Montag bekommen und auch brav in meinen privaten Kalender eingetragen, nur um in dieser Woche festzustellen, das ich kommenden Montag und Dienstag auf Dienstreise sein werde.

Hab also zum Telefonhörer gegriffen….bei guter Planung sollte eine Firma 1-2 Tage im Voraus einen Arbeitsplan vorliegen haben, der aussagen sollte wann der Besuch des Monteurs nun stattfindet: also MORGENS oder Nachmittags.

Bis ich jedoch meine Frage stellen konnte, hat es gedauert…nein es war kein Automat, ich hatte sogar ziemlich schnell einen Menschen am Hörer, der sich jedoch wie ein Automat verhielt.

Hotleine: Nennen Die die ersten 3Buchstaben Ihres Nachnamens

Ich: Ich kann Ihnen auch die Auftragsnummer nennen

Hotline: NEIN – nennen Sie die ersten 3 Buchstaben Ihres Nachnamens

Ich antworte und danach fragt die Damen ALLE Einzelheiten nacheinander ab….ALLES – bis auf die Auftragsnummer, denn sie hat den Auftrag bereits vor sich am Bildschirm:

Vornamen, Nachnamen, Adresse, Telefon-Nummer (hören Sie ich will doch nur eine Auskunft zum Reparatur-Termin), E-Mail-Adresse, Welches Gerät, wie das Ersatzteil heißt und welche Nummer das Ersatzteil hat, ob ich eine Zusatzversicherung habe (BITTE, ich hab doch bloß eine Frage)….

Aussage der Dame von der Hotline: Sie ist verpflichtet vorher alle Daten abzufragen.

Nach gefühlten Minuten dann endlich die Frage: um was geht es jetzt….ich möchte nur wissen ob der Monteur Vormittags oder Nachmittags kommen wird.

Antwort der Hotline: Der Termin geht von 8-17 Uhr – eine Eingrenzung ist nicht möglich.

Nach einer kurzen Äußerung meinerseits, das so eine Art doch echt veraltet ist und das man dabei auch nicht wirklich von Service reden kann, gebe ich frustriert auf und möchte den Termin verlegen.

Und dann der Knaller. Also wenn es Montag nicht bei mir geht, dann wäre Dienstag noch ein Termin frei. Tut mir leid Montag und Dienstag bin ich auf Dienstreise…ab Mittwoch ging es wieder.

Nächster dann freier Termin wäre der 20. JUNI….also noch einmal einen weiteren Monat warten. ich sage entnervt zu…ist jetzt ja auch schon egal.

Den Termin hab ich jetzt in Firmen- und Privatkalander vermerkt und ich wäre schon längst losgezogen und hätte das gesamte Induktionskochfeld komplett neu gekauft, wenn es das denn noch geben würde.

Meine Schwester hat ihres in der letzten Woche ebenfalls zerstört, die haben sich innerhalb von 2 Tagen ein neues gekauft, das am 3. Tag eingebaut wurde. Erledigt. Bei ihr war es jedoch so schlimm, das sie es gar nicht mehr benutzen konnte, während ich noch mit 2 Herdplatten arbeiten kann.

Abend-Spaziergänge

Abend-Spaziergänge

Meine Spaziergänge in dieser Woche waren jedes Mal nicht länger als 30-40 Minuten, bin immer noch kurzatmig, habe Husten und mache schnell schlapp. Also noch keine Walking-Runden – kein Sport.

Aber die Sonnenuntergänge der letzten 2 Tage versöhnen mich dann wieder mit der für mich ungewohnten Situation, auch nach 2 Wochen immer noch nicht wieder richtig fit zu sein.

Vor 2 Tagen war ich im Himmelmoor fast vor meiner „Haustür“…die Anfahrt dauerte ja nur ca. 4 Minuten….es war bereits nach 20 Uhr….die Luft war klar und es ging nur ein leichter Wind…es war geradezu himmlisch hier ganz ruhig und langsam entlang zu gehen:

Gestern Abend bin ich direkt vor meiner Haustür gestartet, da war es schon kurz nach 21 Uhr…und der Blick über die Felder und dem direkten Sonnenuntergang war super schön:

Nach so schönen Spaziergängen konnte ich danach prima Schlafen und die Arbeitstage im Homeoffice tragen auch dazu bei, das es mir besser geht…..trotz Husten usw.

Das ist ein guter Start in das Wochenende.

Lila im Regen

Lila im Regen

Man sieht ihn nicht…aber man hört ihn…den Regen, der sanft auf die Blätter fällt.

Ich sitze jetzt, am Abend, auf dem Balkon und lausche den Vögeln und dem Regen…ein so friedliches Geräusch….vor allem weil es die restlichen Bäume vor meinem Balkon jetzt tatsächlich geschafft haben ein dichtes Blätterkleid zu bilden, so das der Balkon doch jetzt zum Teil gemütlich abgeschirmt von der S-Bahn und den dahinterliegenden Häusern ist.

Der NDR meinte heute, es hätte in Hamburg seit 1 Monat nicht geregnet, das passt auch auf meinen kleinen Wohnort hier.

Jetzt ENDLICH: Regen! Eine Erholung für die Atemwege und das nicht nur wegen der Allergene, die mal für einen kurzen Moment nicht mehr durch die Luft schweben, sondern auch für Rachen und Nase, die schon stark unter dem trockenen Wetter gelitten haben. Hatte sogar schon Angefangen in den Räumen ein wenig Wasser zu Zerstäuben, um die Luftfeuchtigkeit etwas zu puschen.

Als der Regen vorhin anfing, hab ich mir meine Regenjacke geschnappt und bin zu einem kleinen Spaziergang aufgebrochen….und auf einmal leuchtete es mir entgegen – ein so intensives Lila….das sieht einfach toll aus (also wenn sich die App jetzt nicht vertan hat nennt sich diese Pflanze: „Einjähriges Silberblatt“)

Ich mache seit Anfang der Woche schon wieder Spaziergänge…aber ganz langsam und in Ruhe…nicht im Sportmodus…aber immerhin so, das ich auf diese Weise ca. 30 Minuten unterwegs bin. Ich arbeite auch wieder…bin aber noch nicht wieder komplett hergestellt…aber das „Schlimmste dieser Grippe hab ich jetzt wohl hinter mir.

Sommeridylle

Perfektes Muttertags-Wetter….strahlend blauer Himmel und kein Wind.

Meinen Spaziergang zum Wahllokal hab ich vom frühen Morgen auf den Mittag verlegt….jetzt geht es wieder besser – OHNE Kopfschmerzen.

Sich in so einer kleinen Stadt, in der Nähe von Hamburg, niederzulassen war goldrichtig, das zeigt so ein herrlicher Mittag…friedliche Sommeridylle !!

Auf dem Weg zum Wahllokal hielt neben mir ein kleines Auto, der Fahrer fragte mich nach dem Weg zum Wahllokal – als ich fragte zu welchem er denn müsse, meinte er, er hätte seine Wahlbenachrichtigung verloren aber mit dem Personalausweis sollte es auch ohne möglich sein oder. Ja klar – der Personalausweis sollte reichen und wenn er in der Nähe wohnt, dann wäre das hier wahrscheinlich das richtige Wahllokal.

Dann kam die Frage: da erst erst vor kurzem hierhin gezogen sei frage er sich nun was man denn so wählen „solle“. Er war höflich und nett und hatte einen leichten Akzent.

Ich war etwas belustigt, DAS hat mich nun noch nie jemand gefragt…na das hängt ganz von Ihren Vorlieben ab, von Ihrer politischen Haltung, Ihrer persönlichen wirtschaftlichen Lage….er hätte sich zuvor nicht damit beschäftigt, auf jeden Fall etwas mit sozialer Gerechtigkeit…aber wählen solle man gehen oder ? JA klar – wer nicht wählt – wählt auf jeden Fall das Falsche. Weil man als Wahlverweigerer eben auch eine Wahl trifft, nämlich den extremen Rechten oder Linken die Möglichkeit verschafft, einen größeren %ualen Anteil am Wahlergebnis zu erhalten und damit auch mehr Einfluss auf die Politik im Land…und wenn man das nicht möchte, sollte man doch lieber wählen gehen… Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Er hat sich für meine Antworten bedankt, wir haben uns gegenseitig einen schönen Sonntag gewünscht und dann hat er sein Auto Richtung Parkplatz gesteuert. Interessante Begegnung.

Mit dem Eis in der Hand bin ich später langsam durch den kleinen Park geschlendert und mich auf einer Bank niedergelassen.

Gerne hätte ich heute endlich mal mein Fahrrad für eine kleine Tour genutzt. Aber noch ist es zu früh: ich bin schlapp, kurzatmig und meine Muskeln zittern schon bei den Treppenstufen.

Also blieb es bei dem kleinen Spaziergang und jetzt auf dem Balkon ist es gemütlich und zu meiner Freude kommt seit ein paar Tagen ein Rotkehlchen zu meiner Futterstation….ohhhh wie schön .

ß

Vom Leben und Wählen

Nach einer weiteren nicht ganz so dollen Nacht (zuerst kamen die Kopfschmerzen, dann hat mein Magen die Tabletten nicht vertragen)…hab ich den Vormittag in aller Ruhe verbracht.

Jetzt mache ich mich gleich fertig für einen Spaziergang zum Wahllokal…in Schleswig-Holstein wird heute ein neuer Landtag gewählt. Nach nunmehr schon wieder 2,5 Jahren die ich hier lebe (als Kind hab ich die ersten Lebensjahre hier verbracht, bevor wir nach NRW gezogen sind) fühle ich mich dem Bundesland sehr verbunden, bin hier zuhause – vor allem seit dem 2.Umzug.

Aber ich denke auch an die fast 20 Jahre in Hessen, während ich die anderen fast 26 Jahre mit Groß-werden und Ehe in NRW inzwischen komplett abgehakt habe. Wenn ich etwas aus der Zeit in Hessen vermisse hat es meistens etwas mit dem Tanzsportverein, meiner Tanz-Clique und vor allem immer noch etwas mit dem typischen Essen im Rhein-Main-Gebiet zu tun.

Bei mir gehörten gutes Essen und gute Getränke untrennbar als Wohlfühlfaktor dazu…die netten kleinen Apfelwein-Lokalitäten, meistens mit gemütlichem Außenbereich im Grünen unter alten Bäumen, diese kleinen Oasen in der Stadt oder in den Dörfern rundherum.

Die grün-ummantelten Stätten der Gemütlichkeit, mit einfachen kleinen Gerichten und deftigen Speisen bei Appelwoi und Mispelchen….gerne in netter Gesellschaft nach dem oft anstrengenden Training..an langen Holztischen, auf einfachen Holzbänken sitzend – gesellig, gemütlich…und doch ungezwungen….lustige Zeiten waren das.

Aber selbst wenn ich dort geblieben wäre, wäre es nicht so wie früher….denn, den Verein gibt es nicht mehr, die Clique hat sich auch schon am Anfang meiner fast 8ährigen Beziehung langsam aufgelöst…aber die Erinnerung an diese Zeit bleibt.

In Schleswig-Holstein und Hamburg liebe ich auch die so typischen Norddeutschen Gerichte: Vom Matjes-Brötchen, Labskaus und Grünkohl, über gebratene Scholle, Nordseekrabben, Birnen-Bohn-Speck-Eintopf und Hamburger Pannfisch. Ich liebe die ungezwungene Art der Kommunikation, liebe das Wasser von Elbe, Este und Alster und vor allem diese kleinen Naturschutzgebiete und Moore…hier kann ich durchatmen (also – bald wieder …wenn diese Grippe endlich vorbei ist) . Ich lebe entspannt und liebe mein unabhängiges und selbst-bestimmtes Leben.

Also gehe ich jetzt zur Wahl, um meinen Bürger-Pflichten nach zukommen. Denn das Recht auf Wahl, das Generationen zuvor für uns Bürger erkämpft haben, empfinde ich auch als Pflicht, dieses Recht auch wahrzunehmen.

Denn wir lernen alle schon seit ein paar Jahren wieder, das die Demokratie in unserem Land kein Selbstläufer (mehr) ist und schnell in Gefahr geraten kann, wenn man nicht aktiv etwas dafür tut.

In unserer mittelbaren Demokratie können wir nur bei Wahlen Einfluss auf die Zusammensetzung der Parlamente und damit auch auf die Politik nehmen….also sollte jeder zur Wahl-berechtigte Bürger zur Wahl gehen….ja ich weiß, das viele glauben es ging nie um sie selbst in der Politik….kann es auch nicht – bei 84 Millionen Menschen kann der Einzelne nicht der Maßstab der Politik sein.

Demokratie funktioniert nur über das Mehrheitsprinzip: Wo sich also Einzelne durch die Wahl für eine Partei entscheiden, können eben Mehrheiten entstehen. Die Stimme eines Jeden Einzelnen ist – zumindest in unserem Wahlrecht – daher wichtig um politische Mehrheiten zu finden.

Die politischen Kompromisse sind immer nur ein kleiner gemeinsamer Nenner vom Willen vieler Einzelner, die sich zusammengeschlossen haben. Es kann also nie gelingen alle Meinungen und Forderungen jedes Bürgers zu berücksichtigen….und trotzdem ist der Einzelne wichtig für diesen Entscheidungs-Prozess.

Mit rostiger Stimme – aber es geht aufwärts

Langsam wird es wieder besser….was ich nach der letzten Nacht kaum noch erwartet hatte. Geschlafen habe ich wenig …denn kaum lag ich im frisch bezogenen Bett, schon wurde der Husten immer heftiger, die Nase war zu, genau wie die Nasennebenhöhlen und auf der Brust lag gefühlt immer noch der Sandsack….was für eine bescheuerte Situation. An Schlaf war so nicht zu denken.

Also bin ich mit Bettdecke und Kopfkissen auf die Couch ins Wohnzimmer…mit jeder Menge Kissen hab ich mich fast aufrecht-sitzend in eine Ecke der Couch verzogen….so zumindest lies der Husten etwas nach, zumindest wenn ich nicht versuchte zu tief einzuatmen. Meine Nase fühlte sich vom Schnäuzen schon ganz wund an….aber langsam schien sich der festsitzende Schleim etwas zu lösen.

Die Nacht war auf diese Weise unruhig und sehr kurz….als ich gegen Morgen wieder einmal hochschreckte, bin ich zurück ins Bett gegangen….Der Schnupfen hatte genauso nachgelassen, wie der Husten.

Nach einem erneuten privaten Corona-Test, der noch immer negativ war, bin ich am Morgen zur Apotheke gelaufen…ganz langsam….und hab mir ein pflanzliches Mittel zum Schleimlösen besorgt…es wird Zeit, das der Sandsack auf meiner Brust verschwindet.

Ich bin noch schlapp, vor meiner rostigen Stimme erschrecken sogar die Nachbarn (und auch die Kollegen mit denen ich am Freitag noch telefoniert habe)…aber teilweise kann ich sogar schon wieder durch die Nase atmen…das wiederum schont meine Schleimhäute im Rachen…die jetzt nicht mehr ständig durch die Mundatmung austrocknen.

Und zum ersten Mal seit 6 Tagen fühlt es sich besser an. Noch nicht gut – aber immerhin besser.

Also meine „Grippe“ ist fast überstanden….6 Tage lang hintereinander bin ich nun negativ getestet…also kein Corona…zumindest nicht nachweisbar.

Sauerteigbrot – gelungen

Während meine letzten Brote zwar gut aussahen, aber eben nicht die richtige Konsistenz hatten…ist dieses von heute wieder klasse geworden. Obwohl ich auch dieses ohne Rezept einfach aus dem Handgelenk zusammen gemixt habe.

Außen sieht es richtig gut aus, beim Anschneiden fällt es NICHT auseinander und geschmacklich ist es top.

Es ist ein Mehlgemisch aus Vollkorn-Weizenmehl/-Roggenmehl…gewürzt mit Salz, einem Hauch Kümmel und Thymian…. Die Kruste ist knusprig, die Krume genau so, wie ein Brot sein soll….locker und leicht elastisch. Es passt perfekt zum Frühstück – noch warm mit etwas Butter, dazu einen frischen Kaffee.

Was ich dieses Mal anders gemacht habe: ich habe zum Sauerteig einen höheren Anteil Hefe dazu genommen. Mir gelingen Sauerteige leider noch nicht ohne Hefe….das ist die ganz große Kunst, die ich nicht beherrsche…aber für den Hausgebrauch reicht es allemal.

Essen zum wieder Wohlfühlen

In dieser Woche stand mir nur wenig der Sinn lange am Herd zu stehen….aber Essen muss ich ja auch…und großartig das Haus verlassen, wollte ich nicht.

Letzten Sonntag hab ich mit einem Hefeteig eine Spinat-Pide gebacken…und es blieben noch genügend Teig und alle anderen Zutaten, um auch für den Folgetag noch ausreichend damit versorgt zu sein…hmmmm den Spinat hab ich mit Knoblauch in der Pfanne angebraten….echt lecker..Vor allem der Teig war richtig schön fluffig…und der leicht angegrillte Feta-Käse….hmmmm yummy.

Da ich keine Lust auf Brot hatte, hab ich Dienstag dann belgische Waffeln gebacken…die sind richtig klasse geworden und warm mit etwas Zimt+Zucker einfach lecker….und so hatte ich jeden Morgen ein leckeres Seelen-Frühstück

Und Mittwoch hab ich aus einem ganzen Huhn und jeder Menge Gemüse eine frische Hühnersuppe gekocht…die gab es dann die nächsten Tage: ganz pur – ohne Reis oder Nudeln..so ein kleines Kraftpaket eben:

Ansonsten gab es ein paar Dinge aus dem Gefrierschrank und einmal hatte ich auch noch Sushi bestellt.

So hab ich mich ganz gut durch die Woche gezogen…gestern Abend hab ich dann einen Sauerteig aus Weizen-Vollkorn und Roggen-Vollkornmehl vorbereitet….das gibt fürs Wochenende ein frisches Brot.

Das Kartenspiel der Symptome

Erfahrungen sind das, was am Ende des Tages übrig bleiben….wieder mal, kommt mir dieser Spruch in den Sinn. Diese Woche war voll von Erkenntnissen: Alten und Neuen…und ich weiß nicht, ob ich alle gut finde.

In den letzten 2 Jahrzehnten kann ich mich nicht erinnern, jemals wegen der richtigen GRIPPE krank gewesen zu sein…ja klar, mal einen grippalen Infekt hier und da, mal 2 Tage, auch mal 3-4 Tage….aber nie, das ich wirklich eine Woche wegen Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen ausgefallen bin und schon gar nicht, das ich mich nach 5 Tagen akuten Krankseins immer noch so elendig krank fühle.

Ich habe mir auch nie die Grippeschutz-Impfung abgeholt, die in meiner alten Firma sogar in der Firma für alle ganz unkompliziert angeboten wurde….meine Abwehrkräfte haben alles immer auch ohne die Impfung gut weg gesteckt. Ich bin absolut FÜR Impfungen….hatte aber immer mehr Angst vor der Nadel bei der Impfung – als vor der Grippe (Habe aber ansonsten ALLE empfohlenen und notwendigen Impfungen seit der Kindheit und immer bei Bedarf im Laufe des Lebens aufgefrischt.)

Und auch wenn jetzt alle Antigen-Tests in dieser Woche immer noch negativ ausfallen, während ich gleichzeitig alle Symptome des Corona-Virus habe….bin ich unendlich dankbar, das ich mich rechtzeitig mit allen 3 Schutzimpfungen gegen Covid19 habe impfen lassen. Inzwischen ist meine Furcht vor Nadeln merklich kleiner geworden (hier hat das Blutspenden tatsächlich geholfen die Angst abzubauen).

Ich spiele gerade das Spiel: ziehe maximal 5 Symptom-Karten pro Tag:

1.Tag: starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit,

2.Tag: Halsschmerzen, starke Schluckbeschwerden, Atemprobleme, Kopfschmerzen, starke Müdigkeit

3.Tag: leichte Halsschmerzen, leichte Schluckbeschwerden, Atemprobleme, Schnupfen, Müdigkeit

4.Tag: Atemprobleme, starker Schnupfen, starke Kopfschmerzen, leichter Husten,

5.Tag: immer noch Atemprobleme, starker Schnupfen, starker Husten

Ich mag es mir nicht ausmalen, wie diese Tage ohne die Covid19 Impfungen gewesen wären. Das ist eine gute Erkenntnis.

Eine positive Erkenntnis ist auch, das meine restliche Kern-Familie (Schwester+Schwager) sich jetzt wirklich täglich erkundigt, wie es mir geht….

Eigentlich wollte ich jetzt noch über die weniger guten Erkenntnisse scheiben…aber das mache ich doch lieber zu einem anderen Zeitpunkt…wahrscheinlich bin ich gerade nicht objektiv genug…meine angeschlagene physische Situation macht mich empfindlich.

Pläne durchkreuzt

Nach dem schönen Ausflug am Samstag, blieb ich am Sonntag bis zum Nachmittag zuhause…dann bin ich ins Fitnessstudio gefahren.

Ich hab moderat trainiert…d.h. mich nicht ausgepowert, aber trotzdem die Gewichte etwas erhöht….außerdem hab ich 3,5km auf dem Rudergerät verbracht…immerhin startet in der kommenden Woche jetzt endlich der Kajak-Grundkurs.

Frisch geduscht und total zufrieden komme ich wieder zuhause an…und nach ca. 2 Stunden starten die Halsschmerzen…schnell wird aus dem leichten Halskratzen mehr….viel mehr, dazu kommen Kopfschmerzen und die Nase läuft auch…

In der Nacht bekomme ich, auf dem Rückenliegend nur schwer Luft ( die Nase war zu und durch den Mund ging es gerade so eben)…wären meine Mandeln nicht schon entfernt, hätte ich vermutet, das diese stark geschwollen sind…aber es waren wohl die Lymphknoten die anschwollen…ich bekam starke Schluck-und Atemprobleme…das hatte ich das letzte Mal kurz bevor mit die Mandeln vor 15-16 Jahren entfernt wurden…damals kam mir das Wasser, welches ich trinken wollte, aus der Nase wieder heraus, so zugeschwollen war mein Hals…Ganz so schlimm war es jetzt zum Glück nicht…aber immerhin so beunruhigend, das ich den Rest der Nacht eher sitzend geschlafen habe….so ging es mit dem Atmen.

Ich hab mich also Montagmorgen erst einmal in der Firma krank gemeldet…im Laufe des Tages kamen dann noch ein paar andere Symptome hinzu…der private Corona-Test war negativ und in die Arztpraxis durfte ich nur mit einem offiziellen Corona-Test, der dann aber auch negativ sein musste…dafür bekam ich dann aber noch einen Arzttermin am frühen Abend.

Der Gang zum Testzentrum in ca. 600m Entfernung, zeigte meine Kurzatmigkeit und mir wurde schwindelig…war froh als ich wieder zuhause war….Testergebnis: negativ.

Die Autofahrt zum bisherigen Hausarzt in Pinneberg, brachte mir die Erkenntnis, das ich mir wohl doch mal einen hier Vorort suchen sollte…Aber inzwischen vertraue ich dem Arzt und er hat mich kurz angehört und untersucht und ist der Meinung das ist dann wohl jetzt „meine Portion Omikron ist“, weil alle Symptome darauf hindeuten, auch wenn die Tests bisher negativ sind….was wohl an der 3fach Impfung liegt.

Einen PCR-Test hab ich nicht bekommen…aber eine Krankmeldung bis Ende dieser Woche…und ich hab nicht widersprochen.

Inzwischen ist es der 3. Tag den ich mich elendig fühle…inzwischen sind die Halsschmerzen etwas zurück gegangen, dafür hab ich den Eindruck es liegt ein Sandsack auf meiner Brust.

Das heißt aber auch: es wird nichts mit dem Kajak-Kurs…und DAS macht mich schon sehr traurig…es sind ja nur 4 Termine und 2 werde ich auf jeden Fall verpassen….aber der Verein hat mir ein anderes Angebot gemacht…ich muss mal schauen, ob das für mich infrage kommt.

Naja – ich kann es jetzt nicht ändern….und versuche bestmöglich gesund zu werden: schlafe viel und ruhe mich tatsächlich aus…mein Körper arbeitet sich an den verschiedenen Symptome nacheinander ab, das ist nervig und es ist nicht schön sich so krank zu fühlen…aber so geht es immerhin voran…und dann hoffe ich das ich bis Ende der Woche wieder fit bin…wenn nicht geht es noch einmal zum Arzt…