Auf der Elbe – im Kajak (2)

Es ist schon erstaunlich, wie schnell mein Leben mich aus meiner Komfortzone holen kann, wenn ich aktiver unterwegs bin. Es fordert mich gerade auf positive Weise und lockt mich damit aus meiner so lieb-gewonnenen Isolation.

Der 2. Teil des Kajak-Kurses am Sonntag fing wieder um 10 Uhr Vormittags an und ging bis zum späten Nachmittag. Ohne lange Vorreden hieß es dann auch: umziehen, Kajak zugeteilt bekommen und entsprechend einstellen und ab auf die Elbe.

Bei schönstem Sonnenschein und nur leichtem Wind waren wir insgesamt mehrere Stunden auf dem Wasser (mit Pause)…haben weitere Paddel-Techniken gelernt, fangen gespielt und sogar die Fahrrinne de Elbe überquert, haben den Wellen der vorbeifahrenden Schiffe getrotzt und uns km um km paddelnd fortbewegt.

Beim Trainieren des Ausstiegs an einem höhergelegenen Steg, hab ich nun endgültig begriffen, das ich dabei eher wie eine schwerfällige Robbe aussehe und das niemals mit Eleganz hinbekommen werde….zum Glück war ich nicht die Einzige. Der Trainer meinte dann auch, es gibt viele Vereinsmitglieder die ausschließlich vom Strand aus starten können und Stege vermeiden.

Obwohl ich Oberarme und Schultern regelmässig trainiere, war ich nie ein Fan von Klimmzügen oder auch Liegestütz….und genau diese Fähigkeit fehlt mir jetzt. Ab jetzt heißt es jeden Abend Liegestütz machen.

Für alle Teilnehmer, die bis zu dem Zeitpunkt noch nicht unfreiwillig gekentert sind, kam dann zum Schluß noch die Kenter-Übung….ja auch ICH musste – natürlich freiwillig – das Kajak über den Kipppunkt hinaus kippen, bis ich im trüben Wasser landete.

Hab ich schon einmal erwähnt, das ich kaltes Wasser hasse? ..ich gehe nicht mal ins Freibad wenn es heiß draussen ist…aber durch die Sonne, die körperliche Anstrengung und weil das Wasser sogar schon 18 Grad hatte, fand ich die Abkühlung sogar angenehm.. Es gelang mir augenblicklich die Spritzschutzdecke zu lösen und aus dem Kajak auszusteigen, behielt dabei sogar das Paddel in der Hand. Aber ich war ja auch darauf vorbereitet…wenn das plötzlich passiert, ist die Frage, wie schnell ich dann reagieren werde…aber dafür wird es auch immer wieder geübt.

Dann folgte der Wiedereinstieg ins Boot mit Hilfe eines Retters….denn das Boot muss ja erst einmal vom Wasser befreit werden…das geht nicht allein…deshalb muss jeder im Laufe der Zeit auch das Retten üben und nicht nur das gerettet werden. Ich muss aber erst einmal lernen mit Hilfe eines Trainers wieder zurück ins Kajak zu kommen, um weiter paddeln zu können.

Bäuchlings quer über dem Kajak hängend, hat mich die Aussage „Du musst jetzt deinen Körper drehen“ in ziemliche Nöte gebracht, wusste ich doch nicht, in welche Richtung ich mich wie drehen sollte, so das der 1. Versuch scheiterte, bis ich dann begriff was genau ich wie an meinem Körper wann, wie drehen muss….also irgendwann saß ich dann wieder richtig drinnen- triefend nass von oben bis unten, mit immer noch viel Wasser im Boot und mächtig stolz auf mich selbst – geschafft.

Am Ende dieser 2 Tage hatten wir alle die Anforderungen für den EPP 1 geschafft…den Europäischen Paddel-Paß, 1. Stufe…damit sind wir berechtigt ab sofort am regulären Vereinstraining auf der Elbe teilzunehmen.

Auf der Elbe – im Kajak (1)

Einen Grundkurs an nur einem Wochenende zu machen, anstatt in 4 Wochen je 1 Einheit ist schon eine Herausforderung für den Körper….macht aber Spaß.

Dabei hatte ich extra in den letzten Wochen vor allem das Krafttraining für den Oberkörper verstärkt…trotzdem spüre ich, nach den insgesamt 3 Stunden gestern auf dem Wasser, vor allem an den Unterarmen. Uns Anfängern fehlt einfach noch eine Menge an Technik…auch wenn ich schon an mir selber leichte Fortschritte bemerke.

Es ging nicht um sanftes Paddeln auf einem stillen Gewässer, sondern um kraftvolle Paddelschläge mit unterschiedlichen Techniken und um Wendigkeit und auch Schnelligkeit. Ich bin ja kein Freund von solchen Spielen und Fangen spielen im Kajak finde ich persönlich auch nicht so prickelig, aber es ging dabei hauptsächlich um die Anwendung der vorher gelernten verschiedenen Paddeltechniken.

Es ist eine sehr gemischte Gruppe und wir haben mehrere Übungsleiter, die uns ständig im Auge behalten. Die Wellen auf der Elbe machen mir sogar Spaß, aber einen gehörigen Respekt habe ich vor den Strömungen im Wasser.

Einmal bin ich zu eng um ein Hindernis gefahren und wurde von der Gegenströmung immer wieder zurück an meinen Ausgangspunkt getrieben….bis ich es endlich geschafft hatte, mit viel Kraftaufwand (anstatt Technik) mich in einem weiteren Bogen um das Hindernis zu bugsieren.

Es gab auch etwas Theorie mit einer Präsentation auf der großen Leinwand…so für ca. 1/2 Stunde…aber da ging es nicht in die Tiefe der Themen…aber eben etwas über Strömungen, Gezeiten der Elbe und Bedeutung der farblichen Bojen usw.

…..ein toller Tag

Scheu vor Menschen

Meine Scheu vor den Menschen nimmt gerade mal wieder viel Raum ein….und der Fluchtreflex ist groß, vielleicht sollte ich den Kurs heute doch lieber absagen?

Dabei freue ich mich seit einem Jahr darauf, das es endlich los geht…wenn da nur nicht die fremden Menschen wären.

Dabei bin ich im „Erst-Kontakt“ super…bin dann meistens super locker, schlagfertig und lustig…kann das Schweigen der Masse durchbrechen und Menschen zum Reden bringen. Aber wenn ich den gleichen Menschen dann mehrmals begegne werde ich von mal zu mal zurückhaltender und stiller…und unsicherer.

Das ist schon ein sehr merkwürdiges Verhalten, erklärt sich aber dadurch, das ich mich bei einem fremden Erst-Kontakt i.d.R. nicht wirklich öffnen muss…wenn ich aber Menschen öfter treffe, wie z.B. in einem Verein, dann muss ich die ja ein Stückweit in mein Leben lassen…muss mich öffnen – und das hab ich in den letzten Jahren verlernt. Bin ja auch sehr zufrieden mit meinem Leben, wie es ist.

Wie anders sind doch meine alten Kontakte, die – die mich schon seit Jahren kennen….so wie ich vor ein paar Wochen meinen ehemaligen Tanzpartner zu Besuch hatte…da hatte ich keine Scheu mich zu öffnen…der kennt mich ja ziemlich gut und weiß, wie ich ticke, da brauche ich mich nicht zu erklären…das war ein tolles Wochenende.

Aber neue Menschen in mein Leben lassen will ich eigentlich nicht…oder doch, ja schon…wenn da nur nicht diese Hürde wäre… Ich bin 54 Jahre alt, eine gestandene Frau, selbstbewusst und stark, stehe mitten im Leben, bin unabhängig und hatte bisher immer viel Erfolg im Leben…..und doch kommt da immer noch das kleine, pummelige, extrem schüchterne und introvertierte Kind zum Vorschein und übernimmt die Regie in meiner Gefühlswelt.

Natürlich gebe ich dem Fluchtreflex nicht nach…obwohl er dieses Mal schon sehr stark ist, seit ich weiß, das der Kurs heute insgesamt über 8 Stunden geht. Ich dachte die Stunden würden sich besser auf die beiden Tage verteilen.

Wie heißt es so schön: Auch dieser Tag wird vorüber gehen.

Und heute Abend weiß ich dann hoffentlich mehr, ob ich es mir vorstellen kann ein paar der Menschen dort in mein Leben zu lassen. Denn das war ja der ursprüngliche Plan: ich suche mir einen Sport der mir gefällt, gehe damit in einen Verein und baue hier neue Sozialkontakte auf….seufz….wenn da nur die Menschen nicht wären…..

Turbulente Tage im Büro

Meine Arbeitswoche verläuft turbulent…aber bisher habe ich alle Abgabetermine einhalten können, auch wenn es bedeutete, das ich die zwei Tage im Büro wesentlich länger habe arbeiten müssen…denn hier kann ich mich den Kollegen gegenüber ja nicht komplett verschließen, diese Zeit fehlt mir dann am Ende des Arbeitstages.

Heute kam dann zusätzlich die Anfrage aus der Zentrale, ob einer von uns Beiden mal wieder einen neuen Bankzugang testen kann…denn wir sind ja immer noch mitten im Wechsel aller dänischen Bankzugänge auf das sog. MitID-Verfahren…ich hab mich kurzerhand gemeldet, das ich das übernehme.

Die Anweisung lautete: lad Dir doch mal „die App“ aufs Smartphone und versuch Dich anzumelden und dann schauen wir mal. Nun als erstes sagte mir mein Handy, das ich ein update brauche. Update? Warum ausgerechnet jetzt? ….aber für das Update brauchte es eine WLAN-Verbindung. Aber mit dem WLAN das ich nutzte, liess sich der App-Store nicht öffnen. Okay, es gibt inzwischen mehrere WLAN-Verbindungen für unsere Firma…mit Hilfe zweier Kollegen hab ich dann endlich die neueste Verbindung mit Zugangscode gefunden.

Nun dauerte es mehr als 1/2 Stunde bis das Betriebssystem sein update erledigt hatte…dann endlich konnte ich den App-Store öffnen…aber auch hier gab es erst einmal ein Update….grrrrrr und wieder warten.

Dann endlich wollte ich die App runterladen…aber es gab nur Eine, die hieß aber anders…die Antwort der Kollegin….jaja…nimm die ruhig – probiere es einfach aus. Na so klare Anweisungen liebe ich ja.

Zum Glück war dann bei und nach der Installation alles auf Englisch, und nicht auf Dänisch….und mit einigem Suchen hat die Anmeldung und Aktivierung dann auch tatsächlich funktioniert. Dann kam der Hinweis das die App erst eine Stunde nach der Aktivierung freigeschaltet wird….WAS ?….Warum dat denn?…. Na gut, hab dann in der Zwischenzeit andere Sachen gemacht, bevor ich den Zugang mit Hilfe der App dann tatsächlich testen konnte. Das hat dann aber reibungslos geklappt. Zum Glück. Hab eine Kurzanleitung geschrieben und dem Controller zur Verfügung gestellt.

Das war, wie immer, eine Anweisung auf den letzten Drücker, denn ab Morgen werden die alten Zugangsmethoden abgeschaltet….hahaha…aber so bin ich es inzwischen ja gewohnt.

Mitten im Warten auf die Updates, hab ich auf das neue Bürogebäude gegenüber geschaut, direkt auf die begrünte Dachterrasse und prompt musste ich laut auflachen….da spazierten 3 Männer, getrennt voneinander, in einigem Abstand am Rande des Geländers, um das Grün in der Mitte der Dachterrasse herum und jeder sprach eifrig in sein Handy….das sah lustig aus und erinnerte an einen „Hofgang“ aus alten Gefängnisfilmen.

Auch sonst tut sich viel bei uns…die junge Kollegin Kim hat gekündigt und zieht aus Hamburg weg. hmmm…sehr schade, aber sie hat eine tolle Chance in Niedersachen bekommen.

Der Controller ist immer noch auf der Suche nach einem Zuarbeiter und hat jetzt einen Kandidaten in die 2. Runde genommen….was er mir von dem erzählt hat, lässt mich zwar zweifeln, ob das eine so gute Idee ist, aber letztlich muss er mit dem neuen Kollegen klar kommen….mir betrifft es nur am Rande. Ich hab meine Bedenken geäußert und halte mich ansonsten raus.

Wir haben neue Arbeitsverträge erhalten in dem jetzt 1 Tag in der Woche „mobiles Arbeiten“ als Recht fixiert wurde…die Umsetzung ist jedoch sehr bürokratisch….und damit nicht wirklich praktikabel, weil wir jedes Mal ein paar Tage vor jedem „mobilen Tag“ eine schriftliche Genehmigung vom Vorgesetzten benötigen – wer denkt sich so etwas nur aus – unfassbar.

Der Controller und ich wollen gerne bei unseren jeweils 2 Tagen bleiben und wir haben eine Mail an unseren Vorsetzten in der Zentrale geschrieben, das deutsche Procedere erklärt und das wir bei unserer Regelung bleiben wollen würden, die ich dann auch noch mal einzeln erläutert habe und ob er uns für diese Regelung eine generelle Genehmigung bis auf Widerruf erteilen würde.

Die Antwort an uns Beide kam am Abend: „Approved“…..na also- es hat echt Vorteile, wenn der eigene Chef weit weg sitzt.

Ich bin also insgesamt, trotz der Mehrarbeit und der Unruhe in dieser Woche, bisher sehr zufrieden.

spannende Aktivitäten voraus

Ich hab bisher noch gar nicht erwähnt, das die nächsten 2 Wochenende auch wieder aufregend werden.

Am nächsten Wochenende werde ich den Kajak-Grundkurs doch noch absolvieren können….es hat geklappt mit dem Wechsel in die Wochenend-Gruppe, nachdem ich ja krankheitsbedingt im Mai absagen musste. Boa – also in den nächsten Tagen darf mir jetzt aber nichts mehr dazwischen kommen…das ist die letzte Chance für dieses Jahr.

Und eine Woche später soll jetzt endlich auch die Ballonfahrt statt finden….im letzten Jahr hatte es wegen des stürmischen Wetters ja nicht mehr geklappt. Dafür ist die Fahrt jetzt auch, wie ursprünglich geplant, in der Nähe von Flensburg und nicht in Kiel…und so werde ich dann schon wieder bei meiner Familie übernachten….meine Schwester meinte dann auch, sie wird das Oberbett vom Wochenende einfach in „meinem“ Zimmer (also dem Gästezimmer) lassen und nur eine Tagesdecke drüber legen…weil ich in 14 Tagen schon wieder da sein werde. Erst hab ich es gar nicht kapiert…dann meinte sie, unser Termin ist gegen Abend….ach so…ja dann.

Allerdings kommt es wieder auf das Wetter an. So eine Fahrt im Heißluftballon gegen Abend, das ist genau das, was ich gerne wollte. Mal sehen ob das alles so klappt.

Grillabend mit Flammen und Sekt

Der Gasgrill auf dem Balkon war dann doch etwas zu groß um gemütlich noch zu Dritt dort sitzen zu können…also saßen wir drinnen, während der Grill draußen vor sich hin…ähmmm brannte….trotz Aluschale hatte sich das Fett entzündet. Es lag zum Glück nicht so viel drauf und wurde ruhig und zügig vom schwesterlichen Grillmeister zum Erlöschen gebracht (Gas abgedreht und Grillschale runter genommen), bevor der darüber gespannte Sonnenschirm Schaden nehmen konnte…der war extra aufgespannt um den Grill vor dem Regen zu schützen.

Witzigerweise hatte ich als kleines Geschenk eine Brandschutz-Decke mitgebracht….schon seit einiger Zeit hab ich mir eine für die Küche zugelegt und gleich noch eine mehr mitgenommen. Denn wer hat heute noch eine Pferdedecke zuhause…meistens sind die Decken heute aus einem Polyester-Irgendwas-Gemisch oder wie bei mir aus reiner Baumwolle…alles nicht wirklich geeignet.

Dieser kleine Zwischenfall brachte unsere entspannte Runde aber nicht aus dem Konzept und auch das Grillergebnis war tadellos….bis auf eine kleine Ecke des Bauchfleischs das mehr Kohle, als Fleisch war. das kleine Stück wanderte dann auch in den Müll.

Es gab selbstgebackenes Zwiebelbrot (nicht von mir, sondern meiner Schwester) mit selbstgemachter Knoblauch-Kräuterbutter (von mir), vom Grill: Backkartoffeln, Maiskolben, ganze Zwiebeln, Würstchen, Hähnchenbrust-Filet, Grillrippe und Bauchfleisch (das gesamte Fleisch hatte meine Schwester selber gewürzt und mariniert und das schmeckte man einfach…LECKER)….ach ja und Grillkäse: Camembert, der war allerdings etwas fad und trocken.

Und als wir dann alle satt und zufrieden waren, gab es am Abend noch einen schönen Spaziergang direkt bis zum Strand an der Flensburger Förde ….Das Wetter war inzwischen wieder beim Sonnenschein angekommen und das bei absoluter Windstille…

Anschließend saßen wir noch bis weit nach 1 Uhr Nachts auf dem Balkon um mit einem Glas Sekt auf die erste wirklich große Gehaltserhöhung meiner Schwester anzustoßen. Da die Erhöhung sich um ca. 1/3 des Gehalts bewegte, reichte ein Glas natürlich nicht und so wurden es mehrere.

Der Chef hat nach dem Drama des letzten Jahres endlich begriffen, das er sich um seine Pflegekräfte kümmern muss, wenn er den Pflegdienst nicht wegen Personalmangels schließen möchte….und das bedeutet auch, das langjährige examinierte Mitarbeiter eben eine entsprechende Entlohnung benötigen und es so auch für die neueren Mitarbeiter ein Anreiz ist, längerfristig dort zu bleiben.

Sooo und als wir dann beschlossen ins Bett zu gehen, standen da tatsächlich 3 leere Sektflaschen…und ich wollte es kaum glauben, das die tatsächlich leer waren…Zum Glück blieb dieser Ausflug in die verschiedenen Sektsorten auch am nächsten Tag ohne Kopfschmerzen.

Schwimmen, Regen und Dampf

Mit einem frisch gereinigten Auto ist es auf jeden Fall schöner eine längere Strecke zu fahren…durch meine vielen Spaziergänge, Walkingrunden oder Wanderausflüge mit den groben Wanderstiefeln, landet doch eine Menge Sand, Kies und Dreck im Auto.

Auf der Fahrt nach Flensburg, Samstagmorgen ,konnte ich, auch ohne Blick in den Kalender, feststellen das in NRW die Sommerferien begonnen hatten. Die meisten Autokennzeichen die mit mir noch weiter nach Norden wollten, stammten aus dem bevölkerungsreichstem Bundesland in dem ich groß geworden bin…viele KFZ-Kennzeichen sind mir daher vertraut oder zumindest geläufig. Es war voll auf der Autobahn, aber es floss ohne Stau und ich kam kurz vor dem verabredeten Zeitpunkt bei Schwester+Schwager an.

In den letzten Tagen hatten wir uns darauf verständigt, das wir beim ursprünglichen Plan bleiben und nicht zur Kieler Woche fahren. Wir werden am Abend auf dem Balkon grillen und zuvor geht es kurz vor die dänische Grenze zu einem großen Hotel, das einen Innenpool und einen riesigen Außenpool, sowie einige Saunen auch externen Gästen anbietet. Die Beiden waren vor der Pandemie oft dort und hatten noch Gutscheine….und mich dorthin eingeladen.

Das Wetter war super sonnig und windstill…wir schwammen also draußen und gegen Mittag hatten wir fast den gesamten Außen-Pool und auch die Saunen, für uns alleine. Und während meine Schwester und ich in den verschiedenen Saunen waren, hat mein Schwager die Zeit im Pool oder auf dem Liegestuhl verbracht.

Wir konnten also ziemlich ungestört unsere Bahnen ziehen….endlich mal wieder richtig schwimmen und das in einem nur leicht kalten Außenpool, bei Sonnenschein…ich fühlte mich wie im Urlaub.

An einen Sonnenschutz hatte ich jedoch nicht gedacht….meine Schwester ist fast immer für ALLE Gelegenheiten gerüstet.. so auch für diesen….aber letztlich hatten wir am Ende des Tages trotzdem einen leichten Sonnenbrand….bei mir war es nur zum Glück ganz leicht unterhalb meiner empfindlichen Augenpartie.

Im Laufe des frühen Nachmittags zogen sich immer mehr Wolken über uns zusammen und die Außentemperatur nahm schlagartig ab, so das ich das vorher als kalt empfundene Wasser, auf einmal als angenehm warm empfand……da war es, das eigentlich schon für den Vormittag angesagte Regenwetter…und während wir bereits wieder in den Umkleiden waren, prasselte der Regen runter.

Nur ein paar Meter weiter, an einem Stand gab es dann noch das unbedingt notwendige original dänische Hotdog…da hatte der Regen gerade wieder aufgehört und es entstand eine sehr surreale Atmosphäre.. Der auf den aufgeheizten Asphalt treffende Regen verdampfte und zwar nicht nur ein bisschen, sondern so richtig sichtbar…auf dem gesamten Gelände dampfe der Boden. Das sah gespenstisch aus.

Es war schön, wieder ausgiebig schwimmen und tauchen zu können….aber ich war dann auch platt, als wir später, schon wieder bei Sonnenschein, auf dem Balkon saßen….bei leckerem Eiskaffee….und ich brauchte mich um nichts zu kümmern…..

Spaziergang durch die Waschküche

Freitag war es warm und es wurde wärmer und wärmer….und als kurz nach 14 Uhr der leichte Regen in Hamburg begann, wurde es nicht besser – Zeit ins Wochenende zu gehen….obwohl der Schreibtisch noch gut gefüllt war, aber das kann auch bis Montag warten.

….und obwohl es leicht nieselte bin ich mit dem Auto in eine Waschstraße in der Nähe gefahren, die auch Innenraumreinigung anbieten….ich hab seit Monaten mein Auto nicht mehr gewaschen…mich jetzt aber selbst hinzustellen und das Auto von Innen zu putzen fand ich nicht verlockend….In dieser Firma wird für 35 EUR wird das Auto von Außen und Innen gereinigt und die machen das richtig gut, wovon 20 EUR auf die Innenreinigung entfallen. Samstag fahre ich übers Wochenende zu Schwester+Schwager…da wollte ich gerne ein sauberes Auto haben.

Mit dem sauberen Auto ging es dann durch den leichten Nieselregen nach Hause…dort regnete zwar noch nicht, aber die Luft wurde unangenehm schwül.

Als ich mich um kurz nach 20 Uhr zu einem langsamen Spaziergang entschloss find es auch gerade an zu töpfeln…es waren immer noch 25-26 Grad und mit jedem Schritt und jedem Atemzug schien es, als ob weniger Sauerstoff in meinen Lungen ankommt.

Auch dieser Regen brachte keine Erleichterung…keine Abkühlung, und das obwohl ich keine Jacke anhatte und der Regen auf Kopf und Arme tropfte….Die feuchte warme Luft brachte den Waschküchen-Effekt die Hitze des Tages kann durch den kälteren Regen nicht entweichen, alles vermischt sich zu einem unangenehmen feucht-warmen Brei der auf der Stelle verharrt…aber ich war trotzdem froh eine kleine Runde gelaufen zu sein, auch wenn ich anschließend am ganzen Körper mit Schweiß überzogen war.

Nachdem ich mich ausgiebig vom Schweiß befreit hatte, hab ich mir seit Wochen mal wieder ein Glas Wein gegönnt…zugunsten meines Blutdrucks und meinem allgemein Wohlbefinden hatte ich darauf verzichtet. Jetzt saß ich zufrieden auf der Couch und hab mein Wochenende eingeläutet.

Und bei Waschküche fällt mir noch ein: Ich hab dann auch mal ein Fazit gezogen für das feste Haar-Shampoo, feste Haarspülung und normale Körperseife, welche ich jetzt mehr als 1/2 Jahr benutze: Ich hatte Glück mit der Auswahl, meine Haare haben sich gut daran gewöhnt, sind schön glänzend und lassen sich gut kämmen…das Feste Shampoo schäumt gut und ist auch ideal, um mal eben die Haare am Waschbecken zu waschen…es verteilt sich gut, ist ergiebig und lässt sich leicht wieder ausspülen. Für Unterwegs (also Sport oder Reisen) hab ich jetzt eine große Seifendose, da liegen alle 3 Seifen gleichzeitig drin. Das nimmt auch weniger Platz weg, ist nicht so schwer….einzig, man muss sich merken welches Seifenstück für was ist und welche Sorte man gekauft hat (dafür hab ich am Anfang die Papp-Verpackung aufbewahrt hahaha). Also ich bleibe dabei und brauche keine Plastikflaschen mit Shampoo, Seife oder Haarspülung mehr zu kaufen. Das fühlt sich richtig an.

Chaos-Tage ?

Als ich über den heutigen Tag nachdachte und mit dem Schreiben anfing, kam mir der Begriff: Chaos-Tage in den Sinn…Aber kann ich das als Überschrift über einen Beitrag setzen, der sich einzig mit meinen eigenen kleinen und größeren Problemen auf der Arbeit beschäftigt?

Wenn man man über den eigenen Tellerrand hinaus-schaut: Omikron Sub-Variante, Waldbrände, Trockheit und Wassermangel, Gas-Krise, höchste Inflation seit Jahrzehnten, Angriffskrieg Russlands in der Ukraine….kann ich dann wirklich von Chaos-Tagen sprechen…wenn ich das doch alles gar nicht meine?

Irgendwie klingt das frevelhaft….aber wenn ich mir den heutigen Tag anschaue ,fällt mir trotzdem sofort dieser Begriff ein…also ich gestatte es mir den Begriff zu benutzen.

Ich hatte heute so einen dieser Tage, da weiß man schon beim Aufstehen; das wird kein guter Tag….denn er begann mit Kopfschmerzen und Übelkeit und heute MUSSTE ich ins Büro.

Hab mich also aus dem Bett gequält und schon gleich mal umgeplant…heute ist mir das 9EUR-Ticket egal, ich fahre mit dem Auto. Es sollen heute über 30 Grad bei uns werden und mit Übelkeit in eine aufgeheizte Bahn zu steigen reizte mich nicht.

Dem Kopf ging es bis zum Mittag zwar langsam besser, aber meinen Zeitplan für heute musste ich komplett über den Haufen werfen….mal wieder eine Adhoc-Änderung, die ich für mehrere Gesellschaften sofort ausführen musste…. Neun neue Zahlläufe in 5 verschiedenen Portalen mussten deshalb schnellstens raus, weil das Geld morgen ankommen muss. Der Controller wollte erst nicht freigeben…was ich ignorierte (später meinte er, er hätte es nicht so ernst gemeint)… danach wollte er wohl doch – konnte es aber teilweise nicht, weil seine neuen Bankzugänge nicht klappten…also die Kollegen in DK um Freigabe bitten….bis zum Feierabend wusste ich nicht, ob die restlichen Zahlläufe geklappt haben.

Die Zinsberechnungen sollten von einer Kollegin kommen, kamen aber nicht…dachte ich jedenfalls, weil dann kamen gegen Mittag Server-Probleme und NICHTS ging mehr im Hamburger Büro…Um 14 Uhr beschlossen eine Kollegin und ich wieder ins Homeoffice zu wechseln….gut das ich das Auto mit hatte…so hat es insgesamt von PC runterfahren, bis PC wieder zuhause hochfahren, tatsächlich nur 40 Minuten gedauert und hier lief alles ohne Probleme.

Dann gab es noch Unstimmigkeiten bei den Gehältern…und mein Chef ist seit heute in Urlaub….na prima…inzwischen wurde es immer heisser draussen und ich missmutiger….und nervös…ich MUSS jetzt langsam mal meine 1. Firma fertig bekommen….dann hatte ich auch auf einmal doch die Mail mit den Zinsberechnungen….die steckten scheinbar für 1-2 Stunden im Datenhimmel von Outlook…. soooooo jetzt aber ….auch das spezielle Reporting-Programm, das nie auf Anhieb funktionierte – machte mit…schnell den Report sichern… FERTIG – der 1. Abgabetermin für Morgen ist damit gesichert.

Dann sollten noch Zahlungen kommen, die ich freigeben sollte…kamen aber nicht- egal…jetzt hab ich Feierabend und versuche nun auf dem Balkon den Tag zu verarbeiten.

Zum Glück war ich gestern Abend noch eine schöne entspannte und kühle Runde laufen….ich weiß nicht ob ich das heute Abend machen werde.

Gute Woche und leckeres Essen

Und auch sonst bin ich mit der Woche bisher ziemlich zufrieden….ich schlafe gut, fühle mich wach und munter, während meiner 3 Tage im Homeoffice bin ich gut voran gekommen, hab vieles geschafft und arbeite intensiv daran, meinen Zeitpuffer für die 1/2-Jahresabschlüsse auszubauen…Morgen kommen die letzten Daten und Freitag muss ich den ersten Abschluss fertig haben.

Dienstag gab es mal wieder ein frisch gebackenes Roggenvollkornbrot mit Sauerteig, das war gut gelungen.

Endlich hab ich auch einen vernünftigen Fischladen in der Nähe gefunden und am Samstag gleich mal mehr Fisch gekauft, als nur für einen Tag….die Qualität ist richtig gut

Sonntag garte daher im Backofen ein Stück Lachfilet und dazu noch eine ganze Forelle (ohne Bild)…da hatte ich noch Montag genug zu essen…und vom Matjes aus dem Aalrauch hatte ich bis Heute ausreichend….passte perfekt zum Brot.

Zur Forelle gab es noch einen gemischten Salat….Hatte mich auf die frisch gerösteten Pinienkerne dazu gefreut und griff ins Leere….Mist – hab gar keine mehr. Später beim Einkaufen wollte ich schon die Verkäuferin bitten, mir doch die Pinienkerne lieber einzeln, also pro Stück zu verkaufen….hahaha, die sind ja so teuer wie Goldnuggets…okay, also dann erst einmal nur eine kleine Packung für den nächsten Salat.

Und für heute Mittag gab es noch ein Sammelsurium an restlichen Nudeln unterschiedlichster Größe und Form mit einem frischen Tomaten-Würstchengulasch:

Und für Morgen muss ich mich noch um meinen Rindfleisch-Schmorgurken-Eintopf kümmern….der köchelt noch vor sich hin…