Grammatik – quasi nebenbei

Seit ein paar Wochen lerne ich wieder intensiver Dänisch…ich komme voran, aber es gibt immer mehr, dieser ganz kurzen schnellen Wörter. Oft viele in einem Satz aneinandergereiht und das macht mir das Lernen nicht leichter.

Aber ich hab ja beschlossen, mich nicht auf die Grammatik zu versteifen, sondern Wörter und Satzteile zu lernen, und das mit der Grammatik kommt damit nebenbei. Quasi: En passant – so ganz beiläufig. Und das funktioniert sogar ganz gut…aber jeder neue Block an Wörtern und Sätzen macht mich erst einmal sprachlos…was ich bisher gelernt hab, klingt ja schon vertrauter…aber wenn viele neue Wörter in einer „Unterhaltung“ im Lernprogramm auftauchen, dann verstehe ich nur Bahnhof und Bratkartoffeln und denke nur: was für eine Sprache – seufz.

Aber ich lerne auch aus dem Kollegen-Chat wie die dänische Sprache im Alltag funktioniert…ich bin vor ein paar Wochen von einer Teamleitung in der Zentrale gefragt worden, ob ich Zugang zu dem Chat möchte, obwohl der nur in Dänisch geführt wird….ja klar – hier werden auf die Schnelle berufliche Infos ausgetauscht…und mit Copy-Paste ins Übersetzungsprogramm geht das auch ganz gut.

Aber neuerdings lese ich die Nachricht erst einmal auf Dänisch und schaue, was ich davon schon so verstehe….naja, bisher nur noch nicht allzu viel – aber einige Wörter, Wortbildungen und Sätze kann ich schon so verstehen…ich begegne hier also auch unkompliziert der Grammatik…das ist schon mal lustig.

Es macht mir jedoch immer noch Spaß und bis zum Sommer möchte ich die A-Grundkurse endlich hinter mir haben. Das ganze letzte Jahr hab ich es eher langsam angehen lassen…das schwierige Zwischen-Stadium mit der Grammatik, die einfach nicht hängen bleiben wollte, hab ich überwunden…jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt.

Und mein Ziel ist nach dem Sommer zusätzlich einen Präsenz-Sprachkurs zu besuchen, um die Sprache auch einzusetzen….mal sehen ob ich tatsächlich bis zum Sommer soweit komme.

Der französische Ausdruck en passant (Abk.: e. p.) lässt sich mit im Vorbeigehen, im Vorübergehen oder auch beiläufig übersetzen und bezeichnet im Schachspiel einen besonderen (Schlag-)Zug eines Bauern. Das Fremdwort wird auch außerhalb des Schachs als Redewendung verwendet, um zum Beispiel eine Tätigkeit zu bezeichnen, die man nebenher, ohne viel Aufwand, erledigen kann.

https://de.wikipedia.org/wiki/En_passant

Mir ist der Begriff tatsächlich in meiner Jugend begegnet, als ich versucht habe, Schach zu lernen…musste leider feststellen, das ist nichts für mich…eigentlich schade, aber das vorausschauenede Planen meiner Züge und die Züge eines Gegners, um dann die richtige Strategie anzuwenden, würde ich gerne können – kann es aber nicht.

Zufrieden durch die Woche

Meine Arbeitswoche war, wie erwartet, anspruchsvoll vollgepackt…aber bei 4 Tagen im Homeoffice hab ich wirklich eine Menge erledigt bekommen. Keinerlei Ablenkung, kein Quatschen, keine Kollegen, keine Unruhe…ich hab jeden Tag etwas länger gearbeitet und mir somit sogar einen kleinen Zeitpuffer erarbeitet.

Momentan liege ich also gut in der Zeit. Donnerstag war dann der eine Bürotag als Gegenstück…da ich ja nicht mehr sooft im Büro bin, wollten die Kollegen ja auch wissen, was so los ist und überhaupt hab ich einige seit Weihnachten nicht mehr gesehen…also so richtig produktiv war ich dann erst am dem Mittag…aber es tat ja auch gut.

An allen Tagen in der Woche bin ich zufrieden und freudestrahlend in den Feierabend gegangen…ja das fühlt sich gut an und so macht mir die Arbeit auch Spaß…wenn alle Daten rechtzeitig kommen, die ich dann ungestört zu einem Gesamt-Abschluss verarbeiten kann. Nun gut – also bisher waren es nur die Produktions-unabhängigen Daten, die ich bekommen habe. Also hab ich für viele Firmen schon alles andere vorbereitet und wenn dann ab Montag endlich die externen Abrechnungen kommen, kann ich die restlichen, davon abhängigen Arbeiten erledigen.

Ich liebe es einfach, wenn alles in geordneten Bahnen läuft…auch wenn mir Freitag, kurz vor Feierabend, ein Fehler aufgefallen ist…mist mist mist…ich hab eine zeitlich kritische Zahlung im alten Jahr nicht gemacht…und ich kann noch nicht einmal den Beleg dazu finden…mist mist mist. Es kann sein, das ich den einfach im Ordner abgelegt habe – ohne den Beleg zu scannen und vor allem ohne ihn zu bezahlen.

Das ist jetzt kein Weltuntergang – aber nur bei rechtzeitiger Zahlung haben wir einen Rückerstattungs-Anspruch…zum Glück ist es eine relativ kleine Summe…aber ärgerlich ist es schon. Das Thema Stromsteuer ist und bleibt ein blödes Thema…na ja unsere Zentrale hat in den letzten Jahren so viel Geld damit „versenkt“ (aus Unwissenheit und ohne Struktur in den Abläufen), da kommt es auf meine kleine verspätete Zahlung jetzt auch nicht mehr an. Aber natürlich ärgert mich so etwas – mein Anspruch an mich selbst, ist eben auch sehr hoch.

Die meisten Fehler in unserem Job kann man ja korrigieren – aber eine verspätete Zahlung kann man zwar nachholen, aber sie ist und bleibt verspätet, mit all den Konsequenzen die daraus resultieren. Seufz – Mist.

Aber auch dieser Fehler ist eben nur ein Fehler und schmälert meine Zufriedenheit über die letzten Wochen nur ein ganz kleines bisschen. Es überwiegt die Freude fit zu sein und größtenteils zumindest, gute Arbeit zu leisten.

Wo ich Donnerstag schon mal in Hamburg war, hab ich mir auf dem Rückweg, noch eine Pizza bei meiner Lieblingspizzeria geholt und Zuhause genüsslich verspeist.

An den meisten Abenden gab es bei mir wieder regenreiche Walkingrunden und mehrere Telefonate mit dem Rentner aus Hessen und auch meiner Schwester. Ihre OP rückt immer näher und so auch die Nervosität…ich versuche meine Nervosität im Zaum zu halten, da mein Herz auch immer noch unregelmäßig schlägt und gerade nachts öfter mal „stolpert“.

Nur gut, dass mein Termin beim Kardiologen auch nur noch einen Monat entfernt ist. Aber erst einmal kommt ihre OP und dann schauen wir weiter. Ich versuche ruhig zu bleiben und mich nicht aufzuregen.

Was manchmal gar nicht so leicht ist, wenn Chefs Mails nicht ordentlich lesen: ich stelle eine Entweder-Oder Frage und bekomme die Rückmeldung: „genehmigt“. Ja WAS ist denn nun genehmigt? Oder darf ich mir das Aussuchen? Wir sprechen schon wochenlang über den internen Verkauf eines Autos und nur durch Zufall erfahre ich, das bereits ein neues Fahrzeug bestellt wurde und das Alte weg soll…ja warum sagt das denn keiner, dann können wir uns doch den Umweg über den internen Verkauf sparen und ich hätte so einiges an Zeit gespart, um einen reellen Restwert für das alte Auto zu ermitteln. Es ist wie immer ein Kommunikations-Problem.

Aber letztlich bin ich froh, was ich es überhaupt noch rechtzeitig erfahren habe…so kann ich alles noch richtigstellen und auch hierfür den Jahresabschluss vorbereiten. Klein wird sie werden, diese Firma, jetzt wo alle Mitarbeiter auf eine andere Gesellschaft übertragen wurden…aber dieser Abschluss 2022 wird noch einmal groß…mit allem, was dazu gehört.

Jetzt ist erst einmal Wochenende…und das genieße ich

Die ersten Tage im neuen Jahr

Ich hatte meinen Silvester-Urlaub um die beiden ersten Tage in dieser Woche, erweitert.

Es blieb somit genügend entspannte Zeit, um mich weiter um den Keller zu kümmern…Das letzte Holzregal hab ich noch einmal umgestellt, meine Vorräte neu sortiert und die Kisten neu gepackt und dabei, wieder einmal viele Dinge als inzwischen überflüssig eingestuft. Auch bin ich erneut durch die Schränke in der Wohnung gezogen – mit jedem Mal fallen mir Dinge auf, die ich JETZT loslassen kann…also weg damit. Das gibt immer etwas mehr Platz in Schrank und Schubladen und ich habe nicht vor den gewonnenen Raum wieder mit Dingen vollzustellen.

An einer Stelle im Keller, hab ich all das Zeug hingestellt, das ich beim Sozialkaufhaus in Hamburg abgeben wollte…und an anderer Stelle den Kram, der zum Wertstoffhoff sollte…nur ein kleiner Teil ist dann in der Mülltonne gelandet.

Wie immer tat das Ausmisten gut…das mache ich ja inzwischen 2-3x im Jahr und mit jedem Mal fallen mir Dinge in die Hände, von denen ich weiß, also die würde ich jetzt nie wieder in die Wohnung stellen…vor allem Dekokram und Lampen.

Für die vorherige Wohnung, wo es nur wenig Möglichkeiten für Deckenlampen gab, hab ich mittels Stehlampen Gemütlichkeit in die Ecken der Dachgeschoß-Räume gebracht…die meisten Lampen waren nach dem Umzug im Keller gelandet…jetzt habe ich nur ganz wenige ausgewählte Stücke in der Wohnung stehen, die – die mir wirklich wichtig sind. Aber warum die anderen im Keller weiter verstauben lassen.

Auch so einige Fehlversuche mit Vorhangschienen, Plissee-Rollos und Gardinen liegen unnütz herum…haben ja immerhin Geld gekostet…nun hab ich endlich die für mich „Richtigen“ in der Wohnung…also auch damit: ab zum Sozialkaufhaus.

Nach der Fahrt zum Wertstoffhof, das ging schnell -war nicht so viel – bin ich gleich weiter nach Elmshorn gefahren. Auf dem Parkplatz wollte ich gerade den Parkschein ziehen, da kam ein älteres Paar freudestrahlend auf mich zu und schenkte mir Seinen, mit noch knappen 1,5 Stunden Parkdauer. Hab mich vielmals bedankt und mich sehr über diese nette Geste gefreut.

Ich hatte eigentlich nichts Besonderes vor…außer mich für ein verspätetes Frühstück in ein Deli/Cafe zu setzten…das war gemütlich und der Kaffee erstaunlich gut….erst als es voller und lauter wurde, hab ich noch einen Spaziergang durch die Innenstadt gemacht.

Die Sachen für das Sozialkaufhaus „Stilbruch“ hab ich erst Mittwoch nach Feierabend abgegeben…aber auch das ging zügig und die haben alle Sachen auch tatsächlich angenommen…das hat mich sehr gefreut.

Ich bin bisher, bis auf einen Tag in dieser Woche, jeden Abend meine Walkingrunde gelaufen, auch wenn es nass und irgendwie ungemütlich wirkte…aber sobald ich draußen, die mir inzwischen so vertrauten Wege, lief, musste ich jedes Mal unwillkürlich lächeln…mit jedem Tag wurde der Mond am Himmel voller und leuchtete so intensiv, das ich nur selten die Taschenlampe brauchte und das Wetter machte mir nichts aus.

Die freien Tage waren richtig schön so….und helfen mir bei der nun kommenden herausfordernden Zeit…denn kaum war ich Mittwoch wieder im Büro (nicht nur geistig – sondern auch physisch) kam schon die Mitteilung, was jetzt bis Ende Januar tatsächlich schon fertig sein muss, obwohl ich für einige der Firmen eigentlich Zeit bis Mitte/Ende Februare hätte haben sollen. Es geht also schon los, mit dem Zusammenstauchen der Abgabetermine.

Aber noch bin ich guter Dinge: das kriege ich schon irgendwie hin. Irgendwie!

bequeme Lügen

Ich hatte Silvester meiner Schwester von einem besonders günstigen Angebot für Kokosmilch berichtet….sie benutzt diese für viele Gerichte, noch mehr als ich…der Preis für Bio-Kokosmilch in dem einem Laden war unschlagbar günstig in der 1.KW des Neuen Jahres. Und da wir zwar auseinander wohnen, aber Beide in Schleswig-Holstein, war ich mir sicher das auch in Flensburg dieses Angebot gültig ist und immerhin müssen die Beiden jetzt noch mehr auf ihre Ausgaben achten, wo mein Schwager arbeitslos ist.

Was sie mit dieser Information macht, ist mir aber anschließend egal, das müssen sie selber entscheiden und ich hätte das Thema auch gar nicht mehr angeschnitten, wenn sie sich nicht Montagmorgen bei mir gemeldet hätte: Sie wäre da gewesen, die hätten das Angebot gar nicht und die Verkäuferin wäre überrascht von dem Angebot…also ihr Markt würde daran nicht teilnehmen.

Hmmmm….ich kenne meine Schwester seit über 50 Jahren und weiß um ihre oftmals bequeme Art sich Themen vom Hals zu schaffen: Einfach etwas behaupten, was so nicht stimmt. Also eine Lüge benutzen…Das ist bequem und einfach.

Im Laufe meines Lebens hab ich eine Antenne dafür entwickelt, mein Vater, meine Schwester und auch mein Ex-Freund sind/waren Meister im masslosen Übertreiben und Lügen…etwas was mich schon immer zur Weißglut bringen konnte.

Ihre Art das zu schreiben, hat mich also aufhorchen lassen.. ich hab noch einmal nachgefragt, WO sie genau war…und hab ihr dann das im Internet für diese Adresse angezeigte Angebot als Bild geschickt….ich hab sogar in dem Laden angerufen und nachgefragt: na klar – juuupp die Angebotsware ist im Laden verfügbar…auch das hab ich ihr geschrieben und auch, dass ich die negativen Gefühle, die ihre merkwürdige Aussage in mir ausgelöst haben, nicht toll finde….

Wie gesagt, normalerweise hätte ich das Thema gar nicht mehr angesprochen, aber ihre Aussage hat mich wieder einmal so verletzt…warum diese so offensichtliche Lüge? WOZU? Das ist so unnötig…sie hätte es einfach dabei belassen können, nichts zu schreiben oder das sie einfach keine Lust hat, extra dahin zu gehen….oder was auch immer….aber zu behaupten, wie wäre da gewesen und die hätten das gar nicht…

Na klar jeder lügt, meistens sind es „soziale“ Lügen, damit sich andere Menschen nicht schlecht fühlen: „Ja, das Kleid steht Dir“ oder um eine Diskussion oder Streit zu vermeiden: „Nein ich war nicht in der Kneipe, war mit dem Hund im Park“…aber meistens ist es tatsächlich die Bequemlichkeit, die Menschen zum Lügen bringt.

Mein Ex-Freund hat das Lügen wie einen Schutzschild um seine Person gelegt…es war leichter für ihn zu Lügen, als etwas mit vielen Worten zu erklären, wie es wirklich war…Unangenehmen Fragen konnte er so aus dem Weg gehen und gleichzeitig hat er sich mit vielen Lügen über Herkunft und Vergangenheit erhöht. Er wollt etwas sein, was er nicht ist…ich bin ihm zwar in vielen Dingen schnell auf die Schliche gekommen und hab sie ihm auf den Kopf zugesagt…aber er hat es nie zugegeben, auch wenn die Fakten Schwarz-auf-weiß belegbar waren ..etwas was unser Zusammensein schwer belastet hat…daher war unsere Beziehung auch von Anfang an, nie unbeschwert. Dabei hab ich ihm schnell klar gemacht, mir ist egal woher er kommt, was er ist oder was seine Familie macht….aber ich mag keine Lügen.

Leider war ihm das so in Fleisch und Blut übergegangen, er konnte nicht anders…und er konnte nie zu seinen Lügen stehen…auch wenn er ertappt wurde…immer hat er versucht, sich da rauszuwinden, meistens mit Arroganz. Ich wusste schon ziemlich früh, das er mir mit seiner Art nicht gut tut….aber ich war verliebt und hab alle Warnsignale ignoriert…die waren da und schrillten mit jeder weiteren entdeckten Lüge lauter und lauter…ich hab sie zur Seite geschoben, wohlwissend das kann nicht gut gehen…aber wer will das schon wahrhaben.

Vielleicht hat mich auch deshalb diese kleine und so unnötige Lüge meiner Schwester, so sehr getroffen…weil sie mich an die Zeit mit meinem Ex-Freund erinnert hat…und an meinen Vater, der sich immer und überall mit masslosen Übertreibungen und Lügen in den Vordergrund gedrängt hat..er hat seine Lebens-Lügen im Alter tatsächlich selber geglaubt…das ihn viele Menschen dafür ausgelacht haben, hat er nicht mal mehr mit bekommen (ich rede hier von tatsächlich nachweisbaren großen Unwahrheiten – nicht von den kleinen Übertreibungen und Ausschmückungen, die eine Geschichte manchmal etwas lustiger und interessanter machen und damit gesellschaftlich akzeptiert sind).

Natürlich lügen wir alle, mehr oder weniger…auch ich nutze soziale Lügen und auch manchmal um einer Diskussion aus dem Weg zu gehen…aber um wirklich gut lügen zu können, muss man auch stringent bei der Lüge bleiben und das können die Wenigsten. Man muss sich seine Lügen nämlich MERKEN…und wenn das nächste Mal das Thema darauf kommt, muss man sich an sie erinnern und mit Einfließen lassen.

Wenn man z.B. behauptet am letzten Freitag krank zuhause gewesen zu sein, sollte man sich nach einer Woche noch daran erinnern können und dann nicht im Gespräch behaupten, ohh letzten Freitag war ich im Schwimmbad.

Die meisten Menschen jedoch, vergessen ihre Lügen sehr schnell wieder und werden dadurch im Nachhinein als schlechte Lügner entlarvt.

Meine Schwester ist dann doch noch zu dem entsprechenden Laden gefahren und hat einige Dosen Kokosmilch auf Vorrat gekauft, hat mir eine nette Whatsapp geschrieben (ohne sich für die Lüge zu entschuldigen) und sich danach 3 Tage gar nicht mehr bei mir gemeldet.

Das war ihr Eingeständnis für ein schlechtes Gewissen…sie weiß, daß ich weiß, daß sie gelogen hat…so unnötig.

Zuversicht

Zuversicht

Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht, bin ich recht früh wach geworden…zum Glück hat die Feuerzangenbowle keine Kopfschmerzen verursacht…ich blieb also im Gästezimmer und hab etwas gelesen und hing noch meinen Gedanken nach…

Um 7.30 Uhr bin ich dann aber doch aufgestanden, während meine Familie noch schlief…hab mich fertig gemacht und mich um die Portionierung der Brötchen-Teige auf die mitgebrachten Backformen gekümmert. War aber erst einmal irritiert, das ich den Weizenmehl-Teig, optisch nicht vom Dinkelmehl-Teig unterscheiden konnte…nur am Geruch konnte ich die Unterschiede „erschnüffeln“…aber nur, weil ich beim Dinkelteig noch einen Hauch Gewürz beigefügt hatte. Beide Teige waren perfekt aufgegangen und die gebackenen Ergebnisse waren toll.

Normalerweise biegt sich der Frühstückstisch fast, bei all dem war wir üblicherweise zuhause auffahren, wenn wir zusammen frühstücken…dies Mal hatten wir jedoch verabredet auf all die übermässigen Auswahlmöglichkeiten zu verzichten…also gab es neben den Brötchen mit Butter, Lachs, Mett und frisch gekochten Eiern nur je eine Sorte Käse und Wurst….und trotzdem war es viel zu viel…aber mein Schwager war schon etwas überrascht….meinte ständig es würde doch noch etwas fehlen, weil es so übersichtlich aussah…aber letztlich war ALLES auf dem Tisch, was wir gerne Essen. Keiner wollte Marmelade oder Honig oder Quark, oder mehr Käse..und da macht es ja keinen Sinn den Tisch zu überladen, nur um dann doch nicht gegessen zu werden.

Bis wir mit dem Frühstück fertig waren war es schon fast 11 Uhr…ich hab mich dann auf den Heimweg gemacht. Die Reste vom Abendessen, Mitternachts-Snack und Frühstück haben wird dann geschwisterlich unter uns Dreien aufgeteilt…auch eine effiziente Form der Reste-Verwertung…ich hab Zuhause gleich einiges eingefroren, damit nichts verschwendet wir.

Ich bin jedoch nicht auf direkten Weg nach Hause gefahren. Bei der Autobahnabfahrt: Bordesholm hab ich die A7 verlassen und bin zur Klosterinsel gefahren. Und um den Bordesholmer See gibt es einen schönen Spazierweg…eine Runde ist knappe 5km lang.

Schon seit längerem wollte ich hier mal wieder laufen, aber wie schon geschrieben, fahre ich nicht mehr einfach so unbedarft drauflos…überlege mehr, immerhin ist Bordesholm auch ca. 50km von meinem Zuhause entfernt…aber nun kam ich auf der Rückfahrt ja quasi daran vorbei.

Sonntagmittag am Neujahrstag…und das Wetter spielte einigermaßen mit…meine Regenjacke war immer noch vom Vortag nass, aber darunter hatte ich ja trockene und warme Kleidung an…

Das Wolkenspiel am Himmel war schon grandios…und der Weg um den See war ruhig und angenehm…manchmal etwas zu windig, aber mit Mütze und Kapuze der Jacke war es top…ich fühlte mich einfach herrlich entspannt (nicht ausgelaugt, wie sonst öfter mal, wenn ich auf der Rückfahrt von Schwester+Schwager bin) und diese freudige Entspanntheit muss ich wohl auch nach Aussen gezeigt haben. Als ich einer entgegenkommenden Dame ein frohes Neues Jahr wünschte meinte sie, ich würde so freudig und strahlend ausschauen…das sähe man in der letzten Zeit nicht sooft. Oh – danke schön.

Ja der Rundgang um den See hat mir genau das gebracht: freudige Entspanntheit und das starke Gefühl von ich bin fit und munter und alles andere wird sich schon finden und richten. Mit einem Wort: Zuversicht.

Ich starte das neue Jahr voller Zuversicht und dem Vertrauen, das ich mein Leben wieder und weiter gestalten kann. Ich bin gesund, mir geht es gut, ich habe einen tollen Job der gut bezahlt ist, eine Wohnung in der ich gerne lebe, Ich habe meine kleine Kernfamilie in der Nähe, lebe relativ frei und selbstbestimmt und lasse mich von den Sorgen um die Gesundheit meiner Schwester, Jobproblem meines Schwagers, Krieg durch Russland in der Ukraine, allgemein steigende Preise und der Energiekrise, nicht die Freude am Leben nehmen…Mir geht es so gut, wie schon länger nicht mehr…und mit der körperlichen Gesundheit, kann ich allem Anderen, das mich besorgt, entgegentreten.

Und mit diesem Gefühl und dem schönen Ausblick auf den See, ging es dann auch endlich wieder nach Hause

Silvester mit Regen und Blick in die Vergangenheit

Silvester war wirklich schön…also unser „Weihnester“, unser nachträgliches Weihnachtsessen und Silvester.

Ja ich verbringe Silvester sonst lieber alleine, mag die stille Rückbesinnung und meine eigene Abendgestaltung ohne „lustige“ Shows mit nervigen Moderatoren im Fernsehn oder die obligatorischen Brettspiele…und ich mag eben auch meine Abend-Walkringrunden.

Aber dieses Silvester bei Schwester+Schwager (und dem engsten Freund der Beiden, der quasi zur Familie gehört) war einfach schön…was nicht unbedingt am Wetter lag, denn das war nicht nur extrem nass, sondern vor allem auch sehr windig.

Die Weihnachtsgans duftete mit dem Rotkohl um die Wette und war jeden EURO wert, auch wenn ich nie eine Gans gekauft hätte die 80 EUR kostet…aber wir hatten uns die Kosten ja geteilt und meine Schwester hat beharrlich auf die Dithmarscher Gans bestanden und es war in der Tat ein Festessen.

Anschließend gab es die nachträgliche Bescherung, Eis zum Nachtisch und munteres Geplauder, bis mein Schwager meinte, wir sollten lieber jetzt schon unsere Runde drehen, bevor noch mehr draußen geknallt wird….gegangen sind dann aber nur wir beiden „Mädels“….meinem Schwager war es zu nass und der Vierte im Bunde ist nicht gut zu Fuß.

Also haben wir uns versucht wasserfest anzuziehen, uns untergehakt und sind durch die Wohnsiedlungen bis zum Strand gelaufen, etwas daran entlang und durch ein kleines Waldstück wieder zurück. Es war auch gut, das wir alleine unterwegs waren…so konnten wir uns ganz ungestört unterhalten…immerhin sind Schwester+Schwager im Moment quasi jede Minute des Tages zusammen (sie ist ja immer noch krankgeschrieben, und er ist schon seit mehr als 1 Monat freigestellt) und da stürmen ja viele Nöte gleichzeitig zusammen, über die man mal ungestört Reden muss…denn wenn wir telefonieren ist mein Schwager immer mit dabei.

Nach einer Stunde waren wir komplett durchnässt, fühlten uns aber gut damit…wir haben viel geredet und hatten eine ruhige und innige Nähe, ähnlich wie früher als Kinder/Teenager, als unser Leben damals gehörig durcheinandergewirbelt wurde und wir dann jahreslang Halt beim Anderen fanden.

Das war die Zeit als unsere Mutter weg ging, dabei einen riesigen Scherbenhaufen zurück lies, unser Vater den Halt verlor und die beiden Familienzweige sich wegen ihr endgültig gegenseitig und zum Teil auch untereinander heftigst zerstritten. Das war 1981 ein Familienbeben und wir beiden Mädchen erfuhren erst nach und nach von all dem Drama, das sie vorher in den Familien angerichtet hatte, während wir mit dem Aktuellen zuhause klarkommen mussten.

Nachdem wir uns nach dem Spaziergang in trockene Klamotten geworfen hatten, wurde es Zeit für die Silvesterfeier…die Feuerzangenbowle kam auf den Tisch und ich hab die „Mitternachts-Snacks“ ausgepackt….wir haben uns ruhig und trotzdem angeregt und lustig weiter unterhalten

Zum Jahreswechsel gab es dann Sekt zum Anstoßen und ein langanhaltendes Feuerwerk vom Fenster aus…die haben hier wirklich einen tollen Blick aus dem Wohnzimmerfenster…nach Draußen hat uns allerdings nichts mehr gezogen…der Wind nahm immer weiter zu und auch der Regen machte keine Pause.. Aber die Menschen konnte das scheinbar nicht abhalten, haufenweise Raketen in die Luft zu schießen….Wir haben nur zugeschaut. Das war schon ein tolles Schauspiel.

Gegen halb Zwei war die Feuerzangenbowle leer, die Snacks vertilgt, alle waren satt und müde, der Freund hat seinen Heimweg zu Fuß angetreten und wir Drei sind dann auch zügig ins Bett gegangen. Es war ein schöner Jahreswechsel und nun kann das neue Jahr beginnen…hoffentlich wendet sich für die Beiden alles schnell zum Guten.

Kleine Rückschau

Für Silvester ist alles vorbereitet…es gibt ein „Weihnester“… ein kombiniertes Fest aus Weihnachten und Silvester.

Ich hab die Info, das die Gans bereits im Ofen ist. Ich kümmere mich dafür um das Mitternachts-Essen …also kleine gekaufte mediterane Snacks und dazu selbstgemachte Partyfrikadellchen und Schnitzelchen..und für das morgige Frühstück gibt es zwei Brötchen-Teige.

Dazu hab ich die kleinen Geschenkschachteln fertig (jaja, wir wollten uns ja nichts schenken…) und meine Übernachtstasche ist auch gepackt.

Nun ist alles fertig vorbereitet und ich hab noch 1 Stunde Zeit bevor ich mich auf den Weg mache.

Zeit genug für eine kleine Rückschau auf das ausklingende Jahr:

Das Jahr war insgesamt gar kein so Schlechtes…aber an einigen Stellen schon sehr herausfordernd.

Gesundheitlich war ich noch nie so oft angeschlagen: 3x mit grippalem Infekt, dann der verstauchte Knöchel im Sommerurlaub, die insgesamt schleppende Genesung über Wochen…ständig überhöhter Puls und viiiel zu hoher Blutdruck trotz der Tabletten.

Doch letztlich bin ich jetzt wieder hergestellt und es war nichts Dramatisches.

Ich war mental öfter mal wieder gestresst, schaffe es aber zum Glück mich einigermassen zügig wieder zu fangen….

Ich habe schöne Ausflüge gemacht, wenn ich auch wesentlich weniger neue Ziele ins Visier genommen habe. Ich bin viel seltener mit dem Auto unterwegs gewesen, war dafür öfter auch im Homeoffice und liebe inzwischen meine kleinen Ausflugsziele in der Nähe.

Ich war 3x in diesem Jahr in Urlaub, das ist viel für mich: Einmal in Ostfriesland im Frühjahr, Sommerurlaub in Cuxhaven und ein Wellness-Urlaub in Boltenhagen.

jaaa – das ist schon mal eine ganz gute kurze Bilanz..

Noch mal eben so schnell….

….vor dem Jahres-Wechsel, hab ich tatsächlich ein neues Laptop gekauft…bei dem kleinen Händler mit Reparatur-Service Vorort. Nun hab ich zur Abwechslung mal wieder einen von DELL. Der hat knappe 420 EUR gekostet und hat einen 17″ Monitor. Bei der Größe gibt es immerhin auch den Nummernblock neben der Tastatur. Durch meine Arbeit bin ich es gewohnt, Zahlen immer über den Nummernblock einzugeben, das war mir also wichtig.

Der Händler hat mir auch einen Wechselservice angeboten, d.h. den neuen Laptop startklar zu machen und meine Daten zu übernehmen. Ich habe das Laptop also Donnerstagnachmittag abgeholt und danach doch noch eine Weile gebraucht, bis Drucker, Scanner, WLAN und die Online-Zugänge alle wieder eingerichtet waren. Bin dabei auch gleich mal wieder zum Browser von Firefox gewechselt. Den hatte ich früher schon mal und war sehr zufrieden, aber dann klappte etwas mit meinem E-Mail-Account nicht und ich war doch wieder beim Internet Explorer und dann bei Chrome gelandet.

Ich weiß nicht warum, aber jeder Umzug meiner Telekom-Mail-Adresse auf einen neuen PC, führt IMMER zu Problemen. Auch dieses Mal – und ich hab das Problem bisher nicht gelöst…Na zum Glück kann ich meine Mails über den Telekom-Login abrufen usw. und natürlich über das Mobiltelefon…um den Rest kümmere ich mich später.

….und dann ist da tatsächlich gestern noch mein Steuerbescheid für 2021 angekommen…das Finanzamt hat tatsächlich alles genau so akzeptiert…super – da freue ich mich auf das Geld.

…. und sogar meine Nebenkosten-Abrechnung für 2021 für die neue Wohnung ist angekommen…das waren ja nur ein paar Monate und mit dem kleinen Guthaben bin ich ja einverstanden. Nur das Schreiben enthält weder eine Aufschlüsselung der Positionen, noch Anlagen…da werde ich noch einmal nachhaken.

…Freitag den 30.12. war ich dann noch mit dem Controller zusammen im Büro….und wir haben tatsächlich noch viel geschafft und uns wieder entspannt unterhalten (alles wieder normal)…und waren für alle adhoc-Aktionen, die da evtl. noch kommen können, gewappnet…irgendwann dachten wir: okay – das war es dann …da kommt nichts mehr…aber dann kam kurz vor Feierabend doch noch etwas….und ein leichtes Drama begann, weil doch noch Geld überwiesen werden sollte, das unbedingt noch in 2022 ankommen muss, aber der Vertreter des Projektverantwortlichen wusste von nichts, kein Chef da, keine Freigaben für die Rechnung und als DAS dann endlich geklärt war und der Controller die Zahlung fertig hatte, kam die Erkenntnis…das reicht nicht. Wir brauchen eine Eilzahlung, also noch einmal eine neue Zahlung generieren.. Ich jedoch kam auf einmal nicht mehr in das Bankprogramm, um die Zahlung freizugeben.

Nichts zu machen, die App war immer noch der Meinung ich sei bereits eingeloggt…und zeigte nichts Neues an…Computer runterfahren, neu starten – Mobiltelefon auch neu starten…und das mehrmals …. nichts – der Computer schickt die Daten aufs Handy, das Handy lasst mich nicht rein, weil es immer noch glaubt ich bin bereits da.

Es gibt zum Glück noch eine „alte“ Plattform über die wir diese Zahlung generieren können…also macht der Controller die Zahlung neu, nachdem ich ihn durch das Programm gelotst hatte (normalerweise nutzt er den Zugang nur noch selten)…und hier läuft es mit der Freigabe dann auch reiblungslos….Puh erledigt.

Der Controller machte Feierabend und ich musste dann für das andere Programm doch noch die Hotline bemühen….und nach einiger Zeit wurde die App aufgrund mehrerer Fehlversuche gesperrt, die nette Dame an der Hotline konnte mich wieder entsperren und auf einmal ging alles wieder….jetzt noch schnell die nun überflüssigen 2 Zahlungen löschen. FERTIG – jetzt hab ich auch endlich ein paar Tage Urlaub und nächsten Mittwoch geht es dann weiter .

….und heute kam dann tatsächlich noch die Tastatur für das Handy an….hey klasse…also der Tipp war richtig gut: die Tatstatur funktioniert über Bluetooth und läuft einwandfrei…

Laptop wiederbeleben?

Mein Laptop streikt…die Tastatur will einfach nicht mehr…ausser der „Enter“-Taste und dem „backspace“ will gar nichts mehr gehen.

Das Problem hatte ich schon einmal vor einem Jahr …aber der Reparatur-Service konnte keinen Fehler feststellen, hat alles wieder zusammengebaut und seitdem hat die Tastatur wieder fast reibungslos funktioniert. Nun mag sie aber nicht mehr.

Ich hab mein schon etwas altes Schätzchen gerade zu einem örtlichen IT-Repartur-Service gebracht und warte auf sein Urteil.

Irgendwie erwarte ich das er sagst: nichts zu machen..das Ding ist zu alt…aber mal sehen. So zwischen den Jahren adhoc ein neues Laptop zu kaufen und neu einzurichten, war jetzt nicht eingeplant.

Andererseits gibt es dafür selten die richtigen Momente.

Jetzt bin ich doch froh, dass die modernen Smartphones fast vollständige PCs sind. So kann ich weiter dänisch lernen, bloggen und meine Bankgeschäfte machen..auch wenn das mit der kleinen Tastatur und dem kleinem Bildschirm etwas anstrengend ist…ansonsten wäre ich aner jetzt ziemlich nervös.

Hab schon mal im Internet nach einem neuen Laptop geschaut..was ich so brauchen würde und welche Preise die dafür aufrufen….

…noch hoffe ich das mein Altes noch einmal wiederbelebt werden kann und dann noch 1/2 Jahr oder so hält…dann hätte ich genügend Ruhe und Zeit mich ordentlich umzuschauen.

jaja… immer diese Technik..man merkt erst, wie sehr man sie braucht, wenn sie nicht mehr funktioniert 😊

Die Ruhe vor dem Kahlschlag und die Wärme nach dem Regen

Sie kommen näher – ich hab sie schon gesehen – also nicht die Baumfäller selber – aber das Ergebnis ihrer Arbeit – noch ca. 1.5 km und sie sind auch hier bei mir.

Seit dem 1. Dezember warte ich ja quasi täglich darauf, das die Bäume hinter dem Haus und damit vor meinem Balkon, gefällt werden. Die Privatbahn hatte es angekündigt…und papiergläubig wie ich nun einmal bin, war ich der Meinung die stehen am 01.12. im Garten mit ihren lauten Kettensägen und nach 2 Tagen ist der Spuk vorbei und ich habe freie Sicht auf Alles, was ich gar nicht sehen will. Aber so war es nicht.

Inzwischen muss ich über meine Naivität lachen. Die Privatbahn hat diese Zettel an Alle Anwohner entlang der Strecke verteilt…und die fangen natürlich an einem Ende an und arbeiten sich dann langsam entlang der Strecke voran. Ich habe auf freiem Feld gesehen wo Bäume und Büsche bereits fort sind und auch die tiefen Furchen drumherum, wo Trecker mit Anhänger oder LKW mit Ladefläche die Bäume aufgenommen und abtransportiert haben.

Und da es auf dieser Seite nahe am Rande der Stadt wo ich wohne, keine direkte Zuwegung zu den Bahngleisen gibt, um die Bäume abtransportieren zu können…werden die wahrscheinlich erst gefällt, wenn die Bahnstrecke ab dem 16.01.23 stillgelegt wird….dann können die Bäume über die Bahnschienen hinweg, auf der anderen Seite, zu der dort parallel verlaufenden kleinen Straße gebracht und abtransportiert werden.

Wenn man darüber nachdenkt, ist es eigentlich auch logisch. Richtig erschlossen hat es sich mir aber erst gestern, als ich im strömenden Regen ,noch vor Sonnenuntergang, meine große Walkingrunde lief und auf den Kahlschlag traf.

Im Moment bedeutet jede Walkingrunde einmal komplett durchnässt zu sein oder sagen wir mal lieber so: ich teste gerade die Wind- und Regentauglichkeit meiner Winter- und Regenjacken. Die Windstille zu Heiligabend, wo der Regen ausschließlich von oben kam, ist inzwischen zu einer Art November-Schmuddelwetter geworden…es gibt heftige Windböen und jede Menge Regen ich werde also von allen Seiten naß….was ich vor allem daran merke, das meine Jeans schwer und nass an mir zerren. Warum hab ich eigentlich nicht die Thermohosen angezogen? Ach jetzt weiß ich es wieder: ich fand es zu warm dafür. Na meine eiskalten nassen Beine waren da hinterher ganz anderer Meinung.

Aber was gibt es Schöneres als nach so einer Tour unter die heiße Dusche zu gehen und anschließend in Kuschelklamotten und mit einem heißen Glühpunsch auf der Couch zu sitzen und dazu die Reste von Ente, Rotkohl und Klößen zu verputzen. Als Nachtisch gab es noch selbstgemachtes Popcorn und einen kleinen Schoko-Weihnachtsmann, den ich geschenkt bekommen habe.

Und ich sitze da und mache mir Gedanken über all die Veränderungen die noch kommen werden….hinterm Haus ohne Bäume, meine Schwester mit Bypass-Operation voraus und anschließender REHA danach, meinem Schwager ohne Job und mit der laufenden Kündigungsschutzklage, meiner liebsten Kollegin deren Mann erneut einen sehr schweren Bandscheiben-Vorfall kurz vor Weihnachten hatte und mit der ich zukünftig nur noch wenig gemeinsam Zusammenarbeiten kann, meine eigene Arbeit die sich auch gerade gravierend verändern soll. Ich denke über ein paar Menschen aus meiner Vergangenheit nach und über deren Zukunft. Ich denke nach über die Welt die mehr und mehr aus den Fugen gerät und ich es nicht fassen kann, dass es Menschen gibt, die einfach nicht friedlich nebeneinander leben wollen…über die steigenden Preise, über die fragile Energie-Versorgung, über die Pandemie und deren Folgen…in meinem Kopf ist selten Ruhe…

…aber trotz all der schweren, beunruhigenden und mitfühlenden Gedanken, fühle ich mich damit gerade nicht überfordert, wie so oft in letzter Zeit, sondern ich merke, das ich mich dem Leben körperlich und mental wieder richtig stellen kann.

Bisher konnte ich mich immer auf meine eigene Leistungsfähigkeit verlassen, aber das Jahr 2022 hat mir ein paar Mal ganz ordentlich Grenzen aufgezeigt …und nun endlich, fühle ich mich wieder leistungsstark. Das ist eine gute Basis dem kommenden Ende dieses Jahres zu begegnen.

Wie schön öfter am Ende eines Beitrags bin ich überrascht darüber, was für eine gedankliche Schleife ich da gedreht habe…manchmal ist es mir gar nicht so bewusst, was mich eigentlich sonst noch so bewegt….aber dann fließen meine Gedanken locker in meine Fingen und finden ihren Weg auf den Bildschirm.