Nun, wo ich nicht mehr so müde und abgeschlagen bin und mich überhaupt wieder „normal“ fühle, hab ich in den letzten Tagen so einiges zu Hause erledigt. Die Wohnung ist geputzt, das Bett bezogen, der Balkon sauber, Einkäufe erledigt. Selbst meinem Auto hab ich ein Rundum-Waschprogramm gegönnt incl. Innenraumreinigung und erstmalig eine Handpolitur…die aber auch nur, weil es ein tolles Angebot gab: Komplettpreis für Alles: 45 EUR. Das ist zwar eine Menge Geld, aber mein Auto hatte es auch wirklich nötig….nun ist der gesamte Dreck vom Winter endlich wieder weg und ich hab während der Wartezeit einen Kaffee gekommen und mich schon mal auf das Pfingstwochenende gefreut.
Dabei hab ich für Pfingsten gar nichts geplant…oder sagen wir lieber, ich habe geplant, mich nicht verplanen zu lassen…d.h. ich habe galant eine halbausgesprochene Einladung zum Pfingstmarkt in Süderschmedeby umschifft…immerhin war ich letztes Wochenende bei Schwester+Schwager um den Geburtstag meines Schwagers zu feiern und der Geburtstag meiner Schwester ist ja auch nur noch eine Woche hin…also gehört Pfingsten in diesem Jahr nur mir.
Ich möchte auf meinen inzwischen schon sehr grünen Balkon noch ein paar Bodendecker für die Clematis pflanzen und muss noch ein paar Rankhilfen für diverse Blumentöpfe anbringen…die hab ich gestern erst kaufen können…denn den Philipps-Markt, wo ich die normalerweise sehr gerne kaufe, gibt es an der Stelle nicht mehr…dafür musste ich jetzt nach Elmshorn.
Nun ruht seit gestern Nachmittag schon der nächste Brotteig im Keramiktopf…einen Tag bleibt er auch noch dort, bevor er in den Ofen kommt…es wird ein Sauerteigbrot aus Roggenvollkorn- und Weizenmehl mit Haferflocken verfeinert. Darauf freue ich mich schon richtig. Aus Energiemangel hatte ich wieder mal Brot gekauft und das so gar nicht vertragen.

Gestern war ich bereits um 6.30 Uhr auf dem Balkon. Bei frösteligen 9 Grad (wie immer mit warmer Jacke, Schal, dicker Wolldecke und heißem Kaffee) hab ich die Stille des Morgens genossen, bzw. das zahlreiche Vogelgezwitscher drumherum. Und auch heute Morgen ging es direkt mit der entkoffeinierten Variante meines Morgenkaffees auf den Balkon. Himmlisch diese Ruhe.
Meine Nachbarn unter mir sind scheinbar ausgeflogen…es ist herrlich ruhig von unten und auch die „Trampeltierchen“ über mir sind zwar da, aber erstaunlich ruhig…normalerweise trampelt die weibliche junge Nachbarin immer voll mit der Hacke auf den Holzboden und sie ist sehr quirlig….so das ich i.d.R. alle ihre Bewegungen Geräusche-technisch Raum für Raum nachvollziehen kann. Ich hab mich zwar daran gewöhnt, aber manchmal ist es schon nervig.
Ich war gestern auch einkaufen und hab auch gekocht: Lamm-Loin mit gebratenem grünem Spargel und Pellkartoffeln….auf dem Teller sieht es irgendwie spartanisch aus, wahrscheinlich weil es keine Soße gab, sondern nur etwas Butter…war sehr lecker:

Fleisch gibt es bei mir tatsächlich nur noch selten…und ja, leicht fällt es mir nicht…dafür esse ich mehr Käse und Eier…ob das jetzt besser ist, keine Ahnung. Mein Problem ist sonst, das ich mich nur mit Kohlenhydraten und Gemüse oft nicht langegenug satt fühle, ich also mit 3 Mahlzeiten am Tag (ohne zu Snacken) nicht hinkomme…ich dann am Abend zu Schokolade, Nüssen und Keksen oder eben doch noch einmal auf die Reste vom Hauptgericht zugreife…das kann ja nicht der Sinn sein….da ringe ich also noch um die richtige Balance, um wieder auf 3x Essen am Tag zu kommen. Na das pendelt sich hoffentlich jetzt bald wieder richtig ein. Bin eh mal gespannt auf die nächste Blutuntersuchung.
Nach einer Woche Pause hab ich auch wieder eine neue Lektion Dänisch gelernt…da ich ja neu gelernte Wörter handschriftlich festhalte, wenn sie mir erstmalig begegnen oder ich mir etwas nicht merken kann, schreibe ich es auch öfter als einmal auf und später nehme ich meine Notizen und übertrage diese, ebenfalls handschriftlich, in meine Kladde .in der ich Wörter nach bestimmten Kriterien in verschiedene Rubriken meiner Kladde eintrage: Verben / Zahlen / Farben / Formen / Normen weiter unterteilt: Familie / Kleidungsstücke / Einrichtungsgegenstände usw. / Präpositionen / die verschiedenen Arten von Pronomen / Frage-Worte / Grammatik-Regeln / Redewendungen usw.
So lerne ich nicht nur durch Hören und Wiederholung der Aussprache, sondern festige meinen Wortschatz auch durch handschriftliches wiederholen, was erwiesenermaßen einen besseren Effekt hat, als es über eine Tastatur zu schreiben.
Trotzdem bleibt wie immer die Erkenntnis: je mehr ich lerne, umso mehr merke ich, wie wenig ich noch von dieser Sprache weiß, aber es geht langsam voran…ganz langsam. Wichtig ist hierbei auch nur, das ich dran bleibe…es hetzt mich ja niemand.